Unternehmensberatung als WING-BWL, Passt dieses Umfeld zu mir?

25 Beiträge in diesem Thema

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Hallo.

Kurz zu mir:

Österreicher, HTL Elektrotechnik (Berufsbildende Höhere Schule) Matura (Abi), TU Elektrotechnik Automatisierungstechnik Bachelor.

Ich stehe kurz vor Ende Bak.

Ich bin in der Situation, wo ich meinen weiteren Lebensverlauf planen muss darf.

Ich bin am überlegen, als ET-Master ein ET-Wirtschaftstudium anzuschließen, parallel mit BWL Bachelor zu beginnen.

Könnt Ihr mir sagen, wie meine Chancen in einer Unternehmensberatung wären?

Was verlangen UB's?

Ich habe Disziplin, kein Problem damit früh aufzustehen oder lange zu arbeiten (wenn es entlohnt wird - durch was auch immer, muss nicht € sein).

Meine Nachteile:

Ich bin sozial nicht wirklich gut drauf. In Situationen, wo ich inmitten vieler Menschen bin und nur ein Staubkorn im Getriebe fühle ich mich nicht wohl. Auch gehe ich nicht wirklich oft abends aus (nie) und lerne neue Leute kennen. Auch gehe ich nicht wirklich auf Leute zu.

Aber wenn es drauf ankommt, kann ich mich in eine Sache reinsteigern.

Könnt Ihr mir sagen, ob die Richtung Unternehmensberatung (ET-Wirtschaft und BWL) eine der richtigen Richtungen für mich sein könnte?

bearbeitet von impostor

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Gast Tusta

vielleicht solltest du ein Jahr pause einlegen und dich um dein leben kümmern. reisen, orte anschauen, erfahrungungen sammeln, als Aushilfe jobben.

das wird dir später gut tun.

Karriere kannst du auch später machen.

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Meine Nachteile:

Ich bin sozial nicht wirklich gut drauf. In Situationen, wo ich inmitten vieler Menschen bin und nur ein Staubkorn im Getriebe fühle ich mich nicht wohl. Auch gehe ich nicht wirklich oft abends aus (nie) und lerne neue Leute kennen. Auch gehe ich nicht wirklich auf Leute zu.

Mag nicht das erste Kriterium für Unternehmensberater sein, aber es ist schon extrem wichtig, dass du gut mit Menschen umgehen kannst. Große Bestandteile der UB sind in Interviews Informationen zu sammeln (was bei weitem nicht immer sachlich / analytisch abläuft, sondern oftmals viel Menschenkentniss und soziale Trickserei erfordert) und Ergebnisse - auch vor größeren Gruppen aus immer wechselnden und unbekannten Entscheidungsträgern - wortgewandt und überzeugend zu präsentieren.

Außerdem musst du natürlich stark auf Menschen zu gehen, um den Job ausüben zu können.

Analytisches Geschick ist der erste Baustein, aber ich würde soziale Kompetenz bereits als zweiten Baustein ansehen. Wenn deine Selbsteinschätzung stimmt, wirst du dich in dem Job vermutlich nicht wohl fühlen.

bearbeitet von Michael_83

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Hauptaufgabe eines UB'lers ist es, Unternehmen davon zu überzeugen, dass sie ihn brauchen.

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Um reinzukommen musst Du auf mindestens einem Gebiet überdurchschnittlich sein. Was kannst Du überdurchschnittlich gut, was für die Unternehmensberatung auch wichtig ist?

Recherche offenbar nicht, was Dir wirklich zu denken geben sollte. Welche Kriterien die großen Beratungen hantieren beim Bewerbungszirkus, finden sich zuhauf im Netz.

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Gast 11223344

Als sehr introvertierter Mensch bekommst du da einen Herzinfarkt nach zwei Monaten. Denk über ein Praktikum nach, dafür sind die da.

Es gibt auch spezialisierte UBs die vorzugsweise Ingenieure einstellen.

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Du solltest schon ein Maß an Extrovertiertheit mitbringen. Egal wie das Thema ist: Es geht darum dich schnellstmöglich in die Organisation die Du berätst zu "zecken" und schnell mit den Leuten auf Augenhöhe zu kommen, dazu musst Du in der Regel viel fragen und Deinen Standpunkt sicher vertreten können. Ich selbst bin jetzt auch nicht so der Extrovertierte aber bis zu einem gewissen Grad kann man das lernen (ist ja im Prinzip nix anderes als PU, nur halt im Job). Was Du auf jeden Fall noch haben solltest ist eine hohe Frustrationstoleranz: manchmal produzierst Du Sachen für die Tonne und manchmal musst Du das gleiche Problem X-Mal auf verschiedenen Wegen angehen. In dem Segment in dem ich mich so bewege muss man auch mal mit sehr direktem Feedback von Kunden und Kollegen klarkommen, ist auch nicht jeder Manns Sache...

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Ich war schon einmal bei einer Top3-Beratung tätig und da gab es auch einen nicht zu unterschätzenden Anteil an echten Nerds (Stereotyp Kurzarm-Karohemd-Ingenieur). Allerdings waren die alle schon irgendwo gesprächig, haben gerne von sich erzählt und waren bereit sich in die Gruppe zu integrieren.

Wenn Du Dich als introvertiert betrachtest, warum willst Du dann überhaupt in der Unternehmensberatung arbeiten?

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Man muss hier vorsichtig sein. So wie ich es raushöre sprecht ihr von strategieberatungen. Dort kann man es als introvertierter direkt vergessen. Unternehmensberatung ist aber ein riesiges feld. Nehmen wir einfach mal corp fin beratungen ausserhakb des m&a. Dort findet man zu hauf profi nerds, die auf seite 35 eines unternehmenspitchs einen fehler finden. Werden halt nie auf die kunden losgelassen, wollen sie aber auch nicht und dafür sind dann sowieso andere zuständig.

Lg

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Wobei ich ehrlich gesagt, die Denkweise dieser Jungs nicht verstehe. Was ist das für ein Lebenswertes Leben ? Mit Menschen zu kommunizieren lernt man von Kindesbeinen an.Klar, kenne ich auch einige introvertierte Leute, aber das sind dann sowieso Versager auf der ganzen Spur. Aber wenn man klug ist, sollte man das doch durch das Umfeld sowas einigermaßen drauf haben. Ich rede gar nicht vom Aufreißen, dafür Bedarf es noch 'ne Spur mehr an Qualitäten. Aber ich rede von den simplen zwischen menschlichen Dingern.

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Ne sind keine versager: die haben nur keinen bock sich mit hinz und kunz zu unterhalten und stecken ihre energie lieber in geistige ausfüllende tätigkeiten.

Lg

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Klar, kenne ich auch einige introvertierte Leute, aber das sind dann sowieso Versager auf der ganzen Spur. Aber wenn man klug ist, sollte man das doch durch das Umfeld sowas einigermaßen drauf haben. Ich rede gar nicht vom Aufreißen, dafür Bedarf es noch 'ne Spur mehr an Qualitäten. Aber ich rede von den simplen zwischen menschlichen Dingern.

Deine Arroganz gepaart mit dümmlicher Ignoranz wird Dir noch das Genick brechen ;-)

Introvertierte Menschen sind also Versager, sehr interessant. Vielleicht schlägst Du nochmal im Lexikon nach, was der Begriff überhaupt bedeutet...

  • TOP 1

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Und checkst bitte auch so manche Nobelpreisträger...

Das sind doch eh die größten aller Versager. Die waren ja nichtmal reich

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Hey, habe ein gerade ein Praktikum gemacht bei einer der BIG4-UBs.

Man muss schon sehr extrovertiert sein und auf die Leute zugehen können. Die finden es richtig gut, wenn man eine Art "Rampensau" ist und egal wie intellektuell man die Leute dort vermutet, Stammtisch-Stimmung mit Unterhaltungen über Fußball und Frauen etc. sind auch da an der Tagesordnung ;)

Um dort erfolgreich zu sein, musst du dich richtig reinknien, lange und viel arbeiten, aber auch feiern gehen können mit den Kollegen, ins Team passen, denn der Team-Gedanke ist dort essentiell und du musst natürlich fachlich was drauf haben. Achja und es darf dich nicht stören viel unterwegs zu sein, zu reisen und auch oft aus dem Koffer zu leben ;)

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Danke für die Antworten :)

Der Grund, warum ich gefragt habe ist der, dass sich 2 große Beratungsfirmen in der Uni vorgestellt haben.

Die Vorträge waren auch recht interessant (wobei der von McKinsey eigentlich 5 einzelne Vorträge waren).

Es würde mich halt reizen, bei vielen verschiedenen Firmen Erfahrung zu sammeln.

Es wurden ein paar Dinge angesprochen, die möglicherweise (wahrscheinlich) genauer definiert werden sollten.

Strategieberatung z.B.

Sind damit jene Personen gemeint, die nach Dubai fliegen und irgendeinem Manager haufenweise Excel Sheets mit vielen Bildern aber ohne Text um die Ohren hauen, die dem dann sagen sollen, was er machen soll?

Oder jene, die das Produktportfolio einer Firma bereinigen? Oder die ein Unternehmensmodell erstellen, welches Risiken/Stärken aufzeigt?

Wie laufen denn die Praktika bei UB's ab? Es wurde gesagt, man sei dort vollwertiges Teammitglied. Also sind die tatsächlich dazu da, um das exakte Arbeitsumfeld kennenzulernen?

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Sind damit jene Personen gemeint, die nach Dubai fliegen und irgendeinem Manager haufenweise Excel Sheets mit vielen Bildern aber ohne Text um die Ohren hauen, die dem dann sagen sollen, was er machen soll?

Oder jene, die das Produktportfolio einer Firma bereinigen? Oder die ein Unternehmensmodell erstellen, welches Risiken/Stärken aufzeigt?

Beides nicht. Ist beides wahrscheinlich eher Operations... Excel zeigst du eh keinem, du verblödifizierst und verschönifizierst die Figures natürlich vorher in Powerpoint über das Folienhäschen. Letzteres bist dann übrigens du als Praktikant.

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Danke für die Antworten :)

Der Grund, warum ich gefragt habe ist der, dass sich 2 große Beratungsfirmen in der Uni vorgestellt haben.

Die Vorträge waren auch recht interessant (wobei der von McKinsey eigentlich 5 einzelne Vorträge waren).

Es würde mich halt reizen, bei vielen verschiedenen Firmen Erfahrung zu sammeln.

Es wurden ein paar Dinge angesprochen, die möglicherweise (wahrscheinlich) genauer definiert werden sollten.

Strategieberatung z.B.

Sind damit jene Personen gemeint, die nach Dubai fliegen und irgendeinem Manager haufenweise Excel Sheets mit vielen Bildern aber ohne Text um die Ohren hauen, die dem dann sagen sollen, was er machen soll?

Oder jene, die das Produktportfolio einer Firma bereinigen? Oder die ein Unternehmensmodell erstellen, welches Risiken/Stärken aufzeigt?

Wie laufen denn die Praktika bei UB's ab? Es wurde gesagt, man sei dort vollwertiges Teammitglied. Also sind die tatsächlich dazu da, um das exakte Arbeitsumfeld kennenzulernen?

also mir wurden im Praktikum Bilanzpositionen zur Prüfung gegeben, die sonst ein richtiger Angestellter hätte prüfen müssen, von daher war ich schon mehr oder weniger ein vollwertiges Mitglied. Aber ich musste selbstverständlich viel fragen ;)

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Du bist ein vollwertiges Teammitglied - dem Kunden wird nicht gesagt, dass Du Praktikant bist sondern man tut so als ob Du 1st-Year-Associate wärst.

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also mir wurden im Praktikum Bilanzpositionen zur Prüfung gegeben, die sonst ein richtiger Angestellter hätte prüfen müssen, von daher war ich schon mehr oder weniger ein vollwertiges Mitglied. Aber ich musste selbstverständlich viel fragen ;)

Warst du jetzt bei einem der Big4 oder einer UB, weil Big4-UB sagt man nicht und so wie es sich anhört, warst du bei einer der Big4 zum prüfen. OP will aber in die Strategieberatung.

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also mir wurden im Praktikum Bilanzpositionen zur Prüfung gegeben, die sonst ein richtiger Angestellter hätte prüfen müssen, von daher war ich schon mehr oder weniger ein vollwertiges Mitglied. Aber ich musste selbstverständlich viel fragen ;)

Warst du jetzt bei einem der Big4 oder einer UB, weil Big4-UB sagt man nicht und so wie es sich anhört, warst du bei einer der Big4 zum prüfen. OP will aber in die Strategieberatung.

Wahrscheinlich die Advisory-Abteilung von einem Big4-Unternehmen oder er hat was verwechselt und war tatsächlich im Audit.

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Ok, um es grundsätzlich zu beschreiben:

Du hast in jedem Unternehmen ab einer gewissen Größe strategische und operative Aufgaben. Kleinere Unternehmen und Startups mixen das oft ein wenig.

Unter operative Aufgaben kannst du das sogenannte Tagesgeschäft zählen, die Produktion, die Logistik. Die tieferen Line Manager in diesen Bereichen die sehr nah dran sind, sind stark operativ tätig, d.h. sie arbeiten sehr nah an den Mitarbeitern, kontrollieren weit stärker operative Ziele, sorgen dafür dass die Maschine läuft, dass der Absatz läuft, dass auf kurzfristige Veränderungen im Umfeld reagiert wird und so weiter.

Strategische Planung und Aufgaben sind eher langfristiger Natur. Beispielsweise muss die strategische Planung globale Veränderungen, globale Ziele und Vsionen berücksichtigen.

Ein Beispiel: Das Internet wird immer wichtiger und ein Unternehmen bemerkt, dass die Ausrichtung des Unternehmens noch sehr stark auf eine Abwicklung per Papier und co. fokussiert ist. Auch Werbung, Marketing und CRM sind noch sehr stark von Papier und Telefonen abhängig. Die strategische Planung beinhaltet nun vor allem die Neuausrichtung des Unternehmens. Man beschliesst welche Produkte in welcher Form angeboten werden, wie sich diese Produkte am Markt positionieren sollen, wie die Außendarstellung dieser Veränderung dargestellt werden soll, welche Schnittstellen nun verändert werden müssen, wie das Unternehman langfristig strukturiert werden soll, welche Abteilung wem reported und so weiter.

Das operative Geschäft ist nun damit beschäftigt, diese Strukturen zu implementieren. D.h. du musst ja nicht nur eine konsistente Strategie entwickeln sondern diese nun in das Tagesgeschäft umsetzen. Das ist dann wieder eher operativ, d.h. die genaue Strukturierung eines neuen CRM Systems im Internet, eine Datenbank und Schnittstelle für Kunden vorzuschlagen, das operative Marketing, wie man die Produkte nun so positioniert, wie die Strategie es vorsieht und so weiter.

Die strategische Beratung konzentriert sich also auf eine weitere, langfristigere und globalere Sichtweise, die die gesamte Ausrichtung des Unternehmens betrifft, teilweise die Konzernstruktur, rechtliche und nationale Rahmenbedingungen mit einfliessen lässt und ein eher breites Scope hat.

In der Operational Excellence geht es knallhart um Umsetzung und Prozessoptimierung. Daher sind auch einige Beratungen verschrien. Wenn ein Unternehmen in dein Unternehmen kommt, die Strategie sich ändert und nach einer Analyse deiner Prozesse zum Schluss kommt, dass ungefähr 10% der Stellen eines Konzerns überflüssig sind und ohne Reibungsverluste im Ablauf gestrichen werden können, hast du gerade 10% Personalkosten gespart. Und dann baut der Konzern manchmal eben die 10% Stellen ab.

Insgesamt um dir das ganze reinzuziehen, gibt es hier eine gute Präsentation der Fachhochschule Nordwestschweiz zum Thema Balanced Scorecard:

http://www.google.de...aLHFCjp61tkLzHA

Da wird dann auch relativ schnell klar, wie sich die erforderliche Denkweise je nach Managementebene ändert. Der Vorstand muss zwingend stark strategisch denken, der Junior Manager wird sehr stark im Handling operativer Aufgaben beschäftigt sein.

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