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Einen Gedankenanstoß habe ich noch:

Der Großteil der Menschen ist bequem. Bestes Beispiel Onlineshopping. 

Wenn jetzt eine Umgebung geschaffen wurde (ob aktiv oder passiv), welche Bequemlichkeit toleriert, evtl. sogar begünstigt, wird sich nur ein kleiner Teil der Menschen freiwillig aus dieser Komfortzone herausbewegen. Oftmals, weil die eigene bequeme Situation gar nicht als negativ bewertet wird.

 

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vor 4 Stunden, anotherthing schrieb:

Als „Privileg“ würde ich es nicht bezeichnen, eher als einen der Gründe für den wirtschaftlichen Untergang Deutschlands und  hohe Burn-Out-Raten von denjenigen, die noch nicht zu Konzernzombies geworden sind, sondern das kompensieren müssen, was die Zuletztgenannten liegen lassen/nicht mitdenken.

Die Sache ist ja die: Wenn also die "Konzernzombies" ihren "bequemen" (bzw. aus ihrer Sicht "normalen" Arbeitsstil) durchziehen und keine Konsequenzen zu fürchten haben, dann ist doch deren Weltbild vollkommen in Ordnung. Wo sollen sie denn merken/spüren, dass es der Wirtschaft schlecht geht? Wenn am Ende des Monats die Gehaltsüberweisung am Kontoauszug draufsteht, dann ist doch alles prima? Ich glaube in der Hinsicht denkt wirklich jeder (oder die meisten) erstmal an sich. Gemäß dem Motto: "Wenn ich bezahlt werde und wenn ich mir damit das leisten kann, was ich mir leisten will und wenn ich das mit einem bequemen Job erreichen kann, warum sollte ich irgendwas verändern?"

 

vor 4 Stunden, anotherthing schrieb:

Die einzige Chance, dass die Dynamik durchbrochen wird, haben rebellische Kinder.

 

vor 1 Stunde, A_guy_named_Who schrieb:

Das Sprichtwort "Man wird erst Erwachsen wenn die eigenen Eltern sterben" kommt nicht von ungefähr.

Ich glaube, diese beiden Tatsachen, und natürlich auch der Umstand, wenn man eigene Kinder hat, führen dazu, insgesamt "reifer" zu werden.

 

vor 1 Stunde, A_guy_named_Who schrieb:

Für mich war und ist das Ziel eigentlich schon lange Unabhängigkeit.

Auch das ist ein sehr starkes Momentum der in Richtung "Erwachsenendasein" führt.

 

vor 1 Stunde, A_guy_named_Who schrieb:

Ist am Ende wohl zum einen ne recht ökonomische Geschichte, dass man immer nur so "erwachsen" wird wie man eben erwachsen sein muss und zum anderen auch ne recht individuelle Geschichte.

Das beschreibt es auch ziemlich gut. Das passt auch gut als "Symptom" zu der Angelegenheit mit den "Konzernzombies", die hier ja schon mehrfach erwähnt wurden.

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vor einer Stunde, willian_07 schrieb:

Wenn jetzt eine Umgebung geschaffen wurde (ob aktiv oder passiv), welche Bequemlichkeit toleriert, evtl. sogar begünstigt, wird sich nur ein kleiner Teil der Menschen freiwillig aus dieser Komfortzone herausbewegen. Oftmals, weil die eigene bequeme Situation gar nicht als negativ bewertet wird.

Guter Punkt. Das trifft es auf jedenfall. Hier passt auch die Erkenntnis, dass die meisten Menschen "Gewohnheitstiere" sind.

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vor 1 Stunde, Natural Business schrieb:

Wo sollen sie denn merken/spüren, dass es der Wirtschaft schlecht geht? Wenn am Ende des Monats die Gehaltsüberweisung am Kontoauszug draufsteht, dann ist doch alles prima?

Den Konzernzombies als solchen mache ich nicht wirklich einen Vorwurf, sie haben schließlich kein Gehirn bzw. lassen ihr Gehirn an der Eingangstür des Büros. Die Tatsache, dass es so viele von diesen Zombies gibt, ist ein systematisches Problem und verursacht wie beschrieben große Probleme für Wirtschaft & Gesellschaft.

Ich finde diesen Arbeitsstil an vielen Stellen beneidenswert: einfach das eigene Gehirn für die 37,5 h IG-Metall-Wochenarbeitszeit ausschalten und alles aussitzen statt mitzudenken, zu jagen, Probleme zu lösen und Erfolge aktiv zu erzielen. Vor meinem inneren Auge sehe ich bei denen immer eine gerade Linie statt Puls. Aber jeder hat seinen eigenen Weg: Ich persönlich will und werde nie so werden, das einzige, was ich für mich tun kann, ist eben nicht ihre ganzen Ausfälle zu kompensieren um nicht im Burn-Out zu enden.

Am Ende lässt es sich 1:1 auf die ganze Gesellschaft übertragen. (Gesunde) Menschen, die nichts selber gebacken bekommen, lagern ihre Aufgaben bewusst oder unbewusst auf andere aus, die sich entsprechend vor Überlastung schützen müssen oder riskieren, auszubrennen.

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vor 1 Stunde, anotherthing schrieb:

Den Konzernzombies als solchen mache ich nicht wirklich einen Vorwurf, sie haben schließlich kein Gehirn bzw. lassen ihr Gehirn an der Eingangstür des Büros. Die Tatsache, dass es so viele von diesen Zombies gibt, ist ein systematisches Problem und verursacht wie beschrieben große Probleme für Wirtschaft & Gesellschaft.

Ich finde diesen Arbeitsstil an vielen Stellen beneidenswert: einfach das eigene Gehirn für die 37,5 h IG-Metall-Wochenarbeitszeit ausschalten und alles aussitzen statt mitzudenken, zu jagen, Probleme zu lösen und Erfolge aktiv zu erzielen. Vor meinem inneren Auge sehe ich bei denen immer eine gerade Linie statt Puls. Aber jeder hat seinen eigenen Weg: Ich persönlich will und werde nie so werden, das einzige, was ich für mich tun kann, ist eben nicht ihre ganzen Ausfälle zu kompensieren um nicht im Burn-Out zu enden.

Am Ende lässt es sich 1:1 auf die ganze Gesellschaft übertragen. (Gesunde) Menschen, die nichts selber gebacken bekommen, lagern ihre Aufgaben bewusst oder unbewusst auf andere aus, die sich entsprechend vor Überlastung schützen müssen oder riskieren, auszubrennen.

Das hast du gut zusammengefasst. Und wie du schon sagst, den "Zombies" kann/darf man eigentlich keinen Vorwurf machen. Es ist eher ein "globales" Problem. Nur finde ich, ist es auch schwierig, genau zu sagen, wie stark die Wirtschaft wachsen muss, damit es allen gut geht. Ein unendliches Wachstum z.B. kann es niemals geben. Dieses "ewige Streben nach oben" bringt nur auch wieder andere Probleme mit sich. Vielleicht wäre es irgendwo auch "gesund" einen gewissen Standard einfach zu halten, damit zufrieden zu sein und somit nicht darüber "hinauswachsen zu müssen". Aber ich weiß auch, dies ist eine heikle Thematik, wo sich viele Geister scheiden ...

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vor 4 Stunden, Natural Business schrieb:

Ein unendliches Wachstum z.B. kann es niemals geben. Dieses "ewige Streben nach oben" bringt nur auch wieder andere Probleme mit sich. Vielleicht wäre es irgendwo auch "gesund" einen gewissen Standard einfach zu halten, damit zufrieden zu sein und somit nicht darüber "hinauswachsen zu müssen".

Völlig richtig. Ich persönlich habe überhaupt keine Probleme damit, rein materiellen Wohlstand für höhere Lebensqualität für alle aufzugeben: Zeitwohlstand, effiziente Krankheitsprävention statt -behandlung, Communities statt Isolierung, grüne Städte mit starken Hitzeschutzkonzepten statt Betonwüsten, Circular Economy etc. 

Ich hätte gar kein Problem damit, wenn man z. B. das Leistungsniveau eines durchschnittlichen Konzernzombies für ausreichend erklärt und z. B. auf 30 Arbeitswochenstunden als Vollzeit für alle komprimiert. Die Realität sieht nur heutzutage anders aus. Macht ein Zombie seinen Job „gerade so“, muss jmd anders denen hinterherräumen, auffangen, verbessern, ausgleichen… 

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Am 3.7.2026 um 01:52 , HerrRossi schrieb:

Mittlerweile bin ich mit Ü50 kindischer als ich jemals war. :-D

Weil als Kind und Jugendlicher war ich viel zu ernst für mein Alter.

 

Am 3.7.2026 um 01:52 , HerrRossi schrieb:

Also ich war mein (junges) Leben lang ernst und habe dafür nur Kritik geerntet, dafür bin ich heute gerne mal kindisch (und stelle fest, daß ich dabei immer noch reifer agiere wie mittlerweile selbst  Nachrichtensprecher oder Spitzenpolitiker.)

Ich glaube, ich weiß, was du meinst. "Früher" hat man gewisse Dinge etwas "strenger" und "pingeliger" gesehen. Mit etwas mehr "Reife" dann sieht man Angelegenheiten dann auch wieder gelassener, gerät nicht gleich in Panik, kann entspannt bleiben. Getreu dem Motto "Die Suppe wird nicht so heiß gelöffelt, wie sie gekocht wird!" Man trau sich mit Ü40/Ü50 dann auch bestimmte Dinge viel mehr zu, weil man weiß, wie sich Dinge entwickeln. Und aufgrund dessen darf man dann auch mal "das innere Kind zum spielen nach draußen lassen" ..

Damit untergräbt man dann keinesfalls die "Reife", von der ich eingangs gesprochen habe. Es ist vielmehr das "gereifte Kind", das weiß, wie es in der Welt bestehen kann ... Naja, du weißt sicher auch in etwa, wie ich meine.

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