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Liebe Freunde,

ich möchte in diesem Artikel eine Möglichkeit zur Entwicklung der eigenen Persönlichkeit sowie des Inner Games vorstellen.

Es handelt sich um die Vipassana - Mediation: http://de.wikipedia.org/wiki/Vipassana

Wichtig:

Diese Form der Entwicklung muss nicht für jeden Funktionieren. Probiert es einfach aus und berichtet von eueren Erfahrungen. Vielleicht funktionieren für euch andere Wege besser als die Vipassana-Meditation.

Die Vipassana-Mediation ist eine Achtsamkeitsmediation. Das heisst man fokussiert einen bestimmten Teil von sich selbst oder der Außenwelt. In diesem Artikel wird eine sehr einfach e Form der Vipassana - Meditation gelehrt.

Vorbereitungen:

Sorge zuerst für eine ruhige und warme Umgebung, in der du dich wohlfühlst. Sorge auch dafür dass du nicht gestört wirst (von deiner Mutti, Postbote, LTR oder wem auch immer)

Setze dich aufrecht hin, zum Beispiel im Schneidersitz. Es ist sehr wichtig dass du frei atmen kannst. Deine Knie sollten leicht nach unten zeigen, es ist zu empfehlen dass du dich mit dem Boppes auf ein Kissen setzt.

Es ist eigentlich egal in welchem State du diese Übung praktizierst. Wichtig ist dass du nicht gerade vom Sport kommst, da der Atem bei diesr Übung ruhig und von selbst flißen soll.

Anschließend schließt du die Augen, die Hände legst du auf deine Knie. Achte darauf dass der Rücken gerade ist und dass du keinen Buckel machst. Du kannst jetzt frei atmen.

Jetzt kommt der Hauptteil der Übung:

Achte auf deinen Atem. Spüre wie er durch deine Nase in den Körper einfließt und sich in deinem Bauch und in deiner Brust ausbreitet. Spüre wie er den Rachen kühlt.

Am Anfang wirst du dir ziemlich bescheuert vorkommen. Nach etwas Zeit ist man innerlich ruhiger und entspannter, es ist etwa das Gefühl wie Morgens direkt nach dem Aufstehen oder Abends kurz vor dem einschlafen. (Übrigens: Messungen an den Hirnwellen von sehr erfahrenen Mediationsfreunden, wie zum Beispiel buddhistische Mönche, haben ergeben dass sich unser Gehirn während der Mediation wie im Schlaf verhält. Nur mit dem Unterschied dass man wach ist, seine Umgebung wahrnehmen kann wenn man will und diesen Zustand vollständig und bewusst steuern kann. Deshalb wirst du nach der Mediation manchmal ein Gefühl haben als wärst du gerade Aufgestanden.)

Um die Aufmerksamkeit deines Geistes bei deinem Atem zu halten kannst du deine Atemzüge zählen bis 10. Wenn du bei 10 bist oder dich verzählt hast fange neu an.

Deine Aufmerksamkeit muss im hier und jetzt sein. Spüre wie sich dein Körper anfühlt. Wenn du an andere Sachen denken musst (anfangs ist das noch normal, du solltest deine Aufmerksamkeit aber bei deinem Atem halten!) dann mache dir den Gedanken kurz bewusst und lass ihn dann los. Kehre mit deiner Aufmerksamkeit zu deinem Atem zurück: Ist er kurz, lang, erschöpft oder schnell? weich und entspannt?

Spüre deinen Atem aber versuche nicht in zu steuern oder ihn zu verändern. Mache dir deinen Atem einfach bewusst. Mehr nicht.

Nach ein paar Minuten wirst du ziemlich zurückgezogen sein und dich "in deinem Körper" fühlen (tut mir leid für die Formulierung, es kann euch dann passieren dass ihr plötzlich wieder die Kleider auf eurer Haut spürt was man ja sonst nicht merkt)

Der Atem atmet sich selbst, er muss einen eigenen Rythmus haben. Schaue ihm einfach dabei zu und konzentriere dich auf ihn. Verliere dich nicht in Träumen, Planen oder anderen Gedanken.

Schluss:

Nach 10-20 Minuten (Anfänger, Profis machen sogar mehrstündige Mediationen) solltest du die Mediation beenden. Kehre dazu wieder nach "außen" zurück: Achte nicht mehr so stark auf deinen Atem sondern mehr auf deine Umgebung, die Geräusche, den Geruch der dich umgibt.

Wenn du bereit dazu bist, öffne die Augen. Wilkommen zurück

Wie ich mich danach fühle:

- entspannt

- SEHR ruhig und gelassen

- total selbstbewusst, ich habe das Gefühl ich kann so viele Probleme einfach lösen

- starkes Selbstvertrauen und innere Ruhe (leider schwächt sich das wieder ab, aber ein Teil bleibt)

- meine Ansprech Angst wird sehr schwach und klein

- ich komme mir vor wie nach dem Aufwachen, bin aber nicht müde und kann mich sehr gut konzentrieren

Fragen beantworte ich gerne.

TheClassic

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Hallo,

das ganze kann man auch kostenlos in einem Kurs lernen. 10 tage lang unter schweigen, dann hat man die Technik drauf und kann alleine weiter machen.

Ich habe so einen Kurs in Triebel gemacht. Hat mir ein gutes Handwerkszeug gegeben:

http://www.dvara.dhamma.org/index.php?id=243&L=1

Eine gute Erfahrung für jeden der sich mal Hardcore selbst begegnen möchte.

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Hallo,

das ganze kann man auch kostenlos in einem Kurs lernen. 10 tage lang unter schweigen, dann hat man die Technik drauf und kann alleine weiter machen.

Ich habe so einen Kurs in Triebel gemacht. Hat mir ein gutes Handwerkszeug gegeben:

http://www.dvara.dhamma.org/index.php?id=243&L=1

Eine gute Erfahrung für jeden der sich mal Hardcore selbst begegnen möchte.

Habe auch schon einiges davon gehört und mich mal angemeldet vom 15.11. - 26.11.2011, sofern nichts gravierendes dazwischenkommt,

werde ich mir dort mal die volle Ladung geben. Obwohl es dort dann unter anderem auch 10 Tage lang KEINEN Sex gibt, haben die dort

generell eine lange Warteliste !

Das Programm dort gehört ebenso wie Meditation zu den tieferen Dingen des Lebens, welche man zumindest mal ,,erlebt,, haben sollte, auch als PUA !!

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Die Rahmenbedingungen dort (in Triebel) sind super zum meditieren, macht auch einigen Spaß.

Allerdings gibt es Pflichtvorträge, die fand ich überhaupt nicht gut. Kamen afair Suggestionen vor u.a. in Richtung 'Geld geben' und das man ja verrückt/wahnsinnig sei und diese Meditation nur einen davon abbringen könne.

Ich habe dann nach einigen Tagen abgebrochen, da ich da noch die Verantwortung für jemanden gehabt habe, dem ich das empfohlen hatte. Der Guru hat dann einen riesigen Aufstand gemacht, hat sich ziemlich aufgeregt, dass wir die Regeln gebrochen hätten (logischerweise mussten wir miteinander reden um zu besprechen was wir machen. Um der Frau bescheid zu sagen ging ich sehr diskret bei der morgendlichen Meditation zu ihr auf die Frauenseite, ohne dass das sonst jemand groß mitbekommen hätte). Der wollte uns (insgesamt waren wir drei) dann noch belabern zu bleiben, ich war wie immer um 4Uhr aufgestanden und hatte die Nacht wach gelegen, ich bin dann recht anstrengend geworden, aber das der Ober-Meditationslehrer dann einen auf beleidigt, dominant und leicht aggressiv macht hat mich dann doch gewundert.

Am Ende war der froh, dass wir endlich weg waren :D.

In den Vorträgen wird auch behauptet, dass es gefährlich sei wenn man abbricht. Das kann ich für die ersten Tage nicht bestätigen. Aber da wird auch irgendwas über Abbrecher gesagt, dass sie schwach seien o.ä. (daran erinnere ich mich nicht genau).

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Die Rahmenbedingungen dort (in Triebel) sind super zum meditieren, macht auch einigen Spaß.

Allerdings gibt es Pflichtvorträge, die fand ich überhaupt nicht gut. Kamen afair Suggestionen vor u.a. in Richtung 'Geld geben' und das man ja verrückt/wahnsinnig sei und diese Meditation nur einen davon abbringen könne.

Ich habe dann nach einigen Tagen abgebrochen, da ich da noch die Verantwortung für jemanden gehabt habe, dem ich das empfohlen hatte. Der Guru hat dann einen riesigen Aufstand gemacht, hat sich ziemlich aufgeregt, dass wir die Regeln gebrochen hätten (logischerweise mussten wir miteinander reden um zu besprechen was wir machen. Um der Frau bescheid zu sagen ging ich sehr diskret bei der morgendlichen Meditation zu ihr auf die Frauenseite, ohne dass das sonst jemand groß mitbekommen hätte). Der wollte uns (insgesamt waren wir drei) dann noch belabern zu bleiben, ich war wie immer um 4Uhr aufgestanden und hatte die Nacht wach gelegen, ich bin dann recht anstrengend geworden, aber das der Ober-Meditationslehrer dann einen auf beleidigt, dominant und leicht aggressiv macht hat mich dann doch gewundert.

Am Ende war der froh, dass wir endlich weg waren :D.

In den Vorträgen wird auch behauptet, dass es gefährlich sei wenn man abbricht. Das kann ich für die ersten Tage nicht bestätigen. Aber da wird auch irgendwas über Abbrecher gesagt, dass sie schwach seien o.ä. (daran erinnere ich mich nicht genau).

Hört sich ja nicht gerade empfehlenswert an... B-)

Ich freue mich immer über neue Entspannungstechniken. Krieg nur immer das Kotzen wenns dann plötzlich ins religiöse/esoterische geht (Ist auch das, was mich an vielen Kampfsportarten stört. Teilweise gehts in den Vereinen ab wie in Sekten, was ich da schon so von Bekannten gehört hab).

Welche Meditationsformen gibt es denn, wo das Ziel einfach nur ist, dass es einem danach besser geht und wo man nicht gleich ein ganzes Weltbild übernehmen muss?

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das der Ober-Meditationslehrer dann einen auf beleidigt, dominant und leicht aggressiv macht hat mich dann doch gewundert.

Seine Mediation kann ja nicht viel bringen wenn sie bei ihm selbst nicht wirkt :-D *selfowned* gut dass du da austgestiegen bist. Ich frag mich auch warum man Männlein und Weiblein trennt...

Ich persönlich bin nicht religiös und glaube auch nicht an sowas wie ein "Nirwana" oder anderen Quatsch. Ich habe lange nach Möglichkeiten gesucht um "sich selbst" besser zu begegnen, leider hat Yoga u. ä. nicht funktioniert :mellow:

Der Atem ist die Verbindung zwischen Körper und Geist, deshalb wirkt diese Übung so entspannend.

Welche Meditationsformen gibt es denn, wo das Ziel einfach nur ist, dass es einem danach besser geht und wo man nicht gleich ein ganzes Weltbild übernehmen muss?

Da gibt es noch andere Techniken, die über die des Atems hinausgehen: Arbeiten mit Gefühlen, Emotionen und körperlichen Emfindundungen. Außerdem gibt es spezielle Mediationen für ein bessere Charismatische Ausstrahlung.

Mein "Mediationslehrer" (sofern es einen gibt?!) ist Jack Kornfield. In seinem Programm "Mediation für Anfänger" hat er mir die Grundlagen vermittelt, und zwar dies ohne esoterischen SchnickSchnack oder ein göttliches Nirwana :-D

Falls Interesse besteht schreibe ich gerne Artikel über die oben genannten Themen.

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Die Rahmenbedingungen dort (in Triebel) sind super zum meditieren, macht auch einigen Spaß.

Allerdings gibt es Pflichtvorträge, die fand ich überhaupt nicht gut. Kamen afair Suggestionen vor u.a. in Richtung 'Geld geben' und das man ja verrückt/wahnsinnig sei und diese Meditation nur einen davon abbringen könne.

Ich habe dann nach einigen Tagen abgebrochen, da ich da noch die Verantwortung für jemanden gehabt habe, dem ich das empfohlen hatte. Der Guru hat dann einen riesigen Aufstand gemacht, hat sich ziemlich aufgeregt, dass wir die Regeln gebrochen hätten (logischerweise mussten wir miteinander reden um zu besprechen was wir machen. Um der Frau bescheid zu sagen ging ich sehr diskret bei der morgendlichen Meditation zu ihr auf die Frauenseite, ohne dass das sonst jemand groß mitbekommen hätte). Der wollte uns (insgesamt waren wir drei) dann noch belabern zu bleiben, ich war wie immer um 4Uhr aufgestanden und hatte die Nacht wach gelegen, ich bin dann recht anstrengend geworden, aber das der Ober-Meditationslehrer dann einen auf beleidigt, dominant und leicht aggressiv macht hat mich dann doch gewundert.

Am Ende war der froh, dass wir endlich weg waren :D.

In den Vorträgen wird auch behauptet, dass es gefährlich sei wenn man abbricht. Das kann ich für die ersten Tage nicht bestätigen. Aber da wird auch irgendwas über Abbrecher gesagt, dass sie schwach seien o.ä. (daran erinnere ich mich nicht genau).

also nochmal zu Triebel, Frauen und Männer schlafen und meditieren "getrennt". Man schweigt völlig. Ich habe das ganze so erlebt, dass das dazu da ist, dass man sich nicht ablenkt, sich bespaßt, sondern viel mehr alleine auf sich selbst und die Technik konzentriert. Das ist herausfordernd und nicht ganz leicht, so lange Zeit mit "sich alleine zu sein", und sich Regeln unter zu ordnen. Wenn man dann noch Verantwortung für jemanden anderen übernommen hat, dann ist das natürlcih noch eine Zusatzbelastung, die das ganze noch mehr beschweren.

Es gibt abends Vorträge vom Band vom "Guru" der zur Technik und seiner Weltanschauung erzählt. Für mich war das aber nicht penetrant, vielmehr stand die Technik im Vordergrund.

Also ich habe es insgesamt nicht als so negativ erlebt, wer gehen wollte konnte ohne weiteres gehen, auch wenn empfohlen wurde den Kurs, der weiß Gott nicht leicht war, durch zu ziehen.

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Gast GameSocke

Hey TheClassic,

Jetzt weiß ich endlich, wie "meine Meditation" heißt ! ;-)

Ich habe das bereits vor einem halben Jahr etwa genauso lange praktiziert, aber irgendwann ist das dann einfach so "eingeschlafen", vor 2,3 Wochen fing ich wieder an.

Aber mir ist gleich aufgefallen, dass ich mich nicht vollständig fallen lassen kann, d.h. dass ich meine Gedanken nicht zur Ruhe bringen kann - sie nur kurzzeitig weg waren. Sie werden nur leicht in den Hintergrund gedrängt, kommen dann jedoch sofort wieder. Außerdem spüre ich hin und wieder ein beengendes Gefühl in meinem Kopf, ein Pulsieren, etwas das mich auch daran hindert mich fallen zu lassen. Körperlich spüre ich außerdem oft ein Kribbeln oder einen Druck an ein, zwei Stellen im Rücken.

Hast Du einen Tip, wie ich diese Probleme beheben kann, sodass ich für mich aus dem Meditieren mehr mitnehmen kann; denn so ist der Effekt spürbar gering.. :-o

PS: Ich mache vorher meist meine Krankengymnastikübungen, damit ich zur Ruhe kommen kann. Ich "schaffe" es leider meist nur 10 Minuten zu meditieren (wegen genannter Probleme)

LG :)

bearbeitet von GameSocke

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Welche Meditationsformen gibt es denn, wo das Ziel einfach nur ist, dass es einem danach besser geht und wo man nicht gleich ein ganzes Weltbild übernehmen muss?

Da gibt es noch andere Techniken, die über die des Atems hinausgehen: Arbeiten mit Gefühlen, Emotionen und körperlichen Emfindundungen. Außerdem gibt es spezielle Mediationen für ein bessere Charismatische Ausstrahlung.

Mein "Mediationslehrer" (sofern es einen gibt?!) ist Jack Kornfield. In seinem Programm "Mediation für Anfänger" hat er mir die Grundlagen vermittelt, und zwar dies ohne esoterischen SchnickSchnack oder ein göttliches Nirwana :-o

Falls Interesse besteht schreibe ich gerne Artikel über die oben genannten Themen.

Sehr gerne, wäre toll, wenn Du Dir die Mühe machst. Scheinst Dich ja einbischen auszukennen.

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Gast

Ich hole mal diesen uralten Thread aus der Versenkung, weil ich keinen neuen aufmachen möchte, der das gleiche Thema hat.

Ich werde dieses Jahr an einem 10-tägigen Vipassana-Retreat teilnehmen. Erfahrung mit dieser Meditationstechnik habe ich, allerdings gingen die Kurse immer max. 5 Tage.

Ein paar Fragen an diejenigen, die sich damit auskennen oder so einen Kurs schonmal gemacht haben. Vll gibt's ja noch ein paar aktive Pickupper, die sich damit beschäftigen, weil Inner Game und so.

1. Die Konzentration auf den Atem kenne ich, darum gings auch immer in meinen Kursen, ca bis Tag 4. Danach sind die Kurse meist geendet, ich hab also keine Vorstellung, was danach folgt. Was wären denn die nächsten Stufen, wozu wird man dann "angeleitet"?

2. Welche Erfahrungen, Einsichten usw. habt ihr aus diesen Retreats mitgenommen?

3. Wie integriert ihr diese in den Alltag? Inwiefern helfen/bereichern sie euch hier?

4. Kennt jmd. gute Literatur zu Vipassana? Ich möchte mich hier auch theoretisch noch etwas einlesen. Bitte kein YT usw., sondern Buchtipps.

 

Gerne auch per PN, falls zu persönlich. Danke 🙂

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1.
Da ändert sich nichts
2.
Jede mir bekannte Gefühlslage/Emotion tauchte auf.
Egal wie intensiv, keine bleibt und nichts davon bin wirklich ich.
3.
In allen möglichen Lebenssituationen sich an Punkt 2 zu erinnern.
4.
-

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Gast
vor 7 Minuten, Soulmate77 schrieb:

Jede mir bekannte Gefühlslage/Emotion tauchte auf.
Egal wie intensiv, keine bleibt und nichts davon bin wirklich ich.

Danke schonmal! Das Gefühl hatte ich in Ansätzen auch bei meinen Kursen, aber es war und ist schwer greifbar bzw in Worte zu fassen. Vielleicht kannst du dazu nochmal was sagen? Wie kamst du von dieser Wahrnehmung zu dieser Erkenntnis?

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vor 1 Minute, Barbara schrieb:

Danke schonmal! Das Gefühl hatte ich in Ansätzen auch bei meinen Kursen, aber es war und ist schwer greifbar bzw in Worte zu fassen. Vielleicht kannst du dazu nochmal was sagen? Wie kamst du von dieser Wahrnehmung zu dieser Erkenntnis?

Für so ein komplexes Thema, wenn man es verbalisieren muss, habe ich leider gerade wenig Zeit, aber ich versuche es in einfachen Worten.

Du bist der Zeuge von allem was in deinem Bewusstsein entsteht, jegliche Bewertung, Anhaftung bist nicht wirklich Du, sondern das oft heraufbeschworene Ego.

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Gast
Am 6.3.2019 um 16:25 , Barbara schrieb:

1. Die Konzentration auf den Atem kenne ich, darum gings auch immer in meinen Kursen, ca bis Tag 4. Danach sind die Kurse meist geendet, ich hab also keine Vorstellung, was danach folgt. Was wären denn die nächsten Stufen, wozu wird man dann "angeleitet"?

Das kommt sicherlich etwas auf die Schule an, bei der Du den Kurs machst. Meiner Erfahrung nach geht es prinzipiell, von kleineren Variationen abgesehen, so weiter. Deine Konzentration steigt zusammen mit Deiner Achtsamkeit. Die Technik ist - sofern Du nichts grundlegend falsch machst - bei den längeren Kursen weniger entscheidend als die Zeit, die es Dir leichter erlaubt ein gewisses Maß an Achtsamkeit aufzubauen.
Entsprechend gilt, dass ein Retreat die Möglichkeit gibt, lange und intensiv zu praktizieren. Wenn es keinen festen Plan und keine festen Lehrgespräche bei Deinem Kurs gibt, dann mach Dir selbst einen. In meinen Augen sind 10 Stunden Meditation am Tag ein absolutes Minimum. Es sollte eher in Richtung 12h+ gehen. Abwechselnd Geh- und Sitzmeditation. Die Pausen nicht zu ausgedehnt gestalten. Aber das gilt nur für mich. An sich solltest Du auch darauf achten, dass Du Dich nicht übernimmst (stell Dir die Saite eines Instruments vor, die angemessen gespannt sein muss, um Töne zu erzeugen. Zu lasch bringt nichts; zu stark und sie reißt). Da solch eine intensive Praxis auch körperlich seinen Tribut zollt, empfehle ich ein wenig behutsam mit Knien und Rücken umzugehen. Je nach Deinen körperlichen Voraussetzungen, würde ich für entsprechende Kissen etc. sorgen. Ein gewisser Schmerz wird aber fast unvermeidlich (und kann auch sehr lehrreich) sein.

 

Am 6.3.2019 um 16:25 , Barbara schrieb:

2. Welche Erfahrungen, Einsichten usw. habt ihr aus diesen Retreats mitgenommen?

Das ist sehr persönlich und ich würde mich nicht zu sehr spoilern lassen. Insbesondere da auch schnell Frust aufkommen kann, wenn man selbst nicht die gleichen Zustände erlebt. Wenn Du eine gute Freundin oder einen guten Freund hast, der das gleiche macht kann man sich natürlich darüber austauschen. Aber hier im Forum halte ich das für weniger gut, viel zu viele Spinner die gar nicht wissen wovon sie reden und völlig verzerrte Erwartungen kreieren.

 

Am 6.3.2019 um 16:25 , Barbara schrieb:

3. Wie integriert ihr diese in den Alltag? Inwiefern helfen/bereichern sie euch hier?

Das ist eine wichtige Frage. Prinzipiell denke ich, dass es fast nicht möglich ist, das gleiche Maß an Achtsamkeit und Konzentration aus einem Retreat mitzunehmen. Und bei der beruflichen Situation der meisten ist es auch fraglich, wie zweckdienend das wäre. Entsprechend würde ich den Schwung, den solch ein Retreat in der Regel mit sich bringt so lange wie es geht nutzen. Sprich Deine (tägliche?) Meditationsdauer direkt auf ein alltagstaugliches Maß anheben (meiner Erfahrung nach zwischen 30 und 120min; je mehr desto besser). Es gibt Lehrer, die ein Alltagsretreat anbieten. Dass kann der Motivation zusätzlich von Nutzen sein. Ansonsten kannst Du antizipieren, welche Probleme bei der Alltagsmeditation aufkommen und entsprechende Maßnahmen angehen. Zum Beispiel direkt morgens nach dem aufstehen/ nach dem Kaffee meditieren o. ä..
Schaffst Du es Deine Alltagspraxis hochzuhalten und auch noch nebenbei, wann immer Du daran denkst, achtsam zu sein, hast Du für das nächste Retreat zumindest schonmal einen Startvorteil und sparst Dir die ersten Tage des "reinkommens".

 

Am 6.3.2019 um 16:25 , Barbara schrieb:

4. Kennt jmd. gute Literatur zu Vipassana? Ich möchte mich hier auch theoretisch noch etwas einlesen. Bitte kein YT usw., sondern Buchtipps.

Vor dem Retreat würde ich nicht allzu viel lesen. Das schürt Erwartungen und man sucht nach Dingen, die im Moment vielleicht gar nicht da sind; redet sich Erkenntnisse ein, die man man nicht hat; vergisst bei der ganzen Suche vielleicht sogar die Achtsamkeit. 
Des Weiteren gibt es zig Schulen, von denen sicherlich viele nach Rom führen. Es bedarf hier zunächst wenig Theorie. Für die hat man später noch genügend Zeit.

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Am 6.3.2019 um 16:25 , Barbara schrieb:

1. Die Konzentration auf den Atem kenne ich, darum gings auch immer in meinen Kursen, ca bis Tag 4. Danach sind die Kurse meist geendet, ich hab also keine Vorstellung, was danach folgt. Was wären denn die nächsten Stufen, wozu wird man dann "angeleitet"?

Gibt 2 Arten zu meditieren

1/ EINE Sache denken, oder
0/ NICHTS denken.

Atem zählen/beobachten ist typisch Technik für 1/. Andere wären Konzentration auf den Dantian, Sutra Rezitation (Lautmeditation) oder auch Extremsport (wenn ich nicht dabei bin = Unfall/tot). Ich find 0/ fürs Sitzen passender für mich, aber fällt offenbar Vielen schwer.

Laß dir nix von anderen Teilnehmern erzählen. Die möchten alle, daß irgendwas Weltbewegendes passiert, naja und dann kriegen sie halt ihre ultrawichtige Hallu. Darum gehts nicht.

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Ich empfehle jedem der srs Vipassana üben will folgendes Buch: Handbuch Meditation

Der Autor ist versierter Buddhist und zudem Neurowissenschaftler. In dem Buch beschreibt er verständlich Schritt für Schritt wie man Shamadha (konzentration) entwickelt und daraus folgend einen auf die Jhanas und anschließend Vipassana (Einsicht) vorbereitet. Zudem werden in dem Buch auch die Geistesmodelle verständlich beschrieben damit man versteht was da eigentlich grad abgeht wenn man Fortschritte macht. Zudem gibt es auch auf Reddit eine stetig wachsende Community die uns praktizierende als Sangha dient. r/TheMindIlluminated

Ich meditieren seit ca. 1 1/2 Jahre regelmäßig und nach dem Handbuch seit ca 1/2 Jahre. Bin im Moment auf Stufe 6 von 10 und ich kann nur sagen, dass das Buch mein Leben ziemlich bereichert hat. Ich würde sagen, der Kauf war eine meiner besten Entscheidungen im Leben - hat mir bis jetzt mehr geholfen als jeder PickUp- und Persönlichkeitsratgeber. Testet es einfach mal aus. 😉

Zudem kann ich Metta Meditation nicht oft genug empfehlen. Wollte hier mal einen Thread diesbezüglich aufmachen samt Anleitung etc. konnte aber bisher keine Zeit finden. 

 

bearbeitet von MC-Brot
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Ich fand es nicht so geil. Also das Format an sich schon mit den 10 Tagen, früh morgens aufstehen, ganzen Tag meditieren etc.

Was ich nicht geil fand waren die Vorträge. War mir zu viel Framing in die Richtung "Gebt uns Geld / Geld ist doof"  und "unsere Methode ist die beste, die anderen sind nur oberflächlich". Und das während man natürlich extrem beeinflussbar ist.
Bin dann mit meinen Begleitern nach drei Tagen abgehauen, fand den Umgang von dem Typ/Guru damit auch nicht wirklich gut. Am Ende war der pissed (lol) und wir mussten 1 Stunde warten bis wir unsere Sachen wiederbekommen hatten - man muss ja alles abgeben inklusiver Autoschlüssel und Handy.

 

Werde wenn ich Gelegenheit habe lieber nach Plum Village gehen, da zahlt man vorab und da weiß ich auch eher in welcher gedanklichen Tradition das ist da ich von Thich Nhat Than mir schon einiges rein gezogen habe.

bearbeitet von zaotar

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vor 3 Stunden, zaotar schrieb:

Ich fand es nicht so geil. Also das Format an sich schon mit den 10 Tagen, früh morgens aufstehen, ganzen Tag meditieren etc.

Was ich nicht geil fand waren die Vorträge. War mir zu viel Framing in die Richtung "Gebt uns Geld / Geld ist doof"  und "unsere Methode ist die beste, die anderen sind nur oberflächlich". Und das während man natürlich extrem beeinflussbar ist.
Bin dann mit meinen Begleitern nach drei Tagen abgehauen, fand den Umgang von dem Typ/Guru damit auch nicht wirklich gut. Am Ende war der pissed (lol) und wir mussten 1 Stunde warten bis wir unsere Sachen wiederbekommen hatten - man muss ja alles abgeben inklusiver Autoschlüssel und Handy.

 

Werde wenn ich Gelegenheit habe lieber nach Plum Village gehen, da zahlt man vorab und da weiß ich auch eher in welcher gedanklichen Tradition das ist da ich von Thich Nhat Than mir schon einiges rein gezogen habe.

Ja da muss man aufpassen. Gibt halt leider auch im Buddhismus sektenartige Gruppen.

Was ich empfehlen kann ist das "Goenka Retreat". Persönlich noch nicht gemacht aber bis jetzt nur sehr gutes davon gehört. Plane auch demnächst ein Retreat zu besuchen in den Semesterferien.

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Das ganze ist teilweise verankert in Vipassana an sich, über die Original-Talks von Goenka die abgespielt werden (wurden sie jdfs bei mir und ist meines Wissens nach üblich).
Hier ein sachlich-kritischer Blick auf das ganze: http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=155
Da ist auch ein Erfahrungsbericht verlinkt: http://sekten-info-nrw.de/index.php?option=com_content&task=view&id=154&Itemid=46

Der Bericht ist sehr emotional geschrieben, aber abgesehen davon, dass die Frau deutlich emotionaler war (und länger mitgemacht hat) habe ich die selben Erfahrungen gemacht. Ich hatte mal einen anderen wie ich fand besseren Bericht gelesen, der das gleiche schildert im wesentlichen, ohne emotional so over-the-top zu sein, leider finde ich ihn gerade nicht.

bearbeitet von zaotar
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Gast

Habe etwas Erfahrung mit Vipassana nach Mahasi Sayadaw Methode. Wirken tut es schon, könnte mir vorstellen irgendwann ein längeres Retreat zu machen. So zehn Tage plus muss schon sein... mein Längstes war 5 Tage und da begann es erst, lustig zu werden.

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