Beziehungsende - Eine Ursachenanalyse

4 Beiträge in diesem Thema

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1. Mein Alter: 27 Jahre


2. Ihr Alter: 23 Jahre


3. Art der Beziehung: monogam 


4. Dauer der Beziehung: 1 Jahr


5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR: 1/2 Jahre


6. Qualität/Häufigkeit Sex: 3-4 Mal die Woche durchschnittlich, mal mehr mal weniger. Hohe Qualität (zumindest mein Empfinden).


7. Gemeinsame Wohnung: Ja, zeitweise bei Ihr.


8. Probleme, um die es sich handelt:

Ich habe gestern Nacht mit meiner Freundin Schluss gemacht. Wir hatten seit gut 2 Monaten immer wieder Streit. Angefangen hat alles damit, dass Sie, ein halbes Jahr vor diesen 2 Monaten, eine neue Arbeit angefangen hat. In dieser Zeit bin ich langsam bei ihr eingezogen. Dies haben wir uns beide gewünscht und zu diesem Zeitpunkt hat es auch gepasst. Ich war gerade dabei meine Bachelorarbeit fertigzustellen und habe deswegen auch schon meine Wohnung in einer Großstadt gekündigt, da ich wieder in die Heimat wollte.

 

Kennengelernt haben wir uns spontan in einem Club bei mir in der Heimat, wo ich jedes Wochenende zu besucht war. Danach haben wir uns in regelmäßigen Abständen gesehen. Dies wurde in den Semesterferien intensiver. Nach einem halben Jahr haben wir uns entschieden eine Beziehung einzugehen. Natürlich hatten wir davor schon regelmäßig Sex und konnten uns gut kennenlernen. Sie war total vernarrt in mich und hat mir ständig geschrieben. Außerdem hat sie mir immer wieder kleinere Geschenke gemachte, oder mich bekocht. Ich habe natürlich in der Zeit auch angefangen Sie zu lieben. Sie hat einfach einen tollen Charakter.

 

Als ich bei ihr eingezogen bin finge sie langsam an immer mehr von mir genervt zu sein. Sie wurde zickig und hat viel an mir kritisiert. Ein großes Problem war in der Zeit, dass wir noch keine eigene Küche hatten (sie wohne im Keller, bei ihrem Dad). Das hieß, dass sie mich immer bekochen musste. Ich wollte das natürlich nicht und wir haben uns darauf hin eine eigene Küche besorgt. Diese wollte aber ihr Dad aufbauen und da ihr Dad uns da nicht mehr rangelassen hat steht die Küche bis heute unvollendet da. Mich hat das sehr genervt und ich habe ihr immer wieder gesagt, dass wir die Küchen aufbauen sollten. Sie hat es nicht gewollt, aus welchen Gründen auch immer. Naja, so ging das bemuttern von ihrer Seite weiter. Ich habe immer gesagt, dass ich das nicht will und deswegen ausziehen werden, wenn das so weiter geht. Sie meinte immer, dass sie das gern für mich macht. Da ich stark mit meiner Bachelorarbeit beschäftigt war habe ich mich natürlich nicht darum gekümmert auszuziehen. Das hat dann dazu geführt, dass sie weiter genervt von mir wurde und auch langsam anfing mit anderen Typen was zu machen. Für mich war das kein Problem, nur habe ich in der Zeit nicht die Kernproblematik erkannt. Ich war ein Waschlappen und bin nicht ausgezogen. 

 

Jetzt kommen wir zur kritischen Phase. Ich hab ihr in der Zeit immer wieder im Streit klargemacht, dass ich mich nicht von ihr blöd Anmachen lasse und sie mich mit mehr Respekt behandeln soll. Sie hat natürlich immer eingesehen und wollte sich bessern. Es ist natürlich nichts passiert (Ich war einfach zu faul auszuziehen!). Ich habe das Gefühl gehabt, dass sie mich in der Zeit mit den anderen Typen provozieren wollte, mir Wiederrum war es meistens egal. Sie hat es irgendwann so weit getrieben, dass ich dann schlussendlich ausgezogen bin und auch eine Beziehungspause eingefordert habe, weil ich ihr verhalten nicht mehr tolerieren wollte (Ja, eigentlich war ich die ganze Zeit das Problem).

 

Anschließend war es ein einziges hin und her. Ich habe angefangen mir mehr Zeit für mich zu nehmen und habe mich um verschiedene Sachen gekümmert (Freundeskreis, Sport, Arbeit, etc.). Sie hat sich natürlich in der Zeit vernachlässigt gefühlt. Ich habe ihr aber immer klar gemacht, dass wenn sie sich normal benimmt ich gerne mit ihr was mache. Ab und an hat es geklappt. Wenn sie mich dann doch mal provoziert, oder schlecht behandelt hat, dann bin ich gegangen. In dieser Zeit hat sie, genauso wie ich, die Beziehung öfters in Frage gestellt. Ich habe immer klar gemacht, dass ich bereit bin an der Beziehung zu arbeiten, aber nur wenn sie es auch tut. Das heißt respektvoller Umgang ihrerseits. Sie hat es natürlich nicht getan und ich bin dadurch immer mehr auf Abstand gegangen. 

 

Man muss noch  dazu sagen, dass ich in der Einzugsphase extrem bedürftig war, was körperliche Nähe und Sex anging. Sie ist dadurch auch immer mehr auf Abstand gegangen. Was natürlich logisch ist. Ich hab es im Nachhinein (zu spät) erkannt und abgestellt. Es hat auch ein bisschen geholfen. 

 

Jetzt kommen wir zur besagten Nacht. Sie kommt von der Arbeit nach Hause und ist sehr bedrückt (Zu der Zeit haben wir uns kaum mehr gesehen, was von mir ausgegangen ist, da ich Zeit für mich brauchte. Wenn wir dann was gemacht haben, dann war es wie früher und sie wollte mich Küssen und hat meine Nähe gesucht). Ich merkte es, ließ es mir aber nichts anmerken und versuche einfach normal zur ihr zu sein. Ich wollte eine Neustart probieren. Sprich: die Problem hinter einem lassen und langsam die Sache wieder aufbauen. Wir sind ins Gespräch gekommen und sie hat die Beziehung wiedermal infrage gestellt (Verständlich). Ich habe ihr klar gemacht, dass ich bereit bin es weiter zu versuchen, aber nur wenn sie es auch ist. Im Gespräch habe ich gemerkt, dass sie nicht wirklich bereit dazu ist und ich habe die ganze Sache beendet. Sie hat geweint und versucht mich zum bleiben zu bewegen. Ich habe dies aber abgeblockt, da ich einfach über ihre Reaktion sauer war (vielleicht war ich da zur sehr ein A***loch im Nachhinein).

 

Insgesamt kann man sagen, dass die Gesamtschuld bei mir liegt. Ich hätte früher eingreifen sollen, um noch die Kurve zu kriegen. Ich war in der Zeit kein richtiger Mann und habe nicht gehandelt. Ich habe die Probleme eher in ihrem Verhalten gesehen, als in meinem. 

 


9. Fragen an die Community:

So jetzt die Frage an euch: Wie soll es nach eurer Meinung weitergehen? Ich mag die Frau wirklich sehr und würde mir wünschen, dass es vielleicht irgendwann wieder weitergeht. Nur ist jetzt alles sehr zerfahren. 

 

Gibts es andere Punkte die ich falsch gemacht habe? Mich beschleicht das Gefühl, dass ich in vielen Punkten selber ein ziemlicher A*** zu ihr war, weil ich die Probleme bei ihr gesehen habe.

 

Vielen Dank schonmal für eure Hilfe!

 

bearbeitet von Revali

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Du suchst schon sehr die Schuld bei Dir, was ertsteinmal löblich ist, da der einzige Mensch in Deinem Leben den du beeinflussen kannst ersteinmal du selber bist.

Wenn Du wirklich an einem Neustart interessiert bist, dann drücke den Reset Knopf.
Heisst, zieh aus, lasst Euch ein paar Wochen in Ruhe, wirklich in Ruhe, mit etwas Abstand wird sich zeigen ob Ihr beide noch Bock habt oder emotional weitergezogen seit.

Alles was dazwischen ist wird Euch wahrscheinlich immer wieder an den besagten Punkt bringen.
So einen Cut muss man nicht völlig lieblos ziehen, man kann schon sagen das man an die Person denken wird etc. aber dann sollte man auch nicht auf irgendwelche belanglosen Nachrichten eingehen, sondern wirklich einmal den Kontakt abbrechen (auch wenn Weihnachten und Silvester vor der Tür stehen).
So etwas kann tatsächlich zu einer neuen Perspektive führen, oder eben auch nicht, aber dann war es nicht wichtig genug.
Lass es frei, und wenn es zurück kommt.......oder so ähnlich.

Sei mutig!

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Top-Beitrag @Suane, bist echt eine Bereicherung für diese Community!

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