Dreamcatcher

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  1. Ich unterscheide für mich zwischen Hypnose und Meditation. Hypnose führt zu einem Eintauchen in das Unterbewusstsein, also grob gesagt in die Tiefe deiner Gedankenwelt. Eine Art Wachtraum, bei dem du je nach Zielsetzung verschiedene Effekte bewirken kannst, indem du in Kontakt mit dem Unterbewusstsein trittst. Meditation hingegen löst das Bewusstsein aus dem Inhalt deiner Gedanken, und führt vielmehr zum Wachsein und zur Präsenz. Sie therapiert das zwanghafte Denken, dem die meisten Menschen unterliegen. Und sie erschafft an selber Stelle neuen Bewusstseinsraum, welcher inhaltsfrei ist. Es gibt durchaus auch Anwender, welche selbst kreiierte Mischformen anbieten. Wie schon gesagt, je nach Zielsetzung. Die Frage die sich mir stellt, lautet: Welches Ziel verfolgst du? Zur Meditation hat anfängergeist bereits ganz gute Tips gegeben. Eine sehr einfache Möglichkeit die ich immer wieder empfehle ist, bewusst in den eigenen Körper hineinzuspüren, die eigene Lebendigkeit wahrzunehmen. Das kannst du z.B. anfangs so machen, indem du dir vorstellst dass du in einzelne Körperteile hineinatmest. Beginne z.B. einmal mit deinen Füßen oder Händen, und weite dann die Aufmerksamkeit nach und nach auf den gesamten Körper, ohne den Kontakt mit den bisherigen Körperstellen zu verlieren. Nehme immer weitere Körperstellen hinzu, bis du deinen Körper schließlich als Ganzes wahrnimmst. Beobachte anschließend auch deine Gedanken, möglichst ohne einzugreifen oder sie verändern zu wollen. Dies intensiviert und vergrößert den genannten Bewusstseinsraum, klärt die Gedanken und hebt Zwänge auf. Es gibt viele weitere Effekte, die sich hier alle gar nicht aufzählen ließen. Wenn du zwischenzeitlich aus der Übung rausfällst, weil du in Gedanken versinkst, so ist das anfangs normal und entstammt dem "normalen" zwanghaften Denken, dem die meisten von uns unterliegen. Fange dann einfach von vorne an, taste dich ran.
  2. Hi zoony, da dein Beitrag schon etwas länger her ist, nehme ich an dass sich die Situation bereits weiterentwickelt hat. Ich möchte dennoch generell auf einige Punkte eingehen, vielleicht kannst du daraus etwas für dich gewinnen. was du hier beschreibst, sind die typischen Symptome dessen, was sie hier im Forum "Oneitis" nennen. "Oneitis" ist die Bedürftigkeit nach einer anderen Person. Viel mehr noch: derjenige der darunter leidet, benötigt eine andere Person, um sich selbst und das eigene Leben als "erfüllt" zu betrachten. Es ist die innere Sehnsucht danach, endlich vollständig geliebt zu werden. Diese Sehnsucht wird nach außen, auf eine Frau, projiziert. Das Paradoxe daran ist unter anderem, dass es nie zu diesem Zustand des vollständigen Geliebt-Werdens kommen kann, denn egal wieviel Liebe und Zuneigung eine Frau dir gegenüber äußert, du wirst dich immer unvollständigg und nicht genug geliebt finden. Da du aus Mangel an etwas handelst, findest du immer weiteren Mangel vor. Es mag nur eine zeitweise Besänftigung dieser inneren Leere durch eine Frau geben, jedoch nur um den hohen Preis der Abhängigkeit und der Selbstaufgabe. Dies ist nicht nur unattraktiv, sondern es schnürt auch jeglichen schönen Gefühlen die Luft ab, und raubt der Beziehung den Raum, den sie benötigt, um sich zu entwickeln. Die Frau hierbei nur ein Vorwand zur Abgabe von Selbstverantwortung, für den Magel von Selbstliebe. Frage dich in diesem Zusammenhang also: Wann genau hast du damit aufgehört, die Verantwortung für das eigene Lebensglück zu übernehmen? Zu welchem Zeitpunkt war das, und welche Umstände führten dazu? Arbeite das alles auf, widme dich der inneren Leere die dich von dir selbst wegtreibt und dich in Abhängigkeit zu anderen Menschen, einer Frau, stellt. Das was du da Liebe nennst, ist nicht Liebe sondern die Sehnsucht nach Liebe. Der Mangel danach. In dem Wort Sehnsucht steckt auch "Sucht" drin, und es ist tatsächlich wie eine Sucht, die es zu verarbeiten und zu verantworten gilt. Das was ich unter Liebe verstehe, ist nicht ihrer ständiger Mangel, also ihre Abwesenheit und das Hinterherrennen, das nie genug-bekommen, sondern ein innerer Überfluss daran, ein inneres Von-sich-selbst-und-vom-Leben- Geliebtsein, das du bestenfalls auch noch mit anderen teilst. Du teilst es, jedoch nocht deshalb weil du sonst nicht davon genug hättest, sondern weil es im Überfluss vorhanden ist und dir Freude bereitet. Viele Paare gleichen zwei Bettlern, die nach Liebe suchen. Wenn sie sich einander begegnen, dann stellen sie fest, dass der andere ebenso wie sie - leere Taschen hat. Solche "Beziehungen" mögen in manchen Fällen durchaus lange andauern, sie werden jedoch keinen der Beteiligten zufrieden stellen. Die zwei Bettler werden immer weiter versuchen einander auszunehmen, werden früher oder später anfangen einander Vorwürfe zu machen und zu beschuldigen. Ein solches Verhältnis wünsche ich keinem. Halter Ausschau nach deinem inneren Reichtum, begegne Frauen nicht wie genannter Bettler, der bloß nehmen und nehmen will. sondern wie ein innerlich Geliebter, der viel zu Geben hat. Übernehme Verantwortung für deinen inneren Reichtum. Um dies zu tun, darfst du dich zunächst mit dem inneren Mangel beschäftigen, den du selbst erschaffen hast. Schaue ihn dir ganz genau an, höre auf von ihm davonzurennen. Spüre hinein in deine eigene Bedürftigkeit nach dem Geliebtsein. Nicht nur einmal, sondern viele Male. Beobachte Sie, spüre, gehe jedes mal tiefer und tiefer. Erinnere dich: Wann hast du bereits festgestellt, dass es dir am Geliebtsein mangelt? In der Pubertät? Oder vielleicht in der Kindheit? Wann hast du damit angefangen, die Verantwortung für das inenre Geliebt-Sein abzugeben udn vollständig auf andere zu projizieren? Und wenn dabei Gefühle hochkommen, so lasse sie da sein. Umarme dich, tröste dich. Dies mag ein erster Schritt zum inneren Reichtum sein, zu einem Leben voller Liebe, innerlich so wie äußerlich. Widme dich stets zuallererst dir selbst, liebe dich, alles andere folgt nach. viele Grüße DC
  3. Hallo lieber TheAnimal, Sehr gerne! Ich freue mich, dass das was ich geschrieben habe, bei dir ankommt! Ja, das scheint ein ganz wesentlicher Punkt zu sein zu diesem Thema. Seit ich vor Jahren den Beitrag "Jetzt! Denke nicht zu viel" hier im Forum geschrieben habe, wurde ich auf diesen Punkt wohl am häufigsten angesprochen. Bis heute hat sich daran nichts geändert, dass dies das häufigste Problem zu sein scheint. Die meisten haben immer wieder damit Schwierigkeiten, "das Denken aufzugeben", "das Ego loszuwerden", "die Gedanken zu stoppen" usw. Das Ganze wird wirklich einfach und entspannt, sobald man versteht und erkennt, dass es darum überhaupt nicht geht. Es geht nur um das Beobachten, um das Aufmerksam- Sein, alleine dadurch werden deine Gedanken wie von alleine geklärt. Nicht aber dadurch, dass du deine "Gedanken stoppst", was ebenso nur ein weiterer Gedanke ist. Ich schätze aber mitterweile auch, dass dieses Mißverständnis für den einen oder anderen sogar notwendig ist, denn auch Widerstände sind dazu da, um eines Tages darüber hinauszuwachsen Schließlich entsteht der Wille über das eigene Denken hanuszuwachsen wohl auch erst dann, sobald man den Wahnsinn des unbewussten Denkens erkannt hat. Und hierzu ist ein wenig innere Auseinandersetzung damit durchaus gesund. Ich finde es total klasse, wie toll du das auffassen kannst! Ja, das ist sehr faszinierend, oder? Im Zustand der Identifikation kommen uns unsere unbewussten Reaktionen "normal vor", viel mehr noch, wir nehmen sie häufig überhaupt nicht wirklich wahr. Da ist kein Raum zwischen dir, dem Beobachter, und deiner Reaktion. Und die Reaktion an sich ist dann meistens auch noch total fremdbestimmt. Man kann sagen je aggressiver, je mehr du andere anfeindest, und sei es nur in Gedanken, desto fremdbestimmter die Reaktion, desto weniger bist du du selbst. Dass du immer wieder ins Unbewusste zurückfällst, ist meiner Erfahrung nach völlig natürlich und gehört zum Prozess. Sehe es als einen Weg an. Laut dem was ich so höre geht es den allermeisten so, dass diese Phasen kommen und gehen, und dann immer länger werden. Es ist wie ein Schlaf, in den du immer wieder zurückfällst, und die Wachphasen werden immer länger und intensiver Mir selbst geht es auch so Ich bin allerdings sehr dankbar dafür, dass ich nicht mehr so häufig und so tief im unbewussten Denken "einschlafe". Was ich auch erfahren habe ist: Es gibt meistens irgendeinen Auslöser. Anfangs reicht schon ein bestimmter Gedanke, ein innerer Widerstand, und du versinkst vollständig in deinem Denken. Je bewusster und wacher du wirst, desto heftigere Auslöser brauchst du, um dich von dir selbst zu entfernen und wieder unbewusst zu reagieren. Wichtig ist auch das Vertrauen. Vertraue darauf, dass alles was du brauchst bereits in dir steckt, und dass du nur immer wieder den Kontakt damit herstellen darfst. Und jedes mal, wenn du ihn herstellst, festigst du ihn. Selbst wenn du wieder zurückfällst, wirst du das nächste mal schon zentrierter "zurückkommen", als zuvor. viele Grüße DC
  4. Hallo lieber Newbie4, Langeweile in diesem Zusammenhang ist nur die Perspektive des Verstandes, der nach mehr Input, nach mehr Sinnesreizen und mehr Unterhaltung sucht, diese aber nicht findet. Wenn dir langeweilig ist, dann hast du diese Verstandes - Perspektive nie verlassen, dann verharrst du in deinen Gedanken. Du siehst die Welt um dich herum aus der Perspektive des Verstandes, der sich unbefriedigt fühlt. Er möchte wieder weg vom Jetzt, denn es ist seine Natur, er kann mit dem Jetzt nichts anfangen. Das Jetzt ist gegeben, es ist wie es ist, daran gibt es nichts zu rütteln. Der Verstand aber möchte an etwas rütteln, wie du selbst schon festgestellt hast macht das "Probleme-wälzen" einen Großteil der "normalen" Verstandesaktivitäten aus. Du fragst "warum man im Jetzt sein sollte". Und aus der Sicht des Verstandes ist es eine berechtigte Frage. Warum sollte der Verstand auch im Jetzt sein? Er kann es doch überhaupt nicht! Genau das macht den Verstand ja aus: Jeder einzelne Gedanke bezieht sich auf eine von dir erdachte Zeit, er bezieht sich nie auf das Jetzt. Gedanklich ist das jetzt also überhaupt nicht wahrnehmbar, werde dir dessen klar. Wenn du von deinem Verstand verlangst im Jetzt zu sein, dann verlangst du von ihm Unmögliches. Selbst wenn du "an den jetzigen Moment" denkst, ist genannter Moment schon wieder vorüber, bis der Gedanke zu Ende gedacht wurde. Der Verstand kann nicht im Jetzt sein, das Jetzt ist nicht den Gedanken zugänglich. Aus der alleinigen Pespektive des Verstandes wird das Jetzt deshalb meistens langweilig sein. Im jetzt geschieht nie genug, der Verstand möchte immer nach dem neuen Reiz, nach dem nächsten Problem suchen. Die Frage ist: Ist da mehr als nur deine Gedanken, das dich mit dem Jetzt verbindet? Ist da eine wache Präsenz in dir, eine Aufmersamkeit, die jenseits der Gedanken liegt? Diese ist eine völlig neue Persopektive auf das Jetzt, es ist nicht die Gedankliche. Und aus dieser Perspektive ist es unmöglich, Langeweile zu empfinden. Langeweile ist ein Produkt des Verstandes, der nach Input sucht, Hat er nicht genug Input, ist ihm langweilig. Du bist nicht wirklich bewusst in der Gegenwart, wenn dir langeweilig ist. Im Gegenteil, Langeweile ist nur möglich, wenn du dich in Gedanken vom Jetzt entfernen möchtest, wenn du nach neuen gedanklichen Inhalten suchst, die dir das Jetzt nicht bietet. Wenn du also meinst im Jetzt zu sein, und dir ist dabei langeweilig, dann bist du nicht im Jetzt. Dann hast du nie die gedankliche Perspektive auf das Jetzt verlassen. Deshalb empfehle ich dir, dich in Präsenz zu üben, und deine Aufmerkamkeit jenseits deiner Gedanken zu wecken. Nur diese macht es dir möglich "im Jetzt zu sein" - so wie ich das Buch Power of Now verstehe. Es geht um diese Aufmerksamkeit, oder auch dieses Bewusstsein. Ist es da? Dann sprechen wir davon "im Jetzt zu sein". Wenn es nicht in dir hervorgekommen ist, und du versuchst gedanklich auf das Jetzt zu blicken, dann hat sich diesbezüglich eben noch nichts verändert - was auch ok ist, nur dann bist du nicht "im Jetzt" im Sinne einer Verbindung mit der Gegenwart auf Ebene des Bewusstseins. Diese Verbindung liegt jenseits der Gedanken, und sie ist nicht nur etwas vollkommen anderes, sie hat auch einen vollkommen anderen Effekt. Dir wird dann wahrscheinlich sehr schnell aufallen, dass mit dieser wachen Aufmerksamkeit jede Langeweile verschwindet. Deine Frage löst sich dann von ganz alleine auf, die Langeweile ist dann nicht mehr da und deshalb gibt es diesbezüglich dann kein Problem mehr zu lösen. Der ganze Moment gewinnt dann an Tiefe, deine Faszination für den Moment nimmt in erheblichem Maße zu. Das Dasein wird dann schon genug sein, es wird dir nicht mehr unvollständig oder langweilig vorkommen. Wenn das der Fall ist, bedeutet es aber nicht, dass du keine Gedanken mehr hast oder haben darfst. Ganz im Gegenteil, sowohl Gedanken als auch genannte Aufmerkamkeit sind dann da, beide arbeiten zusammen. Der Inahlt deiner Gedanken ist dann bloß nicht mehr so Problem-beladen, deine Gedanken werden freundlicher, klarer und reicher. Das ist das was mit deinen Gedanken pasiert, wenn du an Präsenz gewinnst. Die Gedanken hören dann nicht etwa auf, wie viele vermuten. Sie gehen vielmehr eine Allianz mit deinem Bewusstsein ein, sie stellen sich nicht mehr quer und sie jagen dir keine Angst ein. Warum sollte man im jetzt sein? Ich denke dass es an jedem selbst liegt, das herauszufinden. Manche Menschen geraten an einen Punkt, an dem sie bemerken, dass die Zeit sehr schnell vorbeizieht, und dass sie - ständig in Gedanken beschäftigt, überhaupt nicht viel vom Leben mitkriegen. Denn sie sind ja nie voll anwesend, sondern sie wollen egal wo sie gerade sind - weiterziehen, schon woanders sein. Und sie sind auch ständig woanders, und zwar in Gedanken. Sie widmen sich also aus dem Antrieb heraus der Gegenwart, weil ihnen klar wird, dass nur dort das Leben stattfindet, und nirgendswo sonst. Derjenige der meistens im Kopf und woanders ist, der verpasst eben den Großteil davon. Andere widmen sich aus sehr praktischer Überzeugung dem Jetzt - weil sie bemerken, dass sie nur dort etwas bewirken können. Weil ihnen klar wird, dass sie in Gedanken schwebend nichts bewegen. (Zitat Tolle: "So wie der Mann, der sich als großen Schriftsteller sieht, aber noch nie ein Buch geschrieben hat") Wiederum andere werden von einem harten Schicksallsschlag getroffen, und möchten infolge dessen sich mehr der friedlichen Seite des Lebens widmen, dem Glück, und eben nicht mehr die Zeit mit dem Probleme-Wälzen vergeuden. Der nächste ist ein Künstler, und er hat für sich entdeckt, dass jegliche Kreativität aus der Verbindung mit dem jetzt zunimmt, und an Power gewinnt. Er sucht diese innere Verbindung aus einem künstlerischen Antrieb. Die Menschen haben unterschiedliche Gründe, die Frage ist: Was ist deiner? Was ist dein Grund, weshalb du dich mit dem Thema beschäftigst? Was fasziniert dich daran? Anderer Leute Gründe sind nicht deine Gründe. Nur deine eigenen Gründe können dich zu etwas bewegen. Anderfalls hast du überhaupt keinen Sinn und Zeck um etwas zu verändern. Wenn es dir gut geht, du wirklich tief glücklich und zufrieden bist, ausgeglichen, mit dem Leben verbunden, liebend, schöpferisch und kreativ, wenn du also symbolisch gesagt, aus dem Vollen schöpfst, wieso solltest du etwas verändern wollen? Hast du also deine Gründe? Und wenn ja, welche sind das? liebe Grüße DC
  5. Was genau hat das mit deiner Persönlichkeitsentwicklung zu tun, so dass du es in "Persnal Development" postest? Closed.
  6. Hallo frühervogel, dein Beitrag ist etwas länger, und deshalb hinterlasse ich einen Link anstatt ihn komplett zu zitieren: http://www.pickupfor...ost__p__1194026 zu deinen Fragen an mich: Ich finde dass die Länge einer Beziehung nicht grundsätzlich etwas über ihre Tiefe aussagt. Ich beobachte Beziehungen die "lange" dauern, und schätze sie als sehr oberflächlich ein. Und dann sehe ich manche kurzen Begegnungen, die über die Oberfläche hinaus gehen. Die Länge einer Beziehung oder Begegnung sagt zunächst einmal nichts über ihre Tiefe aus. Aber: Es ist wahr, dass man manchmal eine gewisse Zeit braucht, um in die Tiefe eines anderen Menschen vorzudringen. Manchmal ist es notwendig, dass eine Beziehung etwas länger andauert, damit sie an Tiefe gewinnt. Ich denke es verhält sich völlig unterschiedlich, und es macht keinen Sinn hier gültige Gesetzmäßigkeiten zu suchen, die sich auf alle anderen Beziehungen anwenden lassen. Wozu auch? Es kommt mir vor, als suchtest du nach solchen Gestzmäßigkeiten, um sie auf deinen Fall anzuwenden und dich daran zu orientieren. Kann das vielleicht sein? Wie wäre es damit, wenn du es selbst herausfindest? Probiere es aus! Wie ist es in deiner eigenen Erfahrung? Kannst du in kurzen Beziehungen in die Tiefe gehen und Gefühle zeigen? Was hält dich davon ab, das zu tun? Was bringt es dir, wenn ein anderer dir sagt ob es möglich ist? Denn dann weißt du schließlich nur, wie es bei diesem anderen ist. An deiner eigenen unmittelbaren Erfahrung verändert das nichts. Deshalb schau bei dir selbst hin, und zwar ganz genau! Wie steht es mit deinen Gefühlen? Sind sie da? Lässt du sie zu? Ignorierst du sie? Wie ist es bei dir? Jede Einstellung ist zugleich eine Voreingenommenheit. Wir alle haben bestimmte Einstellungen, und es ist deshalb schwierig, von wirklicher Unvoreingenommenheit zu sprechen. Deshalb, ja, bist du sehr warhscheinlich voreingenommen, so wie jeder andere von uns auch. Die Frage ist also nicht "ob du voreingenommen bist", sondern wie du deine Voreingenommenheuit ablegen kannst. Falls du dich fragst wie du unvoreingenommener werden kannst, dann ist das in meinen Augen schon die zielführendere Frage. Um unvoreingenommener zu werden, ist es notwendig dir das anzuschauen, was dich voreingenommen macht. Schaue dir deine eigenen Eionstellungen an, durchleuchte sie. Wie lauten sie? Woher hast du sie? Je mehr du deine Einstellungen erkennst, desto mehr befreist du dich von ihnen und versetzt dich in die Lage unvoreingenommener zu sein. Meine Erfahrung ist: Das passiert von ganz alleine. Dein Job ist nur, die eigenen Einstellungen ausfindig zu machen, sich ihrer vollkommen bewusst zu werden. Manche werden dann von ganz alleine von dir abfallen, sobald dir bewusst wird: "Sie wurden mir von außen auferlegt, sie gehören nicht zu mir." Sobald dir eine solche Erkenntnis zu einer deiner Einstellungen kommt, wirst du diese bestimmte Einstellung nie wieder vollkommen als die deine ansehen können. Die Identidikation damit ist dann bereits aufgehoben. Das geschieht jedoch nicht etwa indem du die EInstellung durch ein andere ersetzt oder indem, du sie auf die Probe stellst, sondern ganz einfach dadurch, dass du sie dir gänzlich bewusst machst. Mache dir deine Einstellugnen bewusst und sehe, wie alleine schon diese Bewusstwerdung zu mehr Freiheit führt. Probiere es aus und schaue dir diesen Effekt an, ich finde das sehr faszinierend. Insbesondere zum Thema Liebesbeziehungen haben wir unglaublich viele unbewusste Kondiotionierungen in uns. Ich kann dir nur empfehlen dir genau anzuschauen, woher deine Einstellungen und Vorstellungen zu diesen Themen stammen, und was davon wirklich "deins" ist, deine eigene innere Wahrheit. Zusätzlich führt es auch zu mehr Unvoreingenommenheit, wenn du die Realität eines jeden Menschen akzeptierst. Erkenne, dass jeder Mensch in seiner eigenen Wahrnehmungs-Welt lebt, in seiner eigenen Welt voller Voreigenommenheit. Akzeptiere das. Eine Voreingenommenhait ist nicht besser als die andere. Sie "ist" einfach. Stelle deine Voreingenommenheit nicht über die eines anderen, alleine das macht dich unvoreingenommener. Ich bin mir überhaupt nicht sicher, ob man die Entwicklungen zweier Menschen überhaupt miteinander vergleichen kann. Ganz abgesehen davon frage ich mich nach dem Zweck des Ganzen. Denn schau: Jede Entwicklung, die ihren Ursprung im Vergleich mit anderen Menschen nimmt, hat ihren Ursprung im Grunde im anderen Menschen, und nicht in dir. Noch wertvoller als diesen Vergleich mit anderen finde ich deshalb den Blick in das eigene Innere und in das eigene Herz, nur dort liegt die Quelle deiner Individualität, deiner individuellen Entwicklung. Es ist nicht etwa so, dass ich dir nicht offen diese Frage beantworten möchte. Ich hintergfrage nur deine Absicht: Wozu genau möchtest du das wissen? Was sagt die Entwicklung eines Anderen über deine Eigene aus? Wie schon gesagt, ich habe Schwierigkeiten damit, das mit mir zu vergleichen, zumal ich gar nicht genau weiß, was du in deiner Frage mit "diesem Punkt" meinst, wenn du fragst ob ich diesen Punkt widererkenne. Meinst du den Zweifel daran, dass Gefühle und Kurzzeitbeziehungen vereinbar sind? Ja, den hatte ich in ähnlicher Form einst auch. Ich hatte früher unglaublich viele irrige Überzeugungen. Beispielsweise auch die, dass langfristige Beziehungen grundsätzlich etwas Unnatürliches und Konditioniertes wären. Oder dass eine Art von Beziehungsführung "besser wäre" als die andere. Letztendlich kannst du deine Einstellungen und Überzeugungen stets nur gänzlich als solche entlarven, wenn du sie dir bewusst gemacht hast. Und wenn du sie dir bewusst gemacht hast, kannst du darüber hinaus gehen, und deine eigene Wahl treffen. Eine Wahl, die nicht durch die Erwartungen und Glaubenssätze anderer, die du unbewusst übernommen hattest, vorbestimmt war. Je mehr deine Wahl von Innen, von deinem Herzen aus kommt, desto mehr ist es deine eigene Je eher deine Wahl von außen kommt, beispielsweise durch unbewusst von außen übernommene Überzeugungen, desto eher ist es eine fremde. Eine fremde Wahl kann einen Menschen in meinen Augen nicht glücklich machen, sondern stets nur die eigene. liebe Grüße, ich wünsche dir viel Spaß und spannende Erfahrungen im Ausland! Und in Kurzzeit- und Langzeitbeziehungen sowieso! DC
  7. Hall lieber TheAnimal, Vielen Dank, ich freue mich sehr dass ich dir etwas mitgeben darf. Meditation hat zum "Ziel", das eigene Bewusstsein aus den Gedanken zu befreien. Für jemanden, der dies so zum ersten mal liest, mag sich das ziemlich abgefahren anhören. Denn die normale Auffassung der Menschen ist die, dass Bewusstsein und Gedanken ein und dass selbe wäre. Dem ist nicht so. Allerdings hat diese Auffassung auch ihren Ursprung und ihren Grund. Denn tatsächlich liegt das Bewusstsein der meisten Menschen zum Großteil in ihren Gedanken. Es ist für sie unvorstellbar, dass es da noch etwas anderes geben könnte als ihre Gedankenwelt. Aus diesem Verständnis heraus versuchen auch viele, die gerade mit der Meditation beginnen, ihre Gedanken anzuhalten. Und stellen dann fest, dass dies nicht ohne weiteres möglich ist. Worum geht es bei der Meditation? Es geht zunächst darum festzustellen, dass deine Aufmerksamkeit und deine Gedanken nicht dasselbe sind. Dies wird dir beispielsweise auffallen, wenn du deinen Atem beobachtest. Du spürst wie deine Brust sich hebt und senkt, du spürst den inneren Luftstrom. Gleichzeitig könntest du feststellen, dass dein Verstand für einen Augenblick lang still geworden ist. Von ganz alleine - nicht etwa, weil du gedanklich versucht hättest ihn anzuhalten, was nur ein weiterer Gedanke wäre. Sondern er drosselt von ganz alleine seine Fahrt, wenn du deine Aufmerksamkeit auf deinen Körper legst - oder auf deinen Atem. Du bist also noch wach, du kannst spüren und schauen, aber die Gedanken sind für ein paar Augenblicke still geworden Aber wie kann das sein? Wenn doch Bewusstsein und meine Gedanken ein und das selbe sind, dann müsste ich ja jetzt schlafen, wenn ich nicht mehr denke? In diesem Moment hast du die Chance, eine erste Unterscheidung zu treffen: Da ist ein gewisses Wachsein, eine Aufmerksamkeit, durch die ich meinen Atem oder meinen Körper beobachte. Und dort sind die Gedanken. Beides ist nicht ein und dasselbe. Dies ist es, was geschieht, wenn du auf deinen Atem schaust. Du lernst dich selbst als den Beobachter kennen, der jenseits seiner Gedanken wach sein kann. Dieses Wachsein und Beobachten wird von mal zu mal intentsiver, wenn du das eine Weile lang machst. Die Phasen in denen du es schaffst in deinen Atem hineinzuspüren und zu beobachten, bevor der "normale Gedankenstrom" wieder einsetzt, werden länger. Und dann kann es dir passieren, dass es im Alltag einmal von ganz alleine geschieht, dass du plötzlich bemerkst, dass du wach geworden bist, und dich nicht mehr bloß in deinen Gedanken widerfindest. Das ein sehr befreiendes Erlebnis. Um diese besondere Aufmerksamkeit, das eigene Bewusstsein aufzuwecken, ist es nicht notwendig, unbedingt den eigenen Atem zu beobachten. Das ist nur eine Form der Meditation, allerdings die bekannteste. Du könntest alternativ auch einfach in den eigenen Körper hineinspüren, die Lebendigkeit des eigenen Körpers beoabchten. Der Effekt wäre der selbe: Der, der da beobachtet und schaut, wird dabei wieder wach. Er tritt aus dem Schlaf des ewigen Denkens aus. Eines Tages mag dir möglicherweise auch auffallen, dass auch die Gedanken an sich beobachtet werden können. Warum denn auch nicht? Sie sind Teil deines Inneren. Sie können aktiv sein, während du wach bist und sie beobachtest. Es ist also nicht notwendig, etwas am Denken zu verändern, es geht alleine um das Beobachten und Hineinspüren. Was denn nun - Schauen oder Spüren? Es ist ein wenig mühsam es auf einen Begriff zu bringen, da das was da geschieht nicht direkt einem einzelnen Sinn zuzuordnen ist. Du kannst allerdings einen deiner Sinne verwenden, um dieses Wachsein zu aktivieren. Ich für meinen Teil, empfehle das Hineinspüren. Fange einmal damit an deine Beine zu spüren, dann deine Arme, und schließlich den gesamten Körper. Merkst du, wie da eine gewisse Lebendigkeit auftaucht, die vorher nicht da war? Weshalb stehen die Gedanken bei der Meditation denn so im Fokus, wenn es nicht um das Denken, sondern nur um das Beobachten geht? Sie stehen nicht wirklich bei der Meditation im Fokus, sondern vielmehr in deinem Normalzustand. Der Normalzustand der meisten Menschen ist ein ständiges Gedankenkarussel voller Sorgen, Ängste, Erinnerungen, Fantasien und Zwänge. Um eine Veränderung zu bewirken, muss man dort ansetzen, wo man sich gerade befindet. Man muss sich das anschauen, was dein Gefängnis ist. Dein Status Quo. Deshalb ist ein erster Schritt stets damit verbunden, eine Trennung zwischen deinem Bewusstsein und deinen Gedanken herzustellen. Diese dient der Erkenntnis, dass da mehr ist als nur deine "Gedankenwelt". Sobald du fortschreitest, bemerkst du, dass diese Trennung nicht mehr notwendig ist. Da ist dann stets ein waches, beobachtendes Bewusstsein im Hintergrund - und hier sind die Gedanken. Beides ist zugleich da, und es schließt sich nicht mehr aus. Dann geschieht es auch normalerweise, dass die Gedanken sich wie von alleine verwandeln, und an Klarheit gewinnen. Sie sind dann nicht wie eine wilde Herde voller Affen die unkontrolliert hin- und her springt - wie es jetzt bei den meisten Meschen der Fall ist. Sondern sie sind aufgeräumter, freundlicher, und gelassener gewirden. Es ist dann viel leichter, auf sie Einfluss zu nehmen und sie bewusst zu gestalten. Es wird also deshalb so viel von den Gedanken gesprochen, weil es - vorausgesetzt es geht dir wie den meisten Menschen - momentan fast das Einzige ist, was du kennst. Die Gedanken gilt es aber nicht zu bekämpfen, oder anzuhalten, sondern zu beobachten. So, wie du es mit deinem Atem oder deinem Körper tust. Es geht um den Beobachter, nicht um das Objekt, das beobachtet wird. Die Gedanken kommen von ganz alleine zur Ruhe, und werden gelassener, wenn sie beobachtet werden. Das liegt daran, dass dein Wachsein aus der selben Energie besteht wie deine Gedanken. Wenn du wach bist und beobachtest, dann verteilt sich diese Energie und kommt ins Gleichgewicht. Sie ist dann nicht mehr wie vorher bloß in deinem Verstand gefangen, sondern sie wird auf gleichmäßige Weise verteilt. Der Verstand ist dafür dankbar und kommt sofort zu mehr Ruhe und Gelassenheit. Er war überfüttert mit deiner Energie, deshalb hat er so getobt. Er ist froh, dass du ihn nicht mehr zwingst so viel Energie zu fressen, und sie jetzt gleichmäßiger verteilst. Aus diesem Verständnis heraus, wird es einfacher, deine Frage zu beantworten: Was ist der Unterschied zwischen Meditation und Konzentration? Konzentration ist, das Wort an sich sagt es schon, die Konzentration deiner Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Punkt. Dies endet dann meistens in einem bestimmten Gedanken. Da es zwangsweise eine feste Form in deinem Verstand annimmt, wenn du dich "konzentrierst". Meditation ist das Gegenteil der Konzentration. Es ist das gleichmäßige Verteilen deiner Aufmerksamkeit in dir. Es ist das Aufheben deiner Konzentration auf einen bestimmten Punkt, oder, wenn du so möchtest: Es ist die Konzentration auf das gesamte Sein. Was wiederum gar keine Konzentration mehr sein kann, da die Beschränkungen aufgehoben werden. Jede Konzentration braucht eine Beschränkung. Da ist etwas, was du anschaust, und alles andere wird ausgeblendet. Dein Schauen ist beschränkt. Konzentration geht also in die Enge. Mediation dagegen, geht dagegen stets in die Weite. Sie beginnt möglicherweise mit der Konzentration auf etwas, z.B. deinem Atem. Doch schon bald geht es in die Weite, dann spürst du plötzlich deinen gesamten Körper, hörst deine Gedanken, du bemekrst, dass du in die Weite gegangen bist. Deshalb spricht man von "Bewusstseinserweiterung", das ist etwas Erklärbares und sehr Konkretes. Möglicherweise ist es für dich hilfreich, einen dritten Begriff mit dazu zu nehmen. Aufmerksamkeit. Deine Aufmerksamkeit ist etwas Neutrales, sie ist weder weit noch eng. Sobald du sie auf einen bestimmten Gedanken fokussierst, alles Andere ausblendest, bist du konzentriert. Wenn du sie aber weitest, und auf eine entspannte Weise wacher wirst, bist du meditativ. Eine Weitere interessante Frage dazu könnte sein; Ist es möglich sich auf etwas zu konzentrieren und gleichzeitig meditativ zu sein? Meine Erfahrung ist: Ja. Sehr gut sogar. Ich kann mich viel besser auf etwas fokussieren, wenn ich wach und präsent bin. Es ist eine Frage des Bewusstseins. Aber jeder sollte seine eigene Erfahrung damit machen, anstatt das einfach so zu glauben. Schau also, wie es bei dir selbst ist: Ist es nicht so, dass dein Denken klarer wird, fokussierter, wenn du präsent bist? Das Jetzt ist alles was wirklich ist. Anders ausgedrückt: Alles was nicht jetzt ist, ist Inhalt deiner Gedanken. Alles was nicht jetzt ist, ist ist gar nicht wirklich. Es ist nur für den Verstand wirklich, der es produziert. Der Verstand bewegt sich stets in der Zeit - also in der Vergangenheit oder Zukunft. Diese allerdings sind nur in deinen Gedanken wirklich, denn es ist immer jetzt. Es wird niemals "nicht jetzt" sein. Das, was wir also da Zukunft nennen, entspringt unserem Kopf, unseren Gedanken. Der Vertand ist niemals im Jetzt, dein Bewusstsein ist hingegen untrennbar mit dem Jetzt verbunden. Deshalb spielt die Gegenwart, das Jetzt, eine zentrale Rolle in diesem Kontext. Zu deiner Frage: Es geht nicht darum "nichts zu denken", sondern es geht um eine völlig andere Instanz in dir. Diese Instanz ist das beobachtende Bewusstsein. Wenn dieses aktiv ist, dann nimmst du das Jetzt wahr. Wenn dieses nur schwach, und zu weit im Hintergrund aktiv ist, dann nimmst du sehr wahrscheinlich nur Zukunft und Vergangenheit wahr, also den Inhalt deiner Gedanken. Ist es notwendig das Denken anzuhalten? Das ist aus meiner Sicht nicht die zielführende Frage. Diese lautet vielmehr: Nimmst du mehr wahr, als bloß den Inhalt deiner Gedanken? Diese Zusammenhänge bestehen tatsächlich. Denn jede Angst ist verbunden mit einer Nichtakzeptanz des jetzigen Momentes. Je mehr du im jetzt bist, desto gelassener bist du, und desto eher verschwindet deine Angst. Beobachte doch einmal deine Angst! Beobachte was da tatsächlich geschieht, wenn du Angst hast! Welche Gedanken kommen dir, und welche Bilder hast du im Kopf? merkst du deinen Widerstand gegen das was jetzt geschieht? Und dann, versuche das Jetzt vollkommen anzunehmen. Schaue dich aufmerksam um, atme durch und sage dir: Es ist jetzt so, wie es jetzt ist. Egal wie ich mich innerlich wende und drehe, es ändert nichts am Jetzt. Bemerkst du, wie sofort eine Gelassenheit einkehrt und die Angst anfängt, sich aufzulösen? Lebensfreude, Energie und Enthisiasmus - ja, auch das sind Dinge, die meiner Erfahrung nach immens zunehmen sobald du dich öffnest. Sobald du dich dem Jetzt, dem Leben und dir selbst widmest. Tatsächlich sind sie von dem Grad deines Bewusstseins und deiner Präsenz abhängig, und sie waren es schon immer. Wenn du diesen Zusammenhang erkennst, dann hast du natürlich großes Glück: Du hast es jetzt selbst in der Hand. liebe Grüße DC
  8. Es mag sein, dass der Titel des Themas für manchen hier spannend klingt und zu Diskussionen anregt. Das ändert allerdings nichts daran, dass der Ausgangspost ohne Genehmigung gegen die Forum-Regeln verstößt. Closed.
  9. Hallo SOQVIST, zunächst, zu diesem Punkt: Was genau meinst du damit - wie bringst du Begegnungen "mit PU in Verbindung", und wie genau machst du es, dass du es vorher "nicht mit PU in Verbindung bringst"? Du sagst, dass es im C.lub und in der Schule ganz gut klappt - was genau machst du dort anders? Und wie gehst du im Vergleich dazu auf der Straße auf Frauen zu? Schaue dir dein eigenes Verhalten an und beobachte dich selbst, um dir diese Unteschiede bewusst zu machen. Es ist schwierig dir aus der Distanz auf dieser Ebene weiterzuhelfen, vielleicht macht für dich auch ein Coach-ing Sinn? Ganz allgemein möchte ich auch dich darauf verweisen, dass eine Veränderung tiefgehend sein darf und alle Ebenen betreffen muss. Es nützt in meinen Augen nicht viel, sich bloß die Verhaltensebene anzuschauen. Denn damit veränderst du die Symptome, nicht aber deren Ursachen. Lies dazu auch meinen oberen Beitrag. Das Frauen-Kennenlernen ist spannend, ja. - aber es ist kein "Kampf" und keine so große "Challenge", wie es hier im Forum oft dargestellt wird. Ich kann allerdings die Wahrnehmung derer verstehen, die das so sehen - denn eine Anpassung des Verhaltens ohne den entsprechenden inneren Wandel stelle ich mir anstrengend vor, und vermute darin den Grund dessen, dass viele hier auf so große Hindernisse in ihrem Game stoßen. Um sich des eigenen Inneren anzunehmen, erfordert es ganz gewiss auch Mut. Auf der anderen Seite gehen die lohnenswerten Ergebnisse weit über PU hinaus und betreffen alle Lebensbereiche. Ich wünsche dir, dass du ebenso anfängst dich als großes Ganzes zu erkennen, und dich der Ursachen deines Verhaltens annimmst, die in deinem Inneren liegen. viele Grüße, DC
  10. Hallo lieber El Superbeasto; danke für deine Geschichte. Um dir direkt die Antwort auf deine Frage zu geben: Nein, ich empfehle dir nicht, mit vorgefertigten Openern und Rou-tinen fortzufahren. Es ist zu Haareraufen. Der Galube, man müsse nur ein paar äußere Verhaltensweisen ersetzen, ist so fest in der Community verankert, dass viele sich nur diesen Aspekten widmen und das meiner Meinung nach Wichtigste außer acht lassen. Was ist dieses Wichtigste? Wir Menschen sind es gewohnt die Dinge separiert von einander zu betrachten. Dabei gehen oftmals nur leider jegliche Zusammenhänge verloren. Genau das tust du, wenn du an irgendwelchen Routi-nen schraubst, und das ist in sich drin auch völlig in Ordnung - ich kann und will es niemandem wegnehmen. Allerdings beobachte ich, dass dabei etwas völlig aus dem Blickwinkel gerät. Etwas sehr Wesentliches. Nämlich: Du bist ein GANZES Wesen, jedes Etwas von dir steht in einem ZUSAMMENHANG. Jedes äußere Merkmal, jede Verhaltensweise von dir hat einen GRUND, eine tiefere Schicht die dahinterliegt. Es ist Oberflächendokterei, wenn du nur an deinen Symptomen herumschraubst und nicht die Wurzel anpackst, das macht in meinen Augen wenig Sinn. Du erschaffst Inkongruenz, indem du bei den äußeren Schichten anfängst. Dann machst du etwas auf eine bestimmte Art, und es kommt nicht von Innen, es ist nicht tief in dir verwurzelt. Es ist aufgesetzt. Du hast dann das Äußere, dein Verhalten verändert, aber das Innere ist das Gleiche geblieben. Das ist der Grund, weshalb so viele PUler so inkongruent sind. Sie ändern ihre Rou-tinen und Verhaltensweisen, und das alles ist nur eine Fassade, eine äußere Veräderung, die nicht mehr zu ihrem Inneren passt. Viele werden dadurch völlig verschoben, sie wirken völlig strange und inkongruent. Sie haben dann vielleicht ein paar Nummern und KCs abgestaubt, und das finde ich wirklich toll. Aber was ist der Preis? Diese Inkongruenz ist ein Preis, den ich nicht für ein paar Telefonnummern mehr in meinem Handy zahlen möchte - auch wenn ich verstehe, dass manche Jungs das anders sehen. Ich bin auch für handfeste Ergebnisse und Erfolge, verstehe mich nicht falsch. Aber ich sage: Eine Veränderung sollte auf allen Ebenen passieren. Nur das ist eine echte Veränderung. Dein ganzes Wesen darf sich verwandeln. Alles andere ist weder nachhaltig, noch macht es dich glücklicher, und mal ganz nebenbei zweifele ich zunehmend daran, ob das wirklich tasächlich so gut funktioniert, wie so mancher das versucht darzustellen. Attraktives Verhalten darf innen verwurzelt sein, es sollte deiner Natur entsprechen. Sich eine Maske aus Rou-tinen zuzulegen, ist wie eine dicke Schicht Schminke, und ich bin überzeugt: Diese Schicht wird irgendwann abblättern, und dann stehst du dort, wo du vorher standest. Ich frage: Warum geht es uns denn? Was machen wir hier überhaupt? Frauen klarmachen, ja - aber wozu? Was ist der Sinn und Zweck, was hast du konrekt davon? Ich lade jeden herzlich dazu ein, einmal in sich zu gehen, und sich zu fragen, ob sein übergeordnetes Ziel nicht letztendlich lautet, glücklich und zufrieden zu werden. Glücklich und zufrieden ja - aber nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Bei den meisten von uns, liegt allerdings eine gefährlich Ebenenverwechslung vor, auf die ich hier aufmerksam machen möchte: Sie sind nämlich der Überzeugung, dass das äußere Ergebnis zum inneren Glück führen würde. Ich sehe das vollkommen anders. Ich sage: Das Innere ist die Ursache, und das Äußere ist das Ergebnis. Ich bitte hier niemanden, auch dich lieber El Superbeasto nicht darum, mir Glauben zu schenken. Glaube mir bitte gar nichts. Sondern: Jeder darf das in seinem eigenen Leben überprüfen. Jeder darf selbst herausfinden, ob dieses Gesetz tatsächlich Gültigkeit hat. Jeder darf sein eigenes Leben anschauen, und ganz unvoreingenommen prüfen, ob es denn tatsächlich sein kann, dass das Innere die Ursache ist für die äußere Lebenswirklichkeit. Ist nicht dein Inneres der Grundstein für dein Leben, passt das alles was du erlebst nicht wie ein einziges Puzzlestück zu deinem Inneren? Überprüfe es. Wie ist das bei dir. Und wenn du da gewisse Zusammenhänger erkennst, dann frage dich: Ist das Zufall? Und jeder einzelne darf sich dann danach fragen, ob es denn tatsächlich Sinn macht, das Innere weiterhin außer acht zu lassen, frei nach dem Motto "ich schaue ersteinmal dass ich draußen etwas erreiche, und das Innere, das folgt schon irgendwie von alleine nach." Worüber reden wir hier denn, wenn du mich fragst ob du dich weiterhin auf Routi-nen fokussieren sollst? Das ist das Thema, das ich dahinter sehe. Ich sage nein, fokussiere dich auf die Ursachen, denn sie bestimmen die Wirkungen. Dein gesamtes äußeres Verhalten ist die Wirkung dessen, wie es innerlich bei dir aussieht. Auch wenn hier viele so tun, als ob dem so wäre, es kann nicht separiert von allem anderen betrachtet werden. Es kann nicht einfach außer acht gelassen werden, dass es innere Ursachen und Gründe hat, dass es nicht zufällig bei dir so entstanden ist. Wenn du mich fragst, darfst du dich vollkommen deinem inneren widmen, und dich fragen, weshalb du - das schreibst du selbst - jedes mal mit den Tränen kämpfst, wenn ich hier auf unser aller Angst vor der Selbstliebe verweise. Ist da vielleicht etwas, was von dir anegschaut werden möchte? Ist da etwas, was endlich beachtet werden möchte, was nach deiner Aufmerksamkeit ruft? Ich wünsche dir alles Beste, vor allem dass du dich von nun an auf das Wesentliche fokussierst. Und vielleicht darf auch ich weiterhin dir die eine oder andere wertvolle Anregung zukommen lassen. liebe Grüße DC
  11. Hi Sexter, Wow, das freut mich sehr, danke schön. Das klingt wirklich super. Genieße diese Zeit voller besonderer Erfahrungen, sie lässt dich ganz bestimmt innerlich wachsen. Das ist ein Phänomen, das ich schon länger im Zusammenhang mit dem Pick Up beobachte. Besser als du es ausdrückst, kann man es kaum sagen: "Die Magie geht verloren". Und tatsächlich ist Flirt und Verführung, Sex und Beziehung, oder nenne es einfach das Zusammentreffen der Geschlechter, etwas, das von Natur aus voller Magie ist. Es ist ein Mysterium, welches erfahren und nicht analysiert werden sollte. Die Gesellschaft und Kirche haben aber das Liebesspiel zwischen den Geschlechtern verbannt, sanktioniert und kommerzialisiert. Das Ganze ist völlig zwanghaft geworden. Du, der eine zeitlang sargen war, kannst bestimmt ein Lied davon singen. Sind die Reaktionen vieler Mädels nicht vor allem anfangs, wenn du noch nicht so gut bist im approachen bist, nicht völlig seltsam? Aber auch die Reaktionen vieler Außenstehenden. Der Grund ist: Wir haben uns voneinander entfremdet, wir haben das ganze Spiel unter Zwang gesetzt. Ein ganz natürlicher Teil von uns wurde hier hinter Gitter gesetzt. Das ganze ist zur Perversion verkommen. Das adden irgendwelcher digitaler Profile kommt uns heute normaler vor als das Ansprechen echter Menschen im echten Leben. Ich könnte hier eine endlose Liste der Symptome aufführen, und würde überhaupt nicht mehr fertig werden. Doch eines ist ganz besonders tragisch: Unsere Zwänge halten uns an der Oberfläche. Die Begenungen sind völlig oberflächlich! Und bleiben es auch oft, selbst in langen Beziehungen. Kommen wir auf Pick Up zu sprechen. Ohne hier alles über einen Kamm scheren zu wollen, denn es gibt sicherlich Jungs die PU viel zu verdanken haben, und es gibt auch im Pick Up viele unterschiedliche Nuancen und Richtungen. Doch größtenteils kann ich aus meiner Sicht behaupten: Pick Up ist zum Großteil der falsche Ansatz. Denn da wird etwas Natürliches, etwas das fließen sollte, was ohnehin schon durch Regeln und Zwänge verunstaltet wurde, durch neue Regeln und Zwänge angegangen. Es wird analysiert und technisch angegangen. Um das Problem auf den Punkt zu bringen: Flirt, Verführung und Liebe sind Dinge, die durch dein Herz kommen. Sie sind bereits in dir vorhanden und wollen nach außen getragen werden, es ist eine Energie die durch dein Herz in die Welt hinausströmen möchte. Was Pick Up aber macht ist: Es macht diese Dinge zur Kopfsache. Siehst du das Ganze Problem? Etwas was von Natur aus eine Herzenssache ist, wird zur Kopfsache gemacht. Es wird analysiert und berechnet. Jetzt möchte ich hier nicht die positive Absicht von Pick Up untergraben. Denn ja, es muss etwas geschehen. Die ganzen verunsicherten, eingeschüchterten und entfremdeten Jungs da draußen suchen eine Lösung für dieses Problem. Sie merken dass da etwas ist, wozu sie den Zugang verloren haben. Und man nehme es ihnen auch nicht übel, viele von ihnen haben die Sexualität durch Pornos kennengelernt. Vielleicht sogar die meisten. Die Annahme, dass Sexualität etwas wäre, welches für sich alleine steht und nichts mit dem Herzen zu tun hätte, ist niemandem zu verübeln. Auch dies ist ein Ergebnis unserer Zwänge, und um den einen oder anderen Zwang aufzulösen ist eine Phase, in der du einen Vögel-Marathon veranstaltest, völlig okay. Was immer du gerade für richtig hälst. Doch in einem größeren Zusammenhang ist Pick Up aus meinen Augen der falsche Ansatz. Das Problem ist: Es werden hier größtenteils Zwänge durch neue Zwänge ersetzt. Der einzige Vorteil ist: Die neuen Zwänge führen zum Sex. Die alten Zwänge haben verhindert, dass du Sex bekommst, und die neuen Zwänge führen dich zum Sex, also entscheidest du dich für die neuen Pick Up Zwänge. Doch siehe: Zwänge bleiben Zwänge. Wann kommt die Zeit, in der du aus allen Zwängen heraustreten möchtest? Wann kommt der Moment, in dem du es fließen lassen kannst, und die Begegnung mit Frauen sich dir in ihrer ganzen Tiefe eröffnet, so dass du vor Staunen wieder Gänsehaut bekommst? Wann ist der Zeitpunkt, in dem du Sex weder verurteilst, noch ablehnst, noch zwanghaft zum Ziel setzt? Wann erkennst du, dass Sex nur die körperliche Begegnung ist? Ja, auch dies ist etwas sehr magisches, und doch ist Sex nur ein Teil des Ganzen. Wann erlebst du wieder diese unglaubliche Tiefe, und beschränkst dich nicht mehr auf diesen Teilaspekt? Wenn deine Seele sich nach der Tiefe sehnt, dann hat sie keine Lust mehr auf das Oberflächliche. Das ist das Signal, das du gerade durchlebst, ist es nicht so? Das ist ein völlig natürliches Signal. Deine Gedanken hängen noch in alten Vorgehensweisen, noch immer sitzt du da und analysierst, doch dein ganzes Wesen ruft dir zu: Keine Lust mehr. Höre auf. Fange an zu erleben, zu erfahren, öffne dich dem Moment und höre auf zu analysieren. Und ich habe so den Eindruck, du weißt durchaus wovon ich spreche. Du kennst das Gefühl der unmittelbaren Erfahrung, des Neuen, des Frischen, das ist das, was du im Ausland jetzt gerade erlebst. (Falls du noch dort bist) Alles was du zu tun hast, ist in dieser Art und Weise auch deine Begegnungen mit den Frauen neu zu erleben. Also: Wie machst du das, dass du dich jetzt auf jeden neuen Tag im Ausland freust? Wie machst du das, dass du neue Herausforderungen möchtest, dass du den Reiz des Unbekannten genießt? Wie machst du das, dass du es gerade lernst der Welt auf lebendige Weise zu begegnen, anstatt auf eine durchgeplante und vorgegebene? Du weißt was ich sagen will. Begegne genauso den Frauen. Höre auf, etwas zu erwarten. Es ist nicht so dass du "keine Lust mehr auf Frauen hast", as kommt dir nur so vor. In Wahrheit hast du keine Lust mehr auf das, was du bisher als "Lust auf Frauen" bezeichnet hast. Das war etwas Aufgesetztes, etwas verkrampftes. Es war voller Ziele und Analysen. Lasse all das fallen. Lasse Pick Up fallen. Gehe eine Zeit lang auf Frauen zu, ohne etwas zu erwarten. Erwarte gar nichts, erwarte noch nicht einmal, dass du jetzt auf sie Lust bekommen solltest. Schaue dir einfach an, wie sie sind, sei völlig neutral, spüre in dich hinein und beobachte. Sei völlig hellwach und betrachte sie. Verliere dich nicht in gedanklichen Analysen, und anfangs wirst du genau dazu verleitet sein. Stattdessen, schaue einfach nur direkt und unmittelbar hin. Hauche so der Begenung wieder Leben ein. Doch dies ist eigentlich der falsche Ausdruck. Denn die Begenung hat schon unglaublich viel Leben in sich, wenn du das nur zulässt. Wir reden hier darüber, wie du das zulassen kannst. Und das ist im Grunde ganz einfach gesagt: Lasse alles Alte von dir abfallen, alles Analytische und alle Erwartungen. Die Wahrheit ist wie du dich tatsächlich fühlst, wie fühlst du dich heute mit dieser oder jener Frau mit der du unterwegs bist? Lerne zu unterscheiden: 1. Dies ist wie ich erwarte das ich mich fühlen sollte 2. Dies ist wie ich mich tatsächlich fühle Lasse das erste vollkommen fallen, lasse nur das übrig, was tatsächlich ist. Erlebe es. Atme es ein. Sehe, wie der Zauber zurückkehrt. Aber sehne ihn nicht herbei, mache den Zauber nicht zum Ziel. Denn dann analysierst du wieder, dann wird er dir weiter verborgen bleiben. Sondern sehe einfach nur was da ist, egal was es sei. Und wenn du eine gewisse Lustlosigkeit siehst, dann ist sie auch Teil dessen was da ist. Lehne sie nicht ab, fliehe nicht vor ihr. Bleibe wach und erlebe auch sie. So lernst du, dich wieder dem Erleben zu öffnen, der unmittelbaren Erfahrung. Trenne nicht zwischen den Inhalten und nehme sie alle dankbar in dich auf. Wer reden hier davon, was bereits da ist, was in dir steckt, und was du durch all die Zwänge und Analysen verborgen hattest. Sei dir gewiss, dass da ein großer Schatz auf dich wartet. Denn es gibt nichts Faszinierenderes, als wenn Mann und Frau sich berühren, sobald es nicht mehr nur auf der Oberfläche geschieht. Viel Spaß und Erfolg dabei DC
  12. Hallo lieber Arlbert, zunächst möchte ich dir etwas zum Thema Wut mit auf den Weg geben, und dann auf den Rest und deine allgmeine Situation zu sprechen kommen. Ich bevorzuge das Wort Wut, oder auch zu sagen "ich habe Wut in mir", anstatt von Hass zu reden oder "ich hasse X oder Y". Gemeint ist zwar ein und dasselbe, der gravierende Unetrschied besteht allerdings darin, dass du dich dabei nicht auf das gehasste Objekt konzentrierst, sondern auf dein Gefühl. Wut entsteht immer aus irgendeiner Art von Widerstand. Mein Kumpel behandelt mich scheiße, und ich will das nicht. Also werde ich wütend. Ich werde von den Lehrern mal wieder nicht ernst genommen, und ich will das nicht. Das macht mich wütend. Ich finde mich selbst zu dünn oder zu dick, und ich will nicht dünn oder dick sein, also werde ich wütend. Erkennst du das Muster? Da ist immer ein Ablehnen von etwas was gerade passiert, bzw. meistens sogar einfach nur ein Ablehnen deines eigenen Gedankens darüber. Da ist immer ein "ich will das nicht, was da ist". Der Körper reagierst auf solche ablehnenden Gedanken mit Wut. Der Gedanke mag zwar lauten "ich hasse X oder Y", doch die eigentliche Wut spielt sich in deinem Körper ab, beobachte das mal wenn du wütend bist - wie fühlt sich das an? Da ist vielleicht ein Ziehen im Bauch, oder eine Hitzewallung - oder etwas völlig anderes. Wie ist das bei dir? Du hast immer mehrere Chancen um mit deiner Wut umzugehen. Da sind mehrere Stufen. Gehen wir sie gemeinsam durch. Stufe 1: Die Wut erst gar nicht aufkommen lassen. Wie schon erwähnt, ist deine Wut bloß ein Signal dafür, dass du dich gegen irgendetwas zur wehr setzt, das gerade geschieht. Bevor die Wut da ist, kannst du dich noch entscheiden. Du kannst dich dafür entscheiden, das was jetzt ist nicht abzulehnen, sondern anzunehmen. Weshalb macht das Sinn? Na weil das was jetzt ist sowieso schon gerade ist! Es passiert ja bereits! Indem du das annimmst, was sowieso bereits ist, nimmst du der Wut den Treibstoff weg, deine gesamte Negativität geht verloren oder entsteht erst gar nicht. Du schaust dich um, egal wie die Situation jetzt sein mag, du schaust sie einfach nur an und versuchst sie nicht innerlich "weghaben zu wollen". Alles was Teil des unmittelbaren Momentes ist, darf das sein, denn siehe: Es ist bereits. Schaue, akzeptiere und atme durch. Wenn du das geschafft hast, dann hast du die Wut schon im Ansatz gar nicht erst aufkommen lassen. Stufe 2: Die Wut, die da ist, da sein lassen. Diese Stufe tritt ein, wenn du bereits wütend bist. Du hast dann Stufe 1 quasi verpasst, bist in den Widerstand gegangen gegen das was gerade geschieht, und bist schon wütend. Aber selbst hier hast du noch die Chance, sinnvoll damit umzugehen! Wichtig dabei ist, sich nicht gegen die eigene Wut zu stellen. Wenn du bemerkst, dass du bereits wütend bist, dann sei eben wütend. Erlaube dir wütend zu sein. Denn in dem Moment, in dem die Wut bereits da ist, ist sie ganz genauso Teil dessen, was gerade geschieht. Sich gegen die Wut zu stellen, würde also nur weitere Negativität in dir erzeugen, was wiederum weitere Wut erzeugt. Das ist vollkommen logisch wenn man sich das mal so überlegt, auf die Wut wütend zu sein bringt nichts. Die Wut lebt von deiner Negativität und deinem Widerstand. In der Stufe 2 lässt du den Widerstand gegen die Wut fallen, die bereits da ist. Jetzt ist Wut da, auch sie ist Teil des gegenwärtigen Momentes. Deshalb nehme sie an und sei wütend. Du wirst sehen, dass sofort eine Erleichterung eintritt, sobald du nicht mehr gegen die eigene Wut bist, sie wird viel schneller verpufft sein als sonst. Gebe ihr den Raum, den sie benötigt. Merke: Die Wut lebt von deiner Negativität. Sie lebt davon, dass du gedanklich und körperlich gegen etwas blockierst. Deshalb übe dich darin, das was ist anzunehmen. Die Wut an sich ist mit eingeschlossen. Egal was gerade ist, es darf da sein, und sei es Wut. Du erzählst auch von Schlafstörungen, was mich nicht sonderlich wundert. Um besser enzuschalfen, lerne z.B. folgende 2 Meditationen, du kannst sie tun wenn du Abends im Bett sitzt oder liegst. Sie mögen dir etwas komisch vorkommen, aber das macht nichts, probiere sie einfach aus. mache sie ruhig beide nacheinander. Nr 1. http://www.findyourn...onsmethoden/120 Nr. 2: http://www.findyournose.com/osho-meditationen/131-meditation-bei-wut Das wird dich vor dem Einschlafen ins Lot btingen. Je nachdem wie müde du bist und je nach Situation, kannst du auch nur eine von beiden machen, bzw. die Meditationszeit etwas abkürzen. Dies einmal zum generellen Umgang mit Wut. Versuche dir also die 2 Phasen des Umgangs mit Wut einzuprägen. Und mache die genannten Meditationen vor dem Einschlafen. Wenn andere Leute bei dir im Zimmer sind, dann kannst du die Meditationen trotzdem tun. Tue einfach so, als ob du schon schläfst. Wenn du die Stimmen der anderen dabei hörst, dann akzeptiere sie als Teil des jetzigen Momentes, erlaube ihnen da zu sein und meditiere einfach trotzdem. In China meditieren die Menschen teilweise in völlig überfüllten U-Bahnen auf dem Weg zur Arbeit. Das ist alles Übungssache. Ich möchte, dass du mich hier richtig verstehst, es geht hier nicht darum deine "Wut zu beseitigen" oder Ähnliches. Es geht einfach darum mit ihr umgehen zu lernen, nicht jedes mal in ihr stecken zu bleiben. Doch an der Wut an sich ist nichts verkehrt, sie ist für dich vielmehr ein wertvolles Signal. Wofür ist sie ein Signal? Weshalb taucht sie so häufig auf? Du bist mit vielem unzufrieden, und das ist auch vollkommen ok so. Du darfst unzufrieden sein mit der Situation, mit den Lehrern, und all dem was du oben aufzählst. Wieso auch nicht? Deine Unzufriedenheit ist sehr wertvoll, denn nur wenn du unzufrieden bist, wird du etwas verändern wollen, wirst du dir Ziele setzen. Wer zufrieden ist, der will nichts verändern. Wenn du also unzufrieden bist, dann sei es. Sehe deine Unzufriedenheit als wertvolles Signal. Können wir uns also darauf einigen, dass die allgemeine Unzufriedenheit und die daraus resultierende Wut als Gesamtes in Wahrheit ein wertvolles Signal ist? Allerdings können Signale an sich erstmal nichts verändern. Eine Trompete allein hat noch keinen Krieg gewonnen, ist es nicht so? Was ein Signal aber sein sein kann: Es ist ein Startschuss für alles, was danach kommt. Deshalb finde ich es wichtig, dass du nicht in deiner Unzufriedenheit stecken bleibst. Viele Menschen machen genau das: Sie sagen "alles ist scheiße, ich bin unzufrieden", und dann bleiben sie dort wo sie sind, sie werden überhaupt nicht aktiv und unternehmen nichts. Sie bleiben im Signal stecken. Ich schlage vor, dass du das Signal richtig interpretierst: Deine Unzufriedenheit zeigt dir, dass du die Zügel in die Hand nehmen willst, etwas verändern willst, in deinem Leben etwas bewegen willst, ist es nicht so? Deshalb, belasse es nicht dabei bloß unzufrieden und wütend zu sein. Lasse diese Gefühle zu, sie sind sehr wertvoll. Fast alle Menschen bringen uns bei, solche Gefühle zu verdrängen, als seien sie etwas Schlechtes. Das ist so, weil diese Menschen selbst nicht verstehen, wozu diese Gefühle gut sind. Also verbieten sie diese sich selbst, und bringen das auch noch anderen bei. Wir haben hier und heute aber festgestellt, dass sie ein wertvolles Zeichen sind, und dass sie wie ein Startschuss zum Marsch blasen.Wir haben nichts gegen diese Gefühle, wir nehmen sie vielmehr dankbar an, als etwas, was uns aufwecken darf und uns wachrütteln. Jetzt steckst du natürlich in einer bestimmten Situation. Du wohnst im Heim, und du gehst täglich zur Schule, was dir oft keinen Spaß macht. Das ist der Status Quo, und hier startest du. Das ist deine Startvoraussetzung, und bis sich das eine oder andere an deiner Situation ändert, mag auch noch einige Zeit vergehen. Ich habe einen Vorschlag für dich: Anstatt sich gegen die Situation innerlich zu wehren, nehme sie zunächst so an, wie sie ist. Das bedeutet nicht, dass du nicht mehr mit ihr unzufrieden sein darfst. Aber schau mal: Wenn du täglich nur all deine Energie bloß nur in deine Wut steckst, in deine innere Gegenwehr, dann geht dir diese Energie an anderer Stelle verloren. Das ist das Ganze Problem. Alles was ich sage ist: Akzeptiere also das, was gerade ist und was du im Moment noch nicht ändern kannst. Was bringt es innerlich gegen etwas zu kämpfen, was du im Moment nicht verändern kannst? Sage dir: Ok, das was jetzt ist, darf da sein. Ich bin zwar unzufrieden damit, aber ich nehme die Herausforderung an. Ich akzeptiere das was ich nicht verändern kann, und warte auf den richtigen Zeitpunkt, auf die richtige Gelegenheit. Durch meine Akzeptanz schaffe ich mir neue Energie, die ich in die Dinge stecken kann, die ich jetzt bereits beeinflussen kann. (Übrigens, mache dir ruhig Notizen, z.B. wenn du dir etwas Bestimmtes aus diesem Text merken möchtest.) Welche Dinge könnten das sein? Was kannst du jetzt bereits tun, um glücklicher und zufriedener zu werden, um deinen Zielen näher zu kommen? Siehst du, da gibt es bereits Einiges. Setze dich doch einmal hin und setze dir ein paar Ziele für die nächsten Tage, Wochen und Monate. Du wirst erstaunt sein, was dir da alles auf einmal einfällt! Trenne dabei zwischen dem, was du beeinflussen kannst, und dem was du (noch) nicht beeinflussen kannst. Die kurzufristigen Ziele sollte sich alle auf das beziehen, was du beeinflussen kannst. Du darfst dir auch langfristige setzen, und für manche langfrsitigen kannst du schon jetzt etwas tun. - wo siehst du dich in 5 Jahren? Wo wärst du gerne? Welches Leben würdest du gerne führen? Auch diese Ziele darfst du aufschreiben. Besorge dir hierfür am besten dein eigenes geheimes Buch, wo du oft reinschaust um dich zu erinnern und zu motivieren. Führe Stichlisten mit erledigten Zielen, belohne dich selbst dafür. Schon bald werden dir viele Zusammenhänge zwischen deinen Zielen auffallen, dir wird die eine oder andere Reihenfolge klar werden. Oder du wirst sehen, welches Ziel Nr. 1 die Voraussetzung für Ziel Nr. 2 ist. Und wie schon gesagt, trenne immer zwischen solchen Dingen, auf die du einen Einfluss hast, und solchen, auf die du (noch) keinen Einfluss hast. Du siehst also, es ist relativ einfach Ordnung ins Chaos der Gedanken zu bringen, wenn man nur weiß wie es geht. Bloß hat uns das bisher keiner beigebracht. Auch wenn du es jetzt noch nicht sehen magst, Du selbst bist Schöpfer deiner Lebenswirklichkeit. Fange an zu leben wie ein solcher, und dann sehe was geschieht. Nehme die Zügel in die Hand. Und das ist das ganze Problem: Unsere Lehrer und Autoritäten wissen oft selbst eben nicht wo's lang geht, sie arbeiten bloß mit Regeln und Verboten, vorzugsweise auch mit Angst. Das bringt uns in einen ständigen reaktiven Modus, wir verlernen dabei völlig unsere Selbstbestimmtheit, unsere Schöpfernatur. Sie lehren uns, unsere Gefühle in gut und schlecht zu unterteilen, und dann die sogenannten Schlechten zu verdrängen. Warum tun sie das? Meistens einfach nur deshalb, weil sie es selbst nicht besser wissen, weil sie es widerum von ihren Lehrern und Autoritäten gelernt haben. Insofern ist es nicht nötig sie zu beschuldigen, ich empfehle stattdessen die eigenen Zügel selbst in die Hand zu nehmen und es besser zu machen. Ich kann gut verstehen, dass du unzufrieden bist in deiner Lage. Aber eines kann ich dir mit Sicherheit sagen: Eine solche Lage ist bereits für sehr viele Menschen der Anlass gewesen, um im Leben sehr viel zu erreichen, glücklich und zufrieden zu werden. Denn solche nicht ganz optimalen Startvoraussetzungen sind genau deshalb so wertvoll, weil sie sehr motivierend sein können. Sie laden geradezu täglich dazu ein, aktiv zu werden und sich Ziele zu setzen, ist es nicht so? Hingegen bewegen sich die bereits zufriedenen Menschen oft gar nicht von der Stelle. Wenn du also den Nutzen deiner Situation erkannt hast, dann kannst du das beste daraus machen. Ich wünsche dir also vom ganzen Herzen, dass du anfängst deine Gefühle anzunehmen, und sie richtig als diejenigen wertvollen Signale zu deuten, die sie sind. Wisse dass keine Situation von wirklicher Dauer ist, auch wenn sie dir jetzt noch sehr langwierig vorkommen mag. Alles bewegt sich, und mag es ein paar Jahre dauern, wer weiß schon genau wo du dann bist? Wehre dich also nicht dagegen, das Leben fließt von alleine! Das Leben ist wie ein Fluss der von alleine fließt, der dich immer weiterträgt. Auch wenn du jetzt manchmal nicht dort sein magst wo du bist, sei dir gewiss, dass im Hintegrund das leise Plätschern des Lebensflusses ist, und dieser sich immer weiterbewegt. Er trägt dich weiter, und übernimmt den Großteil des Jobs für dich. Er trägt dich weiter und bringt dich dorthin, wo du hin möchtest. Voraussetzung ist: Du hörst auf dagegen anzukämpfen und unterstützt das Leben dabei. Indem du die Dinge erledigst, die in deiner Macht stehen. Fange also an, mit diesem großen Fluss zusammenzuarbeiten. Ich wünsche dir viel Kraft und Erflog! DC
  13. Was mir sehr stark auffällt, ist, dass du in deiner Antwort weiterhin sehr wage bleibst, was dich selbst angeht. Du verweist hauptsächlich auf andere Fälle und bleibst im theoretischen. Die Frage war: Wie geht es DIR denn damit? Wie erlebst du das genau? Schau, warauf ich hinaus will. Wäre es für dich viellecht eine Idee, an der eigenen Wahrnehmung des Problems zu arbeiten? Sprich, wäre dies hier vielleicht eine Option: Immer wenn der Patient mit seiner Verliebtheit beschäftigt ist, ist das seine (ihre) private Sache. Ich finde es ist das gute Recht eines jeden Menschen sich zu verlieben, auch in dich. Was du hingegen z.B. tun kannst: Du könntest dich selbst zunächst einmal darin üben, dich nicht dermaßen innerlich damit zu beschäftigen. (Beispiel: "Kränkung (weil ich nicht erwidere)" Woher genau weißt du dass die Person aufgrund mangelnder Erwiderung gekränkt ist? Wozu beziehst du die Kränkung auf eine (unterlassene) Aktion von dir?) Einen Anfang könntest du z.B. auf folgende Weise machen: Du könntest zunächst beobachten, wie du genau auf solche Situationen reagierst - ob da ein widerkehrender Gedanke ist, ein Gefühl von Machtlosigkeit oder was auch immer, stelle also zunächst genau fest, wie du innerlich reagierst, wie du also dieses Problem denn überhaupt genau innerlich repräsentierst. Und als erfolgreicher Therapeut kennst du sicherlich die eine oder andere wirkungsvolle Methode, um anschließend auf die Innenwelt Einfluss zu nehmen, oder? Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass sich dies auch rückwirkend positiv auf die Arbeit mit dem Patienten auswirken könnte.
  14. "Aber es behindert meine Arbeit." Inwiefern behindert es genau deine Arbeit?
  15. Wenn du dich selbst, deine Mitmenschen und das Leben nicht als tiefes, faszinierendes und unergründliches Mysterium erkannt hast, dann kommt mir die Vermutung auf, dass du dich nicht wirklich mit den Dingen, sondern viel eher mit den Theorien über diese Dinge beschäftigt hast. Um deiner Langeweile abzuhelfen, könntest du dich weg von abstrakter Theorie und hin zur direkten Beobachtung, Begegnung und Berührung bewegen. Ich bezweifele nicht, dass du viele Menschen kennengelernt hast - und das meine ich hier auch überhaupt nicht, es geht viel eher um die Art und Weise wie du jemandem begegnest - z.B. dissoziiert und analytisch, oder viel eher herzensoffen, aufmerksam und achtsam.
  16. Hallo lieber Let's Rock, lets rock! Ich danke dir vielmals, und ja du hast mich durchschaut, das Ganze macht mir tatsächlich Spaß durch dein Beobachten konntest du dein Schamgefühl bereits identifizieren, du weißt wie es auftaucht, wie es sich anfühlt. Auch lese ich bereits den einen oder anderen Glaubenssatz heraus, den du selbst aufgespürt hast und der dahinter stecken könnte. Und du hast recht darin, dass ich dir schreiben würde, dass du das Gefühl akzeptieren darfst. Denn alles, was du nicht akzeptierst, das verdrängst du und hast es nicht mehr auf dem Radar. Wie sollst du aber mit etwas umgehen, was du nicht siehst? Dinge die du verdrängst steuern dich weiterhin, bloß unbewusst. Jetzt, wo du angefangen hast diese Erscheinung in dir zu beobachten, hat sich bereits ein Teil von dir davon gelöst. Es gibt jetzt bereits etwas, das nicht mehr damit identifiziert ist, wenn du es beobachtest. Es gibt eine Instanz, die auf das Schamgefühl schauen kann, und diese Instanz IST nicht mehr das Schamgefühl. Da ist bereits eine erste Loslösung geschehen, das möchte ich dir hier bewusst machen. Um dich aber komplett von dieser Sache zu lösen, sind möglicherweise ein paar Schritte nötig. Lass uns hier also gemeinsam überlegen, welche Schritte das sein könnten. Du möchtest dein übertriebenes Schamgefühl loswerden. Damit du etwas derartiges verarbeiten und /oder hinter dir lassen kannst, gibt es mehere wirkungsvolle Methoden. Welche Methode du dir aussuchst, liegt ganz an dir. Aus meinen Augen haben alle sinnvollen (wirkungsvollen) Methoden allerdings eines gemeinsam: Sie behandeln nicht das Symptom, sondern sie schauen sich das Ganze, auch dessen Wurzel an. Denn nur wenn du das Schamgefühl als Ganzes in dir erfassen kannst, samt seinen Wurzeln, wirst du es wirklich nachhaltig los. Und egal welche Methode du wählst, du kannst sie deshalb in jedem Fall in ihrer Wirkung unterstützen, indem du dein Beobachten fortführst, vertiefst und intensivierst. Ich kann nicht garantieren, aber auch nicht auschließen, dass alleine dein Akzeptieren und Beobachten schon ausreichen wird, um dich komplett davon zu befreien. Denn alles was du in seiner Gänze erkennst, fällt von dir ab. Nur wenn du irgendwo noch an etwas unbewusst und unerkannt festhälst, nur dann kann so ein Gefühl oder Verhalten noch in dir bleiben. Erkenne dich selbst als denjenigen, der das hat und der so handelt! Du selbst trägst dieses Schamgefühl in dir! Also bist du auch selbst der einzige und derjenige, der das in seiner Gänze erkennen und ablegen kann. Was genau hinter deinem Schamgefühl steckt kann ich aus meinen Augen nur mutmaßen. Jede präzise Aussage wäre ein Schuss ins blaue, schließlich sind wir Menschen in unseren Erfahrungen so verschieden, dass nur individuell wirklich auf uns eingegangen wären kann. Das individuelle Auf-Dich- Eingehen geschieht ja gerade im Beobachten, es gibt nichts was dir so nahe sein kann als du, als dein eigener Beobachter. Finde also heraus, was genau bei dir dahintersteckt, was die Wurzel dieses Verhaltens ist. Scheue dich nicht ein z.B. auch ein Coach.ing in Anspruch zu nehmen, wenn du es für sinnvoll hälst, denn die Lebensqualität die du im Anschluss daraus gewinnst, ist sicherlich mehr wert als das was es kosten wird - sollte es erfolgreich enden. Nochmals, so ein Coach.ing oder irgendeine andere Form der Veränderungsarbeit ist nichts anderes als eine Unterstützung dabei, dir etwas bewusst zu machen. Was heilt, ist die Bewusstwerdung an sich - und diese geschieht immer durch dich selbst, ganz egal ob du das nun mit Unetrstützung von außen vollbringst oder nicht. Gehe also auf die Forschungsreise, beobachte weiter, sei knallhart ehrlich zu dir und finde es heraus: Was steckt bei dir dahinter? Wer soll es für dich herausfinden, wenn nicht du? Eine Hilfe in Anspruch zu nehmen ist okay, und in manchen Fällen mehr als sinnvoll, vergiß jedoch nicht dass DU es bist, ohne dessen aktive Einwirkung gar nichts geht. Du selbst steckst in deinem Körper, in deiner Psyche, in deinem Bewusstsein! Es gibt allerdings neben den individuellen Faktoren und Erlebnissen, auch äußere Einflüsse, die uns alle betreffen, die in dieser Gesellschaft leben. Und im Rahmen eines solchen Textes kann ich dir sicher ein paar Hinweise dazu geben. Zunächst, ist dir aufgefallen dass fast alle von uns sich auf diese Weise schämen? Hast du bemerkt, dass du mit deinem Verhalten nicht alleine bist? Das mag in der Intensität schwanken, und möglicherweise gehörst du tatsächlich zu den etwas extremeren Fällen, was auch ganz sicher seine Gründe hat, aber: Ist dir aufgefallen, dass sich die anderen auch schämen, wenngleich vielleicht nicht ganz so intensiv? Abgesehen von der Intensität - es ist das selbe Phänomen. Ist dir aufgefallen dass es uns alle betrifft? Schau, wir neigen dazu gerade die Dinge, die die Allgemeinheit betreffen, nicht mehr wirklich zu hinterfragen. Da ist die unbewusste Überzeugung: "Alle reagieren so, alle tun es, also muss es irgendwie okay sein. " Also fügen wir uns einfach. Ich schäme mich, und alle schämen sich, also muss diese Scham ok sein. Aber ist sie das? Ist es wirklich okay für dich, Angst vorder Annäherung an das andere Geschlecht zu haben? Und falls ja, wann genau hast du dich bewusst dazu entschieden? Wenn dir jetzt keine Erinnerung kommt, von dem tag als du dich bewusst dazu entschieden hattest, dann würde ich mir so meine Gedanken dazu machen, ob es wohl wirklich eine bewusste Entscheidung war... Für manch einen mag das trotzdem ok sein, manche Meschen sagen an dieser Stelle: "Na und, dann war es eben unbewusst, was kann ich dazu, ich kann damit leben" Wenn in dir ein ähnlicher Gedanke auftauchen sollte, dann endet an dieser Stelle die Kommunikation zwischen uns beiden, dann hast du zu dieser Fragestellung bereits dicht gemacht und möchtest nicht weitergehen. Wenn du aber genau wie ich weiter schauen möchtest, dich nicht damit zufrieden gibst wie es ist, etwas erfahren möchtest, dann stellen wir fest: Wir sind hier in diesem Kontext zusammengekommen, um uns das Pheänomen dieses Schämens einmal gemeinsam anzuschauen, radikal ehrlich zu uns zu sein und das zu hinterfragen, was notwendig ist. Wie sieht es mit dem Umfeld aus? Kann es vielleicht sein, dass wir in einer Gesellschaft leben, die diese Scham fördert und unterstützt? Wie tickt unsere Gesellschaft, wenn es um das "eine" zwischen Mann und Frau geht, um die Annäherung der Geschlechter? Erwarte nicht die endgültige Antwort von mir. Ich möchte dich dazu einladen, dich selbst auf hellwache Weise umzuschauen, und zu sehen was sich da alles abspielt. Was wird dir suggeriert? Da ist das Wort der "Pornographie", wenn es um die Darestellung des Aktes der Geschlechter geht. Wie ist dieses Wort behaftet? Positiv oder Negativ? Wie gehen die Menschen mit Sex um, völlig entspannt oder doch eher verkrampft? Und: Wird diese unsere Art des Umgangs mit Sex, die wir gerade festgestellt haben, durch die Regeln und Normen die wir uns geschaffen haben, unterstützt? Was ich sehe, ist eine höchst inkongruente Gesellschaft. Eine Gesellschaft, die gerne von sexueller Aufklärung und von der Natürlichkeit des Sex spricht, allerdings selbiges an allen möglichen Ecken und Stellen sanktioniert und verbannt. Die körperliche Liebe hat in unseren Wahrnehmungen längst den Hauch des verbotenen, und das ist auch kein Wunder, denn sie ist auch tatsächlich fast überall verboten. Nur ein Beispiel: Sex im Freien ist illegal und kann zu Gefängnisstrafen führen, die Abbildung von Geschlechtsteilen ist ebenso allerorts verboten, während Waffen und Gewaltakte völlig normal sind. Kürzlich war ich in einem Kinofilm, der ab 12 Jahren freigegeben war. In diesem Film wurden mehrmals Gliedmaßen und Köpfe abgeschlagen. Lass uns zunächst nicht in irgendeine Diskussion verfallen. Dir sollte aufgefallen sein, dass ich hier nur Beobachtungen anstelle, ich werte überhaupt nichts. Und dazu rate ich auch dir: Im ersten Schritt, gehe nicht sofort in den Dialog mit anderen oder innerlich mit dir selbst. Sondern, im ersten Schritt, beobachte einfach nur. Schaue was da ist, nehme so viel wie möglich zu diesem Thema wahr. Wir wollen uns nur umsehen, beobachten, und nicht schnellstmöglichst eine Meinung bilden - oder so schnell es geht schauen, dass wir in unserer bereits vorhandenen Meinung bestätigt werden. Nehme dir also die Zeit, die notwendig ist, mache dir das wache Hinsehen zur Tugend. Kann es also sein, dass du dich innerlich einem bestimmten gesellschaftlichen Kontext gefügt hast, und deshalb auf eine bestimmte Weise auf bestimmte Dinge reagierst? Das ist ein etwas langer Satz, deshalb lese ihn mehrmals wenn nötig. Diese Frage ist sehr wichtig zu diesem Kontext in meinen Augen. Und nur du kannst sie beantworten. Nur du selbst kannst tatsächlich eine Antwort auf diese Frage geben, denn nur du selbst kannst bei dir wirklich nach Innen schauen, um dies zu überprüfen. Bevor du etwas überprüfst und wirklich gesehen hast, sind alles andere nur blinde Vermutungen. Ich lade dich dazu ein sowohl dein Umfeld genauestens zu beobachten, als auch dein Inneres. Wie gingen deine Eltern dein Leben lang mit sexuellen Themen um. Wie war es in der Schule? Wie ist es mit deinen engsten Freunden? Gibt es Anhaltspunkte in deinem Umfeld, die auf dein jetziges Verhalten schließen könnten? Wie schon gesagt: Verändere nichts, beobachte einfach. Alles was du dir wirklich bewusst machst, hat bereits angefangen, seine Kontrolle über dich zu verlieren. Denn unkonditioniertes Bewusstsein ist Freiheit, und was du dir wirklich und tatsächlich bewusst machst, davon befreist du dich bereits. Manchmal kann man unterstützend etwas tun, so z.B. mit Glaubenssatzarbeit, oder durch die Befreiung von in dir eingesperrten Emotionen (siehe EFT). Wähle selbst deine unterstützenden Methoden. Auf diesem Weg des Hinsehens ist eine größtmögliche, radikale Ehrlichkeit von Vorteil. Du willst dich schließlich nicht bestrafen oder beschuldigen, sondern du willst dir etwas Gutes tun, ist es nicht so? Deshalb sei ehrlich, ohne dich innerlich zu beschuldigen. Du willst nur Schauen, und keine Meinung über sich bilden. Was jetzt da ist, ist da. Sollten da Glaubenssätze auftauchen die dich hindern, dann kannst du auch diese durch weiteres In-Dich-Gehen transformieren. Es gibt zahlreiche unterstützende Modelle hierzu, google z.B. einfach mal nach den "4 Fragen" von Byron Katie und arbeite diese mit deinen Glaubenssätzen durch. Höre nicht auf hinzusehen! Was ist dir aufgesetzt, konditioniert worden? Wodurch und durch wen wurde es möglicherweise konditioniert? Was wird dir im Fernsehen suggeriert? Welche Haltung hat die Kirche? Je mehr du dir die Dinge anschaust, desto mehr "Falsches" blättert von dir ab. Das Aufgesetzte verschwindet, und zurück bleibt zunehmend das Echte, das, was du wirklich bist. viele grüße DC
  17. Hallo lieber Morricane, vielen Dank für deine Geschichte. Das hört sich für mich nach einer sehr intensiven, erlebnisreichen Zeit an, welche bei dir ihre Spuren hinterlassen hat. Aus meiner Sicht sind gerade solche Episoden, die vieles im Leben über den Haufen werfen, die zunächst einmal sehr chaotisch erscheinen mögen, diese sind oft auch sehr sinnvoll. Denn danach ordnet sich vieles einfach neu, es entsteht durch dieses "Durchwirbeln" ja auch viel Raum für Neues, und du fängst an die Dinge aus mehreren Perspektiven zu betrachten, was anfangs verwirren mag, doch für gewöhnlich zu mehr Klarheit führt. Zur Selbstfindung: JA! Sage schlichtweg "ja" zu ihr, zu der ganzen Unsicherheit, zu der Verwirrung. Sie ist wertvoll, sie schafft Lebendigkeit und Gelegenheiten. Ich sehe das so, dass es mit das Wertvollste im Leben ist den eigenen Weg zu finden, spontane Entscheidungen zu treffen und möglichst intensiv zu erleben, wohin sie dich führen. Wenn du also einmal wieder durch ein verwirrende, unübersichtliche Phase gehst, dann öffne dich allen darin enthaltenen Gefühlen, mit all deinen Sinnen. Und gehe möglichst verspielt mit all dem Durcheinander um. Es hört sich simpel an und das ist es tatsächlich auch: Genau das ist Leben! Wir Menschen tendieren fast schon Krankhaft zu dieser Sortierei, wir wollen alles kontrollieren. Diese Gefühle mag ich, diese hier mag ich nicht - dass mir das eine passiert ist ist toll, dass mir das andere passiert ist ist scheiße. Das Unerwünschte wollen wir dann kontrollieren, indem wir es verdrängen. Doch das funktioniert nicht. Wenn da noch bestimmte Gefühle sind, so wie für diese Frau, dann wollen sie von dir gespürt werden! Dann gehe ans Fenster und weine, zünde dir eine an wenn du es passend findest oder auch nicht, blicke in die Ferne, spüre was da zu spüren ist! Sage dir dann laut vor dich hin: "Alle Gefühle in mir dürfen jetzt da sein!" Erlaube ihnen da zu sein, und dann kommen sie für gewöhnlich hoch, sie folgen der Einladung. Eines dafst du verstehen: Gefühle sind wie eine Art Energie, die stets fließen will. Wir sind zwar zeitweise erfolgreich darin, sie einzusperren, wenn wir sie nicht haben wollen, doch meistens holt sie uns auf die eine oder andere Weise wieder ein, sie klopft dann an, immer deutlicher, bist du sie endlich hörst. Es gilt also nicht nur die Gefühle die jetzt da sind zu spüren, sondern auch hin- und wieder solche hervorzuholen, die du in dir eigesperrt und verdrängt hattest, schaue dir dann ruhig mal alte Photos an, schwelge ein wenig in Erinnerung. Schaffe dir dein eigenes Ritual hierfür. Und du wirst sehen: So wie sie hochkommen, so gehen sie auch wieder. Das englische Wort "Emotion" stammt ab von "motion", und das heißt Bewegung, Gefühle sind wie Gedanken - sie ziehen liebend gerne weiter, wenn du sie nur lässt und dich nicht an ihnen festkrallst. Sei für sie also ein guter Gastgeber, für deine Gefühle. Lade sie ein, aber verabschiede sie auch wieder, wenn sie gehen wollen, halte sie nicht zurück. Du hast dir deine Ziele gesetzt, und vor allem, du weißt dass es DEINE Ziele sind, das finde ich beeindruckend. Ziele sind toll, zur Orientierung, doch auch hier rate ich dazu, zwar zielstrebig, doch auch flexibel zu bleiben. Habe Ziele, aber schließe nichts aus. Gleiche sie fortwährend mit deinem Herzen ab. Bliebe wachsam für dein Inneres, für das was es wirklich will. Was sagt deine innere Stimme? Die eigene Innere Stimme zu finden, ist ein Prozess. Sie war schon immer da, du hattest sie nur nicht beachtet. Wenn du nun zunehmend Kontakt zu ihr aufnimmst, wird sie dich genu dorthin leiten, wo du hin willst und wo du sein sollst. Den Ort, wo du ganz persönlich am glücklichsten bist. Nur deine eigene innere Stimme kann dir sagen wo das ist, keine einzige äußere Instanz. Um ihr näher zutreten, werde zuallererst zum Beobachter deines Inneren. Das ist der eine wichtige Schritt, den ich auch hier immer wieder betone. Das bewusste Gefühle spüren gehört dazu, aber auch das Gedankenbeobachten, das auf den Atem lauschen. Dann irgendwann findest du sie. Und eines ist garantiert: Sobald du sie hörst und/oder sopürst, dann wirst du ganz genau wissen, dass sie es ist, ganz ohne Zweifel. Dass du damit schon Kontakt hattest und eine gute AHnung hast wovon ich schreibe, davon bin ich recht überzeugt. Denn das zeigt mit deine Zielsicherheit, das zeigt mit die Art wie du von deinen eigenen Entscheidungen berichtest. Der Abschied von dieser Frau, von deinem Vater, das alles ist Loslassen und in meinen Augen hat das Loslassen eine ganz eigene, besondere Schönheit. Dieser besonderen Schönheit kannst du aber nur begegnen, wenn du die Gefühle nicht sortierst, und lernst auch mal das Traurige zu genießen, wohlwissend, dass alles vergänglich ist, und dass auch diese Trarigkeit wieder gehen wird, so wie ein guter Gast der dich besuchte. Ich habe nun einige Freunde und Bekannte die im Ausland waren, und danach wieder hin sind. Wie steht es bei dir, ist das für dich eine Möglichkeit? Wenn du einmal wieder zerrissen bist, erinnere dich daran dass genau solche Unsicherheiten, Zerrissenheiten, auch die Leidenschaft fördern können, die uns alle so lebendig macht. Manche Entscheidungen brauchen eben eine Weile - und müssen nicht gleich getroffen werden, ist es nicht so? Vielleicht magst du ja mal "Vital" in diesem Forum anschreiben, mit ihm kannst du dich gut über Japan austauschen, und über das Fernweh nach diesem Land. Ich wünsche dir alles Gute! DC
  18. Hallo lieber C. Card, Wahnsinn! Zuerst gratuliere ich dir zu dieser Erkenntnis. An deinem Beispiel zeigt sich sehr deutlich der Unterschied zwischen einer Erkenntnis und einem Verständnis. Beides ist nämlich ganz und gar nicht dasselbe, es sind völlig unterschiedliche Dinge. Während Verständnis sich auf Verstandesebene abspielt, und viel eher damit zu tun hat dass du Informationen im Gedächtnis abspeicherst, betrifft die Erkenntnis die eigene unmittelbare Erfahrung, das eigene Sehen. Das sind zwei unterschiedliche Ebenen. Wir sind es zwar gewohnt unser ganzes Lernen auf die Wissensspeicherung auszurichten, so funktioniert unsere Bildung. Ich sehe es allerdings so, dass nur die eigene Erkenntnis einen Menschen in seiner Entwicklung wirklich voranbringt. Ich schlage deshalb vor: Belasse es nie beim bloßen Wissen. Wissen ist bloß tote Information, es ist nichts Lebendiges und hat deshalb mit dem Leben an sich nicht so viel zu tun. Nur in der eigenen Erfahrung findet wirkliche Veränderung, und wirkliche Erkenntnis statt. Belasse es nie beim Wissen. Wissen kann zwar ein Wegweiser sein, und hier und da auch ein Türöffner für die Erkenntnis, aber es kann die Erkenntnis niemals ersetzen. Wenn du also meinst etwas verstanden zu haben, dann überprüfe es stets in deiner Erfahrung. Kannst du es wirklich sehen dass es so ist, was du da liest? Gibt es eine Möglichkeit, das zu erleben? Vieles Wissen, gerade im bereich Inner Game, lässt sich durch Selbstbeobachtung erfahren. Lasse keine einzige Information einfach stehen, egal von wem sie kommt. Bleibe kritisch, und überprüfe sie an dir selbst, indem du dich selbst bei etwas beobachtest. Oft geht es im Inner Game darum, nach Innen zu schauen und innere Vorgänge zu beobachten. In die Tiefe zu gehen, anstatt an der Oberfläche des Verstandes herumzudoktorn. Einfach gesagt: Wie kann man in die Tiefe gehen, auf die Ebene der Erkenntnis? - Durch direkte Beobachtung. Durch unmittelbare Erfahrung. Denn nur direkte Beobachtung und unmittelbare Erfahrung können dir deine eigenen Erkenntnisse liefern. Auch das ist aus meiner Sicht richtig. Denn Teile sind aus meiner Sicht meistens nichts anderes, als gedankliche Positionen. Der Widerstand deiner Teile hält dich auf gedanklicher Ebene fest, auf der Verstandesebene. Du liegst also aus meiner Sicht richtig, wenn du sagst, dass die Widerstandslosigkeit deiner inneren Teile dir eine Erkenntnis beschert haben könnte. Denn wenn du eine Sache wirklich unmittelbar anschaust, dann darf keine gedankliche Position beteiligt sein. Wenn eine gedankliche Position beteiligt ist, dann beschäftigst du dich nicht wirklich mit der beobachteten Sache, sondern eher mit deiner Position, die einen Bezug zu dieser Sache nimmt. Und schon schaust du etwas gar nicht mehr direkt und unmittelbar an, schon abstrahierst du es auf gedanklicher Ebene. Du machst aus allem eine gedankliche Abstraktion, nur selten schauen wir Menschen unmittelbar hin. Schau, auch diese Aussage könntest du jetzt einfach nur "verstehen und abspeichern", wenn du einer Meinung bist, oder dagegen gedanklich argumentieren, wenn du anderer Meinung bist. Oder aber, es gibt eine dritte Option: du überprüfst es durch direkte Beobachtung. Kann es also sein, dass du die Dinge niemals wirklich unmittelbar anschaust, sondern im Grunde fast nur gedanklich aufbereitest? Sage nicht bloß "ja", oder "nein", beobachte dich. Wie verhält es sich tatsächlich? Ich schlage also vor, öfter hinzusehen, zu beobachten, und erst im Nachgang, falls notwendig, gedanklich Positionen zu beziehen. Das ist Übungssache. Und jedes mal wenn du wirklich hinsiehst, näherst du dich der unmittelbaren Erfahrung. Das ist etwas, was deine Entwicklung ganz sicher unheimlich pushen wird. Voraussetzung: Wenn du es anwedest, und erfährst, und nicht bloß nur verstehst und abspeicherst lg DC
  19. Hallo lieber Jeloy, hast du dich bereits gefragt, wozu genau du eine solche Technik suchst? Was genau ist der Zweck dahinter, dass du die Verliebtheit der Frauen in dich kontrollieren möchtest? Was würde sich gegenüber jetzt verändern, welchen Vorteil hättest du daraus, den du jetzt noch nicht hast? Diese Dinge lässt du unerwähnt, und deshalb weise ich dich darauf hin. Zu meiner Antwort. Zunächst einmal finde ich, sollten wir uns klar werden wonach genau du suchst. Denn wenn ich über Verliebtheitsgefühle schreibe, dann könnte es durchaus sein, dass ich etwas anderes meine als du - verstehst du die Gefahr bei diesem Thema? Liebe und Verliebtheit sind nicht zuletzt deshalb so unklar in den PU Techniken vertreten, weil das gesamte Thema an sich schon schwammig und unklar ist. Ein Kuss, eine Telefonnummer, das sind alles ganz eindeutig auszumachende Dinge, dazu lassen sich sehr leicht Techniken basteln. Aber Liebe oder Verliebtheit? Es scheint jeder etwas anderes darunter zu verstehen. Ja, es scheint geradezu, dass diese zwei Begriffe zu den ungeklärtesten Begriffen überhaupt gehören. Für mich beispielsweise ist Verliebtheit etwas Alltägliches. Ich werde öfter geradezu verliebt angeschaut, und ich verliebe mich auch täglich. Ich meine das völlig ernst, und ich möchte hier niemanden aufs Korn nehmen. Es geht mir darum zu zeigen, wie unterschiedlich wir mit diesen Begriffen umgehen! Dann kommt noch jemand anderes dazu und sagt zu mir, eine Frau wäre bisher nur zwei mal in seinem Leben in ihn verliebt gewesen. Kannst du dir vorstellen, wie schwer es jemandem fallen muss, bei so einer Aussage ernst zu bleiben, der Verliebtheit für etwas Alltägliches hält? Was soll man so einem Menschen auch überhaupt antworten? "Echt? Also mir passiert das jeden Tag." Also mal ganz im ernst, wie wollen wir denn überhaupt kommunizieren, wenn wir solche unterschiedlichen Erfahrungen machen, oder die Begriffe innerlich so unterschiedlich belegt haben ? Ich halte Verliebtheit für etwas relativ Oberflächliches, und deshalb taucht sie ja auch so schnell und häufig auf. Wie du schon sagst: Spätestens nach ein paar mal Sex. Deshalb halte ich auch Sex für etwas relativ Oberflächliches, es gehört auf die Ebene der Verliebtheit. Es braucht nicht viel dazu, um miteinander zu schlafen, das kann sehr spontan geschehen, und genauso ist es mit der Verliebtheit. Gerade Frauen scheinen sich recht schnell zu verlieben, schaue dir nur die weiblichen Teenager an, da reicht ein Junge mit einer schicken Frisur und einem verträumten Blick! Und das ist ja auch völlig in Ordnung so, ich möchte das überhaupt nicht werten. Ich finde sogar, dass es sehr schade ist dass uns diese Eigenschaft nach der Kindheit und der Teenager-Zeit scheinbar verloren geht. Ich bin absolut dafür, sich wieder total häufig zu verlieben, am besten mehrmals täglich. Aber zurück zur Kernfrage. Was also genau wünschst du dir, geht es dir tatsächlich um die Verliebtheit? Wenn ja, dann ist das Ganze in meinen Augen sehr einfach. Um Verliebtheit auszulösen, beschäftige dich eingehend mit Rapport und mit Ausstrahlung. Denn das sind meiner Erfahrung nach sehr zuverlässige Auslöser für Verliebtheit. Baust du tiefen Rapport auf, dann baust du eine Verliebtheit auf, das ist so gut wie sicher. Wenn es dir aber eigentlich um Liebe geht, also darum, geliebt zu werden, so steht das auf einem völlig anderen Blatt geschrieben. Denn hier müsste ich dich enttäuschen, da ich hierzu keine Methode anbieten kann. Liebe ist wohl das einzige, was ganz generell nicht durch Methoden beeinflusst werden kann. Liebe ist völlig frei von Methoden. Doch um das zu sehen und zu verstehen, ist es unbedingt wichtig, den Unterschied zur Verliebtheit festzustellen. Sehr viele Menschen sind verliebt, doch nur sehr sehr wenige Menschen lieben sich. So viel kann ich dazu sagen: Hier geht es um die Tiefe des Verhältnisses, und Verliebtheit ist im Gegensatz zur Liebe etwas relativ oberflächliches. Viele Menschen meinen sich zu lieben, doch in Wirklichkeit sind sie höchtens verliebt. Zwei Menschen können gut und gerne auch verheiratet sein, doch ihre Beziehung ist, wenn überhaupt, über die Ebene der Verliebtheit nicht hinausgegangen. Liebe ist also etwas sehr seltenes, und sie kommt überhaupt nicht häufig vor. Um das zu sehen und zu verstehen, ist es notwendig, sich mit der Tiefe der Beziehungen zu befassen. Die meisten Beziehungen sind relativ oberflächlich, und das ist unabhängig von ihrer Dauer. Um ein wenig Verliebtheit auszulösen, kannst du an der Oberfläche bleiben, das geht recht schnell und einfach. Es ist überhaupt kein Hexenwerk. Doch um zur Liebe vorzudringen, wenn du also geliebt werden möchtest, dann musst du sehr tief gehen. Dann musst du alle deine Schranken öffnen, dich verletzlich zeigen, was sehr viel Mut erfordert. Nur wenige Menschen bringen den Mut auf, sich derart zu öffnen. Dann aber passiert es, dass sich zwei menschliche Zentren begegnen, und nicht nur zwei menschliche Oberflächen. Nur dann wird Liebe möglich, und hierzu gibt es überhaupt keine Technik, nur ein paar Anhaltspunkte. Um zu lieben musst du alle deine Kontrollsucht aufgeben, alle deine Widerstände und dich nackt und verletzlich zeigen. Die meisten Menschen haben Angst davor, da sie nicht verletzt werden möchten. Ich aber sage, dass alles was verletzt werden kann, überhaupt nicht du bist, sondern immer nur deine Oberfläche. Nur deine Oberfläche kann verletzt werden. Wenn du dich aber vollkommen öffnest, dann wirst du entdecken, dass dein innerster Kern nicht verletzt werden kann. So viel möchte ich an dieser Stelle sagen. Ich hoffe, dass ich dich zu diesen Themen bereichern konnte! lg, DC
  20. Hi Newbie4, letztendlich kann ich nicht für dich oder andere sprechen. Aber ja, meine Eindruck ist tatsächlich, dass sehr viele Menschen zum Großteil durch unbewußte Muster gesteuert werden. Das tückische an solchen Mustern ja gerade, dass sie uns nicht bewusst sind - dass sie also unbemerkt ablaufen. Per se können unbewusste Muster ja auch nützlich sein, und sind deshalb nichts, was es zu fürchten gilt: Ohne unbewusste Muster könnten wir Menschen wahrscheinlich noch nicht einmal geradeaus laufen. Ich kann aber sehr gut nachvollziehen, dass du mögicherweise soetwas Grundlegendes wie den Verlauf deines Lebens gerne eher bewusst steuern möchtest, verstehe ich dich da richtig? Was ist also zu tun, wenn du plötzlich feststellst dass du voller Konditionierungen, voller unbewusster Entscheidungs- und Verhaltensmuster bist? Meiner Ansicht nach macht es keinen Sinn, deshalb in Angst zu verharren, da diese Angst dich erst recht dazu führen könnte diese deine Konditionierungen zu verdrängen oder zu rationalisieren. Ich schlage also vor, sich solche Muster grundsätzlich anzuschauen und ins Bewusstsein zu rufen. Letztendlich dienen meine Beiträge hier auch genau diesem Zweck. Was ich hier und woanders tue ist also nichts anderes, als andere bei ihrer Entkonditionierung zu unterstützen - und damit bei ihrer Veränderung hin zu mehr Selbstbestimmung, Freiheit und Lebensfreude. lg
  21. Hallo lieber Pinocio, hier ist der Link zu deinem kompletten Beitrag: http://www.pickupfor...ost__p__1151821 Ich danke dir vielmals. Ich mache das hier sehr gerne. Betrachte deine Lustlosigkeit einmal nicht als etwas, was es zu vermeiden gilt, oder als etwas, was du "weghaben" möchtest. So wie jede Reaktion des Körpers oder auch jede Stimmung hat sie eine Daseinsberechtigung, es gibt einen Grund weshalb sie da ist. Du läufst durch die Stadt, ein Teil von dir möchte lauter Frauen ansprechen, und dann überkommt dich eine Lustlosigkeit. Frage: Was möchte diese Lustlosigkeit dir sagen? Weshalb taucht sie auf? Spüre einmal in dich hinein und versuche die Antwort zu finden, die dahintersteckt. Weshalb reagierst du lustlos auf das, was du da vorhast? Eine Lustosigkeit bedeutet oft zunächst einmal, dass du auf etwas bestimmtes gar keine Lust hast. Ist da etwas dran, kann das vielleicht sein - dass du nun versuchst dich zu etwas zu zwingen, worauf du jetzt im Moment überhaupt keine Lust hast? Ich weiß nicht ob es so ist - es liegt an dir das in solchen Momenten zu überprüfen. Wer sonst wenn nicht du kann dir eine solche Frage beantworten? Deshalb, überprüfe es selbst ob die Lustlosigkeit nicht möglicherweise eine völlig echte und normale Reaktion ist, die daraus entsteht, dass du etwas zu tun gedenkst, worauf du gar keinen wirklichen Bock hast. Und wenn das so ist, ist deine Lustlosigkeit nicht sogar ein sehr wertvolles und nützliches Signal? Ich möchte dir etwas Allgemeines zur Lustlosogkeit mit auf den Weg geben. Manchmal entfremden sich Menschen so sehr von ihrem eigenen inneren Willen, dass sich eine Lustlosigkeit auf ihr gesamtes Leben legt, ihr gesamtes Handeln wird dann lustlos und träge. Der Grund dafür ist häufig der Folgende: Sie leben nur aus der Vergangenheit heraus. Was bedeutet das genau, sie leben nur aus ihrer Vergangenheit? Das bedeutet, dass alles wa sie tun aus ihrem Gedächtnis kommt. Es kommt aus einem abgespeicherten Wissen, und nicht aus ihrem unmittelbaren und lebendigen WIllen. Ein Mensch geht beispielsweise Einkaufen, weil er aus seiner Erinnerung heraus weiß, dass er immer um diese Uhrzeit einkaufen geht. Dabei möchte er innerlich gerne einen Freund anrufen, sich über etwas austauschen. Aber diesen inneren Willen bemerkt er überhaupt nicht, da er nur nach seinem Gedächtnis handelt. Er geht einkaufen, weil er aus seiner Erinnerung heraus jetzt "einkaufen gehen sollte". Doch sein wahres Bedürfnis, nämlich jetzt mit einem guten Freund zu sprechen, bleibt unbefriedigt. Oder aber er schiebt es hinaus, vielleicht sogar mehrere Tage lang. Und dann steht er im EInkaufsszentrum und wundert sich, warum ihm jeglicher Elan und jegliche Energie beim Einkaufen fehlt. Der Grund ist: Er hat überhaupt gar keine Lust gerade einzukaufen! Und trotztdem ist er einkaufen gegangen, weil sein Gedächtnis es ihm befohlen hat. Unsagbar viele Menschen leben nur aus ihrem Gedächtnis heraus. Sie hinterfragen diese Tatsache nicht, da sie ihnen nicht bewusst ist. Damit entfremden sie sich von sich selbst - ihre momentanen und echten Bedürfnisse bleiben unbeachtet. Das betrifft nicht nur alltägliche Dinge, sondern das betrifft oft auch die gesamte Lebensplanung. Da geht einer studieren, weil sein Gedächtnis ihm sagt dass er einmal entschieden hatte studieren zu gehen. Oder vielleicht ist diese Erinnerung vielleicht gar nicht seine eigene, sondern sie wurde ihm von seinen Eltern eingepflanzt. Doch das überprüft er gar nicht, er bemerkt noch nicht einmal dass er da bloß nach seinem Gedächtnis handelt, er hat eben diesen Gedanken in seinem Kopf, er weiß zwar nicht genau woher der Gedanke kommt, aber er handelt eben danach ohne zu überprüfen was er jetzt wirklich in seinem Leben tun will. Erkennst du das Muster? Aus dem Gedächtnis zu leben bedeutet, sich selbst die Lebendigkeit zu rauben. Die Willenstärke, und auch die Energie. Stattdessen wird bloß aus der Erinnerung heraus gehandelt. "Ich wollte heute noch dies oder jenes erledigen", "ich hatte vor Sargen zu gehen" etc. Wie kann man aber nicht aus dem Gedächtnis leben? Ist das überhaupt möglich? Ist es möglich den eigenen, echten und unmittelbaren Willen zu empfinden und nach diesem zu handeln? Schau, alle Fragen die ich dir hier stelle solltest du dir stets zuerst sebst stellen. Denn wenn ich sie dir hier beantworte, dann bekommst du die Antwort von jemand anderem, dann speicherst du sie ab in deinem Gedächtnis und trittst schon wieder in die allerselbe Falle. Du trägst dann eine Antwort mit dir herum, die du ab und zu versuchst aus deiner Erinnerung abzurufen, doch dann ist es nicht deine Antwort, es ist keine Antwort die dich wirklich verändern wird. Ich frage also: Wie kannst du wissen, was du jetzt gerade wirklich möchtest? Woran merkst du es? Und wenn du es merkst, bemerkst du einen Unterschied zu einer Hanldung, die aus deinem bloßen Gedächtnis entspringt? Bemerkst du, dass sich in dir eine gänzlich andere Frische und Lebendigkeit ausbreitet, sobald du nicht mehr bloß deine Erinnerung befragst, sondern wirklich in dich hineinsiehst, in dich hineinfühlst und dich nach deinem eigenen, unmittelbaren Willen ausrichtest? Der unmittelbare WIlle ist immer frisch, er muss stets aufs Neue überprüft werden. Sobald du nicht mehr in dich hineinhörst, hineinsiehst und hineispürst, und den Kontakt zu deinem unmittelbaren lebendigen Willen verlierst, lebst du schon wieder aus deiner Erinnerung heraus, dann ist alles wieder beim alten. Dein Wille ist in jedem einzelnen AUgenbick neu und frisch. Sobald du ihn bloß noch in deinem Kopf abspeicherst, machst du ihn zu einer Erinnerung, zu einem Stückchen Gedächtnis. Doch dann ist es nicht mehr dein Wille, dann ist es bloß noch ein Abbild davon. Deshalb ist es wichtig, mit ihm fortwährend in Kontakt zu bleiben, mit dem eigenen Inneren stets in Verbindung zu sein. Und wenn das anfangs noch ungewohnt ist, dann kannst du eben zunächst dein Gedächtnis dafür verwenden um dich daran zu erinnern, dass du nicht mehr nur aus dem Gedächtnis leben wolltest. Du läufst also durch die Stadt. Woher willst du jetzt also genau wissen, ob du diese oder jene Frau ansprechen willst? Woher weißt du überhaupt, dass du jetzt Frauen ansprechen willst? Ist das bloß eine Erinnerung? Willst du das tun weil du das früher so getan hast, oder willst du das jetzt wirklich? Woran bemerkst du überhaupt, dass eine Frau dir gefällt? Was passiert wenn du dir diese Frage stellst, suchst du dann nach Anhaltspunkten in der Erinnerung? Willst du aus deinem Gedächtnis heraus wissen, was dir im allgemeinen an Frauen so gefällt, oder fängst du in diesem Moment an, jede einzelne Frau unmittelbar wahrzunehmen, und zu entdecken, was du bei genau dieser einen anziehend findest? Fange an in dich hineinzuhören, und dich dir selbst anzunähern. Denn ein Mensch der sein Leben nach seinem eigenen echten Willen lebt, ein solcher Mensch kann gar nicht lustlos sein. Es ist völlig unmöglich Lustlosigkeit zu verspüren, wenn du lustvoll lebst. viel Erfolg bei deiner Ausrichtung nach dir selbst! DC
  22. Hallo Mr. Bäm, aus meiner Sicht könnte es für ich Sinn machen, dich von deinem Status-Denken zu lösen. Mir ist bewusst, dass viele PU Modelle darauf basieren, und auch Bücher wie LdS tragen ihr Übriges dazu bei, dass sich eine solche Denkweise etabliert. Und dennoch möchte ich ganz deutlich sagen: Ich halte nichts von einem Statusdenken. Jede Art von Statusdenken setzt deinen Wert in Relation zu anderen Menschen und äußeren Umständen. Die Frage ist: Möchtest du das? Möchtest du, dass ein Typ - einer wie der aus deiner Erzählung - einfach daherkommen kann und deinen inneren Selbstwert mitbestimmten darf? Möchtest du dass die Art und Weise, wie andere auf dich reagieren bestimmt, wie wertvoll du bist? Löse dich von deinem Statusdenken. Es ist unwichtig, wer angeblich welchen Status hat. Es gibt keinen Status, das Ganze ist nur eine gedankliche Idee. Ein Status ist ein Gedanke, sonst nichts. Natürlich reagieren Frauen auf den einen oder anderen Typen und fühlen sich angezogen, na und? Mal ehrlich: Ist das nicht vollkommen in Ordnung? Stelle dir vor Frauen würden nicht mehr positiv auf uns Typen reagieren, wärst du dann nicht selbst einer der Leidtragenden? Deshalb, freue dich dass Mann und Frau sich gegenseitig anziehen. Beobachte wie sie miteinander tanzen und flirten, das ist ein wunderbares Spiel. Spiele mit und genieße es, anstatt dich mit anderen zu vergleichen. Und wenn da jemand daherkommt, der seinen Status markieren will, dann lasse ihn das tun. Beobachte ihn dabei, aber spiele nicht mit - er hängt eben in seinem Statusdenken drin, und das ist für ihn ok so. Bedeutet das dass du mitmachen musst? Nein, du musst überhaupt nicht mitmachen. Du kannst dich entspannen. Du musst jetzt nicht deinen "Status korrigeren", nur weil er einen hohen Status hat. Nichts dergleichen, denke immer daran: Es gibt keinen Status. Jede Art von Status ist nur ein Gedanke. Du bist nach wie vor frei, zu tun und zu lassen was immer du möchtest, fühle dich durch seinen angeblichen "Status" nicht eingeschränkt in deinen Möglichkeiten. Du fragst: Was ist aber wenn er deine Freundin anmacht, oder wenn du dich mit dieser Person generell unwohl fühlst? Zum letzten Teil der Frage; Signalisiere das. Sage dass du woanders hingehen möchtest und gehe einfach woanders hin. Folge deinem inneren Wohlgefühl, es wird dir sagen, wo und mit wem du dich wohler fühlen wirst. Sei flexibel. Und wenn jemand deine Freundin anmacht und deine Intuition sagt dir dass es Sinn macht ihn ein wenig in die Schranken zu weisen, dann kannst du auch das tun. Doch ich sage dir: Das ist fast niemals nötig. Wenn du innerlich entspannt bist, und kein Statusdenken hast, dann werden dir solche Leute fast niemals im Wege stehen, du wirst sie einfach nicht mehr anziehen. Und wenn doch, dann wirst du stets tausend Möglichkeiten sehen, um die Situation zu entspannen. Fokussiere dich deshalb zunächst einmal auf dich, anstatt auf die anderen. Es geht also viel weniger um den Umgang mit "Amogs", sondern viel mehr darum, wie deine innere Haltung ist. Diese wird maßgeblich davon bestimmt, ob du dir deines inneren Selbstwertes stets bewusst bist, und in Kontakt mit dir selbst stehst. Wenn du dich zu sehr auf andere fokussierst, auf andere Typen, auf deine Freundin, auf die ganzen gegenseitigen Reaktionen, auf den Status etc etc.... dann verlierst du diesen Kontakt. Du bist dann woanders, und überhaupt nicht mehr bei dir. Du hängst dann gedanklich bei dem was er oder sie gesagt hat, wie er oder sie reagiert hat, und was das mit dir zu tun haben könnte... Überall hängst du, bloß nicht bei dir. Ich sage: Bleibe bei dir, fokusiere dich zuallererst immer auf dich. Spüre deine Gefühle, deinen Körper, habe Spaß, genieße die Interaktionen. Sei zuerst immer bei dir, und nicht woanders. Du wirst schon bald etwas Faszinierendes feststellen: Wenn du innerlich bei dir bist, dich auf dich selbst und dein Wohlgefühl fokussierst, wird es für dich unmöglich werden bei den Status-Spielchen mitzuspielen. Denn beides schließt sich aus: Du kannst nur entweder auf deinen Status achten und im Status-Game mitspielen, oder du kannst bewusst bei dir bleiben. Wenn du um deinen Status kämpfst, dann kannst du nicht bewusst bei dir sein. Wenn du aber bei dir bist, kannst du überhaupt nicht an deinen oder seinen Status denken, es wird unmöglich werden. Beide Sachen schließen sich aus. Doch anstatt es mir einfach zu glauben, empfehle ich dir: Probiere es aus! Erkenne in der eigenen Erfahrung, wie das ist, und ob da etwas dran sein könnte. Sobald du es nur einmal wirklich schaffst das gesamte Statusdenken loszulassen, und bei dir zu bleiben, wirst du auch sehen dass die Frauen anfangen sich dir zuzuwenden und auf dich positiv zu reagieren. Nicht etwa deshalb weil du jetzt einen hohen Status hast, sondern weil du gelassen bist, weil du Spaß hast, und weil du du selbst bist. viele Grüße DC
  23. Aus meiner Sicht entsteht Agression in Widerständen, die sich dann in der Agression entladen. Per se hat also Agression durchaus ihren Nutzen und sollte nicht verurteilt werden. Es macht jedoch Sinn herauszufinden, worin diese genannten Widerstände bestehen. Die Widerstände aufgehoben, kann dieselbe Energie die in Agression fließt sich genauso in Ruhe, Gelassenheit oder Kreativität äußern.
  24. Halo lieber Eldschie, hier ist der Link zu deinem kompletten Beitrag, der nun schon etwas länger zurückliegt. http://www.pickupfor...ost__p__1149875 Ich gehe zunächst auf deine Fragen ein. Wozu ist das wichtig? Ich kann für dich natürlich ein paar Vermutungen anstellen: Möglicherweise hat sie sich von dir nicht mehr angezogen gefühlt. und darüber war sie sich sehr wohl im klaren, allerdings wollte sie es dir ein wenig durch die Blume sagen. Vielleicht hatte sie ja auch tatsächlich ein Gefühlsmischmasch in ihrem Inneren, und konnte es nicht so recht interpretieren. Wer weiß das schon so genau? Möglicherweise kann sie es dir nicht einmal selbst sagen, "woran das gelegen haben kan". Gefühle haben ihren eigenen Willen, wozu möchtest du also wissen woran es genau gelegen hat? Diese Frage gleicht der Kartenleserei. Ja und nein - beides wären hier richtige Antworten. Auch hier muss ich passen, denn mehr als Vermutungen sind nicht drin. Wozu stellst du aber diese Frage? Was hälst dich davon ab, sie wieder zu verführen und es herauszufinden? Die Befragung des Schicksals ist etwas total Seltsames. Weißt du, warum manche Menschen zum Kartenlesen gehen? Du wirst dich darüber wundern, was der wahre Grund hinter dem Kartenlesen ist. Sie tun es, weil sie Verantwortung abgeben wollen. Sie wollen jemand anderem die Verantwortung abgeben, nur deshalb suchen sie einen Karteneser auf. Sie bezahlen ihn, damit er die Verantwortung für einen bestimmten Teil ihres Lebens übernimmt. Damit sie dann später schimpfen können: "Das hast du aber anders vorhergesagt!" Sie brauchen eine solche Instanz. Und sei es nur in ihrem Kopf, doch sie möchten eine Instanz auf die sie schimpfen können. Oder aber, damit sie sich zurücklehnen können und nichts tun müssen. Die Karten sagen, dass sie bald reich werden! Also brauchen sie jetzt nichts mehr zu tun, sie können sich vollkommen zurücklehnen, und können den Karten vertrauen.. Und falls der Reichtum doch nicht eintritt, dann wissen sie ja auf wen sie zu schimpfen haben- den Kartenleser, der die Karten falsch gelesen hat. Natürlich bin ich kein Kartenleser und das mag nicht so ganz deine bewusste Absicht hinter der Frage gewesen sein, doch ich möchte dich darauf aufmerksam machen, dass du - auch wenn es dir nicht ganz bewusst ist - mit solchen Fragen die Verantwortung abgibst. Du wilst wissen, ob da noch was geht? Ran an den Speck, dann weißt du es. Das ist die einzig sichere Antwort die du haben kannst: Indem du es erlebst. Was uns jedoch oft davor abhält ist die Angst vor der Abweisung, denken wir zumindest. Doch weißt du was? Meiner Erfahrung nach ist es nie wirklich die Angst vor der Abweisung, es ist stets nur die Unsicherheit. Vielleicht kennst du das vom Approachen: Wenn du einen Korb kriegst, ist es 1000 mal weniger schlimm als du dir vorgestellt hast. Ich habe Jungs gesehen, die dann aus dem Grinsen nicht mehr rauskommen, sobald sie einen richtig fetten Korb bekommen. Der Grund weshalb sie grinsen lautet: Sie sind komplett verwundert, denn sie hatten es sich viel schlimmer vorgestellt. Die Unsicherheit ist dann weg bzgl. des Ergebnisses, und diese ist die wahre Last, es ist niemals die Abweisung an sich die so quälend ist. Denn eine Unsicherheit hält dich in der Schwebe, es ist dieses "vielleicht", was dich quält. Wenn du aber wirklich abgewiesen wirst, oder wenn du mit einer Geschichte ein für alle mal Schluss machst und sagst - diese Frau ist für mich Geschichte, und du bist dir dessen völlig sicher, dann ist es überhaupt kein Problem mehr. Ich wurde abgewiesen, so what? Jetzt habe ich keinen Einfluss mehr, egal wie ich mich wende und drehe. Oder: Ich habe mich entschieden, ich schaue nicht mehr zurück. Es herrscht Klarheit, und Klarheit ist niemals bedrückend, es ist immer nur die Unklarheit die einen zu quälen vermag. Und da kommt noch eine andere Sache ins Spiel, doch das ist jetzt wirklich harter Tobak. Aber ich empfinde es as wichtig, um dies hier zu erwähnen, denn sonst reden wir am Kern der Sache vorbei. Ich behaupte: Viele Jungs WOLLEN diese Unsicherheit und Unklarheit haben. Denn diese Unklarheit, dieser Schwebezustand, der darin besteht "vielleicht werde ich abgewiesen", ist ein Mangelzustand. Und dieser Mangelzustand unterstützt sie in ihren unbewussten Glaubenssätzen, die da lauten: "Ich bin nicht liebevoll", "Ich bin es wert abgewiesen zu werden", "ich muss mich anstrengen um von hübschen Frauen umgeben zu werden". Unser Unbewusstes ist voll von diesem Müll! Und das ist noch nicht einmal der komplette Wahnsinn. Der kompette Wahnsinn besteht darin, dass du stets so handelst, dass du dir deine eigenen Überzeugungen bestätigen kannst und sie damit verstärkst. Sprich, du verweilst oft lieber in einem unsicheren, sehnsuchtsvollen Mangelzustand, nur um dir deine eigene innere Überzeugung zu bestätigen. Oder wenigstens, um in dem Gefühl gefangen zu beliben, von dem du denkst dass es "deines wäre". Hoppla! Überprüfe also für dich, ob diese unklare Situation mit dieser Frau von dir nicht möglicherweise genau so gewollt wurde. Und dann frage dich, welche Wege es gäbe, um für dich Klarheit zu schaffen. Ich kann dir empfehlen, zu untersuchen, weshalb du eine Routine im Flirten suchst. Was versprichst du dir genau von einer Routine - per Definition einem immer wieder gleichen, wiederkehrendem Ablauf? Weshalb möchtest du, dass deine Flirts immer gleich und wiederkehrend sind? Und: Was wäre deiner Meinung nach, wenn sie es nicht wären? Und weshalb wäre das so, deiner Meinung nach? Dies sind noch ein paar Anregungen für dich auf den Weg. Ich wünsche dir, dass du in einen inneren Zustand voller Fülle kommst - und diesen nicht versuchst erst durch den Erfog und die Anwesenheit von Frauen zu erreichen. Aus einem solchen Zustand der Fülle heraus sind Frauen nämlich nicht mehr derart im Fokus, dass du daraus versuchst eine Wissenschaft zu machen. Und dennoch ist ihre Anwesenheit dann gegeben und sie ist sehr leicht herzustellen. Richte dein Augenmerk auf das Wesentiche, auf dich und dein Inneres. Schau, der gesamte Wunsch "das Game zu verbessern" geschieht oft aus einem inneren Mangel heraus. Und das Tückische ist: Dieser innere Mangel wird dadurch nur verstärkt. Deshalb gebe ich dir hier überhaupt keine Game-Tipps. Deshalb wünsche ich dir als allererstes gar keine Verbesserung im Game. Ich wünsche dir zu allererst innere Fülle. Denn wenn du innerlich eine Klärung durchmachst, und in einen Zustand des Sich-reich-fühlens" eintrittst, dann ist das Flirten nichts mehr was du "systematisch versuchst zu verbessern", zu kontrollieren, sondern etwas woran du dich einfach nur noch erfreust und was du genießt. Danach kannst du auch noch dein Game verbessern, ja. Keiner hält dich auf, das macht ja auch durchaus Spaß. Doch dein Antrieb wird ein völlig anderer sein, und die "Verbesserungen" werden anderer Natur sein. Richte deinen Blick auf das Wesentliche, auf dich. alles Liebe DC
  25. Hallo lieber Paian, ich kenne dieses Problem sehr gut, da ich es früher auch einmal hatte. deine Empathie ist eine wertvolle Eigenschaft, und ich bin mir sicher, du lernst sie auf sehr nützliche Weise einzusetzen Meiner Ansicht nach ist es so, dass es mindestens zwei Stufen von Empathie gibt. Da ist einmal die erste Stufe, es ist der Moment in dem Empathie geboren wird. Da ist sie noch sehr frisch, und nicht durch deinen Verstand interpretiert worden. Dadurch, dass du ein gewisses Bewusstsein entwickelt hast, bist du nicht nur in deinem Kopf, sondern du hast auch einen gewissen Kontakt mit deinem Körper. Deine Aufmerksamkeit berührt auch den eigenen Körper, und nimmt seine sehr feinen Reaktionen wahr. Der Körper ist etwas sehr sensibles, etwas sehr intelligentes. Deshalb kann er die feinsten Stimmungsveränderungen eines Gegenübers, oder einer Situation wahrnehmen. Wenn du nicht ausschließlich in deinem Gedankenkarussell zu Hause bist, sondern auch mit deinem Bewusstsein auf deinem Körper liegst, dann sage ich Glückwunsch - alleine dadurch bist du bereits zu einem empathischen Menschen geworden. Denn diese feinen Reaktionen auf Umwelt und unsere Mitmenschen beherrscht der Körper bereits, es muss ihm im Normalfall nicht erst "beigebracht werden." Doch erst indem du den Körper beobachtest, machst du es dir zu Nutze. Bevor du das tust, behält er dieses "Geheimwissen" für sich. Dies ist die erste Stufe der Empathie, die ich sehr eng mit dem Körperbewusstsein verknüpft sehe. Je nach deinem Bewusstseinsgrad kann diese Empathie zu- oder abnehmen, und sie kann außergewöhnlich große Formen annehmen. Die erste Stufe der Empathie nenne ich die "echte" Empathie. Denn sie ist stets auf die konkrete Situation bezogen, auf den jetzigen Moment. Auf das also, was gerade tatsächlich passiert. Jetzt kommt unser Verstand ins Spiel. Wie es so seine Natur ist, versucht er alles zu hinterfragen und zu interpretieren. Selbst bei Dingen die eindeutig oder klar sind, fallen ihm noch Problemstellungen ein. Denn darin, im Fragen stellen und Probleme erschaffen, ist er ein wahrer Meister. Nur ein kleines Beispiel: Du bemerkst, du hast Hunger. Dein Körper liefert dir ein eindeutiges Signal. Normalerweise weiss der Körper sogar sehr genau, worauf er Hunger hat. Doch der Verstand ist da ein schlechter Zuhörer, anstatt herauszufinden was der Körper wirklich möchte, fängt er an sich mit dieser Frage selbst zu beschäftigen. Da kommen Gedanken wie: "Worauf habe ich Hunger? Soll ich in der Stadt essen? Nein, das ist zu teuer, ich habe diese Woche schon X Euro ausgegeben. Was habe ich eigentlich noch auf dem Konto? Reicht es noch für den nächsten Urlaub?." Und dann kommt dir pötzlich eine Erinnerung an den letzten Urlaub, und an Mascha, die du am Strand kennengelernt hast, und an ihren tollen Körper. Und immer so weiter. Aus einem kleinen Mini-Signal des Hungers hast du es geschafft, an die Finanzierung des nächsten Urlaubes zu denken und bist schließlich bei sexuellen Fantasien gelandet. So einfach lässt sich der Verstand ablenken! Und tatsächich sind die meisten von uns ständig wie auf einer tosenden See von Hin- und Herspringenden Gedanken unterwegs. Zurück zu unserem Thema. Es war mir wichtig hier diese Bemerkung zu machen, damit du das Fogende verstehst. Keine Frage ist die Empathie eine besondere EIgenschaft, und sie ist in unzähligen Situationen sehr nützlich. Allerdings ist es so, dass der Verstand damit nicht ohne Weiteres etwas anfangen kann. Die Informationen, die er da bekommt, irritieren ihn. Er fängt an die Dinge erklären zu wollen. Da spürt dein Körper etwas sehr deutlich, du spürst eine bestimmte Stimmung und Energie - und was passiert ist, dass du sofort im Kopf anfängst, an dieser Stimmung herumzuinterpretieren. Ohne es zu bemerken, hast du den Kontakt mit der eigentlichen Empfindung schon längst verloren, und bist in die Gedanken darüber eingetaucht. Das ist die zweite Stufe der Empathie, es ist die "unechte" Empathie. Sie ist deshalb unecht, weil sie gar nicht mehr wirklich eine Empathie ist, es ist nur noch eine gedankliche Projektion der ersten, der echten Empathie. Es ist eine gedankliche Interpretation. In ihrem Kern mag sie oft sogar richtig liegen - keine Frage. Beispielsweise wenn du spürst dass eine Frau erregt ist, und der Gedanke lautet: "Sie ist erregt". Dann bist du damit schon sehr nah dran an der Wahrheit. Und manchmal macht es auch Sinn das was du da wahrnimmst, für dich selbst und für andere gedanklich zu formulieren. Allerdings ist Folgedes aus meiner Sicht die entscheidende Frage: Behälst du den Kontakt mit der ersten Stufe, mit der echten Empathie aufrecht? Bist du also noch auf deinen Körper zentriert, während du dir deine gedankliche Projektion ansiehst? Empathische Menschen haben meiner Beobachtung nach oft dieses Problem. Sie haben eine ganz besondere Wahrnehmung, doch diese Wahrnehmung verleitet sie dazu in die eigenen Projektionen zu springen. Und obwohl sie eine besondere Wahrnehmung haben, sind sie paradoxerweise oft noch weniger "bei sich" als solche, die kaum empathisch sind. Der Grund dafür ist aus meiner Sicht der, dass ihre besondere Wahrnehmung dem Verstand noch mehr Gelegenheit liefert, sich über allen möglichen Quatsch Gedanken zu machen. Bzw. sie liefert ihm noch mehr Gelegenheit, die eigene Selbstzentrierung aufzugeben, und in die eigene Projektion der anderen Person quasi "hineinzuspringen": Das möchte ich auch noch einmal deutlich betonen, denn es kann sehr hilfreich sein sich daran zu erinnern: Egal was du da konkret wahrnimmst, es ist stets deine eigene Projektion des anderen, es ist nicht wirklich der andere. Im Grunde bist du also nie wirklich "bei der anderen Person", sondern du bist stets bei deiner eigenen Kostruktion, bei deiner eigenen Wahrnehmung,. Tatsächlich entsteht dir aber der Eindruck, dass du nicht mehr bei dir wärst - du fühlst dich nicht mehr zentriert, so als ob du nur noch mit dem anderen beschäftigt wärst, und dich selbst nicht mehr richtig spüren könntest. Die Lösung besteht darin, deine Zentrierung zu steigern. Übe dich stets darin, in Anwesenheit der anderen deine Aufmerksamkeit auf den eigenen Körper zu legen. Du wirst oft in Versuchung geraten, das dadurch entstehende Körperbewusstsein zu verlieren, und du wirst es auch oft verlieren. Doch wenn das passiert, und du bemerkst es, dann kehre wieder in aller Ruhe zum Spüren deines eigenen Körpers zurück. Mache das Bei-Dir-Sein zu deiner Priorität Nr.1. Selbst wenn du im Gespräch bist, übe es dass ein Großteil deiner Aufmerksamkeit stets auf oder in deinem Körper ruht. Übe es auch zu Hause, mache es zu einer Meditation in deinen freien Minuten. Das Faszinierende ist: Du wirst erleben dass sowohl deine Empathie zunimmt, als auch deine Zentriertheit, dein Bei-Sich-Sein. Doch was da zunimmt ist die erste, die echte Form der Empathie, während die zweite, die interpretierende, sich mit der Zeit auflösen wird. Wenn du dann noch interpretierst, dann nur wenn du das willst. Z.B., um etwas für dich oder für andere zu formulieren. Doch du bleibst dir stets der Quelle der Empathie bewusst, und diese liegt nicht im Verstand. Erhalte den Kontakt zu dieser Quelle aufrecht. Auf dieser Ebene bist du mit dir selbst verbunden, und auch mit deiner eigenen sexuellen Energie. Der Grund weshalb ich hier so wenig über die sexuele Energie schrieb ist der: Alles was du zu tun hast, ist nicht den Kontakt mit dir selbst zu verlieren. Dann wirst du auch die sexuellen Begegnungen genießen können, und dennoch gleichzeitig empathisch bleiben. Alles liebe DC