Bondig

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Beiträge erstellt von Bondig


  1. Ohne die letzten 11 Seiten gelesen zu haben: 

    Ich habe einen Kollegen (den ich auch hier über's Forum) kennengelernt habe und der ist mit seinen Anfang 40 ziemlich gut unterwegs - also da bin ich mit meinen Anfang 30 ziemlich neidisch... Ich war ein paar mal mit ihm weg, approaching ist nicht so sein Ding, dafür Tinder... 

    Er hatte in etwas mehr als einem Jahr über 100 Dates (ich kennen seine Chats). Wobei man auch sagen muss: 

    Pickup kostet Zeit und Geduld! Literatur finden und durcharbeiten (hilft IMMER), hier im Forum schreiben und natürlich: Ansprechen, flirten, daten usw. Fairerweise muss man sagen, dass er sich die Zeit auch nimmt. (30h Woche hat er glaube mittlerweile und einen recht entspannten Job, da geht das). In der Hinsicht stoße ich an meine Grenzen. Nach einer anstrengenden 45h Woche ist es eh vorbei mit der Energie. 

    Fazit: 

    Alles eine Frage der Prioritäten und des Mindsets 👍🏼 wird schon 

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  2. Am 19.12.2019 um 22:32 , Fastlane schrieb:

    Mal den Hausarzt aufsuchen, um organische Störungen auszuschließen, Schilddrüse, andere Hormone etc.

    Genügend Sport machen, draußen. Genügend schlafen. Mit beidem hat man die körperliche Seite dann schon mal im Griff.

    Dann halt prüfen, ob es eine excuse ist, um sich nicht zu sozialisieren, daheim rumhängen ist halt comfortzone, mit neuen Leuten quatschen eher Neuland. Wenn es echt keine excuse ist, dann hinnehmen. Ich finde es ist das Tolle an uns Männern, dass wir auch allein sein können, ohne einsam zu sein. Wir müssen uns nicht über jeden Furz austauschen, alles bequatschen und acht mal durchhecheln. Frauen brauchen das oft und ich finde es extrem oberflächlich.

    Endlich habe ich mal wieder die Zeit und v.a. Muße was zu antworten.

    Ich hatte seit August eine verschleppte Erkältung, fast jede Morgen mal mehr, mal weniger durchschwitzt aufgewacht --> der Körper arbeitet, durch den "Job" bin ich einfach nicht zur Ruhe gekommen. Die Probezeit hat mich daran gehindert, mir mal eine Woche frei zu nehmen. Zu groß war die Angst vor "mögliche Konsequenzen". Und ja, die dunkle Jahreszeit frisst nochmal zusätzlich Energie... Und natürlich war ich beim Arzt: Alles i.O. Menschen sind unterschiedlich, der eine kann bestimmte Situationen mehr ab als der andere. Mir machen Massenveranstaltungen oder grundsätzlich zu viel Input extreme Schwierigkeiten.

    Nichtsdestotrotz:

    Mit anspruchsvollem Job, 40-50h / Woche, Termin- und Ergebnisdruck und den Aufgaben im eigenen Haushalt (Aufräumen, Sauber machen, Wäsche machen, Einkaufen gehen etc.) ist einfach mal die Woche rum. Mir bleibt da nicht mehr viel Energie für Dating und Co. Eine LTR ist einfach "ökonomischer". Das bringt einfach "Ruhe in' Puff"... Ich versuche 3x pro Woche zum Sport zu gehen und mich 1x pro Woche mit Kollegen im Irish Pub zu treffen und das ist schon anstrengend genug. Freitagabend, 20:00 fallen mir schon fast die Augen zu. Das Arbeitstempo und der Druck sind schon krass. Und es wird von Jahr zu Jahr schlimmer - gibt ja genügend Statistiken, die es beweisen

    Ich gebe dir schon Recht: Als Mann kommt man sehr gut mit sich alleine klar. Frauen networken von Natur aus mehr (eben weil sie alles "besprechen" müssen). Aber mittlerweile habe ich auch kein Problem, wenn ich mal ein ganzes WE niemanden höre und sehe. Da schaffe ich es mal komplett runter zu fahren, kann ein Buch lesen, mir ein paar Alben anhören, eine Serie schauen... Ich frage mich echt, wie man das mit Kindern und einer Familie bewerkstelligen soll!

    Ist shcon bitter, wie viel von einem selbst auf der Strecke bleibt, weil man die wertvollste Zeit seines Lebens damit verschwendet, durch den Verkauf seiner Arbeitskraft die Profimaximierung des Arbeitgebers zu realisieren. Aber nützt ja alles nichts: Da müssen wir durch. Und da darf ich mich verdiensttechnisch noch glücklich schätzen, wenn ich mich mit den restlichen 99% der Menschheit vergleiche.


  3. Nabend die Damen und Herren,

     

    seit Wochen (!) schaffe ich es endlich mal wieder, mich im Forum umzusehen. Seitedem ich voll im Berufsleben stehen merke ich doch immer mehr, wie wenig Zeit so ein 24h-Tag hat und wie viel davon für die "tägliche Reproduktion" wie arbeiten, essen, Wäsche machen, Wohnung saubern machen, Sport usw. drauf geht. In Kombintation mit den Wintermonaten bemerke ich seit Mitte Oktober, dass ich mich immer lethargischer fühle und vom "öffentlichen Leben" zurückziehe. Kurzum: Meistens wird mir alles zu viel und ich brauche Ruhe. Der Job ist stressig genug (Meetings, Deadlines, komplexe Themen, analytische Aufgaben ~45-50h/w) und ich glaube, dass ich mich als "hochsensibel" bezeichnen muss (darf?). Auf jeden Fall treffen die Symptome fast ausnahmslos zu. Leider habe ich den Hanz zur Selbstausbeutung (noch mehr lernen um noch besser auf Arbeit zu sein und noch mehr FÄhigkeiten zu haben, noch mehr Sport, noch mehr lesen, noch mehr...). Im September habe ich mir ein Gspusi angelacht, mit der es auch ganz gut läuft (voll beta - ich weiß), aber mittlerweile wird mir auch klar, warum man sich ab einem gewissen Alter für eine LTR entscheidet: Es ist einfach einfacher was Sex etc angeht + man hat einen emotionalen Hafen.

    Vor einem Monat habe ich zum zweiten Mal "LdS" gelesen und im Anschluss "Die täglichen Erinnerungen" gelesen. Sehr, sehr gut! Klar, man muss seinen Stil mögen, aber die Kernaussagen treffen nach meinen Erfahrungen und Hintergrundwissen zu großen Teilen zu. Klar beschäftige ich mich weiter mit PU, aber auch hier gilt: Ich merke, dass das "Arbeit" ist und dass es mir immer schwerer fällt, dass neben dem Job zu bewerkstelligen (insbesondere mit meinen Persönlichkeitseigenschaften). Auch hier ginge viel mehr (hatte im Sommer wieder so eine "Phase") aber es ist eben auch verdammt anstrengend.

    Kurzum: Geht es im (Ü30)-Forum jemanden ähnlich? Ist manchmal schon frustrierend, denn langsam weiß man, wie der Hase läuft, aber es fehlt einem einfach die Energie! Mir geht es jedenfalls wie im verlinkten Artikel: Jede Form von "Freizeitstress" (Massenevents, zu laute Musik, Gedränge in den Straßen etc. lösen Stress aus. Dafür lese ich lieber, höhre entspannte Musik für mich allein, geh zum Sport, kann mich ohne Probleme tagelang mit mir selbst beschäftigen, ohne dass mir langweilig wird und genieße die Ruhe). wird von mir gemieden. Ich pack das nicht, es überanstrengt mich einfach.

    Wie sieht euer Weg aus? Vielleicht kann ich nochwas dazu lernen ;-)

     

    Gruß, B


  4. Am 25.10.2019 um 15:56 , Metronom schrieb:

    vor allem die gesundheit ist so eine sache.

    man macht sich jeden tag kopf um die dinge wie arbeit, kollegen, finanzamt, freundin usw. usf. und wenn man eines tages ernsthaft krank wird, wirken all die alltagsprobleme aufeinmal so farblos. haben keine bedeutung mehr.

    deshalb, seid jeden tag bewusst dafür dankbar, dass ihr gesund seid

    Stimmt schon - denke ich mir auch jeden Tag. Nur sollte man "negative Gedanken" auch als Krankheit betrachten ;-) Und ich denke jeder hier im Forum kann sich an richtig großartige Tage in seinem Leben zurückerinnern, die sich auch mächtig positiv und v.a. auch nachhaltig auf den eigenen Selbstwert ausgewirkt haben.

    Am 26.10.2019 um 07:15 , Female_M schrieb:

    Ein älterer Herr sprach mich auch drauf an.

    Ich: "Ich hab xy."

    Er schaut betreten auf den Boden... und sagt... "Immerhin kommen Sie hier wieder lebend raus.

    Ich nicht."

    Es stellte sich heraus, dass er Blasenkrebs im Endstadium hat und in wenigen Tagen sterben wird.

    Seine Frau hat er bereits letztes Jahr an Brustkrebs verloren. Er ist gerade mal 60, sah aber bedeutend älter aus.

    In solchen Momenten wird dir einiges klar.

    Das ist hart, kann dem aber nur zustimmen! War vor zwei Jahren auch in einem Krankenhaus (Bauchnabelbruch) und habe ähnliche Erfahrungen gemacht.

    Gesundheit ist nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts - schrieb der gute Artur...

    Am 25.10.2019 um 12:50 , Doc Dingo schrieb:

    Ich nehme mir mittlerweile einfach bewusst Zeit um das alles was ich habe mir bewusst zu machen, bewusst zu genießen, es mir bewusst vor Augen führen. Man kann sich über die kleinsten Dinge freuen. Hab ich mir von nem HB abgeguckt welche ich nur einmal in meinem Leben traf, aber es reichte um mich tief zu beeindrucken. Seitdem versuche ich tatsächlich mich über alles mögliche bewusst zu freuen, bewusst wahrnehmen. Klappt natürlich mal mehr mal weniger gut. Z.b. Die Tasse Tee aufm Balkon, oder das gute Wetter, oder, oder, oder. Macht einfach mehr Lebensfreude. Ich arbeite täglich dran zufrieden mit mir und meinem Leben zu sein. Für mich ist Zufriedenheit die kleine Schwester des Glücks. Das heißt natürlich nicht dass ich keine Pläne und Ziele mehr verfolge, aber ich freue mich auch über das bisher erreichte weil ich es bewusst wahrnehme.

    Ich habe irgendwann ein Zitat von Dostojewski gelesen: Alles ist gut. Der Mensch ist unglücklich, weil er nicht weiß, dass er glücklich ist. Nur deshalb. Das ist alles, alles! Wer das erkennt, der wird gleich glücklich sein, sofort, im selben Augenblick.

    Stimmt schon, ist aber auch ein bisschen zu einfach:

    https://www.focus.de/wissen/mensch/sprache/englisch-sprachkurs/tid-7184/psychologie_aid_130860.html

    Wenn man, wie ich, der zwanghafte Typ ist, ist das mit der Zufriedenheit relativ zügig Pustekuchen. Da kann man sich noch so sehr daran erinnern, im Moment zu leben - in mir steckt die Triebhaftigkeit und der Zwang, die Themen und Ziele, die mich interessieren, sehr intesiv zu betreiben und zu erleben. Die Aussage: "Entwicklungschancen: Leichtigkeit, Lust und Lebensfreude." trifft den Nagel auf den Kopf.

     


  5. vor 19 Stunden, Female_M schrieb:

    I feel you.

    Mädchenkram, aber thx 😜

    vor 19 Stunden, Female_M schrieb:

    Seitdem ich PU anwende, läuft es. Erschreckend einfach, erschreckend gut. 

    Es ist mir in Fleisch und Blut übergegangen

    Das freut mich zu hören! Glaube ich... Na jedenfalls funktioniert es ja. Wäre interessant zu wissen, wie du da die Routine reinbekommen hast ;-)

    Aber du wendest das schon bei Frauen an - oder funktioniert das auch umgekehrt? Würde mich jetzt stark wundern, es sei denn du nutzt das Hintergrundwissen für deine Zwecke :-D

    vor 19 Stunden, Female_M schrieb:

    Die Crux an der Sache ist, dass man nicht mehr wirklich "man selbst" ist.

    Ich bin die deutlich abgezocktere Version von mir.

    Das hört sich schon ein Stück weit "entmenscht" an, kann das sein? Aber wrsl sind das nur die "sozialisierten und kulutralisierten, uns aufgezwungenen Wertekonstrukte, die da ihr schändliches Unwesen in deinem Unterbewusstsein treieben" 😜

    vor 19 Stunden, Female_M schrieb:

    Man verbietet es sich schon fast, needy zu werden. Jemanden besonders gern zu haben... weil er eben dann automatisch

    auf einem Podest steht. Liegt in der Natur der Sache.

    Leider werden hier nirgendswo die Vorteile einer LTR aufgezählt... Die gibt es ja unabstreibtar. Und mein Gott - was bringt mir die Vögelei, wenn ich einen größeren Dopaminrausch in einer LTR habe? Just say'n...

    vor 19 Stunden, Female_M schrieb:

    Wie man jemanden lieben kann, eine LTR führen kann, ohne emotional abhängig und tieftraurig zu sein, wenn derjenige aus dem eigenen

    Leben verschwindet- das habe ich noch nicht herausgefunden...

    Da wirst du auch nichts finden. Man wird nunmal vom Partner emotional und physisch abhängig. Solange, wie der Parnter positive Gefühle in einem hervorruft, solange macht die LTR auch Sinn. Das kann bis ins Grab gehen oder auch nur ein paar Jahre. Man sollte aber nicht vergessen, dass mit jedem Erlebnis die Verbundenheit immer stärker anwächst. Im Übrigen finde ich die Evolutionstheorie nur bedingt zutreffend. Als ob ein Kind nach 5 Jahren alleine im Leben stehen könnte, ohne Vater. Alleine schon für die psychische Entwicklung kann das nicht gesund sein. Und wirklich erwachsen ist man heute erst mit ~30 würde ich sagen. Das hat aber eher gesellschaftliche Hintergründe als biologische. Grundsätzliche stimmt aber, dass die Frau selektiert und testet und der Mann generell öfter könnte, wenn er denn könnte...

    vor 20 Stunden, Female_M schrieb:

    Du musst deine alte LTR loslassen. Du haderst noch, beschäftigst dich mit ihr, weißt sogar, dass sie Kinder hat. Da ist

    einfach noch viel Unverarbeitetes in dir und daher ist es gut, dass du das mit eine Therapeuten aufarbeitest.

    Naja, viele Demütigungen, die mir eine heiden Angst vor einem zweiten Verdun / Stalingrad / Waterloo / ... machen. In der Hinsicht muss ich LdS komplett Recht geben: Komplette Betaisierung mit allen beschriebenen Konsequenzen. Also soooo falsch kann es nicht sein, was er schreibt.

    Das Problem bei mir im Speziellen ist, dass ich eine Frau suche, die bei mir die richtigen Knöpfchen drückt. Die mir also meinen Dopamin-Rush beschert. So eine zu finden ist echt tricky, und dann muss ja auch noch das Lebenskonzept in etwa deckungsgleich sein. Man kann natürlich auch 200lays haben, aber eine innere Ruhe wird damit bei mir nie einkehren. Und was auch NIE wirklich offen ausgesprochen wird:

    Es kostet Energie, es kostet Zeit, es kostet Nerven. Ich habe einen stressigen & verantwortungsvollen Job mit 40-50 h/w. Nebenbei möchte ich noch 3x / w ins Gym. Dann gilt es einen (glücklicherweise immer größer werdenden) Social Circle zu pflegen, ganz zu schweigen von all den kleinen Pflichten wie Hausarbeit, Einkaufen, sich um Versicherungen, Altersvorsorge usw. zu kümmern. Tja, und dann gibt es da noch die Familie. In Anbetracht der Tatsache, dass ich nur 24h/d habe und meine 7h Schlaf benötige, bleibt da nicht viel für den Rest.

    PickUp ist wirklich eine - wenn richtig umgesetzt - ehrenswerte Lebensphilosophie; sie wird aber bei den meisten durch das alltägliche Leben scheitern oder gar total abflachen. Trotzdem bin ich für Bücher wie LdS (oder sein neues Werk) echt happy, weil es mir einfach mal das Hirn durchbläst und mir gewisse & naive Glaubenssätze ausmerzt.

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  6. vor 15 Stunden, Helmut schrieb:

    Bin neugierig: In welchen Worten würdest du dein Problem konstruieren wenn du die beiden Begriffe (und das ganze Konzept) "Alpha/Beta" aus deinem Sprachgebrauch streichen müsstest?

    Die Begrifflichkeiten sind sekundär, aber das Konzept ist IMHO nicht. Aber wenn du mich so fragst:

    Ich will mein Leben nie wieder über eine Frau oder eine LTR definieren. Nach dem erfahrenen Leid ist es mir das einfach nicht mehr wert. Je älter das ich werde, desto mehr wird mir bewusst, wie man doch durch diesen wie auch immer entstandenden Romantizismus, der uns von Kleinauf eingeimpft wurde, einen völlig flaschen Blick auf das Thema Sexualität und Beziehungen bekommen hat.

    Ich habe mich in letzter Zeit wieder vermehrt mit PU-Literatur auseinandergesetzt. Aktuell lese ich (wieder) LdS. SChon witzig - das letzte Mal las ich es kurz nach meiner damaligen Trennung 2013. Jetzt - 9 Jahre später - lese ich es wieder und es macht für mich (und meinen bis jetzt gemachten Erfahrungen) viel mehr Sinn als früher bzw. ich kann dem Geschriebenen viel mehr zustimmen. In meiner Beziehung ist genau das passiert, wovor in LdS gewarnt wird: Ich wurde betaisiert, am Ende war ich nicht mehr interessant und einer meiner damals besten Kollegen hat sich meiner Ex "angenommen". Der Typ sieht auch nicht gut aus (womit wieder ein Thema aus LdS bestätigt wurde: Nämlich dass das Aussehen von Männern für Frauen vernachlässigbar ggü anderen Charaktermerkmalen ist). Und der Nachfolger lebte zum damaligen Zeitpunkt eben ein "Alpha"-Leben. Er war feiern & saufen, hat sich einen Scheiß für die Meinung anderer interessiert, war ein totaler Chaot usw usf.

    Während ich also alles Herzblut in mein Studium gesteckt habe (um UNS später mal eine Zukunft zu sichern), hat sie mich nach 5 Jahren betrogen. Nach vielen Stunden, die in die PU-Thematik geflossen sind, verstehe ich langsam, wie die Dynamik zwischen Mann und Frau funktioniert und wie man eine LTR führen kann. Das Wichtigste IMHO dabei ist, dass eine Frau immer nur Platz 2 in deinem Leben haben darf. IMMER! Sobald ich sie auf ein Podest stelle, sobald ich anfange, alles für "uns" zu opfern, werde ich uninteressant (es sei denn es herrschen wieder Zeiten, in denen die Partner aufgrund ökonomischer oder sonstiger Sachzwänge mehr auf sich angewiesen sind).

    Na jedenfalls hat sie jetzt das zweite Kind von ihm, während ich jahrelang mit dem Gefühl der Demütigung, Verbitterung, des Verlustes von LTR und Social Circle und letztendlich des eigenen Weltbildes zu kämpfen hatte. Während sie sich eine schöne Zeit gemacht und Schwänze gelutscht hat. (Nachdem sie mit meinem Kollegen zusammengekommen war, war relativ schnell wieder Schluss - nach ein paar Jahren kam sie dann wieder bei mir an, sie wollte ja Kinder und auf einmal war ich wieder interessant... Als ich dankend ablehnte, hat sie sich dann wieder den damaligen Nachfolger von mir geschnappt und sich von ihm schwängern lassen - wrsl brauchte sie jemand "Vertrautes" - wie arm an Selbstwert).

    Im Übrigen ist das nicht das erste Mal gewesen, dass ich in einer LTR abserviert wurde. Das Muster war immer das Gleiche: Ich werde immer naiver und gutmütiger in einer LTR, beuge mich komplett der LTR und am Ende bin ich einfach langweilig --> Beta.

    vor 15 Stunden, Helmut schrieb:

    Sei dir mal bewußt, dass du siehst was du filterst.

    Ich vermute mal - nach Berücksichtigung deiner ganzen anderen Posts - das es da etwas gibt was dir unten drunter unglaublich Angst macht. Hast du eine Idee was das sein könnte?

    Ich filtere immer mehr nach den PU-Kriterien und siehe da: Es funktioniert! Man muss halt nur verstehen, warum und wieso. Ich habe mich lange gegen vieles von PU gewährt, weil mir die meisten Typen, die es promoten, einfach zu suspekt und unseriös waren. Dann kamen aber Bücher hinzu, in denen wissenschaftlicher gearbeitet wurde und die die Thematik aus der esoterischen und küchenpsychologischen Schiene herausgeholt haben. Und seitdem läuft es mit den Fraune besser, auch wenn ich weiß, dass ich noch immer hie und da tappsig bin, noch nicht ganz auf sicheren Boden stehe. Aber daran arbeite ich zur Zeit.

    Und ja, ich habe nur einen Kollegen in meinem Bekanntenkreis, der sich auch mit PU auseinandersetzt. Für den Rest ist es "chauvinistischer Blödsinn" - das spricht Bände. Zumal ich auch da sehe, wie die Frauen immer mehr die Typen unter ihr "Regime" stellen. Ich finde das unglaublich traurig, zumal ich es selbst auch oft genug erlebt habe.

    Wovor ich Angst habe?

    Wieder so enttäuscht zu werden - das war kein Pappenstiel damals! In der Anfangszeit hat ich sehr, sehr schwarze Gedanke - ohne meine Familie wüsste ich nicht, ob ich mir nicht etwas angetan hätte. Und wofür? Für EINE Frau? Das macht doch keinen Sinn. Rückblickend betrachtet hat mich die LTR JAHRE an Lebensfreude gekostet. Aber der Umgang mit Frauen wird einem ja nirgendswo erklärt (das gleiche gilt natürlich auch für die Damenwelt im Umgang mit den Herren der Schöpfung). Da werden Bilder und Geschichten über Jhdt hinweg transportiert und mit völlig abstrusen Ideen falsch aufgeladen, und am Ende wundern sich die Leute, wenn so was passiert:

    https://www.sueddeutsche.de/panorama/kitzbuehel-fuenf-tote-1.4629239

    Bei mir im Bekanntenkreis habe ich auch genügend Horrorstories zu hören bekommen. Am Ende sind es (seltsamerweise) immer die Typen, die unter der Trennung mehr leiden als die Frauen. Weil "betaisiert", und dadurch als langweilig und unattraktiv empfunden. Die Typen verstehen es nicht, haben sie doch alles in das Familienglück gesteckt - und dann kommt ein 19jähriger und vögelt die eigene Frau weg, nach Jahren "glücklicher" LTR. Die Leute versumpfen, fangen das saufen an... Und warum? Weil sie nie gelernt haben, eine gesunde LTR zu führen.

    Und zum Thema "Frauen":

    Ich bin kein Chauvinist, dazu bin ich viel zu empathisch. Frauen sind gleichwertige, aber einfach andere  Menschen. Schlichtweg aufgrund der Biologie. Wer sich NICHT mit dem Thema "Frauen verstehen" auseinandersetzt, wird höchstwahrscheinlich kein all zu glückliches Leben führen. Und ich rede nicht vonn 200 lays usw - sondern schlichtweg davon, dass man verstehen sollte, wie man mit Frauen umzugehen hat.

    vor 16 Stunden, Helmut schrieb:

    PS: Noch/wieder in Therapie?

    Ja

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  7. vor 15 Stunden, Female_M schrieb:

    Du zerdenkst gerade alles, wie mir scheint. Sehr verkopft. Kenne ich nur zu gut von mir. Aber es bringt einem nichts... was morgen sein wird, 

    weiß niemand von uns. Wenn die richtige Frau auf der Matte steht, wirst du dich sicher für eine LTR oder die Familiengründung bereit fühlen.

    Setz dich einfach nicht so unter Druck, dann läuft es von selbst.

    Ja, Zerdenken und mich unter Druck setzen - daran muss ich am ehesten arbeiten.

    vor 4 Stunden, H54 schrieb:

    Das weißt du aber alles. Bei dir habe ich eher das Gefühl beim lesen gehabt das du zu diesen ewigen Selbstoptimierern gehörst. mache ich an folgenden Absätzen fest:

    Das ist wohl auch durch den Job und das Studium bedingt... Ich glaube, dass es mir schon gar nicht mehr bewusst ist, dass ich unbewusst die ganze Zeit versuche, alles in meinem Leben zu optimieren. Nur muss man das Denkmuster erstmal finden und verstehen...

     

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  8. Freunde!

     

    Ich hänge irgendwie mit meinem Inner Game in der Luft. Frauentechnisch läuft es mittlerweile ganz gut. Habe mich in letzter Zeit wieder intesiver mit OG und PU im Allgemeinen auseinandergesetzt, viele Erkenntnisse gewonnen. Aktuell lese ich (wieder) LdS und muss sagen: Ich hatte es sehr viel schlechter in Erinnerung als es tatsächlich ist. Habe es im Zuge meiner Trennung 2013 kauft und gelesen. Klar, es war gut - aber bestimmte Abschnitte habe ich erst jetzt beim zweiten Mal lesen wirklich für mich verstanden.

    Zum eigentlich Problem:

    Irgendwie bin ich emotional hin- und hergerissen was die Weiber betrifft.

    EInerseits weiß ich, dass ich noch nicht zu 100% auf dem Level bin, wie es manch guter PUler schon erreicht hat. Ich rede nicht von ständigen lays (bin aktuell ein bisschen LD-mäßig drauf), sondern davon, was es heißt, ein Mann zu sein. Klingt pathetisch, aber ich ertappe mich doch immer wieder dabei, dass ich in gewisse Denkmuster verfalle (Nice-Guy, gerade wenn ich ziemlich platt von Arbeit bin fehlt mir die Energie für CnF usw. - immerhin fällt es mir auf). Na jedenfalls würde ich mir wohl instinktiv schon so was wie eine Familie wünschen (bin jetzt 32) und die Ansprüche an die Frauen sind natürlich (gerade mit PU-Wissen im Hintergrund) ziemlich hoch. UND: Neben der Arbeit wird es immer anstrengender die Energie für PU und Partnersuche aufzubringen.

    Jedenfalls habe ich irgendwie das Gefühl, noch nicht reif genug für eine LTR zu sein. Und dann kommt noch hinzu, dass ich gerade am Verarbeiten zum Thema "Sexuelle Treue" bin. Ich für mich fände es unglaublich schwierig, "meine" Frau mit anderen Typen zu teilen. Ich wüsste auch nicht, ob ich in einer LTR mit anderen Frauen parallel was anfangen könnte. Andererseits: Wenn ich mich so umblicke sehe ich all die unglücklichen LTRs, weil die meisten Typen einfach nach einer Frau suchen, die ihre emotionalen wie sexuellen Bedürfnisse befriedigt und im Laufe der Zeit noch mehr betaisiert werden, als sie es ohnehin schon sind.

    Ich für mich habe keine Lust, jemals wieder in der Beta-Schiene zu landen. Vielleicht liegt es auch daran, dass ich noch nicht DAS Alpha-Leben führen?! Ich habe einen ziemlich guten Job, mache Sport, beschäftige mich viel mit intellektuellen Themen (Technik, Literatur, Musik, Wirtschaft, Politik usw). Aber irgendwie bin ich noch nicht ganz an dem Punkt, kann das schwer beschreiben...

    Vielleicht brauche ich noch die EINE Sache, die mein Leben erfüllt, ganz unabhängig von anderen Menschen (insbesondere Frauen)?! Also, ich komme ziemlich gut alleine klar, genieße es, wenn ich regelmäßig für mich alleine bin und einfach Ruhe habe, meinen Gedanken kreisen lassen kann. Menschen werden ab einem gewissen Punkt einfach nervig (nein, ich bin kein sozialer Außenseiter - ich socialize auch recht gerne, aber ich brauche eben auch oft Zeit für mich).

    Also eine Frage an die Erwachsenen hier im Forum:

    Was erfüllt euch und macht euch "frei"? Ich habe viele Jahre damit zugebracht, mich von anderen Menschen abhängig zu machen. Natürlich braucht man Social Proof, keine Frage. Aber das eine hat ja nicht zwinged etwas mit dem anderen zu tun.

     

    Gruß, B

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  9. vor 43 Minuten, IchbinkeinRoboter schrieb:

    Was hat das jetzt mit PU an sich zu tun? Ich verstehe den Zusammenhang nicht so richtig den du da ziehst, kannst du das mal ausführen?

    Das: 

    Am 27.9.2019 um 08:45 , Bondig schrieb:

    PU ist dann demnach auch bzw. eine der logischen Konsequenz aus den sich ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

    Nur mal so zur Selbstreflexion ; )

    Ich finde es einfach interessant hierzu mal eine hintergründige Debatte zu führen. Oder bin ich der einzige der sich fragt: 

    "Warum tue ich die Dinge, die ich tue?" 

    Man ist doch vielmehr der vorherrschenden Strukturen, Ideologien und den sich daraus ergebenden Glaubenssätzen unterworfen, als man sich selbst eingestehen möchte. 

    Sollten wir tatsächlich so etwas wie einen (bedingten) freien Willen haben, dann können wir ihn nur dann in unserem Sinne gestalten, als dass wir wissen, wie die Welt um uns herum funktioniert. 


  10. vor 2 Minuten, RyanStecken schrieb:

    Ich hab da auch schon Beobachtungen in die Richtung gemacht und auch mal hier erwähnt. Ich bin der Ansicht dass es einen ewigen Konflikt zwischen dem Interesse des Individuums und der Gesellschaft gibt. In der Geschichte der Menschheit gab es immer einen Umsturz, wenn die Balance fehlging. Beispiel: Französische Revolution. Momentan leben wir in einer Gesellschaft, die eogistische und narzisstische Verhaltensweisen von Individuen nicht genug sanktioniert. Man kann seinen kompletten SC burnen, 10 Ehefrauen ficken, auf dem Arbeitsplatz alle abfucken, kaum richtig verlässliche Bindungen eingehen usw. Darüber hinaus ist der Wettkampf im Rahmen der Globalisierung immer weiter gestiegen, sei es die internationale Bedrohung der Arbeitsplätze durch andere Volkswirtschaften oder der Partnermarkt. Man kann viel krasser gewinnen als vor x Jahren

    Hast du den Artikel komplett gelesen? Die Französische Revolution bewegt sich innerhalb des Übergangs von der feudalen zur kapitalistischen Gesellschaft - man kann zwar aus historischen Ereignisse lernen, sollte sie aber niemals in die Zukunft projezieren. Das führt dann u.a. zum typischen "Das haben wir schon immer so gemacht" oder "Das war schon  immer so"  usw. Unser Alltagsverstand will uns da oftmals was vorgaukeln, was vielleicht unserer "erdachten" Wirklichkeit nicht aber der Wahrheit entspricht ; ) Den Kapitalismus könnte man abschaffen, er ist kein natürliches System wie der zweite Hauptsatz der Thermodynamik. Das Problem ist nur: Wir haben (noch) keine Alternative. Und es wird mit jedem Produktivitätsschub schlimmer und schlimmer, weil immer mehr Jobs schwinden und der Druck auf die Verbliebenen im System immer mehr wächst (die Burnout-Raten sprechen ihre eigene Sprache)...

    Ich betrachte es nicht als "Gewinnen" wenn ich mein persönliches Wohlbefinden auf das Leid anderer Menschen aufbaue. Da muss doch ein schlechtes in einem Gefühl hochkochen, alleine wenn man schon mit dem Gedanken spielt? Früher oder später wird sich das auf dich oder dein Umfeld negativ auswirken. (Karma usw)

     

    vor 8 Minuten, RyanStecken schrieb:

    Gerade im Bereich Sexualität und Partnerschaft gab es die letzten Jahrzehnte massive Umbrüche, allein die Verhütungsmititel haben alles verändert. Man kann jetzt z.B. als Mann Sex haben ohne irgendeine Form von Verantwortung zu übernehmen, was vorher ziemlich selten war. Darüber hinaus kann man mehr Frauen ficken als man Zeit hat. Der Erfolg, wenn du als Mann "oben" bist, ist sehr krass, gerade im Vergleich zum Durchschnitt, dafür lohnt es sich narzisstisch zu werden für viele. 

    Wie bereits oben zitiert kann es nicht gesund sein, seine Persönlichkeit an ein krankes System anzupassen oder nach Adorno "Es kann kein richtiges Leben im falschen geben."

    Es gibt ja durchaus tolle Aspekte an PU, die für alle eine Bereicherung sind. Irgendwann wird es vielleicht auch mal aus dieser "zwielichtigen" Ecke rausgeholt und in den wissenschaftlichen Betrieb eingebettet werden. Insgesamt denke ich aber, dass es PU auch das Ergebnis der sich immer mehr verschärfenden Rahmenbedingungen in unserer Gesellschaft ist.


  11. Hi,

    habe gestern einen ziemlichen interessanten Artikel gelesen:

    Narzissmus als Norm. Psychische Deformation in der spätkapitalistischen Gesellschaft

    "Indem zugleich zunehmend bedingungslose Flexibilität und die Fähigkeit zur Selbstanpreisung gefordert werden, wird der narzisstische Persönlichkeitsanteil massiv befördert. Dabei wird aus dem Verkauf der Arbeitskraft zunehmend der Verkauf der eigenen Persönlichkeit, als ob diese ein Gebrauchsgut wäre (siehe Distelhorst 2014, S. 67). Stets muss man selbst die Version dessen darstellen, was in der Arbeitswelt gerade nachgefragt wird. Mit der Frage im Hinterkopf, wie man den eigenen Marktwert steigern oder zumindest vor dem Verfall bewahren kann, gibt man dabei nach und nach alles preis, was die eigene Persönlichkeit bisher ausmachte; es ist eine ständige Übung der Selbstverleugnung, die um so leichter fällt, je mehr man bereits von sich selbst preisgegeben hat. Ein solches Leben korrespondiert mit intensiven Gefühlen von Leere und von fehlender Authentizität (Lasch 1980, S. 70). Wer kann schon bei der ständigen Anpassungsbereitschaft im Job und nach etlichen Partnerwechseln noch sagen, was für ein Mensch sie oder er eigentlich ist und welcher nicht? Genau dieser Prozess führt in eine narzisstische Persönlichkeit, die alles sein kann, weil hinter ihr ein grosses Nichts steckt (ebd., S. 120)."

    und

    "Es dürfte klar sein, dass es kein Zeichen seelischer Gesundheit sein kann, gut angepasst an eine kranke Gesellschaft zu sein (Nast 2016, 230)."

    PU ist dann demnach auch bzw. eine der logischen Konsequenz aus den sich ändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

    Nur mal so zur Selbstreflexion ; )


  12. Nabend zusammen, 

     

    Ich habe mich neulich auf einem Lair mit einem PUA unterhalten, der eigentlich lieber alleine weg geht als in der Gruppe oder zu zweit. Begründung: 

    Er arbeitet mehr an der Frauen, die soziale Isolation zwingt ihn dazu, Frauen anzusprechen, um sich in soziale Gesellschaft zu bringen. 

    Da war ich echt baff - wie unabhängig man sich doch mit dem richten Mindset von anderen Menschen machen kann! Ich möchte das auch gern können, aber "trau" mich noch nicht so richtig: 

    1)  Ich "glaube", dass es creepy wirkt, alleine weg zu gehen

    2) Es ist doch ganz schön, wenn man mit einem WIng oder einer Gruppe über die eignen Erfahrungen diskutieren kann

    3) Wenn ich einen tollen Abend habe, teile ich die schöne Momente gerne mit anderen - das hebt nochmal enorm meine Stimmung. 

    Trotzdem würde ich es gerne als Option für mich wahrnehmen. Kann mir jemand beim Mindset auf die Sprünge helfen?! 

    Gruß, B

    • LIKE 1

  13. vor 34 Minuten, Ghost-Fahrer schrieb:

    Es kommt immer drauf an, zu welchen Events man hingeht. Wenn man in einen vielbesuchten Club an einem gut besuchten Abend geht, sind auf jeden Fall 5-10 fickbare und auch hübsche Babes am Start. Im SC gehts 80% um Look. Ich war damals sehr trainiert hab Heilkräuter genommen. Ist aber verjährt. Wenn Du aber den Mund nicht aufbekommst und ein langes Gesicht ziehst, läuft im Sc auch nix. Ansprechangst sollte man nicht haben. Läuft unterschiedlich ab, je nach Club. Joyclub ist Dein Freund.

    "Heilkräuter" Sag halt, dass du ordentlich gestofft hast ; ) Wobei man auch ohne eine passable Figur bekommt.... Egal, eine Frage zum SC hätte ich noch: 

    Ich hab eine Frau kennengelert, die mit mir rein gehen würde. Ich bin ja quasi noch ein Neuling und noch etwas schüchtern ; ) Aber womit startet man am besten? Mit BDSM habe ich mal experimentiert, am Ende ging es aber nicht über Handschellen und Schläge auf den Arsch drüber hinaus, soll heißen: Ich würde nicht gleich auf eine explizite Fetisch-Party gehen wollen. 


  14. vor 20 Minuten, Ambizious schrieb:

    Lebe mit möglichst wenig Angst und versuche dich deinen eigenen Dämonen so oft es geht zu stellen! (Sei es Ansprechangst, Versagensangst oder die Angst alleine zu sein: Arbeitest Du hart an einem Problem findet sich fast immer eine Lösung und falls nicht, ist es vielleicht auch gut sich einfach im Akzeptieren zu üben) 

    Beste Aussage zum Thema Persönlichkeitsentwicklung - aber auch bei dir war die Wahl nicht wirklich frei, sondern ein Ergebnis aus gemachten Erfahrungen, deiner Sozialisation und persönlicher Präferenzen.

    Manche Menschen haben Glück, andere eben nicht. Würdest du das Leben auch mit starken Einschränkungen wie einer Behinderung führen können, sicherlich nicht. Also genieß es ; ) das passt schon 


  15. vor 7 Minuten, Roué schrieb:

    Welche Dynamik meinst du genau von der die Wissenschaft angeblich nicht weiß wie sie abläuft?

    Die Biochemie, die Anziehung, die Umweltfaktoren usw... Da liegt doch noch etliches im Unbekannten. Erst neulich habe ich einen Telepolis Artikel über das sog "Schwulen-Gen" und seine Nicht-Existenz gelesen, nur mal so nebenbei erwähnt... 

    Will sagen: Im Prinzip sind viele Prinzipien noch eine Blackbox. Da spielt das Gesellschaftsystem mit rein, unsere Prägung durch die Umwelt, unsere Genetik... Aber verstanden haben wir das doch noch längst nicht 

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  16. vor 2 Stunden, TC84 schrieb:

    200 Lays hat jeder Kerl mit ner soliden Beziehung in einem Jahr - nur halt mit der selben Lady 😉

    Es geht nicht um die Anzahl der Lays. Worum es geht - zumindest für mich - ist das grundlegende Verständnis darüber, wie diese Mann-Frau-Dynamik abläuft. Wer kapiert hat, wie Frauen und ticken und v.a. wie man selbst tickt, wird einfach glücklicher im Leben sein. Eine LTR hat einfach den Vorteil, dass man wesentlich weniger Invest bringen muss, um Sex zu erhalten. Und dann gibt es natürlich auch noch das Thema Liebe / Emotionen / Vertrauen / Nähe usw. Das werden mir keine 200 Lays mit 200 unterschiedlichen Frauen bieten, Und die Gefühle, die in einer LTR entstehen, bewegen sich ja auf einer viel tieferen Ebene. Das Thema ist halt komplex und wir (die Wissenschaft) weiß ja selbst nicht genau, wie diese Dynamik abläuft.

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  17. vor 5 Stunden, Ghost-Fahrer schrieb:

    Vor ca. 10 Jahren, nem guten Tag im Swingerclub, als ich muskelmäßig noch ein Tier dank Heilkräutern war, waren 5-10 "Lays" am Abend Standard.

    Naja, aber im Swingerclub geht es ja nicht um "Verführung" im hier diskutierten Sinne - alle Beteiligten wissen ja, worauf sie sich einlassen bzw worum es geht ... Wobei mir doch häufig gesagt wird, dass da HB's, die optisch was her machen, wohl eher die Ausnahmen sind. Aber ich will das auch endlich mal ausprobieren... 

    Wie läuft das eigentlich ab? Ich geh hin, stell mich in Buchse an die Bar und warte was passiert? Und alle schauen zu? 


  18. vor 14 Minuten, Ambizious schrieb:

    Achte mal drauf, dass die Mehrzahl der Frauen schlicht nicht auf den Typ mit den größten Muskeln, noch auf den Typ mit dem dicksten Bankkonto stehen und auch nicht auf den objektiv best Aussehendsten. Klar gibt ein paar Frauen, die genau auf diese Typen stehen, aber das sind definitiv nicht mehr als 30%, von daher siehst du das das Ganze viel komplexer ist 

    Kann ich nur so unterschreiben. Eine Frau erreicht man über Emotionen. Und sie wollen einen Typen, der seinen Wert kennt. Typen die gut aussehen, bekommen nicht mehr Frauen, weil sie gut aussehen, sondern weil sie sich aufgrund ihres Aussehen selbstsicher verhalten - das ist ein riesen Unterschied! Aber an deinem Selbstwertgefühl (bzw. an deinem Selbstkonzept) und dann schau was passiert ; )


  19. vor 1 Stunde, Technomagus schrieb:

    Weil?

    Weil das menschliche Sozialverhalten sehr viel komplexer als bei unseren primitiven Verwandten ist. Man kann Gemeinsamkeiten feststellen, aber letztlich ist es wie mit Äpfel und Bienen: Man kann es nicht vergleichen. 

    Die menschliche Spezies hat ihren eigenen Weg in der evolutionären Entwicklung eingeschlagen. Schon möglich dass der nächste Step ein technizistischer ist, Stichwort: Transhumanismus. Sollte die technische Singularität in Form einer KI wahr werden, die tatsächlich ein eigenes Bewusstsein hat könnte sie durchaus den nächsten evolutionären Schritt in der menschlichen Entwicklung darstellen. Sie wäre sehr viel effizienter als der Mensch und ihm in allen rationalen Belangen höchstwahrscheinlich überlegen. Dann braucht es keinen Sex mehr. 

    Außerdem gewinnt nicht der Stärkere, sondern der anpassungsfähigere. Es ist immer witzig, wie hier punktueller Sozialdarwinismus betrieben wird, nur um sich die Welt zurecht zu legen.

    You have to be smart not hard ; ) 

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  20. vor einer Stunde, a.supertramp schrieb:

    Für Mütter ist das auch nicht leicht, da sie im Familienkontrukt -oft unbewusst und unbeabsichtigt- sehr übergriffig sein können und ihnen manchmal das Verständnis für diesen Entwicklungsschritt und die Abgrenzung fehlt. Es kann das Bild entstehen "ich habe wohl vieles falsch gemacht, dass er jetzt von mir/uns weg will". Das ist natürlich blödsinn. Das Reflektieren bewirkt aber - im besten Fall - dass du deine persönlichen Grenzen auch innerhalb des Familienverbunds entdeckst und ziehst. Bringt die Persönlichkeit in vielerlei Hinsicht immens weiter!

    So sieht's aus. Ich arbeite da jetzt auch "unter Anleitung" dran. Keinen Bock mehr mir irgendwelche Zusammenhänge und Lösungen zusammen zu reimen. Wird Zeit, meine Lebensqualität zu steigern ; ) Was mir aber bei dem Abnabelungsprozess unglaublich hilft:

    Die Tatsache, dass ich ein Studium erfolgreich absolviert habe, dass ich gelernt habe, mich durchzubeißen und auch widrige Situationen auszuhalten. Dass ich (endlich) einen Job habe, der mir SPaß macht und in dem ich gut verdiene, worüber ich mir auch viel Selbstvertrauen holen kann. Und - das ist vielleicht die wichtigste Erfahrung aus meiner Studien- und Ausbildungszeit - dass ich weiß, das ich mich auf mich selbst verlassen kann.

    Danke dir ; )

     

    EDIT:

    Und ich merke gerade, dass sich viel bei mir tut, "es" arbeitet in mir, wie man so schön sagt. Auf eine unbestimmte, diffuse Art fühlt es sich aber gut an. Mal schauen, was bei rum kommt.

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  21. vor 4 Minuten, a.supertramp schrieb:

    Hast du mal offen mit ihr darüber gesprochen?

    Klar, in letzter Zeit bringe ich es auch immer  wieder an, um dem ganzen Nachdruck zu verleihen. Ich denke, dass es langsam aber sicher klar wird. Ist auch für die Eltern schwierig, haben ja jahrelang viel Herzblut in mich reingepumpt. Aber ich denke, dass ich auf einen guten Weg bin. Zumal sie jetzt einen Enkel hat, um den sie sich mit vollem Herzblut kümmern kann.

    Aber wenn ich zu Hause bin, dann ist das alte Rollenverhältnis wieder da. Schon krass, wie sich so etwas über Jahre regelrecht eingebrannt hat.


  22. vor 8 Stunden, Ambizious schrieb:

    Es zwingt dich ja keiner selbst deine Lays aufzuschreiben, ich persönlich fühle mich dadurch nicht unter Druck gesetzt und ich rate dir deine Einstellung zu Arbeit zu überdenken.

    Wozu? Selbst der beste Job der Welt wird nichts daran ändern, dass ich unfrei bin - denn ich MUSS ja arbeiten.

    vor 8 Stunden, Ambizious schrieb:

    Hier meine Einstellung zur Arbeit:

    Ich sehe unsere Welt Eigentlich als riesige Dorfgemeinschaft in der jeder seinen Teil dazu beiträgt und mitHILFT, dass Alles möglichst gut läuft (das ist Eigentlich Arbeiten; du hilfst deinen Mitmenschen) und bekommst dafür wiederum als Gegenzug Hilfe von diesen = Geld

    Für mich ist Arbeiten also 0,0 negativ besetzt. Ich helfe meinen Mitmenschen sehr gerne und das halt im Rahmen meiner Möglichkeiten möglichst gut und effizient. Man darf es halt nicht aus Habgier übertreiben und sich in den Burnout arbeiten, aber in einer gesunden Balance empfinde ich Arbeit als sehr positiv 

    Die Einstellung hatte ich mal mit 20, vor meiner Ausbildung, vor meinem Studium. "The invisible Hand", Hayek, Milton Friedman und der ganze restliche Blödsinn. Du sprichst von einer vereinfachten Utopie, wobei auch noch gesellschaftlich sinnvolle TÄTIGKEITEN als Arbeit definiert und positiv umgedeutet werden. Du hilfst eben nicht deinen Mitmenschen, sondern nur der Kapitalie, aus Geld noch mehr Geld zu machen. Natürlich kann es sein, dass du durch deine Arbeit anderen Mensche hilfst. Das funktioniert aber nur innerhalb der Rahmenbedingungen des Kapitals, oder anders: Wenn es kein Geld bringt, wird es nicht gemacht. Und die reinen "Sozialbereiche" wie Jugendarbeit, Altenpflege, Kindergärten etc. werden durch Steuergeldern und Krankenkassen finanziert. Und woher haben die ihre Mittel? Richtig: Aus der Mehrwertproduktion der warenproduzierenden Industrie. Im Übrigen ist es falsch anzunehmen, dass am Finanzmarkt Kapital generiert wird. Das Geld ist fiktiv, da ihm kein realer Gegenwert (in Form tatsächlich umgesetzer, menschlicher Arbeit) gegenüber steht.  Aber das führt jetzt schon zu tief in die Kritik.

    Es geht nun mal nicht um Bedürfnisbefriedigung, sozialer und ökologischer Nachhaltigkeit oder Innovation um des Innovierens WIllen. Es geht um's Kapital - deswegen nennt es sich ja auch Kapitalismus. Aus Geld noch mehr Geld machen, das ist der ganze Zweck der Übung. Du bist ja viel rumgekommen und müsstest extreme Armut kennengelernt haben. Bis auf die paar verbliebenen Industriezentren (D-A-CH, Norditalien, China ...) wird es keine "globale Vollbeschäftigung" geben. Arbeit oder "Jobs" werden in Zukunft immer mehr zu einem Luxusgut, weil wir einfach immer weniger Menschen brauchen um immer mehr Waren herzustellen. Um selbst wenn wir kreditfinanziert (anders geht es schon seit 30 Jahren nicht mehr) Menschen in Lohn und Brot bringen, haben wir noch ein ganz anderes Problem, dass sich immer mehr bemerkbar macht: Da wir ja nur blind wachstumorientiert wirtschafen, wird sich die Biosphäre (Stichwort "Klimakrise") in naher Zukunft revanchieren.

    Es ist schön, wenn du die Balance zwischen Arbeit und Freizeit hinbekommst. Wenn ich mein Umfeld so betrachte, sehe ich aber ganz andere Verhältnisse. 40-50h / Woche sind die Regel. Beziehungen halten oftmals deswegen nicht, weil man nie weiß, wo man morgen ist, neuer Job, neue Stadt... Entweder du "spielst" mit oder du bist raus, that's life. Kein Wunder dass die Menschen immer mehr "entmenscht" werden. Was bleibt einem auch viel anderes übrig?

    vor 8 Stunden, Ambizious schrieb:

    Wer sagt, dass mich von den 200 Frauen keine berührt hat? 

    Nur weil ich eine Frau oder Person sehr gerne habe, muß ich ja trotzdem nicht in alle Ewigkeit mit ihr meine Zeit verbringen. Es haben mich sogar sehr viele Frauen sehr sehr tief berührt und mit Vielen bin ich auch heutzutage nach Jahren noch befreundet, aber wir leben halt sehr oft an anderen Orten, weil ich deswegen meine Lebensziele auch nicht aus den Augen verliere und beispielsweise nur wegen einer Frau an einem Ort wohnen bleibe, obwohl ich Eigentlich besser dran bin, wenn ich weiterziehe

    Es sagt auch keiner, dass eine Beziehung auf Ewig halten muss. Die Vorstellung ist idealistisch, auch wenn es durchaus funktionieren kann. Dein Leben ist im Moment "unstet", was ok ist. Wenn man keine innere Ruhe verspürt, kann man sich auch nur schwer auf eine LTR einlassen, das blockt ja auch deine Psyche bzw. dein Unterbewusstsein, ist ja auch iwo vernünftig. Wobei ich für mich weiß, dass es einen Unterschied macht, ob ich eine Frau nur einmal oder ein paar Mal ficke oder mit ihr eine Beziehung führe, in der man sich wirklich kennen lernt. Aber solche Empfindungen sind ja auch sehr individuell.  Wie gesagt: Mach dein Ding - Hauptsache du bist glücklich ; )

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  23. vor einer Stunde, Ambizious schrieb:

    1.) Wie willst du Erfolg messen, wenn du gar nicht weißt, wie viel du erreicht hast? 

    Das "Messen von Erfolg" führt sehr schnell dazu, dass man sich unter Erfolgsdruck setzt. Jeder Breitensportler kann davon ein Lied singen (Nicht umsonst wird im Breitensport wie blöde gedopt). Aber dann ist das kein Hobby mehr, sondern Arbeit. Und Arbeit ist schon per definitionem negativ besetzt. Arbeit macht unfrei.

    vor einer Stunde, Ambizious schrieb:

    2.) Woher weißt du, welcher Game Bereich (Day game, Online, etc) am effizientesten ist, wenn du es nie aufgeschrieben hast? Natürlich erinnert man sich, aber ich habe festgestellt, dass man sich dann meistens deutlich überschätzt und ohne die Liste würde ich wahrscheinlich glauben, dass ich bei 500 oder 600 Lays bereits bin (die dreier Regel)

    Der Bereich, der mir am meisten Spaß macht ; ) Sicher sollte man sich mal ausprobieren, aber ich muss schon auf Arbeit zur Genüge liefern und Leistung bringen. In meiner Freizeit werde ich mich bestimmt nicht noch einem weiteren Leistungsdruck / Erfolgszwang unterwerfen oder mir sonstigen "Freizeit-Sterss" antun. Ich bin ja selbst halber BWLer und kenne das Gefühl nur zu gut, sich da sehr schnell zu verrennen. Irgendwann ist die Denke (durch Studium und Beruf) in Fleisch und Blut übergegangen, und auf einmal soll alles im Leben möglichst "produktiv" und "effizient" werden. Bullshit. "Erkenne dich selbst" heißt es so schön...

    vor einer Stunde, Ambizious schrieb:

    3.) Ich möchte auch die ganzen Frauen nicht einfach vergessen für die ich mir so viel Mühe gegeben habe, sie rumzukriegen und mit denen ich tolle Zeiten erlebt habe. Es ist auch jetzt für mich cool an und zu über die Mädels zu blättern und sich zu erinnern 

    Das ehrt dich ja und freut mich, dass du (vermeintlich) Frauen nicht einfach als Mittel zum Zweck betrachtest. Ein wenig verwunderlich ist nur, dass bei 200 (!) Frauen nicht eine dabei war, die dich berührt hat. Die richtige Frau kann das Gefühlsleben nochmal auf eine ganz andere Ebene heben. Nirgends ist man so verletzbar wie in einer LTR - und nirgends ist man tiefer mit einem anderen Menschen verbunden. Man muss nur erstmal diejenige finden, die die eigenen, ganz individuellen, emotionalen wie physischen Bedürfnisse befriedigen kann.

    Wenn ich für mich eine Erfahrung gemacht habe, dann dass große Erfolge oftmals aus (großen) persönlichen Defiziten entstehen (Ängste, Komplexe, Narzissmus...). Bitte nicht falsch verstehen: Leb dein Leben! Es ist ein befreiendes Gefühl, wenn man weiß, wie man relativ problemlos zu Sex kommt (ohne dafür bezahlen zu müssen, was ich mittlerweile auch weniger kritisch sehe als früher) und sich jederzeit eine LTR "anlachen" kann. Letztendlich geht es bei PU um Persönlichkeitsentwicklung.