Die unsichtbare Mauer der Mittelmäßigkeit

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vor einer Stunde, AltJungfer schrieb:

Warum nicht das Mindset haben, "Es ist an Mittelmäßigkeit / Durchschnittlichkeit überhaupt nichts verwerfliches." ?

Diesen Satz hier unterschreibe ich sofort! Zeigt es doch, dass man mit dem "Durchschnitt" auch absolut zufrieden sein kann. Vor allem dann, wenn hier Bewertungen durch andere wegfallen. Wenn man also für sich selbst genommen zufrieden ist, mit dem, was man da leistet, dann ist doch alles "Piano". Problematisch kann es dann werden, wenn man zu sehr auf Meinungen und Bewertungen durch andere setzt. Da wird dann aus "Ich finds geil, was ich da mache" plötzlich "Bin nur mittelmäßig".

Und gerade diese Mentalität schläg sich hier im Forum öfter mal nieder möchte ich meinen. Schaut man sich verschiedene Rubriken so an, fällt dieser "Durchschnittsbegriff" immer wieder. Und das witzige an der Sache ist, keiner der User möchte "Durchschnitt" sein. Also sich möglichst von anderen abheben. Ist das alles so ein "Ego-Ding"? Ich glaube nämlich ganz stark, dass die selbstgekrönten Alphas hier extrem gekränkt sind, wenn sie nicht zu den "above average" gezählt werden...

Da ist nur ein Problem dabei: Wenn alle Teilnehmer einer Gruppe "die Besten" sein wollen, dann passiert mathematisch Folgendes: Sie sind nichts besonderes mehr, sondern halt auch eben nur "Durchschnitt" 🤣.

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Mein konkreter Ratschlag: Weniger Social Media konsumieren.

Auf Insta, Youtube & Co. kriegt man den Content der oberen Prozente. Um mal ein konkretes Beispiel zu geben: Ein deutlich sichtbares Sixpack erreichen nur 1-3 Prozent der Männer mindestens einmal(!) in ihrem Leben. Es sind nicht 1-3 Prozent der Männer insgesamt, sondern gemessen in ihrer gesamten Lebenszeit und dass sie ein Sixpack dann einmal haben. Das ist schon absurd wenig. Wenn du also kein deutlich-sichtbares Sixpack in der Lebenszeit erreichst, gehörst du zu 97 Prozent der Menschen. 

Selbst hier im Forum schreiben halt nur die Fitness-begeisterten über ihren KFT unter 15 Prozent und wie sie den letzten Prozent rausquetschen. Der dicke Rest (bzw. Leute, die wie ich versuchen auf einen KFT unter 20 kommen wollen), schreiben da halt nichts rein. Du siehst dann nur die, die etwas vorzuweisen haben. 

Daher ist dein Gefühl der Mittelmäßigkeit wohlmöglich gar nicht eine objektive, sondern eine gefühlte subjektive Einordnung. Dagegen hilft halt, dass du deinem Gehirn weniger unrealistische Vergleiche gibst. 

 

Wenn du aber wirklich Bock hast, in einem bestimmten Bereich aus der Mittelmäßigkeit auszubrechen und zu den Top 1 bzw. Top 10 Prozent gehören willst, gibt es da keine Wunderpille. Dazu wurde hier im Thread schon viel gesagt. Ich kanns nur für meinen Bereich sagen (arbeite in der Forschung): Die Top-Leute hier arbeiten seit mindestens 15 Jahren ihre 60-Stunden-Wochen, haben dazu Talent (und natürlich auch mal Glück). Habe es vor einem Jahr selbst erlebt, wie tief einen ein Rückschlag trifft. Und kann jetzt nach einem Jahr sagen, dass ich mich davon langsam erholt habe. Da musst du schon neben dem objektive Vergleich auch eine klare innere Motivation haben und auch mal weiterarbeiten, wenn es aussichtslos erscheint - und selbst dann hast du keine Garantie auf Erfolg und damit musst du erstmal klar kommen. Es gibt zahlreiche Storys von Sportlern, die das beschreiben. Ganz aktuell gibt es einen neuen Podcast bei Ben dazu: Dumme Bodybuilder bringen sich um (Markus Rühl).

 

bearbeitet von CIRKEL
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vor 4 Stunden, Natural Business schrieb:

Diesen Satz hier unterschreibe ich sofort! Zeigt es doch, dass man mit dem "Durchschnitt" auch absolut zufrieden sein kann.

"Es ist reine Zeitverschwendung, etwas Mittelmäßiges zu tun."

Madonna

Zitat

Da ist nur ein Problem dabei: Wenn alle Teilnehmer einer Gruppe "die Besten" sein wollen, dann passiert mathematisch Folgendes: Sie sind nichts besonderes mehr, sondern halt auch eben nur "Durchschnitt" 🤣.

Vielleicht ist das Level (oder "der" Durchschnitt) mittlerweile so hoch, dass es eben für Normalos schon das Ende der Fahnenstange bedeutet.

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vor 22 Stunden, Soulcat schrieb:

Vielleicht bist du eine Scannerpersönlichkeit. Diese fängt viele Dinge euphorisch und begeistert an, hat Anfangs auch Fortschritte. Nach einiger Zeit kann es sein das sie alles in die Ecke wirft und etwas komplett anderes macht. Das ist manchmal ein teures Unterfangen, rührt aber daher dass solche Menschen die Abwechslung lieben, auch wenn es mitunter frustrierend sein kann.

Das beschreibt mich ziemlich gut. 

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vor 9 Stunden, Natural Business schrieb:

Da ist nur ein Problem dabei: Wenn alle Teilnehmer einer Gruppe "die Besten" sein wollen, dann passiert mathematisch Folgendes: Sie sind nichts besonderes mehr, sondern halt auch eben nur "Durchschnitt" 🤣.

So ist es aber nicht. Es wollen ja nicht alle überall gut sein. es gibt ja auch Dinge bei denen ich deutlich unterdurchschnittlich bin, weil sie mich einfach nicht interessieren und ich auch kein Problem damit habe. 

Aber wenn ich insgesamt über alles gesehen im Durchschnitt liege müsste es dann zum Ausgleich auch Bereiche geben in denen ich Überdurchschnittlich bin. 

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vor 3 Minuten, nonvaluer schrieb:

Aber wenn ich insgesamt über alles gesehen im Durchschnitt liege müsste es dann zum Ausgleich auch Bereiche geben in denen ich Überdurchschnittlich bin

Mit Sicherheit gibt es das. Man kann nicht in allen Dingen absolute Meisterschaft erlangen. Dafür ist man in Dingen gut, die der Nachbar vielleicht nicht so kann usw.

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vor 1 Stunde, nonvaluer schrieb:

So ist es aber nicht. Es wollen ja nicht alle überall gut sein. es gibt ja auch Dinge bei denen ich deutlich unterdurchschnittlich bin, weil sie mich einfach nicht interessieren und ich auch kein Problem damit habe. 

Aber wenn ich insgesamt über alles gesehen im Durchschnitt liege müsste es dann zum Ausgleich auch Bereiche geben in denen ich Überdurchschnittlich bin. 

Dann mal gerne Butter bei die Fische! Du hast dich im Ausgangspost ja am Beispiel des Gitarre lernen abgearbeitet und danach auch ganz generische Lebensbereiche wie Fremdsprache, Karriere usw. genannt.

Wo drückt da der Schuh denn am meisten? Wir könnten dir dann passgenauer Tipps geben..

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Als Leistungssportler kann ich nur empfehlen: "Lerne das Plateau zu lieben".

Wie hoch das Plateau bei mir liegt, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Talent, verfügbare Zeit, der Einsatz den ich bereit bin zu geben. Alles hat seinen Preis, auch die Höhe des Plateaus. Will ich mich verbessern, muss ich mehr Einsatz geben. 

Es kann aber auch lange dauern, bis die Verbesserung eintritt. Beispiel:
Dieses Jahr habe ich meinen üblichen wöchentlichen Trainingsumfang in den Belastungswochen von 8 h im letzten Jahr auf 12 Stunden erhöht. Aktuell befinde ich mich seit Monaten auf einem Plateau. Die Leistung ist nicht höher als letztes Jahr. Der Körper braucht lange um die Erhöhung nachhaltig zu verkraften, vor allem in meinem Alter. Ich erwarte erst im Herbst oder nächstes Jahr im Frühjahr eine signifikante Steigerung.
Ist diese erreicht heißt es wieder: Das Plateau lieben oder mehr investieren.

@nonvaluer Imho bist du  in den Dingen, die du nachhaltig angepackt hast, schon überdurchschnittlich. Einfach deshalb, weil andere das überhaupt nicht tun.

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Am 27.7.2026 um 17:22 , CIRKEL schrieb:

Mein konkreter Ratschlag: Weniger Social Media konsumieren.

Auf Insta, Youtube & Co. kriegt man den Content der oberen Prozente. Um mal ein konkretes Beispiel zu geben: Ein deutlich sichtbares Sixpack erreichen nur 1-3 Prozent der Männer mindestens einmal(!) in ihrem Leben. Es sind nicht 1-3 Prozent der Männer insgesamt, sondern gemessen in ihrer gesamten Lebenszeit und dass sie ein Sixpack dann einmal haben. Das ist schon absurd wenig. Wenn du also kein deutlich-sichtbares Sixpack in der Lebenszeit erreichst, gehörst du zu 97 Prozent der Menschen. 

Selbst hier im Forum schreiben halt nur die Fitness-begeisterten über ihren KFT unter 15 Prozent und wie sie den letzten Prozent rausquetschen. Der dicke Rest (bzw. Leute, die wie ich versuchen auf einen KFT unter 20 kommen wollen), schreiben da halt nichts rein. Du siehst dann nur die, die etwas vorzuweisen haben. Übrigens sind die Erfolgsaussichten hier größer. 

Daher ist dein Gefühl der Mittelmäßigkeit wohlmöglich gar nicht eine objektive, sondern eine gefühlte subjektive Einordnung. Dagegen hilft halt, dass du deinem Gehirn weniger unrealistische Vergleiche gibst. 

 

Wenn du aber wirklich Bock hast, in einem bestimmten Bereich aus der Mittelmäßigkeit auszubrechen und zu den Top 1 bzw. Top 10 Prozent gehören willst, gibt es da keine Wunderpille. Dazu wurde hier im Thread schon viel gesagt. Ich kanns nur für meinen Bereich sagen (arbeite in der Forschung): Die Top-Leute hier arbeiten seit mindestens 15 Jahren ihre 60-Stunden-Wochen, haben dazu Talent (und natürlich auch mal Glück). Habe es vor einem Jahr selbst erlebt, wie tief einen ein Rückschlag trifft. Und kann jetzt nach einem Jahr sagen, dass ich mich davon langsam erholt habe. Da musst du schon neben dem objektive Vergleich auch eine klare innere Motivation haben und auch mal weiterarbeiten, wenn es aussichtslos erscheint - und selbst dann hast du keine Garantie auf Erfolg und damit musst du erstmal klar kommen. Es gibt zahlreiche Storys von Sportlern, die das beschreiben. Ganz aktuell gibt es einen neuen Podcast bei Ben dazu: Dumme Bodybuilder bringen sich um (Markus Rühl).

 

Bin ich voll bei dir, was den Preis für den Erfolg angeht. Jeder will die Ergebnisse aus den Top 1 Prozent, aber kaum jemand ist bereit, dafür 15 Jahre lang 60-Stunden-Wochen abzureißen und die eigene Gesundheit oder das Privatleben zu opfern.
Man sollte sich echt mal die Frage stellen, ob man diesen Status überhaupt selbst will oder ob man sich da nur von außen unter Druck setzen lässt. Oft bringt ein solider, komfortabler Durchschnitt unterm Strich einfach viel mehr Lebensqualität und Ausgeglichenheit.

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vor 2 Stunden, Sebastian_B schrieb:

Man sollte sich echt mal die Frage stellen, ob man diesen Status überhaupt selbst will oder ob man sich da nur von außen unter Druck setzen lässt. Oft bringt ein solider, komfortabler Durchschnitt unterm Strich einfach viel mehr Lebensqualität und Ausgeglichenheit.

Es gibt ja auch noch etwas zwischen "Durchschnitt" und "Weltspitze". Fast in jedem Bereich gehörst du schon zu den oberen 20% wenn du etwas 2-4 Jahre 3-4x Woche mit Plan, Reflektionen und Ehrgeiz ausführst. Dazu gehört halt Disziplin, auch dann abzuliefern, wenn man keinen Bock hat. Damit wird man nicht in den Top-1% landen, aber schon deutlich über dem Durchschnitt herauskommen. 

Kann man am Gym-Beispiel sehr gut sehen. Mit nem soliden Trainings- und guten Ernährungsplan wirst du über 2-3 Jahre hinweg eine überdurchschnittliche Figur erreichen, ohne, dass du dein Privatleben, Gesundheit etc. beeinträchtigen musst. Aber ohne ab und zu früh aufzustehen, oder mal nen Brokkoli essen, obwohl man Bock auf ne Pizza hat, geht's auch nicht. Wenn du jetzt die Giga-Alpha-Chad Muskulatur aufbauen willst, oder deine Bodybuilding Karriere starten willst, sieht's anders aus.  

Kampfsport ist das Gleiche, 2 Jahre regelmäßiges Training und Sparring und du bist den meisten anderen Menschen massiv überlegen. Sprich du bist deutlich über dem Durchschnitt. Ein Profi-Kämpfer ist aber nochmal auf einem ganz ganz anderen Level. 

 

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vor einer Stunde, Hecki schrieb:

Es gibt ja auch noch etwas zwischen "Durchschnitt" und "Weltspitze". Fast in jedem Bereich gehörst du schon zu den oberen 20% wenn du etwas 2-4 Jahre 3-4x Woche mit Plan, Reflektionen und Ehrgeiz ausführst. Dazu gehört halt Disziplin, auch dann abzuliefern, wenn man keinen Bock hat.

Zählt Onanieren auch dazu? 😉 

Zitat

Kann man am Gym-Beispiel sehr gut sehen. Mit nem soliden Trainings- und guten Ernährungsplan wirst du über 2-3 Jahre hinweg eine überdurchschnittliche Figur erreichen, ohne, dass du dein Privatleben, Gesundheit etc. beeinträchtigen musst. Aber ohne ab und zu früh aufzustehen, oder mal nen Brokkoli essen, obwohl man Bock auf ne Pizza hat, geht's auch nicht. Wenn du jetzt die Giga-Alpha-Chad Muskulatur aufbauen willst, oder deine Bodybuilding Karriere starten willst, sieht's anders aus.  

Kampfsport ist das Gleiche, 2 Jahre regelmäßiges Training und Sparring und du bist den meisten anderen Menschen massiv überlegen. Sprich du bist deutlich über dem Durchschnitt. Ein Profi-Kämpfer ist aber nochmal auf einem ganz ganz anderen Level. 

Alles gut und schön, aber WOZU sollte man sich Dinge aneignen, die man a) nicht braucht und b) keinen interessieren, weil das Level ohnehin schon sehr hoch ist?

Ich will ja niemanden die Motivation nehmen, aber nach wie vor macht ja der Großteil der Männer "irgendwas", nur damit er VIELLEICHT mehr Frauen oder mehr Aufmerksamkeit von Mann/Frau bekommt. So gut wie niemand tut es "für sich", weil da würde "normaler" Sport nämlich ausreichen, wenn man "nur" fit sein will und eine Basis für den letzten Lebensabschnitt schaffen will.

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vor 2 Minuten, Park schrieb:

Zählt Onanieren auch dazu? 😉 

Alles gut und schön, aber WOZU sollte man sich Dinge aneignen, die man a) nicht braucht und b) keinen interessieren, weil das Level ohnehin schon sehr hoch ist?

Ich will ja niemanden die Motivation nehmen, aber nach wie vor macht ja der Großteil der Männer "irgendwas", nur damit er VIELLEICHT mehr Frauen oder mehr Aufmerksamkeit von Mann/Frau bekommt. So gut wie niemand tut es "für sich", weil da würde "normaler" Sport nämlich ausreichen, wenn man "nur" fit sein will und eine Basis für den letzten Lebensabschnitt schaffen will.

Also ich mach Sport, weil mir das gut tut und nicht, weil's dann vielleicht Pussy gibt. Das ist ein bisschen meine Leidenschaft. Und die kann für Frauen attraktiv sein. Vielleicht auch, dass ich dann nicht fett bin, aber es könnte auch eine andere Sache sein, wo ich Leidenschaft für habe.

Weil du im Alter nicht mehr so leistungsfähig bist und dann auch weniger Geld zur Verfügung hast, solltest du an dir arbeiten. Dann geht's später vielleicht nicht so weit nach unten. 

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vor 45 Minuten, Park schrieb:

Zählt Onanieren auch dazu? 

Absolut! Alles machen außer richtig zu vögeln. 

 

vor 46 Minuten, Park schrieb:

So gut wie niemand tut es "für sich", weil da würde "normaler" Sport nämlich ausreichen, wenn man "nur" fit sein

Exakt, das ist mein Punkt. Genau deswegen bist du mit ein bisschen intrinsischer Motivation schon über dem Durchschnitt. 

 

Wer seine Aktionen nur an den Frauen ausrichtet hat das ganze Inner Game Thema nicht auf Kette. Geht ja um ein geiles Leben. Alleine auf der Welt zu sein ist n 6er im Lotto, wieso soll man da nicht mal in bestimmten Bereichen ordentlich Gas geben. 

Aber klar muss man nicht. Das durchschnittliche Leben heutzutage ist ja krasser als je zuvor.

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vor einer Stunde, Park schrieb:

Ich will ja niemanden die Motivation nehmen, aber nach wie vor macht ja der Großteil der Männer "irgendwas", nur damit er VIELLEICHT mehr Frauen oder mehr Aufmerksamkeit von Mann/Frau bekommt. So gut wie niemand tut es "für sich", weil da würde "normaler" Sport nämlich ausreichen, wenn man "nur" fit sein will und eine Basis für den letzten Lebensabschnitt schaffen will.

 

vor 10 Minuten, Hecki schrieb:

Aber klar muss man nicht. Das durchschnittliche Leben heutzutage ist ja krasser als je zuvor.

Dieser Thread ist wieder mal gut dazu geeignet, das Wort "Durchschnitt" durch den Kakao zu ziehen. Ich erlebe es immer wieder hier im Forum, dass quasi keiner, der in irgendeiner Weise was auf sich hält, "durchschnittlich" sein möchte. Dem "Durchschnitt" anzugehören, bedeutet für viele Möchtegern-Gigachads quasi einer "Subklasse" anzugehören. Also wird der "Durchschnitt" eigentlich viel schlechter klassifiziert, als er eigentlich ist. Man will sich hier nicht die Blöße des Durchschnitts geben, er fühlt sich fast an wie eine heiße Kartoffel, niemand will sich quasi dieser "Schande" hingeben.

Man könnte es natürlich auch anders machen, den Spieß einfach mal umdrehen und "stolz" sein, dass man generell immer irgendwo mit dabei ist. Also nicht immer alles abwerten, was nicht "Top 10%" ist oder so und einfach mal aufhören mit diesem übertriebenen Selbstoptimierungswahnsinn. 

Um es nochmal klar hier herauszustellen: Ich rede nicht davon, dass man sich "gehen" lassen soll, dass man immer nur einen ungesunden, bequemen Lebensstil pflegt. Ganz und gar nicht. Mir geht es eher darum, dass oft so insgeheim eine Art "Angst" geschürt wird, dass man halt nicht gut genug ist, wenn man nicht besser als andere ist. Hier kann eine Spirale entstehen, die in eine (ungesunde) andere Richtung abdriften kann.

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vor 6 Minuten, Natural Business schrieb:

 

Dieser Thread ist wieder mal gut dazu geeignet, das Wort "Durchschnitt" durch den Kakao zu ziehen. Ich erlebe es immer wieder hier im Forum, dass quasi keiner, der in irgendeiner Weise was auf sich hält, "durchschnittlich" sein möchte. Dem "Durchschnitt" anzugehören, bedeutet für viele Möchtegern-Gigachads quasi einer "Subklasse" anzugehören. Also wird der "Durchschnitt" eigentlich viel schlechter klassifiziert, als er eigentlich ist. Man will sich hier nicht die Blöße des Durchschnitts geben, er fühlt sich fast an wie eine heiße Kartoffel, niemand will sich quasi dieser "Schande" hingeben.

Man könnte es natürlich auch anders machen, den Spieß einfach mal umdrehen und "stolz" sein, dass man generell immer irgendwo mit dabei ist. Also nicht immer alles abwerten, was nicht "Top 10%" ist oder so und einfach mal aufhören mit diesem übertriebenen Selbstoptimierungswahnsinn. 

Um es nochmal klar hier herauszustellen: Ich rede nicht davon, dass man sich "gehen" lassen soll, dass man immer nur einen ungesunden, bequemen Lebensstil pflegt. Ganz und gar nicht. Mir geht es eher darum, dass oft so insgeheim eine Art "Angst" geschürt wird, dass man halt nicht gut genug ist, wenn man nicht besser als andere ist. Hier kann eine Spirale entstehen, die in eine (ungesunde) andere Richtung abdriften kann.

Willst du vielleicht auch noch sagen, dass die ganze Frauenaufreißerei nur etwas mit geringem Selbstwert zu tun hat? 🤔

Man sollte sich aber auf jeden Fall nicht als unterdurchschnittlich sehen. Das ist dann schon ein Minderwertigkeitskomplex.

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vor 7 Minuten, Tone_81 schrieb:

Willst du vielleicht auch noch sagen, dass die ganze Frauenaufreißerei nur etwas mit geringem Selbstwert zu tun hat? 🤔

Nein, ganz und gar nicht. Vielleicht sollte man hier aber mal genauer hinsehen (Das muss jeder für sich selbst herausfinden), was die wirkliche Motivation zum "Aufreißen" ist. Ist es die natürliche "Triebhaftigkeit"? Oder ist es eher so ein "Ego-Ding", was mit der natürlichen Libido eher weniger was zu tun hat.

Geringer Selbstwert würde für mich bedeuten, dass man sich ständig nur an anderen orientiert, meint andere in ihrem Tun "kopieren" zu müssen, ständig unzufrieden ist, usw.

vor 11 Minuten, Tone_81 schrieb:

Man sollte sich aber auf jeden Fall nicht als unterdurchschnittlich sehen. Das ist dann schon ein Minderwertigkeitskomplex.

Ja, absolut richtig. Und dazu gehört eben auch, einfach mal nur "zufrieden" zu sein. Wer sich selbst "schlecht" macht, der kann nie und nimmer zufrieden sein.

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vor 50 Minuten, Natural Business schrieb:

Dem "Durchschnitt" anzugehören, bedeutet für viele Möchtegern-Gigachads quasi einer "Subklasse" anzugehören. Also wird der "Durchschnitt" eigentlich viel schlechter klassifiziert, als er eigentlich ist. Man will sich hier nicht die Blöße des Durchschnitts geben, er fühlt sich fast an wie eine heiße Kartoffel, niemand will sich quasi dieser "Schande" hingeben.

Kommt halt immer darauf an, mit wem man sich vergleicht bzw. vergleichen will.

Ich sehe massig "2015er" in der Stadt, welche man durchaus auf Level 0 ansiedeln kann.

Jetzt kann ich mich natürlich besser fühlen, weil ich weit über ihnen liege - obwohl ich auch nur Durchschnitt bin.

Umgedreht denken die sicher aber auch, dass sie "das Maß der Dinge" sind 😉 

Zitat

Ich rede nicht davon, dass man sich "gehen" lassen soll, dass man immer nur einen ungesunden, bequemen Lebensstil pflegt. Ganz und gar nicht. Mir geht es eher darum, dass oft so insgeheim eine Art "Angst" geschürt wird, dass man halt nicht gut genug ist, wenn man nicht besser als andere ist. Hier kann eine Spirale entstehen, die in eine (ungesunde) andere Richtung abdriften kann.

Der alle Dinge aber nur "mittelmäßig" macht, der bekommt eben keine Beachtung von den Leuten drunter und drüber. Doppelte Strafe also.

Ich bin Fan von Selbstoptimierung, aber auch faul. Und: ich bin Ü40 und steiger mich natürlich nicht mehr so rein wie mancher Jungspund.

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vor 25 Minuten, Park schrieb:

Ich bin Fan von Selbstoptimierung, aber auch faul. Und: ich bin Ü40 und steiger mich natürlich nicht mehr so rein wie mancher Jungspund.

Darum geht es doch auch, also darum, seinen persönlichen Weg zu finden. Ganz klar, hat auch was mit dem Alter usw. zu tun. Je mehr graue Haare einem kommen, umso "entspannter" wird man aber auch 😉

 

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vor 1 Stunde, Natural Business schrieb:

Dieser Thread ist wieder mal gut dazu geeignet, das Wort "Durchschnitt" durch den Kakao zu ziehen

Ich glaube niemand hat hier gesagt, dass es schlimm oder abwertend gemeint ist durchschnittlich zu sein. 

Aber wenn du dir Durchschnitt in vielen Bereichen anschaust (Gehalt, Sportlichkeit, Sexualkontakte, Social Media Konsum etc.) dann ist es durchaus möglich, in einigen Bereichen deutlich über dem Durchschnitt zu leben, ohne sich massiv kaputt zu machen. 

Das durchschnittliche Leben in Deutschland ist objektiv betrachtet ja absolut Klasse. 

 

vor 1 Stunde, Natural Business schrieb:

Mir geht es eher darum, dass oft so insgeheim eine Art "Angst" geschürt wird, dass man halt nicht gut genug ist, wenn man nicht besser als andere ist

Ne der eigene Selbstwert liegt eh immer bei 100%, da kannst du nix machen. 

Aber deinen SMV, Gehalt, Sportliche Leistung etc. kannst du steigern. Da kann der Vergleich zu anderen als Inspiration dienen, ohne sich gleich verrückt zu machen. 

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