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Screening

Eintrag erstellt von Firster · - 1.076 Ansichten

Screening

 

Screening ist wichtig im Leben. Es gibt Bereiche im Leben da muss man screenen, ansonsten spielst du auf Risiko. Mag ja manchmal ganz reizvoll sein, aber eben nur manchmal…

 

(Für die Damen wird es jetzt vlt. etwas langweilig.)

 

Ein Auto musste her. Ein Gebrauchter sollte es sein. Daygame war angesagt. Bin recht schnell fündig geworden. Wie ist der Allgemeinzustand? Sehe ich Rost? Ich screente. Motorhaube auf, reinschauen. Wie ist der allgemeine Zustand des Motors? Ist er gewaschen worden? Evtl. blankpoliert? Dann hat er vlt. irgendwo ein Ölverlust am Motorblock. Wäre sehr offensichtlich und ein sofortiger Rücktritt angesagt. Er war weder blankpoliert noch gab es einen Fingerzeig für kommende kostspielige Desaster. Nun denn, wie sehen die Verschraubungen vom Kotflügel aus? Blank, rostig, überlackiert? Sagt mir der erste Blick bereits, er hatte einen Frontschaden? Nein alles ok. Jetzt kommt das Kühlwasser dran. Ist es braun? Dass hieße, das im Kühlwasserkreislauf bereits was dahinrottet. Braucht niemand. Dann nachschauen, ob es Ablagerungen unterm Öldeckel gibt.  Auch hier alles klar. Was sagen die Aufkleber im Motorraum. Wann war der letzte Zahnriementausch, wann der letzte Ölwechsel, wann der letzte Bremsflüssigkeitswechsel?

Alles im Rahmen des erträglichen.

Ist die Bereifung noch ok? Spaltenmaße kontrollieren! Der Kenner weiß, dies verrät viel. Jetzt kommen die Bremsbeläge dran. Auch hier ein Go.

(Solltest Du dich fragen, was hat das mit PU zu tun, dann lies weiter.)

Nun folgt der Innenraum. Wie stark sind die Hinweise auf Abnutzung. Ein Blick auf die Pedalen, einer auf den Kupplungsknauf, einer auf das Interieur.

Passt der Kilometerstand dazu?

Nun Motor anlassen und Kupplung testen. Zweiter Gang ist drin, geht der Motor aus? Neuer Kupplungseinbau ist teuer! Ja, er geht aus. Kupplung ist also ok. Nun die Ohren spitzen, hab ich schon beim Kupplungstest gemacht! Klingt der Motor wie ein Sack Nüsse oder läuft er rund? Bin zufrieden mit dem was ich höre. Lass mir noch die Fahrgestellnummer geben um in der Vertragswerkstatt ein paar Nachfragen zu stellen.

Anschließend kurze Probefahrt; man muss ja fühlen wie das HB sich führen lässt…

Ich könnte noch ein paar mehr Dinge hier angeben, aber lassen wir`s mal gut sein.

Das war Screening für eine Karre mit heißer Bereifung.

Trotzdem…kann mir die Karre ein halbes Jahr später unterm Arsch verrecken…

 

Ein Auto ist aber keine Frau. Nightgame…

 

Mag ich lieber. Die Frauenwelt zieht sich lasziver an. Sie geben sich auch anders, meistens.

Offenherziger in ihrer Art und meist auch ein wenig unanständiger. Ich screene und werde recht schnell fündig.

Mag ich ihre Bereifung? Ihre Heckklappe? Ich kann kleine Popöchen nicht ausstehen. Will was in der Hand haben. Wie ist die Front beschaffen? Die Bluse/T-shirt füllt sie aus. Sanduhrfigur; mag ich. Ein paar Kilos mehr stören mich nicht, wenn alles andere ansprechend ist. Kurze oder lange Haare sind mir egal. Gepflegt ist schön. Ihr Gesicht; zugedeckt mit Schminke oder eher natürlich? Natürlich mag ich lieber, das schmiert nicht so…in den Laken.

Ein bisschen Schmuck, die Aufmachung mag ich. Trägt sie einen Ehering?

(Wenn ja, Finger weg! Geh Ärger aus dem Weg!)

Ihre Bewegungen beim Tanzen? Körpergefühl abchecken inklusive. Ein bisschen angeheitert ist ok, betrunken mag ich gar nicht. Ich spreche sie an. Ein kurzer Opener. Wie reagiert sie? Nett, ablehnend? Ätzend unhöflich? Bodensatzmäßig in ihrer Wortwahl? Nein, sie ist interessiert, überrascht. Hat nicht bemerkt, wie ich mir Begutachtung verschafft hatte. Isoliere sie durch die Einladung eines Drinks. Frag sie was sie will. Respekt schaffen heißt Respekt geben. Dirigiere sie abseits. Ungestört ist besser. Rücke ein bisschen näher ran, muss sie ja verstehen können. Spreche selber nicht so laut, will dass sie ihren Kopf zu mir neigt. Riecht sie gut? Mag ich ihren Körpergeruch, ihr Parfum? Der Einblick in ihre Bluse ist nett, vielversprechend.

Die Unterhaltung.

Sie stellt Fragen. Mag das. Spricht für Interesse und Neugier. Sag ihr dass sie mir gefällt. Offenheit erzeugt Offenheit. Vermische meine Fragen mit Push & Pull. Können wir zusammen lachen? Will wissen, hat sie ein eigenes Leben. Hobby, Arbeit, Freundschaften, evtl. einen Festen? Haustiere?

Bitte keine Pferde! Zu zeitaufwendig, schlechte Erfahrungen. Behalte es für mich.

Sie gibt die Selbstbewusste, ich registriere ihren sexuellen Vibe.

Gebe ihr das Gefühl zurück. Achte auf nonverbale Kommunikation. Bauchgefühl ist wichtig.

Emotionen sind instinktsicher.

Schwingt zwischen uns Leichtigkeit im Redefluss? Initiiert sie eigene Konversation oder überlässt sie die Führung ausschließlich mir?

Fordere sie zwischendurch zum Tanzen auf. Bewegung ist Leben. Gute Vibration?

Guter Zeitpunkt für ein KC!

Am Ende des Abends, und oft auch schon weit vorher, weiß ich ob ich sie mit nach Hause nehmen kann oder ob ich mehr will von ihr. ONS, Affäre oder LTR,

das ist hier die Frage.

Hab auch schon mal nach der Telefonnummer gefragt und sie anschließend –ganz bewusst-

ordnungsgemäß zu Hause abgesetzt. Auch Männer können ködern und warten:D

 

Im Übrigen…ich kann…ich mache…ich will…NICHT ALLES. Denn ich weiß wer ich bin, was ich kann und was ich will.

Screening eben…und am besten zuerst bei sich selber.

 

Trotzdem….kann mir das, was ich da angezettelt habe ein halbes Jahr später unterm Arsch verrecken.

 

Screening ist eben nur die halbe Miete, der Rest kommt später….

 

 

 

 

 

 

 

 

 



3 Kommentare


Empfohlene Kommentare

Hey Firster,

schöner Text, entspannt zu lesen. Unterhaltsam. Wichtigster Satz:

"Screening eben… und am besten zuerst bei sich selbst."

 

Wenn man seine eigene 'Checkliste' hat, gibt's keine Überraschungen. Geht aber auch in beide Richtungen: weder böse noch unverhofft fantastische.

Manch Karre stellt sich nach einer bösen Überraschung und einer ungewollten Reparatur als treuer und bereichender Begleiter für viele Wege heraus.

Grüße

Thalim

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vor 10 Stunden, thalim schrieb:

Manch Karre stellt sich nach einer bösen Überraschung und einer ungewollten Reparatur als treuer und bereichender Begleiter für viele Wege heraus.

Yes, die Karre hat neun weitere Jahre Glück gebracht. Mal ganz abgesehen von den vielen hübschen Mädels, die Platz genommen haben.

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