Inner Game – wie gewinne ich gegen (mit) mich (mir) selbst?

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Liebes Forum,

um ehrlich zu sein fühle ich mich erschlagen von den vielen Hilfreichen Ansätzen, den Dynamiken, den vielen Verschiedenen Ansätzen. Wobei, es scheint sich bei mir nicht um ein Verständnisproblem zu handeln, denn viele Gedanken und Herleitungen sind schlüssig und greifbar. Da liegt die Vermutung nah, dass diese Emotion, also das Gefühl des überfordert sein, ein Teil von mir ist.

Und da, zumindest versteh ich es so, das Inner Game die Grundlage für wirklich Alles ist, dürfte ich auch schon meine erste Baustelle gefunden haben.

Von außen betrachtet dürften die Veteranen hier meine derzeitige Position als AFC mit destabilisiertem Inner Game ohne Alternativen einordnen. Bis vor geraumer Zeit hatte ich einen durchaus stabilen SC (dachte ich) und auch eine nette HB an meiner Seite. Pustekuchen. Hab mein IG völlig vernachlässigt, hab falsche Prioritäten gesetzt, war teilweise auch ein ziemlich fieser Sack und hab über ein halbes Jahr den vollen Tunnelblick gehabt.

Weswegen ich beim Inner Game ansetze und eben nicht bei einer aktuellen Situation/Frau kommt daher, weil ich an sich immer Frauen in meiner Reichweite hatte (und habe), mit denen ich etwas starten könnte. Aber ich will/kann/mag nicht.

Ich erhoffe mir hier Feedback auf meine Unsicherheiten bezüglich meines IGs. Es ist so, dass ich Phasen habe, in denen mir klar ist, dass ich halbwegs gut aussehe, intelligent bin, charmant sein kann und auch beruflich Dinge Errungen habe, die auf meinen Fähigkeiten beruhen. Ich hab mich teils echt durchgebissen. Teils aber auch mein IG hier bereits geändert. War es früher „mimimi, keiner sieht, wie gut ich bin“ ist es heute eher so, dass ich felsenfest überzeugt bin, einer der besten in meinem Job zu sein und dies auch von außen bestätigt bekomme. Dabei habe ich nicht verlernt, Fehler einzugestehen und auch meine Mitarbeiter einzubinden, in dem ich oft auf deren Erfolge verweise und nicht so tu, als wenn ich ohne mein Team so gute Arbeit abliefern könnte.

Ja, bei der Arbeit scheint mein IG ja zu stimmen, aber privat? Da wanke ich oft. Ich erhalte zwar überdurchschnittlich viel positives Feedback (von Frauen), aber phasenweise denke ich, dass ich nur ein Schaumschläger bin. Mir brechen Kumpels weg, bei denen ich anscheinend jahrelang eine g2g-Abhängigkeit hatte. Die sind respektlos mit mir umgegangen, hinter meinem Rücken lästern und solche Sachen, aber ich hab die immer und überall in Schutz genommen und denen den Rücken frei gehalten. Denke ich zumindest.

Also wenn ich es richtig einordne, dann bin ich mir selbst mein größter Feind. Es fehlt an Selbstwert und Selbstvertrauen. Aber eben nicht immer und dies verunsichert mich sehr.

Was mir vielleicht schon helfen würde wäre, wie Ihr die Veränderungen in eurem Inner Game wahrgenommen habt als klar wurde, dass sich was ändern muss. Wie Ihr euch selbst motiviert habt und was retrospektiv betrachtet die größten Hürden waren. Das schlimme beim Kampf gegen sich selber ist nämlich, dass man sich selbst immer am allerbesten belügen kann.

Vielen Dank,

Wumpe

PS: Der alte Sack ist 39. ;)

bearbeitet von Wumpe
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Mit 40 Jahren noch so eine Selbstreflektion. Respekt! Du hast schon einmal die wichtigste Schlüsselfähigkeit mitgebracht!

Inner Game ist ein zeitloses Thema und es gibt dazu hier im Forum schon sehr viel Material, weshalb ich dich bitte, dich einmal gut einzulesen. Die Verschlagenheit auf Grund des umfangreichen Materials, welches das Pick-Up-Forum bietet, kann ich natürlich verstehen, wird aber relativ schnell bewältigbar und man gewinnt mit der Zeit an Überblick.

Spontan kann ich dir zwei Links anbieten:

http://www.pickupforum.de/topic/128468-ra-sofort-mehr-selbstdisziplin-7-tage-programm/?p=1668872

http://www.pickupforum.de/topic/138177-erfolgsrezept-fur-ein-gluckliches-leben/?p=1882367

Hat beides mit Personal Developement zu tun und hat auch viel Praxisbezug. Bleib dran, es ist viel mehr möglich, als du jetzt zu glauben vermagst!

bearbeitet von CarryPotter

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Heyhey...

also an Selbstbewusstsein oder Selbstwert mangelt es dir sicher nicht...das bemerkt man spätestens wenn man deinen "beruflichen Stand" anschaut...

Ich denke das Problem ist, dass du dieses Selbstbewusstsein/Selbstwert nur in beruflicher Schiene durchsetzen kannst/willst, und es im SC untergehen lässt...

Ich denke das gleiche Problem hab ich momentan auch; im Beruf läufts so gut, aber privat bin ich momentan eher am Boden...alle "echten" Freunde haben entweder ne Beziehung oder sind weit weg gezogen (, oder beides-.-)...quasi unerreichbar wenn man mal am Abend weggehen will...die restlichen, die keine "echten" Freunde sind, melden sich nur sobald sie was brauchen und sind, sobald ich mich mal melde, quasi ebenfalls unerreichbar...

Allein daher versuche ich mir momentan einen neuen Freundeskreis aufzubauen, auch wenn das schwerer ist als man denkt...

ps.: der junge Sack ist erst 24-.-

bearbeitet von Apfelkuchen27

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Servus,

nach mehrmaligem Lesen deines Posts verstehe ich dein Problem so: Als erfolgreicher Überflieger/Selfmademan im Job weist du von was du redest und was du kannst. Ausgehend von dieser professionellen Basis fällt es dir beruflich (!!) sehr leicht selbstbewusst zu sein. Im Gegensatz dazu steht dein relativ unerfolgreiches Privatleben, mit dem du ganz und gar nicht zufrieden bist, woraus eine große Unsicherheit entsteht die dich an dir selbst zweifeln lässt. Als Folge daraus bist du privat eher un-selbstbewusst.

Richtig? Falls ja, dann bist du ein wenig wie Dr. Jekyll und Mr. Hyde!

Du schreibst, du willst dich selbst bekämpfen? Warum? Du hast doch alles in dir, was du brauchst. Vermische deine zwei Persönlichkeiten zu einer, das reicht. Als kleine Unterstützung für dein privates IG, suche dir eine interessante Freizeitbeschäftigung und versuche in ihr erfolgreich zu sein.

Frage! Was antwortest du, wenn du gefragt wirst WAS oder WER BIST DU oder WAS MACHST DU? Sagst du dann: Ich bin erfolgreicher Programmierer oder Ich bin Geschäftsmann! Oder sagst du Ich bin ein Naturliebhaber und versuche die Schönheit unserer Welt mit meiner Kamera zu dokumentieren oder Ich bin der beste Freund meines Hundes, wir gehen durch dick und dünn zusammen. (Das sind nur Beispiele, okay?). Antwortest du PROFESSIONELL oder MIT DEINEM HERZEN???

Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte du antwortest eher professionell, weil dir das Private fehlt. Etwas in dem du ebenso gut sein kannst, wie in deinem Job. Etwas für das du brennst, etwas was dein Herz einnimmt.

Due Frauen sind es nicht, denn dann würdest du dich auf eine neue Beziehung/Affäre usw. einlassen, aber du sagst ja selbst, dass du keine Lust darauf hast.

Nimm die gleiche Energie aus deinem Job und fange etwas NEUES PERSÖNLICHES an, lege deine ganze Kraft hinein und werde gut/erfolgreich, usw.. Mache es NUR FÜR DICH, fühl dich gut dabei. Ich bin mir sicher, deine Ambivalenz in Sachen Selbstbewusstsein wird sich alsbald in Luft auflösen. Ohne Kampf und Krampf.

Ich habe diesen Schritt auch einmal gemacht, da war ich so um die 30. Mein "Mangel" war einfach, dass ich mehr und "bessere" (Was für einen Unsinn ich damals geglaubt habe) Frauen haben wollte. Das war alles. 1....2....3.... Und los!!!!

Motiviert hat mich die Zukunft, ich habe mir einfach vorgestellt wie es sein wird und auf diese Bilder in meinem Kopf habe ich hingearbeitet. Das war's. Hürden und Rückschläge gab's jede Menge aber ich habe immer weiter gemacht, naja, wie ein Sportler halt oder ein angehender Schauspieler. Harte Arbeit war das, aus fertig, mehr gibt's da nicht dazu zu sagen.

:-) Cowboy

PS: Ich bin der älteste Sack hier (47)

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PS: Ich bin der älteste Sack hier (47)

Irrtum, Cowboy. Gibt noch ältere. :yes:

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Ich leg noch einen drauf (48). ;-)

Eines vorweg, ich mag den Begriff "Inner Game" nicht so gerne, weil er zu unpräzise ist und ersetze ihn deshalb durch innere Kommunikation und innere Bilder.

Warum innere Kommunikation?

Die innere Kommunikation beschreibt die Art und Weise, wie ein Mensch mit sich selbst kommuniziert, in welchem Licht er sich selbst sieht (dieses Bild beeinflusst entscheidend die innere Kommunikation). Dazu gehören alle bewussten und unbewussten Gedanken, sowie alle Glaubenssätze und Bilder.

Um Veränderungen vorzunehmen ist es unabdingbar, sich zunächst seiner inneren Kommunikation bewusst zu werden, denn sie ist maßgeblich entscheidend für Erfolg und Misserfolg. Innere Kommunikation überträgt sich immer auch auf Gestik, Mimik, Körpersprache und Körperhaltung. Und diese werden von anderen Menschen (meist unbewusst) wahrgenommen. Bei einer "negativ" geprägten inneren Kommunikation können andere Menschen diese daraus resultierende Unsicherheit und mangelndes Selbstvertrauen oftmals spüren, ohne dieses genau mit Worten beschreiben zu können, woran sie ihren Eindruck festmachen.

Nimm dir mal für einen Moment Zeit und lasse diese Aussage von dir auf dich wirken:

Also wenn ich es richtig einordne, dann bin ich mir selbst mein größter Feind.

Welche Gefühle löst ein solcher Satz in dir aus? Empfindest du diese Gefühle als angenehm und förderlich für dein Selbstwert und Selbstvertrauen?

Im nächsten Schritt geht es darum, die innere Kommunikation und Bilder zu verändern. Dazu eignen sich z. B. Techniken aus dem NLP, Affirmationen, Visualisierung, Hypnose, EFT, Meditation, etc.

Immer dann, wenn dir bewusst wird, dass deine innere Kommunikation deinen Selbstwert und Selbstvertrauen untergräbt, ändere umgehend deine innere Kommunikation und inneren Bilder. Lenke deine Gedanken, Glaubenssätze und Bilder in die Richtung, dass sie entweder neutral oder auf ein gewünschtes (positives) Ziel gerichtet sind. Als kleine Übung kannst du damit anfangen, dir zu überlegen, wie du den oben von mir zitierten Satz verändern kannst, so dass er in dir ein entweder neutrales oder positives Gefühl auslöst.

Das braucht eine gewisse Zeit und sehr viel Disziplin, bis sich ein neues Selbstbild formt und sich gewünschte Veränderungen und Erfolge einstellen. Auch verhält es sich so, dass es sich um einen Prozess handelt, der mitunter über mehrere Jahre gehen kann, so lange bis die innere Kommunikation auf der unbewussten Ebene automatisch in neutralen oder positiven Bahnen verläuft.

Dir gutes Gelingen

bearbeitet von bestofall
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Bin zwar nur 24 aber trotzdem:

Eben gelesen das Selbstwert auch kontextabhängig sein kann. Kann es sein, dass wie Cowboy schon meint, du, entschuldige, im Privatleben schlicht verkackst?

Dann würde sich dein Selbstwert schnell verbessern wenn du daran arbeitest. Dann hast du nicht unbedingt ein Innergameproblem sondern ein Defizit dass an dir nagt.

Was ja positiv ist, denn das könnte dich motivieren etwas zu ändern, solange du dich davon nicht erschlagen lässt, dass du dich nur noch hilflos fühlst. Was also sind konkret deine Probleme im Privatleben?

Ran an den Speck,

SC

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Stichwort Selbstliebe. Versuche dich nicht als Feind deiner selbst zu sehen, sondern dir immer wieder Verständnis und Vergebung zu geben.

Ist immer schwierig, wenn man sich selbst über den Job definiert. Das ist leider das, was unsere Gesellschaft dir von Anfang an einimpft und fast niemand ist dagegen imun. Der Erfolg im Job verschleiert dann nur die innere Orientierungslosigkeit, weil man sich daran so schön festkrallen kann.

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