Nachahmung der Kindheit

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In LDS meine ich gelesen zu haben, dass LSE-Mädchen, die beispielsweise in der Kindheit von ihrem Vater geschlagen wurde, dazu neigen, sich auch im höheren Alter Männer zu suchen, die ihrem Vater in ihrer gewalttätigen Art gleichen.

Auch Richard David Precht schreibt darüber.

So suchen wir zwar nicht immer Abbilder unserer Eltern, sondern oftmals auch das genaue Gegenteil, aber enden diese Beziehungen meist erfolglos - man ist sich zu fremd, man kennt sowas nicht von zu Hause aus.

Wir wollen bekannte Muster, weil sie unser Selbstbild, das wir aus der Kindheit haben, bestätigen. Wenn wir als Kind nicht geliebt wurden, suchen wir uns einen Partner, der uns wahrscheinlich diesbezüglich ebenso enttäuscht. Der Wunsch nach Veränderung und nach dem Liebesglück scheint lange nicht so groß wie der Wunsch nach Bestätigung des Selbstbildes und der Identität, zu dem nunmal auch gehören kann, sich selbst aufgrund der Kindheit als scheinbar nicht liebenswert anzusehen. (S.218)

Vorher heißt es aber, dass wir bestimmten Merkmalen später erotische Werte zuweisen. Als Kind unterteilen wir nicht in unerotisch und erotisch, sondern positiv und negativ. Ein dominanter Elternteil kann so positiv aufgenommen werden, wenn sich die Dominanz aber in Aggression äußert, auch negativ. Diese "vor-erotischen" Merkmale werden später in erotische umgesetzt und schlagen sich so stark in unseren Partnerpräferenzen nieder. (S. 216)

Frei rezitiert, daher hoffentlich kein Problem für das Urheberrecht.

Meine Fragen sind nun folgende:

1. Gibt es einen psychologischen Fachbegriff zu dieser Nachahmung im allgemeinen, nicht speziell nur auf Liebe bezogen?

2. Was empfehlt ihr mir an Material und Autoren, wenn ich Näheres über die Auswirkungen der kindlichen Prägung auf das spätere Leben haben will?

3. Haltet ihr die Aussage für richtig? Angenommen, dass man sich auch mit 25 für "nicht liebenswert" hält, sucht man dann ein Abbild seiner Eltern?

4. Wie verhält sich das, wenn der Vater sau böse war und die Mutter voll lieb? Ist dann wichtig, was von beidem man als präsenter empfunden hat? Oder sucht man sich nen Partner, der ne Mischung aus beidem beschert, und also nach dem Verprügeln streichelt und küsst?

5. Wenn wir Dinge wie Aggression klar als negativ brandmarken als Kind, wieso werden nicht nur die positiven Merkmale erotisch? Generell ließe sich ja dann sagen, ALLE Merkmale der Kindheit werden wiederholt werden, und die Belegung mit Werten ja dann sinnfrei ist, weil man scheinbar eh keine Konsequenzen daraus zieht.

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Gast salomons_katze
Meine Fragen sind nun folgende:

1. Gibt es einen psychologischen Fachbegriff zu dieser Nachahmung im allgemeinen, nicht speziell nur auf Liebe bezogen? Keine Ahnung, kenne ich nicht.

2. Was empfehlt ihr mir an Material und Autoren, wenn ich Näheres über die Auswirkungen der kindlichen Prägung auf das spätere Leben haben will? Die Grundformen der Angst von Fritz Riemann. Sehr wichtiges Werk.

3. Haltet ihr die Aussage für richtig? Angenommen, dass man sich auch mit 25 für "nicht liebenswert" hält, sucht man dann ein Abbild seiner Eltern? Ist möglich. Es gibt Experten, die zwischen verschiedenen Arten von Liebe unterscheiden. Der Fachbegriff für dieses Verhalten wäre übrigens Übertragungsliebe. Hierbei sucht man im Prinzip einen Partner, der dem gegengeschlechtlichen Elternteil gleicht. Tatsächlich hat man in Studien festgestellt, dass die Gesichtssymmetrien des gegengeschlechtlichen Elternteils sehr häuftig denen des Partners gleichen. Scheint so eine Art nicht ganz ausgeheilter Ödipus-Komplex oder so zu sein :)

Meistens wissen das die Leute selber aber gar nicht. Um sowas auszumessen und zu analysieren, brauchts erstmal nen Computer. Das ist allerdings nur eine Form der Liebe, die man bisher festgestellt hat. C.G.Jung kennt noch die Anima-Liebe, wobei mehr das Unbewusste und die verdrängten gegengengeschlechtlichen Eigenschaften der Personen eine Rolle spielen, wenn ich mich an das Ganze richtig erinnere.

Es ist allerdings wichtig zu erwähnen, dass du mit solchen Theorien bestimmt nie 100%ige Wahrheit erhälst. Es gibt sehr viele verschiedene Ansätze und Denkmodelle in der Psychologie und viele haben in manchen Situationen Erfolge gezeigt, in anderen nicht. Und die meisten werden irgendwie richtig sein, können aber dennoch nicht alles erklären und vernachlässigen wichtige Aspekte, denen sich dann widerum eine andere Theorie widmet.

4. Wie verhält sich das, wenn der Vater sau böse war und die Mutter voll lieb? Ist dann wichtig, was von beidem man als präsenter empfunden hat? Oder sucht man sich nen Partner, der ne Mischung aus beidem beschert, und also nach dem Verprügeln streichelt und küsst? Das gegengeschlechtliche Elternteil... Hab das Buch zwar nicht gelesen, aber alles Andere würde aus Sicht der Tiefenpsychologie keinen Sinn ergeben. Und du hast da ja anscheinend ein tiefenpsychologisches Werk gelesen.

5. Wenn wir Dinge wie Aggression klar als negativ brandmarken als Kind, wieso werden nicht nur die positiven Merkmale erotisch? Generell ließe sich ja dann sagen, ALLE Merkmale der Kindheit werden wiederholt werden, und die Belegung mit Werten ja dann sinnfrei ist, weil man scheinbar eh keine Konsequenzen daraus zieht. Es sind doch die Eigenschaften einer Person, die sich als positive oder negative Merkmale äussern, oder? Und das Kind sucht den später einen Partner mit den gleichen Eigenschaften, egal, wie diese sich äussern. Zumindest habe ich das in deinem Beitrag so irgendwie verstanden, ganz sicher bin ich mir nicht.

bearbeitet von salomons_katze

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2. Was empfehlt ihr mir an Material und Autoren, wenn ich Näheres über die Auswirkungen der kindlichen Prägung auf das spätere Leben haben will?

"ohne Wenn und Aber" von Harville Hendrix Ph.D.

Hier wird sehr gut beschrieben welche Partner man sich aufgrund seiner Kindheitsprägung aussucht.

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Meine Fragen sind nun folgende:

1. Gibt es einen psychologischen Fachbegriff zu dieser Nachahmung im allgemeinen, nicht speziell nur auf Liebe bezogen? Keine Ahnung, kenne ich nicht.

Da du "Übertragungsliebe" genannt hast, hab ich bei Wikipedia "Übertragung (Psychologie)" gefunden..so einfach kann es gehen.
2. Was empfehlt ihr mir an Material und Autoren, wenn ich Näheres über die Auswirkungen der kindlichen Prägung auf das spätere Leben haben will? Die Grundformen der Angst von Fritz Riemann. Sehr wichtiges Werk.
Guck ich mir gleich mal an.
3. Haltet ihr die Aussage für richtig? Angenommen, dass man sich auch mit 25 für "nicht liebenswert" hält, sucht man dann ein Abbild seiner Eltern? Ist möglich. Es gibt Experten, die zwischen verschiedenen Arten von Liebe unterscheiden. Der Fachbegriff für dieses Verhalten wäre übrigens Übertragungsliebe. Hierbei sucht man im Prinzip einen Partner, der dem gegengeschlechtlichen Elternteil gleicht. Tatsächlich hat man in Studien festgestellt, dass die Gesichtssymmetrien des gegengeschlechtlichen Elternteils sehr häuftig denen des Partners gleichen. Scheint so eine Art nicht ganz ausgeheilter Ödipus-Komplex oder so zu sein :)
Auf Gesichter würde ich dabei jetzt nicht soooooooo viel geben.
Meistens wissen das die Leute selber aber gar nicht. Um sowas auszumessen und zu analysieren, brauchts erstmal nen Computer. Das ist allerdings nur eine Form der Liebe, die man bisher festgestellt hat. C.G.Jung kennt noch die Anima-Liebe, wobei mehr das Unbewusste und die verdrängten gegengengeschlechtlichen Eigenschaften der Personen eine Rolle spielen, wenn ich mich an das Ganze richtig erinnere.

Es ist allerdings wichtig zu erwähnen, dass du mit solchen Theorien bestimmt nie 100%ige Wahrheit erhälst. Es gibt sehr viele verschiedene Ansätze und Denkmodelle in der Psychologie und viele haben in manchen Situationen Erfolge gezeigt, in anderen nicht. Und die meisten werden irgendwie richtig sein, können aber dennoch nicht alles erklären und vernachlässigen wichtige Aspekte, denen sich dann widerum eine andere Theorie widmet.

Jo danke, das war mir schon bewusst.
4. Wie verhält sich das, wenn der Vater sau böse war und die Mutter voll lieb? Ist dann wichtig, was von beidem man als präsenter empfunden hat? Oder sucht man sich nen Partner, der ne Mischung aus beidem beschert, und also nach dem Verprügeln streichelt und küsst? Das gegengeschlechtliche Elternteil... Hab das Buch zwar nicht gelesen, aber alles Andere würde aus Sicht der Tiefenpsychologie keinen Sinn ergeben. Und du hast da ja anscheinend ein tiefenpsychologisches Werk gelesen.
Das Buch ist so ziemlich alles, auch biologisch und soziologisch und so weiter.

Deine Antwort klingt zwar einleuchtend, aber wie es ist das mit nem Mädchen, das mit 22 feststellt, dass es lesbisch ist? Hat es dann vorher Männer gesucht, die wie die Mutter oder wie der Vater sind? Und sucht es jetzt Frauen, die wie Mutter oder Vater sind?

Ich hab leider keine Ahnung von der psychologischen Sicht auf Homo- oder auch gerne Bisexualität.

5. Wenn wir Dinge wie Aggression klar als negativ brandmarken als Kind, wieso werden nicht nur die positiven Merkmale erotisch? Generell ließe sich ja dann sagen, ALLE Merkmale der Kindheit werden wiederholt werden, und die Belegung mit Werten ja dann sinnfrei ist, weil man scheinbar eh keine Konsequenzen daraus zieht. Es sind doch die Eigenschaften einer Person, die sich als positive oder negative Merkmale äussern, oder? Und das Kind sucht den später einen Partner mit den gleichen Eigenschaften, egal, wie diese sich äussern. Zumindest habe ich das in deinem Beitrag so irgendwie verstanden, ganz sicher bin ich mir nicht.
Ja genau, aber dann ist es doch nutzlos, das als negativ zu werten, wenn wir es dann trotzdem suchen.

@Gazelle: Dein Buch ist komisch...die alten Versionen sind vergriffen, die neueste ist von Oktober 2007 und laut Amazon "noch nicht erschienen".

Danke an euch beide.

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Zu 5. hab ich folgendes gefunden:

Man unterscheidet generell zwischen positiver und negativer Übertragung. Bei der positiven Übertragung werden positive Anteile früherer Beziehungen (Liebe, Zuneigung, Vertrauen) übertragen, bei der negativen Übertragung negative Anteile (Hass, Abneigung, Wut, Misstrauen). Dabei ist zu beachten, dass meist beide Pole vorhanden sind, nur dass jeweils eine Art der Übertragung im Vordergrund, der andere, unbewusste Gegenpart im Hintergrund steht. Dies tritt jeweils in kleinen Teilen hervor, etwa in sarkastischen oder ironischen Äußerungen, in Fehlleistungen, oder in negativen Äußerungen über eine (nicht anwesende dritte) Person, die man nicht mag.

http://de.wikipedia.org/wiki/%C3%9Cbertragung_(Psychologie)

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3. Haltet ihr die Aussage für richtig? Angenommen, dass man sich auch mit 25 für "nicht liebenswert" hält, sucht man dann ein Abbild seiner Eltern?

Dieses Phänomen, in den eigenen Liebesbeziehungen die negativen Muster aus der Herkunftsfamilie zu wiederholen

ist z. B. auch beschrieben in:

"Wenn Frauen zu sehr lieben: Die heimliche Sucht, gebraucht zu werden" von Robin Norwood

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Danke.

Mal noch n Gedanke:

Wenn man jetzt direkt mal ohne Vater aufwächst als Mädchen, weil sich der Typ während der Schwangerschaft ausm Staub macht wie Sandstürme...dann erfährt sie ja nie Liebe von ihrem Vater, weil der Kontakt ja quasi Null ist.

Theoretisch können die ja dann gar nicht mehr glücklich werden, weil die sich immer Partner suchen, von denen sie keine Liebe erfahren.

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Ich glaube, man muss mehr dazu sagen.

1. Hab ich 5 bzw. 6 Fragen gestellt und

2. versteh ich nicht, was du aussagen willst.

Erläuterung wäre cool.

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Ich glaube, man muss mehr dazu sagen.

1. Hab ich 5 bzw. 6 Fragen gestellt und

2. versteh ich nicht, was du aussagen willst.

Erläuterung wäre cool.

Wieso Spatzen mit Kanonen bewerfen ?

Weil es einfacher ist ?? Alles hat seinen Preis mein Freund.

Der Preis wäre zu hoch. Wieso unnötige Zeit investieren ==??

Wieso alles genau wissen müssen ? Warum ?

Ist es Neugier ?

Ist es die Suche nach der Lösung ? Welche Lösung ?

Ist es nicht immer dasselbe, dieses Loch in einem was man versucht

zu Füllen aber es öffnet sich immer wieder ? ?

Erkenne dein Problem.

Achtsamkeit. Gib im Google einfach: Definition Achtsamkeit ein.

Schau dir an was da steht. Lass deiner Kreativität freien lauf. Denk darüber nach.

Schauen was dir dazu einfällt.

Was ist es ? Was erkennst du ? Was siehst du ? Was spürst du ?

Achtsamkeit fürs erkennen abgeschlossen.

Schritt 2

Was willst du ?

Meistens etwas unterlassen. Das ist jedesmal der Falsche weg.

Ich kann versuchen zu helfen. WAS WILLST DU ?

Dann können wir schauen, wie wir es verändern. Wenn es sein muss auch

mit Methoden die das eigene Mindset austricksen.

Ich bin davon ausgegangen das du Muster aus deiner Kindheit verändern willst.

Wenn du dies aus eigener Hand machen willst schau dich in der Bücherei über Psychotherapie um statt dir Psychiologisches Wissen anzueignen.

Das ist das Gleiche wie wenn du dir Theorie reinziehst aber nicht erkennst das Theory und die Umsetzung der Theory der Theory in die Realität der Realität etwas unterschiedliches ist.

Es ist etwas kompliziert erklärt sorry. Schriftliche Erklärungen sind nicht meine größte Stärke.

bearbeitet von Cengis2ka

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Meine Oma hat mal folgendes zu mir gesagt:"Kind, wenn du mal einen Mann kennen lernst, dann sieh dir an, wie seine Eltern miteinander umgehen und du wirst sehen, wie er mit dir umgeht!"

Ich muss sagen, dass sie recht hatte! Da sind schon Parallelen zu erkennen!

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Ich will keine Muster aus der Kindheit an mir verändern, jedenfalls ist das nicht die Basis für diesen Thread.

Ich will mir Wissen diesbezüglich aneignen, weil es mich interessiert, und durch das eine Buch sind bei mir ein paar Fragen offen geblieben, die ich beantwortet haben wollte, von Usern oder durch von Usern empfohlene Lektüre ;)

Und dass der Wissensdurst nie gestillt wird und sich "das Loch immer neu öffnet" ist doch ne tolle Sache, so stagniert man nie, sondern lernt bis ans Ende dazu.

@Studentin: "Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm", um mal noch ne Weisheit da mit einzureihen ;)

@Dog: Check ich mal die Tage, danke.

bearbeitet von Colossus

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Und dass der Wissensdurst nie gestillt wird und sich "das Loch immer neu öffnet" ist doch ne tolle Sache, so stagniert man nie, sondern lernt bis ans Ende dazu.

Ja, da stimme ich dir total zu. In diesem Fall ist dieses System sehr nützlich.

Es erfüllt total seinen Zweck und ist willkommen.

:-D

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Gast Der Psi-Doktor
Meine Oma hat mal folgendes zu mir gesagt:"Kind, wenn du mal einen Mann kennen lernst, dann sieh dir an, wie seine Eltern miteinander umgehen und du wirst sehen, wie er mit dir umgeht!"

Ich muss sagen, dass sie recht hatte! Da sind schon Parallelen zu erkennen!

Oh jee, das wäre bei mir aber schlimm ;)

Ist zum Glück nicht wirklich so, aber ok, ich bin auch eher ein atypischer Vertreter dieser Familie hier.

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Meine Buchempfehlungen zu diesem Thema sind:

Die Transaktionsanalyse: Eine Einführung, Ian Stewart, Vann Joines

Herder, ISBN 3451055236

Spiele der Erwachsenen: Psychologie der menschlichen Beziehungen, Eric Berne

Rowohlt, ISBN 3499613506

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ich weiß nicht, warum ihr hier alle so auf psychoanalyse/tiefenpsychologie scharf seid, ich würd dir statt dessen empfehlen, dich mit der bindungstheorie und john bolwby und marie ainsworth auseinander zu setzen...empirisch zumindest fundierter

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Gast Der Psi-Doktor
ich weiß nicht, warum ihr hier alle so auf psychoanalyse/tiefenpsychologie scharf seid

Ist halt das populärste. Meiner Meinung nach aber komplett für'n Arsch :-D

Ist halt lustig usw, aber ansonsten bringt die irgendwie nichts, wie ich finde. Therapien damit dauern Jahre, wo andere das in einer Stunde hinbekommen. Ich frage mich immer, warum das eine von drei therapeutischen Richtungen ist, die von der Krankenkasse übernommen werden, wo es weit bessere gibt.

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Ursprünglich hat der Thread auch keine Therapie im Sinn, sondern lediglich Neugier. :-D

Vielleicht stammt das Wissen zur Beantwortung tatsächlich aus diesen Bereichen, aber nur weil die Therapien dazu in euren Augen nicht sonderlich effektiv sind, können ja die Grundannahmen dennoch stimmen.

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Ursprünglich hat der Thread auch keine Therapie im Sinn, sondern lediglich Neugier. :-D

Vielleicht stammt das Wissen zur Beantwortung tatsächlich aus diesen Bereichen, aber nur weil die Therapien dazu in euren Augen nicht sonderlich effektiv sind, können ja die Grundannahmen dennoch stimmen.

tun sie leider aber nicht, wie gesagt, das meiste ist empirisch so ziemlich widerlegt...ich würde statt dessen sagen, vielleicht taugt die therapie eher als die theorie...und unter psychologen ist tiefenpsychologie so ziemlich verpönt, das praktizieren meist mediziner...von daher, wenn du eine psychologisch anerkannte theorie willst, versuch's mal mit der bindungstheorie, ich denk mal, da wirst du auf vieles antworten finden-ohne den ganzen ödipalen hokuspokus.

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Gast D_perfect
ich weiß nicht, warum ihr hier alle so auf psychoanalyse/tiefenpsychologie scharf seid

Ist halt lustig usw, aber ansonsten bringt die irgendwie nichts, wie ich finde. Therapien damit dauern Jahre, wo andere das in einer Stunde hinbekommen.

Es gibt eine Therapie, die viele Jahre falsche Selbst- und Fremdwahrnehmung in einer Stunde hinbiegt? Is klar, oder...du willst jetzt aber nicht auf NLP oder EFT hinaus?!

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Gast salomons_katze

Dass das ganze tiefenpsychologische Zeugs längst widerlegt ist, stimmt schon. Und die Therapien sind in der Tat viel zu zeitaufwändig. Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach C. Rogers beispielsweise soll weniger Zeit in Anspruch nehmen und wesentlich weniger lange dauern und Verhaltenstherapien sind empirisch bestätigt. Dauert aber länger als ne Stunde.

Riemann lesen ist allerdings empfehlenswert, wirklich.

bearbeitet von salomons_katze

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Dass das ganze tiefenpsychologische Zeugs längst widerlegt ist, stimmt schon. Und die Therapien sind in der Tat viel zu zeitaufwändig. Die klientenzentrierte Gesprächstherapie nach C. Rogers beispielsweise soll weniger Zeit in Anspruch nehmen und wesentlich weniger lange dauern und Verhaltenstherapien sind empirisch bestätigt. Dauert aber länger als ne Stunde.

Riemann lesen ist allerdings empfehlenswert, wirklich.

naja gut, tiefenpsychologische und psychodynamische therapien sind auch empirisch bestätigt, genau wie die anderen richtlinienverfahren und keines soll empirisch zumindest schlechter sein...da kommts dann auch auf das störungsbild an...so pauschal kann man das nicht sagen und auch wenn ich kein fan von psychoanalyse bin, find ich das immer recht harsch, wie psychologen das verdammen...ich find, so lang es seine wirksamkeit hat ind der therapie, ist es durchaus berechtigt...allerdings muss man ja auch sagen, dass die therapien längst nicht mehr mit den uralt-ansätzen von freud und jung hantieren,sondern doch ein bisschen modernisiert wurden und auch einige umweltbedingte aspekte einfließen lassen...und deswegen bin ich auch der meinung, dass die alten theorien- im gegensatz zur therapie- wahrlcih unzeitgemäß sind.

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Gast Der Psi-Doktor
Super, dann können wir ja das Thema wieder beachten jetzt. good.gif

Gerne ;) .. muss nur auch noch meinen abschließenden Senf dazugeben :D

Es gibt eine Therapie, die viele Jahre falsche Selbst- und Fremdwahrnehmung in einer Stunde hinbiegt? Is klar, oder...du willst jetzt aber nicht auf NLP oder EFT hinaus?!

Nee, gar nicht, also mit NLP kenne ich mich persönlich nicht sonderlich aus, ich glaube, das hat sogar nichtmal so 'ne große Wichtigkeit, da ich innerhalb des Studiums noch nie davon gehört habe bisher. Ich meine eher zB die von Salomons Katze erwähnte Gesprächstherapie, die geht weit schneller und solche kleineren Verhaltensmacken wie zB Phobien und ähnliches können teilweise ernsthaft in kürzester Zeit per Verhaltenstherapie gerichtet werden.

Ich weiß gar nicht, in welchen Bereichen Psychoanalyse noch Vorteile bietet, ich glaube es gibt keinen mehr. Dennoch is es halt immer sehr unterhaltsam den Kram zu lesen, um seinen Horizont zu erweitern. Für jemanden, der psychologisch interessiert ist, is das natürlich empfehlenswert.

naja gut, tiefenpsychologische und psychodynamische therapien sind auch empirisch bestätigt, genau wie die anderen richtlinienverfahren und keines soll empirisch zumindest schlechter sein

Das stimmt, nur frag ich mich, warum die Psychoanalyse da eine von dreien ist, die "durchgekommen" sind und andere nicht. Aber ok, das ist auch nur in Deutschland so, Österreich und Schweiz haben das da etwas anders geregelt.

So und jetzt meinetwegen Back to Topic :D

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Gast
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