Firster

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Holy Shit-Tests

Eintrag erstellt von Firster · - 457 Ansichten

Holy Shit – Tests

Ich glaube ja, dass das den Mädels in die Wiege gelegt, oder bereits in den Genen verankert wurde. Egal in welchem Alter sich ein weibliches Geschöpf befindet, Shit-Tests sind und bleiben wohl ein bemerkenswerter Punkt, den wir Männer händeln müssen. Nee, erlernen wie man(n) darauf am besten reagieren kann ist so gut wie unmöglich, da diese aus dem Nichts kommen und du gar nicht darauf vorbereitet bist. Hier hilft nur Einfallsreichtum, Schlagfertigkeit und Kreativität. Vor allem aber Glück, oder aber auch mit einem lustigen Gemüt gesegnet zu sein.

Wer von dem allen gar nichts besitzt, spreche ich hiermit mein Beileid aus und rate dazu, nichts davon zu sehr oder am besten gar nicht persönlich zu nehmen.

Trag’s mit Fassung, denn diese werden nie aufhören....

 

Shit-Test zu Weihnachten (dieses Jahr :rolleyes: )

Einkaufen. Einkaufen vor Weihnachten, ist wie durch eine Horde verrückter Hühner zu laufen. Überall gackert es und sie scharren, stechen und wühlen. Stehen Schlange an den Theken. Wursttheke, Käsetheke, Regalen, Tiefkühltruhen; packen Dinge in die Körbe, an die wir Männer nie denken würden, bis wir sie bräuchten und noch während die holde Weiblichkeit ihren überlangen Zettel abarbeitet, indem sie ihn vorliest, packt uns der kalte Schweiß und wir wünschen uns auf den Mars. Auf jeden Fall aber, an einen ruhigeren Ort. Ruhe bitte, nur Ruhe was zu erkennen ist, da Mann kopfnickend und nichtssagend mit dem rollenden Korb folgt. Eine Tortur. Die Marter dauert zwischen eineinhalb bis zwei Stunden. Ich kenne keinen Mann, der hierauf nicht verzichten könnte.

Zu gern hätt’ ich gekniffen. Keine Chance! Sich anhören müssen, dass sie immer und du nie... nee besser nicht, denn das ginge länger als zwei Stunden und würde eventuell auch immer mal wieder hochgeholt werden. Und ok, die Schlepperei ist für Frau alleine nicht mal so salopp zu vollbringen. Also, auf in den Kampf... mitten im Gewühl, fragt sie mich: „und was wollen wir Weihnachten essen“? Ich: „Hast du nicht schon geplant“? Sie: „Immer ich, warum kommt nicht mal ein Vorschlag von dir“? Hier wird’s brenzlig und ich bemerke, wie sie ihr Gesicht verzieht. Kalt erwischt denke ich, da kommt schon mit leicht genervten Unterton:“ Was soll’s denn jetzt geben“?

Tausend Gerichte ziehen mir im Geiste vorbei. Ich hab keine Ahnung... Was will ich? Habe nicht darüber nachgedacht. Hatte andere Dinge im Sinn gehabt. Dinge die wichtig waren, die erledigt werden wollten, die abgeschlossen werden mussten. Dinge die...“na, was jetzt also“? Sie riss mich aus meinen Gedanken. Leicht genervten Unterton, grantiger Miene, wedelte sie mit dem Zettel vor meinen Augen. Ein Shit-Test und ich war nicht darauf gefasst. Egal was ich jetzt sage, das geht schief. Dann ich, im Brustton der Überzeugung „Vegan! Wie wäre es mit vegan?“ Alter, dachte ich mir, tickst du noch richtig? Du willst Fleisch!!!! Sage ich das, muss ich mir wieder anhören, wie ungesund das ist, so oft Fleisch zu verzerren. Und ich kann noch nicht einmal was dagegen sagen, denn fünf von sieben Tagen die Woche Fleisch ist ungesund. Weihnachten mit Grünzeug auf dem Teller? Wie krieg’ ich die Kurve? Ich will Fleisch, das Drumherum ist mir doch egal. Ihre Augen weiteten sich vor Überraschung, ein Grinsen trat in ihr Gesicht und dann...dann begann sie zu lachen. Mitten in dem Laden bekam sie einen Lachanfall. Wer also ein schallendes Gelächter mitten im Einkaufszentrum gehört hat, das war meine Frau. „Es gibt Ente“ entschied sie. „Ich werde doch nicht auf Fleisch verzichten, nur weil du mal ausnahmsweise gesund essen willst“.

Ich:“ Das geht auch“. Was sie und ihre Vertreterinnen allerdings noch nicht wissen, zu Silvester wird gegrillt, haben wir Männer beschlossen.

 

Shit-Test Auto

Ihr Auto musste dringend mal wieder überholt werden. Neue Kupplung war angesagt. Es gab ‘ne Zeit, da hätte ich das selber gemacht. Mittlerweile bringe ich den Wagen zu einem Freund, der sein eigenes Business hat. Zwei Tage später stand der Wagen mit neuer Kupplung und überholt in der Einfahrt. Sie fuhr, kam zurück und meinte: „Dein Freund hat wohl die Kupplung vergessen einzubauen. Jetzt schlupft sie“ beschwerte sie sich. Ich: „Glaub’ ich nicht! Schlupfende Kupplungen gibt es nicht. Hast du sie auch durchgetreten oder schleifen lassen“? Sie baut sich vor mir auf, Arme in die Hüften gestützt. Sie: „Natürlich hab ich sie durchgetreten und ich sag’ dir die schlupft“! Ich: „Komm mal mit“. Wir also raus zu ihrem Wagen. Ich sah, dass er diesen sogar noch gewaschen hatte. Öffnete die Tür und wies auf den Fahrersitz. Ich: „Setz dich mal bitte rein“. Sie setzte sich auf den Fahrersitz und schaute mich herausfordernd an. „Und jetzt?“, fragte sie provokant. Ich: „Schieb mal den Sitz zurück“ und deutet dies mit einer Handbewegung an. Sie schob den Sitz zurück. „Davon hört die Kupplung auch nicht auf zu schlupfen“ meinte sie spitz. „Tritt mal die Kupplung ganz nach unten“ gab ich als Anweisung. Beide schauten wir auf das Kupplungspedal, dass sie durchtrat. „Und jetzt langsam nach oben kommen lassen“ wies ich sie an. Sie folgte meiner Anweisung und kaum dass sich das Kupplungspedal nach oben bewegte, hakte es sich unter der Fußmatte fest und zog diese mit nach oben, bis sie sich wieder mit einem schlupfenden Geräusch löste und unter das Kupplungspedal fiel. „Oh“ kam von ihr. Ich sagte nichts, warum auch. Frauen und Auto sind wie ich und kochen. Ich kann`s nicht, aber Shit Tests mit Autos, da hat sie keine Chance.

 

Der Shit-Test vor dem ersten Sex

Ich lernte mein Girl vor Jahren kennen. Hatte in der Nähe von Berlin einen Termin und war zu früh dran. Für Museen oder ähnliches reichte die Zeit nicht, so dachte ich mir, verbringste die Zeit im Zoo. War schon ewig nicht in einem und wollte dort die Zeit überbrücken. Sie stand vor der Außenanlage der Affen und sah ihnen zu. „Lustige Kerlchen und so enthemmt“ eröffnete ich das Gespräch und wies auf ein Pärchen, dass dabei war zu kopulieren. Sie lachte und begann ihr Wissen über Affen mit mir zu teilen. Sie erzählte, dass Affenweibchen ihre sexuelle Bereitschaft durch ein geschwollenes Hinterteil signalisieren. „Ist doch schade, dass das bei uns Menschen nicht so eindeutig ist“ gab ich zurück. Ich konnte mir ein Grinsen nicht verkneifen. Auch sie grinste. Ich hörte ihren Ausführungen noch eine Weile zu und lud sie dann auf einen Kaffee ein. Allem in allem war es ein nettes, flüssiges Gespräch, ohne dass auch nur einmal eine peinliche Stille eintrat. Die Frau gefiel mir. Sie hatte Esprit, war wortgewandt und lachte anscheinend gern. Bevor ich losmusste, erfragte ich noch ihre Telefonnummer und versprach mich mal wieder zu melden, wenn ich in der Gegend bin. Es vergingen über vier Monate, bevor ich wieder in diese Gefilde kam.

Ich meldete mich Tage zuvor und fragte an, ob sie ein Bier mit mir trinken gehen würde. Sie willigte ein. Das Treffen war nett und wieder fiel mir ihr Esprit und ihre Wortgewandtheit auf. Wir lachten ziemlich viel. Ich war es gewohnt, dass Frauen viel über sich selber sprachen, aber sie stellte mir Fragen. Woher ich komme, was ich mache und ja, warum ich mich erst vier Monate später gemeldet hatte. Ich bemerkte sehr wohl, dass sie sich für mich interessierte. Andersrum war es nicht anders. Aus leichten unabsichtlichen Berührungen wurden absichtliche. Da der Grunewald nicht weit war, fragte ich sie, ob sie Lust auf einen Spaziergang hätte. Währenddessen legte ich meinen Arm um sie, als wäre es eine Selbstverständlichkeit so nah beieinander zu sein. Sie ließ sich das gefallen. Am Ende dieses Treffens gab ich ihr einen Kuss auf die Wange, so als ob wir uns bereits seit Jahren kennen würden. Ich bekam ein Lächeln zurück, das auf mehr hoffen ließ. Ich war einige Tage vor Ort und so lud ich sie am darauffolgenden Abend in ein Restaurant ein. Ich holte sie von zu Hause ab und bemerkte gleich, dass sie wohl so einige Zeit in ihr Äußeres investiert hatte. Ich umarmte sie und küsste sie auf den Mund, ohne abzuwarten, ob ich ihr Einverständnis dafür kriegen würde und führte sie zum Auto. Ihr Erstaunen über den so selbstverständlichen Kuss kommentierte ich nicht. Sie war kein Kind mehr und sollte sich darin einig finden, ob sie meine Annäherungen akzeptierte oder diesen Kontakt lieber abbrechen wollte. Ich hätte es toleriert.

Den Zeitaufwand in ihr Äußeres kommentierte ich allerdings mit einem Kompliment. Ich mache das nicht oft, aber hier war es angebracht ihr Bestätigung darin zu geben. Ich wollte nicht nur Türen damit öffnen, es war auch schlichtweg einfach zu würdigen. An diesem Abend wurde das Gespräch irgendwann heikel, da sie wohl für sich abklären wollte, ob ich ein Beziehungsmensch bin. Und von hier ab begann auch ich die Weichen zu stellen. Ich halte nichts von haltlosen Versprechen und unehrlichen Gelöbnissen, so erklärte ich ihr meine zu bietenden Möglichkeiten. Schon alleine aus beruflichen Gründen und der Vielreiserei käme für mich wenn überhaupt nur eine offene Beziehung in Frage. Sie war nicht begeistert und wurde recht still. Über den Tisch hinweg nahm ich ihre Hand und schaute sie an. „Es tut mir leid, wenn ich dir nicht das bieten kann, was du dir wünschst, aber ich muss uns beiden gegenüber ehrlich sein. Wenn dir das nicht reicht, dann fahre ich dich nach Hause und wir brechen den Kontakt ab, was mir leidtun würde“. Ich hoffte nur, sie fängt nicht an zu weinen, oder Drama zu machen, was für mich noch schlimmer gewesen wäre. Ich wusste, in diesem Augenblick kann Mann mit allem rechnen, was Frau zu bieten hat. Sie aber begann zu lächeln und meinte, dass wir doch zu ihr fahren sollten. Also fuhren wir zu ihr. Ich hatte schon so manches erlebt und so kam es dann auch. Kaum bei ihr angekommen, wollte ich sie küssend entkleiden, aber sie wehrte mich ab. Also doch nicht ging es mir durch den Kopf. Ich ließ von ihr ab und ging ins Bad. Dort entdeckte ich den Womanizer in seiner Verpackung. Ich selber, hatte ihn bereits verschenkt. Jungs, wenn ihr nicht wisst, was das ist, googelt ihn. Als ich ins Wohnzimmer zurückkam, sah sie mich wie ein erschrockenes Reh an. Ich lächelte und meinte dann „Wie ich sehe, hast du bereits einen äquivalenten Ersatz im Hause. Ich werd’ mal gehen“, ergriff meine Jacke und ging. Weder hab ich noch etwas gesagt, noch habe ich mich ein weiteres Mal umgedreht; muss allerdings zugeben, dass mir mein Hotelzimmer gar nicht mehr behaglich vorkam.

Nach anderthalb Wochen rief sie mich an und entschuldigte sich. Ihre Wortgewandtheit war nicht mehr so wortgewandt. Sie brauchte Zeit um über das, was ich ihr anbot nachzudenken. Sie klang ernst aber aufgeräumt und sie wollte wissen, wann ich wieder in ihrer Gegend sei. Dreieinhalb Monate später besuchte ich sie erneut und von da ab führten wir eine offene Beziehung.

Und nein, ich habe und hätte mich nicht mehr bei ihr gemeldet, wenn sie nicht diesen wichtigen Schritt getan hätte und mich anrief. Ich kann somit nur sagen, es gibt auch Shit-Tests, die länger dauern, als einem lieb ist.

 



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