TriiaZ

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  1. TriiaZ

    Jobwechsel

    Wieso sollte er das tun ? Ich habe es in der Praxis noch nie erlebt, dass so etwas passiert. Ein Arbeitgeber der deinen ALTEN Arbeitgeber anruft, muss schon unter ziemlicher Paranoia leiden. Ich glaube, dass die Wahrscheinlichkeit, dass das im Großkonzern passiert gegen 0% geht. So wichtig ist ein Arbeitnehmer auch nicht und für alles andere gibt es eine Probezeit.
  2. Das ist halt die Crux. Im Studium machen sich alle verrückt hinsichtlich Praktika & Noten. Die großen DAX, MDAX haben irgendwelche ACs aber in der Realität, sind dann eher Eigenschaften wie Sitzvermögen, PowerPoint basteln & Schnitzel mit Pommes essen gefragt. Rückblickend gesehen, dienen die ACs - jedenfalls für frische Absolventen - eher der Beschäftigungstherapie der HR Abteilung. Und selbst wenn man nicht 100% zum Team passt ? Auch ich bin häufig mit Leutem im Team gestaffed mit denen ich privat wohl nix unternehmen würde, einfach weil wir menschlich verschieden sind. Und was bedeutet es, menschlich nicht ins Team zu passen ? Weil jemand ruhiger ist oder weil jemand introvertiert ist...? Solange die Leute nett sind, gibt es keinen Grund, weshalb diese nicht passen sollten.
  3. Grundsätzlich finde ich den Unternehmenssozialismus gar nicht mal so verkehrt - Unternehmen sind auch für ihr Volk da. Jedoch finde ich es albern, teilweise so eine Ochsen Tour zu machen für einen simplen Festeinstellung eines Fußsoldaten, ebenfalls den ganzen Wahnsinn mit Praktika, Auslandssemester, Außer Universitäres Engagement o.ä. Sollen die Jungs und Mädels ihre Studienzeit einfach mal genießen, etwas nebenbei jobben vllt. ein Praktikum und gut ist. Genauso wie der Wunsch nach "Querdenkern" und Menschen die "Out-of-the-Box" denken können, verlangt wird. Genau solche Leute landen am Ende nicht im Großkonzern sondern ziehen ihr eigenes Start Up hoch.
  4. Die ruhigeren Kollege sind aber auch die, die bei Berförderungen regelmäßig den kürzeren ziehen. Vor allem in großen Konzernen aber auch bei Beratungen ist Visibility noch wichtiger als die eigentliche Leistung.
  5. Also, ich bin halt nur im IT Umfeld unterwegs, die Leute mit denen ich zu tun habe sind Business Analysten, Product Owner, andere IT - Dienstleister, IT - Admins, ggbf. der Fachbereich direkt d.h. Controlling, Marketing etc. Du darfst nicht vergessen - Die großen Unternehmen die wir haben, wurden über Jahrezehnte aufgebaut. Ich glaube, dass vor 20 Jahren die Berufswelt sogar tatsächlich noch anders aussah. Ich glaube auch, dass die Kernprozesse der Unternehmen durchaus sehr gut organisiert sind - d.h. ein BMW baut sehr gute Autos, weil es über Jahrzehnte perfektioniert worden ist. Die Leute im Einkauf für Pumpen, tätigen jeden Tag dieselben Bestellungen - was links oder rechts um sie passiert, juckt sie gar nicht. Im System steht, dass nun 20.000 neue Pumpen gekauft werden müssen, dann werden die einfach standardisiert eingekauft. Theoretisch könntest du auch einen fast Dulli da dran setzen, dem zeigen, wo er im System was sieht und wo er beim Zulieferer bestellen muss, und der wird das auf die Kette bekommen - ganz ohne Studium o.ä. Noch ein Fun Fact: Die Leute, die ihren Job am meisten aufplustern, am arrogantesten auftreten, sind die Leute, die ihren Job am wenigsten verstehen. Alle coole Leute, die es echt drauf hatten, die ich bisher kennen lernen durfte, waren alles mega bodenständige und coole Leute.
  6. Hier mal der typische Arbeitsablauf, wie ich diesen durch die Bank mitbekommen habe, egal ob Bayern, NRW oder Hamburg: - 9:00 - 10:00 - die Leute trudeln langsam ins Office ein. Erstmal wird ein Kaffee gezogen. Es wird ein Standup gemacht, jeder berichtet kurz über seinen Stand. - 11:00 - 12:00 - Es wird etwas gearbeitet, PowerPoints gemalt oder Informationen bei X,Y rangeholt. - 12:00 - 13:15 - Mittagspause - 13:15 - 14:15 - Suppen Komma überwinden, jeder sitzt vor seinem Rechner, die einen Surfen, die anderen schauen etwas nach. - 14:15 - 17:00 - Es wird an etwas gearbeitet, irgendein Excel Sheet wird aufbereitet, zwischen drin bissl Whatsapp und Facebook, Termine für den nächsten Tag werden gemacht. - 17:30 - Die meisten sind aus dem Office raus, die Externen sind die einzigen, die noch wirklich da sind. Die Zeit 14:15 - 17:00 sind auch beliebte Meeting Zeiten. Dann sitzt man zu 8 in einem Raum und jeder kann seinen Senf dazu geben, sogar Leute die eventuell nur im entferntesten etwas mit dem Thema zu tun haben. Wenn ich überlege, wie viel ich wirklich technisch umsetze und wie viel Zeit ich in Meetings verbringe, die man entweder sich klemmen könnte, auf ein Minimum reduzieren oder einfach eine E-Mail an alle schreiben.... Selten habe ich Leute mal mit viel Drive erlebt, die wirklich etwas bewegen wollten und das in kürzester Zeit. Das ist die Realität in vielen Großkonzernen. Manchmal muss ich auf simple Systemzugriffe locker 1 Woche warten bis der IT - Admin, der jeden Tag um 15:00 raus ist, mir diese rausrückt.
  7. Etwas Off-Topic: Genau hier liegt doch die "Krux" im angeblichen Fachkräftemangel. Die Unternehmen nehmen lieber einen "Berufserfahrenen" anstatt einen ambitionierten Absolventen. Und seien wir mal ehrlich: Die aller wenigsten Jobs sind Rocket Science. Nach 4 Jahren würde ich schon sagen, dass ich ein Experte auf meinem Gebiet bin und eine begehrte Fachkraft. Trotzdem könnte ich dir jeden Absolventen, auch ohne IT Background, in 4-5 Wochen so fit bekommen, dass er Teilaufhaben übernehmen kann und nach und nach in die Rolle rein wächst. Ich habe in meiner Consulting Zeit etwa ca. 10 Unternehmen gesehen von DAX, MDAX, gehobener Mittelstand war alles dabei. Teilweise war ich schockiert, über das Niveau auf welchem Abteilungsleiter o.ä. unterwegs waren. Manchmal musste ich extra Deppen PowerPoints anfertigen, damit auch wirklich jeder in der Runde etwas versteht. Aus dem Grund kotzt mich schon etwas die Arroganz in der Wirtschaft an - für Absolventen gibt es haus-hohe Hürden (AC, 2-3 Interview Runden), aber einmal drin, siehst du in was für einem Zoo du gelandet bist. Manche der Jobs der "Führungskräfte" hätte ich schon nach dem Abitur übernehmen können. Ich habe das Gefühl, dass sich vor allem in Deutschland extrem über seinen Job definiert wird. Dabei bin ich auch, 4 Jahre später, immer noch der lockere Typ von neben an der auch im Hostel pennen kann.
  8. Ich glaube, der Trick ist es, in einen Konzern den Fuß in die Tür zu bekommen. Die meisten Stellen sind für "Experienced" ausgeschrieben, obgleich man glaube ich jeden pfiffigen Studenten überall reinarbeiten könnte - egal ob Controlling, Finance oder IT. Das ist alles kein Hexenwerk. Andererseits habe ich schon mit vielen Leuten aus Konzernen zusammen gearbeitet und was ich da für Leute kennen gelernt habe, habe ich mich nicht selten gefragt, wie da reingekommen sind.
  9. Man muss sagen, da schöne an einem Tech Job ist tatsächlich: - Die Entwicklung des eigenen Mehrwertes. Job Angebote in der Region 90k sind sicherlich nach 3-4 Jahren keine seltenheit. - Die Flexibilität d.h. Home Office, flexiblere Arbeitszeiten etc. ist ebenfalls vorteilhaft. - Nachteil: Die ersten 1-2 Jahre sind Knochenhart. Man landet häufig im kalten Wasser und der Job KANN sehr anspruchsvoll & komplex sein, sodass es einen auch nach Feierabend nicht loslässt. Es gibt Probleme die muss man lösen und im worst case, kann einem auch ein Kollege dabei nicht helfen.
  10. Siehst du, der Thread hat doch bereits etwas gebracht ! Ich habe coole Einblicke bekommen, wie andere Leute es in ihrem Leben managen. Für einige scheint es OK zu sein, für andere nicht und andere sagen, man sollte auf sein Bauchgefühl hören ! Die Konsequenzen muss natürlich jeder selber ziehen.
  11. Absolut richtig. Aus dem Grund, war eben auch interesant andere Perspektiven zu sehen. Im Endeffekt, entscheidet man natürlich selber. Trotzdem kann man aus Neugier mal fragen.
  12. Sicherlich mag das zutreffen, aber zu Beginn deiner Karriere bist du nicht gerade wählerisch und ob du deine Chance sausen lässt, weil es statt 30 nun 50 Minuten sind, du aber eine gute Perspektive hast, überlegst du es dir halt zwei mal. Der Thread dient dazu, einfach auch andere Einblicke und vor allem Perspektiven zu bekommen. Deswegen gibt es Forum - um sich auszutauschen und herauszufinden, wie es bei anderen ist. Ob es für jemanden "okay" ist, muss jeder für sich selber herausfinden - andere Perspektiven zu bekommen finde jedoch nicht verkehrt.
  13. Ich bin in einer SAP Beratung tätig mit Schwerpunkt auf SAP HANA. Ich weiß, der Thread klingt wirklich wie "mimimi" - aber genau das ist der Haken. Man selber sieht man es irgendwann nicht mehr, weil ich keinen Benchmark habe, wie es anderen Leuten geht. Ich selber habe als Student für 12 EUR / Stunde gearbeitet und 100 EUR waren für mich viel Geld. Heute sehe ich, wie unsere Kunden teilweise X - tausend Euro zahlen um am Ende ein paar Slides zu bekommen. Man nimmt automatisch an, dass es allen anderen wahrscheinlich genauso geht. Man muss jedoch fairerweise sagen: Ich fuhr 2 Jahre lang knapp 5 Tage 100 km am Tag hin & zurück. Das war schon mega anstrengend, da ich täglich fast nie vor 19:30 Zuhause war. Freundschaften unter der Woche ? Kaum möglich. Am Freitag Abend war ich quasi Tod von der Woche. Dabei war ich um 18.30 im Office noch voller Energie - Zuhause angekommen, fühlte ich mich wie ausgequetscht. Kann aber auch einfach wirklich sein, dass ich nicht gut belastbar bin, wenn es darum geht 8-9 Stunden zur arbeiten und nochmal 2 Stunden am Tag zu fahren. Nicht selten habe ich mit Gedanken gespielt zu kündigen, weil gefühlt alles auf der Strecke blieb und ich abends die Zeit einfach für mich gebraucht habe.
  14. Hey Leute, vielen Dank für eure Beiträge. Vor ab noch einige Infos: - Die Tätigkeit ist bahnbrechend gut und die 3 Jahre druchzuhalten haben sich gelohnt - mein Xing Profil steht quasi nicht still vor Anfragen, deswegen war es schon notwendig in den sauren Apfel zu beißen - Ich besitze einen Firmenwagen und eine Tankkarte, somit zahl ich nichts für den Sprit. Tatsächlich besteht auch die Überlegung, in 1-2 Jahren einen Tesla als Firmenwagen zu nehmen. - Ich habe nahezu absolute flexibilität - Ich kann auch 3 oder 4 mal die Woche Home Office machen, wenn ich keine Termine im Office habe oder beim Kunden sitze ABER ich habe nicht selten Termine zwecks Übergabe, Projekt Kick Off etc. Somit war ich im Sommer eher selten im Office, im Winter werde ich wohl öfter da sein. Trotzdem schlauchen mich nach 3 Jahren (die ersten 2 Jahre war ich nahezu 4x die Woche im Office) insbesondere nahezu jede Fahrt. - In der Innenstadt ohne Firmenwagen wäre ich ggbf. ebenfalls 30 - 40 Minuten mit Umsteigen etc. unterwegs.
  15. Sehr schöner Beitrag - Ich hatte das auch. Nach 13 Jahre Schule, 7 Jahre Studium ist das Ziel vollbracht und irgendwie ist dann nichts mehr.