Kool-aid 12 Beitrag melden August 12 erstellt (bearbeitet) Servus zusammen, da mir die ewige Prokrastination beim Ansprechen aufgefallen ist, schaffe ich hiermit eine Verbindlichkeit zum Abschluss des DJBC. Ein netter Nebeneffekt wäre, das Momentum zu nutzen, um neue Leute zum Ausgehen kennen zu lernen. Inspiriert haben mich zuletzt Berichte von @Xatrix (PU Laufbahn, Selbstdisziplin) und @Royal_Beggar, wobei ich mir vorgenommen habe, nur noch einen Artikel pro Tag hier im Forum zu lesen, weil ich sonst der „Illusion of Learning“ wieder auf den Leim gehe. Noch etwas zu mir: Bis 22 eine etwas verzögerte Karriere mit einigen harten Brüchen als introvertierter Typ vorangetrieben. Danach Burnout, 3 Jahre krank gewesen und durch Selbststudium und Therapie einige wichtige Erkenntnisse gesammelt, die mein Leben in einigen wichtigen Bereichen komplett auf den Kopf stellten, sowie gravierende Änderungen im Denken und Handeln bewirkten. Baustellen die mir bewusst sind: Mangelnde Erfahrung mit Frauen (wer hätt’s gedacht! 😊 1. Mal mit 25 J) Kleiner Social Circle (Ist-Zustand: 2 sehr gute Freunde, die allerdings auch nicht gerade vor Selbstsicherheit strotzen; Plan: Vereine, Clubs, … der Kontext schafft Gemeinsamkeit und die Regelmäßigkeit Vertrauen) Fehlendes soziales Grundrauschen (über Musik- und Sportevents, Parties, Bars, Clubs, etc. erzeugen) Und eigentlich alles was in Kapitel 9 von „NMMNG“ genannt wird, z.B. „Deprevation Thinking“, Prokrastination und paradoxerweise Angst vor (zu großem) Erfolg -> Die Empfehlung des Autors passt gut zur hier gesetzten Aufgabe! 😉 Ziel bis zum 16.08.: 50 Menschen gegrüßt + mit leichtem Lächeln länger als sie Augenkontakt gehalten August 12 bearbeitet von Kool-aid Ergänzung 1 2 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Kool-aid 12 Beitrag melden August 16 geantwortet Update 16.08.2026 Ziel wurde dank des Stadtfestes gestern Abend noch erreicht. Versuchte die Challenge in meinen regulären Alltag einzubauen, was dazu führte, dass ich sie ziemlich vernachlässigte. --> gelernt: nebenbei machen ist nicht (und glaube ich auch ein Cope) Am Donnerstag knöpfte ich mir auf dem Weg zum Gym 1,2 leichte Ziele vor und fragte mich, ob die Challenge in dieser Umgebung nicht zu hart wird, wenn der Blickkontakt doch mal als Herausforderung verstanden wird. Ehrlichweise übersprang ich die breitesten "im Modus" Schränke in unserer Butze - wollte ja nicht wegen einer Challenge im Krankenhaus landen. Das war mir doch ein bisschen zu heikel. Aber in der Umkleide stellte ich das erste Mal fest, wie viele unsichere Männer sich aufs Training vorbereiteten, von denen man es aufgrund ihrer Statur gar nicht erwarten würde. War ein bisschen wie als würde mir ein Schleier von den Augen gezogen. Kam mir dann allerdings schnell schwul vor, wie ich so jeden mit einem Lächeln angeschaute, haha! Letzten Endes gab es keinen Stress und ich fühlte mich sogar wesentlich selbstbewusster während und nach der Challenge an diesem Tag. Der Repcounter stand nach dem Tag bei 15. Die nächsten beiden Tage versuchte ich das Momentum des letzten Tages zu nutzen um im Alltag die Challenge anzugehen. Das klappte eher mittelprächtig, da die Challenge so unter anderen Aufgaben unter ging. 25 Reps konnte ich bis Samstagmorgen verzeichen. Am vorletzten Tag der Woche rettete mich nun das Stadtfest: Überfüllte Einkaufszentren in der Innenstadt, sehr gute Open Air DJ Sets und eine allgemein ausgelassene Feierlaune bei 36 Grad... also ideale Voraussetzungen um die Challenge durchzuziehen. In einem Einkaufszentrum mit einem PU-Kumpel unterwegs, fokussierte er sich aufs Ansprechen, während ich innerhalb kürzester Zeit den Repcounter auf 50 gepusht hatte. Wir trennten uns zwischenzeitlich, da mir die Challenge in der Gruppe zu leicht erschien. Danach verließen wir das Einkaufszentrum und versuchten uns auf den Plätzen der DJ Sets. Lief ziemlich mies. Viele 3+er Sets mit Typen und die einzelnen 2er Sets waren irgendwohin unterwegs. Wir überlegten kurz an den Getränkeständen anzusprechen, aber das war uns dann doch zu heiss. Generell war es so laut, dass es nervig war sich abzusprechen. Also entfernten wir uns von dem ganzen Trubel und mein Kumpel sprach noch ein paar Mädels an. Woche 1 des DJBC lässt die AA nur bedingt schrumpfen, merkte ich an diesem Abend. Denn obwohl ich in einer guten Stimmung war und auch allem und jedem tief in die Augen schaute. War dort dennoch ein enormer Widerstand, wenn mein Kumpel mich zum Ansprechen aufforderte. Um genau zu sein, sprach ich an diesem Abend dann nur einmal an, um nicht mit einer 0 nach Hause zu gehen. Der Approach lief folgendermaßen ab: Sie lief zügig an uns vorbei. Mein Kumpel forderte mich auf sie anzusprechen. Ich lief ihr unentschlossen hinterher und musste nun schon eine große Strecke zu ihr aufholen. Ich wurde immer schneller bis ich neben ihr her lief und sie mit leichtem Lächeln und "Sorry, darf ich dich mal kurz überfallen?" anhielt. Davon war sie ziemlich offensichtlich nicht begeistert und sagte auch gleich irgendetwas kurz angebunden, was gut "Nein" hätte sein können. Dann sagte ich ihr, dass ich sie an uns hatte vorbeilaufen sehen und sie süß fand und fragte, ob sie auch beim Stadtfest gewesen war und sie antwortete halbherzig. Da ich mir nicht sicher war, ob sie volljährig war, fragte ich nach ihrem Alter, woraufhin sie mich schätzen ließ. Ich sagte 20. Sie schnaufte nur und drehte nun den Spieß um - stellte mir die gleiche Frage. Ich fragte, warum sie das wissen wolle. Sie meinte entrüstete, dass es seltsam wäre, wenn ein Typ sie anspricht und sein Alter nicht sagen möchte. Darauf meinte ich, dass ich es vollkommen ok fände, wenn sie ihr Alter nicht sagen möchte und fragte sie noch einmal nach ihrem Alter. Sie meinte 26. Ich meinte, das würde super passen. Im Augenwinkel nahm ich einen Flummi, der auf uns zugehüpft kam, wahr, der einer Skategruppe auf dem Platz entglitten sein musste, und versuchte, ihn cool einhändig zu fangen, was misslang. 😄 Während ich den Flummi zur Gruppe zurückwarf, meinte ich noch zu ihr "Du scheinst nicht wirklich in der Stimmung zu sein, darum würde ich es an der Stelle dabei belassen" und wünschte ihr noch einen angenehmen Abend, woraufhin sie nur nochmal schnaufte. Zwei Tipps habe ich vom PU-Kumpel zum Approach schon bekommen, nämlich: nicht vom unruhigen Frame der Frau anstecken lassen weniger Fragen stellen und mehr Aussagen treffen Ich werde zukünftig zudem mal Juggler's 90 10 Regel ausprobieren. 1 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Kool-aid 12 Beitrag melden August 23 geantwortet Woche 2 erfolgreich abgeschlossen! Und wie im DJBC prophezeit, ist es ein großartiges Gefühl, mit den Menschen in Kontakt zu kommen und in ihre ganz eigene Lebensrealität einzutauchen! Noch dazu sind viele Menschen offener für ein spontanes 5min+ Gespräch, als man denkt - besonders, wenn man aufmerksam ist und das Gespräch führt wird und nicht in den "Interviewmodus" verfällt, sondern einen freundschaftlichen Vibe auf Augenhöhe erzeugt. 🙂 Für die erste Session radelte ich am Donnerstag in die Innenstadt, um etwas Abwechslung in die Challenge zu bringen und nicht nur 10 Leute in meiner Wohngegend anzulabern. So sprach ich vom am Hbf tickenden Araber bis zum schwulen Georgier mit diversen interessanten Persönlichkeiten. Mein Opener war oft eine Meinungsfrage, zB "Was ist der schönste Ort in X?", worüber sich über aufmerksames Lauschen und etwas Experimentieren der "breaking point" zur Überleitung in persönlichere Fragen herausfinden ließ. Dieser kann über Rapport-Tools, welche im DJBC beschrieben werden, nach vorne verlagert werden. Nach einem längeren offenen Gespräch war die Krönung des Abends, dass der schwule Georgier mich seiner etwas älteren, freizügigen Bekannten vorstellen wollte - was ich auch nicht ablehnte -haha. Erinnerte mich direkt an "Der Vorleser". 🙂 Das waren also 5/10 Gespräche. Die zweite Hälfte erledigt ich heute, also am Sonntag. Dafür schlenderte ich mit einem PU-Kollegen, der von meiner Challenge wusste, durch die Innenstadt und sprach die sich am stärksten äußerlich zu den vorhergehenden unterscheidenden Menschen an, die ich finden konnte, die allein unterwegs waren. So sprach ich zuerst mit einem schlecht Deutsch sprechenden Syrer, der mir eine Stadtführung per Straßenbahn geben wollte, die ich dankbar ablehnte, woraufhin er uns zu Bekannten in einem syrischen Restaurant in der Nähe führte, mit welchen ich dann ein längeres Gespräch führte, was ich als eine Unterhaltung wertete. Dann sprach ich noch mit einem medizinischen Fachangestellten, einem Syrer der die Natur im Hinterland meiner Wohngegend mit einem frisch aufgegossenen Mate-Tee genoss und Calistenics an einem rostigen Wäschegerüst praktizierte, sowie einer älteren, an COPD erkrankten Dame, die vor einem Exemplar feinstem DDR-Brutalismus chillte. Der Syrer lud mich dann noch auf einen Kaffe mit Johannisbrotbaumsyrup (um seine Magen-Darm-Probleme beim Kaffeetrinken zu neutralisieren) zu sich ein und wir sprachen über sein angefangenes Mathematik-Studium in Syrien und das Leben in Deutschland. Im letzten Gespräch erfuhr ich von einem Eventtechniker etwas über die Vorzüge und Herausforderungen der Selbstständigkeit in dem Bereich. Was könnte man besser machen: Insgesamt hat die Challenge extrem lange gedauert, da beide Tage nach hinten in langen Gesprächen mit tollen Menschen endeten und ich an vielen Orte "fischte" um etwas Abwechslung rein zu bringen Gründe für frühes Verlassen der Konversation ("Ejactions", z.B. auf dem Fahrrad, Sprachbarriere) früher zu erkennen und zu verhindern oder zu überspringen z.B. durch erfragen des Zeitrahmens oder ggf. Nutzen eines Übersetzers Was habe ich gelernt: "Breaking point" zu persönlicheren Fragen erkennen jenen durch Rapportwerkzeuge nach vorne zu verschieben wie sehr gute Unterhaltungen als ein Geschenk wahrgenommen werden 10/10 Done 5 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Hecki 125 Beitrag melden August 23 geantwortet Macher! Gib auf jeden Fall weiter so Gas! 1 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen
Kool-aid 12 Beitrag melden August 30 geantwortet Woche 3 erfolgreich abgeschlossen! Bis Samstag prokrastiniert bis das Feuer der letzten Woche fast weg war. Dann Samstag den Superzündi in der beinahe erloschene Glut geworfen: PU-Kollege bekommt 50€ und ich muss ansprechen, sonst gehören sie ihm. Krasse Wirkung. Wir alle müssen ja aktuell den Gürtel enger schnallen und darum will ich dieses Geld zurück. (Er hat sich damit einfach Erdnüsse gekauft als wir kurz solo unterwegs waren) 😄 So kommen locker 10x nach Uhrzeit fragen + 10x nach Uhrzeit fragen und Kompliment und später im Ausgehviertel noch 2x nach Weg fragen mit Kompliment zustande. Das gibt mir wieder das Mindset um heute, am letzten verbleibenden Tag der Challenge, wie vor der Klausur, den riesen Haufen Arbeit anzupacken und abzuarbeiten. Immerhin fehlen mir noch 10 längere (2min+) Gespräche mit attraktiven Frauen. Eigentlich war gestern schon Plan, die Gespräche länger zu gestalten, nur fehlte dann noch der Brückenschlag zwischen Uhrzeit, Kompliment oder Wegbeschreibung und eigentlichem Gespräch. Glaubte ich zumindest. Darum einfach den Opener der letzten Woche ausgebuddelt und nach dem schönsten Ort in xy gefragt. Und es zeigte sich direkt, wie gut das Näschen der Mädels für solche indirekten Approaches ist. Wobei man dort noch unterscheiden muss zwischen denen, die interessiert waren, die nur kurz wissen wollten, worum es geht, um mich besser kennen zu lernen und dann noch zu loben (weil ich sagte, es geht um Geheimtipps für Erstis) und einer, die der ganzen Angelegenheit generell skeptisch gegenüber stand. Jedenfalls habe ich mich bei den zehn längeren Approaches zum ersten Mal richtig geärgert, bei starken IOIs zweimal nicht auf den NC gegangen zu sein und einmal wäre bei einer Urlauberin, die nur heute in der Stadt war sogar ein Instant-Date drin gewesen, denke ich. Was könnte man besser machen: jeden Tag ein bisschen Gamen, statt zu Prokrastinieren - nach ein paar Tagen ist das Feuer weg noch besser kalibrieren bei mäßigem Interesse DHVs bringen mehr Approaches Was habe ich gelernt: gerade bei den letzten Approaches, hatte ich wohl schon eine gewissen Aura und dazu eine Spürnase für die Gefühlslage der Mädels und da fiel mir auf, dass es auch Mädels gibt, die ihre Schüchternheit oder Verlegenheit genau wie Typen (mehr schlecht als recht) überspielen 😄 Diesen Beitrag teilen Link zum Beitrag Auf anderen Seiten teilen