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vor 3 Minuten, holywater schrieb:

Die Aussage vermischt zwei Sachen, die man trennen sollte: den Wert eines Menschen und seinen Nutzen. Klar, in so einem Extremszenario wie mit der Arche würde man Leute nach Fähigkeiten auswählen, also z. B. Ärzte oder Ingenieure, weil die einfach praktisch wichtiger sind fürs Überleben.

Aber das heißt nicht, dass die als Menschen „mehr wert“ sind. Zu sagen, manche Menschen seien grundsätzlich weniger wert, ist höchst problematisch und geht in eine unschöne Richtung, wie man historisch schon oft gesehen hat. Am Ende ist das eher eine provokante Meinung als ein wirklich sauberes Argument.

 

Man ist immer 100% Mensch. Auch wenn man im Rollstuhl sitzt, durch die Wall gekracht ist oder ein fliehendes Kinn hat. 

Ich denke, dass das "für mich" bei @MrNiceNRW sehr entscheidend ist. Ihm gefällt nicht, wie manch andere Menschen sind und die Bewertung kann er für sich vornehmen.

Wo kämen wir denn sonst auch hin, wenn wir zum Beispiel alle Frauen aufgrund der Anzahl ihrer Sexualpartner einheitlich bewerten würden? 

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vor 3 Stunden, MrNiceNRW schrieb:

Zumal die Leute in solchen Situationen dann keine Zeit haben sich über so einen mumpitz wie drittes Geschlecht oder vegane Ernährung Gedanken zu machen. Die meisten Probleme unserer Gesellschaft heutzutage resultieren meiner Meinung nach aus dieser Wohlstandsverwarlosung. 

👍

Die Regierung macht sich Gedanken darüber, dass in Männer-WCs kostenlose Tampons ausgelegt werden. Anstatt alles dafür, die Wirtschaft lebendig zu halten, zu tun.

Dieser Zustand nennt sich Dekadenz/ Agonie. War z.B. im alten Rom kurz vor dem Zusammenbruch so. Darauf sollte man sich vorbereiten.

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vor 4 Stunden, MrNiceNRW schrieb:

Wenn die Welt unter gehen würde und wir ne Arche bauen mit begrenzter Kapazität, dann kommen da auch nur ausgewählte Leute drauf. Da ist dann kein Platz für einen Arno Dübel und Co. Weil Ärzte, ingenieure oder einfach kluge Köpfe einen höheren Wert haben. 

Das wäre aber eine kaum überlebensfähige Mannschaft. Die meisten Ärzte und Ingenieure sind z. B. nicht in der Lage, nach der Flut eine einfache Hütte zu bauen, die nicht beim 1. Windstoß zusammenbricht, ein Feld so zu bearbeiten, dass es die Lebensmittelzufuhr sichert, einen Hasen für das Abendessen zu erlegen etc.

Es hat gute Gründe, warum es in der modernen Welt so unglaublich viele hochspezialisierte Tätigkeitsfelder gibt. Wenn ich eine Arche bilden würde, würde ich gucken, welcher Skill-Mix annähernd Sinn für das Überleben der Gruppe in einer kurzfristigen Krise machen könnte. Dass solche Überlegungen als langfristige Strategie scheitern, hat die Planwirtschaft sehr überzeugend gezeigt. 

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vor 3 Stunden, holywater schrieb:

Aber das heißt nicht, dass die als Menschen „mehr wert“ sind. Zu sagen, manche Menschen seien grundsätzlich weniger wert, ist höchst problematisch und geht in eine unschöne Richtung, wie man historisch schon oft gesehen hat. Am Ende ist das eher eine provokante Meinung als ein wirklich sauberes Argument.

 

Man ist immer 100% Mensch. Auch wenn man im Rollstuhl sitzt, durch die Wall gekracht ist oder ein fliehendes Kinn hat. 

 

Ich weiß ist ein komplizierter Diskurs aber hier gibt es ja genügend Leute die auch über komplexe Sachverhalte nachdenken können. Ich finde deine Aussage geht mehr in die Richtung schöne heile Welt als Realität. Ich stell mal die provokante Frage: Hat dein Leben den gleichen Wert wir der eines Serienmörders / Gewaltverbrechers / Kinderschänders? etc.

Tatsächlich bin ich der Meinung, hätte der Österreiche Maler damals nicht so viele Fehlentscheidungen getroffen, würden wir heute in einer besseren Welt Leben. Es geht dabei auch nicht um dich oder mich oder um deine Kinder oder meine Kinder sondern um den Fortbestand der menschlichen Spezies. Wo stehen wir in 50 / 100 / 200 Jahren? 

Die Weltbevölkerung wächst kontinuierlich exponentiell. Jeder hat Bedürfnisse, jeder muss versorgt werden, jeder produziert Müll, jeder wirkt durch seine Existenz auf die Welt und das bei ca. 200 Ländern die alle ihre eigene Suppe kochen. Ich bin der Meinung, dass wir mit 20 % der Weltpopulation, viel weiter kommen würden und eine wesentlich bessere Welt gestalten könnten - mit den "richtigen 20%". Ist ein problematischer Diskurs versteh ich und im Rahmen eines Forums noch schwieriger auszuformulieren. Dennoch würdest du lügen wenn du sagen würdest, an meiner Aussage ist nichts dran.

Zitat

@anotherthing 

Das wäre aber eine kaum überlebensfähige Mannschaft. Die meisten Ärzte und Ingenieure sind z. B. nicht in der Lage, nach der Flut eine einfache Hütte zu bauen, die nicht beim 1. Windstoß zusammenbricht, ein Feld so zu bearbeiten, dass es die Lebensmittelzufuhr sichert, einen Hasen für das Abendessen zu erlegen etc.

Es hat gute Gründe, warum es in der modernen Welt so unglaublich viele hochspezialisierte Tätigkeitsfelder gibt. Wenn ich eine Arche bilden würde, würde ich gucken, welcher Skill-Mix annähernd Sinn für das Überleben der Gruppe in einer kurzfristigen Krise machen könnte. Dass solche Überlegungen als langfristige Strategie scheitern, hat die Planwirtschaft sehr überzeugend gezeigt. 

Schon klar. Normale Arbeiter brauchst natürlich auch, ist ja logisch. Dauer Bürgergeld Empfänger brauchst du aber in jedem Fall nicht.

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vor 21 Stunden, MrNiceNRW schrieb:
Ich weiß ist ein komplizierter Diskurs
Eher ein menschenverachtender. 
 
Ich bin der Meinung, dass wir mit 20 % der Weltpopulation, viel weiter kommen würden und eine wesentlich bessere Welt gestalten könnten - mit den "richtigen 20%".
Dieser Gedanke ist nicht neu und es gab leider einige historische Persönlichkeiten, die versucht haben, diesen Realität werden zu lassen, z. B. Pol Pot. Gescheitert ist das Ganze daran, dass (1) niemand wirklich weiß, was „richtig“ in diesem Kontext ist, (2) die Vererbung bei Menschen etwas komplexer als bei Eintagsfliegen funktioniert (z. B. können intelligente/fleißige/gesunde Eltern dumme/faule/behinderte… Kinder bekommen, die sie dennoch nur sehr ungerne schlachten lassen) und (3) niemand weiß, welche Eigenschaften und Skills in 50 Jahren einer Gesellschaft nützen. Eine Art „humane“ Planwirtschaft (und künstliche Auslese von 20 „richtigen“ Prozent der Bevölkerung wäre nichts anderes) funktioniert langfristig betrachtet nicht. 
Ich bin hiermit aus der Diskussion raus.

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Ähmmmm Leute könnten wir bitte den Offtopic weglassen? Irgendwelche Archen und ökonomische Aspekte und was weiß ich noch 😄

Ich finde das Thema "Vergangenheit der Partnerin/Partner" ist ein sehr wichtiges Thema was leider hier untergeht deswegen.

Und um was dazu zu sagen: Die Vergangenheit spielt sehr wohl eine sehr große Rolle. Ich sehe das zumindest so. Ich kann jetzt nur aus meiner Perspektive sprechen. Wenn man wirklich was ernstes möchte, also wirklich eine langfristige LTR, dann habe ich schon das Recht zu wissen, was vorher alles war. Nicht im Detail aber schon umfassend. Ich meine ich entscheide mich wahrscheinlich oder lass es drauf auslaufen mein Leben im besten Falle mit ihr zu verbringen. Da sollte es auch keine Fragezeichen im Kopf geben was die Vergangenheit angeht. Ich komme nicht drauf klar, dass evtl. jeder zweite Typ wenn man Feiern ist oder durch die Stadt läuft um es mal überspitzt zu sagen mit dem Finger auf sie zeigt und sagt: " Guck mal alter die habe ich geknallt". Ich hab kein Bock mein Leben mit einer Hoe zu verbringen. Kann auch sein dass ich hier altmodisch bin aber ich stehe dazu. Und ja klar darf es eine Vergangenheit geben, aber alles im gesundem Maße. Das muss auch gesagt werden.

Und wenn sie sagt meine Vergangenheit interessiert dich nicht oder mir Märchen erzählt wo ich mir denke...warte mal Alter...da passt was nicht, da sind unplausibilitäten (Stichwort Bauchgefühl-> ganz wichtig ernst nehmen)...dann Tschüss. Sieh zu viel Spaß. Es leben 8 Milliarden Menschen auf der Welt wovon mind. 3 Milliarden Frauen sind. Gibt genug Optionen.

Wie gesagt, dass ist nur meine persönliche Meinung und Einstellung. Muss auch nicht jeder teilen oder gleicher Meinung sein.

Alles andere was lockeres (F+, Sexbeziehung etc.) ist es natürlich irrelevant. Dann interessiert mich ihre Vergangenheit nicht. Auch nicht ob sie Tattoos hat oder Nasenring oder was weiß ich oder Red Flags. Spielt alles keine Rolle. Ich hab nur Sex mit ihr und fertig. Daher finde ich diese Red-Flag Thematik sowieso nur für eine LTR interessant.

bearbeitet von Ram-Zey
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vor 18 Stunden, Ram-Zey schrieb:

Wenn man wirklich was ernstes möchte, also wirklich eine langfristige LTR, dann habe ich schon das Recht zu wissen, was vorher alles war. Nicht im Detail aber schon umfassend.

Gilt dieses Recht nur für dich oder berichtest du deiner potentiellen LTR auch „umfassend“ von deinem Sexleben?

Zitat

Ich komme nicht drauf klar, dass evtl. jeder zweite Typ wenn man Feiern ist oder durch die Stadt läuft um es mal überspitzt zu sagen mit dem Finger auf sie zeigt und sagt: " Guck mal alter die habe ich geknallt".

Es ist dein gutes Recht, solche Auswahlkriterien zu haben. Ich würde nur behaupten, dass man dafür nicht zwingend die potenzielle Partnerin ausfragen muss, sondern man merkt alles Relevante im Kennenlernprozess an ihrem Verhalten und daran, wie ihr Umfeld auf sie reagiert. So stundenlange Verhöre oder Erzählungen, wer mit wem und wann was unternommen hat, finde ich persönlich mega Abturn. Am Ende ist dir vermutlich egal, ob ihr BC 50, 150 oder XY ist.

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Am 24.4.2026 um 14:21 , Ram-Zey schrieb:

Ich komme nicht drauf klar, dass evtl. jeder zweite Typ wenn man Feiern ist oder durch die Stadt läuft um es mal überspitzt zu sagen mit dem Finger auf sie zeigt und sagt: " Guck mal alter die habe ich geknallt". 

Da bin ich bzgl LTR ganz bei dir. Auch wenn es selbst bei BC 100 wohl schon eher selten passieren würde dass man wem über den Weg läuft, wäre es echt uncool der Dude zu sein, der da den roten Teppich für Madame ausrollt, während jeder das selbe oder gar mehr bekam, für 2 Drinks und 5 nette Worte. 

bearbeitet von A_guy_named_Who
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vor 8 Stunden, anotherthing schrieb:

So stundenlange Verhöre oder Erzählungen, wer mit wem und wann was unternommen hat, finde ich persönlich mega Abturn. Am Ende ist dir vermutlich egal, ob ihr BC 50, 150 oder XY ist.

Nein.

Alle HB mit BC über 15 überlasse ich anderen HG.

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@Kai.N.Aber, nicht „nein“, sondern „ja“. Es ist für dich egal, ob ihr BC 50, 150 oder höher ist, du lehnst in all diesen Fällen die Frau als LTR ab.

bearbeitet von anotherthing
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Letztings war ich in der Bahn unterwegs und da kam es auch zu einem Gespräch zwischen einem jungen Mann und einer jungen Frau (ca. 25 Jahre) über das Thema Bodycount. Sie (Akademikerin) fand einen Bodycount von 10 im Alter von 30 Jahren nicht bedenklich, insbesondere wenn offene Beziehungen im Spiel sind.

Er - augenscheinlich mit Migrationshintergrund - meinte, mit "offenen Beziehungen" gehe das Problem bereits los. Er stufte diesen Bodycount als zu hoch ein und sagte, dass jeder Mann mit, der was von sich hält, eine Beziehung nicht eingehen würde. Auch gäbe es seiner Meinung nach bzgl. Bodycount keinen Unterschied zwischen Männern und Frauen, was er dann aber wenig später wieder teilweise revidierte ("Männer und Frauen unterscheiden sich bereits beim Aussehen"). 

Er teilte das Konzept, dass Frauen mit jeden Sexpartner "einen Teil von sich hergeben", wohingegen die Frau das natürlich nicht so sah. Des Weiteren sagte sie, dass sie machen kann was sie wolle (und das ohne Konsequenzen). Des Weiteren sprach sie die Missstände an, dass sie regelmäßig von Männern in Clubs begrabscht wird und sie gecatcalled wird. Da beide nicht auf einen Nenner gekommen sind, ist das Gespräch nach ca. 10 min abrupt beendet worden. 

Ich denke die Sichtweisen der beiden geben gut die Meinungen ihrer sozioökonomischen Gruppen wider. 

 

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Am 25.4.2026 um 09:26 , anotherthing schrieb:

So stundenlange Verhöre oder Erzählungen, wer mit wem und wann was unternommen hat, finde ich persönlich mega Abturn.

Ich finde man merkt ziemlich schnell, ob jemand mit dem Thema „Exen“ oder generell „Sexualpartner“‘ein Problem hat. Offenbar so eine Art Druck, dieses - doch wohl für jeden neuen Partner sensible - Thema häufig, ohne Not oder konkreten Anlass, auf den Tisch zu bringen.

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