Get lost!

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Tag 1

Eintrag erstellt von Awesome! · - 621 Ansichten

28. Februar 2018

Tag 1

 

 

Angestoßen durch den Blog von @pMaximus möchte hier so etwas wie ein Tagebuch auch zur Selbstreflexion und (wieder) Selbstfindung starten. Zur Zeit bin ich so durch den Wind wie man es nur sein kann. Wie das kam?

Einleitung:
Es fing auf Tinder an. Aus purer Langeweile  wischte ich in einer freien Minute hin und her. Erwartungen hatte ich keine.  Mehrfach bekam ich die Bestätigung ,,Match“. Nicht im Ansatz hätte ich mir vorstellen können, was in den Monaten seit Februar 2017 alles passieren und mich aus der Bahn katapultieren würde . Nicht im Entferntesten kam ich auf die Idee, eines der Matches anzuschreiben. Dumm nur, wenn die Person gegenüber da ganz andere Sachen im Sinn hat. Einen Tag später summte das Handy. Nachricht auf Tinder. Mail gecheckt, Foto gecheckt. Fotos täuschen ungemein doch dieses eine war mir direkt sympathisch. Gut, schreibst du zurück. Und so entwickelte sich eine nette Konversation, die alsbald auf Whatsapp verlegt wurde. Einige Tage später folgte das erste Date. Sie sah noch besser aus als auf den Fotos, war witzig, charmant, unheimlich klein aber eine der toughesten Frauen die mir begegnet sind. Und das waren mit 35 Jahren so einige.
Der erste Abend war himmlisch. Wir hielten unter Decken eingekuschelt Händchen, wärmten uns und redeten stundenlang. Sie betonte immer wieder, dass sie mich schon einmal gesehen habe und wollte tatsächlich wissen, ob wir uns denn wiedersehen. Hallo? Na klar.
Schon beim zweiten Date übernachtete ich bei Ihr. Der Sex war gigantisch. Teils wild, hemmungslos und trotzdem vertraut. Sie war in vielerlei Hinsicht ein Spiegelbild von mir. Beruflich sind wir beide viel unterwegs. Die Zeit war knapp. Die Stunden, die wir gemeinsam hatten, wurden ausgiebig genutzt. Doch irgendwo haben wir uns verloren. Es half nichts, dass wir in derselben Stadt wohnten, wenn man teils hunderte Kilometer beruflich bedingt über Tage getrennt ist. Die Telefondates aus den Hotels wurden kürzer, die Launen schlechter. Ich bekam es gar nicht mit, wie anhänglich und needy ich wurde und so kam im Oktober die unausweichliche Trennung. Acht tolle aber auch schwierige Monate. Ein Schlag ins Gesicht. Hier erst merkte ich, wie sehr ich vom coolen Typen zum Ultra-AFC mutiert bin. No Shit Sherlock, so etwas ist mir in keiner Beziehung passiert. Ich war doch immer derjenige, der die Herzen brach, der von den Exen angehimmelt wurde. Es musste ein Veränderung her.
Ich beschloss für mich, meinen Sport zu intensivieren inklusive Ernährungsumstellung, neues Styling, neue Pflegeprodukte alles was man so machen kann. Ich stylte meine komplette Bude um. Ich feierte wie ein bescheuerter, schleppte Frauen ab, ,,FTOW“ wie man so nett sagt. Regame? Hell yeah. Ich fühlte mich bereit. Anders ausgedrückt: Es ging mir von Tag zu Tag besser…dachte ich bis gestern.

Früher oder später musste es so kommen. Eine Nachricht: ,,Du mochtest doch meine Vitrine so gerne. Ich verkaufe die und paar andere Möbel.“ Sie zieht weg. Weit weg. Beruflich natürlich. Haushaltsauflösung. Eine Nackenschelle epischen Ausmaßes.

Nun sitze ich hier und frage mich, für wen ich die letzten Monate trainiert habe, für wen ich mein Leben komplett umgekrempelt habe. Für mich? Diese Frage mit Ja zu beantworten wäre eine freche Lüge.  Soviel muss ich mir inzwischen eingestehen. Noch nie hat mich ein Mensch so sehr eingenommen, so ein Gefühlschaos in mir ausgelöst. Sie steht bei mir auf einem Podest, da ist der Turm zu Babel ein Witz gegen.

Doch was gibt sie mir, was ich anscheinend nicht habe? Dies muss ich herausfinden, um aus diesem derzeitigen Loch herauszukommen. Das Leben geht weiter…klar doch zur Zeit sehe ich kein Licht am Ende des Tunnels.

Diese endgültige Gewissheit muss ein Anfang sein. Hier und jetzt.

Doch wo beginnen?

Alternativen schaffen? You don’t say.  Habe ich ohne Ende. Seit heute Morgen x Mails wie es mir ginge, wann man sich mal wieder trifft, ob ich mir auch eine Beziehung vorstellen kann das volle Programm von mehreren Frauen. Es ist für mich der falsche Weg. Weder lenken mich andere Frauen ab noch verarbeitete ich das geschehene. Im Gegenteil: Meine Defizite habe ich nur erfolgreich verdrängt. Die Wurzel des Übels liegt woanders. Oder Wurzeln?

Next Stop: Beruf. Ich mochte meinen Beruf. Bisschen rumkommen nette Leute kennen lernen und gutes Geld. Doch irgendwie muss es mit 35 Jahren noch etwas Anderes geben. Ich möchte mich hier eher settlen.

Bevor ich mir weitere Gedanken mache, muss in den folgenden Tagen erst einmal folgendes Eintreten:

Die vollständige Akzeptanz der derzeitigen Situation. Im Moment kann ich mir nicht vorstellen, sie nie wieder zu sehen. Klingt sehr melancholisch, i know, doch dies entspricht eben den Tatsachen. Und so fühle ich mich derzeit.

Wem es ähnlich geht: Haltet die Ohren steif.



3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hi, 

I feel you Bro. So ähnlich ist es mir auch ergangen/ergeht es mir noch teilweise. 

Wie du bereits selbst erkannt hast, hilft manchmal die FTOW Anwendung nicht immer. Essentiell darüber Bescheid zu wissen, half mir persönlich bis vor wenigen Monaten tatsächlich die Einsamkeit und Reflexion im Stillen. So gut der soziale Umgang mit Freunden, Familie und anderen Mädels auch war und letztere eigentlich nur Balsam für die Seele im engeren Sinne sogar nur ein Mittel zum Zweck diente, umso mehr behalf ich mich durch konsequente Eigeninitiative und Förderung persönlicher Ziele. 

Mit der Zeit dämmerte es auch mir immer mehr und man kommt zur Besinnung, dass im Leben doch eigentlich nur 3 obligat soziale Faktoren eine Rolle spielen (wobei der letzte Punkt meines Erachtens fast am Wichtigsten in solchen Situationen erscheint): 
-Familie und Eltern, ein zwischenmenschlicher Bund das niemals durch andere Personengruppen ersetzt werden kann. 
-ein durch und durch vertrauter Freundeskreis und sozialer Umfeld, mit dem man auch über sehr intime und persönliche Anliegen sprechen kann.
-und letztendlich die Beschaffenheit und Determiniertheit aus eigenen selbst induzierten Ressourcen etwas im eigenen Leben zu erreichen und zu bewirken. 

Erst die bewusste Anerkennung eines dieser sozialen Verhaltensaspekte führt wahrhaftig zu einer emotionalen (krankhaften) Unabhängigkeit gegenüber dem/der Partnerin und gleichzeitig gesunden Selbstfindung

Aber um diese Schritte einzuläuten bedarf es eben Zeit. Zeit in sich zu gehen, Vergangenes zu verdauen aber auch gleichzeitig sich vor Augen zu halten woraus die tatsächlichen Lebensziele bestehen und wie hoch man sich selbst persönliche Wertevorstellungen setzt. 

Bei mir kam die Einsicht erst, als ich verstand dass nicht andere Personen (Ex Freundin) über mein Glück und Unglück im Leben entschieden, sondern eine Beziehung lediglich ein Spiegel der eigenen Selbstauffassung darstellte und man immer persönlich für das eigene Glücksniveau zuständig war und diese auch zu verantworten hat. 

Keine Sorge. Zeit heilt alle Wunden und auch du wirst eines Tages die Einsicht erlangen, dass deine noch temporäre rosarote Brille gar nicht so rosig ist. Kopf hoch! Wie auch bei mir, steht das Forum hinter dir! 

LG

 

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@pMaximus

Erstmal vielen Dank für deine aufbauenden Worte. 

Ich muss auf mich schauen, die rosarote Brille absetzen. Leicht gesagt. Was mich so trifft ist die Tatsache, dass nunmal mit dem Wegzug ein Fakt geschaffen wurde. Ich dachte ich sei viel weiter mit der Verarbeitung. Es hat mich getroffen wie ein Boxkampf bei dem mir die Arme auf den Rücken gebunden sind. Man steht auf und kriegt den nächsten Schlag. 

Wie ich schrieb, hab ich trainiert wie bekloppt. X Sachen umgestellt. Jetzt Sitz ich hier und hab 0,00 Motivation. Es ist zum kotzen. 

Auch wenn es keine 3 Jahre wie bei dir waren, hatte ich noch nie so ein Gefühl so jemand gefunden zu haben, bei dem Wellenlänge (Familie, Karriere, Sport, Hobbies) so konform ging. Das sie dazu noch fantastisch aussieht tut nun das übrige. 

Ich muss eine Nacht drüber Pennen, heute war der Horror sei es Schal und arbeitstechnisch.

Morgen ist Tag 2, der 01.03, ich muss mich sammeln und weiter machen. Karriere steht jetzt im Mittelpunkt und Ablenkung inklusiv Selbstreflexion. Ich weiß, dass ich die Beziehung kaputt geredet habe umso mehr ärgert es mich, da ich weiß, das ich es besser kann.

Heute trink ich einen, Bade nochmal richtig in Selbstmitleid und morgen geht’s dann los.

Ich werde versuchen, dieses Tagebuch auch als Fitness und Sport Tagebuch zu führen. 

Und letztendlich bin ich gespannt wie lange es dauert und ob ich gestärkt wieder raus komme.

hugs Bros (and Cats obviously) 

bearbeitet von Awesome!

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Tag 2

gestern mit einem Kumpel getankt. Mir geht’s hart mies zu Recht :D zum Glück hab ich einen Tag frei.

morgen steht auch eine große Veränderung an da muss ich kurz über etwas referieren nämlich meinem Leben seit 2013:

ich hatte damals eine Frau kennen gelernt aus MA. Hat irgendwie gefunkt. Sie kam oft zu mir (ca 200 km entfernt) und ist dann Anfang 2013 hier eingezogen mit 2 Frettchen. Nach unserer Trennung 2015 ist sie nach WHV gezogen konnte die Fretts bloß nicht mitnehmen. Nun ist es so, dass ich morgen hoch fahre nach der Arbeit und sie mit ihrem Einverständnis abliefere. 

Warum ich das schreibe? Mir geht’s hundeelend doch was war es weshalb ich sie (meine Oneitis) so hoch hebe? Vielleicht das sie so selbständig ist, jetzt weg zieht ihren Weg geht. Das war mit den Tieren meiner Ex sehr kompliziert. Das ist erstmal eine Belastung die weg fällt auch wenn ich die Tiere mag.

irgendwie hab ich aus das Gefühl, hier weg zu wollen. Keine Ahnung Job war ok wie geschrieben aber die Erinnerungen wo wir waren und was wir für eine tolle Zeit hatten macht mich fertig in meiner Stadt. Also mal schauen hoffe meine Ex nimmt die auch wie versprochen.

greetz 

sorry wegen der Rechtschreibung das Handy korrigiert nur Müll. 

bearbeitet von Awesome!

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