Umgang mit Inflation, Kraftstoffpreisen, schränkt ihr euch ein?

106 Beiträge in diesem Thema

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vor 2 Minuten, anotherthing schrieb:

Klarna & Co. machen es selbst Minderjährigen einfach, komplett über ihre Verhältnisse zu leben.

Erinnert mich an meine Jugend als ich mit 16 oder so ne EC Karte bekam. Hatte zwar gearbeitet und ein paar Hundert Euro verdient im Monat, aber Gras war klar nicht billig und der Bedarf hoch 😄 

Nachdem der Geldautomat dann die Karte eingezogen hat bei 500 Euro im Minus, musste ich bei der Bank antanzen und der wirklich sehr nette Mitarbeiter hat mir ne halbe Stunde einen Vortrag gehalten, wie man mit Geld umgehen sollte...

Ist schade, dass heutzutage so ein verhalten eher ermöglicht, statt sanft sanktioniert wird.

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vor 47 Minuten, anotherthing schrieb:

Genauso. Bewusstes Konsumverhalten ist meiner Meinung nach der Weg zu mehr Lebenszufriedenheit und gleichzeitig zu finanzieller Stabilität. 

Leider haben die allermeisten Menschen unabhängig vom Einkommen/Vermögen eher ein Ausgabenproblem, weil vor dem jeweiligen Kauf überhaupt nicht nachgedacht wird. Klarna & Co. machen es selbst Minderjährigen einfach, komplett über ihre Verhältnisse zu leben. Da der materielle Konsum nicht nachhaltig glücklich macht, finden sie sich im Laufe der Jahre immer tiefer in der Konsumspirale wieder. Reich werden damit nur Influencer und Konzerne.

Zugegebenerweise ist es der Weg, der in unserer Gesellschaft auf allen Kanälen  propagiert wird, sodass es nicht jedem leicht fällt, sich vom Überkonsum freizumachen. 

In diesem Forum lernt man ja wie man seinen eigenen Weg gehen kann und damit auch erfolgreich wird ...Den Konsum runterzuschrauben, Geld zu investieren und damit die Lebenszufriedenheit zu steigern ist, aus meiner Sicht, ein logischer Schritt der irgendwann sowieso einsetzt. 

bearbeitet von greiffozapau
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vor 1 Stunde, greiffozapau schrieb:

In diesem Forum lernt man ja wie man seinen eigenen Weg gehen kann und damit auch erfolgreich wird ...Den Konsum runterzuschrauben, Geld zu investieren und damit die Lebenszufriedenheit zu steigern ist, aus meiner Sicht, ein logischer Schritt der irgendwann sowieso einsetzt. 

Genau so. Inflation ist irrelevant, wenn man sich im Leben passend aufstellt. 

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vor 19 Stunden, BirdyFogs schrieb:

Genau so. Inflation ist irrelevant, wenn man sich im Leben passend aufstellt. 

Naja, Deutschland ist halt echt nicht unbedingt das Land wo man jetzt, zumindest als Angestellter, groß abkassiert. Hatte die Tage überlegt einfach nen entspannten in meinem Fachbereich zu machen da war ich doch sehr erstaunt dass sich die Gehälter nicht unbedingt der Inflation der letzten Jahre entsprechend erhöht haben. Mal anbei ein Auszug aus Google KI wie aktuell die Gehaltsklassen ausschauen. Unter dem Bereich Spitzenverdiener bist halt nicht unbedingt gut unterwegs und musst schon deutlich abwägen was Du so für finanzielle Entscheidungen triffst. In den Bereich Gutverdiener fallen hier halt massig im Grunde hochqualifizierte Jobs in IT, Ingenieurswesen, Medizin usw. Von der Kohle bleibt ja effektiv auch nicht wirklich viel übrig abzüglich Steuern, Abgaben und der ganzen Fantasiesteuern auf Produkte, Energie und Co.

  • Top-Verdiener: > 23.277 €
  • Spitzenverdiener: 8.359 € – 23.277 €
  • Gutverdiener: 5.859 € – 8.359 €
  • Besserverdiener: 4.071 € – 5.859 €
  • Normalverdiener: 3.314 € – 4.071 €
  • Mittelverdiener: 2.378 € – 3.314 €
  • Niedrigverdiener: 1.792 € – 2.378 €
  • Geringverdiener: 1.195 € – 1.792 €
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vor 23 Stunden, A_guy_named_Who schrieb:

Habe letztens mit einem Freund mal nach kleinen Wohnungen geguckt für Ihn im Hamburger Randbereich und Speckgürtel und bin ungläubig fast von Stuhl gefallen. 

Wie die ganze Garde an Einzelhandelsverkäufern, Friseurinnen etc. über die Runden kommt wundert mich tatsächlich sehr. 

Der Trick dürfte sein: keine Reserven

Da geht einfach 100% des Monatslohns drauf für Miete, Essen, Versicherungen, Mobilität. 

Am Ende des Monats winkt die schwarze 0 auf dem Konto, vielleicht muss man auch ein paar Tage mit Instantnudeln überbrücken bis der Lohn da ist. 

Ist das beste Mittel um den Michel im Hamsterrad zu halten: Wenn er keine Wahl hat.

 

Und im Gegenzug hast du dann Gutverdiener die sogar Teilzeit arbeiten können, einfach weil der Lohn es zulässt. Siehe mich selbst. Ich arbeite Teilzeit, kann aber trotzdem jeden Monat einen mittleren 4-stelligen Betrag auf die Seite legen.

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vor 20 Stunden, BirdyFogs schrieb:

Genau so. Inflation ist irrelevant, wenn man sich im Leben passend aufstellt. 

Nicht direkt "irrelevant" aber man lernt, dass Inflation nicht per Definition "böse" ist, wie es uninformierte Leute gerne formulieren. 

Und man lernt auch, dass letzten Endes die Gesamtrechnung aufgehen muss. Wenn man oben mehr reinfüllt, dann kann die Rechnung selbst dann aufgehen, wenn unten wegen der Inflation etwas mehr wegfliesst. 

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vor 22 Stunden, A_guy_named_Who schrieb:

Nachdem der Geldautomat dann die Karte eingezogen hat bei 500 Euro im Minus, musste ich bei der Bank antanzen und der wirklich sehr nette Mitarbeiter hat mir ne halbe Stunde einen Vortrag gehalten, wie man mit Geld umgehen sollte...

Warum sollte die Bank die Leute sanft auf's Gleis setzen? Mit den monatlich (Mini-)Überziehen wird das Geld verdient. Die meisten Leutz wissen eh alles besser und hätten sie ihre Ausgaben besser im Griff, wäre die Inflation nur halb so tragisch.

Erste Maßnahme wäre eine Einnahmen/Ausgaben-Liste. Egal, ob digital oder Papier. Wird auch nicht gemacht, weil uncool. 

Ist die Liste brutto oder netto? 

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vor 2 Minuten, Niemann-N schrieb:

Warum sollte die Bank die Leute sanft auf's Gleis setzen? Mit den monatlich (Mini-)Überziehen wird das Geld verdient. Die meisten Leutz wissen eh alles besser und hätten sie ihre Ausgaben besser im Griff, wäre die Inflation nur halb so tragisch.

Erste Maßnahme wäre eine Einnahmen/Ausgaben-Liste. Egal, ob digital oder Papier. Wird auch nicht gemacht, weil uncool. 

Ist die Liste brutto oder netto? 

Ich bezog mich auf Jugendliche, das erwachsene selbst für ihr Schicksal verantwortlich sind, ist klar. Das Thema Klarna und Co. ist ja anscheinend eher ein Problem Jugendlicher und junger Erwachsener.

Die Liste ist klar Brutto.

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vor 8 Minuten, holywater schrieb:

Und im Gegenzug hast du dann Gutverdiener die sogar Teilzeit arbeiten können, einfach weil der Lohn es zulässt. Siehe mich selbst. Ich arbeite Teilzeit, kann aber trotzdem jeden Monat einen mittleren 4-stelligen Betrag auf die Seite legen.

Das heißt 3-6k im Monat zurücklegen in Teilzeit... das ist schon wirklich Top Notch. Vielleicht sollte ich mich auch mal als Foren Mod bewerben 😉 

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Zitat

[...] Deutschland ist halt echt nicht unbedingt das Land wo man jetzt, zumindest als Angestellter, groß abkassiert.

Kannst du auch nicht. Vergiss es. Ich war auch vor einiger Zeit frustriert, bis ich erkannt habe, wie hier in Deutschland am besten die Matrix geknackt wird:

  1. lässigen Job in einem IGM-Konzern (> 100k € p.a. sicherer income)
  2. schön Maximum an Home-Office Tagen mit dem Chef verhandeln
  3. freie Zeit nutzen, um sein Side-Business aufzubauen (<-- hier gibt es das große Geld)

Wichtig zu 1.:

Du brauchst unbedingt eine Position, die nicht im operativen Tagesgeschäft angesiedelt ist. Am besten eine strategische Position am unteren Ende der Hierarchie. Da hast du fast nichts zu tun, außer auf Meetings zu erscheinen und etwas zu "beraten". Den Rest kannst du an Inder in Indien delegieren lassen. Zumindest läuft das bei uns so.

 

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vor 4 Stunden, A_guy_named_Who schrieb:

Naja, Deutschland ist halt echt nicht unbedingt das Land wo man jetzt, zumindest als Angestellter, groß abkassiert.

Klar, DE landet regelmäßig in Top 3 Ländern mit den höchsten Steuern und Abgaben für Lohnarbeit. Aus dem Grund ist bei uns die Vermögensbildung für junge Menschen deutlich schwieriger als in vielen anderen Ländern. 

Das Vermögen in DE wird v.a. durch Erbe gebildet, nicht durch eine eigene Arbeitsleistung im Angestelltenverhältnis. Jemand, der mit 18 ein Häuschen vom Opa im Zentrum Münchens geerbt hat, wird finanziell einen so gigantischen Vorsprung haben, dass er kaum von einem fleißigen Akademiker ohne Erbe/starken finanziellen Familienhintergrund in seinen 30ern aufgeholt werden kann. Aus meiner Sicht ist es einer der wichtigsten Gründe, warum „die Jugend nicht mehr arbeiten will“.

Zitat

Auszug aus Google KI

…mit diesen scheinbar-genauen Intervallen, aufs Euro genau gerechnet, mega überzeugend. 🙄

Für die eigene Lebensqualität und z. T. die Stellung innerhalb der sozialen Hierarchie zählt primär die Kaufkraft und nicht das Gehalt in absoluten Zahlen. Eine Pflegefachkraft wird in einem 100-Seelendorf in Ostdeutschland mit ihrem 3.900 TEUR/Grundgehalt pro Monat vermutlich der Bestverdiener weit und breit sein, während das gleiche Gehalt in Hamburg gerade so für einen bescheidenen Lifestyle ausreichen würde. 

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Zitat

Klar, DE landet regelmäßig in Top 3 Ländern mit den höchsten Steuern und Abgaben für Lohnarbeit. Aus dem Grund ist bei uns die Vermögensbildung für junge Menschen deutlich schwieriger als in vielen anderen Ländern. 

Nicht nur deshalb. Schuld sind auch IGM & Co, die soziale Gleichmacherei betreiben. Bei uns verdient z.B. ein klassischer Maschbauer exakt dasselbe wie ein Software Engineer, obwohl die Nachfrage an letzterem deutlich größer ist auf dem Arbeitsmarkt. IGM verkennt hier das Prinzip des freien Markts einfach. Auf den Scheiß haben unsere Informatik-Talente auch keine Lust, weshalb sie dann zu BigTech in die USA wechseln. So fließt dann Humankapital schön ab und bei Cariad wundert man sich, weshalb die einfach keine funktionierende Onboard-Software hinbekommen. Ich weiß warum. 😁

Und nicht vergessen:

Kapitalertragssteuer beträgt gerade mal 25 %. D. h., dass reale Wertschöpfung höher besteuert wird als Geld, welches man durch Geld macht.

bearbeitet von Backblow

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vor 1 Stunde, anotherthing schrieb:

 

…mit diesen scheinbar-genauen Intervallen, aufs Euro genau gerechnet, mega überzeugend. 🙄

Für die eigene Lebensqualität und z. T. die Stellung innerhalb der sozialen Hierarchie zählt primär die Kaufkraft und nicht das Gehalt in absoluten Zahlen. Eine Pflegefachkraft wird in einem 100-Seelendorf in Ostdeutschland mit ihrem 3.900 TEUR/Grundgehalt pro Monat vermutlich der Bestverdiener weit und breit sein, während das gleiche Gehalt in Hamburg gerade so für einen bescheidenen Lifestyle ausreichen würde. 

Ich würde mal vermuten (und hoffen) dass es sich bei den meisten hier angemeldeten Usern nicht um Altenpflegerinnen aus dem Allgäu handelt die zufrieden mit ihren 2 Kindern von 5 Männern mit dem 20 Jahre alten Corsa die Sau raus lassen wenn’s beim Aldi mal wieder Angebote gibt…

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vor 12 Minuten, anotherthing schrieb:

@A_guy_named_Who, ich wäre mir da nicht so sicher. Gefühlt startet jeder 2. „neue“ Thread mit „Ich wohne auf dem Land und kriege niemanden ab“.

Chapeau! 

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vor 4 Stunden, Backblow schrieb:

Nicht nur deshalb. Schuld sind auch IGM & Co, die soziale Gleichmacherei betreiben. Bei uns verdient z.B. ein klassischer Maschbauer exakt dasselbe wie ein Software Engineer, obwohl die Nachfrage an letzterem deutlich größer ist auf dem Arbeitsmarkt. 

Tarifscheiße halt. Nur mal als Beispiel beim Freistaat Bayern:

- einfacher ITler (10 Jahre dabei) 4000K brutto, 2500K netto

- berufseinsteigende Bürokauffrau (vormals Azubi) 3200K brutto, 2100K netto

Lediglich 400€ netto Unterschied - und die Bürodame "steigt" ja auch noch auf, für den ITler ist schon die Fahnenstange erreicht.

Sowas kommt halt dabei raus, wenn die Gewerkschaften immer nur die "unteren" Tarifstufen unbedingt belohnen wollen...

Deswegen auch immer so Forderungen wie "5% mehr Lohn, mindestens aber 250€ mehr". Davon haben dann immer nur die niedrigen Tarifgruppen (nachhaltig) etwas...

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@SMB

Linke Socken halt 😉

Ist mit Mindestlohn und Co ja nicht anders. Wegen Lohn-Preis-Spirale eh Unfug und am Ende nur ein Move vom Staat die Einnahmen der Einkommenssteuer zu erhöhen und Wähler ranzuholen die glauben ihr Leben würde sich dadurch ändern. Als ginge dass da irgendwem drum das irgendjemand am unteren Ende der Gesellschaft fairer bezahlt wird.

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Als Student mit 20 hatte ich zwar kein Geld, aber mit dem Geld was ich mit Prospekte austragen oder Informatikkram in einer mittelständischen Firma für 10 Mark die Stunde verdiente, konnte man sich was kaufen und bekam auch eine Leistung dafür.

Paar Jahre später als Vollverdiener Dipl-Inf-Konzern-Übertariflich mußte ich in Steuerklasse 1 genauso lang für alles arbeiten. Freizeitpark 35 Euro statt 25 Mark, der Sprit dorthin 50 Euro statt 40 Mark. Ich weiß noch, daß als Student ein Disco-Bier für 5 Mark unerträglich teuer war (für eine Halbe wohlgemerkt), im Vergleich zu Gaststätten.

Vor ein paar Wochen bin ich 6 Tage nach Köln zum Karneval: über 700 Euro nur für Sprit und (einfaches) Hotel. Ich glaube die 14 Tage Domrep all inklusive damals im letzten Semester haben genauso viel gekostet, um 1400 Mark. Ich bin noch für 400 Euro nach Mexiko und 600 Euro nach Thailand geflogen. Ein Bekannter hat letztes Jahr für Mallorca mit Frau und 2 Kindern 6000 Euro (!) zahlen müssen. Er sagte, daß er den lange gesehenen Tarif um 3000 Euro aus irgendeinem Grund nicht früh buchen konnte, und dann machte es wegen wieder mal irgendeinem Krieg, Gaskrise, Heuschnupfenausbruch "schnapp" und der Urlaub kostete das Doppelte.

In den letzten 1, 2 Jahren wurden an vielen Stellen wirklich Grenzen überschritten. Manche Sachen sind um ein Mehrfaches teurer geworden, dreimal oder fünfmal. Döner 10 Euro. Als Student noch 3 Mark. Stück Butter 4 Euro wurde schon genannt, statt 80 Cent.

Ich setz mich trotzdem ab und zu sinnlos in ein Cafe und zahl für einen Kaffe und einen Kuchen 8-11 Euro. Beim Bäcker sogar nur um die 7. Aber wenn REWE für dieselbe Apfeltasche wie Aldi 1,20 oder 1,50 will statt 80 Cent kaue ich lieber an meinen Nägeln statt an dem überteuerten Kram. Reaktanz.

Letztes Jahr war ich mal wieder in Südfrankreich. Nicht Cote d'Azur, sondern die andere Richtung. Kostet schon auch alles ordentlich da unten. Aber gefühlt ein Drittel weniger wie hier. Und dann machts mir fast Spaß, Geld auszugeben. Weil auch die Leistung gestimmt hat. Ich hab da jeden Tag für 50 Euro im Restaurant, Cafe etc.  gegessen. Obwohl ich mich auch gerne mit Baguette, Salami und Salat aus dem Supermarkt zu einem Bruchteil des Preises versorge. Zumal ich dann am Strand oder in der Natur genau dort essen kann, wo ichs gerade geil finde.

Wenn ich aber für 25-30 Euro ein Zwei-Gänge-Menü bekomme, in Super-Qualität und Geschmack (da gehen die französischen Touristen hin, die kann man nicht verarschen wie z.B. die Deutschen auf Mallorca oder Teneriffa), inkl. Getränk und Espresso, dann gönne ich mir das sogar gerne. In Köln dagegen habe ich bei einem ordentlichen Italiener, aber nicht am Dom sondern weit draußen hinterm Stadion, für eine Pizza, ne Cola und einen Cappu 23 Euro gezahlt. Bringt mich nicht um, aber fast 50 Mark für Pizza?

Das krasse ist ja, wenn man hier in DE einen Kaffee in sonem komischen ECE-Einkaufsmonstrum trinkt, dann sind da im Preis wahrscheinlich 50 Cent für die Brandmelde- und Sprinkleranlage, Feuerwehrleitern, Notbeleuchtung und dreisprachige PA-Beschallung enthalten. Der Kneipenwirt am Eck zahlt für jede Scheiß Stehlampe, Küchenmixer und Fernseher 20 Euro Prüfgebühr alle 2 Jahre, von IHK, WEE, GEMA, GEZ, FURZ und FUCK gar nicht zu reden.

Ich versuch mir einerseits eine Blase zu schaffen, wo ich mich wohlfühle und mir das Geldausgeben zumindest nicht wehtut, andererseits können mich diese ganzen Abzocker im Alltag echt gernhaben und ich verzichte auf einigen Kram, der zu überteuert ist.

Neulich mit nem Kumpel nach dem Steakessen (40 Euro pro Nase) noch in eine Studentenkneipe. 3 Euro die Flasche Bier. Kumpel mußte im Parkhaus dann 18 Euro für 5 Stunden zahlen. Pervers.

Kennt jemand noch @Neice? Der hat vor sehr vielen Jahren hier in nem Finanz-Laberthread mal Shell-Aktien empfohlen weil oft hohe Dividendenrendite um 4%. Ich hab die dann grad zum Trotz gekauft um ihm zu beweisen, daß das für die Zukunft gar nichts bedeuten muß. Tatsächlich haben sie dann auch nur 2 oder 3% ausgeschüttet. Da war er aber hier schon abgemeldet. :-D

Allerdings hat sich der ganze Kurs seither verdoppelt, so daß ich doch ein "paar Öre" im Plus bin. Und in den letzten Tagen ist sie ordentlich gestiegen. Stärker als der Benzinpreis.

bearbeitet von HerrRossi
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Ich möchte hier mal den Advocatis Diaboli spielen.

Wenn man sich wirklich mal die Realeinkommen anschaut, sind „wir“ auf die letzen 10, 20, 30 Jahren auf keinen Fall ärmer geworden. Ich kann euch gerne auf Nachfrage einen Studienabriss geben. Es gibt gewisse Effekte für die untere Einkommensschicht bis Mittelschicht, die tatsächlich seit 15 Jahren stagniert (aber nicht ärmer wird). Das stimmt sogar für Studien, die die offiziellen Inflationszahlen zu konservativ einschätzen und von einer höheren Inflation ausgehen.

Es gibt ein paar Merkwürdigkeiten, was die Vermögenspreisinflation angeht, also Immobilien (und Aktienpreise), aber da sehen wievielt 2-3 Jahren wieder eine Angleichung an die Konsumentenpreisinflation. Praktisch bedeutet das: Grundstücke in den Städten etc. sind deutlich teurer geworden. Das belastet vor allem die obere Mittelschicht. Aber auch hier lässt sich darauf schließen, dass die realen Zahlen weitaus weniger schlimm sind, als man hier und medial so wahrnimmt.

Meine Interpretation der Daten ist so, dass die Energiewende, die Überbürokratisierung, etc. , also die (so würde ich es sagen) Fehler der Politik, das Realeinkommenswachstum über die letzen Jahr(zehnte) aufgefressen haben. Aber: Das Wachstum (als die Steigung des Einkommens) wurde aufgefressen, wir sind nicht ärmer geworden.

 

Die nostalgische Rumgejammere, dass früher alles viel günstiger und besser war, ist daher nichts anderes als Rumgejammer. Ich glaube eher, dass das eigene Wohlstandsniveau ein rein subjektive Größe ist. Da sollte man mal wirklich prüfen, was man damals verdient und ausgeben hat. Ist ein bisschen so, wie wenn man sich an die Zeit mit Ex erinnert, und dabei vergisst, wie stressig das mitunter war.

 

Das, was wirklich glücklich macht, bzw. warum die Leute in der 90er oder 00er Jahren glücklicher waren, deckt sich mit den Ergebnissen der Glücksforschung: Wir menschlichen Lebewesen sind nur wirklich glücklich, wenn wir mehr als gestern haben. Das hatten die Leute damals tatsächlich, und das haben wir heute in weiten Strecken nicht (obwohl man darüber streiten kann, was Dinge wie iPhones, etc. angeht).

Um das mit einer persönlichen Anekdote zu untermauern. Ein Bekannter von mir ist Professor, der sich gut mit dieser Glücksforschung auskennt. Der wollte sich ein neues Auto kaufen und steht auf BMWs. Er weiß, dass er aktuell nicht schlecht verdient, er weiß aber auch, dass er höchstwahrscheinlich nie viel mehr verdienen wird als jetzt.

Er sagte mir daher: Ich könnte mir jetzt schon irgendwie den 7er leisten, aber ich kauf mir lieber den 3er, weil will ja auch später noch Steigerungspotenzial haben.

 

 

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vor 23 Minuten, CIRKEL schrieb:

deckt sich mit den Ergebnissen der Glücksforschung: Wir menschlichen Lebewesen sind nur wirklich glücklich, wenn wir mehr als gestern haben.

Das ist an sich nicht falsch, aber dermaßen einseitig dargestellt, dass es schnell zu einem falschen Eindruck verleitet. 

Menschen gewöhnen sich an alles, im Guten wie im Schlechten, einfach weil sich der subjektive Referenzpunkt immer wieder in die eine oder die andere Richtung verschiebt. Z. B. man bekommt eine Gehaltserhöhung in gewünschter Höhe und fühlt sich ein paar Monate wie der King. Spätestens nach einem Jahr (eher schneller) ist es der neue Referenzpunkt und sorgt überhaupt nicht mehr für Glücksgefühle und das völlig unabhängig von Inflation, gestiegener Lebenskosten etc.

Wird man arbeitslos und bekommt ein Jahr später eine Stelle mit dem alten Gehalt vor der Gehaltserhöhung, ist man wieder deutlich zufriedener als man es sich hätte vorstellen können. 

Die Referenzpunktanpassung war übrigens auch schon in der Antike bekannt, genauso wie die Tatsache, dass es kein unbegrenztes materielles Wachstum geben kann. Deshalb hat die Menschheit unzählige „Coping-Strategien“ implementiert, von künstlich eingeführten Fastenzeiten bis zu philosophischen Strömungen wie Stoizismus. 

Viel wichtiger als das unbegrenzte materielle Wachstum sind für langfristige Lebenszufriedenheit andere Faktoren, z. B. erfüllende Beziehungen mit anderen Menschen. Aktuelle Einsamkeitspandemie ist daher nicht zu unterschätzen, aber es ist ein anderes Thema.

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Mittlerweile sehe ich alles etwas differenzierter. Wir hängen halt alle doch irgendwie evolutionär bedingt in dieser „höher, schneller, weiter“-Falle fest. Egal ob Job, Konsum oder Freizeit, überall geht es nur noch darum, noch mehr rauszuholen. Und dabei fällt es total schwer, Dinge einfach mal nur so stehen zu lassen, wie sie sind und zu akzeptieren, dass wir eben nicht alles brauchen, nicht alles schaffen müssen und dass „genug“ auch ein Wert ist.

Gerade jetzt, wo alles teurer wird und viele das Gefühl haben, ständig hinterherzuhecheln, merke ich, dass ich viel bewusster mit meinen eigenen Ressourcen umgehen muss. Und damit meine ich nicht nur Geld, sondern auch Energie, Zeit und Nerven. Ich will nicht aus Angst entscheiden, sondern weil ich wieder mehr Kontrolle über mein Leben haben will, statt mich von außen und irgendwelchen daraus an mich formulierten Erwartungen treiben zu lassen.

Dazu gehört für mich, mich ehrlich zu fragen: Brauche ich das (jetzt) wirklich oder stopfe ich damit nur irgendein Loch, das eigentlich etwas ganz anderes braucht?  

Wenn ich da ehrlich zu mir bin, kaufe ich vieles nicht, weil es mich weiterbringt, sondern weil es mir kurz das Gefühl gibt, „dazuzugehören“ oder „richtig“ zu sein. Man hat halt fatalerweise von außen gelernt, dass Besitz irgendwas über unseren Wert aussagt. Dieses alte „Leiste was, haste was, biste was“ steckt tief drin, aber glücklich macht es mich nicht wirklich.

Wenn ich meine Entscheidungen zukünftig nicht mehr an Status, Vergleichen oder dem, was „man so macht“, ausrichte, sondern an dem, was ich wirklich brauche, fühlt sich das total befreiend an. Da merkt man erst, wie viel Ballast man mit sich rumschleppt, sowohl materiell, als auch innerlich.

Achtsamer mit Geld umzugehen heißt für mich nicht zu verzichten, sondern klarer sehen. Geld ist am Ende ey nur Energie und ich kann entscheiden, wohin sie fließt und zwar in Dinge, die mir guttun oder in Zeug, das mich nur kurz ablenkt. Und wenn man das einmal verstanden hat, merkt man schnell, dass man gar nicht so viel braucht, wie man denkt. Man kann vieles selbst machen. Und weniger Konsum heißt ja nicht Verlust, sondern es schafft eher mehr Platz für Ruhe, Kreativität, Beziehungen und echte Lebensqualität.

Vielleicht ist genau das die Chance dieser "schweren" Zeit: Nicht nur weniger zu kaufen, sondern auch innerlich aufzuräumen. Nicht nur Ausgaben zu überdenken, sondern auch Prioritäten zu setzen.

bearbeitet von AlphaMX

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vor 39 Minuten, CIRKEL schrieb:

Ich möchte hier mal den Advocatis Diaboli spielen.

Wenn man sich wirklich mal die Realeinkommen anschaut, sind „wir“ auf die letzen 10, 20, 30 Jahren auf keinen Fall ärmer geworden. Ich kann euch gerne auf Nachfrage einen Studienabriss geben. Es gibt gewisse Effekte für die untere Einkommensschicht bis Mittelschicht, die tatsächlich seit 15 Jahren stagniert (aber nicht ärmer wird). Das stimmt sogar für Studien, die die offiziellen Inflationszahlen zu konservativ einschätzen und von einer höheren Inflation ausgehen.

Es gibt ein paar Merkwürdigkeiten, was die Vermögenspreisinflation angeht, also Immobilien (und Aktienpreise), aber da sehen wievielt 2-3 Jahren wieder eine Angleichung an die Konsumentenpreisinflation. Praktisch bedeutet das: Grundstücke in den Städten etc. sind deutlich teurer geworden. Das belastet vor allem die obere Mittelschicht. Aber auch hier lässt sich darauf schließen, dass die realen Zahlen weitaus weniger schlimm sind, als man hier und medial so wahrnimmt.

Meine Interpretation der Daten ist so, dass die Energiewende, die Überbürokratisierung, etc. , also die (so würde ich es sagen) Fehler der Politik, das Realeinkommenswachstum über die letzen Jahr(zehnte) aufgefressen haben. Aber: Das Wachstum (als die Steigung des Einkommens) wurde aufgefressen, wir sind nicht ärmer geworden.

 

Die nostalgische Rumgejammere, dass früher alles viel günstiger und besser war, ist daher nichts anderes als Rumgejammer. Ich glaube eher, dass das eigene Wohlstandsniveau ein rein subjektive Größe ist. Da sollte man mal wirklich prüfen, was man damals verdient und ausgeben hat. Ist ein bisschen so, wie wenn man sich an die Zeit mit Ex erinnert, und dabei vergisst, wie stressig das mitunter war.

 

Das, was wirklich glücklich macht, bzw. warum die Leute in der 90er oder 00er Jahren glücklicher waren, deckt sich mit den Ergebnissen der Glücksforschung: Wir menschlichen Lebewesen sind nur wirklich glücklich, wenn wir mehr als gestern haben. Das hatten die Leute damals tatsächlich, und das haben wir heute in weiten Strecken nicht (obwohl man darüber streiten kann, was Dinge wie iPhones, etc. angeht).

Um das mit einer persönlichen Anekdote zu untermauern. Ein Bekannter von mir ist Professor, der sich gut mit dieser Glücksforschung auskennt. Der wollte sich ein neues Auto kaufen und steht auf BMWs. Er weiß, dass er aktuell nicht schlecht verdient, er weiß aber auch, dass er höchstwahrscheinlich nie viel mehr verdienen wird als jetzt.

Er sagte mir daher: Ich könnte mir jetzt schon irgendwie den 7er leisten, aber ich kauf mir lieber den 3er, weil will ja auch später noch Steigerungspotenzial haben.

Etwas, das in dieser ganzen Diskussion auch gerne ausgeklammert wird ist, dass der allgemeine Wohlstand stark gestiegen ist. Heute kann sich jeder Hartzer Dinge leisten, die vor 20,30,40 Jahren noch gar nicht existiert haben oder exorbitant teuer waren und für die Unter- bzw. Mittelschicht gar nicht erschwinglich waren, z. B. ein Smartphone mit Internetzugang, Streamingdienste, günstige Flugreisen oder eine enorme Auswahl an Konsumgütern aus aller Welt.

Viele Dinge, die früher als Luxus galten, sind heute relativ normal geworden. Ein Smartphone vereint Funktionen, für die man früher mehrere teure Geräte gebraucht hätte: Telefon, Kamera, Navigationssystem, Musikplayer, Fernseher und Computer. Auch Dienstleistungen, die früher nur Wohlhabende hatten: etwa regelmäßig eine Reinigungskraft, Essenslieferungen oder andere Services, sind heute für deutlich mehr Menschen zugänglich.

Das bedeutet natürlich nicht, dass es keine Probleme mit steigenden Lebenshaltungskosten oder sozialer Ungleichheit gibt. Aber es zeigt, dass sich der materielle Lebensstandard insgesamt stark verändert hat. Ein Vergleich über Jahrzehnte hinweg muss deshalb berücksichtigen, dass sich sowohl Preise als auch die Art der verfügbaren Güter und Dienstleistungen grundlegend gewandelt haben.

 

Viele Leute die behaupten "früher war alles besser und billiger" verkennen das und unterschlagen den massiven technologischen Fortschritt den wir inzwischen haben. 

 

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vor 21 Minuten, anotherthing schrieb:

Das ist an sich nicht falsch, aber dermaßen einseitig dargestellt, dass es schnell zu einem falschen Eindruck verleitet. 

Menschen gewöhnen sich an alles, im Guten wie im Schlechten, einfach weil sich der subjektive Referenzpunkt immer wieder in die eine oder die andere Richtung verschiebt. Z. B. man bekommt eine Gehaltserhöhung in gewünschter Höhe und fühlt sich ein paar Monate wie der King. Spätestens nach einem Jahr (eher schneller) ist es der neue Referenzpunkt und sorgt überhaupt nicht mehr für Glücksgefühle und das völlig unabhängig von Inflation, gestiegener Lebenskosten etc.

Wird man arbeitslos und bekommt ein Jahr später eine Stelle mit dem alten Gehalt vor der Gehaltserhöhung, ist man wieder deutlich zufriedener als man es sich hätte vorstellen können. 

Die Referenzpunktanpassung war übrigens auch schon in der Antike bekannt, genauso wie die Tatsache, dass es kein unbegrenztes materielles Wachstum geben kann. Deshalb hat die Menschheit unzählige „Coping-Strategien“ implementiert, von künstlich eingeführten Fastenzeiten bis zu philosophischen Strömungen wie Stoizismus. 

Viel wichtiger als das unbegrenzte materielle Wachstum sind für langfristige Lebenszufriedenheit andere Faktoren, z. B. erfüllende Beziehungen mit anderen Menschen. Aktuelle Einsamkeitspandemie ist daher nicht zu unterschätzen, aber es ist ein anderes Thema.

&

 

vor 19 Minuten, AlphaMX schrieb:

Mittlerweile sehe ich alles etwas differenzierter. Wir hängen halt alle doch irgendwie evolutionär bedingt in dieser „höher, schneller, weiter“-Falle fest. Egal ob Job, Konsum oder Freizeit, überall geht es nur noch darum, noch mehr rauszuholen. Und dabei fällt es total schwer, Dinge einfach mal nur so stehen zu lassen, wie sie sind und zu akzeptieren, dass wir eben nicht alles brauchen, nicht alles schaffen müssen und dass „genug“ auch ein Wert ist.

Gerade jetzt, wo alles teurer wird und viele das Gefühl haben, ständig hinterherzuhecheln, merke ich, dass ich viel bewusster mit meinen eigenen Ressourcen umgehen muss. Und damit meine ich nicht nur Geld, sondern auch Energie, Zeit und Nerven. Ich will nicht aus Angst entscheiden, sondern weil ich wieder mehr Kontrolle über mein Leben haben will, statt mich von außen und irgendwelchen daraus an mich formulierten Erwartungen treiben zu lassen.

Dazu gehört für mich, mich ehrlich zu fragen: Brauche ich das (jetzt) wirklich oder stopfe ich damit nur irgendein Loch, das eigentlich etwas ganz anderes braucht?  

Wenn ich da ehrlich zu mir bin, kaufe ich vieles nicht, weil es mich weiterbringt, sondern weil es mir kurz das Gefühl gibt, „dazuzugehören“ oder „richtig“ zu sein. Man hat halt fatalerweise von außen gelernt, dass Besitz irgendwas über unseren Wert aussagt. Dieses alte „Leiste was, haste was, biste was“ steckt tief drin, aber glücklich macht es mich nicht wirklich.

Wenn ich meine Entscheidungen zukünftig nicht mehr an Status, Vergleichen oder dem, was „man so macht“, ausrichte, sondern an dem, was ich wirklich brauche, fühlt sich das total befreiend an. Da merkt man erst, wie viel Ballast man mit sich rumschleppt, sowohl materiell, als auch innerlich.

Achtsamer mit Geld umzugehen heißt für mich nicht zu verzichten, sondern klarer sehen. Geld ist am Ende ey nur Energie und ich kann entscheiden, wohin sie fließt und zwar in Dinge, die mir guttun oder in Zeug, das mich nur kurz ablenkt. Und wenn man das einmal verstanden hat, merkt man schnell, dass man gar nicht so viel braucht, wie man denkt. Man kann vieles selbst machen. Und weniger Konsum heißt ja nicht Verlust, sondern es schafft eher mehr Platz für Ruhe, Kreativität, Beziehungen und echte Lebensqualität.

Vielleicht ist genau das die Chance dieser "schweren" Zeit: Nicht nur weniger zu kaufen, sondern auch innerlich aufzuräumen. Nicht nur Ausgaben zu überdenken, sondern auch Prioritäten zu setzen.

 

Eure Argumentation geht für mich in eine ähnliche Richtung, wobei Alpha MX da noch deutlicher wird: Findet euren inneren Frieden, und hört auf, euch auf äußeren Konsum zu konzentrieren.

Ich finde, es kommt auf beides an. Konsum kann schon sehr geil sein, aber es ist halt nicht alles. Innerer Frieden ist wichtig, aber manchmal ist es einfach nur ein Cope, um die eigene "Armut" auszuhalten.

 

 

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vor 45 Minuten, CIRKEL schrieb:

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Eure Argumentation geht für mich in eine ähnliche Richtung, wobei Alpha MX da noch deutlicher wird: Findet euren inneren Frieden, und hört auf, euch auf äußeren Konsum zu konzentrieren.

Ich finde, es kommt auf beides an. Konsum kann schon sehr geil sein, aber es ist halt nicht alles. Innerer Frieden ist wichtig, aber manchmal ist es einfach nur ein Cope, um die eigene "Armut" auszuhalten.

 

 

In meinen Augen ist es wichtig zwischen „sinnvollem“ und „sinnlosem“ Konsum zu unterscheiden.

Sinnvoller Konsum ist z.B. der Kauf von einem qualitativen, langlebigen Produkt, das man häufig benutzt. Etwa gute Over-Ear-Kopfhörer für das tägliche Pendeln, eine vernünftige Matratze, gute Schuhe oder auch Dinge, die den eigenen Alltag wirklich verbessern. Das sind Ausgaben, die einen echten Mehrwert bringen, weil man sie regelmäßig nutzt und sie die Lebensqualität langfristig erhöhen.

Sinnloser Konsum ist dagegen Zeug, das einem im besten Fall nichts bringt und im schlechtesten Fall sogar schadet. Klassisches Beispiel wären Zigaretten, übermäßiger Alkohol oder auch dieses typische Impuls-Shopping von irgendwelchen Status- oder Trendartikeln, die man nach ein paar Wochen kaum noch nutzt.

Der Punkt ist also: Konsum an sich ist nicht das Problem. Problematisch wird es nur dann, wenn Konsum zum Selbstzweck wird oder als kurzfristiger Dopamin-Kick dient, um innere Leere zu überdecken. Dann landet man schnell in einer Spirale aus „kaufen, kurz freuen, wieder unzufrieden sein“.

Deshalb finde ich den Mittelweg am sinnvollsten: Ein stabiles Fundament aus innerer Zufriedenheit und Klarheit darüber, was man im Leben will und dann ganz bewusst Geld für Dinge ausgeben, die das eigene Leben tatsächlich bereichern.

 

 

 

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vor 54 Minuten, CIRKEL schrieb:

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Eure Argumentation geht für mich in eine ähnliche Richtung, wobei Alpha MX da noch deutlicher wird: Findet euren inneren Frieden, und hört auf, euch auf äußeren Konsum zu konzentrieren.

Ich finde, es kommt auf beides an. Konsum kann schon sehr geil sein, aber es ist halt nicht alles. Innerer Frieden ist wichtig, aber manchmal ist es einfach nur ein Cope, um die eigene "Armut" auszuhalten.

 

 

Daher ist es gut, durchaus alles mal gehabt und erlebt zu haben und dann auch die Kraft zu haben, wieder loslassen zu können, um die Dinge und Ereignisse, die man wirklich braucht, richtig einordnen und selbstverantwortlich priorisieren zu können. Verlangt halt auch mehr inneren Fokus und Klarheit. Das hört halt unsere ewig auf Wachstum getriebene Wirtschaft und der gierige Staat mit penetrativen Dauerbeschallungen (online / News) gar nicht gerne, wenn plötzlich jeder auf die Idee kommt, dass auch weniger "Reicht um" gut zu leben und Kategorien wie "besser" oder "schlechter" eher gesellschaftliche Konstrukte sind.

Innerer Frieden, Ruhe (v.a. des Nervensystems) mehr Authentizität und Gesundheit ist ein dicker Boni im Vergleich zu Dauerstress und ewiges Husteln und Statuskämpfe.

Ich sage das jetzt sogar als bisher absolut machtversessener Mensch mit sehr guten Einkommen und guter sozialer Stellung, dass ich diese ganzen Übertreibungen, die ich mir hier geleistet habe mit dem materiellen Mist, der jetzt mehr mich besitzt und gepflegt werden will, in der Masse eigentlich gar nicht brauche (ist wahrscheinlich so ein Ego- und Competitionthema bei mir) und viel mehr meine eigenen positiven Gedanken und Bewertungen/Nichtbewertungen der Dinge und Ereignisse zum Wohlbefinden beitragen, als irgendwelche gesellschaftlichen Spielchen, Kämpfe und Schwanzvergleiche, wo man die eigene Verantwortung für Denken und Entscheidungen an andere abgibt.

Hat jemand Erfahrung mit Meditation, um sich runterzufahren und besser loszulassen?

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