Nahilaa

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Beiträge erstellt von Nahilaa


  1. Lustig, bei dem Thema hab ich auch sofort an @AtaTheCrow und seine FRs gedacht. Schön, dich hier wieder zu lesen, Krähe! 

    Im Grunde ist schon so ziemlich alles gesagt hier, da schließe ich mich natürlich an. Mal zum weiter denken: Mein Freund ist körperlich komplett gesund, aber halt auch nicht so viel draußen unterwegs wie ich. Wenn ich zb fernwandern will, dann muss ich das halt allein machen. Wo ist da der Unterschied, ob jetzt ein Rollstuhl da der Hinderungsgrund wäre, oder der persönliche Geschmack? Und so what? Warum sollte meine Freizeitgestaltung abhängig von meinem Partner sein? 

    Außerdem kenne ich einige Paare, die zwar gesund zusammen kamen, aber dann nach einiger Zeit einer von beiden ne wirklich heftige Krankheit diagnostiziert bekam - was früher oder später im Rollstuhl und dann im Grab endet. Ein Kollege meines Vaters hat ne Frau geheiratet, die ein Bein verloren, und üble Wundheilungsstörungen hatte. Letztlich war SIE die "gesündere" von beiden, weil er unerwartet Krebs bekam, und mit knapp 40 Jahren starb... Man weiß nie, was das Leben so für böse Überraschungen bietet, und ist vor Behinderung und Tod nie gefeit. Warum ist es dann plötzlich besonders problematisch, wenn das schon beim Kennenlernen ein Thema ist? Das ist ja hier der einzige Unterschied. 

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  2. vor 5 Stunden, capitalcat schrieb:

    Nahilaa sie hat einen ganzen Faden dazu offen, "mal abgewiesen" werden ist was anderes als ne dauerhafte Unlust des Partners auf dich.

    Joah, den hatte ich noch nicht gesehen, das ist dann freilich was Anderes. Liegt dann aber auch nicht an dem einen Mal, sondern das Problem liegt tiefer (und die Lösung wohl auch). Wenns wirklich nur drum geht, dass es sich halt in dem Moment scheiße anfühlt, abgewiesen zu werden, dann stimmt das schon - sollte man aber trotzdem lernen, damit umzugehen. Warum sollte es Frauen anders gehen als Männern? 

    vor 5 Stunden, thelonelyloner schrieb:

    Ich persönlich stehe auf "Egoschweine" wie du sie nennst, ich mag es "benutzt" zu werden 😉

    Da hast du meinen Beitrag auch nicht ganz verstanden. Und meinen älteren Beitrag hier im Thread nicht gelesen - ich schätze, da sind wir quitt ;-) Ich hoffe, dir ist klar, dass es zwischen "benutzt werden" in dem Rahmen, den beide gern möchten, und "Egoschwein" wie 2 Minuten und dann wegdrehen nen Unterschied gibt. 

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  3. vor 3 Stunden, thelonelyloner schrieb:

    Besonders schlimm ist es, von vornherein "abgewiesen" zu werden. Das ist mir kürzlich passiert, als ich meinen Freund verführen wollte. Am liebsten wäre ich gegangen und nie wieder gekommen. Es hat sich halt einfach angefühlt, als hätte ich mich total blamiert. Jedenfalls hatte ich seither nie wieder das Bedürfnis, ihn zu verführen...

    Das ist halt was komplett Anderes. Und mal ehrlich: Hast du ihn noch nie abgewiesen? Kannst du dir nicht vorstellen, dass halt manchmal einfach einer von beiden Lust hat, und der andere nicht? Warum ist es schlimm und du nimmst es persönlich, wenn dein Partner mal keinen Sex will??? Ehrlich, kann ich nicht nachvollziehen! 

    Insgesamt zu dem Punkt, klar will ich einen Partner, der sich mit mir befasst, und auch mal drauf achtet, was ich möchte und brauche. Aber es gehören eben immer zwei dazu, und wenn er nur meine Bedürfnisse im Auge hat, ist das für mich auch ungeil. Ich denke also, die Mitte machts - keine Frau will ein Egoschwein, dass sich nicht um ihren Spaß schert. Aber es gibt da doch wohl noch nen Mittelwert dazwischen... 

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  4. Ich kenne jedenfalls genauso viele Männer mit Putzfimmel wie Frauen. Obwohl, wenn ichs recht überlege, wahrscheinlich mehr. Und nen Haufen Männer wie Frauen, die es damit weniger genau nehmen - kommt von Sozialisation, also auf gut Deutsch, wie man halt aufgewachsen ist. 

    Wobei früher natürlich oft die Mädchen besonders reinlich erzogen werden sollten, und die Jungs fürs Räubern gelobt wurden. Ist halt ziemlich überholt das Ganze, etwa so wie die gesellschaftliche Erwartung, um die 12 Kinder zu bekommen, um das Fortbestehen des Dorfes zu sichern.

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  5. vor 13 Stunden, star456 schrieb:

    @Nahilaa Wie sieht dein Bett nun aus? Ein selbstgebautes Boxbett oder ein normales Bettgestell mit zwie Matratzen und darüber einer viskoelastischen Auflage? 🤔

    Letzteres. Das Prinzip "Schichtsystem" ist aber halt ähnlich wie beim Boxbett. Hab ich auch immernoch so, weiß ich immernoch sehr zu schätzen. 

    Willst du Ansatzpunkte für Bondage haben, kommt es sehr drauf an, wie intensiv ihr das nutzen wollt. Für nur immer mal ein bisschen Fesseln gibt's Kreuze für unter die Matratzen, oder man könnte ein Seil unter der Matratze durch ziehen, das reicht dann schon. Ist allerdings natürlich nicht super stabil, wenn sich das "Opfer" wehrt, man enger fesseln will, oder es wirklich ständig genutzt wird, brauchst du ein stabiles Holzgestell, und kannst Schraubösen (ähnlich wie zum Anbinden von Pferden) dran fest schrauben. Das geht dann auch an der Unterseite vom Holz, und kann relativ unauffällig sein, wenn man es richtig macht. Hart hämmern geht immer besser, je härter Matratze und Lattenrost sind. Idealfall wäre da also wohl der Fußboden.


  6. vor 11 Stunden, Xiberus schrieb:

    Dieses Push/Pull und Doublebind gelabere wird dich deinen Verstand, deinen Selbstwert und jede Menge Seelischen Schmerz kosten. Trust me Bro. Selber schon gehabt. Am Ende hätte die mich an einer Hundeleine durch die Stadt führen können

    Und genau DESHALB würde ich von ihr auch als F+ dringend abraten. Erstens gab es eh noch keinen Sex (und ja noch nicht mal die Chance dazu), und zweitens wird es nur schwieriger, so eine Frau zu händeln, wenn man Sex mit ihr hat.

    vor 15 Stunden, Katz4ever schrieb:

    Woran erkenne ich denn zukünftig, ob es wirklich gelaufen ist oder ob ich einfach ignoriere, was ein HB sagt und einfach weitermache

    Ganz einfach: Taten > Worte. Diese Frau hier redet nicht nur komisch, sie benimmt sich auch einmal so und einmal so. Will heißen, wenn sie was dafür tut, dass das mit euch läuft, aber was Anderes redet, ist das noch nervig, aber ok. Wenn sie aber mal das Eine und mal das Andere TUT, dann ist es ziemlich egal was Sie redet, man sollte die Finger davon lassen. 

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  7. Am 11.10.2020 um 22:25 , perfect10 schrieb:

    Double bind incoming. Die Push&Pullt dich zu Tode (vielleicht ist ihr das nicht mal bewusst).

    Genau das! Ist extrem toxisch - wie viel mehr du da schon drin hängst als gut wäre, erkennt man allein daran, dass du immernoch glaubst, da würde was gehen. 

    Das wird weiterhin heiß/kalt laufen, du wirst nicht mehr wissen wo oben und unten ist, und wenn du nicht schnell genug läufst, womöglich als seelisches Wrack enden. 

    Gib dir solchen Bullshit nicht. 

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  8. vor 22 Minuten, Rika84 schrieb:

    das Beste ist wohl es einfach zu vergessen oder zu verdrängen.

    Ich hoffe, dir ist klar, dass das keine Option ist, wenn man etwas draus lernen will? Und ich unterstelle dir mal, du willst lernen - sonst hättest du hier wohl auch nicht gepostet. Klar, du wirst nicht glücklich werden mit der Entscheidung, die du da getroffen hast. Weil du sie nicht bewusst getroffen hast, und weil die kognitive Dissonanz jetzt groß ist. Aber stell dir vor, du könntest einen Zustand erreichen, wo diese Dissonanz nicht mehr da ist. Stell dir vor, du könntest so mit dir ins Reine kommen, dass du das vielleicht nicht super findest, aber zumindest als Zeichen und Anstoß sehen kannst, und für dich nutzen, statt verdrängen zu wollen... 

    vor 8 Minuten, Rika84 schrieb:

    dass es mich ganz ehrlich traurig machen würde wenn er bestimmte Verhaltensweisen aufgesetzt hätte um mich ins Bett zu bekommen. 

    Da hast du meinen letzten Beitrag nicht gründlich gelesen. Glaube ich absolut nicht, und ich weiß auch nicht, wie du darauf kommst. Du hast ihn auch benutzt, für deinen Nervenkitzel und deine Erfahrungen. Er hat dir Bindung angeboten (was ein PUA in dieser Situation NIE gemacht hätte), und du hast das abgelehnt. Das ist ok, aber bedenke bitte, dass ihn das auch verletzt haben wird. Ich sehe da KEINERLEI Hinweis drauf, dass es nur eine Masche gewesen sein könnte - wärs eine gewesen, hätte er sich viel viel schneller anderweitig umgeschaut. 

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  9. Garnicht. Du solltest den FBs gegenüber von Anfang an mit offenen Karten spielen, dann kannst du dich einfach bei ihr treffen, und hast das Problem garnicht. MLTR wäre eh nochmal ein anderes Thema. Das wäre dann nicht offen, sondern Polyamor - ich glaube nicht, dass deine Freundin das will, wenn sie selbst die Offenheit schon eher toleriert als nutzt. 

    Wirklich eine eigene Wohnung dafür oder gar getrennte Wohnungen nur deshalb kann man zwar machen, sehe ich aber echt nicht als sinnvoll. Das verändert ja den ganzen Lebensstil, und kostet derart viel Geld und Ressourcen, wenn man das alles für den bisschen ficken auf sich nehmen will, hat man imho ganz andere Probleme. 

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  10. vor 18 Minuten, herrzitrone schrieb:

    hat das null Nebenwirkungen oder Komplikationen

    - und ich hab für mich was Neues dazugelernt und meinen Horizont erweitert.

    Warum machst du es dann in deinem Kopf zu einem Problem, wenns so selbstverständlich ist? Ich kann die Argumente schon verstehen, aber dann versteh ich das Mimi von wegen "ich kann wohl nie mehr Sex ohne Gummi haben" irgendwie nicht. 

    Oder eben andersrum, es ist total unnötig. Weil klar ist es blöd, wenn du hergehst, und eine Frau zu einem Eingriff überreden willst. Genauso blöd wäre es aber, eine Frau zur Einnahme von Hormonen überreden zu wollen, und das schien früher kein Problem für dich zu sein. Sex ohne Kondom Dank hormoneller Verhütung war ja scheints eine Selbstverständlichkeit. Übrigens meinte ich NICHT, dass du einer Frau da rein quatschen sollst. Du darfst viel eher davon ausgehen, dass es reichlich Frauen gibt, die von diesen Optionen wissen, und sie für sich nutzen. Weil (man stelle es sich vor!) auch Frauen gern man Sex ohne Kondom möchten, und es entsprechend womöglich garnichts mit dir persönlich zu tun hat, wenn sie sich drum kümmert, dass das auch möglich ist. 

    Was du zu den "Leiden" bei der Spirale schreibst, lässt mich nur müde lächeln. Zu den Nebenwirkungen der Hormone hab ich oben schon genug beschrieben. Die Wahrscheinlichkeit, dass solche Komplikationen durch eine Spirale entstehen, ist denke ich deutlich geringer als die Wahrscheinlichkeit für schwere Nebenwirkungen durch Hormone - so oder so ist das halt ein Thema, über das du dir den Kopf nicht zerbrechen solltest. Ist schließlich die Entscheidung der Frau, ob sie auf die eine oder die andere Art leiden will.

    Ganz ohne Nebenwirkungen ist halt nach wie vor wohl nur die Vasektomie, noch dazu hätte der Mann das zuverlässig in der Hand, und es ist auf lange Sicht wesentlich günstiger. Wundert mich ehrlich gesagt, dass das nach wie vor so selten in Erwägung gezogen wird, obwohl hier regelmäßig erzählt wird, man wolle auf keinen Fall Kinder. 

     

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  11. vor 6 Stunden, Sam Stage schrieb:

    Das ist sicher der Fall 😉

    Ich kann mich selber eigentlich gut stabil halten. Was nicht passieren darf ist zu großer Druck von Außen. Durch meine Selbstständigkeit kann ich das in der Regel auch gut steuern. Problematisch sind nur Beziehungen die ihren Zenit überschritten haben und wo die Fronten verhärtet sind. Da ziehe ich sehr schnell die Reißleine um mir mein gewohntes Umfeld wieder herzustellen, indem ich gut funktioniere. Das ist schon immer so und damit kann ich gut leben. 

    Einen Leidensdruck habe ich nicht, außer das ich jede Nacht in der zweiten Nachthälfte wach liege und Grübele. Daran habe ich mich mittlerweile aber so gewöhnt das ich es fast schon genieße die Gedanken schweifen zu lassen. 

    Hier muss ich sagen das ich unserem Krankheitssystem nicht genug vertraue. Mir geht es bis auf die Schlafstörungen gut. Solange ich nicht in einem zu engen Korsett stecke oder zuviel Druck von Außen bekomme, bin ich gut funktional und glücklich. Die Risiken die bei einer falschen Medikamentengabe eintreten können, werde ich erst auf mich nehmen wenn es deutlich schlimmer wird. 

    Ja dazu neige ich leider und es hat mich auch runtergezogen als ich die Übereinstimmungen festgestellt habe. Aber ich bin da ein Stehaufmännchen und kann es handlen.

    Glückwunsch zum AM-Status, haste absolut verdient 👍

    Ich hab mal den ganzen Beitrag zitiert, der Einfachheit halber. Das liest sich nämlich (was sich mit meinem bisherigen Eindruck gut deckt), als wenn du deine Stärken und Schwächen sehr gut kennst, und da gut für dich sorgen kannst. Mit Druck und/oder dysfunktionalen Beziehungen so umzugehen, ist zb eher eine gesunde Reaktion als was anderes. Auch der Rest, den du da beschriebst, klingt relativ gesund - nicht immer sorglos, und nicht vollkommen problemlos, aber halt auch weit weit von einer psychischen Störung entfernt... 

    Sieh es mal anders: Jeder von uns hat körperlich auch so seine Grenzen. Der Eine hat schiefe Füße und braucht gutes Schuhwerk, der andere ist schnell außer Atem oder bekommt leicht Sodbrennen. Trotzdem würde man, wenn man solche Eigenschaften hat, es einem aber sonst gut geht, auf die entsprechende Frage wohl antworten, dass man derzeit gesund ist. So ist es mit der Psyche auch. Wir haben alle unsere individuellen Handicaps und breaking points, aber solange wir es schaffen, ein gewisses Gleichgewicht zu erhalten, gelten wir als gesund... Was genau gesund und was krank ist, darüber gibt's ganze philosophische Abhandlungen, du könntest dir zb mal das Konzept der Salutogenese anschauen, die Gesundheit/Krankheit als Kontinuum mit fließenden Übergängen sieht. Übrigens würde eine Diagnosestellung noch lange nicht bedeuten, dass du auch Medikamente bekommst - ohne Leidensdruck brauchst du die nämlich nicht, und wenn du sagst, dir geht's gut, dann wird dir auch keiner welche verschreiben wollen, ziemlich egal, wie die Diagnose nu aussähe.

    Ich denke also, du solltest weiten Abstand von deiner Selbstdiagnose nehmen. Weil, ganz platt formuliert, solange dich im Alltag nix stört, hast du wahrscheinlich auch keine psychische Störung... Und deine Beschreibung klingt vor allem nicht so, als würdest du sehr zu Extremen tendieren. Schon unterschiedliche Stimmungen oder Eindrücke von dir, aber noch in einem Rahmen, der jetzt nicht ausufert. In gewissem Maße ist sowas übrigens vollkommen normal - wenn du dich dafür interessierst, lies dich mal Richtung Egostates ein (und bedenke dabei bitte, JEDER gesunde Mensch hat Egostates. Nur weils das auch als Therapieansatz gibt, ist es noch lange nicht pathologisch ;-)

    Was deine Schlafstörungen angeht, kann das übrigens auch schlicht ein Problem an und für sich sein. Guter Schlaf hat auch viel mit Gewohnheit zu tun, und wenn eine Weile durch Stress oder eine ungünstige Umgebung Durchschlafen nicht so läuft, gewöhnt sich der Körper schnell dran, mit dem Schlaf komische Sachen zu machen, und eine Schlafstörung verfestigt sich. Das heißt, das kann Begleitsymptom einer Störung sein, muss es aber nicht. Auch da würde ich sagen: Wenn du drunter leidest, geh zum Arzt, und schau da, ob man was machen kann. Wenn nicht, ist es doch gewissermaßen noch gesund... 

    Danke übrigens für die Blumen. Ist ja schon eine Weile her, ich gebe mir Mühe, keinen totalen Müll zu schreiben ;-)

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  12. Ich tippe da ehrlich gesagt auf den selben Effekt, der auch werdende Eltern immer mehr Schwangere sehen lässt als vor der eigenen Schwangerschaft... Eine Freundin von mir hat Lipödem, die sieht das inzwischen überall, viel auch bei Frauen, die davon selbst noch nichts wissen. Meine beruflichen Steckenpferde sind Autismus und Traumaspätfolgen, die sehe ich dafür super häufig - jeder schafft sich selbst die Filter, mit denen er seine Welt wahrnimmt, und sollte das in die Überlegung mit einbeziehen. 

    Darüber hinaus gibt's für in etwa JEDE psychische Störung noch mehrere Differentialdiagnosen, sprich Sachen, die sehr ähnliche Symptome verursachen, aber ne ganz andere Ursache haben. Auch das darf man nicht außer Acht lassen. 

    Was ich dir damit letztlich mitgeben will ist Folgendes: Auch ich hatte bei deinen Texten nie den Eindruck, du würdest an einer psychischen Störung leiden. Mag sein, dass man hier ja immer nur Teilaspekte mitbekommt, aber wenns doch der Fall ist, dann kannst du zumindest sehr "normal wirken", was auch eine Ressource ist. Ich denke, wenn du einen Leidensdruck hast, und den Verdacht, dass was nicht stimmt, dann solltest du das auf jeden Fall ernst nehmen - aber dann wende dich bitte (falls noch nicht geschehen) an einem Facharzt. Zur Diagnosestellung zu bevorzugen ist eine enge Betreuung durch den Arzt oder besser gleich ein stationärer Aufenthalt über mehrere Wochen bis Monate. Einfach um genug Informationen zu haben, um überhaupt ein vollständiges Bild der Symptomatik zu bekommen. 

    Was du bitte UNTERLASSEN solltest, ist in einer küchenpsychologischen Selbstdiagnose etwas finden, womit du dich ab jetzt identifizierst. Das hilft dann nämlich nicht, sondern ist als selbsterfüllende Prophezeiung etwas, was dich nur runterzieht. Da sind wir dann ganz schnell bei "so bin ich halt", und du wirst wissen, dass das als Mindset einfach Gift für jede Entwicklung ist. 

     

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  13. Mal so als Einwurf von der Seite: Woher dieser fixe Gedanke, du könntest auch in Zukunft nur mit Gummi Sex haben??? 

    Ich bin ne Frau Anfang 30, und ja, auch ich nehme keine Hormone (und werde sie NIE wieder anfassen). Aber warum zum Geier sollte ich deshalb auf Sex ohne Gummi verzichten müssen oder wollen??? Es gibt die Kupferkette, den Kupferball, die gute alte Kupferspirale. Und wem das immernoch nicht minimalinvasiv genug ist, für den gäbe es dann noch NFP - plus die Vasektomie oder den entsprechenden Eingriff bei der Frau, die ich mal außen vor lasse, weil es halt schon recht einschneidend ist. Erfahrung hab ich keine damit, aber das Diaphragma wäre auch noch eine Option. Das ist eine Menge an Möglichkeiten, ohne Hormone UND ohne Kondom zu verhüten. Ich verstehe also nicht, warum du um diesen Gedanken so derartig kreist? Ehrlich gesagt hab ich das Gefühl, DAS ist es, was deine Nudel hängen lässt - und es ist völlig unnötig.

    Als kleine Bemerkung nebenbei: Frauen setzen nicht die Hormone ab, weil sie "Angst vor Unfruchtbarkeit" haben. Das ist eigentlich noch das Geringste Problem, tatsächlich sind die Gründe für den Verzicht auf Hormone wesentlich gravierender. Da wird die Knochendichte schlechter, es kann Depressionen auslösen, Kreislauf, Stimmung, Fetteinlagerungen werden beeinflusst. Lipödem kann dadurch ausgelöst und gefördert werden, und nicht zuletzt gibt es die - mit zunehmendem Alter steigende - Wahrscheinlichkeit einer Thrombose, die ja schnell auch mal tödlich endet... 

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  14. Als reiner Seitenschläfer funktioniert das Prinzip aber nicht mehr so richtig, oder? Ich hab jahrelang Schmerzen in den Schultern und im Brustkorb gehabt, bis ich Kissen entdeckt hab, die hoch genug sind, dass sie meine Schulter komplett entlasten beim Schlafen auf der Seite.

    Wie funktioniert das mit dem Schlafen auf dem Boden, was sind da die Vorteile? 


  15. vor 15 Minuten, Frau S. schrieb:

    Das wir ein neues Bett haben wollten war durchaus schon länger geplant. Aber Sachen wie neuer Kleiderschrank und Schränke, Schreibtisch etc fürs Arbeitszimmer waren weiter oben auf der Prioritäten Liste.

    Das hab ich immer genau andersrum gemacht - erst ein Schlafplatz, völlig egal, ob sich der Rest noch in Kisten stapelt ^^

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  16. vor 5 Minuten, Schmidtskatze schrieb:

    Ich finde das gar nicht so abwegig, die Wohnung gehört ihnen jetzt und damit können sie ganz anders planen. Das Bett wird nicht in Zukunft umziehen müssen, was bedeutet das es genau da bleiben kann wo es aufgebaut wird. 

    Übrigens der Grund warum ich noch kein riesiges Wasserbett habe, ich hab echt kein Bock das Ding wieder abbauen zu müssen in 1 - 2 Jahren. 

    Ok, ein verständlicher Gedankengang, wenns was Besonderes sein soll. Aber etwas mehr als 1,40 und Billiglattenrost hätte ich mir schon vorher gegönnt, wenn man da zu zweit wohnen möchte.

    Aber da bin ich wahrscheinlich auch echt mäkelig, was Schlafqualität angeht  bin ich sehr empfindlich... 


  17. vor 3 Stunden, luki94 schrieb:

    Dass man psychische Probleme bekommen kann oder die sich deutlich verschlimmern können, wenn man in Bereichen unterwegs ist, in denen es irgendwie nicht so passe. 

    Das ist schon klar, aber ein bisschen die Frage nach Henne und Ei. Will heißen, wenn man eh schon nen psychischen Knacks hat, ist man da viel anfälliger und umgekehrt - und es bringt einem nix, darüber zu hirnficken. Neue Sachen ausprobieren, sich selbst kennenlernen, und auch mal nen "falschen" Weg gehen, bringt einem dagegen viel. 

    Das selbe mit dem Bereuen. Du schreibst hier, als wäre es ein gewaltiger Unterschied in unserer Situation, dass du deine Entscheidungen halt bereust. Genau darauf wollte ich aber halt hinaus: Es ist eine ENTSCHEIDUNG, zu bereuen. Du hat BESCHLOSSEN, dass du das bereust, und könntest genauso gut auch beschließen, das Ganze mal vor dir selbst anders zu framen und positiv zu sehen. (bzw kannst du das womöglich nicht, weil bei psychischen Krankheiten ein Perspektivwechsel nicht mehr auf gesunde Weise möglich ist. Drum ist es ja so irre wichtig, diese Probleme zu lösen, bevor du weiter über Job usw nachdenkst. Wann ist konkret der erste Termin der Beratung?) 

    Btw hatte ich grade Besuch von einer alten Schulfreundin. Sie hat "geschafft", was die Gesellschaft von uns will, studiert, guter Job, verheiratet, es wird über Kinder nachgedacht... Aber irgendwie scheint es nicht das zu sein, was sie glücklich macht. Wir haben uns lang unterhalten, vieles von dem was sie erzählt hat, waren Probleme und Beschwerden. Während ich mich nicht wirklich beschweren kann oder will. Da bin ich froh über meinen Weg, wenn ich das so nebeneinander sehe - es ist stets eine Frage der Betrachtung. 

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  18. Aber genug gemeckert, mir ging es mit 18 ähnlich wie dir, und vielleicht hilft es, wenn ich dir ein paar Sätze davon berichte - du vergleichst dich ohnehin derart viel mit Anderen, vielleicht ist es da hilfreich, mal von einem weniger geraden Weg zu hören...

    Mit 18 hatte ich schwere psychische Probleme. Die Folgen waren katastrophal für meine "Lebensentscheidungen", wie du es so schön nennst. Abitur kurz vor der Prüfung abgebrochen. Ausbildung begonnen und abgebrochen. Beides irgendwie im zweiten Anlauf nachgeholt, aber halt immer wieder mit Problemen. Zwischendurch immer mal wieder Minijobs, kompletten Leerlauf und Monate, in denen ich zu krank war, um überhaupt einen geregelten Tagesablauf zu haben. Auf ein Studium beworben, den Platz im Nachrückverfahren bekommen, und dann doch abgesagt... Ich hatte keinen Plan, wohin mit meinem Leben, war frustriert vom Arbeitsleben, und bekam von meinem Umfeld ziemlich gut rückgemeldet, dass sie nicht zufrieden mit meinem Weg waren... Kommt dir irgendwie bekannt vor, oder? 

    Aber mit Anfang 30 kann ich dir sagen, dass das totaler Blödsinn ist. Ich hab meine erste Ausbildung fertig gemacht, und danach keinen Tag in dieser Branche gearbeitet. Werde ich vermutlich auch nie, trotzdem bin ich froh über die Erfahrungen. Ich bereue es in der Rückschau nicht, auch wenn es mir direkt nichts für die Karriere gebracht hat. Selbiges gilt für all die kleinen Jobs, die ich irgendwann vorübergehend gemacht hab - man könnte das alles als Zeitverschwendung sehen. Man könnte es aber auch als Lebenserfahrung sehen, und die ist deutlich mehr wert als Stufen auf der Karriereleiter. Heute hab ich eine weitere Ausbildung gemacht (die ich dank der ersten Ausbildung deutlich verkürzen konnte), mache darauf eine Weiterbildung (die es auch als Studium gegeben hätte, aber diesmal hab ich mich bewusst dagegen entschieden), und bin so zufrieden mit meinem Leben, dass ichs manchmal kaum glauben kann. Wenn ich meinen Jahrgang aus der Schule so anschaue, ist das nicht bei allen so. Viele haben ihre Studien abgebrochen und eine Ausbildung gemacht, andere haben nach der Ausbildung studiert, wieder andere wissen nach wie vor nicht, was sie wollen. Es mag sein, dass etliche von ihnen mehr verdienen als ich, einige aber auch weniger - und das Wichtigste ist: ICH bin zufrieden mit dem was ich verdiene und mir leisten kann. Alles andre ist doch unwichtig... 

    Auch wenn ich mich bewerbe, hatte ich mir dieser Phase in meinem Leben noch nie Probleme. Solange du klar dahinter stehst, dass du diese Versuche gemacht und draus gelernt hast, kannst du selbst Lücken im Lebenslauf gut verkaufen. Und da kommen wir zum Punkt: Wie hab ich es geschafft, einen Job zu kriegen, den och mag, einen Plan für mein Leben zu bekommen, einen guten Partner zu finden? Ich hab "meinen Kopf aufgeräumt", und meine psychischen Probleme in den Griff bekommen. Erst DANACH ging der Rest so ziemlich von alleine klar. 

    Das bedeutet BEVOR du jetzt irgendwelche Entscheidungen triffst, oder dich irgendwie mit Lebensentscheidungen belastest, solltest du erstmal gucken, dass du aufhörst zu jammern, und an deiner Psyche arbeitest. Und NEIN, das liegt NICHT daran, was dein Umfeld dir vermittelt. Es liegt daran, wie DU es verstehst... Die Threads und Buchtipps von @Doc Dingo sind Gold wert, das allein wird dir aber nicht reichen. Ich denke auch, dein Leidensdruck ist zur Zeit so groß, dass auch die Wartezeit bis zu deiner Therapie zu lang sein wird. Schau Dich mal um, Diakonie, Caritas und co betreiben überall kostenlose psychologische Beratungsstellen, ich denke, du solltest dir dort für die nächsten Monate Hilfe suchen. 

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  19. Am 10.8.2020 um 09:55 , LastActionHero schrieb:

    Was für Bastelkram? Was genau machst du? 🙂

    Sehr unterschiedlich, immer Phasenweise - mal worauf ich Lust hab, und mal, was gebraucht wird. Ich spinne Wolle mit dem Spinnrad, und verarbeite die zu allem Möglichen. Ich hab aber auch schon Zaumzeuge fürs Pferd und Leinen für den Hund selbst gemacht, geschnitzt, Mosaike im Fußboden gelegt, Funierbilder aus Holz gemacht, Taschen aus Leder genäht, und noch zig andere Sachen, die mir grad nicht einfallen. Manchmal kommt es einfach vor, dass ich ne Technik sehe, die mich einfach interessiert. Dann besorge ich mir das Material, und bring mir das bei - wenn ich irgendwann zufrieden mit meinen Fähigkeiten bin, taucht meist die nächste Idee auf. 

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