Principle of least interest

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Mag mir jemand verraten, warum das „Principle of least interest“ (Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/Principle_of_least_interest) greift?
Ich rede jetzt gar nicht mal von geschäftlichen Beziehungen o.ä. (dann wäre ich auch bestimmt nicht im Forum „Beziehungen“),
sondern von einer monogamen, sexuellen Partnerschaft zwischen zwei Menschen (gehen wir mal von Männlein und Weiblein aus).
Warum bitte greift da dieses Prinzip? Beißt sich da die Katze nicht in den Schwanz, da so eine völlige Entfaltung der Beziehung unmöglich wird?
Vor allem, wenn jemand in einer LTR wenig Interesse zur Fortsetzung der Beziehung pflegt, dann ist er ebenfalls eher dazu geneigt, die Beziehung zu beenden,
sollte sich etwas „Besseres“ ergeben. Somit kommt man wieder zum Endknoten: Beziehung endet / scheitert. 
Mag mal jemand Lösungsvorschläge bieten? Finde allgemein das in vielen Programmen und von vielen Youtubern sich nur Tipps finden lassen,
wie man einen ONS / SNL hin bekommt oder meinetwegen noch seine/n Ex zurück, aber nirgendswo wird erklärt wie eine erfolgreiche, langfristige, monogame Beziehung geführt werden kann.
Die Scheidungsrate von Ehen in Deutschland liegt 2015 bei etwas über 40%, somit geht quasi fast jede zweite Ehe in die Brüche. Zwar liegt seit 2004, wo sie ein Rekordhoch von knapp über 55% hatte, der Trend wieder abwärts,
aber im Vergleich zu 1970 liegen wir heutzutage bei fast über dem Doppelten. 
Klar kann man jetzt sich zig Ursachen rauspicken und warum dies und jenes so ist, aber liegt es nicht im Interessen eines jeden Einzelnen herauszufinden, wie man selbst zum anderen Teil gehört? Die, die langfristige und glückliche Beziehungen führen?

Grüße.

bearbeitet von Shiny Karpador

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Gast El Rapero

Ich glaube, du siehst das etwas zu streng / verkehrt. 

Es geht nicht darum, dass man gar kein Interesse an der Beziehung hat und der andere Sie unbedingt braucht. 

 

Letzlich geht es um Unabhängigkeit und Abhängigkeit und bei welcher Person was von Beidem stärker ausgeprägt ist. 

Wir schreiben hier im Forum ständig von diesem Prinzip, nur ohne es explizit zu erwähnen. 

Such z.B. mal nach Beiträgen wo Das Wort "invest" vorkommt ( ob zu viel oder zu wenig oder genau richtig ). Da geht es praktisch immer um dieses Prinzip des "least interest". Wer weniger invested, ist nicht so abhängig von der Beziehung, hat also auf gut deutsch besseres zu tuen. Das spiegelt wiederum einen gewissen Wert der Person wieder und triggered wiederum das Gegenüber ( aus diversen Gründen ).

Man kann da unglaublich viel zu schreiben, aber die Zeit rennt. Also spar ich mir das, irgendjemand wird dir n wall of text dazu

liefern. 

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vor 4 Minuten, El Rapero schrieb:

Ich glaube, du siehst das etwas zu streng / verkehrt. 

Es geht nicht darum, dass man gar kein Interesse an der Beziehung hat und der andere Sie unbedingt braucht. 

 

Letzlich geht es um Unabhängigkeit und Abhängigkeit und bei welcher Person was von Beidem stärker ausgeprägt ist. 

Wir schreiben hier im Forum ständig von diesem Prinzip, nur ohne es explizit zu erwähnen. 

Such z.B. mal nach Beiträgen wo Das Wort "invest" vorkommt ( ob zu viel oder zu wenig oder genau richtig ). Da geht es praktisch immer um dieses Prinzip des "least interest". Wer weniger invested, ist nicht so abhängig von der Beziehung, hat also auf gut deutsch besseres zu tuen. Das spiegelt wiederum einen gewissen Wert der Person wieder und triggered wiederum das Gegenüber ( aus diversen Gründen ).

Man kann da unglaublich viel zu schreiben, aber die Zeit rennt. Also spar ich mir das, irgendjemand wird dir n wall of text dazu

liefern. 

Wie wir das Kind nun taufen, ändert nichts an dem was ich in den Raum gestellt habe.
Wie will man denn eine glückliche, langfristige, entfaltete Beziehung führen, wenn man immer darauf bedacht sein muss, weniger zu investieren als die andere Person, weil man sonst Macht abgibt?
Ich weiß schon, dass das Prinzip zieht. Wer in einer Beziehung quasi mit gepackten Koffern und einem Bein schon draußen steht, der ist unabhängiger und die andere Person läuft ihm sogar noch hinterher.
Wer aber auf diese Art und Weise eine Beziehung führt, der wird auf kurzer oder langer Dauer, die Beziehung beenden. Was will ich mit einer Beziehung, in der ich mich nicht selbst komplett entfalten kann und in welcher mir meine Freundin noch hinter her rennt dafür?
Durch meine Unabhängigkeit  und Ungebundenheit bin ich dann auch schneller mal weg (also eine neue, attraktivere Person tritt in mein Leben und ich bin bereit die Beziehung dafür zu beenden). 
Also im Endeffekt lassen wir uns entweder a) binden und werden langweilig für die Partnerin -> sie verlässt uns oder b) wir bleiben ungebunden, verspüren aber auch keine starke Bindung zu Partnerin, was verstärkt wird durch das Hinterherrennen der Partnerin aufgrund der eigenen Unabhängigkeit und früher oder später suchen wir uns eine neue Partnerin (oder halt Singleleben mit mehreren Partnern) und verlassen die alte Partnerin. In beiden Fällen scheitert die Beziehung.

Frage ist nun also immer noch: Wie führe ich eine langfristige und glückliche Beziehung?

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Gast El Rapero

Du siehst das viel zu eng in Schwarz und Weis. 

Außerdem sind das Fragen, die du für dich beantworten musst. Jeder definiert glückliche Beziehung und die Umsetzung dessen völlog Anders, da bringen die Fragen nix, weil es keine allgemeinen Grundtenor gibt. Genauso wie nicht jeder die selbe Musik hört. 

Da kommst du doch auch nicht mit " Wollen wir nicht alle eigentlich nur Schöager hören ?" Nein, wollen wir nicht. 

 

Wie führst du also eine langfristige und glückliche Beziehung?

Musst du selbst rausfinden. Wir wissen nicht was dich glücklich macht, kennen deine Freundin und ihre Bedürfnisse nicht etc. Du musst sie Frage mit dir klären und nicht im Forum. 

 

Außerdem noch zu dem schwarz weis Ding:

Schau dir deine Option a und b nochmal an. Bist du sicher, dass es nicht auch c gibt und du

irgendwo dazwischen landen kannst? Schau dir mal genau an was du da schreibst. 

Du schreibst immer vom "Wir", dabei ist das dein Problem, wenn dine Partnerinn aufgrund deiner eigenen Unabhängigkeit uninteressant wird ( wtf? ) oder wenn du nur die Option "vollkommen abhängig und langweilig werden " oder "vollkommen unabhängig

ohne freundin leben" kennst. Mit Wir hat das nichts zu tuen. 

Ich kann das z.b. in keiner Form bestätigen, gehe da aber auch eher einen

Mittelweg, je nach Situation, und nicht mit der Brechstange auf 100% (un)abhängig. 

 

Das sind Fragen und Probleme die nur du selbst beantworten kannst. Es geht dir letzlich um dich und deine Einstellung

dazu und nicht um den Wikipedia Artikel 

 

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Gast Idioteque
vor 5 Stunden, Shiny Karpador schrieb:

Wie will man denn eine glückliche, langfristige, entfaltete Beziehung führen, wenn man immer darauf bedacht sein muss, weniger zu investieren als die andere Person, weil man sonst Macht abgibt?

Du wendest das Prinzip falsch an. Man muss nicht weniger investieren. Oft hängt der Invest der jeweiligen Person vom Grad der Bedürftigkeit ab, aber das muss nicht so sein. Invest wird nur oft als Indikator genommen, wie sehr jemand die Beziehung braucht. Es geh dabei weniger um Macht als mehr um Kontrolle und die resultiert daraus, wer die Beziehung weniger braucht.  

https://therationalmale.com/2011/08/19/the-cardinal-rule-of-relationships/ Unbedingt lesen!

Zitat

I do however advocate that people – young men in particular – develop a better sense of self-worth and a better understanding of their true efficacy in their relationships (assuming you decide to become involved in one). Don’t get me wrong, both sexes are guilty of manipulation; Battered women go back to their abusive boyfriends/husbands and pussy whipped men compromise themselves and their ambitions to better serve their girlfriends insecurities. My intent in promoting this Rule is to open the eyes of young men who are already predisposed to devaluing themselves and placing women as the goal of their lives rather than seeing themselves as the PRIZE to be sought after. Compromise is always going to be a part of any relationship, but what’s key is realizing when that compromise becomes the result of manipulation, what is in effect and developing the confidence to be uncompromising in those situations. This is where a firm understanding of the cardinal rule of relationships becomes essential.

There’s nothing wrong with backing down from an argument you have with your girlfriend, but there is something wrong when you continually compromise yourself in order to ‘keep the peace’ with the understanding that she’ll withhold intimacy as a result of you holding your ground. That is a power play, also known as a ‘sh!t test’. She initiates it thus becoming the controlling party. No woman’s intimacy (i.e. sex) is ever worth that compromise because in doing so you devalue your own worth to her. Once this precident is set, she will progressively have less respect for you – exactly opposite of the popular conception that she’ll appreciate your compromising for her and reward you for this. And really what are you compromising in order to achieve? Set in this condition, her intimacy. That isn’t genuine desire or real interest in you, it’s a subtle psychological test (that all too many men are unaware of) meant to determine who needs the other more. There is no more a superior confidence for a man than one with the self-understanding that he will not compromise himself for the recognized manipulations of a woman, and the fortitude to walk away knowing he can and will find a better prospect than her. This is the man who passes the sh!t test. It’s called ‘enlightened self-interest’, and a principle I wholely endorse.

 

bearbeitet von Idioteque

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vor 6 Stunden, Shiny Karpador schrieb:

Mag mal jemand Lösungsvorschläge bieten?

Zu einer Frage die sich schlicht mit Earth Wind & Fire- September beantworten lässt?

Diese Art "Glücksformel" wie von dir offenkundig gesucht, gibt es nicht. Auch nicht auf wikificki.

Geh' raus aus deinem Gedankenkonstrukt und lache. Über dich, über deine Überlegungen und auch deine wirklich pubertäre Sichtweise auf ein Problem, welches keines ist.

Sonst lege ich CCR auf, aber dann gnade dir wenigstens Gott. ;)

Lebe.

bearbeitet von JamieZ

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vor 20 Stunden, Shiny Karpador schrieb:

Mag mal jemand Lösungsvorschläge bieten? Finde allgemein das in vielen Programmen und von vielen Youtubern sich nur Tipps finden lassen,
wie man einen ONS / SNL hin bekommt oder meinetwegen noch seine/n Ex zurück, aber nirgendswo wird erklärt wie eine erfolgreiche, langfristige, monogame Beziehung geführt werden kann.

Das ist so, weil Pickup sich damit beschäftigt, wie man sexuelle Aktivitäten entfaltet. Und nicht damit, wie man eine langfristige monogame Beziehung führt. So ähnlich, wie man eben in einer Pizzabude keinen Döner bekommt. Das spricht weder gegen die Pizzabude noch gegen den Döner. Nur macht es wenig Sinn, den Pizzabäcker nach einem Dönerrezept zu fragen. Deshalb bekommst Du in diesem Forum hier auch tendentiell wenig hilfreiche Tipps zum Führen einer langfristigen monogamen Beziehung.

Das Prinzip des geringsten Interesses - das in Reinkultur sowieso nur ein theoretisches Konstrukt ist - funktioniert im Kontext von Verführung und Beziehung, indem es ein Machtgefälle herzustellen versucht. Das klappt aber nur, wenn die jeweils andere Person sich auf ein solches Spiel einlässt. Das kann im Wesentlichen zwei Gründe haben: Entweder hat die andere Person keine Alternative, oder Du bist so total super, dass Du es wert bist.

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Ich finde das deine angeführten Beispiele zur Ehe(-auflösung) mit der Thematik, wenn überhaupt, nur peripher etwas zu tun haben. Das hat meiner Ansicht nach eher etwas mit der Erziehung und Hollywood zu tun. Interessant wäre in diesem Kontext eben auch zu wissen in welchem Alter die sich nun scheidenden Eheleute waren als sie den Bund der Ehe schlossen. Ich würde einfach mal ins blaue hinein raten, dass ein Großteil dieser Leute in sehr sehr jungen Jahren (<25) geheiratet haben weil sie es durch ihre Erziehung und Hollywood vorgelebt bekommen, das man irgendwann seinen Seelenverwandten findet und sich dadurch schlagartig jedliche Anziehung zu anderen Individueen komplett verliert. Viele glauben das ohne es zu hinterfragen und landen somit in jungen Jahren in Ehen ohne etwas erlebt und sich ausgelebt zu haben. Dieser Trieb bleibt aber das ganze Leben erhalten und irgendwann, zeitlich Richtung Quarterlife- oder Midlifecrisis, entlädt sich das dann. Dummerweise kann es sein, dass dann Haus, Hof und Kinder dranhängen.

bearbeitet von UpPicker90

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Zitat

aber nirgendswo wird erklärt wie eine erfolgreiche, langfristige, monogame Beziehung geführt werden kann.

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, vor etwas mehr als 2 1/2 Jahren: 

Auch sonst hat die Schatztruhe eine Beziehungsecke ;)

Deine Frage, WARUM das Principle of least interest gilt, verstehe ich nicht so ganz. Vielleicht ist es zu selbstverständlich für mich. Natürlich ist derjenige dem mehr an der Beziehung liegt, leichter mit deren Scheitern unter Druck zu setzen, als derjenige, dem sie weniger wichtig ist.

Kannst Du die Frage vielleicht noch präzisieren? Meinst Du, die Beziehung müsste immer beiden gleich wichtig sein? 

 

Edit: Ich glaube ich habe jetzt ein bisschen besser verstanden. Ich glaube bei Dir den Glaubensatz zu erkennen: Nur eine Beziehung die das ganze Leben (oder zumindest sehr sehr lange) hält ist erfolgreich und glücklich. Und: Trennung ist scheitern.

Vielleicht kannst Du Dich fragen: Sind einige glücklich Jahre mit jemandem kein Erfolg? Kann auch eine rechtzeitige Trennung ein Erfolg und eine Weiterentwicklung sein?

bearbeitet von Kninchen

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