Schwaches oder negatives Vaterbild? Die Erziehung als möglicher Auslöser des PU-Modells

Umfrage: Hast Du ein schwaches oder negatives Vaterbild?  

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25 Beiträge in diesem Thema

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Gents,

PickUp führt, egal ob als "Tips&Tricks"-Lieferant oder als Persönlichkeitsbildung betrachtet, zu manch seltsamer Sumpfblüte auf dem Morast innerer Urgründe. Den eigenen zu durchpflügen gleicht dem Sargen im inneren Keller - dort, wo, glaubt man dem Geflüster nicht nur der Psychologen, gemeinhin die Leichen liegen, derer ein jeder gleich mehrere beherbergen soll. Diese hervorzuziehen und bei Licht zu betrachten, heißt, sich dem eigenen Verdrängten, Unbewußten und Unbekannten zu stellen. Das kann wehtun. Doch nur, wenn ich mir über mich selbst bewußt bin, kann ich Vertrauen zu mir und Sicherheit durch mich erlangen – und somit die Fundamente einer gefestigten Persönlichkeit legen.

Die Achillesferse der PUAs der ersten Generation scheint das Elternhaus gewesen zu sein. Von Jeffries und Mystery wissen wir es durch die einschlägige Literatur. Doch scheint kaum einer von ihnen intensiver dem Gedanken nachgegangen zu sein, daß die Probleme mit Frauen, die sie letztlich zu dem machten, was sie heute sind, möglicherweise auf die Defizite in ihrer jeweiligen Erziehung zurückzuführen sind. Auch in der Community ist diese Art Nabelschau weitgehend unbekannt. Von einigen PUlern und an PU Interessierten erfuhr ich, daß sie in ihrer Erziehung ebenfalls ein schwaches oder sogar negatives Vaterbild vermittelt bekamen.

Ein inneres Muster hinter dem Game?

Anders als beim ersten (Link), dem von außen erkennbaren, erschließt sich dieses mögliche Muster aus nachvollziehbaren Gründen nicht sofort. Und bevor ich etwas verallgemeinere, das sich vielleicht nur bei ein paar PUAs und darüberhinaus in meiner Umgebung abspielte, stelle ich diese Überlegung hier zur Diskussion.

Habt Ihr ein schwaches oder negatives Vaterbild, oder hattet Ihr ein solches, als Ihr auf PU gestoßen seid?

Zur Erläuterung, was mit einem schwachen oder negativen Vaterbild gemeint sein kann, führe ich ein paar Beispiele an, von denen durchaus mehrere zutreffen können, es aber auch reicht, wenn nur jeweils eines zutrifft, um das innere Bild des Vaters zu formen:

Schwaches Vaterbild

Der Vater

- ist körperlich abwesend

- ist körperlich anwesend, aber geistig abwesend (z.B. im Stadium permanenter Überarbeitung)

- überläßt die Erziehung weitgehend der Mutter

- wird von der Mutter dominiert, hat wenig zu sagen

- ist beruflich und/oder privat unterdurchschnittlich erfolgreich oder gar erfolglos

- wird als ein bemitleidenswerter Jammerlappen empfunden

- hat ein schwaches Selbstwertgefühl (ist z.B. süchtig)

Negatives Vaterbild

Der Vater

- ist kriminell oder brutal

- ist abgrundtief peinlich

- ist unbekannt oder wird totgeschwiegen

- hat einen schlechten Ruf

- ist angsteinflößend autoritär

- ist desinteressiert an seinem Kind

Sicher fallen Euch noch andere Beispiele ein.

Nach meiner Beobachtung trifft ein schwaches/negatives Vaterbild allerdings auch die Mädels in der Entwicklung ihrer Beziehungsfähigkeit. Bei denen, die ich näher kennenlernte und die ihrerseits immer wieder die gleichen Probleme in ihren Beziehungen hatten, waren die Defizite des väterlichen Elternteils in der Erziehung gleichfalls eklatant - wobei ich mir im klaren bin darüber, daß auch diese Beobachtung bis auf weiteres eine subjektive ist.

Edit:

Die Umfrageantworten waren wohl etwas mißverständlich formuliert.

Also:

Ja bedeutet: schwaches Vaterbild in der Erziehung vermittelt bekommen

Nein bedeutet: starkes Vaterbild in der Erziehung vermittelt bekommen

Weder - noch / Weiß nicht bedeutet: weder stark noch schwach, oder: kann es nicht beurteilen

bearbeitet von Abbé Tarcan

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Schwaches Vaterbild

Der Vater

- ist körperlich abwesend nein

- ist körperlich anwesend, aber geistig abwesend (z.B. im Stadium permanenter Überarbeitung) ja

- überläßt die Erziehung weitgehend der Mutter ja

- wird von der Mutter dominiert, hat wenig zu sagen ja

- ist beruflich und/oder privat unterdurchschnittlich erfolgreich oder gar erfolglos ja

- wird als ein bemitleidenswerter Jammerlappen empfunden ja

- hat ein schwaches Selbstwertgefühl (ist z.B. süchtig) nein

Mein Eltern leben getrennt seit ich 11 bin. Meinen Vater habe ich mit einsetzen der Pupertät als schwach wahrgenommen, vor allem kurz nachdem er ausgezogen ist.

Ich muss aber dazu sagen, dass ich noch einen großen und einen kleinen Bruder habe - und seit mein Vater ausgezogen war, hat mein großer Bruder wahrscheinlich unbewusst den männlichen Teil meiner Erziehung übernommen, so wie ich das heute ganz bewusst bei meinem kleinen Bruder tue.

Also, wie sieht es mit dem Faktor 'Geschwister' aus, wenn der Vater eine so große Rolle spielt, müssen es die Geschwister doch ebenfalls, die Frage ist nur in welchem Maß.

Lieben Gruß,

PEZ

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Nach meiner Beobachtung trifft ein schwaches/negatives Vaterbild allerdings auch die Mädels in der Entwicklung ihrer Beziehungsfähigkeit.

Ja.

Auch die Beziehung der Eltern untereinander spielt eine Rolle.

Wenn die Eltern keine gute, vertrauensvolle, sich gegenseitig wertschätzende Beziehung vorleben,

haben es in dieser Familie aufwachsende Kinder beiderlei Geschlechts später schwerer,

selbst eine gute Beziehung zu leben. Weil sie nie gesehen haben wie soetwas aussieht

und diese Erkenntnisse erst entwickeln müssen.

Ein weiterer Punkt: Eltern mit geringem Selbstwertgefühl erziehen Kinder mit geringem Selbstwertgefühl.

Selbst wenn der Vater der Familientyrann ist, ist es möglich, dass er auf diese Weise sein geringes Selbstwertgefühl

kompensiert und nach außen hin schwach ist und sich anderen unterordnet.

Lieben Gruß,

black*mamba

bearbeitet von black*mamba

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Gast der böse wolf

Ich gehe sogar soweit zu sagen, dass nur im Falle zweier "starker" Elternteile und einer funktionierenden Beziehung selbiger die Möglichkeit besteht, "HSE-Kinder" heranzuziehen. Ich sehe diesen Fall als positive Ausnahme an. Ich bezweifle ernsthaft, dass ein großer Bruder den Vater ersetzen kann, zumal ein Bruder niemals ein solch gefestigtes InnerGame an den Tag legen kann, wie jemand, der Kinder gezeugt hat und diese großzieht (oder großziehen sollte). Aber ich glaube, zu diesem Thema gibt es ganze Bücher und Professorenstellen...

Liebe Grüße, der böse Wolf.

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Gast rooks

Dass Probleme mit sich selbst und/oder dem anderen Geschlecht grundsätzlich auf Defizite in der Erziehung zurückzuführen sind, ist für mich eine Selbstverständlichkeit. Dass die PU-Lehren die Fehlerziehung durch Eltern und/oder Gesellschaft aufheben sollen, um die ursprüngliche Persönlichkeit wieder aufzudecken, wird auch oft genug gesagt.

Der Grund, warum sich nach dieser Erkenntnis die Wenigsten ernsthafter mit der Entstehungsgeschichte ihrer Probleme auseinandersetzen, wird wohl der sein, dass es schlicht egal ist, wie sie entstanden sind. Denn nun sind/waren sie da, und was auch immer sie hervorgerufen hat, lässt sich ohnehin nicht rückgängig machen. Das einzig Interessante ist doch, wie man sie wieder abbauen und zu sich zurück finden kann, und genau darüber wird hier zu Hauf diskutiert. Meiner Meinung nach ist das genau richtig so.

Diejenigen, die ständig in der Vergangenheit leben und für alles Mögliche nach Gründen suchen, sind nach meiner Erfahrung meist dieselben, die prinzipiell das Glas als halbleer bezeichnen und die man im Falle eines Problems nie nie niemals um Rat fragen würde. ;-)

bearbeitet von rooks

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Doch scheint kaum einer von ihnen intensiver dem Gedanken nachgegangen zu sein, daß die Probleme mit Frauen, die sie letztlich zu dem machten, was sie heute sind, möglicherweise auf die Defizite in ihrer jeweiligen Erziehung zurückzuführen sind.

Ähm, Nein?

In den ältesten Writings von Mystery die ich kenne, hat er schon darüber geschrieben, dass er und seine Freunde, so wurden wie sie waren, weil sie kein richtiges Vatervorbild hatten. Und die sind schon bedeutend Älter als zB das ganze Forum hier.

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überläßt die Erziehung weitgehend der Mutter

Ja, normal ?! Also bei fast allen ist es so : Vater arbeitet, Mutter erzieht ...

Und ein Hausmann als Vater fänd ich peinlich ..

Ähm, Nein?

In den ältesten Writings von Mystery die ich kenne, hat er schon darüber geschrieben, dass er und seine Freunde, so wurden wie sie waren, weil sie kein richtiges Vatervorbild hatten. Und die sind schon bedeutend Älter als zB das ganze Forum hier

Stimmt eig, hätte ich mehr Erfolg schon damals gehabt, hätte ich keinen Sinn darin gesehen ein Forum auf zu suchen...

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Von Jeffries und Mystery wissen wir es durch die einschlägige Literatur. Doch scheint kaum einer von ihnen intensiver dem Gedanken nachgegangen zu sein, daß die Probleme mit Frauen, die sie letztlich zu dem machten, was sie heute sind, möglicherweise auf die Defizite in ihrer jeweiligen Erziehung zurückzuführen sind. Auch in der Community ist diese Art Nabelschau weitgehend unbekannt.

Wie wichtig ist es, die Ursachen eines Defizits zu kennen?

Man hat es eben in der Jugend nicht lernen können. So what? Lernen wir es eben nun...

Ich will die Verarbeitung der eigenen Vergangenheit nicht runterspielen. Es ist ganz im Gegenteil wichtig sich mit seiner eigenen Vergangenheit auszusöhnen um zu der Erkenntnis zu kommen: "Ich bin, was ich bin, nur deswegen, weil geschah, was geschah."

Aber: das hilft mir bei der Bearbeitung der empfundenen Defizite nicht weiter und kann ganz im Gegenteil evtl. sogar als Excuse dienen: "Man hat es mir nicht beigebracht." D. h. die Bearbeitung der Defizite bedarf nicht unbedingt der Definition der Ursachen.

In meinem Verständnis geht das hier im Forum propagierte 'Mann-Sein' über die Konzepte selbst unserer besten Väter-Vorbilder hinaus. Insofern kann ich mir meine Entwicklungsziele nicht allein aus Defiziten heraus definieren...

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Mein Vater ist in vieler Hinsicht mein Held.

Nur eben nicht wenn es um die Beziehung zu meiner Mutter geht. Die sagt wo es langgeht. Genauso ist es bei meinen Großeltern, Tanten, Onkel und jegliche andere Erwachsene verheiratete Menschen die ich kenne/kannte.

Das Bild des schwachen Mannes, der sich von Frauen dominieren lässt wurde mir also quasi schon als Kind eingeprügelt und genauso geht es jetzt meinen kleinen 6-jährigen cousin auch wieder. Wahrscheinlich wird der dann der gleiche nice guy der ich war. Wie soll es auch anders sein?

Laut Tyler Durden lernen wir ja sozial, wenn ich also die gleichen Verhaltensmuster von allen Autoritätspersonen die mich umgeben sehe, wie soll ich mich dann anders entwickeln?

Vermutlich ist es aber mit gewaltätigen oder allzu dominanten Vätern ähnlich. Da ist es ja auch oft so, dass die Söhne selbst wieder diese Eigenschaften aufweisen.

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Wie bitte ist das gemeint:

"- ist angsteinflößend autoritär"

Ich hätte es mich im Leben nicht getraut mich meinem Vater zu widersetzen, trotzdem ist er kein schlechter Mensch hat nie geschlagen etc...

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Ich habe eine schwache Vaterfigur, und wäre ich nicht auf PU gestoßen, wäre es mir auch so ergangen. Aber dies ist heutzutage ja die Mehrheit. Deshalb sind die meisten Männer auch AFCs. Man muss es halt selbst in die Hand nehmen.

bearbeitet von El Diabolo

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Ja, ich denke genau so.

Meiner Meinung nach leben die Eltern ein Rollenvorbild für die spätere Sexualität vor.

In meiner (laienhaften) Theorie wird späteres Sexualverhalten vom gleichgeschlechtlichen Elter kopiert, vom andersgeschlechtlichen Elter als Modell für die spätere Partnerwahl angenommen. Ich glaube Frauen mit dominanten Vätern brauchen dominante Männer.

Gleichzeitig ist ein mangelhaftes Verhältnis zu einem der Elternteile verbunden mit einer gestörten Sexualentwicklung. Ich zum Beispiel habe als Kind in einer unglücklichen Ehe gelebt, die mehr aus gegenseitiger Gleichgültigkeit bestand. Es gab zwar keine ernstzunehmende Aggressionen aber es gab Ignoranz und ich habe nie vorgelebt bekommen, wie man sich als Pärchen verhält. Meine Mutter hat lange gebraucht, bis sie sich geschieden hat und dann habe ich den Rest meiner Jugend bei ihr verbracht ohne eine besonders gute Beziehung zu meinem Vater. Ich schiebe Teile meines mangelnden Erfolgs bei Frauen in der Vergangenheit auf diese Hintergründe. Sexualverhalten war (und ist auch noch gelegentlich) für mich mehr ein Prozess den ich bewusst herbeiführen muss, anstatt dass er einfach spontan ergibt. Ich glaube das liegt daran, weil ich es nie vorgelebt bekommen habe.

Ich war nun sehr offen zu euch. Auch ich wäre sehr dankbar, wenn ich von anderen hier ähnliche Einblicke erhalten könnte.

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Gast Lady
Doch scheint kaum einer von ihnen intensiver dem Gedanken nachgegangen zu sein, daß die Probleme mit Frauen, die sie letztlich zu dem machten, was sie heute sind, möglicherweise auf die Defizite in ihrer jeweiligen Erziehung zurückzuführen sind. Auch in der Community ist diese Art Nabelschau weitgehend unbekannt. Von einigen PUlern und an PU Interessierten erfuhr ich, daß sie in ihrer Erziehung ebenfalls ein schwaches oder sogar negatives Vaterbild vermittelt bekamen.

Wie Roy schon sehr treffend schrieb, sind beide Elternteile, ihre Beziehung zueinander, sowie die die Beziehung der beiden zum Kind, ausschlaggebend.

Und mit Elternteile meine ich elterliche Vorbilder insgesamt. Man kann also die Eltern beliebig auch durch Grosseltern, Tante & Onkel, Mutter und Stiefvater, etc. ersetzen. Eben je nachdem, in welchem Umfeld die primäre Sozialisation des Kindes stattgefunden hat.

Natürlich ist es sinnvoll, sich mit den Beziehungsfehlern und ihren Quellen innerhalb des jeweiligen Familiensystems auseinanderzusetzen. Und natürlich tun dies die Meisten nicht, weil es erstens schwierig ist, den Durchblick in diesem ganzen Beziehungs- und Persönlichkeitskuddelmuddel zu erlangen und weil das Hinsehen zweitens mit unschönen und schmerzhaften Erfahrungen verbunden ist.

Allerdings ist es überaus sinnlos, die Fehlerquellen zu entschlüsseln und sich dann darauf auszuruhen. Mit einer durch und durch glücklichen Kindheit kann kein erwachsener Mensch dienen. Auch die die glauben ihre Kindheit wäre überaus schön gewesen, haben Verletzungen erfahren, die sie zwar verdrängt haben, aber die sich auch im Erwachsenenalter noch auswirken. Von denen die eine unglückliche Kindheit hatten, gar nicht erst zu reden.

Wir könnten also alle, so wie es viele tun, die Fehler analysieren und uns dann auf ihnen ausruhen. Das tun die LSE-Prinzessinen, das tun die AFCs und das tun die LSE-PUAs. Ihrer persönlichen Entwicklung, ihren zwischenmenschlichen Beziehungen und ihrem Umfeld bringt dies allerdings gar nichts. Es verschlimmert die Lage vielmehr noch, weil sie dann beginnen, die typische Opfermentalität an den Tag zu legen, indem sie sämtliches bescheuertes Verhalten welches sie zeigen, durch ihre böse böse Kindheit legitimieren.

In der Mitte stehenzubleiben bringt halt jede Menge persönliche Vorteile mit sich, auch wenn die Umwelt darunter leiden muss. Ausserdem erspart dies, das zweite Stück des Weges zu gehen, welches ebenso anstrengend ist, wie das 1. Wegstück des Analysierens.

Von daher soll man den Weg entweder ganz, oder gar nicht gehen.

Das ist sozusagen fieldtested. Aber ich möchte hier nicht meine gaaanz, gaaanz böse Kindheit mit meinen ganz ganz miesen Vorbildern und Bezugspersonen auspacken, denn: sie gehört weiterhin zu mir, als Erfahrung, aber sie macht mich nicht mehr aus und sie bestimmt heute weder mich, meine Beziehung, meine Partnerwahl, noch mein Verhalten, mehr.

bearbeitet von Lady

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Also, wie sieht es mit dem Faktor 'Geschwister' aus, wenn der Vater eine so große Rolle spielt, müssen es die Geschwister doch ebenfalls, die Frage ist nur in welchem Maß.

Ja, das ist die Frage. Geschwister sind, anders als der Vater, Konkurrenten um die Gunst der Eltern. Sie stehen somit auf einer anderen Ebene. Geschwister, die wesentlich älter sind, können sicher Teile der Vaterfunktion übernehmen, die Lebenserfahrung eines Onkels, Stiefvaters oder Lebensgefährten der Mutter, die den Vater jeweils ersetzen könnten, und damit deren Fähigkeit zur Sorge haben sie idR nicht.

Natürlich gilt auch beim Ersatzvater die Frage: ist er als Vorbild geeignet?

@ black'mamba & der böse wolf & RoyTS

Yepp, das vermute ich auch. Wir können nur weitergeben, was wir selbst einmal erhalten haben. Unseren Kindern, aber auch später wieder unseren Eltern.

Diejenigen, die ständig in der Vergangenheit leben und für alles Mögliche nach Gründen suchen, sind nach meiner Erfahrung meist dieselben, die prinzipiell das Glas als halbleer bezeichnen und die man im Falle eines Problems nie nie niemals um Rat fragen würde. ;-)

Du bist das Produkt Deiner Geschichte und der Deiner Familie, ob Du willst oder nicht. Mit Deiner Vergangenheit bist Du somit täglich konfrontiert, wenn auch unbewußt. Sie holt Dich spätestens dann ein, wenn Du Dich mit intensiver InnerGame-Arbeit beschäftigst. Und sie hat etwas Heilsames: wenn Du aus ihr lernst. Das Wissen um die Vergangenheit kann Dir den Weg in die Zukunft weisen (weshalb Historiker auch schon mal "rückwärtsgewandte Propheten" genannt werden). Und: das Glas Deiner Vergangenheit ist immer voll. B-) Soll heißen: im Grunde genommen bist Du Dir der beste Ratgeber.

Doch scheint kaum einer von ihnen intensiver dem Gedanken nachgegangen zu sein, daß die Probleme mit Frauen, die sie letztlich zu dem machten, was sie heute sind, möglicherweise auf die Defizite in ihrer jeweiligen Erziehung zurückzuführen sind.

Ähm, Nein?

In den ältesten Writings von Mystery die ich kenne, hat er schon darüber geschrieben, dass er und seine Freunde, so wurden wie sie waren, weil sie kein richtiges Vatervorbild hatten. Und die sind schon bedeutend Älter als zB das ganze Forum hier.

kaum einer - ja, von Mystery wissen wir's. Hat sich sonst noch einer der alten Garde damit auseinandergesetzt?

überläßt die Erziehung weitgehend der Mutter

Ja, normal ?! Also bei fast allen ist es so : Vater arbeitet, Mutter erzieht ...

Und ein Hausmann als Vater fänd ich peinlich ..

Nun, die Erziehung des Vaters ist eigentlich die außerhäusige, während die Mutter eher für die innerhäusige zuständig ist. Jeder gemäß der gewachsenen Ordnung in seinem Bereich. Soll heißen, der Vater unternimmt mit den Kids die Sachen, für die die Mutter eher nicht zuständig ist: Raufen, Kämpfen, Streifen durch Feld und Flur, Orientierungsmarsch mit Karte und Kompaß durch den dunklen Wald. Abenteuer, Spannung, die Welt "draußen" eben. Macht er das nicht (er kann diese Dinge ansatzweise auch ins Wohnzimmer übertragen, z.B. mittels Rollen- und Brettspielen), überläßt er der Mutter weitgehend die Erziehung - auch ohne daß er zum Hausmann mutierte.

Wie wichtig ist es, die Ursachen eines Defizits zu kennen?

Das ist wohl individuell verschieden. Jeder nach seinem Entwicklungsstand, vermute ich.

In meinem Verständnis geht das hier im Forum propagierte 'Mann-Sein' über die Konzepte selbst unserer besten Väter-Vorbilder hinaus. Insofern kann ich mir meine Entwicklungsziele nicht allein aus Defiziten heraus definieren...

Nein, das wäre sicher zu einfach. Aber als ersten Schritt: warum nicht. Das in diesem Forum propagierte Mann-Sein empfinde ich als Extrem, so wie der AFC ein Extrem darstellt. Es mag für den einen oder anderen notwendig sein, diesen Weg zu gehen, und sei es nur, um die eigene Mitte zu finden. Allerdings fällt mir auf, daß die Alphas, die ich privat und beruflich kennenlernte, und die in ebendiesen Bereichen gleichermaßen sehr erfolgreich sind, monogam leben. Mit den ihrem Status entsprechenden Frauen, natürlich. Das gibt mir dann doch zu denken.

Wie bitte ist das gemeint:

"- ist angsteinflößend autoritär"

Ich hätte es mich im Leben nicht getraut mich meinem Vater zu widersetzen, trotzdem ist er kein schlechter Mensch hat nie geschlagen etc...

Meine letzte LTR hat einen Vater, dessen Autorität ihr manchmal Angst einflößt. Er hat sie nie geschlagen. Es ist seine Stimme, die, wenn sie eine bestimmte Tonlage erreicht, um sein Durchsetzungsvermögen zu demonstrieren, ihr das Gefühl von Angst vermittelt. Das kommt aber nur selten vor. Wäre es ein Dauerzustand, träfe die o.g. Formulierung zu: ein permanentes Angstgefühl dem autoritären Vater gegenüber.

Allerdings ist es überaus sinnlos, die Fehlerquellen zu entschlüsseln und sich dann darauf auszuruhen.

Von daher soll man den Weg entweder ganz, oder gar nicht gehen.

Wohl wahr... Es reicht nicht, die Leichen ans Tageslicht gezerrt zu haben, sie wollen auch fachgerecht entsorgt sein. Sie mit Opfermiene vor sich herzutragen, wäre das einfachste, sie sich auf den Buckel zu schnallen, damit man sie nicht mehr sieht, das nächstliegende. Beides hindert irgendwie beim sargen; das HB riecht die Verwesung. Die Kadaver auszustopfen und als tägliche Erinnerung und Mahnung in die Ecke zu stellen, wäre eine Möglichkeit; eine andere, sie zu sezieren und sich den jeweiligen Krankheitsverlauf bewußtzumachen - als psychisches Antiserum, gewissermaßen -, auf daß die betroffenen Persönlichkeitsanteile nie wieder von bestimmten sozialen "Viren" (Verhaltensweisen) befallen werden.

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Was ist wenn der Vater einen auf PU gebracht hat? ;-)

Hab halt "Der Perfekte Verführer" geschenkt bekommen, danach irgendwie ins Forum gekracht B-)

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Servus! :-D

Ich komme aus dem österreichischen PU Forum, aber bin jetzt auch hier gelandet...

Zu dem Thema Eltern und schlechtes Vorbild:

Ohne jemandem in meiner Familie Schuld zuweisen zu wollen... (hab keine Geschwister)

...ist mein Vater seit der Scheidung (vor 20 Jahren) ein ziemlicher Frauenablehner

...meine Mutter sagt zwar immer sie will einen Mann haben, aber findet nur Volltrottel (obwohl sie hübsch ist)

und lebt, habe ich herausgefunden, anscheinend gerne im "Jammer - Zustand" (sprich sie ist glücklich durch das Jammern über ihre Situation)

...bei meinen Großeltern (die in einer Ehe leben) weiß ich nur, dass sie sich erst mit 27 kennengelernt haben und davor nie eine Beziehung hatten.

...das Thema Sexualität gab es so gut wie gar nicht. oder besser gesagt überhaupt nicht.

---------> ich bin jetzt 26 und habe so lange gebraucht, um es überhaupt zu analysieren. ;-)

---------> hatte eine Beziehung die etwa 4 Monate hielt mit einer Frau, die WEIT unter meinem Niveau war.(sie hat mich aufgerissen) (!) ;-)

---------> habe dadurch Probleme mit dem "Feingefühl" und dem ganz normalen Hausverstand (den MANN normal haben sollte auch ohne diesem Forum)

bei Frauen auf das ich aber woanders noch eingehen werde. B-)

Der langen Rede kurzer Sinn - ich bin der Meinung, dass die Erbanlage zusammen mit der Erziehung etwa 60% ausmachen.

Die restlichen 40 % kann man selbst beeinflussen - wenn man erfolg haben will.

Genau darauf werde ich mich in diesem Jahr konzentrieren.

Und ich bin seeeeehr Bescheiden, ich will nur eine Frau, nicht 20 oder mehr. (vlt ist das auch der falsche Weg...)

naja

lg Bluesky :-D

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Meine Eltern haben sich getrennt bevor ich gehn konnte. Als ich meinen Vater das letzte Mal vor 5 Jahren gesehn hatte war er grade an der dritten Ehefrau, kp an welcher er jetzt drann ist. Von meiner krankhaft autoritären Mutter weiss ich nur von seinem extremen Frauenverschleiss schon bevor er sie geheiratet hatte und das sie mich ständig mit ihm verglich wenn sie wütend war. Ich habe es gehasst und nein, ich möchte nicht so werden.

Ob ichs damit im Blut habe? Vielleicht. Was ich mittlerweile weiss ist, dass ich geradezu süchtig nach Harmonie bin, das manifestiert sich meist durch eine anfänglich starke needyness, welche jedoch nach ein paar Wochen/Monaten schnell abflacht und mit Desinteresse endet. War bisher bei jeder Frau so, egal wie hübsch und wie klug sie war, sie langweilen mich alle. Es macht mich traurig, aber ich habe schon lange keine Frau mehr gesehn die mich aus den Socken haut. Gab eine, aber ich habs verkackt.

mee jetzt habters gschafft...

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Hmm, knapp 60 Prozent hier haben ein schwaches Vaterbild...

Da bräuchte man jetzt allerdings den Vergleich zum allgemeinen Durchschnitt, um etwas zu interpretieren.

Was meine Erziehung angeht, so bin ich da geteilter Meinung...

Ich bin sowohl Scheidungs- als auch Einzelkind, meine Eltern trennten sich bereits vor meiner Einschulung. Für mich machte das zunächst keinen Unterschied, denn mein Vater, eingefleischter Informatiker, beschäftigte sich eher mit seinem Computer als mit mir.

Ich war allerdings auch kein Wunschkind, einen Umstand, den ich ebenfalls für etwas problematisch halte.

Da hätten wir dann schon die im Eingangspost genannten Faktoren der körperlichen und geistigen Abwesenheit und die weitestgehend mütterliche Erziehung.

Damit hatte ich zunächst auch kein Problem, weil mein Vater wie gesagt auch vorher eher abwe(i)send war.

Wie dem auch sei, um dem ganzen die Krone aufzusetzen, hat sich meine Mutter wenige Jahre später dann als homosexuell "geoutet" und zog dann auch mit einer Frau zusammen.

Nun hatte ich also einerseits eine quasi nicht-existente Vaterfigur und bin zum anderen in der prägendsten Zeit von zwei sehr linken, sehr feministischen Frauen erzogen worden.

Herzlichen Glückwunsch, Captain!

Nun ist das wie gesagt ein zweischneidiges Schwert, zum einen bin ich echt sehr liberal eingestellt und weitestgehend vorurteilsfrei, zum anderen wurde ich aber auch in der Schule lange herumgeschubst (was keineswegs eine dicke Haut wachsen lässt) und habe teilweise ein echt niedriges MÄNNER-Bild, den Feministinnen sei Dank...

Weiterhin halte ich es für problematischer, von einer Frau den Hintern versohlt bekommen zu haben (als Kind...und vollkommen kostenfrei und ohne Lack und Leder), als die "normale" Tracht Prügel vom Vater...

So, und das ist eben der springende Punkt. Ich bin das Produkt meiner Erziehung und vermutlich genau deswegen genau hier.

Versteht das um Himmels Willen nicht falsch, ich fühle mich zumeist nicht vollständig vermurkst, es gibt da wesentlich schlimmere Dinge.

Aber ich halte das zu schwache Vaterbild und das zu dominante Mutterbild auf jeden Fall für einen Faktor, der mich und mein Leben zum Teil in Bahnen gelenkt hat, die nicht vollständig von mir so erwünscht waren und sind.

Nun sind die meisten von uns aber im geschlechts-, denk- und heiratsfähigen Alter und manchmal sogar alles auf einmal und da sollte es mit einem Minimum an Selbstreflektion und einem guten Stück Arbeit möglich sein, solche Dinge zum einen zu erkennen und im nächsten Schritt zu bessern.

Das Übel sozusagen an der Wurzel packen, die Leichen auseinandernehmen und ordnungsgemäß kompostieren.

Das ist jedenfalls das, was ich gerade mache.

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So habe auch grade abgestimmt.

Bin jetzt ziemlich gerührt grade, da ich mir gedanken darüber gemacht habe.

also ich reihe mal auf was auf meinen vater von dort oben zu trifft.

- ist körperlich abwesend (zumindest oft, kommt von der arbeit und verzieht sich meist wieder zu freunden)

- überläßt die Erziehung weitgehend der Mutter

- ist ein schlechtes vorbild. Was vernunft angeht, was den umgang mit problemen angeht.

Ich möchte nicht werden wie mein vater.

Zum Teil merke ich dass ich schlechte verhaltensmuster von ihm habe, die ich mir umbedingt abgewöhnen möchte.

Ich kann mir schon vorstellen dass das ein grund ist warum ich hier bin.

_____________________________

@nobody_:

"Was ich mittlerweile weiss ist, dass ich geradezu süchtig nach Harmonie bin, das manifestiert sich meist durch eine anfänglich starke needyness, welche jedoch nach ein paar Wochen/Monaten schnell abflacht und mit Desinteresse endet."

Das selbe problem habe ich auch. Daran ist meine Beziehung in die brüche gegangen, welche leider wirklich ernstzunehmend war.

mee jetzt habters gschafft...

Kopf hoch. Weisst du wir haben ein Teil in unserem Leben verpasst, und dinge die wir in der Zeit verpassen wollen wir nachholen. Nur bleiben wir dort im endeffekt länger hängen als uns lieb ist.

Wir zeigens noch allen, inklusive uns selbst und wir werden erfolg haben.

Leute wie wir sind Kämpfernaturen.

Ich bin auch grade den Tränen nahe, wir sitzen im selben boot und erkäpfen uns die zukunft, wie sie andere in den schoß geworfen bekommen.

Genau dadurch bin ich zum kämpfer geworden, weil ich nicht alles in den schoß geworfen bekomme, weil für mich alles so ungerecht ist.

>teil wegeditiert<

Villeicht ermutigt das die leute die grade frustriert sind und sich auch alles erkämpfen müssen.

Tut mir leid für den offtopic, aber ich will eben die leute besser hinterlassen als ich sie vorgefunden habe 24/7. :-(

__________________________________

bearbeitet von micr0

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Ich war nun sehr offen zu euch. Auch ich wäre sehr dankbar, wenn ich von anderen hier ähnliche Einblicke erhalten könnte.

Da hast du recht, das ist ne super persönliche Sache.

Ich hab es eigentlich fast die ersten 2 Jahrzehnte meines Lebens fast gar nicht auf die Reihe gekriegt über diese Dinge zu reden, mit niemanden, auch nicht mit meinen Freunden.

Ich hab mir das auch selbst nicht eingestanden, hab diesen Zustand einfach als gegeben akzeptiert.

Für mich war das die Normalität, ich wusste einfach nicht, dass es anders sein kann.

Die Verhältnisse in meiner Famile sind grauenhaft.

Meine Eltern streiten, nein hassen sich, seit ich denken kann.

Trotzdem haben wir, bis auf ein Jahr Trennung, in einer Art Zweckgemeinschaft immer zusammengelebt.

In einer unterkülten, ständig äußerst angespannten Atmosphäre..will gar nicht drüber nachdenken.

So Dinge wie Pärchenverhalten oder Zärtlichkeiten etc, habe ich NIEMALS bei meinen Eltern gesehen, das war für mich gar nicht vorstellbar.

Zu meinem Vater:

-beruflich sehr erfolgreich, privat: krasses Gegenteil, keine Freunde, sucht keinen Kontakt zu anderen Leuten

-hat kaum Zeit mit mir verbracht, weiß heute noch nicht, wie er mit mir umgehen soll

-sozial unfähig/ kommunikationsunfähig, liebt es allein zu sein

-passiv, strahlt keinen "Status" aus, unfähig zu "führen" / im sozialen Bereich solche Entscheidungen zu treffen

-nicht in der Lage sich mit meiner Mutter auseinanderzusetzen oder ihre Launen zu beruhigen

=> lässt das einfach über sich ergehen (dieses Verhalten hab ich in meiner Jugend genau so 1:1 für Konfliksituationen, gerade auch mit meiner Mutter, übernommen)

meine Mutter:

sehr hübsch, sehr launisch, kommt selbst aus ner zerstörten Familie

sehr dominant,aufbrausend, unterstellt immer böse Absicht, hat "alle Welt ist gegen mich" Einstellung

hat mich quasi allein erzogen

Ob ichs damit im Blut habe? Vielleicht. Was ich mittlerweile weiss ist, dass ich geradezu süchtig nach Harmonie bin, das manifestiert sich meist durch eine anfänglich starke needyness, welche jedoch nach ein paar Wochen/Monaten schnell abflacht und mit Desinteresse endet. War bisher bei jeder Frau so, egal wie hübsch und wie klug sie war, sie langweilen mich alle.

kann dir da ziemlich zustimmen:

harmoniebedürfnis auf jeden Fall...ich hab einfach ein riesiges Verlangen danach das alles okay und schön und friedlich ist, weils das bei uns zu hause nie war.

Das krasse ist, dass mir all diese Dinge erst sehr sehr spät bewusst geworden sind.

Normalerweise lehnt man sich in der Pubertät aktiv gegen seine Eltern auf...ich hab da einfach dicht gemacht.

Es war auch ein riesiger Schritt für mich zu verstehen, dass SO keine gesunde Familie aussieht.

Ich konnte das einfach nicht sehen, war da blockiert.

bearbeitet von MonkeyBrain

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Gast -DK-

- mal wieder ein edit...sorry...ich laber einfach zuviel, wenn ich eigentlich lernen sollte -

bearbeitet von -DK-

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Gast The real Kong

HALT HALT HALT

Wir wollen nun mal den Vater nicht zum unbewussten Feindbild deklarieren! Sie wussten es eifnach nciht besser, unsere Väter, wie sie uns erziehen sollten. sie dachten, dass was sie tun, wird schon richtig sein, weil sie es so gelernt hatten und es ein Teil ihres Glaubenssystems ist/war. Dachten sie überhaupt oder handelten sie eher unbewusst.... .Wir wissen es nicht. Mag ja schön sein, dass wir nun wissen warum wir zum Teil so geworden sind wie wir sind, bzw damals waren und nun nicht mehr sind und wo die Ursachen liegen....

Was ICH aber weiß, ist dass solche Dinge tief aus dem unbewussten kommen und zur Aufarbeitung in die Hände eines Psychotherapeuten - fachrichtung "Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie " gehören, wenn man zB einen gewaltätigen Vater hatte, oder andersartige Traumata. Darauf muss ich im Sinne meines baldigen heilberufes drauf hinweisen

mfg

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Mein Vater war/ist ein absolutes Vorbild. Leider hatte ich das erst bemerkt, als es schon "zu spät" war. Vielleicht habe ich bis dato auch zu wenig mit ihm unternommen. Er schaffts quasi überall mit jeder zu flirten. Über Lob des Sexismus lacht er zwar nur, aber wären wir nicht im 20. Jahrhundert, könnte man sich viel von ihm abschneiden.

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Gast The real Kong

dein Vater hat LDS gelesen? *träum* so einen tolleranten Vater. meiner schottet sich vor solchen dingen ab und kommt mit hollywood-phrasen

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