Vertrauen in der Beziehung/Vorgeschichte vs. aktuelle Beziehung

13 Beiträge in diesem Thema

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Moin in die Runde!

Folgende Frage wurde bereits unter Kumpels beim Bier diskutiert, allerdings waren die Aussagen nicht sonderlich standfest (was wohl am Bier gelegen haben mag).

In einer Beziehung sollte die Vergangenheit des Partners keine große Rolle spielen, bis auf die Momente wo man eben von sich erzählt, um eine Vertrauensbasis zu schaffen und in der Phase des Kennenlernens die eigene Person darzustellen. Wer dann mit der Vergangenheit des Partners ein Problem hat, kann entsprechende Konsequenzen ziehen. Soweit, so klar.

Meine Frage: Wie sieht es aus, wenn durch unvorhergesehene Ereignisse Aussagen des Partners, die während der Beziehung getätigt wurden, sich im Nachhinein als unwahr herausstellen?

Beispiel: Ich sage, dass ich finanziell nicht sonderlich gut aufgestellt bin. Nach einiger Zeit fallen der Lebensgefährtin jedoch durch Zufall (Aufräumen, Umzug) Kontoauszüge in die Hand, auf denen ein Kontostand von 3 Millionen Euro verzeichnet ist.

Oder es wird gesagt, dass man bisher gerade mal eine Handvoll Frauen hatte, und beim Packen der Kisten für einen Umzug fällt einem eines dieser typischen, nie genutzten Notizbücher in die Hände, wo dann auf der letzten Seite 30-35 Frauennamen verzeichnet sind, mit den Bemerkungen "Sex", "Treffen" oder "Date zu dritt!!!" mit Handynummern usw.

Klar sind das Vorgänge aus der Vergangenheit, doch sie stellen ja ganz klar das vom Partner auch aktiv geformte Bild, dessen Aussagen innerhalb der aktuellen Beziehung und das Vertrauen insgesamt infrage. Insofern beeinträchtigt die Lüge über die Vergangenheit doch die Vertrauensbasis der Gegenwart?

Wie würdet ihr damit umgehen? Ansprechen? Stillschweigen? Nexten?

Ich freue mich auf eure Stellungnahmen!

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Also die Lüge mit dem kontostand ist nachvollziehbar. Man will halt eine Beziehung die auf liebe und nicht auf Geld basiert.

Die Lüge mit den handvoll Frauen ist lächerlich. Zu seiner Vergangenheit stehen und Punkt. Wenn meine ltr mich diesbezüglich anlügen würde, dann würde ich Schluss machen.

Nicht wegen der Vergangenheit, sondern wegen der Lüge.

Man muss immer zu seiner Vergangenheit stehen.

bearbeitet von C.Eastwood
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Werter TE

Die interessantere Frage ist jene, warum der Partner meint, die Realität Dir gegenüber schönen zu müssen.

Das kann an Unsicherheiten des Partners, oder auch des Selbst liegen.

Soll heissen:

Hat man Aussagen wie etwa "ich hatte bisher nur 10 Schwänze " mittels eigenen Aussagen à la "Hey Süsse, schau mal da drüben...so eine Schlampe wie sie sich an den Typen ran macht...bestimmt schon 20 Kerle gefickt...gestern" im Gegenüber getriggert?

Ob nun 30 Muschis, 30 Schwänze, oder 3 Millionen Kröten mehr auf dem Konto vorhanden sind, im Kern ist es jedoch völlig egal, wenn eine Beziehung davon nicht beeinflusst wird, da es nur einen selbst betrifft.

Warum?

Weil es für das Verhalten des Partner, wie es einem entgegen gebracht wird, schon immer vorhanden war.

LeDe

bearbeitet von LeDe
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Ob nun 30 Muschis, 30 Schwänze, oder 3 Millionen Kröten mehr auf dem Konto vorhanden sind, im Kern ist es jedoch völlig egal, wenn eine Beziehung davon nicht beeinflusst wird, da es nur einen selbst betrifft.

Für mich würde es keine Rolle spielen, ob da vorher 5, 30 oder 70 Kerle dran waren. Sie hat ne Vergangenheit, und die gehört dazu.

Um die Anzahl geht es ja auch nicht, sondern um die Tatsache, dass hier gelogen wurde. Und das beeinflusst die Beziehung.

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Ob nun 30 Muschis, 30 Schwänze, oder 3 Millionen Kröten mehr auf dem Konto vorhanden sind, im Kern ist es jedoch völlig egal, wenn eine Beziehung davon nicht beeinflusst wird, da es nur einen selbst betrifft.

Für mich würde es keine Rolle spielen, ob da vorher 5, 30 oder 70 Kerle dran waren. Sie hat ne Vergangenheit, und die gehört dazu.

Um die Anzahl geht es ja auch nicht, sondern um die Tatsache, dass hier gelogen wurde. Und das beeinflusst die Beziehung.

Warum? Wo wird die Beziehung denn beeinflusst?

Das Einzige, was sich geändert hat, ist Dein Wissen darum, nicht aber ihr Verhalten, da ihren Handlungen schon immer die richtige Anzahl Pimmel zu Grunde lag. (Pimmel steht hier Beispielhaft für böse böse Sache X aus der nicht beeinflussbaren Vergangenheit)

Das Ding spielt nur in Deinem Kopf, weshalb es auch wichtig ist sich selbst zu hinterfragen ob man solche Aussagen nicht selbst getriggert hat.

Wenn sich ihr eigenes Verhalten nicht ändert, und Du dennoch eine Beeinflussung siehst, dann nur weil Du Dein Verhalten ihr gegenüber änderst. Sprich sie abwertest, für ihre Vergangenheit.

Generell ist das Thema der Lüge hier immer ein spannendes, da ab einen gewissen Punkt Lüge mit Lüge verglichen wird, bzw. warum die Eine nicht schlimm und die Andere den Beziehungsuntergang verursacht.

Was die wenigsten verstehen, aber entscheidend ist, ist der Umstand das im Kern immer nur jene Lüge als schlecht eingestuft wird, bei welcher man glaubt der Gegenüber kratzt am eigenen Wert, ohne dabei zu verstehen, dass der eigene Wert, wenn dieser vom Dafürhalten Dritter abhängig gemacht wird ohne hin wertlos ist.

Lügen, welche vermeintlich zur Wertsteigerung des Selbst beitragen, oder nicht abwertend eingestuft werden (z.B. "sorry klappt heute nicht ich muss lang arbeiten...Hey Überraschung, alles gute zum Geburtstag...coole Überraschungsparty) werden da schnell ganz anders eingestuft.

Demnach sollte man sich alle Wochen das leidige Thema der Lüge als Kernproblem sparen.

LeDe

bearbeitet von LeDe
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Es geht ja nicht darum ob man die neuentdeckten Fakten ablehnt oder nicht damit umgehen kann. Es geht darum dass man angelogen wurde und der Partner diese Lüge über eine längere Zeit aufrecht erhält, sie womöglich zufällig Zutage tritt. Je nachdem wie wichtig das Thema ist und wie man generell mit Vertrauensbrüchen umgeht kann das eine Beziehung zum Wackeln bringen. Dann fragt man sich eben was sonst noch nicht stimmt.

Dein Beispiel hinkt, da es hier nicht um kleine Alltagslügen geht die wir gar nicht mehr als solche wahrnehmen

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Werte PWillow

Es geht ja nicht darum ob man die neuentdeckten Fakten ablehnt oder nicht damit umgehen kann.

Selbstverständlich dreht es sich darum, da Anhand der selbst eingestuften Wertigkeit eines Faktes entschieden wird ob es sich um eine tragbare oder untragbare Lüge handelt.

Es geht darum dass man angelogen wurde und der Partner diese Lüge über eine längere Zeit aufrecht erhält, sie womöglich zufällig Zutage tritt.

Wenn es Dinge sind, welche ausschliesslich selbst betreffend sind, wie etwa das Anzahl-Penis-Thema, oder Wieviel-Geld-Thema, auch Sex-Thema im Allgemeinen, dann besteht der Unterschied nur in der neuen Wertung des Gegenübers.

LeDe

bearbeitet von LeDe

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Wieso unterscheidest du zwischen Vergangenheit und Jetzt statt zwischen Wahrheit und Lüge. Dein Partner kann dich auch im jetzt anlügen. Wie handhabst du das?

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Wer lügt, sagt willentlich die Unwahrheit. Egal, ob es dabei um die Schwanz-Anzahl, den Kontostand oder den Beruf geht. Ich will niemandem in meinem Leben, der mir nicht die Wahrheit sagt.

Von daher würde mich so eine Vergangenheitslüge tatsächlich ärgern. Und zwar themenunabhängig. Vielleicht reagiert man bei der Pimmellüge noch emotionaler (Ego und so), im Kern ist es aber wurst, worüber gelogen wurde.

Lügen, die innerhalb einer Beziehung stattfinden, beeinträchtigen IMMER das Vertrauen. Egal, ob es dabei um Pimmel, Geld oder sonstwas geht. Für mich sind Lügen also IMMER untragbar. Mit einer kleinen Einschränkung: wenn meine Freundin meine Milka isst, aber sagt: "Ich habe Deine Schokolade nicht gegessen", ist das für mich keine Lüge, sondern eine Flunkerei. Das sehe ich nicht so eng. Ab wann was Lüge und wann Flunkerei ist, muss jeder für sich entscheiden.

bearbeitet von Seipaln
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Wieso unterscheidest du zwischen Vergangenheit und Jetzt statt zwischen Wahrheit und Lüge. Dein Partner kann dich auch im jetzt anlügen. Wie handhabst du das?

Ich mache an der Stelle keinen Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Es geht konkret darum, dass eine Aussage zur Vergangenheit im Jetzt als Lüge enttarnt wird. Insofern kommt dann durch die Vertrauensfrage ja automatisch auch die Frage auf, wie der Partner es denn aktuell mit der Wahrheit hält.

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Wer lügt, sagt willentlich die Unwahrheit. Egal, ob es dabei um die Schwanz-Anzahl, den Kontostand oder den Beruf geht. Ich will niemandem in meinem Leben, der mir nicht die Wahrheit sagt.

Danke, dass unterschreibe ich so.

Von daher würde mich so eine Vergangenheitslüge tatsächlich ärgern. Und zwar themenunabhängig. Vielleicht reagiert man bei der Pimmellüge noch emotionaler (Ego und so), im Kern ist es aber wurst, worüber gelogen wurde.

Der Fakt, dass es sich um Pimmel handelt, würde mir persönlich nichts ausmachen, aber da ist ja jeder anders. Mir geht es um das Vertrauen und die Wahrheit.

Lügen, die innerhalb einer Beziehung stattfinden, beeinträchtigen IMMER das Vertrauen. :good: :good: Egal, ob es dabei um Pimmel, Geld oder sonstwas geht. Für mich sind Lügen also IMMER untragbar. Mit einer kleinen Einschränkung: wenn meine Freundin meine Milka isst, aber sagt: "Ich habe Deine Schokolade nicht gegessen", ist das für mich keine Lüge, sondern eine Flunkerei. Das sehe ich nicht so eng. Ab wann was Lüge und wann Flunkerei ist, muss jeder für sich entscheiden.

Danke, trifft's 100%.

Und Pimmellüge #mademyday :lol: :lol: :lol:

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Es ist einfach so dass viele Frauen mit der Anzahl der Sexpartner lügen, da sie durch unsere Gesellschaft als "Schlampen" dargestellt werden. Aber ich halte nichts vom lügen, egal um was es geht. Mir ist auch ehrlich gesagt egal wie viele mein Partner vor mir gevögelt hat, ich habe ja nichts damit zu tun. Entscheidend ist das mein Partner zum jetzigen Zeitpunkt treu und ehrlich ist.

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Naja eine Partnerin die unzählige kerle vor mir hatte ist egal? Als Fb auf jeden fall aber als ltr? Schwer, wenn sie damit ehrlich umgeht wäre es ok aber sobald was in der Richtung nicht passt, lügereien, ex freunde betrogen etc. würde ich mich fragen wann den Nummer 117 kommt und ich abdanke, grausige Vorstellung was Thema Sicherheit, Vertrauen und mögliche zukunftsplanung betrifft.

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