28 Beiträge in diesem Thema

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Hallo Community,

 

für das nächste Jahr habe ich mir nun vorgenommen, in die Politik einzusteigen. Den Plan habe ich schon länger, doch kam es bisher nicht dazu (hole mein Abi nach, zwei Jahre Ausbildung, Versetzung pi pa po). Aber 2012 will ich endlich durchstarten.

 

Die Partei steht, bisher zumindest schon fest, ich will mich auf Landesebene etablieren und auch wirklich mit anpacken, also kein totes Mitglied sein und nur durch die eingezogenen Mitgliedsbeiträge daran erinnert werden, dass ich „politisch tätig“ bin.

 

Meine Frage an euch wäre, ob ihr mir bestimmte Literatur empfehlen könnt?

Ich dachte da an Dinge wie:

Reden halten

Schlüssig argumentieren

 

Aber auch politische Themen, evtl. mit einer Übersicht über volkswirtschaftliche Abläufe.

 

Da ich im öffentlichen Dienst tätig bin, kenne ich den Staatsaufbau, politischen Vorgänge, die Gesetzgebung und Wahlverfahren der BRD bestens. Darin bin ich also fit.

 

Ich freue mich auf Eure Antworten.

 

Grüße

 

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Denke es soll nebenberuflich geschehen? Mal eben so von 0 auf 100 durchstarten ist eher selten möglich, zumindest nach dem Abitur und ohne umfangreiches Wissen / Erfahrungen aus Studium / Beruf. Gibt halt immer viele, die sich schon lange engagieren. Kumpel von mir war mit 15 politisch aktiv, 17 Ratsherr, mit 18 Vorsitzender der Grünen (Beides in einem 20.000 Seelen Kaff, also auch nicht die Welt), jetzt Offizierslaufbahn und VWL Studium.

Das ist halt vom Prinzip her ein Lebenslauf zum Durchstarten in der Politik, vor allem weil er extrem gut argumentieren und Reden halten kann.

Will dir das jetzt auch nicht ausreden, wenn du bock drauf hast, zieh es durch! Nur ist durchstarten ohne Vorkentnisse aufgrund der in der Regel starken Konkurrenz oftmals schwierig.

Wenn du gut bist, kriegst du aber auch Schulungen. Die gehen von Stilberatung über Rhetorik bis hin zur VWL. Aber das gibt es natürlich nicht, ohne das jemand großes Potential in dir sieht.

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Danke Michael!

Da wird es wohl das Beste sein, auf Versnstaltungen zu gehen, reichlich Kontakte knüpfen und immer ein offenes Ohr haben.

Und die anwesenden Mitglieder werden mir sicherlich auch ein paar Tipps geben, bzgl. Literatur und der Grundlagen.

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Die schnellste Karriere kannst du in der Piratenpartei machen. Ein Bekannter von mir ist jetzt Abgeordneter und dauernd in den Medien zu sehen.

Ja, ich gebe zu, das ist nicht jedermanns Geschmack :-) Spart euch das Piraten-Bashing.

Ich vermute, man braucht vor allem soziale Kenntnisse - also wie man mit anderen Leuten klar kommt und seine Interessen durchsetzt.

Ich bin zwar nicht in der Politik, sondern eher auf Vereinsebene tätig, aber alleine die Silvesterparty mit einem siebenköpfien Leitungsgremium zu organisieren, das ist schon eine Herausforderung.

Rhetorik ist natürlich ebenfalls wichtig.

Ich würde auch die sozialen Überzeugungs-Techniken studieren, wie zum Beispiel "Einfluss - Warum und wie Menschen sich überzeugen lassen" von Cialdini.

Hier noch eine Ausgabe: LINK

Das ist so eine Art Pickup für das Leben mit sechs Grundtechniken:

- Gegenseitigkeit erzeugen durch Geben

- Etwas rar machen und so das Verlangen danach steigern

- Autorität demonstrieren

- Konsens (Leute tun gerne was alle machen)

- Verpflichtungsgefühle erzeugen

- Beharrungswünsche nutzen

- Sympathie erzeugen (und zwar durch: Gemeinsamkeiten, Lob, Kooperation).

Gruß

Robin

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Gast 11223344

Es heißt ja früher sind die Leute in die Politik gegangen weil sie Ideale hatten, heute gehen sie in die Politik um Karriere zu machen. Sehr wahr.

Eine Karriere als Politiker ist fast nicht planbar und kann daher nur eine mögliche Alternative sein WENN es einem ohnehin Spaß macht. Die Mehrheit wird bei Wind und Wetter Plakate kleben und nie angemessen -materiell- entlohnt werden.

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Um Karriere zu machen, ist Politik unddankbar. Auch wenn man immer auf die angeblich "karriere und machtgeilen Politiker" schimpft, sollte man nie vergessen, daß es in der freien Wirtschaft leichter und vor allem dankbarer ist, Karriere zu machen. Es geört eine Menge Idealismus dazu, um zu akzeptieren, daß politische Ziele nur mit großen Hindernissen und kleinsten Schritten erreicht werden müssen. Und wenn du dann mal erfolhgreich bist, wird dich der Großteil der Bevölkerung verabscheuen.

Ebenso ist es der falsche Ansatz, gleich an die obere Karriere zu denken, sondern erstmal für an der Basis für die Sache einzutreten und Engagement zu zeigen. Politische Fertigkeiten kommen dann von alleine, aber Karriere als Zielsetzung ist in der Politik, insbesondere als Einsteiger ein irreführender Ansatz.

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Und wenn man einfach ne neue Partei aufmacht?

Ich hab mir jetzt schon länger überlegt, daß es doch cool wär, es gäbe eine partei, in der alle sich online einloggen können und über alle themen abstimmen. Die politiker hätten dann keine eigene meinung mehr, sondern würden quasi nur noch die abstimmungsergebnisse überbringen.

Piratenpartei hat ja zb nen grandiosen aufstieg hingelegt. Jetzt fangen sie aber an sich ne "eigene meinung" zu bilden und fordern "kokain für alle" was jetzt natürlich dazu führt, daß sie wieder verkackt haben. Das wäre einer onlineabstimmungspartei nicht passiert so eine idee.

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Und wenn man einfach ne neue Partei aufmacht?

Ich hab mir jetzt schon länger überlegt, daß es doch cool wär, es gäbe eine partei, in der alle sich online einloggen können und über alle themen abstimmen. Die politiker hätten dann keine eigene meinung mehr, sondern würden quasi nur noch die abstimmungsergebnisse überbringen.

Piratenpartei hat ja zb nen grandiosen aufstieg hingelegt. Jetzt fangen sie aber an sich ne "eigene meinung" zu bilden und fordern "kokain für alle" was jetzt natürlich dazu führt, daß sie wieder verkackt haben. Das wäre einer onlineabstimmungspartei nicht passiert so eine idee.

Wow, grossartige Idee. Oh Moment. Genau DAS ist bei der PIratenpartei passiert, weil sie ja eine Mitglieder Online Abstimmung jedes mal machen.

Doof gelaufen, deine Kritik :D

Legalisierung aller Drogen macht auch Sinn, da geht es nicht um "Kokain für alle" sondern das Aushöhlen der Kartelle.

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Ich stimme Jon und Flying zu. Karriere in der Politik ist nicht planbar und es ist einiges an Idealismus nötig (und mMn sinnvoll). Dass du hier nach Literatur über politische Inhalte und VWL fragst, zeigt mir irgendwie ja auch, dass deine politische Meinung und deine Überzeugungen ja noch nicht so felsenfest sein können :P

Naja, egal, wenn du was über VWL lernen willst, dann hol dir das Standardwerk "Volkswirtschaftslehre" von Paul Samuelson, da steht enorm viel drin und es ist laaaaang.

Wenn dich aktuelle Zusammenhänge und Entwicklungen in der Welt interessieren, schadet auch nicht, den "Weltatlass der Globalisierung" von le monde diplomatique mal durchzublättern.

Ansonsten kann ich dir nur Literatur empfehlen, die meinem politischen Standpunkt entspricht und ich hab keine Ahnung, ob du das lesen willst. Das wären z.b. Joseph Stiglitz über Ökonomie oder Richard Wilkinson über Ungleichheit oder Amartya Sen über Gerechtigkeit oder Gosta Esping-Andersen über den Sozialstaat oder oder oder (nur um mal ganz wenige, aber sehr anerkannte Wissenschaftler, die aber alle eher links sind, zu nennen).

Aber einen guten Rat geb ich dir noch: Les dir "the science of muddling through" von Charles Lindblom durch und dann entscheide dich, ob du dir das wirklich antun willst.

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Was auch immer gut ankommt, wenn Du 'nen JuSos oder JuLis oder sonst was Ortsverein aufmachst und da binnen eines Jahres 'nen möglichst hohen Mitgliederzuwachs verzeichnen kannst. Damit sicherste Dir paar Minütchen auf 'nem größeren Landtesparteitag mit Andrea Nahles oder so.

Dann lässte Dich zum Kreisvorsitzenden wählen oder wirst erstmal Protokollführer und schlawinerst mit dem MdB des Kreises rum. Dann noch einige Grünkohlessen-, Grill-, Oktoberfest-Abende und man kennt Dich langsam in Kreisen, die interessant sind. Dann geht's auch nicht mehr so sehr um Fußgängerüberwege vor Grundschulen, die da unbedingt sein müssten oder das örtliche Jugendzentrum, wo irgendwelche Deppen eh nur Ja!-Cola saufen mit Wodka.

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Jo, den Punkt von itzi könnte man vlt noch etwas ausarbeiten: Es gibt 2 hauptalternativen: 1., in einer Partei Karriere machen, oder 2. über die verschiedenen Gremien karriere machen. Beim 2. Weg bleibt man aber gerne auch Kreis- oder Landesebene hängen und kommt nicht weiter.

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Jo, den Punkt von itzi könnte man vlt noch etwas ausarbeiten: Es gibt 2 hauptalternativen: 1., in einer Partei Karriere machen, oder 2. über die verschiedenen Gremien karriere machen. Beim 2. Weg bleibt man aber gerne auch Kreis- oder Landesebene hängen und kommt nicht weiter.

1 geht aber nur über 2. ;-) Ohne Hausmacht und Unterstützung geht gar nichts, und dafür braucht man schon ein paar Jahre...

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Wow, grossartige Idee. Oh Moment. Genau DAS ist bei der PIratenpartei passiert, weil sie ja eine Mitglieder Online Abstimmung jedes mal machen.

dann bringen die es schlecht rüber. In jedem 2. Interview das die Jungs von den Piraten bekommen sagen die entweder ihre persönliche Meinung oder daß sie noch nicht so weit sind. und wofür gibt es einen Parteitag, bei dem dann die hälfte (laut Presse) nach Hause geht weil die Meinungen so krass wären?

Und ich kann mir nicht vorstellen, daß mehr als 1% des Volkes dafür ist Drogen aller art frei verfügbar zu verkaufen zumal ja inzwischen ein Trend ist selbst das Rauchen in Gaststätten zu verbieten.

Denke es macht einen Unterschied ob man bestimmte ausgewählte Einzeltehmen intern abstimmt um eine bestimmte Tendenz rauszuhören nach der sich dann Politiker richten oder auch nicht oder ob man klar sagt "alles wird online entschieden" und diese Entscheidungen dann 1:1 weiterträgt. Und dann ist halt die Frage ob die Abstimmung auf die Partei beschränkt sein muß oder ob jeder mit dt. perso mitmachen darf (Meinung des Volkes, nicht einzelner Aktivisten).

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Wow, grossartige Idee. Oh Moment. Genau DAS ist bei der PIratenpartei passiert, weil sie ja eine Mitglieder Online Abstimmung jedes mal machen.

dann bringen die es schlecht rüber. In jedem 2. Interview das die Jungs von den Piraten bekommen sagen die entweder ihre persönliche Meinung oder daß sie noch nicht so weit sind. und wofür gibt es einen Parteitag, bei dem dann die hälfte (laut Presse) nach Hause geht weil die Meinungen so krass wären?

Und ich kann mir nicht vorstellen, daß mehr als 1% des Volkes dafür ist Drogen aller art frei verfügbar zu verkaufen zumal ja inzwischen ein Trend ist selbst das Rauchen in Gaststätten zu verbieten.

Denke es macht einen Unterschied ob man bestimmte ausgewählte Einzeltehmen intern abstimmt um eine bestimmte Tendenz rauszuhören nach der sich dann Politiker richten oder auch nicht oder ob man klar sagt "alles wird online entschieden" und diese Entscheidungen dann 1:1 weiterträgt. Und dann ist halt die Frage ob die Abstimmung auf die Partei beschränkt sein muß oder ob jeder mit dt. perso mitmachen darf (Meinung des Volkes, nicht einzelner Aktivisten).

Ja weil man das auch einatmet. Deine Heroinspritze oder Line aber nicht. Ist doch sinnvoll den Konsum nicht mit direkter Schädigung anderer zu Verbinden.

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Berufspolitiker zu werden ist kein Karriereziel von mir (auch wenn ich es in "Karriere" gepostet habe).

Hauptsächlich geht es mir darum, politisch aktiv zu werden. Nicht nur meckern, sondern eben auch machen.

Und da das für mich ein sehr ernsthaftes Thema ist, will ich auch nicht als absoluter "Nichtswisser" ankommen. Da schaden ein paar Vorkenntnisse sicherlich nicht.

Ich sehe, es gibt hier schon eine kleine politische Diskussion. Vielleicht sollten wir 'nen Politik-Thread aufmachen.

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Du willst aktiv werden? Dann informiere deine Umwelt über die Sachen, die in der Welt wirklich geschehen.

99% der Menschen werden regiert von 1%, die laut der Grundpfeiler der Demokatrie den Willen des Volkes umsetzen sollten.

Tun sie aber nicht. Also wofür brauchen wir diese 1% noch?

Die sind nur unantastbar, weil wir sie auf den Podest stellen. Im Endeffekt sind WIR es, die Ihnen das Privileg geben zu regieren.

Sie schätzen es nicht. Also stürzt die Regierung.

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Und da das für mich ein sehr ernsthaftes Thema ist, will ich auch nicht als absoluter "Nichtswisser" ankommen. Da schaden ein paar Vorkenntnisse sicherlich nicht.

Liest du gute Zeitungen wie FAZ, SZ oder die Zeit? Siehst du anspruchsvolle Politmagazine/Dokus im Fernsehen? Das wäre die Grundlage für einen politisch Aktiven, der politisch am Puls der Zeit sein möchte.

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Und da das für mich ein sehr ernsthaftes Thema ist, will ich auch nicht als absoluter "Nichtswisser" ankommen. Da schaden ein paar Vorkenntnisse sicherlich nicht.

Liest du gute Zeitungen wie FAZ, SZ oder die Zeit? Siehst du anspruchsvolle Politmagazine/Dokus im Fernsehen? Das wäre die Grundlage für einen politisch Aktiven, der politisch am Puls der Zeit sein möchte.

Die SZ bekomme ich als Abo jeden morgen nach Hause.

Dazu lese ich ab und an den Spiegel (den erhält der Stiefvater) und das Cicero.

Politmagazine ab und an. Wenn ich TV schaue, meist BBC oder Sport ;-)

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Wenn du es in Politik zu etwas bringen willst, brauchst du nur eine Qualifikation: Social skills und Netzwerke bauen.

Ich hab meine Erfahrungen in Parteipolitik gemacht und völlig unabhängig von Ebene oder Amt hat sich eins immer wieder bewahrheitet: Du brauchst keine Bildung, du brauchst keine Intelligenz, du brauchst keine Visionen, du brauchst gar nichts - und wenn du es hast, reicht es nicht, um es zu etwas zu bringen.

Du brauchst Netzwerke und Leute die dich supporten. Also lieber mal einen mit deinen Parteifreunden saufen gehen, statt ne Zeitung zu lesen.

(Das wirklich Traurige daran ist, dass viele in der Parteipolitik dann irgendwann selbst anfangen zu glauben, sie hätten Bildung, seien intelligent und hätten Visionen.)

Ich weiß, dass das irgendwie unbequem ist (und bei den strammen Demokraten das Geschrei schnell groß ist, wenn man das mal sagt). Es hat auch wirklich lange gedauert, bis ich es endlich eingesehen habe und geflüchtet bin.

P.S.: Politische Bildung ist mehr als Zeitung lesen.

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Was willst du bewegen .. was treibt dich an? Karriere? Dann bitte erspare uns allen einen weiteren glatgeschliffenen, nichts-sagenden, massenkompatiblen Aparacik ....

Und du brauchst kein Abi, du brauchst ein Thema. Du brauchst einen "Glauben" ... siehe die Piraten....Netzpolitik...ansonsten sind sie kaum ernstzunehmen aber das bewegt die Menschen und mich durchaus auch.

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Zur politischen Realität fand ich sehr gut: http://www.amazon.de/Wir-Abnicker-Macht-Ohnmacht-Volksvertreter/dp/3430300428/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1324473944&sr=8-1

Der SPD Bundestagsabgeordnete Bülow macht da neben einer kritischen und ehrlichen Auflistung zu Lobbyprozessen und Funktionsweisen in der Deutschen Politik. Zudem macht er ziemlich gut den Alltag eines Berufspolitikers klar. Spannend zu lesen und biet viel Gesprächsstoff.

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Gast Wehrbär

Wenn du es in Politik zu etwas bringen willst, brauchst du nur eine Qualifikation: Social skills und Netzwerke bauen.

Ich hab meine Erfahrungen in Parteipolitik gemacht und völlig unabhängig von Ebene oder Amt hat sich eins immer wieder bewahrheitet: Du brauchst keine Bildung, du brauchst keine Intelligenz, du brauchst keine Visionen, du brauchst gar nichts - und wenn du es hast, reicht es nicht, um es zu etwas zu bringen.

Du brauchst Netzwerke und Leute die dich supporten. Also lieber mal einen mit deinen Parteifreunden saufen gehen, statt ne Zeitung zu lesen.

(Das wirklich Traurige daran ist, dass viele in der Parteipolitik dann irgendwann selbst anfangen zu glauben, sie hätten Bildung, seien intelligent und hätten Visionen.)

Ich weiß, dass das irgendwie unbequem ist (und bei den strammen Demokraten das Geschrei schnell groß ist, wenn man das mal sagt). Es hat auch wirklich lange gedauert, bis ich es endlich eingesehen habe und geflüchtet bin.

P.S.: Politische Bildung ist mehr als Zeitung lesen.

Als jmd. der mehrere Jahre in der Politik war, kann ich dem nur zustimmen.

@Threadersteller

Was genau willst Du in der Politik machen?

Es ist ein Unterschied ob Du auf Orts-/Gemeindeebene Parkbänke und Hydranten aufstellen, oder im Landtag bzw. div. Parteileitungen herumspringen willst.

bearbeitet von Wehrbär

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Wenn man politisch etwas erreichen will sind Parteien denkbar ungeeignet. Das ist mein Fazit aus ca. 15 Jahren Mitgliedschaft in diversen Parteien. Man ist zu 90% mit innerparteilichen Diskussionen beschäftigt. Es gilt die Steigerungsform Gegner - Feind - Parteifreund. Die Ideale wegen denen man mal in die Partei eingetreten ist treten absolut in den Hintergrund. Zumindest wenn man aktiv mitmischt. Das ist m. E. auch die Hauptursache dafür, dass die Entscheidungen vieler Parteien in der Praxis so sehr von ihren Ursprungsidealen entfernt haben. (SPD -> Hartz IV eingeführt, Grüne -> Kampfeinsätze beschlossen).

Wenn man politisch aktiv sein will, dann entweder als Einzelkämpfer oder in temporären Zusammenschlüssen oder in großen Initiativen (z. B. Attac, Occupy-Bewegung, etc.)

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In eine bekannte Partei einsteigen --> sich raufschleimen --> wichtige Position einnehmen --> irgendwas sagen mit dem man die Aufmerksamkeit der Medien für sich gewinnt --> aus der Partei aussteigen --> eigene Partei gründen und die Hälfte der Stimmen mitnehmen --> die Welt verändern :diablo:

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