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Ok, klar denke ich. Sagen wir es so, es fällt mir einfacher nicht zu denken als bewusst zu denken.

Dies wurde mir bewusst, als ich anfing, mich mit Meditation zu beschäftigen. Nach kurzem Einlesen bedeutete für mich Meditation: Eine entspannte Körperhaltung einnehmen und seinen Gedanken folgen, mit dem Ziel, einen höhrern Bewusstseinszustand zu erreichen und ganz im Jetzt zu sein, also das Denken möglichst aufzugeben.

Ich setzte mich also hin, konzentrierte mich und - dachte nichts. An dieser Stelle muss ich vielleicht kurz erläutern, was ich unter denken verstehe. In diesem Sinne verstehe ich darunter nur das bewusste denken. Ich höre dann wie meine Stimme im Kopf. Z.B. Wenn einem während dem Meditieren der Gedanke kommt "Was mach ich hier eigentlich?". Dieses Denken tritt bei mir höchst selten auf. Auch im Alltag benutze ich dieses Denken eher selten. Wenn es z.B. in der Schule langweilig ist denke ich nicht "was labbert der denn da schon wieder, mann ist dass langweilig", sondern ich fühle mich einfach gelangweilt.

Und auch im allgemeinen besteht mein Denken, wenn man dem dann noch so sagen kann, mehr aus Empfindungen als aus abstrakten Gedanken. Ich sah jetzt gerade aus dem Fenster meines Zimmers heraus eine Joggerin, deren Joggingstil, sagen wir mal, sehr amüsant ist. Als ich sie sah dachte ich nicht "haha wie joggt denn die", sondern ich musste einfach schmunzeln.

Eine andere Form des Denkens, welche bei mir auch noch relativ häufig auftritt, welcher ich aber bis vor kurzem nicht richtig bewusst war, ist das Denken in Bildern, oder vielmehr in Erinnerungen. Man könnte es auch schwelgen in Erinnerungen nennen.

Dies wurde mir auch gestern wieder bewusst, als ich mich auf eine Bank am See sass um ein wenig zu meditieren. Es ist dort sehr ruhig, man hört nur die Wellen des Wassers und das quaken der Enten. Ich sass also hin, schloss die Augen und konzentrierte mich auf die Geräusche der Wellen. Ich hörte nur die Umgebungsgeräusche, in meinem Kopf war es totenstill.

Was mir dann aber bewusst wurde, war, dass ich zwar nicht bewusst denke, dass es aber manchmal Bilder auftauchen in meinem Kopf. Der Begriff Bild ist vielleicht ein wenig unpassend, denn meine bildliche Vorstellungskraft ist sehr beschränkt. Es sind Erinnerungen, welche Empfindungen auslösen und die nehme ich dann in sehr verschwommenen und mir fast nicht bewussten Bildern wahr.

So dachte ich dann auch an meine Freundin. Wobei es eben nicht das Denken in Form von, "ich vermisse sie", ist. Es kam vielmehr eine Empfindung, gefolgt von einem verschwommenen Bild, aufgrund dessen mir dann bewusst wurde, dass ich sie vermisse. Ich würde diese Form des Denkens beinahe als unbewusst betitteln. Denn sie sind nicht die Folge aktiven Denkens, vielmehr schweift mein Kopf in eine Richtung ab, und wenn ich mich dann konzentriere und genau mitverfolge was da passiert, werden mir diese "Gedankengänge" bewusst.

Soweit zu meinem Denken. Entweder habe ich nun eine völlig falsche Vorstellung vom Begriff denken, weil ich darunter hauptsächlich das bewusste Denken zähle. Also das Denken, das man auch in seinem Kopf hört. Oder ich denke wirklich nichts. Ich meine hier wieder das bewusste, abstrakte Denken. Denn wie schon gesagt ist es in meinem Kopf die meiste Zeit still.

Viellicht bin ich mir meines Denkens auch einfach nicht bewusst, obwohl ich mich in letzter Zeit sehr darauf geachtet habe. Vielleicht verdränge ich das bewusste Denken. Denn mir passiert es relativ häufig, dass ich wie einen Radio im Kopf habe. Ich höre dann bestimmte Lieder immer und immer wieder. Hat wie etwas zwanghaftes. Würde es aber nicht als solches bezeichnen, da ich es auch abstellen kann und es mich auch nicht stört oder einschränkt. Ich glaube ich mache dass vielmehr um die Leere in meinem Kopf zu füllen.

Was denkt ihr dazu? Habe ich einfach eine komplett falsche Vorstellung vom Denken? Wie denkt ihr? Und ist es gut, oder hinderlich, dass ich so wenig denke?

Bin dankbar für ein paar Antworten, da ich halt nur mein Denken kenne und nicht weiss, wie das bei anderen vor sich geht.

Liebe Grüsse

newwave

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Es wird bei vielen Themen "Hör auf zu denken." gesagt. Damit ist genau dieses bewusste Denken gemeint. Es ist also gut so zu denken wie du es beschreibst.

Dass du allerdings nicht bewusst denkst ist nicht wahr. Wie bist du zu dieser Frage gekommen? Wie hast du den Text geschrieben? Beides hast du mit bewusstem Denken vollbracht. Und genau hier denkst du zu viel. All diese Fragen sind unwichtig, denn so wie du tickst tickst du. Das ist weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an was du daraus machst.

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Tut mir leid, newwave, aber ich denke, du bist auf dem Holzweg. Das, was du da hast, ist keine höhere Form des Denkens oder des Bewusstseins, sondern einfach ein anderer "Modus". Man unterscheidet da zwischen thetischem und nicht-thetischem Denken: Einmal denkst du über das nach, was du tust, das ist thetisch (also setzend) und das andere Mal denkst nicht darüber nach, sondern tust es einfach (nicht setzend).

Am Beispiel des Lesens kann man sich das gut verdeutlichen: Du liest, ohne dass du dir dessen bewusst bist. Wenn ich dich aber frage, was du tust, dann antwortest du "ich lese". Einmal ist es nicht-thetisch und das andere Mal thetisch. Du setzt dein Ich beim Denken.

Das ist aber ganz normal und hat noch nichts mit Achtsamkeitsmeditation zu tun. Dass du diesen Unterschied bemerkt hast, ist aber schon mal ein guter Anfang.

Dort geht es eher darum, dein Denken, den Strom deines Bewusstseins zu beobachten und ggf. zum Schweigen zu bringen. Es gibt wirklich tolle Postings dazu von SyrusBaxxter und auch von Satsang in der Schatztruhe, suche dort mal "Selbstlosigkeit".

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Es wird bei vielen Themen "Hör auf zu denken." gesagt. Damit ist genau dieses bewusste Denken gemeint. Es ist also gut so zu denken wie du es beschreibst.

Dass du allerdings nicht bewusst denkst ist nicht wahr. Wie bist du zu dieser Frage gekommen? Wie hast du den Text geschrieben? Beides hast du mit bewusstem Denken vollbracht. Und genau hier denkst du zu viel. All diese Fragen sind unwichtig, denn so wie du tickst tickst du. Das ist weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an was du daraus machst.

Vielen Dank für deine Antwort TheAge!

Klar denke ich auch bewusst. Geht ja gar nicht anders. Ich sage ja nur, das der Anteil an bewusstem Denken bei mir relativ klein ist. (Im Gegensatz zu den meisten Menschen, wie mir nach einigen Gesprächen bewusst wurde.)

Aber was ist schlecht an diesem Denken? Wieso sind denn diese Fragen unwichtig? Und was soll ich denn daraus machen?

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Sinnvolles Denken : Wie man Rasen maeht, sich waescht, wie man eine Reise plant,

Ein Date vorbereiten, im Zug sitzen und wegen schönen Tagen schmunzeln.

Absolut unnötiges und noch unbewusstes Denken ( ~95% ): Permanenter Dialog im Kopf, eigene Geschichte und Vorstellung von sich selbst haben, sich als Person mit einem bestimmten Körper sehen, Erfolg in der Zukunft suchen, Vorurteile gegenueber anderen Menschen haben, Leute aufgrund von Charakter oder vergangenen Handlungen in Kategorien einteilen ( positiv / negativ ), sein Glueck durch eine Vorstellung im Kopf beim Geld, Aussehen, Prestige oder einer Beziehung zu suchen.

99,9% Gedankenkonstrukte die mit dir als Mensch nichts zu tun haben und von der Gesellschaft in dir seit der Kindheit konditioniert wurden.

Dazwischen liegt irgendwo klare Meditation, wobei selbst dieser Begriff völliger Schwachsinn ist.

Du nimmst einfach dein Umfeld bewusst wahr und bist " wach ".

Da gibt es keine Achtsamkeits , - oder andere Meditationen.

Nur neutrales stilles Sein, was weder gut noch schlecht ist.

Keine Ups und Downs.

Davor ist dieser stille Raum in dem die Gedanken auftauchen - wie Luftblasen, die vom Ozean hochsteigen. Wenn sie ungehindert an die Oberflaeche kommen ( durch Akzeptanz ) verschwinden sie von allein. Wenn sie unterdrueckt werden durch Unachtsamkeit oder vollkommene Identifiation a la " Der Gedanke bin ich " , sammeln sie sich und man wird 1. verwirrt , psychisch krank oder sieht andere Personen als Feinde und hat bestimmte Vorstellungen. Oftmals artet das dann in Gewalttaten oder sonstigen perversen Aktionen aus.

2. oft sieht man das an Leuten die mit sich selbst reden - ihnen hört sonst keiner zu, der Brainfuck kann nicht raus.

Bestes Beispiel: Ersteres vor allem in den taeglichen Nachrichten, 2tes auf dem Weg zur Arbeit in der S Bahn, Bus etc.

Klare, pure Meditation erkennst du daran, das du dich an die Zeit und das Geschehniss kaum noch erinnern kannst, jedoch dein Umfeld vollkommen lebendig wahrnimmst. Am ehesten kann man es " Bewusster Tiefschlaf " nennen.

Dein Verstand oder Denken ist still gelegt, du bist aber trotzdem bei vollem Bewusstsein.

Und jetzt kommst du, merkst das da draussen die Welt erscheint und das Leben normal weiter geht.

Innerlich ist es wie eine Extase, weil du alle Geschehnisse nicht mehr bewertest und unabhaengig bist. Das beste ist : Du kannst weiterhin vom Denken gebrauch machen!

Deswegen ist Meditation so entspannend und erfrischend, weil du damit viele Labels, die vom Verstand kommen, im jetzigen Moment sozusagen " wegbrennst " , dich so weniger stresst und im Alltag somit Ruhe einkehrt

Wenn du zB eine Blume siehst, weisst du das dort eine Blume ist, aber die innere Stimme ist vollkommen erloschen.

Wenn du sie anguckst sagst du dir nicht " Ohh das ist eine XYZ Blume,mit der und der Farbe, die ist toll " " Ich will sie ausreissen und in mein Zimmer stellen " sondern erkennst dann, das die Blume ein völlig lebendiges Wesen ist, genau so wie ein Baum, ein Vogel oder dein Haustier. Alles ist an dich gebunden.

Alle diese oben genannten Dinge sind ohne dich und dein Bewusstsein ( im Tiefschlaf ) nicht vorhanden, insofern erscheint quasi das " Licht der Welt " in dir. Ausgehend davon ist klar das du und die Welt nicht voneinander getrennt sind.

Du und das Leben sind eins.

Attraction zu fast allen Dingen faellt weg, plötzlich erkennt man, das man alles nur tut, um sich von anderen abzuheben weil man vorher gedacht hat man muesse sich beweisen - es gibt aber nichts zu beweisen,

Wieso sollst du deinem Hirnfick oder irgendwas anderem hinterherrennen was ohne dich eh nicht existiert :crazy:

Das Leben kann so nur der der grösste Witz sein.

Darin taucht auch das Denken auf, am Tag als innerlicher Dialog mit dir im Kopf oder mit anderen Menschen als Smalltalk und in der Nacht als erlebter Traum.

Sage dir nicht " Ich soll nicht denken !"

Selbst das ist ein Gedanke und du wirst dir fortan innerlich selbst sagen " Ich hab gedacht, ich soll aber nicht denken !"

Akzeptiere alle Gedanken die kommen, aber identifiziere dich nicht damit - lache, grinse!.

Dann werden die Luecken dazwischen grösser und das Denken kann kreativ eingesetzt werden.

Du hast dann einen Gedanken, aber der Gedanken hat nicht mehr dich :db:

Dann ist alles eigentlich relativ easy :good:

Klar, das sind jetzt auch Gedanken meinerseits, aber die Worte zeigen auf etwas in dir TE, was das selbe auslöst wie bei gewissen anderen Personen.

Have Fun!

bearbeitet von SyrusBaxxter
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Es gibt ja die 5 Sinnesempfindungen: Hören, Sehen, Schmecken, Riechen, Tastsinn; sowie Gefühle. Gedanken spielen sich auf eben diesen Ebenen ab, dh für den einen mag eher der auditive Kanal benutzt werden, also es wird in Sätzen gedacht. Beim anderen sind es eher Bilder oder kinästhetische "Erinnerungen" und Vorstellungen. Kann alles passieren.

Zudem muss man sehen, dass im Grunde Gefühle auch eine Art von "Denken" ist, nur ist es unmittelbarer und wenn du dazu eher den Zugang hast ist es wirklich wunderbar.

Was aber auch sein kann, dass die "Leere im Kopf" nicht klar und leer und belebend ist (wenn es sich um wirkliche Leere handelt) sondern eher dumpf und irgendwie benebelt. Das kommt vor und darf auch sein. Es rührt aber meiner Erfahrung nach eher von unbewusstem Denken in folge dessen eine Art "Blank" im Kopf entsteht, weil es "zu viel" an Gedanken da ist. Aber dieses Denken ist dann eh unbewusst; insofern kannst du dich auch in diesem Fall entspannen.

Wenn das aber bei dir alles nicht der Fall ist und du vielleicht mehr Unruhe und Bewegung auf der Körperebene oder Gefühlsebene wahrnimmst ist das auch ok. Das ist sogar "besser" als danach zu schauen ob du gerade denkst, was du denkst oder was weiß ich. Weil es einfach unmittelbarer deine Erfahrung im jeweiligen Moment ist.

Solltest du sowohl auf mentaler sowie Körper- und Gefühlsebene Ruhe und Klarheit erleben bleibt dir nur dies zu genießen. Dich selbst und die Erfahrung des Momentes. Das ist purer Genuss. Besser als alles andere was wir mit diesem echten Genuss verwechseln. ;)

Und von da aus kann jede Erfahrung genossen werden; egal was du empfindest, fühlst oder denkst. Es wird genossen. Auch scheinbare Unruhe und Gedankenaktivität ist von hier aus irrelevant und der Moment ein Genuss. (Bitte aber nicht falsch verstehen: mentale, körperliche, emotionale Ruhe ist keine Bedingung oder Vorraussetzung und du musst nichts lernen um da hin zu kommen. Das kannst du jetzt schon, weil es ist, was DU bist.)

bearbeitet von Mr. Shiva
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Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr du mich mit diesem Beitrag erleuchtet hast. :give_rose: Vielen Dank!

Sinnvolles Denken : Wie man Rasen maeht, sich waescht, wie man eine Reise plant,

Ein Date vorbereiten, im Zug sitzen und wegen schönen Tagen schmunzeln.

Absolut unnötiges und noch unbewusstes Denken ( ~95% ): Permanenter Dialog im Kopf, eigene Geschichte und Vorstellung von sich selbst haben, sich als Person mit einem bestimmten Körper sehen, Erfolg in der Zukunft suchen, Vorurteile gegenueber anderen Menschen haben, Leute aufgrund von Charakter oder vergangenen Handlungen in Kategorien einteilen ( positiv / negativ ), sein Glueck durch eine Vorstellung im Kopf beim Geld, Aussehen, Prestige oder einer Beziehung zu suchen.

99,9% Gedankenkonstrukte die mit dir als Mensch nichts zu tun haben und von der Gesellschaft in dir seit der Kindheit konditioniert wurden.

Und ich dachte schon, alles Denken sei "schlecht". Hatte fast einen kleinen brainfuck deswegen, und das passiert mir sonst wirklich nie. Jetzt weiss ich wenigstens, wie es ist, wenn man so etwas hat, und dass es nicht gerade hilfreich/schön ist. Von den dir genannten Beispielen mache ich eigentlich nichts, ausser vielleicht das mit den Vorurteilen und mit den vergangenen Handlungen. Daran kann ich noch arbeiten.

Dazwischen liegt irgendwo klare Meditation, wobei selbst dieser Begriff völliger Schwachsinn ist.

Du nimmst einfach dein Umfeld bewusst wahr und bist " wach ".

Da gibt es keine Achtsamkeits , - oder andere Meditationen.

Nur neutrales stilles Sein, was weder gut noch schlecht ist.

Keine Ups und Downs.

Neutrales stilles sein. Genau das mache ich. Wobei ich mich dabei nicht immer "wach" fühle. Bin eher ein low-energy typ. Bewusst wahr nehme ich, sofern es mir gelingt. Finde es noch ziemlich anstrengend. Mir passiert es häufig, dass ich den Blick defokusiere und einfach so in die Leere starre. Sozusagen ein Tagtraum, wobei es eben kein Traum ist, da ich ja nichts überlege und nicht in Erinnerungen etc. schwelge. Der Begriff Trance trifft es vielleicht besser. (Wenn auch eine ganz leichte Trance, aber weiss wirklich nicht, ob man dem so sagen kann.)

Davor ist dieser stille Raum in dem die Gedanken auftauchen - wie Luftblasen, die vom Ozean hochsteigen. Wenn sie ungehindert an die Oberflaeche kommen ( durch Akzeptanz ) verschwinden sie von allein. Wenn sie unterdrueckt werden durch Unachtsamkeit oder vollkommene Identifiation a la " Der Gedanke bin ich " , sammeln sie sich und man wird 1. verwirrt , psychisch krank oder sieht andere Personen als Feinde und hat bestimmte Vorstellungen. Oftmals artet das dann in Gewalttaten oder sonstigen perversen Aktionen aus.

2. oft sieht man das an Leuten die mit sich selbst reden - ihnen hört sonst keiner zu, der Brainfuck kann nicht raus.

Bestes Beispiel: Ersteres vor allem in den taeglichen Nachrichten, 2tes auf dem Weg zur Arbeit in der S Bahn, Bus etc.

Man soll also seine Gedanken akzeptieren, sich aber nicht mit ihnen identifizieren?

Klare, pure Meditation erkennst du daran, das du dich an die Zeit und das Geschehniss kaum noch erinnern kannst, jedoch dein Umfeld vollkommen lebendig wahrnimmst. Am ehesten kann man es " Bewusster Tiefschlaf " nennen.

Dein Verstand oder Denken ist still gelegt, du bist aber trotzdem bei vollem Bewusstsein.

Und jetzt kommst du, merkst das da draussen die Welt erscheint und das Leben normal weiter geht.

Innerlich ist es wie eine Extase, weil du alle Geschehnisse nicht mehr bewertest und unabhaengig bist. Das beste ist : Du kannst weiterhin vom Denken gebrauch machen!

Deswegen ist Meditation so entspannend und erfrischend, weil du damit viele Labels, die vom Verstand kommen, im jetzigen Moment sozusagen " wegbrennst " , dich so weniger stresst und im Alltag somit Ruhe einkehrt

Man merkt also, dass die Welt auch existiert und das Leben normal weitergeht, wenn man nicht denkt? Und deshalb bewertet man die Geschehnisse nicht mehr? Man soll aber trotzdem noch vom Denken gebrauch machen, also einfach vom sinnvollen oder? Diesen Abschnitt verstehe ich leider nicht ganz...

Wenn du zB eine Blume siehst, weisst du das dort eine Blume ist, aber die innere Stimme ist vollkommen erloschen.

Wenn du sie anguckst sagst du dir nicht " Ohh das ist eine XYZ Blume,mit der und der Farbe, die ist toll " " Ich will sie ausreissen und in mein Zimmer stellen " sondern erkennst dann, das die Blume ein völlig lebendiges Wesen ist, genau so wie ein Baum, ein Vogel oder dein Haustier.

Die innere Stimme ist erloschen. Genau das ist es! Ach ich bin dir so dankbar dafür ^_^ Vor einiger Zeit sass ich auf meinem Balkon und sah einen Baum an. Ich fragte mich dann, was so schwierig daran sein soll, denn Baum einfach nur anzuschauen ohne zu denken. Klar könnte ich denken "ach ist der Baum schön, der hat ja gelbe Blätter usw." aber das sehe ich ja auch ohne dass es diese innere Stimme sagt. Ich habe zwar nicht erkannt, dass der Baum ein lebendiges Wesen ist, also ja schon, aber halt einfach in diesem Moment nicht bewusst, ist halt einfach ein Baum der da ist. Basta.

Alles ist an dich gebunden.

Alle diese oben genannten Dinge sind ohne dich und dein Bewusstsein ( im Tiefschlaf ) nicht vorhanden, insofern erscheint quasi das " Licht der Welt " in dir. Ausgehend davon ist klar das du und die Welt nicht voneinander getrennt sind.

Du und das Leben sind eins.

Attraction zu fast allen Dingen faellt weg, plötzlich erkennt man, das man alles nur tut, um sich von anderen abzuheben weil man vorher gedacht hat man muesse sich beweisen - es gibt aber nichts zu beweisen,

Wieso sollst du deinem Hirnfick oder irgendwas anderem hinterherrennen was ohne dich eh nicht existiert :crazy:

Das Leben kann so nur der der grösste Witz sein.

Darin taucht auch das Denken auf, am Tag als innerlicher Dialog mit dir im Kopf oder mit anderen Menschen als Smalltalk und in der Nacht als erlebter Traum.

Nach deinem Weltmodell existiert die Welt also nur, weil ich sie wahrnehme? Und weil ich es bin, der sie wahrnimt, und sie ohne diese Wahrnehmung nicht existiert, sind ich und das Leben eins. Demnach schaffe ich sozusagen das Leben?

Solche innere Dialoge habe ich nie, Smalltalk betreibe ich schön häufiger. Wobei ich sagen muss, dass ich ein introvertierter Mensch bin.

Sage dir nicht " Ich soll nicht denken !"

Selbst das ist ein Gedanke und du wirst dir fortan innerlich selbst sagen " Ich hab gedacht, ich soll aber nicht denken !"

Akzeptiere alle Gedanken die kommen, aber identifiziere dich nicht damit - lache, grinse!.

Dann werden die Luecken dazwischen grösser und das Denken kann kreativ eingesetzt werden.

Du hast dann einen Gedanken, aber der Gedanken hat nicht mehr dich :db:

Dann ist alles eigentlich relativ easy :good:

Klar, das sind jetzt auch Gedanken meinerseits, aber die Worte zeigen auf etwas in dir TE, was das selbe auslöst wie bei gewissen anderen Personen.

Have Fun!

Ich soll mich also nicht mit meinen Gedanken indetifizieren, sondern sie sozusagen als Werkzeug benutzen. Somit habe ich dann zwar die Gedanken, diese schränken mich aber nicht ein. Habe ich das richtig verstanden? Irgendwie genial :clapping:

Lieber Gruss

newwave

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Jo, genau.

Mit dem Denken ist es nicht zu verstehen, es ist eher ein " Körpergefuehl", eine Art inneres Ja, eine Intuition.

Und ja, die Welt erscheint in dir, durch dein Bewusstsein.

Ohne dich könnte die Welt nicht existieren.

Selbst wenn du nicht denkst, existiert sie, denn du nimmst permanent dein Umfeld wahr:

Riechen, Hören, Sehen, schmecken, tasten.

Selbst wenn du von keinem dieser Sinneswahrnehmungen profitierst, weisst du immer noch :

" ich kann nicht sehen" oder " ich kann nichts hören !"

Wenn du im Tiefschlaf bist, im Koma liegst ist dein Bewusstsein so stark eingeengt das du nur einen Bruchteil deines Lebens wahrnimmst. Völlig tot bist du selbst dann nicht, weil du nach dem Erwachen aus dem Schlaf / Koma / Nahtod dich daran erinnern kannst, das du nicht anwesend warst.

Wer oder was kann also sterben :rofl:

Eine andere Art " Schlaf " ist der des Denkens.

Soll heissen: Man denkt so stark, das man gar nicht mehr bewusst sein Umfeld wahrnimmt, sondern so schnell wie nur möglich von A nach B kommen will.

Oder Emotionen sind ausgehend von den Gedanken so stark, das sie zu Ueberreaktionen fuehren.

Vom Feeling des " Erwachens " oder " Erleuchtet seins " ist es in etwa so als wenn du in einen " Abenteuer-Film " reingeboren wurdest und alles mögliche dich zufrieden stellt, du zugleich aber nicht darauf angewiesen bist, weil du weisst : Ohne mich geht nichts.

Du spielst mit den Dingen, die dir im Leben zufallen , trennst dich aber schmerzlos von ihnen bei Verlust.

Die Suche nach sich selbst ist abgeschlossen , weil sich das Ego aufgelöst hat, selbst das spiritueller Natur ( viel Meditieren, strenges Fasten, Mantras singen, Besitz + Geld nicht annehmen, einen neuen Namen anlegen ).

Es gibt keinerlei Verlustangst mehr - wie auch, wenn du von nichts und niemandem getrennt bist, nichts erreichen musst.

Das Leben ist dann nur noch eins : Das Rollenspiel, welches kurzzeitig beim Aufwachen aus dem Schlaf zum Leben erwacht und von dir als Darsteller durch Umsetzung von Gedanken in Form von Handlungen gespielt wird.

The biggest Joke ever :crazy:

Das wirkt sich auch auf dein Umfeld aus - wenn jeder dein Freund ist, wirst du ganz anders wahrgenommen und es enstehen Lebensumstaende, die du dir vorher nicht haettest vorstellen können.

Das heisst nicht das du jedem Menschen hyperfreundlich Hallo sagen und ihn umarmen sollst.

Simpel und einfach nur, das du Menschen so akzeptierst wie sie sind, weil alle Vorurteile und Erwartungen die an andere Menschen gestellt wurden als Illusion, ein reines Konzept erkannt worden sind.

Daraus entsteht dann Attraction.

Im Hier und Jetzt ohne Erwartung und Wunsch von anderen.

Zur Gedankenidentifikation : Es ist ein Unterschied, ob du sagst " Mein Gedanke " oder " Ein Gedanke " Mein Spielzeug " oder " Ein Spielzeug" "Eine Freundin " oder " Meine Freundin.

Mein /e = Ego, Ein / e= Neutral

Wenn du die Dinge in deinem Leben nicht auf dich beziehst, bekommt alles eine Leichtigkeit und ein Verspielt-Sein.

Als 3 Jahre altes Kind wird man dir Sprache etc beigebracht haben.

Du kannst es nicht selbst, also muss die Sprache von Aussen kommen.

Sprache ist eine Information, die durch dich zu einem Gedanken und abgespeichert wird.

Das geht ein Leben lang so und geschieht unbewusst - du merkst es nicht.

Irgendwann glaubst du, du bist dein Gedanke und somit deine Lebens - Story.

Wie ein Radio, welchem man ein Tape einsetzt, werden so dauernd Gedankenepisoden abgespielt - Krach im Kopf.

Klar entsteht da eine Art Zwiespalt und ein Nahrboden fuer Streit, Hass, Trauer oder falschen Vorstellungen von sich und anderen Personen.

Bis du durch Meditation a.k.a Nichtdenken bei vollem Bewusstsein einmal den Off-Switch drueckst und merkst : Wow.

Dann knallt dir das Real Life voll ins Gesicht.

Sinnvoll ist es, sich ab und an im Inneren zu sagen " Ich bin " - Alles andere an Gedanken wird

" weggebrannt ".

Irgendwann kann man gar nicht mehr denken sondern konzentriert sich nur noch auf sein Umfeld.

bearbeitet von SyrusBaxxter
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Gast drop

Sei doch froh :) Ich bin einer der nur am Denken ist und das zieht voll runter und lässt das Grübeln beginnen ;D

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