Sexlose LTR durch Depressionen & Betaisierung

10 Beiträge in diesem Thema

Empfohlene Beiträge

1. 31
2. 28
3. monogam
4. 3 Jahre
5. 3 Monate
6. In den letzten 6 Monaten 0x
7. Ja
8. Probleme, um die es sich handelt

Hallo liebe Community,

ersteinmal ein großes Lob für diese Quelle an Wissen, die ihr hier im Kollektiv aufgebaut habt. Ich bin sehr beeindruckt von dem Umgang miteinander hier im Forum und freue mich, nun auch Teil davon zu werden. Vielen Dank im Voraus für das Lesen und ggf. Antworten meiner aktuellen Problematik:

Ich bin mit meiner LTR ca. 3 Jahre zusammen. Wir haben uns durch einen Freund zufällig kennengelernt und harmonierten charakterlich und haben ähnliche Interessen. Ich habe am ersten Tag, als ich sie kennenlernte, ein Date am Folgetag ausgemacht und das endete am Ende auch in Sex. Allgemein hatte ich in meinem Leben nie große Probleme, Frauen kennenzulernen und schnell mit ihnen intim zu werden. Vorher hatte ich eine 3-jährige Beziehung und diverse F+-Beziehungen, bei denen zu wenig Sex nie eine Rolle spielten. Und auch in dieser neuen Bekanntschaft lief anfangs alles super. Ich habe sie wie eine F+ behandelt, wir haben oft was unternommen, aber auch jedes Mal, wenn wir uns gesehen haben, Sex gehabt, oft auch von ihr initiiert und von der Qualität auch sehr zufriedenstellend. Das erste Mal, als ich meinen Frame verloren habe, war retrospektiv bereits nach einem Monat. Wir wollten auf eine Kirmes und kurz bevor wir losgegangen sind, meinte sie zu mir, dass ihre Familie auch da sei und sie uns erwarten. Das war sehr paradox für mich, weil wir uns erst einen Monat kannten und auch nie über unseren Beziehungsstatus gesprochen haben. Ich sagte ihr, dass es mir zu früh ist, ihre Familie kennenzulernen und sie meinte dann, dass sie uns bereits erwarten und sie da jetzt nicht alleine auftauchen kann. Also sagte ich zu und traf ca. 8 Familienmitgliedern - alle nett, aber es war definitiv außerhalb meiner Komfortzone, so überrumpelt worden zu sein und heute weiß ich, dass ich das auch so nicht hätte mitmachen dürfen. Ich habe ihr im Anschluss auch gesagt, dass das so nicht geht und es ja auch für sie komisch wäre, wenn ihre Familie mich jetzt nie wieder sehen sollte. Seitdem ist eine solche Aktion auch nie wieder vorgekommen, aber Fehler wurden dennoch weiterhin begangen.

Es ging die nächsten 2 Monate gut weiter und sie machte mir in der Zeit oft deutlich, dass sie eine Beziehung eingehen möchte. Da ich es mir zu dem Zeitpunkt gut vorstellen konnte und alles ideal war (kein Drama, sehr gute Kompatibilität, viel guter Sex), habe ich nach 2 Monaten irgendwann zugesagt, bin ehrlicherweise aber erst nach einem Jahr vom Mindset soweit gewesen, sie auch meinem Freundes- und Familienkreis vorzustellen. Erst da war es für mich persönlich keine exklusive F+ mehr. Und genau hier fing es langsam an zu kippen. Es ist sonst nichts Besonderes passiert, aber auf einmal fing sie an, bestimmte Dinge an mir zu kritisieren und war auf einmal vom Alltag zu gestresst, um Sex zu haben (obwohl sich objektiv nichts geändert hat). Jetzt hatten wir nicht mehr jedes Mal Sex, sondern nur noch alle 3-4 Male und auch andere Vorwände wie ihre Periode kamen jetzt dazu, was vorher ein Jahr lang keine Rolle gespielt hat. Nach ca. einem Monat habe ich es angesprochen und sie meinte, dass es momentan auf der Arbeit (sie war im letzten Ausbildungsjahr) so anstrengend ist, aber dass das nur eine Phase ist und das bald vorüber ist. Ihre neue Eigenart, Kleinigkeiten zu kritisieren (es geht hier um die Art, wie ich Zähne putze, runterschlucke, meine Schuhe hinstelle), habe ich ebenfalls angesprochen und sie hat sich dafür entschuldigt, es angeblich eingesehen und gesagt, dass das ebenfalls durch den Stress kommt und sie sich dann von den kleinsten Dingen reizen lässt. Ich glaube auch hier lag wahrscheinlich, nach dem, was ich hier im Forum bereits gelesen habe, der Fehler darin, es überhaupt anzusprechen, anstatt an meinem Frame zu arbeiten und der schleichenden Betaisierung entgegenzuwirken.

Dann kamen zwei Dinge zusammen, die fast schon aus einem schlechten Film stammen könnten: Innerhalb von einer Woche bekam sowohl sie als auch ich eine Kündigung wegen Eigenbedarf, sodass wir unsere Wohnungen verlassen mussten. Sie hatte mit der Wohnung echt ein Schnäppchen gehabt und konnte sich von dem Ausbildungsgehalt keine eigene Wohnung leisten und hätte zu ihren Eltern ziehen müssen, was sie auf keinen Fall wollte. Also schlug sie vor, dass wir zusammenziehen könnten, da ich ja jetzt auch umziehen muss. Und ich habe zugestimmt. Retrospektiv ein weiterer großer Fehler. Irgendwie dachte ich, dass das leichte Bröckeln so repariert werden könnte. Aber es wurde seit wir zusammengezogen sind nur noch schlimmer. Mehr Rumnörgeln, mehr Drama wegen nichts und immer weniger Sex. Als wir nur noch 1x alle 1-2 Wochen Sex hatten und dieser qualitativ meilenweit entfernt vom damaligen Zustand war, habe ich erneut das Gespräch gesucht. Sie meinte, dass es ihr in letzter Zeit schlecht geht, sie Depressionen hat und gar nicht mehr an Sex denken kann, sie mich aber immernoch liebe und attraktiv fände. Ich habe ihr gesagt, dass ich in der Phase für sie da bin und wir erstmal keinen Sex haben können, wenn sie sich durch ihre Verfassung momentan nicht danach fühlt. Als sie ihre Ausbildung abgeschlossen hat, fehlte sie ständig auf der Arbeit und fiel in ein Loch der Antriebslosigkeit. Auf Rat der Ärztin ist sie dann 6 Wochen in eine Klinik gekommen und hat dort schwere Depressionen, Angststörungen und ADHS diagnostiziert bekommen. Ich war in der Zeit oft bei ihr zu Besuch und habe mich auch selbst hinterfragt, dass ich diese Probleme vorher so gar nicht gesehen habe. Sie bekommt seitdem Antidepressiva und ist in Therapie. Sie arbeitet wieder und ist auch nicht mehr in diesem "Loch", aber sie hat immer wieder Phasen, in denen sie zu nichts Lust hat und wir unsere Pläne ihretwegen ändern. Ich versuche dafür Verständnis zu haben, aber irgendwie habe ich auch das Gefühl, dass es mir schließlich komplett die Zügel aus der Hand genommen hat. Denn seit sie diese Antidepressiva nimmt, hat sie nach eigenen Angaben gar keine Libido mehr und das ist auch eine der häufigsten Nebenwirkungen dieses Medikaments. Wir hatten dann 1x im Monat Sex, die letzten 6 Monate sogar gar nicht mehr. Anfangs habe ich es immer wieder versucht zu initiieren, aber mit der Zeit schmerzten mich die Abweisungen auch, weil ich es nicht mehr emotional trennen konnte. Ich habe mit ihr darüber geredet, aber sie wurde bei diesem Thema immer schnell abweisend und meinte, dass es momentan einfach nicht geht und sie auch nicht bereit ist, andersweitig intim zu sein, wenn sie keine Lust verspürt. Vor 6 Monaten haben wir uns darauf geeinigt, dass ich nichts mehr initiiere und sie von sich aus auf mich zukommt, wenn es besser wird. Seitdem hat sie auch ein paar Mal Andeutungen gemacht, wenn wir unterwegs waren, aber es ist zuhause nichts passiert (es war eher so, als hätte sie dann extra schon Ausreden gesucht, obwohl ich das Thema gar nicht aufgemacht habe. Also beispielsweise kurz bevor wir Zuhause waren nochmal betont, wie müde sie ist und dass sie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, was noch für Schmerzen hat, weil sie wahrscheinlich wusste, dass ihre Andeutungen Hoffnung erweckt haben). Jetzt habe ich sie gestern erneut angesprochen und sie hat erst sehr gereizt reagiert, aber sich danach sofort entschuldigt und gesagt, dass es gut ist, dass ich es nochmal anspreche, aber sich bei ihr nichts geändert hat, aber nochmal ärztlich abklären lassen will, ob ein Medikamentenwechsel eine Lösung sein könnte. (Dazu muss ich noch sagen, dass ich immer wieder einen ihrer Vibratoren an unterschiedlichen Stellen finde. Sie befriedigt sich also durchaus selbst und auch das hatte ich mal angesprochen und gesagt, dass wir das auch zusammen machen können, woraufhin sie meinte, dass sie das gar nicht genießen kann und das nur macht, um Druck abzubauen, wenn ihr alles zu viel wird. Ich habe keine Ahnung, ob das mit einer fehlenden Libido passt oder nicht.)

Ich weiß einerseits, dass ich viele Fehler gemacht habe und gerade in der letzten Zeit wahrscheinlich alles falsch mache und insbesondere das Ansprechen von Problemen sicherlich nicht zielführend ist (Zwischen dem Ansprechen liegen stets Wochen, aber in Summe gab es jetzt schon einige Gespräche). Aber gerade die Krankheit macht es mir persönlich super schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ich habe auch schon alles mögliche versucht, was mich sicherlich noch mehr betaisiert hat: Immer, wenn sie in eine lustlose Phase fällt, übernehme ich komplett den Haushalt, ich plane Ausflüge, Reisen, Dates, sogar noch mehr als in der ersten Beziehungshälfte. Ich versuche für sie da zu sein, aber je mehr ich für sie mache, desto mehr denke ich mir auch, dass ich mich damit nur noch weiter festfahre. Auf der anderen Seite kann ich sie auch nicht einfach mit dem Problem alleinlassen und möchte auch Verständnis zeigen. Aber am Ende belastet mich die Situation schon sehr, insbesondere der fehlende Sex. Ich erwische mich immer wieder bei dem Gedanken, eine alte F+ zu kontaktieren. Eine schreibt mir alle paar Monate, ob wir uns treffen wollen und zuletzt ist es mir deutlich schwerer gefallen, sie abzuweisen. Ich möchte diese Gedanken gar nicht haben, aber ich bin einfach zu sehr sexuell frustriert und möchte jetzt auch nicht Jahre verstreichen lassen, nur um dann herauszufinden, dass das Warten nutzlos war. Ich merke auch, dass meine Gefühle in den letzten Monaten immer weiter abgenommen haben und in meinen Gedanken wäre eine Trennung nicht einmal schmerzhaft. Allerdings harmonieren wir weiterhin sehr gut, wenn wir unterwegs sind himmelt sie mich an, sodass wahrscheinlich Außenstehende denken könnten, dass wir in der glücklichsten Beziehung leben. Und bis auf dieses Rumgenörgle im Kleinen und der Sexlosigkeit könnte ich mir weiterhin eine langfristige Beziehung vorstellen. Selbst diese Phasen der Depression wären für mich tragbar, wenn es dauerhaft bleiben würde. Und jetzt frage ich mich ernsthaft, ob diese Situation, an der ich sicherlich auch einen gehörigen Anteil habe, noch zu retten ist. Wenn ich tief in mich höre, dann möchte ich es retten. Aber mein Verstand kapselt sich emotional immer mehr von ihr ab, weil er keine Hoffnung mehr sieht. Und dass sie mir sagt, dass ich momentan ihre einzige Stütze bin und sie nicht weiß, was sie ohne mich tun sollte, macht die Gesamtsituation nicht besser. Und auch nicht, wenn ich wieder für ein paar Stunden all die Probleme vergesse und eine gute Zeit mit ihr habe, wir viel lachen und ich mich einfach wohl mit ihr fühle. Bis dann die erneute Frustration wieder einsetzt...

9. Fragen an die Community:

Welche Fehler habe ich gemacht, die ich nicht schon selbst reflektiert habe? (Oder habe ich an einer Stelle falsch reflektiert oder interpretiert?)

Was kann ich an mir ändern, um das Ruder mit einer kleinen Chance noch rumzureißen? Ich bin hier auch für einen radikalen Rettungsversuch offen, der notfalls in einer Trennung enden könnte.

Soll ich mit ihr reden und ihr meine Gedanken auch bezüglich einer potenziellen Trennung deutlich machen oder wären weitere rationale Gespräche in dieser Situation genau kontraproduktiv? 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

...dass das Warten nutzlos war...
Ich könnte Dir jetzt eine ebenso lange Antwort schreiben wie Du oben "in die Tasten gehauen hast".
In Kurzform: Es ist für Euch beide besser, wenn Du es beendest. Und das  weist Du.
Auch wenn sie dann Drama schiebt, wahrscheinlich wartet sie schon drauf und ist nach einingen Tagen froh darum.

  • LIKE 1
  • TOP 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

@Vogt

Kleiner Tipp, schreib nochmal nen TL:DR, dann erhältst vermutlich ein paar mehr antworten. 

Aus meiner Sicht ist eine langfristige einseitige Änderung der Beziehung quasi Vertragsbruch. Wenn Sie ihre Libido nur noch mit nem Toy ausleben kann und dich quasi nur noch als Betreuer nutzt, ist die Frage gerechtfertigt, was von der Beziehung da eigentlich noch übrig ist?

Viele solcher Stories gehen zudem so aus, dass wenn Du sie dann noch 1-2 Jahre aufpeppelst, Sie dann erkennt dass Sie jetzt ein neues Leben beginnen kann und sich finden muss bla bla bla Gurkenkarussell... Da gibts dann noch einen feuchten Händedruck und den Spruch "Du bist ein ganz toller, dich wird mal eine Frau ganz glücklich machen" und dann siehst Sie nie wieder.

Klingt drastisch, aber Dankbarkeit ist für Frauen so ziemlich gar kein Faktor eine Beziehung aufrecht zu erhalten oder gar sich irgendwie körperlich hingezogen zu fühlen.

Kannst klar deine FB da nebenher Bügeln und dir das ganze noch weiter ansehen wenn dir das irgendwie wichtig ist. Aber ich würde drauf wetten, dass der Zug für eine Beziehung wie Du sie dir zurück wünscht, abgefahren ist. 

 

bearbeitet von A_guy_named_Who
  • LIKE 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Eine KI dazu:

Ich würde hier tatsächlich eine Trennung ernsthaft in Betracht ziehen.

Nicht wegen „Betaisierung“ oder weil du angeblich zu wenig Frame hast, sondern weil sich eure Beziehung seit langer Zeit faktisch nicht mehr wie eine Partnerschaft anfühlt. Ihre Depression und Medikation erklären vieles – aber sie verpflichten dich nicht, deine eigenen Bedürfnisse auf unbestimmte Zeit zurückzustellen.

Vor allem drei Dinge sprechen für eine Trennung:

  • Du bist sexuell und emotional zunehmend frustriert.
  • Deine Gefühle nehmen bereits ab.
  • Der Gedanke an eine Trennung löst bei dir kaum noch Schmerz aus.

Ich würde kein weiteres monatelanges Grundsatzgespräch führen und auch nicht heimlich eine F+ anfangen. Sag ihr ehrlich, dass du sie nicht für ihre Erkrankung verantwortlich machst, aber merkst, dass du diese Beziehung so nicht mehr weiterführen kannst.

Und wichtig: Du bist ihr Partner, nicht ihr Therapeut und nicht ihre einzige Lebensstütze.

 
  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Been there, done there. 

Das Problem an psychisch kranken Menschen, bzw. Menschen mit Depressionen, ist einfach, dass ihr Leben farblich gesehen Grau ist. Momente, wie das Kennenlernen eines neuen Partners, bringen wieder Farbe ins Leben. Dann blühen sie auf und alles ist toll und schön. Die rosarote Brille eben. Das führt dazu, dass der nicht depressive Part diese Probleme nicht erkennt oder eben die Schlagkraft massiv unterschätzt. Die Quittung gibt's dann meistens nach der rosaroten Phase, wie bei dir.

Ich möchte an sich nicht wirklich auf dich und deine Probleme bzw. Fehler im Game eingehen, da diese im großen Kontext eben irrelevant sind. Du gamest hier eine psychisch kranke Person und keine "normale" Frau. Demnach gelten da sowieso andere Regeln, da Nähe und Fürsorge generell anders wahrgenommen wird als bei einer "psychisch gesunden" Frau. Und durch Krankheit und Medikation ist der Versuch einer rationalen Einordnung ihres Verhaltens wie Kaffeesatzlesen. 

Das essentielle Problem hier ist einfach, dass deine Partnerin nicht funktioniert. Sie ist 28 und hat erst in der letzten Zeit eine Ausbildung abgeschlossen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte, dass das an ihren psychischen Erkrankungen liegt, vor allem an der Angststörung. Nun ist sie im Job und fehlt aufgrund von Depressionen. Jetzt kommt dazu, dass sie Antidepressiva nimmt, welches ihre emotionale Welt nochmal auf den Kopf stellt. Du hast keinen funktionierenden Menschen an deiner Seite, verstehst du was ich meine? Du bist emotional sehr involviert, verständlicherweise. Beziehungen zu psychisch kranken Menschen schaffen halt auch eine starke Bindung, da diese mehr fordern und auch mehr geben. Die Bindung hat halt einfach auf einem höheren (ungesunden) Level.

Die Sexlose LTR und deine Betaisierung sind in meinen Augen dein geringstes Problem. Was mir damals geholfen hat, und was ich inzwischen in jeder LTR mache, ist mich zu fragen, ob ich mir vorstellen kann mit dieser Frau Kinder zu bekommen. Anhand von deiner Situation ist die rationale Entscheidung absolut eindeutig. Du wirst dir damit den Teufel in dein Leben holen. Anhand ihrer Krankheiten kannst weder du, noch sie gewähren, dass sie in der Lage ist sich um Kinder und um sich selbst kümmern zu können, selbst wenn du Zuhause mit hilfst. Und jetzt stellt dir zusätzlich noch vor, dass du irgendwann einen Unfall hättest und behindert bzw. sterben würdest. Könntest du dir vorstellen, dass sie in der Lage wäre Kinder, Arbeit und vielleicht deine Pflege zu managen? Ich denke du verstehst worauf ich hinaus will.

Und ja, ich verstehe auch, dass du deiner Partnerin dabei helfen möchtest. Psychische Krankheiten sind wie eine Grippe oder eine starke Erkältung, bloß dass sie sehr sehr lange halten und manchmal sogar ein Leben lang. Der erste Reflex ist immer zu versuchen sie "gesund" zu pflegen. Das kannst du aber nicht. Du kannst ihr nicht helfen, nur sie kann sich selbst helfen. Selbst einen Teil der Depressionen als Last auf sich selbst zu nehmen und zu unterstützen wird dich auf lange Sicht kaputt machen. Du machst damit ihre Probleme zu deinen Problemen. Du bist weder ihr Therapeut, noch ihr Pfleger. Du bist der Mann in ihrem Leben. Aber macht das Sinn ihr dabei hilflos zuzusehen, wie sie mehr mit sich selbst zutun hat als mit eurer Beziehung?

vor 9 Stunden, Vogt schrieb:

Ich möchte diese Gedanken gar nicht haben, aber ich bin einfach zu sehr sexuell frustriert und möchte jetzt auch nicht Jahre verstreichen lassen, nur um dann herauszufinden, dass das Warten nutzlos war. 

Und wenn sie die Beine wieder breit machen würde wäre alles andere was ich und du bezüglich ihrer mentalen Problemchen hier gesagt haben wieder irrelevant? Das ist halt schon eine kranke Aussage, da kam mir fast das Frühstück wieder hoch. Wie gesagt, euer Sexleben und die Betaisierung sind dein geringstes Problem. Diese Beziehung macht keinen Sinn, weder für dich noch für sie. Du bist unzufrieden und sie ist zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Eure gemeinsame Zeit ist nicht zukunftsfähig. Tut euch selbst einen Gefallen und beendet es.

  • LIKE 3

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Deine Beziehung ist bereits beendet, durch sie. Du sollst für sie da sein. Gleichzeitig scheisst sie auf Deine Bedürfnisse.

Du bist jetzt nur noch der Simp, der die Rechnungen zahlt. Sie ekelt sich vor Dir bereits (Libido hat sie ja, lebt das lieber mit einer Maschine statt Dir aus).

Du bist leider Teil des Problems. Denn ein hochwertiger Mann hat Optionen und würde sich niemals Sexentzug bieten lassen.

Renne, und bis dahin verhüte selber (falls sie Dich mit Sex am Rennen hindern möchte).

  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 4 Minuten, Kai.N.Aber schrieb:

Renne, und bis dahin verhüte selber (falls sie Dich mit Sex am Rennen hindern möchte).

Tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt. Ein Kumpel wurde in genau so einer Situation dann noch mit einem Kind gecatched weil Madame heimlich die PIlle absetzte und dann plötzlich sich wieder sehr gefällig zeigte.

  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 7 Minuten, A_guy_named_Who schrieb:

Tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt. Ein Kumpel wurde in genau so einer Situation dann noch mit einem Kind gecatched weil Madame heimlich die PIlle absetzte und dann plötzlich sich wieder sehr gefällig zeigte.

Wenn sie ein Problem mit ihrem Kopf hat, armes Kind😔

  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Vielen Dank für eure ehrlichen Einschätzungen, das weiß ich sehr zu schätzen! Ich habe damit glaube ich den Impuls von außen, den ich brauchte.

  • LIKE 2

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
vor 33 Minuten, Vogt schrieb:

Vielen Dank für eure ehrlichen Einschätzungen, das weiß ich sehr zu schätzen! Ich habe damit glaube ich den Impuls von außen, den ich brauchte.

Noch mal ein Gedanke aus Sicht der Krankenversicherungen:

Psychische Schäden gelten als schwerstmögliche Schäden. Wenn jemand auch nur „weil es ihm gut tat“ in den letzten Jahren beim Psychologe war, bekommt er keine neue Krankenversicherung, die ihn nicht per Gesetz nehmen muss…

Die Frau hat die Schäden vermutlich mit in die „Beziehung“ gebracht (eine Ausbildung ist mit 19 oder 21 abgeschlossen, nicht mit 28).

Mache ihre Baustelle nicht zu Deiner.

  • LIKE 1

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

Erstelle ein Mitgliedskonto, oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Mitgliedskonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Mitgliedskonto erstellen

Registriere Dich ganz einfach in unserer Community.

Mitgliedskonto registrieren

Anmelden

Du hast bereits ein Mitgliedskonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden

  • Wer ist Online   0 Mitglieder

    Aktuell keine registrierten Mitglieder auf dieser Seite.