Inner Game - Umgang mit schlechten Tagen

14 Beiträge in diesem Thema

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Hi Leute,

seit einigen Monaten hat für mich die Entwicklung meines IG einen hohen Stellenwert eingenommen, da es mich auch wirklich vorantreibt.

Für mich persönlich habe ich einen leicht buddhistischen Weg zur Persönlichkeitsentwicklung eingeschlagen, der mir die besten Fortschritte bringt. Wesentliche Elemente sind dabei tägliches meditieren, versuchen Objektivität zu wahren und nicht emotional zu handeln, in jedem Moment glücklich zu sein und vor allem aber das Klarwerden meiner Werte. Ich lebe meine Werte und verteidige sie auch.

So weit so gut, wenn da nicht "diese Tage" wären. Ihr kennt das sicher: Man wacht auf und vom ersten Moment an geht alles schief.

Natürlich, ich bin mir bewusst, dass schlechte Tage einfach dazugehören und eigentlich auch wichtig sind, aber ich weiss nicht genau, wie ich damit umgehen soll.

Ich falle dann leicht zurück in alte Verhaltensmuster, die ich eigentlich schon abgelegt hatte: Ich werde leicht zornig und eifersüchtig, bin antriebslos und hab weniger Motivation meine Ziele zu erreichen.

Ein für mich wesentlicher Punkt war unabhängig von der Bestätigung anderer zu werden. Ich habe große Fortschritte darin erreicht, die ich in einem Indikator festmachen konnte. Postings in Social Media waren für mich nämlich Alltag, bis ich herausgefunden habe, dass ich das nur mache um Selbstbestätigung durch andere zu bekommen. Inzwischen habe ich das komplett abgestellt gehabt, da ich Selbstbestätigung durch die wichtigste Person in meinem Leben erhalte: Durch mich selber.

Ich merke wie ich an schlechten Tagen dann den "Drang" verspüre zum Smartphone zu greifen und irgendeinen Bullshit zu posten oder zu lesen.

Meine Frage: Wie geht ihr mit schlechten Tagen um? Wie behält ihr euer IG und was tut ihr, um das beste aus solchen Tagen rauszuholen?

LG fencksy

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Es als Zwischenfall und nicht als Rückfall sehen. Kommt vor. Bist ja noch kein fertiger Mönch oder? Und wenn du mal Lust hast nix(oder was auch immer) zu tun - dann tu das. Aber bewusst.

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Mir kommt's so vor als ob du mit dem Inner Game Zeug nur versuchst die Rolle vom immer glücklichen Pu Guru zu spielen, so wie die meisten hier.

So läuft das Leben aber einfach nicht. Du musst wirklich lernen mit schlechten Emotionen umzugehen.

Wenn du schlecht drauf bist, und dich zwanghaft darauf programmierst "glücklich" zu sein, wirst du genau das Gegenteil erreichen.

Versuch doch mal mit Sport. Werd kreativ, mal Bilder. Geh in den Wald wo dich niemand hört und schrei dir alles aus der Seele. Oder besorg dir von mir aus einen alten Fernseher und mach das Ding mit dem Baseball Schläger klein.

Irgendwas, aber lern damit umzugehen. Wie du das machst liegt bei dir.

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@Secret90, @Schlecker:

Sehr guter Punkt, den ihr da ansprecht. Ich versuche tatsächlich aus allem immer das Beste zu machen und mit den gegebenen Umständen glücklich zu sein.

Ihr habt schon recht, es gibt schlechte Tage und negative Emotionen und die kann man auch nicht einfach wegschieben, allerdings frage ich mich da dann, wo ist der Punkt bei dem ein schlechter Tag gerechtfertigt ist und ich wirklich einmal mies drauf sein kann?

Ein weiterer Punkt an dem ich arbeite ist nämlich, dass mir immer gesagt wurde ich wäre viel zu oft schlecht gelaunt und pessimistisch, obwohl es dazu keinen Grund gibt. Das versuche ich jetzt zu bessern und habe auch Erfolge.

Klar, wenn wirklich was passiert und es einen eindeutigen Grund gibt mies drauf zu sein, da gibt's dann keine Debatte und man kann das ruhig zulassen. Aber wenn ich einfach mal einen miesen Tag habe, woher weiss ich dann, ob ich jetzt echt mal eine scheiss Laune haben kann, ohne dabei wieder zum grundlosen Miesepeter zu werden?

Klingt vielleicht ein bisschen wirr, ich hoffe ihr versteht was ich meine.

@Individualchaotin: Gutes Zitat, merke ich mir!

bearbeitet von fencksy

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Finde das Zitat von Individualchaotin recht gut. Die eigene Laune betrachten als wäre es Wetter. Man kann das Wetter nicht ändern, aber man kann je nach Wetterlage unterschiedlich gute Dinge machen.

Ich hab letztens mal darüber nachgedacht wie ich als Kind so drauf war. Wenn die Sonne draußen war, dachte ich: Geilo, raus mit den Jungs und bolzen. Hat es geregnet: Geilo, kann ich ungestört in meinem Zimmer Radio hören und Bravo Sport lesen (so war das in meiner Jugend). Ein besseres Inner Game kann man gar nicht haben wie man es als Kind oft hat (es sei denn man hat da schon traumatische Erfahrungen gemacht, das ist ne andere Geschichte).

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Also buddhistisch gibt es da mehrer Ansätze: Die mit dem totalen (oft übertrieben) Glück. Und die mit der Emotionslosigkeit.
Da du ja schon mit dem meditieren angefangen hast, wäre es ganz gut, wenn du dich darauf konzentrierst. Einfach mal versuchen an nichts zu denken und den Kopf frei zu bekommen ist ja eine der Tugenden in der Meditation. Wenn du dann an nichts denkst und aus der Meditation wieder aufstehst, ist es eher wie ein Neustart beim Computer, du kannst ohne schlechte Gedanken und Emotionen wieder angreifen. Und nach einer Meditation kriegt man oft einen Geistesblitz mit einer Lösung für das Problem.

Solltest du (vor allem jetzt im Herbst) anfangen schwermütig zu werden, empfehle ich dir einen Arzt aufzusuchen, da es sich im schlimmsten Fall um eine saisonale oder akute Depression handeln kann. Da hilft dann nämlich auch keine "Lächel - Meditation" oder der goldene Pfad. Auch das Meditieren kannst du dir sparen, wenn dein Körper dir nicht die richtigen Stoffe in dein Gehirn sendet. Da hilft nur Medikamente nehmen und ggf. bei einer begründeten Depression eine Gesprächstherapie.

Einfach mal drüber nachdenken, ob das vielleicht bei dir zutrifft, ist ne Volkskrankheit, kann man gut behandeln.

Ansonsten weiter den Pfad verfolgen, dann kommt das mit dem "Miesepeter - werden" auch nicht so schnell.

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Also buddhistisch gibt es da mehrer Ansätze: Die mit dem totalen (oft übertrieben) Glück. Und die mit der Emotionslosigkeit.

Da du ja schon mit dem meditieren angefangen hast, wäre es ganz gut, wenn du dich darauf konzentrierst. Einfach mal versuchen an nichts zu denken und den Kopf frei zu bekommen ist ja eine der Tugenden in der Meditation. Wenn du dann an nichts denkst und aus der Meditation wieder aufstehst, ist es eher wie ein Neustart beim Computer, du kannst ohne schlechte Gedanken und Emotionen wieder angreifen. Und nach einer Meditation kriegt man oft einen Geistesblitz mit einer Lösung für das Problem.

Solltest du (vor allem jetzt im Herbst) anfangen schwermütig zu werden, empfehle ich dir einen Arzt aufzusuchen, da es sich im schlimmsten Fall um eine saisonale oder akute Depression handeln kann. Da hilft dann nämlich auch keine "Lächel - Meditation" oder der goldene Pfad. Auch das Meditieren kannst du dir sparen, wenn dein Körper dir nicht die richtigen Stoffe in dein Gehirn sendet. Da hilft nur Medikamente nehmen und ggf. bei einer begründeten Depression eine Gesprächstherapie.

Einfach mal drüber nachdenken, ob das vielleicht bei dir zutrifft, ist ne Volkskrankheit, kann man gut behandeln.

Ansonsten weiter den Pfad verfolgen, dann kommt das mit dem "Miesepeter - werden" auch nicht so schnell.

So wie ich Meditation verstehe, geht es überhaupt nicht darum an nichts zu denken - das ist nämlich nahezu unmöglich, sondern allein darum seine Gedanken nicht zu beurteilen. Selbst wenn ich in dem tiefen meditativen Flow bin, denke ich nicht an nichts.

Zum Thema Depression: Ja und Nein. Neurobiologische Forschungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass Meditation sehr wohl bei Depressionen wirksam sein kann. Da es neue Verknüpfungen in Hirnarealen schafft, die depressionsbedingt gekappt wurden. Was nicht heißt, dass man eine Depression einfach so wegmeditieren kann, das will ich nicht sagen. Auch sollte in dem Fall, wobei der TE ja gar nichts dazu gesagt hat, das ist ja jetzt Spekulation von deiner Seite aus, natürlich professioneller Rat dringend gesucht werden. Aber ganz ineffektiv ist Meditation nicht.

http://www.spiegel.de/spiegelwissen/meditieren-als-mittel-gegen-stress-angststoerungen-depressionen-a-937314.html

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Einfach mal versuchen an nichts zu denken und den Kopf frei zu bekommen ist ja eine der Tugenden in der Meditation. Wenn du dann an nichts denkst und aus der Meditation wieder aufstehst, ist es eher wie ein Neustart beim Computer, du kannst ohne schlechte Gedanken und Emotionen wieder angreifen. Und nach einer Meditation kriegt man oft einen Geistesblitz mit einer Lösung für das Problem.

Das stimmt, nach der Meditation fühlt man sich viel klarer. Mein Problem ist allerdings, dass ich noch nicht so "gut" im Meditieren bin. Ich schaff es bei Kleinigkeiten meinen Kopf zu resetten, aber wenn ich mal den ganzen Tag mies drauf bin hilft Meditation zwar, es ist jedoch nicht stark genug um den ganzen "Tagesgemütszustand" wieder auf 0 zu setzen.

Bezüglich Herbstdepression: Ich lebe in Spanien und wir haben noch immer 30 Grad und Sommer, denke wohl nicht, dass es daran liegt.

@Loafer, @Winston_Churchill:

Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich meine Meditation vertiefen kann?

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Meine Frage: Wie geht ihr mit schlechten Tagen um? Wie behält ihr euer IG und was tut ihr, um das beste aus solchen Tagen rauszuholen?

Wenn ich an dem entsprechendne Tag viel Zeit habe (natürlich ist das normalerweise dann ausgerechnet dort nicht der Fall):

Ich verbringe die Freizeit des Tages mit nachdenken, lesen oder anderen, ruhigen und gemütlichen Aktivitäten, die mir Spaß machen - und halte meine saure Fresse in meinen vier Wänden oder im Wald. :-D

Wenn ich wenig Zeit habe:

Ich schiebe das ganz bewusst zur Seite und kloppe später den Boxsack o.ä.

Das wichtigste ist es erstmal, seine kleinen Ziele und anderen Dinge an dem Tag zu erreichen - im Gefühlsleben rumsumpfen bzw. irgendwelche Affekte ausagieren kann man dann später immer noch.

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Einfach mal versuchen an nichts zu denken und den Kopf frei zu bekommen ist ja eine der Tugenden in der Meditation. Wenn du dann an nichts denkst und aus der Meditation wieder aufstehst, ist es eher wie ein Neustart beim Computer, du kannst ohne schlechte Gedanken und Emotionen wieder angreifen. Und nach einer Meditation kriegt man oft einen Geistesblitz mit einer Lösung für das Problem.

Das stimmt, nach der Meditation fühlt man sich viel klarer. Mein Problem ist allerdings, dass ich noch nicht so "gut" im Meditieren bin. Ich schaff es bei Kleinigkeiten meinen Kopf zu resetten, aber wenn ich mal den ganzen Tag mies drauf bin hilft Meditation zwar, es ist jedoch nicht stark genug um den ganzen "Tagesgemütszustand" wieder auf 0 zu setzen.

Bezüglich Herbstdepression: Ich lebe in Spanien und wir haben noch immer 30 Grad und Sommer, denke wohl nicht, dass es daran liegt.

@Loafer, @Winston_Churchill:

Habt ihr vielleicht Tipps, wie ich meine Meditation vertiefen kann?

Also ich verstehe Meditation genau anders herum. Ich will nicht nach nem stressigen Tag den Kopf resetten, sondern meditiere, um im Idealfall mich gar nicht so weit stressen zu lassen. Ich betrachte das aber auch eher wie ein Ideal, was man vielleicht nie ganz erreicht. Trotzdem hilft es mir. Das Gefühl, dass der Kopf dabei resettet, kann ich aber nachvollziehen. Oft fühlt man sich echt gut danach.

Mir hilft Musik, um tiefer zu meditieren, die ich dann über Kopfhörer höre. Bei mir sind das z.B. eher tiefe, basslastige Töne oder Meeresrauschen. Bei Palmflöten bekomme ich nen Rappel :D .Youtube ist voll davon. Musste mal schauen, was dir gefällt. Und natürlich immer wieder auf die Atmung konzentrieren, wenn man abdriftet.

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@Fencksy: Ich denke, dass es gerade in Spanien derzeit schwierig ist, eine gute Stimmung zu behalten... Durch die doch angespannte Grundstimmung, vor allem bei den jungen Erwachsenen, ist dort zu leben, denke ich, anstrengender als in einem vergleichbaren "nördlicheren" Land. Das aber nur am Rande.

Zur klassischen Meditation und dem Ansatz des Buddhismus: Es ist sogar exakt das Ziel an gar nichts mehr zu denken, nichts mehr zu fühlen und dadurch die höchste Stufe der Glückseeligkeit (!) zu erreichen.

Um die Meditation zu verbessern, kauft man sich Bücher, geht zu ner Gruppe, zieht sich paar Dokumentationen oder Lehrvideos dazu rein oder postet (oh mann verrückt!) in Foren!!!

:good:

bearbeitet von Winston_Churchill
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Also ich finde das etwas befremdlich, was du postest.

1. Die Studien zum Thema Achtsamkeitsmeditation sind die letzten Jahre exponentiell in die Höhe geschossen und zeigen, dass sie sehr gut bei Burn Out, leichten Depression, Depressionspräventation, Angststörung etc. sehr gut helfen kann. Sollte dies beim TE überhaupt der Fall sein, wovon ich hier nichts lese, sind natürlich andere Mittel wie Therapie, Medikamente sinnvoll, deswegen aber zu sagen, dass man es mit der Meditation dann gleich lassen kann, halte ich für gewagt, da es nachweislich die Hirnchemie zum Positiven verändert, wenn man es richtig macht. Sollten beim TE beim Meditieren allerdings permanent irgendwelche unverarbeiteten Traumata ausbrechen und er in der Folge zusammenbrechen, ja, das ist wieder was anderes. Davon lese ich hier aber nichts.

2. Das Spanien-Fass... nun ja, dass in Spanien vieles nicht rund läuft, unbestritten. Du kannst aber auch in D in einer scheiss Situation leben. Da kann man ja auch nicht sagen: Allen anderen geht's so viel besser, also habe ich es leichter, damit es mir wieder besser geht. Hier geht's um das Inner Game und nicht um nationale Ökonomien.

3. Linguistisches Problem. Ich kann in der Meditation einen Zustand des Nicht-Denkens anstreben/erreichen, aber ich kann nicht an nichts denken. Dann würde ich ja denken. Das aber jetzt nur eine Feinheit.

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"Wenn es regnet bin ich glücklich, denn wenn ich nicht glücklich bin, regnet es trotzdem."

Man muss sich nicht so emotional abhängig machen vom Wetter. Vielleicht drückt es noch zusätzlich aus Gemüt wenn man angeschlagen ist.

Aber man kann immer was draus machen. Als ich mit Streeten anfing hat es fast immer geregnet habe mich aber nicht abschrecken lassen. Man kann ja die Sitation ausnutzen wenn andere ihren Schrim nicht dabei haben.

Und so kommt man auch ins Gespräch.

Mache einfach das Beste daraus und Ergründe mal neue Denkmuster, damit sich was ändert einfach wenig Herumsitzen und Grübeln.

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