17 Beiträge in diesem Thema

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Hallo liebe PU-Gemeinde,

mich interessiert Eure Meinung zu dem Thema "Ecken und Kanten" (natürlich bezogen auf die Persönlichkeit).

Meiner Meinung nach sind "Ecken und Kanten" die Teile der Persönlichkeit, die nonkonform mit den Werten der Gesellschaft (Mainstream) gehen. Jeder kennt den Ausdruck "anecken". Man stößt sich an einer Gruppenmeinung, bringt dies zum Ausdruck u. löst damit ein Unbehagen aus.

Ein typischer "Ja"-Sager würde niemals anecken u. die Meinungen anderer Persönlichkeiten stets bestätigen, aus welchem Grund auch immer. Er eckt niemals an, scheint damit auch niemals eine Gruppenharmonie zu stören. Kommt daher als ein sehr sozialer Mensch rüber (immer höflich, immer nett).

Meine persönliche Erfahrung:

Bei mir haben diese "Ecken und Kanten" in den letzten Monaten drastisch zugenommen. Dh., in einer Gruppe gehe ich, wenn es sein muss, des öfteren mit anderen Meinungen nicht ganz konform. Ich versuche zwar immer wieder das Unbehagen, das durch unterschiedliche Ansichten entsteht, durch Humor runter zu spielen, aber irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Leute mich als "asozial" sehen, nur weil ich kein Ja-Sager (mehr) bin oder sowas wie Grenzen habe.

:-D mir kommt es teilweise vor, als fühlten sich Menschen angegriffen, wenn ich deren Weltbild in Frage stelle (zB.: XY: "Rohkost ist das Beste!" ...ich: "hab' da neulich nen Artikel über Rohkost gelesen, in dem was Anderes drinnen stand" .. XY fühlt sich angegriffen u. ist nicht interessiert, was in dem Artikel stand.)

Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

LG,

R.

PS: Habe ich ein Problem mit meinem Verhalten? Eigentlich nicht, würd' mich nur interessieren, wie Andere das sehen, eventuell bin ich wirklich ein bisschen zu asozial geworden.

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Gast

Ich frag mich eher, warum du erst nach zwei Jahren an diesem Punkt angekommen bist. Sieh es als Punkt in deiner Entwicklung und einen Mangel an Kalibrierung.

"Asozial" ist definitiv das falsche Wort dafür. Ich nenne das Entwicklung, die deinem Umfeld nicht passt bzw. den typischen kulturellen Konventionen entgegen steht.

In einem halben Jahr benimmst du dich wieder normal, weil du merkst, dass Meinung haben und Meinung vertreten zwei paar Schuhe sind und Lockerheit viel eher dadurch entsteht, nicht immer und überall das letzte Wort zu haben.

LG,

Al.

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Jo, asozial is wirklich das falsche Wort.

Des sind halt Leute die ihre Meinung vor ihre Persönlichkeit halten. Und sobald man die Meinung bombadiert fühlen die sich auch in ihrem Ego erschüttert.

Kann man mit leben, oder es ebend lassen. Wie man lustig is

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Gast

In diesem Forum wird gepredigt man soll den assi in sich entfesseln, denn nur die richtig harten typen mit den dicksten Eiern bekommt die geilen weiber ;)

bearbeitet von Gast

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sehr interessantes Thema.

Meine Erfahrung: Mit Ecken und Kanten hat man weniger Erfolg im Leben weil wir doch in einer Welt der Speichellecker, Mitläufer und Opportunisten leben.

Aber man ist glücklicher :-)

bearbeitet von andimüller

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Gast

In diesem Forum wird gepredigt man soll den assi in sich entfesseln, denn nur die richtig harten typen mit den dicksten Eiern bekommt die geilen weiber ;)

An welcher Stelle? Wer Alpha-State mit asozialem Verhalten gleichsetzt, der sollte sich und seine Auffassung von PU ganz schnell überprüfen.

Nur weil ein paar Kinder LdS lesen und falsch verstehen, sind sie deswegen keine Typen mit Eiern, sondern nur Arschlöcher, die nix drauhaben und die ein großes Maul mit Inner Game verwechseln. (Mir übrigens egal, ob du deine Aussage mit einem Zwinkersmilie versiehst, diese Aussage lasse ich so nicht stehen.)

Frame haben ist okay. HB8+ Ärsche klatschen macht Spaß, aber das hat wenig was mit dicken Eiern zu tun, sondern mit Auftreten und da schlägt der lockere Typ den Macho-Chauvi-Asi mit links und 40 Fieber.

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Gast Johanna100
Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

Wenn die Ecken und Kanten "drastisch" zugenommen haben, dann würde ich mir Gedanken machen, ob es wesentliche Unterschiede zwischen deinem damaligen und deinem heutigen Leben gibt. Es ist in meinen Augen ein Unterschied, ob man seine Meinung äußerst, um Klarheit zu schaffen oder um überhaupt etwas gesagt zu haben, sich also profilieren zu wollen. In meinem Umfeld gibt es eine Person, die glaubt, sie müsste - insbesondere gegenüber Autoritäten - immer auf Konfrontationskurs gehen. Es ist nicht so, dass sie etwas Substanzielles zu sagen hätte - und sie geht einigen Leuten damit auf die Nerven, erntet gar Spott. Wirklich glücklich scheint sie nicht zu sein, der Konfrontationskurs ist möglicherweise ein Ausdruck dessen. Ich selbst hatte auch eine "rebellische" Phase, in der ich wirklich ganz bewusst versucht habe, bei den Leuten anzuecken. Allerdings war ich zu diesem Zeitpunkt weniger reif und heute weiß ich, dass dieses Bedürfnis nichts weiter war als ein Ausdruck von Unzufriedenheit.

Wer mit sich selbst im Reinen ist, der hat nicht das Bedürfnis, andere Leute andauernd auf etwaige Fehler hinzuweisen.

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And fuck forever,

If you don't mind.

But they, they have a way

A way to make you pay.

And to make you toe the line.

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Hört sich für mich so an, als ob Du hier Absolution für die (in letzter Zeit zunehmende?) Abneigung anderer einholen willst - und das mit einem so klaren Thema wie "Meinungsverschiedenheit", bei dem Du eigentlich genau weisst, dass Dir hier alle zustimmen werden. Ich persönlich glaube es ist Quatsch was Du erzählst. Niemand wird als asozial angesehen nur weil er eine andere begründete(?) Meinung vertritt.

Dir fehlt es wahrscheinlich an Charmanz, oder vielleicht willst Du auch Dein lebenslanges Mitläufertum hart konterkarieren indem Du permanent den Querulanten machst. Gibt's einige von - so immer auf der Suche nach Extravaganz, sich immer anders präsentieren als der "Mainstream", auch "wenn ich dann mal anecke!". Ist aber meist auch nur der Schrei nach Aufmerksamkeit und der Wunsch besonderer und wertvoller zu sein - zur Not halt auch einfach im negativen Sinne. Immerhin. Wirkt auf den ersten Blick framehaltig, weil bestimmt und sicher, ist aber letztlich auch nur Kaspertheater.

Man darf das Thema nicht zwischenmenschlich werden lassen, sondern den anderen immer noch das grundlegende Gefühl vermitteln, dass man sie mag. Dann kann man alles bereden.

Bestenfalls sehe ich da ein Kommunikationsproblem, schlechtestenfalls ein Selbstwert-Thema.

Kommt davon was hin??

Viele Grüße,

PP

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Gast shorty2012

Ich kenne das auch. Ich ecke zum Beispiel in meiner Familie sehr oft an, da ich mich von vielen Mainstream-Meinungen befreit habe. Sie belächeln mich und nehmen mich nicht ernst, weil ich nicht unbedingt heiraten oder KInder bekommen möchte. Im SC verstehen auch viele meine Einstellung zu Beziehungen nicht oder machen sich darüber lustig, dass ich Vegetarierin bin. Ich suche mir mittlerweile die Menschen aus, mit denen ich über Themen diskutiere, alles andere ist einfach Zeitverschwendung. Ich habe kein Problem damit meine Meinung vor Menschen zu vertreten, aber ich habe besseres zu tun als ständig mit Menschen zu diskutieren, die nicht in der Lage sind zu reflektieren.

Warum umgibst du dich häufig mit solchen Menschen?

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[...]

Man darf das Thema nicht zwischenmenschlich werden lassen, sondern den anderen immer noch das grundlegende Gefühl vermitteln, dass man sie mag. Dann kann man alles bereden.

[...]

Eben, das ist auch immer mein Ziel. Vielleicht fehlt mir da, wie Du sagst, etwas die Charmanz. Bin nicht so Einer, der aneckt od. provoziert, weil er sich zu was Besonderem machen od. rebellisch sein möchte. Möchte immer nur, dass die Leute mir begegnen u. nicht jemanden, der zustimmt, nett lächelt, aber sich insgeheim sträubt. Aber grad, weil ich meinen ganz eigenen Weg gehe (picke mir von Allem das Passende raus u. entwickle daher eine recht eigenwillige Persönlichkeit), passe ich nie in eine Gruppe. Wie ein Vorposter erwähnt hat, würd' ich's auch nicht asozial (der Threadtitel war eher plakativ) nennen, aber man fühlt sich ab u. zu ein wenig in diese Richtung gedrängt und ich stell' mir dann die Frage, warum unterschiedliche Ansichten das Zwischenmenschliche gefährden sollten.

Ich kenne das auch. Ich ecke zum Beispiel in meiner Familie sehr oft an, da ich mich von vielen Mainstream-Meinungen befreit habe. Sie belächeln mich und nehmen mich nicht ernst, weil ich nicht unbedingt heiraten oder KInder bekommen möchte. Im SC verstehen auch viele meine Einstellung zu Beziehungen nicht oder machen sich darüber lustig, dass ich Vegetarierin bin. Ich suche mir mittlerweile die Menschen aus, mit denen ich über Themen diskutiere, alles andere ist einfach Zeitverschwendung. Ich habe kein Problem damit meine Meinung vor Menschen zu vertreten, aber ich habe besseres zu tun als ständig mit Menschen zu diskutieren, die nicht in der Lage sind zu reflektieren.

Warum umgibst du dich häufig mit solchen Menschen?

:-D da ich Vegetarier bin, kann ich das gut verstehen, aber komischerweise ecke ich gerade bei diesem Thema so gut wie nie an. Ich vermeide es, über meine Essgewohnheiten zu sprechen.

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Naja, psychologisch gesehen sind halt Leute mit der gleichen Meinung sympathischer im Normalfall. Da gibts doch die Gruppenexperimente

. Kennst das?

Also auch, wenn sie keine berechnenden Ja-Sager sind. Finde nicht, dass du nen Excuse suchst. Die Themen wären noch interessant. Gibt ja diverse ungünstige Themen, die bei den Leuten so nen Beißreflex verursachen. z.B. 5 ExtremPUAs um dich rum und du sagst ,, es gibt wahre Liebe" :D oder zu Anfang 2002: ,, Die haben gar keine Atombombe"

Sehe an meinem Umfeld auch IMMER, dass abnicken viel erleichtern könnte. Machen viele ja auch taktisch; wenn sie aber ne Gruppe dominieren, wieder gegenteilig usw.

bearbeitet von sporty4u

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Ich kenne das auch. Ich ecke zum Beispiel in meiner Familie sehr oft an, da ich mich von vielen Mainstream-Meinungen befreit habe. Sie belächeln mich und nehmen mich nicht ernst, weil ich nicht unbedingt heiraten oder KInder bekommen möchte. Im SC verstehen auch viele meine Einstellung zu Beziehungen nicht oder machen sich darüber lustig, dass ich Vegetarierin bin. Ich suche mir mittlerweile die Menschen aus, mit denen ich über Themen diskutiere, alles andere ist einfach Zeitverschwendung. Ich habe kein Problem damit meine Meinung vor Menschen zu vertreten, aber ich habe besseres zu tun als ständig mit Menschen zu diskutieren, die nicht in der Lage sind zu reflektieren.

Warum umgibst du dich häufig mit solchen Menschen?

Nicht heiraten, keine Kinder bekommen und Vegetarierin zu sein ist doch heutzutage der gefühlte Normalfall für deutsche Mädels.

bearbeitet von andimüller

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Gast Creal

Es gibt einen grundlegenden Unterschied zwischen Ecken und Kanten in der Persönlichkeit und jedem Schwänzer davon zu erzählen.

Man muss nicht bei jedem Scheiß einspruch erheben oder den anderen über das eigne Weltbild aufklären. Es lebt sich ganz gut, ohne andere Menschen überzeugen zu wollen. Auch wenn jetzt einer daher kommt und du weißt er redet gerade den größten Müll auf Erden, was störts dich denn?

Wer absichtlich Ecken und Kanten in seine Persönlichkeit einbaut und schaut das die alle anderen möglichst oft mitbekommen, leidet definitv unter Aufmerksamkeitsdefizit.

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. Sie belächeln mich und nehmen mich nicht ernst, weil ich nicht unbedingt heiraten oder KInder bekommen möchte. Im SC verstehen auch viele meine Einstellung zu Beziehungen nicht oder machen sich darüber lustig, dass ich Vegetarierin bin.

Du kleine Rebellin. :)

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"Assozial" klingt eine wenig übertrieben. Ich persönlich vertrete meine Meinung nur bis zu einem bestimmten Punkt, denn alles darüber hinaus nervt mich meist. Wenn jemand Rohkost super findet - bitteschön. Nicht mein Bier.

Ich muss mich nicht darum streiten wer da recht hat und wer nicht, fände es aber viel schlimmer wenn mein Freundeskreis mich nervig fände weil ich immer alles ausdiskutieren oder Recht haben muss. Und tatsächlich habe ich jemanden in meinem Bekanntenkreis der sich diese ätzende Eigeschaft in den letzten Jahren angeeignet hat. Wenn der Typ sich in einer lustigen Runde neben mich setzt, setze ich mich mittlerweile weg. Für ihn ganz schön, denn er wird zwar als Klugscheißer wahrgenommen, aber auch oft nach seiner Meinung gefragt. Alpha-Typ - vielleicht? Hilft aber nix, weil die Frauen ihn nervig finden.

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