Vom ganz Anfang starten: Wie 3300 brutto verdienen?

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vor 10 Stunden, RoterDrache schrieb:

Zum Grafikdesigner/Mediengestalter. Wenn man bei einem Konzern drin ist, dann bekommt man sehr gutes Geld. Genau wie alle anderen bei diesem Konzern. Also hat es eher was zutun WO du als Grafikdesigner/Mediengestalter arbeitest. Aber heißt ja absolut nicht, dass man generell in der Branche gut verdient.

Ich wurde bei sehr großen Unternehmen 2012 zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Bei 1700.-eur ging ihnen die Luft aus regelrecht. Heute ist es etwas besser, aber Grafildesigner/Mediengestalter sind gewöhnliche Jobs meistens in kleinen Agenturen. Da gibt es nicht mal Weihnachtsgeld. Unbezahlte Überstunden normal.

Da du ständig auf dem Grafikdesign-Thema rumhackst: wieso hast du über die Jahre da keinerlei Portfolio mit richtig geilen Referenzarbeiten anlegen können, mit dem du 99% der anderen "Designer" ausstichst?

 

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Weil ich nicht zu dem 1% gehörte. Aber das man erst anfängt gut zu verdienen wenn man zu dem 1% gehört-machts auch nicht besser.

Es ist schwierig auch ein Portfolio aus dem Nichts zu erstellen. Portfolio bedeutet Kundenstamm. Einen Kunden zu begeistern-braucht du wieder Portfolio.

PS: ich hatte ein gutes Portfolio als Bildbearbeiter. Jeder hat so seine Stärken und Schwächen. Man kann nicht alles gleich gut können.

Nicht zu vergessen das Lohn-Dumping. Während die CEO Berater ihre 100/Std. Löhne anbieten, knechten die Designer auf Massenplattformen für 25,-eur. Auch ganz gute dabei.

Aber das ist Offtopic. Konzentrieren wir uns die Zukunft

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vor 14 Minuten, RoterDrache schrieb:

Weil ich nicht zu dem 1% gehörte. Aber das man erst anfängt gut zu verdienen wenn man zu dem 1% gehört-machts auch nicht besser.

Das klingt für mich nach ner Ausrede. @Park hat hier vollkommen Recht.

vor 15 Minuten, RoterDrache schrieb:

PS: ich hatte ein gutes Portfolio als Bildbearbeiter.

Das sind Basic Skills.

Das ist wie, wenn du als Maurer sagst, du wärst ganz gut im Mörtel anmischen oder Steine tragen.

vor 18 Minuten, RoterDrache schrieb:

Nicht zu vergessen das Lohn-Dumping. Während die CEO Berater ihre 100/Std. Löhne anbieten, knechten die Designer auf Massenplattformen für 25,-eur. Auch ganz gute dabei.

Wenn du bei so Plattformen mitmischst, kannst du gleich als Hausmeister starten. Find ich als Künstler unter aller Sau, weil sowas schon die Preise für Berufsanfänger zerstört hat bevor AI kam.

Ich hab ja den Verdacht, dass du einer von denen bist, die einfach ne Ausbildung gemacht haben und dann dachten, sie bekämen deshalb nen Job. Aber sowas will jeder machen.

Die Frage ist: Wie sehr willst du es?

Wenn du nicht für das brennst was du machst, kannst du es gleich bleiben lassen.

 

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Gast
vor 1 Minute, DoItAgain schrieb:

 

Wenn du nicht für das brennst was du machst, kannst du es gleich bleiben lassen.

 

Es ging um ein Gehalt welches man auch beim Aldi an der Kasse erzielen kann… Ich denke in dem Lohngefilde muss man nicht zwingend für seinen Beruf brennen.

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Am 28.7.2026 um 21:09 , RoterDrache schrieb:

Guten Abend,

nach 10 Jahren in unterschiedlichen Bereichen möchte ich bei meinem Berufsleben neustarten. Ich habe eine Ausbildung im kreativen Bereich. Aber wurde nie so richtig gut bezahlt. Ich habe dann als Quereinsteiger in einer anderen Branche mit kaum Erfahrung mehr verdient. Es gab für mich kein Grund zurückzukehren und irgendwann habe ich meinem Beruf den Rücken gekehrt. Die letzten Monate hat sich die Situation geändert. Der Job war weg. Und aus meinem gelernten Job bin ich seit 8 Jahre raus. Ich komme da nicht mehr so einfach rein. Da im kreativen Bereich (wie KI) sich viel verändert hat. Ich müsste so viel nachholen und ich wäre sowieso nicht besonders glücklich.

Ich möchte aus dem Grund einen beruflichen Neustart. Abi nachholen mit 40 geht zwar. Aber Studium und wenn dann alles klappt, dann bin ich immernoch mit 40 ein Studierter mit 0 Erfahrung. Das ist für mich einfach zu riskant den harten Weg zu gehen ohne zu wissen ob es klappt.

Ich suche daher ein Job wo man schnell den Einstieg findet und dabei wenigstens durchschnittlich verdient oder etwas drunter als Anfang.

Ich habe ein Auge auf Software Tester geworfen. Man braucht nur ein Zertifikat denn man in 8 Wochen bekommen kann, dann etwas praktische Erfahrung auf Crowfounding sammelt und man kann schon sich auf richtige Jobs bewerben. In meiner Freizeit beschäftige ich mich auch gerne mit verschiedenen Apps und Spielen. Wenn ich nebenbei etwas Unterhaltung suche, schaue ich mir zum Beispiel die lucky pharaoh app an. Solche Sachen sehe ich aber eher als Spaß und kleine zusätzliche Unterhaltung und nicht als Ersatz für ein richtiges Einkommen. Es soll gute Weiterbildungsmöglichkeiten haben mit denen man sich mehr qualifizieren kann und mehr verdienen kann.

Mit 3200.-brutto wäre ich beim Anfang zufrieden. So wie ich es verstehe, sind hier viele Unternehmer, die sich gut mit dem Thema auskennen. Was denkt ihr?

 

 

Ich finde den Gedanken grundsätzlich nicht schlecht. Gerade wenn du mit 40 nochmal neu anfangen willst, würde ich auch eher einen Weg wählen, bei dem du relativ schnell praktische Erfahrung sammeln kannst, statt erst mehrere Jahre zu studieren. Software Testing kann dafür interessant sein, aber ich würde mich nicht nur auf das Zertifikat verlassen. Am Ende wollen die meisten Arbeitgeber sehen, dass du wirklich testen kannst und die Grundlagen verstanden hast. Wenn du dir neben dem Kurs noch ein paar praktische Projekte aufbaust und dich mit Jira, SQL, API-Testing und vielleicht später etwas Automation beschäftigst, hast du deutlich mehr Möglichkeiten. Die 3200 brutto als Ziel für den Einstieg finde ich jedenfalls nicht völlig unrealistisch, würde mich aber nicht ausschließlich daran festbeißen.

bearbeitet von johansteve

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Ich würde mich nicht zu sehr auf die Idee versteifen, dass ein Zertifikat nach acht Wochen automatisch für einen Einstieg als Softwaretester reicht. Gerade klassische Junior-IT-Stellen sind inzwischen ziemlich umkämpft und durch Automatisierung und KI wird ausgerechnet einfaches manuelles Testing nicht attraktiver.

Deutlich interessanter finde ich deine bereits vorhandene Erfahrung in Logistik und SAP. Darauf kannst du aufbauen, statt mit 40 wieder komplett bei null anzufangen. SAP EWM/MM, Application Support oder ERP-Prozessbetreuung wären naheliegende Richtungen. Ein passendes SAP-Zertifikat kann dabei helfen, entscheidend ist aber, deine bisherige Praxiserfahrung damit zu verbinden.

 

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Am 30.7.2026 um 01:19 , DoItAgain schrieb:

Das klingt für mich nach ner Ausrede. @Park hat hier vollkommen Recht.

Das sind Basic Skills.

Das ist wie, wenn du als Maurer sagst, du wärst ganz gut im Mörtel anmischen oder Steine tragen.

Wenn du bei so Plattformen mitmischst, kannst du gleich als Hausmeister starten. Find ich als Künstler unter aller Sau, weil sowas schon die Preise für Berufsanfänger zerstört hat bevor AI kam.

Ich hab ja den Verdacht, dass du einer von denen bist, die einfach ne Ausbildung gemacht haben und dann dachten, sie bekämen deshalb nen Job. Aber sowas will jeder machen.

Die Frage ist: Wie sehr willst du es?

Wenn du nicht für das brennst was du machst, kannst du es gleich bleiben lassen.

 

Bildbearbeiter war war von 15 Jahren etwas anders als heute. Das war damals ein spezielles Handwerk.

Wie sehr ich dafür brenne? Als Grafikdesigner? Gar nicht. 
 

Muss man denn überhaupt brennen für ein Job? Ich möchte einen gemütlichen Job. Ich habe jetzt einen gefunden mit 3550 brutto. Ist bereits eine Verbesserung. Aber etwas nach oben könnte schon hinhauen.

Ich denke, da ich bereits eine Menge Erfahrung in der Logistik habe, sollte ich vielleicht da weiter bohren und mich für SAP Supporter speziealisieren? Von der anderen Seite hört man Horrorgeschichten wie für Support gibt es Millionen von Indern. Aber die erledigen doch nur einfache Probleme? Und sie haben nie ein Lager von innen gesehen?

ITler- sie finden SAP Support nicht interessant und es liegt unter ihrem Potenzial. Sie haben ja nicht umsonst Jahre studiert. Ich denke, ITler wären für mich auch keine Konkurrenz aus dem Grund?

Ich habe auch Erfahrungen mit SAP, beim Warenausgang.

Und wenns man wirklich Karriere machen will, kann man sich später zum SAP Berater erarbeiten? Nach 5 Jahre Erfahrung als SAP Supporter wäre schon realistisch?

 

 

bearbeitet von RoterDrache
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