Lustlosigkeit, innere Unzufriedenheit, zu großer Druck. Ich fühle mich einfach scheiße, alles scheint sinnlos.

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Gast Voltair

Gentlemen,

ich habe zur Zeit ein großes Problem. Ich hoffe ihr könnt mir auch hier weiterhelfen. Ich versuche mein Problem so genau wie möglich zu beschreiben, es ist wirklich schwierig das Gefühl in Worte zu fassen. Es wird ein verdammt langer Text, dennoch würde ich euch bitten die Zeit zu nehmen. Ich brauche Hilfe. Es geht einmal um Pickup und das Studium. Ich bin übrigens 19 Jahre alt, werde in c.a. 1 Monat 20.

Meine Entwicklung im PU:

Das PU-Forum habe ich vor c.a. 3 Monaten gefunden. 2 Wochen lang eingelesen und anschließend mit der Praxis angefangen. Ich war jede Woche mindestens einmal sargen und habe meine Comfortzone ständig erweitert. 2-3 NC's und Dates hatte ich auch. Der Erfolg kam zwar nicht so schnell wie erwartet, dennoch habe ich einiges erreicht. Hier mal ein Fazit nach 2 Monaten von meinem Log:

Fazit nach 2 Monaten Pickup:

Ich betreibe nun seit 8 Wochen aktives Pickup. Wenn ich so zurückblicke habe ich vorallem mental eine 360° Drehung gemacht. Ich versuch die äußerlichen und inneren Veränderungen mal kurz zusammenzufassen. Übrigens folgt jetzt jeden Monat ein kleines Fazit.

Äußeres Erscheinungsbild:

  • Neue, gepflegtere Frisur. Langsamer Wechsel zu klassischer und gut sitzender Kleidung.
  • Meine Körpersprache hat sich drastisch geändert. Meine Bewegungen haben sich verlangsamt, nervöse Bewegungen wurden eleminiert. Und das wichtigste: Ich gehe nun aufrecht! Es war verdammt anstrengend sich immer dazu zu zwingen. Doch es hat sich gelohnt. Die Leute nehmen einen anders war, man wirkt stärker und selbstbewusster.
  • Mein Körper an sich sieht inzwischen viel definierter aus. Viele lästige Fettpolster (vorallem an den Seiten) sind verschwunden. Das konstante Training und die vielen kleinen sportlichen Aktivitäten (Schwimmen, Laufen) zeigen ihre Wirkung.
  • Wenn ich in den Spiegel schaue wirken meine Augen plötzlcih viel offener als sonst. Mein Blick ist fokusiert und sicher.
  • Ich habe endlich eine gute Ausstrahlung und meine Stimme ist deutlich tiefer geworden

Innergame:

  • Ich denke fast immer positiv. Ich genieße das Leben und freue mich über viele Dinge. Ich bin immer optimistisch. Eigentlich das komplette Gegenteil von dem "alten" Voltair.
  • Meine Needyness und Verzweiflung sind quasi vollständig verflogen. Ein verdammt wichtiger Punkt. Ich habe mich selbst lieben gelernt!
  • Verdammt viel Selbstbewusstsein. Ich glaube es gibt nichts mehr auf dieser Welt dass mich aus der Ruhe bringen kann. Sogar bei dem Autounfall blieb ich ruhig und gelassen.
  • Ich betrachte die meisten Dinge nun wertefrei. Ich akzeptiere anstatt mir Gedanken darüber zu machen und überlege mir was ich zu tun habe. Ich lebe soweit es geht in der Gegenwart.
  • Ich habe verstanden dass ich meine Gedanken kontrollieren kann. Ich lebe nicht mehr in meinem Kopf. "What you think you shall become!" Einer der weisesten Sätze überhaupt. Es scheint nichts mehr unmöglich

Ich habe in diesen 8 Wochen mehr Frauen angesprochen als in meinem gesamten Leben. Ich habe regelmäßig an meinem Innergame gearbeitet und mein Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl ist enorm gestiegen.

Ich war so glücklich wie noch nie im meinem Leben, die Sonne strahlte mir aus dem Arsch. Es gab sogar Tage da habe ich vor Freude ein paar Tränen verloren, einfach so.

Ich war topmotiviert, bin meistens alleine auf die Straße gegangen um Frauen anzusprechen. Es hat mir Spaß gemacht.

Außerdem studiere ich Chemie im 1 Semester und in c.a. 3-4 Wochen steht die Klausurphase an.

Probleme:

Das ganze fing c.a. vor 2-3 Wochen an. Ich versuche die Gefühle mal zu nummerieren, um euch einen besseren Überblick zu verschaffen.

1. Zunächst habe ich während meiner Entwicklung immer das Gefühl gehabt ich tue zu wenig. Ich war nie wirklich zufrieden mit meinem Leistungen. Klar, nach einem KC z.b. war ich zwar für einige Stunden zufrieden, doch eine tiefe Zufriedenheit habe ich nie gespürt. Ich habe das Gefühl einfach verdrängt, ich dachte das alles kommt mit steigendem Erfolg. In meinem Thread schreibt jeder "Krasse Leistung, mach weiter so" "Du kannst wirklich stolz auf dich sein", aber ich kann es nicht. Ich kann nicht 100% stolz auf mich sein, warum nicht? Auch ein Lay und 10 FB's gleichzeitig werden da nicht helfen. Es spielt schon fast keine Rolle mehr für mich.

2. Ich habe keinen Spaß mehr dadran Frauen anzusprechen. Ich war z.B. gestern in der Stadt mit dem Ziel mir neue Klamotten zu holen und dann noch einige Gespräche aufzubauen. Ich habe keine einzige angesprochen, dafür aber mit dem Verkäufer dort die ganze Zeit geredet. Der Spaß ist komplett abhanden gekommen. Erst dachte ich das würde durch den Druck Nummern zu kriegen kommen. Also habe ich das Ziel 5 Nummern in 2 Wochen zu kriegen erstmal beseite geschoben. Das neue Ziel war es einfach mit HB's locker flockig zu reden und wenns gut läuft das Set zu closen. Doch ich habe schlichtweg keine Lust mir die ganze "Arbeit" zu machen um anschließend so einen lächerlichen Lay zu kriegen. Ist mir inzwischen scheiß egal ob ich eine flachlege oder nicht. Ich sehe ein Target, will sie ansprechen und dann vergeht auch schon das Interesse. AA ist das leider nicht.

Das komische ist ich habe meistens Lust rauszugehen. Bin ich dann auf der Straße verfliegt das Interesse sofort.

Studium:

Vorgeschichte:

Ich studiere momentan Chemie im 1 Semester. Mein Abi ist mit einem Durchschnitt von 3,4 ziemlich beschissen. Die Schule war zuende und ich bin nach 2-3 Monaten direkt auf die Uni. Eine wirkliche Orientierungszeit hatte ich nicht bzw. ich habe mich nie wirklich drum gekümmert. Ich dachte mir "Ok, Chemie finde ich interessant, also studier ich das jetzt einfach". Durch das Forum hier habe ich mir mal ernsthafte Gedanken darüber gemacht was ich eigentlich wirklich will im Leben. Soll ich wirklich 8 Jahre lang studieren und quasi meine Jugend "opfern" um später 8 Stunden am Tag im Keller zu hocken und irgendeinen Mist zusammenzumischen? Die Antwort könnt ihr euch denken, nein.

Das ich kein wirkliches Interesse habe zeigt mir auch meine Lernbereitschaft. Die liegt zur Zeit bei 0. In 3 Wochen schreibe ich schon die erste Klausur und ich weiß einfach gar nichts. Ich habe Stunden damit verbracht um zu gucken ob es wirklich am Desinteresse oder schlicht und ergreifend an meiner Faulheit liegt. Also habe ich in den Ferien 5 Tage am Stück gelernt. Es war wie eine Qual, ich habe danach aufgehört. Außerdem informier ich mich überhaupt nicht, es scheint mich nicht zu interessieren. Z.B. hatte man 8 Wochen Zeit sich für das Einführungspraktikum anzumelden. Ich habs natürlich nicht mitgekriegt bzw. es verdrängt. Ich wusste da war irgendwas, aber mich hat es nicht gejuckt.

Eines Tages kam ich auf die Idee einen Kollegen anzurufen und zu fragen wann eigentlich die Brandschutzübung ist (ich lag im Bett). "Heute". FUCK. "Willst du mich verarschen? Lass mich raten, den Laberführerscheintest am Montag hast ud auch nicht gemacht". Lange Rede kurzer Sinn, ich habe es noch in letzter Sekunde hingekriegt. Hab mich in die Übung eingeschlichen, den Test bei der Wiederholung (der eigentlich nur für die Leute die nicht bestanden haben da war) geschafft und mich anschließend bei der Praktikumsleitung erklärt warum ich es nicht geschafft habe mich in 8 Wochen dort angemeldet. Ohne das Praktikum muss man 1 Jahr lang warten. Ich habe es in letzter Sekunde geschafft. War ich danach froh oder erleichtert? Nein, es wir mir relativ egal.

Mein Entschluss:

Ich war bei der Studienberatung und habe mein Problem geschildert. Mit ihrer Hilfe habe ich nun einen Entschluss gefasst:

Ich werde die Prüfungen mitschreiben. Erstens will ich sehen wie die so gestrickt sind und ob ich sie bestehen werde. Falls es klappt werde ich mich für das 2 Semester einschreiben lassen. In diesem Semester möchte ich mich ausführlich über die anderen Fächer informieren und andere Vorlesungen besuchen. Ich brauche Zeit um mich zu orientieren.

Probleme:

1. Mein Abidurchschnitt. Mit so einem Durchschnitt muss man für die meisten Fächer entweder Glück haben oder warten. 1 Jahr ist jetzt futsch. Wenn ich dann noch ein paar Semester für ein Fach warten muss dauert das ewigkeiten. Wie soll das im meinem Lebenslauf aussehen bzw. wann soll ich die ganze Sache beenden?

2. Der Druck. Meine Eltern (Türken) können meine Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Beide haben einen Hauptschulabschluss und arbeiten für ihr Geld. Mein Vater ist selbstständig und klagt die ganze Zeit darüber wie doof er doch war und seine Schule nicht vernünftig gemacht hat. Ich war immer der Hoffnungsträger der ganzen Familie und Verwandschaft. Wie oft ich gehört habe ich hätte Grips und aus mir würde ein richtiger Mann werden. Für die heißt Mann werden natürlich einen gut bezahlten Job haben. Mein Vater sagt immer "Willst du auch son Malocher wie ich werden? Wenn nicht dann streng dich an, sonst wird aus dir nichts und du kannst direkt bei mir arbeiten."

Inzwischen gehen mir die Meinungen der anderen am Arsch vorbei. Ich stehe zu dem was ich tue. Meine Eltern erwarten dennoch dass ich mich vor ihnen für jeden Scheiß den ich tue rechtfertige. Sie verstehen anscheinend nicht dass ich einfach ein wenig Zeit brauche um meinen Weg zu finden. Außerdem ist es für mich sinnlos geworden zu den Vorlesungen zu gehen. Das meiste verstehe ich sowieso nicht, da die Lücken zu groß geworden sind. Es ist Zeitverschwendung. Wenn ich jedoch zuhause bleibe kommt direkt gemeker und ich darf mich wieder rechtfertigen warum ich nicht gehe. Dadurch entstehen ziemlich krasse Reibungen und ständige Streitereien. Ich habs langsam satt, es wird langsam alles zuviel.

3. Ich weiß noch nichtmal ob ich überhaupt studieren sollte. Das ist mir alles zu theoretisch. Ich bin ein einfach gestrickter Mann. Ich gehöre nach da draußen, in die Natur. Dieser ganze mathematische Kram usw. ist in meinen Augen einfach totaler Schwachsinn. Die Leute verbringen ihr Leben in ihrem Kopf. Das habe ich viel zu lange getan. Ich möchte raus in die Natur, einfach das Leben genießen. Neue Orte entdecken, mein Leben verbessern und das machen worauf ich Lust habe. Das scheint in der heutigen Zeit nicht mehr möglich zu sein. Außer man grenzt sich völlig ab und lebt auf der Straße. Ein Job der mir wirklich Spaß macht, das suche ich.

Den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen und irgendwas auszurechnen befriedigt mich nicht. Ich brauche handfeste Ergebnisse die ich sehen, fühlen und riechen kann. Es ist schwierig zu erklären. Ich fühl mich wie ein Gefangener in einer von Konsumwahn gesteuerten Welt. Wo bleibt der Spaß am Leben. Wo ist der Sinn? Mir kommt es so vor als hätten die Leute das Leben verlernt und würden ihr Glück in irgendwelchen Zielen suchen. Und ich scheine der einzige Mensch zu sein der anders denkt.

Der Text ist so lang geworden dass ich selbst den Überblick verloren habe. Mein Kopf ist nun auch am dröhnen, jedoch fühle ich eine kleine Erleichterung nachdem ich hier meine Probleme niedergeschrieben habe. Falls du dir die Mühe gemacht hast den Brocken hier zu lesen dann antworte bitte auch. Ich brauche dringend mal die Meinungen anderer Leute dazu.

Ich werde den Text später nochmal überfliegen und eventuell einige Sachen hinzufügen.

Vielen Dank im Voraus.

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Okay. Zunächst mal Kopf hoch!

Du schreibst selbst

Die Schule war zuende und ich bin nach 2-3 Monaten direkt auf die Uni. Eine wirkliche Orientierungszeit hatte ich nicht bzw. ich habe mich nie wirklich drum gekümmert. Ich dachte mir "Ok, Chemie finde ich interessant, also studier ich das jetzt einfach".

Da wirst du sicher nicht der einzige sein, der das Problem hat. Und gerade mit Chemie hast du dir nicht wirklich was "einfaches" ausgesucht. Das Problem bei den Nawis ist einfach, dass du am Anfang den großen Zusammenhang nicht erkennen kannst. Mir wurde damals gesagt, dass es keinen Sinn ergibt, wenn du schon aufgibst, bevor du die Klausuren geschrieben hast. Vorallem, wenn du eh erst zum nächsten Wintersemester wechseln könntest, kann ich dir nur raten, das nächste Semester noch zu versuchen. Bei mir wars so, dass nach erst nach vier Semestern der Spaß kam...

1. Mein Abidurchschnitt. Mit so einem Durchschnitt muss man für die meisten Fächer entweder Glück haben oder warten. 1 Jahr ist jetzt futsch. Wenn ich dann noch ein paar Semester für ein Fach warten muss dauert das ewigkeiten. Wie soll das im meinem Lebenslauf aussehen bzw. wann soll ich die ganze Sache beenden?

Wenn das andere Fach dann das Richtige ist, wäre es durchaus sinnvoll die Wartezeit abzusitzen. Ich kenn nen Mediziner mit ~3.5, der drei Jahre warten musste, aber jetzt total aufblüht. Und die CV-Sache braucht dich auch nicht wirklich zu kümmern. Wenn du ein oder zwei Semester länger brauchen würdest - so what? Ändert das irgendetwas in der Leistung, die du dann am Ende bringst? Die Erkenntnis kam mir leider eigentlich auch zu spät, aber ob du nun mit 25, 27 oder 30 fertig bist ist ziemlich egal.

2. Der Druck. Meine Eltern (Türken) können meine Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Beide haben einen Hauptschulabschluss und arbeiten für ihr Geld. Mein Vater ist selbstständig und klagt die ganze Zeit darüber wie doof er doch war und seine Schule nicht vernünftig gemacht hat. Ich war immer der Hoffnungsträger der ganzen Familie und Verwandschaft. Wie oft ich gehört habe ich hätte Grips und aus mir würde ein richtiger Mann werden. Für die heißt Mann werden natürlich einen gut bezahlten Job haben. Mein Vater sagt immer "Willst du auch son Malocher wie ich werden? Wenn nicht dann streng dich an, sonst wird aus dir nichts und du kannst direkt bei mir arbeiten."

Inzwischen gehen mir die Meinungen der anderen am Arsch vorbei. Ich stehe zu dem was ich tue. Meine Eltern erwarten dennoch dass ich mich vor ihnen für jeden Scheiß den ich tue rechtfertige. Sie verstehen anscheinend nicht dass ich einfach ein wenig Zeit brauche um meinen Weg zu finden. Außerdem ist es für mich sinnlos geworden zu den Vorlesungen zu gehen. Das meiste verstehe ich sowieso nicht, da die Lücken zu groß geworden sind. Es ist Zeitverschwendung. Wenn ich jedoch zuhause bleibe kommt direkt gemeker und ich darf mich wieder rechtfertigen warum ich nicht gehe. Dadurch entstehen ziemlich krasse Reibungen und ständige Streitereien. Ich habs langsam satt, es wird langsam alles zuviel.

Naja versuch ihnen das so zu erklären. Und dann jetzt das Zeug aufzuarbeiten. Die Zeit zu den Prüfungen müsste eigentlich noch ausreichend sein. Wenn du jetzt aufgibst, wirst du dich den Rest deines Lebens darüber ärgern.

3. Ich weiß noch nichtmal ob ich überhaupt studieren sollte. Das ist mir alles zu theoretisch. Ich bin ein einfach gestrickter Mann. Ich gehöre nach da draußen, in die Natur. Dieser ganze mathematische Kram usw. ist in meinen Augen einfach totaler Schwachsinn. Die Leute verbringen ihr Leben in ihrem Kopf. Das habe ich viel zu lange getan. Ich möchte raus in die Natur, einfach das Leben genießen. Neue Orte entdecken, mein Leben verbessern und das machen worauf ich Lust habe. Das scheint in der heutigen Zeit nicht mehr möglich zu sein. Außer man grenzt sich völlig ab und lebt auf der Straße. Ein Job der mir wirklich Spaß macht, das suche ich.

Den ganzen Tag vor dem Rechner sitzen und irgendwas auszurechnen befriedigt mich nicht. Ich brauche handfeste Ergebnisse die ich sehen, fühlen und riechen kann. Es ist schwierig zu erklären. Ich fühl mich wie ein Gefangener in einer von Konsumwahn gesteuerten Welt. Wo bleibt der Spaß am Leben. Wo ist der Sinn? Mir kommt es so vor als hätten die Leute das Leben verlernt und würden ihr Glück in irgendwelchen Zielen suchen.

Ja Mathe ist einfach nur abgef****. Aber da musste einmal durch und der harten Theorie kannste auch später aus dem Weg gehen. Bei der Jobsuche wird dir wahrscheinlich keiner außer dir selbst helfen können. Was da helfen kann, wäre ne komplette Auszeit zu machen. Ein Schlußstrich, dann zum Beispiel ein Jahr lang Elfen jagen im Himalaya und dann nochmal schauen. Manchmal brauch man echt Abstand um klare Gedanken zu faßen.

Und ich scheine der einzige Mensch zu sein der anders denkt.

Naahh, das waage ich zu bezweifeln. Die anderen haben meistens genau die selben Probleme wie du selbst. Du siehst es nur nicht.

Der Text ist so lang geworden dass ich selbst den Überblick verloren habe. Mein Kopf ist nun auch am dröhnen, jedoch fühle ich eine kleine Erleichterung nachdem ich hier meine Probleme niedergeschrieben habe. Falls du dir die Mühe gemacht hast den Brocken hier zu lesen dann antworte bitte auch. Ich brauche dringend mal die Meinungen anderer Leute dazu.

Naja... versuch jetzt soviel wie möglich für die Klausuren zu tun. Wenns klappt: cool, wenn nicht schreib die Nachklausuren. Chemie ist halt anspruchsvoll und der Gap zwischen Schule und Uni leider sehr eklatant. Du bist sicher nicht der einzige, der grad Probleme hat und die Klausuren werden nicht so schlimm, wie man es vorher befürchtet. Und wenn es am Ende das Falsche ist, ja und? dann suchste dir halt was anderes. Aber sich da jetzt schon Gedanken drüber zu machen, halte ich vor den Klausuren für nicht sinnvoll.

Also Kopf hoch! Und wenn du die Klausuren bestanden hast, haste auch sicher wieder Lust auf PU. ;)

DS

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Meine Einschätzung...

Die gute Nachricht. Dein Problem scheint mir zumindest einfach ausfindig zu machen.

Die schlechte, du scheinst mir von Typ her noch sehr naiv. Das ist keines Weges beleidigend gemeint. Versuch letzteres nicht zu bewerten ala "Meint Biff das böse oder gut?".

Du arbeitest an dir. Ziehst Konsequenzen. Was im Kopf haste auch und motiviert an Dir zu arbeiten biste ebenso. Das zeigt allein dieser Post. Du machst dir Gedanken. Alles schön und gut aber genug der sanften Worte. Du hast keine Geduld, bist naiv und betreibst blinden Aktionismus. Besser als nichts zu tun... unter Umständen. Ok, ich werd ma konkreter.

1) Bild dir nicht so viel auf deinen besseren Look ein.

2) Übertreib mal nicht mit deiner Selbsteinschätzung. 19 Jahre alt, 3 Monate dabei und du meinst Inner Game technisch das geschafft zu haben was viele nach 3 Jahren nicht hinkriegen? Ich würds dir wünschen, erhlich. Aber ich glaube die Realität sieht anders aus.

3) Unsicherheit soweit das Auge reicht. Is ok, du bist jung. Der typische orientierungslose Student. Schäm dich nicht dafür!

4) Keine Selbstliebe. Ich lese wenig von Zufriedenheit und natürlich ist das auch der Grund für diesen Thread. Findest du es aber nicht auch merkwürdig dass du irgendwie nicht weiterkommst? Stagnierst und sogar das Gefühl hast dich zurückzuentwickeln?

5) Abhängig von Feedback. Positiven Feedback. Mag sein dass ich dir grad in die Fresse trete aber siehs ein. Du bist abhängig von der Meinung anderer. Irgendwo will jeder Bestätigung, ich auch. Aber wo kommen wir an wenn uns keiner auf dem Boden holt? Richtig, auf einer Wolke durch die wir straight mit der Fresse auf dem Asphalt aufschlagen. Das tut weh, ich weiß.

6) Zu hohe Erwartungen an dich.

Kurz gesagt, distanzier dich von Pick Up. Nimm dir Zeit gemachte Erfahrungen zu reflektieren. Nimm dir Zeit zu schauen wie du mit deinem Studium voran kommst bzw. vielleicht über ein Studienfachwechsel nachzudenken. Mach dich nicht verrückt. Ich kanns nur wiederholen. Du bist so jung. Mach dir doch keinen Stress. Es ist eine Schande dass sich ein junger Mann mit Lustlosigkeit, innerer Unzufriedenheit und zu großen Druck beschäftigen muss. Das ist mehr Kritik an der Gesellschaft/dem System als an dir. Schalt mal nen Gang runter.

Es ist jetzt Zeit sich Zeit zu nehmen. Für Dich! Nicht für Pick Up. Nicht für Frauen.

Nochmal zum Studium, nimm dir ds2019 Beitrag zu Herzen. Zu dem persönlichen Part, es geht um Glückseeligkeit. Nicht um Ergebnisse! Das einzige Ergebnis was in der Persönlichkeitsenticklung Gültigkeit beanspruchen kann ist Glückseeligkeit. Bist du nicht glücklich ist alles Sinnlos. Frauen, Geld, Studiengänge. Nichts wird dich begeistern können ohne Glückseeligkeit oder zumindest dem Wissen dass du die richtige Richtung eingeschlagen hast. Und wichtig ist auch zu verstehen dass du dich auf deinem Weg ständig verirren wirst. Egal wieviel du an dir arbeitest.

Denn wohin dich dein Weg führt kannst nicht immer du bestimmen. That's life. Du kannst nur Entscheidungen treffen und schauen wo sie dich hinführen. Und ich sag dir noch was. Es ist gut sich zu verirren. Man muss sich verirren um zu sich selbst zu finden. Denk mal drüber nach. Gab es jemals auf unserer schönen Welt einen einzigen glücklichen Bastard der sein Glück ohne Schmerz, ohne Fehler und ohne schlechte Phasen fand? Es gab und gibt keinen. Denn was bedeutet jeglicher Erfolg ohne Aufwand? Nichts! So siehts aus. Es wird niemals jemand Respekt ernten, echten Respekt, wer nicht durch die Hölle geht. Durch seine persönliche Hölle. Und da muss jeder mal durch. Und es werden auch einige Situationen kommen wo du zurückblickst und dir sagst "Haha, was ich damals für nen Stress geschoben hab... lächerlich".

Ich will gar nicht länger drauf eingehen. Die kleine Textwall soll erstmal reichen aber du siehst selbst. Man kann sich das Maul darüber zerreißen. Könnt hier bestimmt noch paar Zeilen darüber philosophieren aber will nicht dass die Kernaussage "Nimm dir Zeit für dich" untergeht. Wenn du magst kannste auch gerne noch >>hier<< vorbeischauen.

So, bin müde. Hauste rein.

Biff

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Hey Voltaire!

Da ich deinen Log kenne, kann ich im Gegensatz zu Biff in deinem Post keine Eingebildetheit oder Überheblichkeit erkennen.

Womit er aber sehr gut recht haben könnte ist, dass du noch nicht ZU DIR SELBST gefunden hast. Insbesondere wo dein "Platz in der Erwachsenenwelt" sein soll, was in deinem Studium (bzw, der Unzufriedenheit damit) begründet ist oder sich zumindest darin zeigt.

Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das ziemlich belastend sein kann. Möglicherweise kannst du auch deswegen deine Fortschritte bzgl. Pick-up nicht so genießen bzw. hast keine Lust weiter daran zu arbeiten - das ist jetzt aber wirklich nur ne Mutmaßung.

Nochmal zum Studium, ein kleiner Selbstbericht:

Als ich mit der Schule fertig war, wusste ich auch nicht so recht, was ich machen sollte und habe dann begonnen eines meiner Lieblingsfächer zu studieren. Bereits nach drei, vier Wochen hatte ich das Gefühl, dass ich damit nicht wirklich was anfangen konnte. Ich habe dann versucht es mit Lehramt und anderen Fächern "abzusichern", was mich aber auch nicht zufrieden stellte. Bin dann nach 2 Semestern zu meinem Studium gewechselt, das ich gerade abgeschlossen habe. Ich schreibe "meinem" Studium, weil ich dort recht schnell gemerkt habe, dass es das ist, was zu mir passt und was ich machen will. Der ganze Druck (weniger von meinen Eltern, mehr von mir selbst) nicht zu wissen, wohin mit meinem (beruflichem) Leben, fiel von mir ab. Das war sehr befreiend.

Was ich damit sagen will: Konzentriere dich darauf, rauszufinden, wohin bei dir die Reise diesbezüglich gehen soll. Ob Chemie, ein anders Studium, ne Ausbildung oder whatever. Vielleicht nimmst du tatsächlich erstmal ne Auszeit, gehts vielleicht ins Ausland (wenn du es dir leisten kannst) oder so - aber mach dich nicht fertig (auch nicht mit der Abinote). Insofern kann ich mich den Tipps von ds2019 und Biff nur anschließen. Pickup kannst du nebenbei machen oder nicht - wie du eben willst...

LG BQI

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Gast Voltair

Erstmal bedanke ich mich für eure Antworten. Ihr seid super Leute. Nun zu den Antworten:

Da wirst du sicher nicht der einzige sein, der das Problem hat. Und gerade mit Chemie hast du dir nicht wirklich was "einfaches" ausgesucht. Das Problem bei den Nawis ist einfach, dass du am Anfang den großen Zusammenhang nicht erkennen kannst. Mir wurde damals gesagt, dass es keinen Sinn ergibt, wenn du schon aufgibst, bevor du die Klausuren geschrieben hast. Vorallem, wenn du eh erst zum nächsten Wintersemester wechseln könntest, kann ich dir nur raten, das nächste Semester noch zu versuchen. Bei mir wars so, dass nach erst nach vier Semestern der Spaß kam...

Wie gesagt, ich habe mich entschlossen die Klausuren mitzuschreiben und mich für das 2te Semester (falls ich es schaffe) einzuschreiben. Der steht 100% fest.

Ich glaube allerdings nicht dass mir das Fach irgendwann Spaß machen wird. Auch die meisten Experimente sind verdammt langweilig. Klar, es gibt verdammt geile Sachen in der Chemie, das ist jedoch meistens die Ausnahme. Was machst du denn später? Vermischt Chemikalie X mit 1000 Katalysatoren um am Ende eine günstigere Produktion oder ähnliches hinzukriegen. Ich könnte das vielleicht 1-2 Jahre machen, danach würde ich vor Langeweile ne Axt rausholen und die gesamte Anlage in Stücke hauen. Dann gibt es wenigstens Aktion. Ist jetzt übertrieben dargestellt, aber ich hoffe du weißt was ich meine. Auch wenn ich irgendein Megaplastik synthetisieren würde das die Welt noch nie gesehen hat, ich glaube das Ergebnis würde mich dennoch nicht befriedigen. Es würde mich einfach nicht glücklich machen, auch wenn sich dann die Firmen die Hände reiben würden weil sie Plastik für 1 Cent die Tonne hersellen können oder ähnliches.

Wenn das andere Fach dann das Richtige ist, wäre es durchaus sinnvoll die Wartezeit abzusitzen. Ich kenn nen Mediziner mit ~3.5, der drei Jahre warten musste, aber jetzt total aufblüht. Und die CV-Sache braucht dich auch nicht wirklich zu kümmern. Wenn du ein oder zwei Semester länger brauchen würdest - so what? Ändert das irgendetwas in der Leistung, die du dann am Ende bringst? Die Erkenntnis kam mir leider eigentlich auch zu spät, aber ob du nun mit 25, 27 oder 30 fertig bist ist ziemlich egal.

Was hat der Typ 3,5 Jahre lang gemacht? Meine Eltern würden mich stressen ohne Ende, "du sitzt nur zuhause rum" blabla. Und nun stell dir vor du wartest 3,5 Jahre und plötzlich ist es doch nichts für dich. Dann stehst du da mit 25 und hast immer noch nichts gemacht. Davor habe ich irgendwie Angst.

Was da helfen kann, wäre ne komplette Auszeit zu machen. Ein Schlußstrich, dann zum Beispiel ein Jahr lang Elfen jagen im Himalaya und dann nochmal schauen. Manchmal brauch man echt Abstand um klare Gedanken zu faßen.

Wie gerne würde ich mich 1 Jahr lang zurückziehen und einfach versuchen mich selbst zu finden. Doch wie stelle ich das an? Ich habe kein Geld und ich müsste das Studieren erstmal komplett abhaken. Dann kommt wieder der Druck dass ich Zeit verschwende und mit 30 immer noch bei meinen Eltern lebe.

Naahh, das waage ich zu bezweifeln. Die anderen haben meistens genau die selben Probleme wie du selbst. Du siehst es nur nicht.

Mag sein, ich habe schon mit sehr vielen Leuten darüber geredet. Die meisten begreifen es schlicht und ergreifend nicht. Ich habe ein paar Kommiltonen mal gefragt warum sie denn Chemie bzw. überhaupt studieren. Die Antworten waren erschreckend. Eine meinte "Ich hab keine Lust zu arbeiten, also studiere ich lieber. Eigentlich will ich auch das nicht, aber es ist das kleinere Übel". Die meisten studieren einfach weil sie es quasi "müssen". Sie tun einfach das was von ihnen erwartet wird, ohne darüber nachzudenken was sie eigentlich WIRKLICH wollen. Hauptsache irgendwas was dir später viel Geld bringt. Sie denken darin liegt das Glück, was natürlich totaler Bullshit ist. Und das sind 90% der Menschen dort, wenn nicht noch mehr. Es gibt auch einige die wirklich Top motiviert sind, weil sie das Fach für sich gefunden haben und es ihnen Spaß bereitet sich mit der Thematik außeinander zu setzen. Das ist aber leider die Minderheit.

Was die Klausuren angeht. In der Schule habe ich die perfekte Outcomeunabhängigkeit entwickelt. Ich bin mit einem Grinser in die Abiprüfung gegangen. Am Anfang der Schulzeit habe ich immer richtig Angst vor schlechten Noten gehabt. Inzwischen seh ich einfach nur ne bedeutungslose Zahl. Egal ob gut oder schlecht, es bedeutet rein gar nichts. Hätte ich das bei Frauen wäre ich Don Juan persönlich.

Nun zu Biff: Als erstes brauchst du dich nicht dauernd bei mir entschuldigen dass du mich nicht mit samthandschuhen anfässt. Ich bin dankbar für eure ehrliche Antworten, sonst wäre ich nicht hier im Forum. Ich bin einiges gewohnt, also könnt ihr mich ruhig hart rannehmen (nicht durch :P).

Du hast keine Geduld, bist naiv und betreibst blinden Aktionismus

Aktionismus, sehr interessant. Das trifft es ziemlich genau. Ob ich damit aber was verdrängen will weiß ich nicht. Ich bin momentan ein wenig überfordert, keine Frage. Das ich unreflektiert handle stimmt aber nicht. Ich habe nur verdammt viel Spaß am handlungsorientiertem Tun. Ist das unbedingt was negatives?

Dass ich wenig Geldud habe stimmt, aber warum bin ich naiv? Ich bitte um Erklärung.

1) Bild dir nicht so viel auf deinen besseren Look ein.

Tue ich nicht.

2) Übertreib mal nicht mit deiner Selbsteinschätzung. 19 Jahre alt, 3 Monate dabei und du meinst Inner Game technisch das geschafft zu haben was viele nach 3 Jahren nicht hinkriegen? Ich würds dir wünschen, erhlich. Aber ich glaube die Realität sieht anders aus.

Als ich das Fazit geschrieben habe ich mich so gefühlt. Inzwischen ist das fast alles zusammengebrochen. Ich habe versucht alles aus meinem Kopf zu löschen und komplett von neu anzufangen. Nun holt mich mein altes Ich wieder ein, die Zweifel die ich erfolgreich verdrängt habe kommen wieder hoch.

3) Unsicherheit soweit das Auge reicht. Is ok, du bist jung. Der typische orientierungslose Student. Schäm dich nicht dafür!

Ich schäme mich nicht dafür. Ich habe jedoch Angst wo mich diese Orientierungslosigkeit hinführen könnte. Ich muss etwas dagegen unternehmen. Stell dir vor du studierst 5 oder mehr Jahre lang ein Fach und plötzlich merkst du: Eigentlich möchte ich das nicht. Ich werde damit nicht glücklich. Was machst du dann? Nochmal studieren? Wer soll dich durchfüttern? Ich möchte nach maximal 2 Jahren von hier ausziehen. Ab da muss ich meinen Weg gefunden haben, sonst wird es verdammt schwierig für mich. Denke ich zumindest.

4) Keine Selbstliebe. Ich lese wenig von Zufriedenheit und natürlich ist das auch der Grund für diesen Thread. Findest du es aber nicht auch merkwürdig dass du irgendwie nicht weiterkommst? Stagnierst und sogar das Gefühl hast dich zurückzuentwickeln?

JA, GENAU DAS! Ich dachte ich bin weiter denn je und nun holt mich meine Vergangenheit wieder ein. Sowohl bei PU als auch beim Lernen. War ich vor einigen Wochen noch dabei so langsam NC's zu sammeln, kriege ich jetzt aufeinmal nicht mal mehr vernünftigen Smalltalk hin. Ich dachte ich liebe mich, ich habe mich gefühlt wie der King. Ich habe in den Spiegel geschaut und dachte "man, bist du geil". Das scheint nun (fast) alles verpufft zu sein. Nur die erweiterte Comfortzone ist geblieben.

5) Abhängig von Feedback. Positiven Feedback. Mag sein dass ich dir grad in die Fresse trete aber siehs ein. Du bist abhängig von der Meinung anderer. Irgendwo will jeder Bestätigung, ich auch. Aber wo kommen wir an wenn uns keiner auf dem Boden holt? Richtig, auf einer Wolke durch die wir straight mit der Fresse auf dem Asphalt aufschlagen. Das tut weh, ich weiß.

Dürfte ich erfahren wie du dadrauf kommst? Aus welchem Absatz hast du das geschlussfolgert? Ich habe mal darüber nachgedacht. Hier muss ich dir widersprechen. Klar, ein wenig Bestätigung will ich auch. Aber wer will das nicht?

Ich war früher sehr stark Feedback abhängig. Durch 2-3 Körbe habe ich c.a. 2 Jahre lang keine einzige Frau angesprochen. Ich hatte soviel Angst vor Ablehnung dass ich nie eskaliert habe. Die Angst habe ich nun weitesgehend abgelegt bzw. mein Mindset verändert. Dachte ich zumindest. Du behauptest das Gegenteil und ich muss wissen warum.

6) Zu hohe Erwartungen an dich.

Jap. Ich merke es auch immer wieder selber. Das Problem ist: Ich kann die Erwartungen nicht runterschrauben. Sobald ich es tue habe ich das Gefühl ich würde zu wenig tun und es wäre nur ein Excuse. Ich fühl mich schlecht. Schraube ich die Erwartungen wieder hoch und kann sie nicht erreichen, gehts mir auch schlecht. Ein Teufelskreis.

Es ist jetzt Zeit sich Zeit zu nehmen. Für Dich! Nicht für Pick Up. Nicht für Frauen.

Gehört das nicht alles dazu? Ganz plump gefragt, was soll ich mit der Zeit anstellen? Spaß haben? Innergame arbeiten? Alles gemacht und nun ist alles zusammengebrochen. Ich bin quasi wieder bei 0. Was heißt konkret Zeit für sich nehmen. Einfach nichts tun? Es hört sich vielleicht blöd an, aber ich weiß einfach nicht wo ich hier am besten ansetze.

Und wichtig ist auch zu verstehen dass du dich auf deinem Weg ständig verirren wirst. Egal wieviel du an dir arbeitest.

Ist mir bewusst. Trotzdem schein ich unterbewusst immer noch Angst davor zu haben. Ich weiß nicht wie ich es abstellen kann. Ignorieren funktioniert nicht.

@BQI

Womit er aber sehr gut recht haben könnte ist, dass du noch nicht ZU DIR SELBST gefunden hast. Insbesondere wo dein "Platz in der Erwachsenenwelt" sein soll, was in deinem Studium (bzw, der Unzufriedenheit damit) begründet ist oder sich zumindest darin zeigt. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das ziemlich belastend sein kann. Möglicherweise kannst du auch deswegen deine Fortschritte bzgl. Pick-up nicht so genießen.

Könnte sein.

Danke für deinen Bericht.

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Wenn du ne Auszeit haben willst, die auch auf dem Lebenslauf gut aussieht, keine verschwendete Zeit ist und vermutlich auch deine Familie zufriedenstellt - mach working holiday, ob nun in Australien oder Neuseeland oder Kanada oder wo auch immer ist Banane. Ein EFD oder ein FSJ oder FÖJ gehen auch. Das sind alles sinvolle Beschäftigungen, du liegst niemandem auf der Tasche. Alle, die das gemacht haben behaupten davon profitiert zu haben.

Wenn du gerne rausgehst und einfach etwas tust müsste das doch ne lockende Idee sein?

Zumindest mit working holiday kannst du eigentlich immer anfangen, kannst es ja so einrichten, dass du rechtzeitig zum Beginn des neuen Wintersemesters wieder hier bist. Ich selbst hab noch kein Jahr Ausziet genommen, was ich im Nachhinein sehr schade finde. Ich hol das aber nachm Sommer nach, wen ich mein Studium abgeschlossen hab. Durch all die tollen Erfahrungsberichte hab ich richtig Lust darauf.

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"Ich habe nur verdammt viel Spaß am handlungsorientiertem Tun. Ist das unbedingt was negatives?"

Nein. Hab ich auch nicht geschrieben oder? Ich spreche von "blindem Aktionismus". Also von orientierungslosen Handlungen. Heißt du konzentrierst dich in deinen Handlungen entweder auf zu viele Ziele, das falsche Ziel oder auf gar keins. Sieht man an Sätzen wie "[...] immer das Gefühl gehabt ich tue zu wenig". Du tust nicht zu wenig. Das ist nicht das Problem. Du hast bereits mehr getan als ich die ersten 3-4 Monate als ich hier gestrandet bin. Also vom Aufwand her. Körperpsrache verbessert, Fitness Studio, Frisur, Style, Innergame (wenn auch nur kurzfristig) etc.

Natürlich is es so dass jeder der hier landet von einer anderen Ausgangslage startet. Du scheinst mir aber schon sehr viel Aufwand betrieben zu haben. Ganz gleich ob du vorher ne Jungfrau mit Komplexen warst oder der Vorstadtstecher der hin und wieder ne Frau vernascht. Schon krass. Aber was hat es dir gebracht?

"..., aber warum bin ich naiv?"

Hauptsächlich wegen Sätzen wie "Der Erfolg kam zwar nicht so schnell wie erwartet..." und "Ich habe regelmäßig an meinem Innergame gearbeitet und mein Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl ist enorm gestiegen.". Nichts für ungut aber Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl ist nichts was von einen Tag auf den anderen verschwindet. Jeder hat mal schlechte Tage aber das bringt nicht solche Zweifel hervor. Oder auch der Satz "Das PU-Forum habe ich vor c.a. 3 Monaten gefunden" und redest schon von deiner "Entwicklung". Lass uns darüber nochmal in einem Jahr reden und dann schauen wir ob eine Entwicklung stattgefunden hat. Sowas brauch nunmal Zeit, womit wir auch wieder bei der Ungeduld wären.

"Stell dir vor du studierst 5 oder mehr Jahre lang ein Fach und plötzlich merkst du: Eigentlich möchte ich das nicht. Ich werde damit nicht glücklich. Was machst du dann? Nochmal studieren? Wer soll dich durchfüttern?"

Tut mir leid aber wer nach 5 Jahren merkt dass er das was er macht eigentlich nicht machen will hat selbst Schuld. So kalt und deprimierend das klingen mag. Es ist nur die Wahrheit. Du hast Existenzangst, die haben viele. Mit dem kleinen aber feinen Unterschied dass du 19 bist! Dir stehen noch alle Türen offen du musst dich nur für eine Entscheiden.

Zu der Sache mit dem positiven Feedback. Da hab ich mich wohl geirrt. Mir ist dieser Eindruck dadurch entstanden dass du dich auf das Feedback im Forum beziehst aber danach is mir auch aufgefallen dass es mehr um deine selbstkritische Haltung ging.

"Ganz plump gefragt, was soll ich mit der Zeit anstellen? ...Was heißt konkret Zeit für sich nehmen"

Jaha. Und hier kommt der Satz der dich komplett verwirren wird. Zunächst. Mache Dinge die dich glücklich machen. Spazieren gehen, joggen. Ein Buch lesen, eine Pizza im nächsten Pizzahut futtern. Spaß haben, ja auch aber ich meine eher entspannende Dinge um zur Ruhe zu kommen. Man denkt, man tut etwas für sich wenn sich mit PU beschäftigt, an seinem Inner Game arbeitet. Aber Verführung will nicht umsonst gelernt sein. Sowas kostet auch Training und Nerven. Genauso Inner Game. Es kann viel Kraft kosten sich auf viele Dinge gleichzeitig zu konzentrieren und ständig zu reflektieren. Wenn du dich in der Verführung verbessern willst und dein Inner Game ist das auch immer mit Arbeit verbunden. Bei dem einen weniger, bei dem anderen mehr. Du scheinst mir in sehr kurzer Zeit sehr viel Arbeit in dich reingesteckt zu haben. Nur hast du eins dabei vergessen. Dich! Diese Arbeit kostet dich auch Kraft und Energie. Und du bist auch nur ein Mensch.

Gönn dir einfach mal was. Sammle neue Kräfte und konzentrier dich dann nur aufs Studium. Zumindest solange bis du beruhigt durchatmen kannst. Es kann nicht schaden wenn du dir mal mehr Zeit für deine Wünsche, Vorlieben und nicht für Verbesserung! Verbesserung! Verbesserung! Finde zu dir selbst. Mein alter Trainier würde jetzt sagen "Du brauchst Distanz. Selbst der Bär gönnt sich nach dem Jagen und 'Kräfte messen' im Winter ne Pause".

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Das sind ja alles schöne Worte, die hier fallen, aber leider glaube ich kaum, dass diese fruchten. Nett Pizza mampfen gehen, 'ne Runde spazieren und Bücher lesen... Das nimmt alles nicht die Sorgen. Geht mir jedenfalls so.

Ganz wichtig: Probleme, die erkannt sind, MÜSSEN gelöst werden.

Die Studienordnung zu analysieren, wie möglichst lange rumgepimmelt werden kann ohne was nennenswertes zu tun, führt nur dazu, dass nach spätestens einem Jahr nur zwei Blockseminare bisschen Pünktchen eingebracht haben und die Eltern fragen ja auch ab und an mal nach, wie es denn so läuft... Findiges Rumgelaber ist sicherlich ab und an mal ok, aber das nimmt schnell notorische Züge an, die nicht sein müssen.

Du erkennst für Dich, dass Du schlichtweg viel, viel, viel zu wenig, fast schon nix, fürs Studium machst? Dann fange an JEDEN Tag was fürs Studium zu machen. Wirklich jeden Tag. Für die Klausur angemeldet? Prima. Dann wird sich 3 Stunden hingesetzt und grob durchgeschaut, was ansteht und dies in einen vorläufigen Lernplan eingetragen. Da steht dann auch wirklich für jeden verdammten Tag irgendwas drin und wenn es nur "Seite 56-59 Zusammenfassung lesen" ist. Führt dann schon nach spätestens einer Woche dazu, dass man mit sich selbst zumindest mal im Keim zufriedener ist. Probleme a la "scheiße, noch 3 Wochen und 5 Klausuren" zerficken einen dann auch nicht. Das Gewissen nervt nicht ständig rum. Das Belohnungssystem muss nicht mit Glotze, Internet, Sauferei, Rumclubben bis in die Puppen und anderem Scheiß irgendwie doch in Gang gesetzt werden, sondern das schüttet auch mal so Glückshormone aus, wenn man mal ein Buch hinter sich gebracht hat und da doch tatsächlich auch alles draus checkt.

"Nee, boorr, nöö, jetzt gerade nicht." Gibt's nicht mehr die Attitüde. Man fühlt sich irgendwie im Sumpf und durch diese scheiß Attitüde bleibt man da auch. Erstmal angefangene Dinge, erledigt man dann erstaunlicherweise auch ziemlich oft und das sogar gut. Geht mir jedenfalls so. Blinder Aktionismus ist zumindest im Haushalt übrigens auch 'ne gute Sache. So putze ich meine Fenster so 2x die Woche, staubsauge für jeden Krümmel, kann jederzeit Besuch empfangen - sogar Mama :D - ohne mich in Grund und Boden schämen zu müssen für eingetrocknete Teebeutel, zich benutzer Gläser und sowas.

Wenn Du keinen Lernplan anfertigst, den ganzen Kram in 3 Wochen oder so reinpauken willst, daran scheiterst und keine Pünktchen reinfährst, dann biste selbst schuld. Auch wenn Chemie vielleicht doch nicht das Nonplusultra für Dich ist, so ist das keine Ausrede dafür den Kram nicht anzugehen. Warum? Studium bedeutet einfach in erster Linie mal die Klausuren zu packen. Vorlesung interessant finden und schlaue Gedanken machen ist gut und schön, aber aus diesem Lustlosigkeits-Unzufriedenheits-alles-scheiße-Sumpf führt das nicht. All das hängt unmittelbar mit Deiner Zufriedenheit zusammen. Du kannst das nicht ausklammern und nicht an Dich rankommen lassen im Studium vor die Wand zu fahren.

Das führt mich zum nächsten Punkt. Betrachte das Studium als Deinen Dreh- und Angelpunkt. Du wirst merken, dass Dir das gut tun wird sowas überhaupt mal zu haben. Das Studium bietet sich dafür sehr gut an. Stylish in der Fußgängerzone Schnecken zu erobern ist gut und schön, aber da latschste als Studienversager doch mit 'ner Fresse bis zum Boden rum und strahlst so eine latente Unzufriedenheit aus, die dazu führt, dass die wirklich interessanten Frauen praktisch unerreichbar sind und schlimmer noch, Dich wahrscheinlich auch gar nicht wirklich wahrnehmen. Fieldtested von mir selber.

InnerGame-Guru und Dir einreden Alles aus Dir selbst schöpfen zu können, naja, öh, guck' Dir an woraus Du gerade schöpfst und frage Dich, ob da 'ne Quelle nicht mal 'ne erfrischende Idee wäre. Und diese Quelle heißt nun jeden Tag fleißig was zu lernen, die Klausuren bestehen zu können ohne auf besonders einfache Fragen hoffen zu müssen und den Sumpf langsam trocken legen durch Erfolgserlebnisse im Studium. Wenn Du dann noch 2 Aktivitäten für durch die Woche hast, dann sieht die Welt schon ganz anders aus. Ich mach' nun 2x die Woche Bibelstunde oder irgendwas anderes sinnvolles mit interessanten Leuten in Studentenvereinigungen. (Alles locker und ohne Verpflichtungen, Vereinnahmungen, dämliche Saufspiele und so da. Die sind auch alle auf der Suche nach "mehr" und zusammen findet man halt mehr.) Außerdem bin ich nun dran den Faust auf die Bühne zu bringen, suche dafür Leute, Unterstützer und so. Klamotten, Street-/Club-Game, Sargen, InnerGame-Laberlaber und sonstigen Schrott hat mich nicht halb so happy gemacht wie so ein bisschen Struktur im Studium und schöne Nebenaktivitäten abends.

Geht Dir manchmal richtig die Birne, dann frage Dich, was Du denn nun davon hast, dieses Problem unendlich durchzugrübeln. Wirst feststellen, dass Dir eigentlich nie auch nur 2 sinnvolle Argumente einfallen werden, warum denn nun stundenlang etwas durchdacht werden muss. Du hast ein Problem erkannt, Du fühlst die Lösung, dann lasse den Gedanken langsam ausklingen. Im Hier und Jetzt stellt sich dieses Problem nicht und für die Zukunft hast Du nun ja eine Lösung parat! Das ist wunderbar! Damit bist Du einen Schritt weitergekommen. Klar, einfach mal so abschalten geht nicht so easy und zum kühlen gefühlstoten Pragmatiker zu werden, muss auch nicht sein, aber wer grübelt kann halt nur sauschwer Zufriedenheit spüren. Zufriedenheit spüren macht sexy. Unzufrieden sein stößt ab. Da beißt sich die Katze gerne slebst in den Schwanz.

Würde mich freuen, wenn Du nicht erst ähnlich wie ich nachm Abi erstmal total versumpfst, sondern früher mal den Turbo startest.

Gruß und töööröööö

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Was hat der Typ 3,5 Jahre lang gemacht? Meine Eltern würden mich stressen ohne Ende, "du sitzt nur zuhause rum" blabla. Und nun stell dir vor du wartest 3,5 Jahre und plötzlich ist es doch nichts für dich. Dann stehst du da mit 25 und hast immer noch nichts gemacht. Davor habe ich irgendwie Angst.

Wie gerne würde ich mich 1 Jahr lang zurückziehen und einfach versuchen mich selbst zu finden. Doch wie stelle ich das an? Ich habe kein Geld und ich müsste das Studieren erstmal komplett abhaken. Dann kommt wieder der Druck dass ich Zeit verschwende und mit 30 immer noch bei meinen Eltern lebe.

Gibt es nur "Ich studiere" und "Ich sitze zuhause dumm rum"?

Es gibt 1000 mögliche Jobs. Du hast einen Monat nachgedacht, hast auf gut Glück dir etwas besorgt.

Jetzt merkst du, dass es dir keinen Spaß bereitet.

--> Lerne Berufe kennen, mach ein Praktikum, dann lernst du die Berufe kennen.

Du hast meiner Ansicht nach zwei Möglichkeiten:

1. Du hast Angst, lässt dich davon besiegen und machst mit dem weiter, worauf du keine Lust hast, immer mit dem Hintergedanken "Ich will ein Jahr nicht wegschmeißen", "Meine Eltern wären enttäuscht", etc. Mit 40 realisierst du dann eventuell, dass du dich montagmorgens schon auf das Wochenende freust, dass du deinen Job scheiße findest, dass du den ganzen Bereich scheiße findest. Oh, 20 Jahre weggeschmissen.

2. Du überlegst dir, vor wem du Rechenschaft ablegen musst. Es ist nicht immer einfach, seinen Eltern zu widersprechen. Des Weiteren haben sie einen ganz anderen Hintergrund als du. Als Migrant in einem fremden Land musste man ordentlich schuften und wenn man dann sieht, dass der Sohn rumbummelt, dann hat man eben Angst, dass er "abstürzt". Deine Eltern kennen die Welt auf eine ganz andere Weise als wir, weil sie es anderst erlebt haben.

http://www.youtube.com/watch?v=pJf4USdb8lg

Du hast kein Geld? Dann geh arbeiten. Es gibt ausreichend Mini-Jobs. Dafür arbeitest du dann 30-40 Stunden im Monat. Ein Monat hat 720 Stunden, du arbeitest also 5% deines Monates.

In den restlichen 95% deiner Zeit kannst du schauen, was dir Spaß macht und wie du zu einem Job/Studium in diesem Bereich kommst.

Sei dir darüber bewusst:

Du wirst noch etwa 40-50 Jahre arbeiten. Jeden Morgen aufstehen und hoffen, dass die fucking 8 Stunden Arbeit endlich vorbei sind?

Was die Klausuren angeht. In der Schule habe ich die perfekte Outcomeunabhängigkeit entwickelt. Ich bin mit einem Grinser in die Abiprüfung gegangen. Am Anfang der Schulzeit habe ich immer richtig Angst vor schlechten Noten gehabt. Inzwischen seh ich einfach nur ne bedeutungslose Zahl. Egal ob gut oder schlecht, es bedeutet rein gar nichts. Hätte ich das bei Frauen wäre ich Don Juan persönlich.

Dann wärst du ein Roboter. Erstrebenswert?

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Gast Voltair

@Strandgitarrist

Working Holiday hört sich geil an. Ich werde mich darüber mal ausführlich informieren. Zum Wintersemester wirds aber wahrscheinlich nicht klappen, da man dafür ne gewisse Menge an Startkapital (2000-3000€) braucht und ich keine deutsche Staatsbürgerschaft habe. Das ist aber ein anderes Thema.

Hauptsächlich wegen Sätzen wie "Der Erfolg kam zwar nicht so schnell wie erwartet..." und "Ich habe regelmäßig an meinem Innergame gearbeitet und mein Selbstbewusstsein/Selbstwertgefühl ist enorm gestiegen.". Nichts für ungut aber Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl ist nichts was von einen Tag auf den anderen verschwindet. Jeder hat mal schlechte Tage aber das bringt nicht solche Zweifel hervor. Oder auch der Satz "Das PU-Forum habe ich vor c.a. 3 Monaten gefunden" und redest schon von deiner "Entwicklung". Lass uns darüber nochmal in einem Jahr reden und dann schauen wir ob eine Entwicklung stattgefunden hat. Sowas brauch nunmal Zeit, womit wir auch wieder bei der Ungeduld wären.

Ich war von PU einfach nur geflashed. Es war wie die Wunderpille. Ich dachte ich könnte in ein paar Monaten ein Verführer werden. Aber es ist wirklich harte Arbeit, vorallem wenn man vorher ziemlich passiv war und nichts gemacht hat. Ich war ein wenig naiv, nun wurde ich belehrt.

Es kann viel Kraft kosten sich auf viele Dinge gleichzeitig zu konzentrieren und ständig zu reflektieren. Wenn du dich in der Verführung verbessern willst und dein Inner Game ist das auch immer mit Arbeit verbunden. Bei dem einen weniger, bei dem anderen mehr. Du scheinst mir in sehr kurzer Zeit sehr viel Arbeit in dich reingesteckt zu haben. Nur hast du eins dabei vergessen. Dich! Diese Arbeit kostet dich auch Kraft und Energie. Und du bist auch nur ein Mensch.

Ich habe auf dich gehört und die letzten Tage einfach mal gar nichts gemacht. Nicht an PU gedacht, sondern einfach entspannt und mir schöne Klamotten gekauft. Du hattest recht, mir geht es inzwischen wieder viel besser. Wie viel Druck ich mir gemacht habe ist unglaublich. Sobald eine HB an mir vorbei lief musste ich sie ansprechen. Was natürlich nicht immer möglich ist bzw. ich auch nicht immer Lust habe. Dadurch entstand eine immense Hirnwichserei. "Du bist ne Pussy" "Und wieder hast du sie nicht angesprochen" "Du wirst so nie besser". Es ging soweit dass ich innerlich aufatmete als ich mal keine HB im Bus sah und endlich mal ruhig und entspannt nach hause fahren konnte. Ich muss die Frauen erstmal ne Zeitlang komplett ignorieren. Das Date am Montag wird erstmal der letzte Kontakt mit neuen Frauen sein.

Du erkennst für Dich, dass Du schlichtweg viel, viel, viel zu wenig, fast schon nix, fürs Studium machst? Dann fange an JEDEN Tag was fürs Studium zu machen. Wirklich jeden Tag. Für die Klausur angemeldet? Prima. Dann wird sich 3 Stunden hingesetzt und grob durchgeschaut, was ansteht und dies in einen vorläufigen Lernplan eingetragen. Da steht dann auch wirklich für jeden verdammten Tag irgendwas drin und wenn es nur "Seite 56-59 Zusammenfassung lesen" ist. Führt dann schon nach spätestens einer Woche dazu, dass man mit sich selbst zumindest mal im Keim zufriedener ist. Probleme a la "scheiße, noch 3 Wochen und 5 Klausuren" zerficken einen dann auch nicht. Das Gewissen nervt nicht ständig rum

Ich habe es in den Ferien versucht. Nach 5 Tagen lernen verging mir die Lust. Lag vielleicht daran dass ich alles innerhalb von 2 Wochen nachholen wollte und es schlichtweg zu viel war. Aber du hast recht, ich muss jetzt reinhauen. Schon allein damit mein Gewissen mich nicht mehr plagt.

Das Belohnungssystem muss nicht mit Glotze, Internet, Sauferei, Rumclubben bis in die Puppen und anderem Scheiß irgendwie doch in Gang gesetzt werden, sondern das schüttet auch mal so Glückshormone aus, wenn man mal ein Buch hinter sich gebracht hat und da doch tatsächlich auch alles draus checkt.

Das witzige ist: Fast alles was du gennant hast ist für mich keine Belohnung. Ich fühle mich zufrieden wenn ich etwas erreicht habe. Nach dem Training z.B. fühle ich mich richtig gut. Oder wenn ich ein Buch gelesen habe was mich wirklich interessiert. Saufen tue ich nicht, den Fernseher habe ich schon vor 2 Jahren rausgeworfen und im Internet bilde ich mich einfach weiter statt mir sinnlosen Mist anzugucken.

Wenn ich eine Matheaufgabe löse und es richtig ist, löst es bei mir kaum/keinerlei Gefühle aus. Es scheint so sinnlos und realitätsfremd. Wahrscheinlichkeitsrechnung z.B.. Ja toll, dann kannst du halt ausrechnen wie wahrscheinlich es ist dass die Münze Kopf oder Zahl zeigt nach 100 Würfen. Oder du scheißt drauf und tust es einfach -> Aktionismus.

"Nee, boorr, nöö, jetzt gerade nicht." Gibt's nicht mehr die Attitüde. Man fühlt sich irgendwie im Sumpf und durch diese scheiß Attitüde bleibt man da auch

Diese Attitüde versuche ich seit 3 Monaten abzulegen. Es klappt immer besser. Sobald ich etwas wissen/tun möchte frage ich mich zuerst: "Kann ich das jetzt erfahren/tun?" Falls ja-> Sofort tun ohne darüber nachzudenken. Nur mit dem Lernen klappt es noch nicht.

Stylish in der Fußgängerzone Schnecken zu erobern ist gut und schön, aber da latschste als Studienversager doch mit 'ner Fresse bis zum Boden rum und strahlst so eine latente Unzufriedenheit aus, die dazu führt, dass die wirklich interessanten Frauen praktisch unerreichbar sind und schlimmer noch, Dich wahrscheinlich auch gar nicht wirklich wahrnehmen. Fieldtested von mir selber.

Oh ja, habe ich in letzter Zeit selbst gemerkt. Vor 3-4 Wochen kamen noch IOI's ohne Ende. Jetzt gehts inzwischen gegen 0.

InnerGame-Guru und Dir einreden Alles aus Dir selbst schöpfen zu können, naja, öh, guck' Dir an woraus Du gerade schöpfst und frage Dich, ob da 'ne Quelle nicht mal 'ne erfrischende Idee wäre. Und diese Quelle heißt nun jeden Tag fleißig was zu lernen, die Klausuren bestehen zu können ohne auf besonders einfache Fragen hoffen zu müssen und den Sumpf langsam trocken legen durch Erfolgserlebnisse im Studium. Wenn Du dann noch 2 Aktivitäten für durch die Woche hast, dann sieht die Welt schon ganz anders aus. Ich mach' nun 2x die Woche Bibelstunde oder irgendwas anderes sinnvolles mit interessanten Leuten in Studentenvereinigungen. (Alles locker und ohne Verpflichtungen, Vereinnahmungen, dämliche Saufspiele und so da. Die sind auch alle auf der Suche nach "mehr" und zusammen findet man halt mehr.) Außerdem bin ich nun dran den Faust auf die Bühne zu bringen, suche dafür Leute, Unterstützer und so. Klamotten, Street-/Club-Game, Sargen, InnerGame-Laberlaber und sonstigen Schrott hat mich nicht halb so happy gemacht wie so ein bisschen Struktur im Studium und schöne Nebenaktivitäten abends.

Aktivitäten unter der Woche (abgesehen von Sport und Kollegen) wären wirklich mal was schönes. Ich merke auch langsam dass dieses Sargen nichts für mich ist. Nach 2 Monaten habe ich auch überhaupt keine Lust mehr. Aber Klamotten sind eine kleine Leidenschaft für mich geworden. Früher war shopping ne Qual, jetzt habe ich sogar richtig Freude daran gefunden :-D.

Ich glaube es wird Zeit mal singen und tanzen zu lernen, wollte ich schon immer mal machen...

Würde mich freuen, wenn Du nicht erst ähnlich wie ich nachm Abi erstmal total versumpfst, sondern früher mal den Turbo startest.

Ich bin gerade dabei den Turbo einzuschalten.

@saian Danke für deine Antwort.

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Ich danke euch Leute :friends: , ich bin aus dem Loch wieder draußen und weiß nun genau was ich zu tun habe. Die Energie und Lust kommen langsam wieder zurück. Ich werde das Thema Frauen erstmal ruhen lassen und nur wenn ich auch wirklich Lust habe gamen. Erstmal kein Sargen mehr, es macht mich kaputt.

Ich dachte ich könnte meine Zufriedenheit dadurch erhöhen. Aber ich muss erstmal mein Leben hinbiegen, sonst wird das alles nichts. Ich habe nun wieder klare Gedanken und kann mich auf die Lösung konzentrieren.

Ich habe am Freitag mal mit ein paar Typen geredet und ihnen mein Problem geschildert. Plötzlich stimmten mir alle zu und meinten sie würden das gleich durchmachen. Hat mich echt überrascht.

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Es mag zwischen den anderen Antworten etwas untergegangen sein, aber ich möchte nochmal auf Strandgitarrist verweisen, auch wenn ich nicht genau weiss wie das bei dir damit aussieht (wegen fehlender deutscher Staatsbürgerschaft): Zivi, FSJ und das ganze Schwadröns drumherum sind wirklich etwas, was einen ziemlich auf den Boden der Tatsachen holt, weg vom theoretischen Direkt-Übergang "Grundschule - Unterstufe - Mittelstufe - Oberstufe - Uni". Je nach Gebiet sieht man Sachen lockerer (Ich beispielsweise war im Rettungsdienst - Krankentransporte, nix mit Tatütata (oder nur 3,4 mal, nie was großes), aber trotzdem sieht man halt Schicksale mal anders als nur aus RTL-"Dokus", mit trauriger Musik und Schwarz-Weiss-Zwischeneinschub) - man kriegt auf jeden Fall auch ein Gefühl für Verantwortung und je nachdem, wo man es macht, liegt man dann auch keinem auf der Tasche (Je nach Stelle hat man Unterkunft, Essen und Sold bzw. Gehalt). Praktika sind da vermutlich auch nicht verkehrt.

Und ausserdem: Danke. Ist immer schön von jemandem zu lesen, der genauso unsicher ist wie man selbst. Auch weil's einen selbst dazu anregt, dieselben Gedankengänge durchzuspielen und vielleicht zu einem (für sich persönlich) anderen Schluss zu kommen als du. :good:

bearbeitet von Feuertanz

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Hi Voltair,

ein Studium ist hier in Deutschland oft wie ein Langstreckenlauf, bei dem einem am Anfang keiner sagt, wo er hinführt und wie lange er dauert. Will sagen: Man weiß nur, es dauert lange und es führt irgendwo hin - aber wo? Das motiviert natürlich wenig. Ich hab auch studiert, und meine ersten Semester waren relativ hart - nicht vom Stoff her, sondern von der Motivation. Nachher wurde es besser, weil ich immer mehr verstand, wozu der ganze Kram vom Anfang eigentlich gut ist.

Dieser ganze mathematische Kram usw. ist in meinen Augen einfach totaler Schwachsinn.

Äh, nee. Dieser ganze mathematische Kram ist ein unerlässliches Hilfsmittel, um Physik und Chemie wirklich zu verstehen. Jeder Naturwissenschaftler MUSS ein vernünftiger Mathematiker sein. Wenn Du darauf keinen Bock hast, kannst Du das Chemiestudium lassen.

Ich möchte raus in die Natur, einfach das Leben genießen. Neue Orte entdecken, mein Leben verbessern und das machen worauf ich Lust habe. Das scheint in der heutigen Zeit nicht mehr möglich zu sein.

Das war auch früher schwierig. Das machen, worauf Du Lust hast? Dazu musst Du wissen, was Dir Spaß macht. Und: In jeder Berufsausbildung wird es Sachen geben, die überhaupt keinen Spaß machen. So diszipliniert muss man dann sein, um diese Sachen trotzdem zu tun oder zu lernen. Es geht ums große Ganze.

Konkreter:

"Ok, Chemie finde ich interessant, also studier ich das jetzt einfach".

Das ist ja schon einmal eine gute Grundlage. Außerdem - kleiner Tipp - werden Naturwissenschaftler oder Ingenieure in den nächsten Jahren gesucht werden wie nix, mit entsprechend guten Gehaltsaussichten. Gehalt ist aber nicht alles. Denn:

Studium ist Theorie. Und Theorie. Und nochmal Theorie. Das muss man abkönnen. Ich konnte das, aber habe mich NACH erfolgreichem Studium gefragt, ob ich mit einer Ausbildung nicht glücklicher geworden wäre. Als Schreiner, Elektriker, Physiotherapeut usw., also mit was "handfestem". Da kann man, wenn man will, auch seinen Meister machen, selbständig werden und gutes Geld verdienen - muss aber auch ne Menge ranklotzen.

Laberführerscheintest

:lol: SCNR

Ich verstehe, dass Deine Eltern wollen, dass es Dir mal besser geht als ihnen. Aber: Arbeiten muss man sein Leben lang, ob als Arbeiter oder als Super-Chemiker. Dann ist es wichtig, dass einem der Job auch Spaß macht. Du schreibst: "Ich brauche handfeste Ergebnisse die ich sehen, fühlen und riechen kann." Das ist in unserer arbeitsteiligen Welt, in der viele im Büro oder in der Werkshalle arbeiten, und nur einen klitzekleinen Teil zum fertigen Produkt beitragen, nicht so leicht. Am ehesten kann man das als Handwerker oder als Künstler.

Soviel von mir. Gruß, Speedfreek

bearbeitet von speedfreek

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