hootwoot89

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  1. Bedenke aber, dass FH nicht so unfassbar anders, leichter oder praktischer ist als eine Uni. Abgesehen davon sind sehr sehr viele Studiengänge of Science. Also wissenschaftlich ausgelegt. Ich studiere einen Informatik Studiengang und der ist auch of Science. Wir haben zwar auch bei einigen Fächern praktische Tätigkeiten, aber dennoch viele Vorlesungen mit tausenden Seiten Skript. Wir haben wissenschaftliche Hausarbeiten zu schreiben in Bachelor und Master, plus Bachelorarbeit und Masterarbeit plus Hausarbeiten. Und auch wenn es Projekte gibt, wo man praktisch arbeitet, müssen Hausarbeiten und Referate angefertigt werden. Also dieses eher praktische Arbeiten ist denke ich eher bei einer Ausbildung gegeben und ein Studium ist halt eher Theorie bzw wissenschaftlich Arbeiten, Hausarbeiten schreiben, in der Bibliothek sitzen usw. Ok, dass habe ich auch schon so gehört. Ich erhoffe mir von einem FH Studiengang etwas mehr Struktur und einen eher praktischeren Ansatz. Das hat mich zum Teil ein wenig gestört, dass man absolut frei in seiner Gestaltung war. Dem einen gefällts, mich persönlich hat es eher belastet, da ich durch Ausbildung & Arbeit einen organisierteren Arbeitstag gewohnt bin.
  2. Rechtspfleger sagt mir was, ich habe das auch schon in Erwägung gezogen. Ein Problem ist, dass ich erst ab 2016 anfangen könnte. So an sich habe ich kaufmännische (durch Ausbildung & wirtschaftl. Zweige in der Schule) & juristische Kenntnisse auf dem Papier. Die Frage ist, ob der Rechtspfleger genau meinen Stärken entspricht. Ich bin von mir aus so weit, dass ich den juristischen Stoff hinter mir lassen kann. Gerade im Studium habe ich gemerkt, dass Talent & Fleiß immer Fleiß um längen schlägt.
  3. Da ich mein Jura-Studium wegen nicht bestandener Zwischenprüfung im 4. Semester abbrechen musste, habe ich mir die letzten Tage Gedanken über meine berufliche Zukunft gemacht. Insoweit will ich kurz auf meinen Lebenslauf eingehen: - Realschule (kaufm. Zweig) - 3 Jahre Kaufm. Ausbildung (große Krankenkasse) - 1 Jahr Berufliche Oberschule (Fachabitur Wirtschaft) - 9 Monate Zivildienst + Aushilfe im Bereich Marketing - 1 Jahr Berufliche Oberschule (Fachgebundene Hochschulreife, Wirtschaft) - 1 Semester BWL (kann ich auch als Wirtschaftsrecht im Lebenslauf darstellen, für klareren Weg im CV) è abgebrochen u.a. wegen weiter Entfernung - 4 Semester JURA è Zwischenprüfung Strafrecht zum 3. mal nicht bestanden (alle anderen Klausuren & Hausarbeiten aufs erste mal bestanden, allerdings mit sehr mäßigen Noten trotz hohem Lernaufwand) - Alter: 25 Jahre Abwägung Studium oder Arbeiten Ich habe mir die Tage zeitgenommen um mir über meine Zukunft Gedanken zu machen. Ihr könnt Euch vorstellen, dass nach einem Studium Abbruch das Selbstvertrauen nicht das Größte ist. Ich hab jetzt vieles analysiert und bin zur Erkenntnis gekommen, dass ich Jura z.T. wegen dem Ansehen und z.T. auch wegen meinen Eltern weiterstudiert habe. Ich hatte vor allem zum Ende vom 2. Semester Zweifel, ob ich das richtige studiere. Hat man schon mal ein Studium abgebrochen, dann will man natürlich nicht gleich das 2. auch abbrechen und versucht es dann auf Biegen und Brechen. Das Studium hat mich interessiert, generell muss ich mir aber eingestehen, dass es nicht ganz zu meinen Fähigkeiten gepasst hat. Ich habe viel und kontinuierlich gelernt, trotzdem bin ich im 3. Versuch in Strafrecht durchgefallen (keine schwere Klausur). Alle anderen Zwischenprüfungen & Hausarbeiten habe ich aufs erste mal bestanden, allerdings waren die Noten alles andere als berauschend. Mir ist vor allem aufgefallen, dass ich Probleme beim Textverständnis hatte und meine Mitstudenten mir gegenüber z.T. meilenweit voraus waren. Ich hatte auch immer das Gefühl, dass es sehr schwer werden würde, dass ich ein brauchbares Examen schreibe. Ich bin jetzt 25 Jahre, fühle mich aber jünger. Ich habe ein wenig Zweifel ob nicht zu alt zum Studieren bin (Generation mit 18 Abi lässt grüßen). Das dies Quatsch ist, ist mir durchaus bewusst. Die wenigsten Lebensläufe verlaufen geradlinig und insoweit habe ich gegenüber einem jüngeren durchaus den Vorteil, dass ich schon einiges erlebt habe. Ich habe ja durchaus auch vieles im Jura-Studium gelernt, auch wenn es nicht auf dem Blatt steht. Mit 18 oder 19 Jahren wäre ich ehrlich gesagt auch noch nicht so reif für ein Studium gewesen. Studienwahl-Test Ich habe bei was-studiere-ich.de einen Studienwahl-Test gemacht (ähnelt einem IQ Test) und dort hat sich das herausgestellt, was ich so auch erahnt habe. Beim sprachlichen Denken bin ich Mittelmaß (ca. 60% der Teilnehmer waren schlechter als ich) beim rechnerischen Denken spiele ich oberen Mittelfeld mit (ca. 70% waren schlechter). Beim bildhaften bzw. räumlichen Denken waren 90% schlechter als ich. Mir ist durchaus bewusst, dass solche Tests mit Vorsicht zu genießen sind und man mit Übung einiges verschieben kann. Nichtdestotrotz zeigt er zumindest eine Tendenz wo meine Stärken & Schwächen liegen. Ich hatte im mathematischen Teil das Gefühl, dass noch Luft nach oben ist (wusste ua noch nicht mal mehr wie man eine Wurzel zieht) Aufgaben wie (vereinfacht dargestellt) „3 Arbeiter brauchen 40 Stunden, wie viele Stunden brauchen 7 Arbeiter?“ sind mir durchaus leicht gefallen, auch logische Zahlenreihen waren ok, bei Zahlenreihen zum Auswendiglernen habe ich aber versagt. Das bildhafte bzw. räumliche Denken ist mir am leichtesten gefallen, dass hat sich insofern auch in der Bearbeitungszeit sehr widergespiegelt. Aufgefallen ist mir, dass ich kein Problem habe, gedanklich Körper zu drehen und mir Formen usw. sehr gut merken kann. Der sprachliche Teil hatte Licht- und Schattenseiten. Vieles fiel mir aber sehr schwer. Man sollte vor allem anmerken, dass ich da höchstwahrscheinlich nicht mehr all zu viel Luft nach oben habe (u.a. wegen dem Jura-Studium). //edit: Mir ist gerade noch eingefallen, dass ich als Kind (war vielleicht 12) einen mehrstündigen IQ Test gemacht habe (ähnelte dem Studienwahltest). Soweit ich mich erinnern kann, kam ein Testergebnis von etwa 115 raus. Interessen Generell habe ich mich auch in den sprachlichen Fächern in der Schule schon sehr schwer getan. In Mathe war ich auch nie richtig gut. Es hat mir aber definitiv mehr Spaß gemacht wie Deutsch und so Themen wie Stochastik fand ich richtig interessant. Generell habe ich auch gemerkt, dass ich mit der Unterrichtsform nie ganz klar kam und aus Büchern wesentlich effektiver lernen konnte (ist mir jetzt im Studium richtig bewusst geworden). Auch so Fächer wie Wirtschaftsinformatik oder Technologie haben mich immer interessiert. In meiner Freizeit habe ich als Kind Computer zusammen gebaut und mein Interesse für Technik ist nach wie vor geblieben. Ich habe aber nie für diese Materie absolut gebrannt. Ich war schon immer jemand, der sich eher für mehrere Sachen begeistern konnte und verschiedene Hobbys hatte. Meine Freundin meint, dass ich eher der praktischere Typ bin. Zum Teil muss ich ihr recht geben, ich habe mich oft im Studium gefragt, warum wir dies und das lernen (zB Gutachten für Streitigkeiten zwischen Verfassungsorgangen (erstellt in der Praxis vielleicht ein ausgewählter Prof.). Auch ging mir VWL z.T. mächtig auf den Sack (für jeden Möglichen Mist eine Berechnung + Kurve). Ich will lauf keinen Fall ein reiner Theoretiker werden. Wissenschaftliche Arbeiten machen mir auch eher weniger Spaß. So ein Monsterprojekt wie eine Doktorarbeit wäre absolut nichts für mich. Falls ich nochmal studieren sollte, dann würde ich einen FH Studiengang bevorzugen. Studium Ich habe mir auch schon einige Studiengänge angesehen. Generell würde mir z.B. Wirtschaftsingenieurwesen gefallen. Allerdings habe ich große Angst, dass ich mit den mathematischen Fächern nicht klar komme. Wenn ich studieren, dann muss ich das Studium zu 100% durchziehen (ein Studium an der RWTH Aachen traue ich mir nicht zu). D.h. für mich auch, dass ich mich jetzt auch mit den z.B. Mathe Papula Büchern im Voraus vorbereite um ein gewisses Grundwissen zu haben und im Studium als Werkstudent arbeite und Praktikas mache. Ich strebe nicht einen CEO Posten an, bin aber auch durchaus bereit länger als 17 Uhr zu arbeiten. Trotzdem will ich meine Freizeit nicht komplett opfern für ne 90 Stundenwoche, Familienleben ist mir durchaus auch wichtig. Ich bedanke mich für das Lesen und bitte Euch um eine Einschätzung für relevante Studiengänge (falls ich überhaupt noch studieren soll).
  4. Wann ist denn Ende des Semesters? Bei mir war das Ende letzten Monats. Oder Ende Sommersemester? Du wärst ja automatisch exmatrikuliert mit Nichtbestehen der 3. Klausur eigentlich. Ansonsten war das unklug von dir, denn alleine deine Krankenversicherung, die du ab 25 selber zahlen musst, wird nun erheblich teurer, da du den Studentenstatus verlierst... Insofern habe ich normalerweise Anspruch auf ALG2. Lt. Verwaltung würde ich erst 4 Wochen nach Nichtbestehen einen Brief über die Exmatrikulation bekommen. Bin mir aber nicht sicher, zu welchem Datum dann die Exmatrikulation erstellt wird. Nichtbestehen Prüfung war am 10.03. Kann mir kaum vorstellen, dass ich dann offiziell am 10.04 Exmatrikuliert werde.
  5. Erst einmal vielen Dank für die Anregungen und Vorschläge! Ich habe die Prüfung vorhin abgeholt und der Bearbeiter hat mir folgendes vermerkt: ------------------------ "Die Arbeit erfüllt leider nicht die Anforderungen, da die Prüfung unvollständig ist, Tatbestandsmerkmale zu knapp und die aufgeworfenen Probleme nicht bzw. zu oberflächlich geprüft wurden." Bei einer Prüfung wurde auf den Rücktritt nur kurz eingegangen und der Schwerpunkt der außertatbestandlichen Zielerreichung gar nicht thematisiert. Dann habe ich bei einem Beteiligten zwar die Delikte erkannt, aber die rechtfertigende Pflichtenkollision (weiterer Schwerpunkt) nur mit einem Satz ohne nähere Prüfung erwähnt. "Damit fehlt leider jegliche Problembearbeitung. Insgesamt daher leider nur 2 Punkte" ------------------------ Das hab ich insoweit schon befürchtet. Rein optisch und formal sieht die Klausur gut aus, inhaltlich passt es dementsprechend nicht. Insoweit sehe ich da auch keine Anknüpfungspunkt für eine Remonstration. Den ersten Schock habe ich schon verdaut. Ich habe gestern noch lange mit meinem Eltern gesprochen und bin die Tage noch mal in mich gekehrt und bin eigentlich auch zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich persönlich besser ist auch selbst abzubrechen. Wie schon erwähnt, ich habe immer im Vergleich zu meinem Mitstudenten viel getan, war aber von den Ergebnissen immer einer der schlechtesten. Bin zwar durchgekommen, aber dementsprechend schlecht. Bei mir im Bundesland (Bayern) sind die Durchfallquoten im 1. Staatsexamen glaube ich bei ca. 25-30%. Soweit mir bekannt ist, gibt es keine Statistik wie viele am Ende endgültig das Staatsexamen nicht bestehen. Prädikatsquote im 1. Staatsexamen sollte sich bei ca. 12-15% einpegeln. Ich bin mir eigentlich ziemlich sicher, dass ich wahrscheinlich eh kaum eine Chance hätte, im oberen Viertel (8 Punkt plus) zu landen. Ich wollte auch nicht in den Freischuss gehen, da mir die restliche Zeit zur kurz vorkam. Hätte her spekuliert, erst so im 9. oder 10. Semester anzutreten. Und ich habe mich vorhin exmatrikuliert. Lt. Verwaltung hätte ich mich auch zum Ende des Semesters exmatrikulieren lassen können. Vorteil ist, dass ich jetzt schon direkt aus dem Wohnheim kann. Nachteil natürlich, dass ich meinen Studentenstatus verliere, dementsprechend ab morgen arbeitslos bin. Vor- oder Nachteil, dass ich freiwillig gegangen bin und nicht zwangsexmatrikuliert wurde. Weis nicht was besser ist, dass war vorhin eher eine etwas zu voreilige Entscheidung. Ich werde mich jetzt arbeitslos melden, werde bei meinen Eltern wohnen und versuch demnächst einen Job zu ergattern. Plan ist dann mittelfristig, dass ich mir klar werde, wo meine Stärken und Schwächen liegen und was ich ab September/Oktober machen will.
  6. Ich hab nicht gesagt das ich vernünftig gelernt habe (wahrscheinlich weiß ich auch nicht wie man richtig lernt), aber ich hab die Zeiten so wie sie hier stehen eingehalten. Ich brauche ja hier auch nicht lügen, bringt mir nichts. Für mich persönlich ist es schon schwer genug den Threat hier erstellt zu haben und als Versager abgestempelt zu werden. Wie schon erwähnt, ich kann von mir behaupt, dass ich jeden Tag von Mo-Fr min. 4 Stunden gelernt habe (in diesem Semester ca. 40-50% für Strafrecht, die andere Lernzeit für ZivilR & ÖR). Am Ende hin war es natürlich mehr. 1. Versuch im 2. Semester: Hab das Delikt auf Lücke gelernt und es kam dran (natürlich dumm) ==> 2 Pkt 2. Versuch im 3. Semester: Hab das ganze Semester sehr sehr viel gelernt, aber zum Teil auch extrem falsch, keine Fälle, mehr Theorie aus dem Lehrbuch (weil der Prof. anteilsmäßig ca. 40% der Klausur Fragen gestellt hat). Im Nachhinein hab ich dann auch kapiert, dass die Theoriefragen nicht absolut abwegig waren und mit nem Basic Wissen zu beantworten gewesen wären. Zusätzlich kam ein Raub dran den ich übersehen habe ==> 2 Pkt.; wusste aber schon wesentlich mehr 3. Versuch im 4. Semester: Ich sehe mir morgen die Prüfung an, hatte aber nicht so ein schlechtes Gefühl. Kann nur spekulieren, morgen weiß man mehr ==> ach 2 Pkt. Problemlos würde ich nicht sagen, ich bin nie über 7 Pkt. gekommen. In de ÖRecht ZP im 2. Semester hatte ich nur 4 Pkt. Hausarbeiten waren nie berauschend, bin aber zumindest durchgekommen. Ich habe halt die ersten Semestern ganz massiv falsch gelernt. Habe dann in den letzten Semesterferien ein Buch über richtiges Lernen gelesen und habe versucht das alles umzusetzen, weil ich nicht wollte, dass ich im 3. Versuch durchfalle. Ich hab dieses Semester zB in den ersten 4-5 Wochen jeden Tag eine Klausur selbst formuliert. In den Probeklausuren hatte ich denn überall 6 Pkt. und ich hab eigentlich gedacht, dass es bei mir halbwegs klick gemacht hat und weiß auf was es in den Klausuren ankommt.
  7. Wie gesagt, es waren im Durchschnitt eher 5h effektiv, dh gestoppt. Ehrlich gesagt verwundert mich ein wenig, dass du 16 Stunden am Tag gelernt hast. Ich hab in letzter Zeit viel über Examensvorbereitung usw. gelesen und dort wird eigentlich gesagt, dass man so 6 Stunden am Tag reine Lernzeit einplanen soll und zu Spitzenzeiten max. 8 Stunden. Ehrlich gesagt ging bei mir auch nicht mehr, weil irgendwann der Kopf zu war. Meist waren es so 6-8x45 min mit Pausen ohne Übungen eingerechnet. Sporadisch insofern, dass mir die Vorlesungen nichts gebracht haben und ich lieber selbst oder mit Kommilitonen gelernt habe. Aktuelle Hobbys & Interessen: Sport, Fotografie, Reisen & mein Hund. Ansonsten interessiere ich mich noch für Technik, Handys, Computer usw.. Das füllt mich an sich schon genug aus und macht mich glücklich. BWL habe ich damals abgebrochen wegen der Entfernung. Im ersten Semester hab ich mich dann dazu entschlossen, Jura zu studieren, weil mich das immer interessiert hat. BWL insofern, weil ich wegen der Vorbelastung (kaufm. Ausbildung, kaufm. Schule) ein gewisse Grundwissen habe und mich das zum Teil auch interessiert. Andere Studiengänge kommen für mich eher nicht in Betracht. Weil ich dadurch die Möglichkeit habe, eine gewisse Struktur in den Alltag zu bekommen und ich die Möglichkeit habe zu studieren. Gibt ja auch Unternehmen, die FH Studiengänge anbieten. ----- Ich bin nicht das Mathebrain, sehe aber meine Stärken eher im mathematischen Bereich als im sprachlichen. Habe mich in Deutsch und bei Fremdsprachen relativ schwer getan und war dort eher im hinteren Mittelfeld. Ehrlich gesagt gibt es für mich auch nicht so viele Studiengänge, die ich mir vorstellen kann. Vielleicht noch Wirtschaftsinformatik oder Wirtschaftsingenieurwesen.
  8. Mein Alter: 25 Lebenslauf: - Realschule - 3 Jahre kaufmännische Ausbildung - 1 Jahr BOS (Fachhochschulreife) - 9 Monate Zivildienst + Arbeit - 1 Jahr BOS (Fachgebundene Hochschulreife – mittelmäßiges Abitur) - 1 Semester VWL/BWL im Ausland - 4 Semester Jura Studium Bezugnehmend zum folgenden Threat: http://www.pickupforum.de/topic/140459-jura-zwischenprufung-evtl-3-versuch-durchgefallen-was-danach/ will ich Euch mitteilen, dass ich heute das Ergebnis für den 3. Versuch der Strafrecht Zwischenprüfung bekommen habe und ich ich durchgefallen bin (Durchfallquote bei ca. 25%). Einsicht kann ich erst am Donnerstag nehmen, also kann ich erst mal nur spekulieren, warum es nicht positiv verlaufen ist. Alle anderen Zwischenprüfungen und Hausarbeiten habe ich auf den ersten Versuch geschafft, zum Teil aber sehr knapp. Ich habe am Ende des 2. Semester mit dem Gedanken gespielt, das Studium abzubrechen. Zum einen hatte ich immer das Gefühl, für das Jura-Studium nicht so geeignet zu sein. Jura ist eine Textwissenschaft und ich hatte vor allem in Übungen das Gefühl, dass ich rein vom Textverständnis nicht mit meinen Kommilitonen mithalten kann. Ich war auch in der Schule in den sprachlichen Fächern nicht der Überflieger, hatte eher immer zum kämpfen. Meine Stärken würde ich eher im mathematischen Bereich ansiedeln, obwohl ich da mit Sicherheit auch nicht zu den Überfliegern gehöre. Aber gerade in letzter Zeit hatte ich das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein (Lernmethoden umgestellt, viel mehr Übungsklausuren geschrieben usw.). Zum anderen bin ich mit der Freiheit im Studium nie ganz warm geworden. Mich hat gestört das sich das Studium zum größten Teil in der Bibliothek abspielt. Ich hätte mir gewünscht, das das Studium mehr wie Schule organisiert wäre. Auch mit diesem in den Tag leben bin ich nie so zurecht gekommen, ich hatte immer ein schlechtes Gewissen. Es lag mit Sicherheit nicht an der Motivation oder am Fleiß. Ich habe mir immer einen Wecker gestellt und habe versucht das Studium als einen normalen Job anzusehen. Natürlich kann man immer noch mehr optimieren und lernen, trotzdem glaube ich, dass bei mir nicht mehr so viel Luft nach oben war. Ich habe eigentlich seit dem 3. Semester jeden Tag min. 4 Stunden effektiv (habe die Zeit gestoppt, im Durchschnitt waren es eher 5 Stunden) gelernt, also Fälle bearbeitet, Lehrbücher gelesen usw. In Vorlesungen bin ich nur sporadisch gegangen, Übungen habe ich eigentlich immer besucht. Ich denke das ich vom Lernaufwand her eher im oberen Drittel im Vergleich zu meinen Mitstudenten war. Meine Freundin hat zuletzt zu mir gesagt, wenn es einer verdienen würde die Prüfung zu schaffen, dann ich. Insofern verspüre ich gerade ein wenig Wut, dass mit mir Kommilitonen exmatrikuliert wurden, die im ganzen Studium nichts getan haben. Ich habe ja wenigstens alle anderen Prüfungen aufs erste mal geschafft. Ich habe mich auch in Übungen gemeldet und versucht mitzuarbeiten. Es gibt Kandidaten, die noch nicht mal eine Hausarbeit geschrieben haben, am Ende aber gleich dastehen wie ich. An sich hat mich das Fach immer interessiert und das tut es auch weiterhin. Trotzdem muss ich einfach einsehen, dass ich nicht das nötige Talent dazu haben. Ich bin gerade enttäuscht und ein wenig traurig das ich die Prüfung nicht bestanden habe, aber auf der anderen Seite auch zum Teil erleichtert, dass es vorbei ist. Es gibt natürlich noch die Möglichkeit mit einer Remonstration oder mit einem Härtefallantrag zu versuchen, dass die Prüfung hochkorrigiert wird bzw. das ich einen 4. Versuch erhalte. Ich denke das ich das ganze nur aufschiebe und es mich dann im Staatsexamen zerbröseln wird oder dementsprechend schlecht abschneide. Fraglich ist natürlich, wie es in Zukunft weitergehen soll. Meine Überlegung ist, dass ich erst einmal einen Termin beim Arbeitsamt ausmache, um mich Beraten zu lassen. Ehrlich gesagt habe ich gerade ein wenig Angst, wieder von 0 anzufangen. Meine Eltern fangen mich Gott sei Dank auf und ich kann bei Ihnen wohnen. In ferner Zukunft will ich mich natürlich nicht aufgeben und mich weiterhin weiterbilden. Ich habe Abitur, ich habe eine Ausbildung und ich habe schon mal studiert. Folgende Überlegungen sind mir durch den Kopf gegangen: - BWL Studium an einer FH oder Uni zum Wintersemester ==> Leider sind bei allen örtlichen FHs & Unis die Bewerbungsfristen fürs Sommersemester abgelaufen. Ich würde eher eine FH bevorzugen, da dort das Studium nach Hörensagen mehr wie Schule ist. - Duales Studium (würde eine FH bevorzugen, die Akademien haben ja nicht den besten Ruf). Habe ich dafür überhaupt eine Chance mit mittelmäßigem Abitur + abgebrochenem Studium + Alter 25 Jahre? - Verwaltungslaufbahn im gehobenen Dienst - einfach Bewerben und dann Arbeiten bis zum Renteneintritt - Selbstmord Wie würdet Ihr in meiner Situation vorgehen? Vielen Dank für Anregungen und Tipps! Gruß
  9. Das mit BWL war wahrlich eine Ausrede, aber bei Jura gebe ich dir jetzt nicht recht. Ich will das nicht beschönigen, ich habe wie gesagt in der 1. Klausur auf Lücke gelernt, in der 2. kam ein Delikt dran, welches nie behandelt wurde und welches ich auch für eine Anfänger (Allgemeiner Teil) Klausur absolut ausgeschlossen habe. Das ist normalerweise für Fortgeschrittene Übungen relevant (Besonderer Teil). Und im Strafrecht macht es keinen guten Eindruck, wenn das Hauptdelikt fehlt. Es gibt Klausuren, da kann fast alles richtig und super bearbeitet sein, fehlt ein Delikt oder verstößt man gegen ein essentielles Prinzip, fällt man sehr schnell durch. Das ich nichts ausschließen kann und darf, habe ich mittlerweile gelernt. Nur war es zum Teil zu spät.
  10. Kurz zum Lebenslauf: 25 Jahre Realschule Kaufmännische Ausbildung Abi auf 2. Bildungsweg nachgeholt Zivildienst 1 Semester BWL Studium (abgebrochen wg. Entfernung zum Heimatort + Schwierigkeiten in Mathe) aktuelle im 4. Semester Jura Ich musste leider dieses Semester die Strafrecht Zwischenprüfung im 3. Versuch schreiben. Leider kam es dazu, dass ich im 1. Versuch mangels Zeit im Vorfeld gepokert habe und genau das Thema nicht gelernt habe. Für den 2. Versuch habe sehr viel Zeit und Energie reingesteckt, ich habe aber zum Teil falsch gelernt (kaum Klausuren im Vorfeld geschrieben) und am Ende kam auch noch eine sehr schwierige Klausur dran (u.a. mit Raub einer einer Anfängerklausur; Prof. gilt als Aussortierer, aber das soll keine Entschuldigung sein). Ende von der Geschwichte war, dass ich jeweils 2 Pkt. hatte. Dieses Semester war dann auch mein letzter Versuch (dementsprechend war natürlich der Druck hoch). Mein Gefühl ist nicht all zu schlecht, trotzdem besteht immer noch das Risiko, dass ich nicht bestehe. Generell bin ich mental darauf vorbereitet, dass ich die Klausur nicht bestehe. Ich rede mir ein, dass es natürlich besser jetzt ist durchzufallen, als im Staatsexamen. Trotzdem käme es natürlich einer Katastrophe gleich. Allein schon von meinem Alter. Rein vom Arbeitsaufwand kann ich mir nicht all zu viel vorwerfen, fleißig war ich. Ich habe natürlich jetzt auch riesige Angst davor, was mit mir überhaupt danach wird. Ich stemple mich insoweit schon als "Verlierer" der Gesellschaft ab. Falls ich durchfallen sollte, würde ich erst einmal gerne arbeiten (zB in meinem alten Beruf) und dann ein Fernstudium oder ein duales Studium anfangen (bin ich dafür überhaupt gefragt, da ich ja doch schon 25 Jahre alt bin?). Zu was könnt Ihr mir raten? Vielen Dank für Antworten! Gruß