1. Dein Alter: 32
2. Ihr Alter: 32
3. Art der Beziehung (monogam / offen / polyamor / LDR / weitere (bitte erläutern): keine offizielle Beziehung, ungeklärt
4. Dauer der Beziehung: -
5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR: 2 Jahre intensive Freundschaft, seit 7 Monaten intim miteinander
6. Qualität/Häufigkeit Sex: Qualität gut; Häufigkeit 1-2 pro Woche
7. Gemeinsame Wohnung?: Nein
8. Probleme, um die es sich handelt: s.u.
9. Fragen an die Community: s.u.
Ausgangssituation
Moin zusammen,
erster Beitrag hier. Ich habe lange überlegt, ob ich schreibe, weil ich grundsätzlich kein Problem damit habe, Dinge selbst zu reflektieren. Aktuell komme ich aber an einen Punkt, an dem mir ein nüchterner Blick von außen fehlt.
Kurz zu mir: sportlich, guter Job und Gehalt, stabiles soziales Umfeld, grundsätzlich zufrieden mit mir selbst. Hobbys: Fitness, Badminton, DJ. Ich hatte bisher keine größeren Probleme mit Frauen (ONS, F+, Beziehungen). In dieser Situation merke ich jedoch bei mir verstärkt Themen wie Unsicherheit, Verlustangst und stellenweise Bedürftigkeit, was ich so von mir nicht kenne.
Zu ihr:
Sie war zuvor ca. 3 Jahre in einer Beziehung mit einem stark narzisstisch geprägten Partner. Anfangs sehr idealisiert, später emotional kalt, abwertend und vorwurfsvoll. Sie war von ihm schwanger und hatte einen Abbruch (dieser wurde vorallem von ihrer Mutter gepusht). Die Trennung fiel ihr schwer und wirkt jetzt noch nach, da er sich vor kurzem wieder bei ihr gemeldet hat und ihr vorwirft, dass sie die Beziehung mit ihm manipuliert hat, um mit mir zusammen zu kommen. Ziemlich kranke Sachen wirft er ihr vor. Sie hat ihn jetzt auf allen Kanälen blockiert, leidet dennoch an den Vorwürfen.
Zusätzlich belastend:
tendenziell geringes Selbstwertgefühl
Unzufriedenheit mit Job & Studium
narzisstisch geprägte Mutter (Abwertung, Manipulation)
Sie wirkt insgesamt emotional angeschlagen und noch mit der Verarbeitung ihrer Vergangenheit beschäftigt, da sie erst jetzt realisiert hat, was in ihrer Ex-Beziehung so passiert ist (#Narzissmus). Sie hatte ein Erstgespräch mit einer Therapeutin und geht jetzt ihre Themen an.
Zu uns:
Wir haben ca. 2 Monate nach ihrer Trennung begonnen, etwas miteinander zu haben. Zu dem Zeitpunkt war ich selbst noch in einer Beziehung, die ich nach etwa einem Monat beendet habe.
Seit 7 Monaten daten wir uns intensiv:
regelmäßige Treffen & Übernachtungen
viel körperliche Nähe, vorallem von ihr initiiert
gemeinsame Konzerte & Kurztrips
Sie hat mir einen Adventskalender gebastelt
von außen werden wir klar als Paar wahrgenommen
Der Sex ist gut, allerdings etwas weniger als am Anfang. Ich könnte definitiv öfter, aber Sie ist aktuell viel gestresst und block daher teilweise ab (oder Attraction Verlust?). Sex hat sie bisher außer einmal noch nie initiiert. Das war in vergangenen Beziehungen auch schon so, dass sie komplett passiv war.
Wenn wir gefragt werden, seit wann wir zusammen sind, weicht sie aus oder sagt „ungeklärt“ oder "wir daten uns". Ich antworte einfach, dass wir uns halt intensiver kennenlernen. Dennoch küssen wir uns in der Öffentlichkeit und verstecken es nicht - das war allerdings auch eine Entwicklung bis dahin.
Wir haben nie explizit über unseren Status gesprochen. Ich bin bewusst nach dem Prinzip gegangen: Der Mann verführt, die Frau bindet. Allerdings hat sie dieses Gespräch nie angestoßen. Mittlerweile habe ich Gefühle entwickelt und merke, dass ich emotional stark investiert bin und Klarheit benötige, um weiter zu investieren.
Aktuelle Problematik:
Kein klarer Beziehungsrahmen trotz stark beziehungsähnlichem Verhalten - ambivalentes Verhalten
Ich investiere emotional viel (Verfügbarkeit, Unterstützung, Nähe)
Von ihr kommt Nähe, aber kein Commitment, keine verbale Klarheit
In Stressphasen unterstütze ich sie und bin teilweise ihr emotionaler Anker
Mir fehlt zunehmend Sicherheit und Perspektive
Objektiv läuft vieles gut – nur das Thema Beziehung wird komplett ausgeklammert. Grundsätzlich fühlt es sich an wie eine Beziehung, wir leben diese, aber sprechen nicht drüber. Ich würde es gerne ansprechen, um abzugleichen, ob wir in die gleiche Richtung denken. Sonst würde ich meinen Invest stark zurückfahren. Dabei habe ich allerdings auch die Sorge, dass sie noch nicht bereit ist, für das offzielle Beziehungslabel.
Meine Fragen an die Community:
Ist sie nach der Beziehung mit dem toxischen Ex schon emotional verfügbar?
Sind ihre vielen positiven Signale echtes Investment sowie Beziehungssignal oder nutzt sie mich eher als emotianale Stütze?
Macht es Sinn, den Beziehungsrahmen aktiv anzusprechen, oder verliere ich damit Frame & Attraktivität?
Übersehe ich Anzeichen dafür, dass sie eigentlich will, aber blockiert ist – oder rede ich mir das schön?
Soll ich mein Investment mal stark runterschrauben?
Wie würdet ihr euch konkret verhalten?
Ich hoffe ihr könnt mir hier ein paar Ratschläge geben und ich freue mich auf einen konstruktiven Austausch! Falls noch wesentliche Informationen fehlen, fragt gerne.
Viele Grüße
Alexix