LTR - Kompromisse oder Red Flags?

9 Beiträge in diesem Thema

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1. Dein Alter: 33
2. Ihr Alter: 28
3. Art der Beziehung: Monogam, Fernbeziehung (seit 4 Jahren)
4. Dauer der Beziehung: 5 Jahre
5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR: 4 Monate
6. Qualität/Häufigkeit Sex: Super, immer wenn wir uns sehen
7. Gemeinsame Wohnung?: Nein
8. Probleme, um die es sich handelt: siehe unten
9. Fragen an die Community: siehe unten

 

Hallo zusammen,

 

Meine Frage an die Beziehungserfahrenen unter euch: Wo geht ihr Kompromisse ein, was seht ihr als Red Flag? Wie weit kann man von jetzigen Verhaltensweisen auf die Zukunft schließen?

Wir haben uns beim Salsatanzen kennengelernt. Sie war recht neu im Land (kommt aus Südamerika) und wollte Deutsch lernen und ein Masterstudium absolvieren. Ich war am Ende des Studiums. Lange Jobsuche, bin schließlich 200 km weit weg in der Schweiz gelandet. Seitdem führen wir eine Fernbeziehung und sehen uns alle zwei Wochen für eine langes WE. Sie ist meine erste richtige Beziehung, davor nur mittelfristige F+ Geschichten (3-6 Monate) und kurze Hookups. Sie hatte mehrere Beziehungen, aber mit mir bisher die längste.

Sie bringt viele tolle Eigenschaften mit, die ich sehr an ihr schätze. In den letzten 12-24 Monaten haben sich jedoch auch andere Verhaltensweisen und Charakterzüge gezeigt, die mich immer stärker an der Beziehung zweifeln lassen. Probleme, die ich sehe:

1)      Sie will unbedingt einen Hund, ich jedoch nicht (Verantwortung, Hygiene, Einschränkungen,..). Bei einem Gespräch letztes Jahr hat sie durchblicken lassen, dass sie den Hund auch will/“braucht“, um an jemanden hinzureden, als „Freund“ (siehe Punkt 2). Hatte früher viel mit Hunden zu tun und vermisst das. Ich wollte ihr entgegenkommen mit "später, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und wir einen langfristigen Wohnsitz mit Natur haben". Das hat sie abgelehnt (Hund vor Kindern).

2)      Sie hat scheinbar wenig Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Selbst im Studium hat sie keine wirklichen Kontakte geknüpft (wenn nicht hier, wo dann?). Ich sehe es schwierig, wenn sie später immer auf mich angewiesen ist für Unternehmungen/Ausflüge.

3)      Streitkultur. Sie frisst Sachen in sich rein, statt sie anzusprechen. Nach 3-6 Monaten entlädt es sich, meist ausgelöst durch eine Kleinigkeit, in Form von Schweigen und sehr passivem Verhalten. Erst durch nachbohren spricht sie darüber, was sie stört. Ich habe sie schon oft dazu ermutigt, in der jeweiligen Situation sofort ihre Wünsche/Gedanken zu äußern, damit es nicht wieder zu Missverständnissen kommt. Wie wird das erst, wenn es um wirklich "große" Themen geht (Kinder(-erziehung), Hausbau, Familienleben,..)?

4)      Anknüpfend an 3: Sie ist sehr nachtragend. Beispiel: sie will mit einer bestimmten Freundin von mir nichts zu tun haben, weil ich die beiden damals (vor 4.5 Jahren) bei zwei Gelegenheiten nicht richtig miteinander vertraut gemacht habe. 

5)      Erst kürzlich: Sie sagt, dass sie eine bestimmte Prüfung bestanden hätte. Wir hatten schon mit der Familie darauf angestoßen, bis sie mir zwei Wochen später sagt, dass sie eigentlich nicht bestanden hat (verstehe ich bis heute nicht).

 

Daneben gibt es noch andere Punkte (schwierige Familiensituation, nicht das größte Selbstbewusstsein), aber die 5 Punkte oben bereiten mir die meisten Kopfschmerzen. 

Auf der anderen Seite ist sie ein sehr liebevoller Mensch, unterstützt mich überall, herzlicher Umgang mit meiner Familie, Stehaufmännchen, ähnliche politische Ansichten, super Tänzerin, und anderes. Auch im Bett läuft es nach wie vor rund, mit viel Initiative von ihr. 

 

Mein Gedanken drehen sich in letzter Zeit immer Kreis: Ist sie wirklich die richtige, wenn ich mir so viele Gedanken darüber mache, ob sie die richtige ist? Bei welchen Punkten sollte ich Kompromisse eingehen? Welche Punkte lösen sich vielleicht im Zusammenleben?

 

Danke fürs Lesen. Gerne würde ich eure Erfahrungen dazu hören.

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Für mich ist ne FB keine richtige Beziehung.

Wieso merkst du so sachen erst nach 5 jahren?

Red Flags sind erstmal nicht per se ne Vollkatastrophe, sie sagen erstmal nur "pass auf, guck genauer hin beim Screenen".

Wenn die sich läppern oder welche dabei sind die für Dich n absoluter Dealbreaker sind (bei mir Rauchen, Drogen) steh dafür ein und zie Konsequenzen.

 

Allein das sie als mit dir Diskutiert und verhandelt sagt einiges aus.

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Fernbeziehung ist keine Beziehung, sondern bestenfalls F+.

Du verplemperst seit 4 Jahren einfach nur Zeit, und hast viel zu wenig Sex für einen gesunden jungen Mann.

Mache Dir nichts vor: Wenn es die richtige wäre, würdet ihr längst in derselben Stadt wohnen. 

Hund: Wäre für mich absolutes no go. Ich wäre bereits hier raus.

Du bist jetzt mit 33 auf dem Höhepunkt Deiner Attraktivität. Da solltest Du entweder locker in der Gegend rumvögeln, oder die Frau fürs Leben finden.  
Aber nicht die Zeit mit einer monogamen LTR mit einer nicht passenden Frau verplempern.

bearbeitet von Kai.N.Aber
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Am 11.10.2025 um 21:53 , jackfruit schrieb:

Mein Gedanken drehen sich in letzter Zeit immer Kreis: Ist sie wirklich die richtige, wenn ich mir so viele Gedanken darüber mache, ob sie die richtige ist?

Ich gebe den Vorschreibern recht.

Mein Bonmot für diese Situation: „Wenn man häufiger übers Schlussmachen nachdenkt, sollte man es auch tun“.

Oder, ein bisschen verwandt: „Sag ‚Ja‘, und es eröffnet sich ein Weg. Sag ‚Nein‘, und es eröffnet sich eine Welt“.

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Am 11.10.2025 um 21:53 , jackfruit schrieb:

1. Dein Alter: 33
2. Ihr Alter: 28
3. Art der Beziehung: Monogam, Fernbeziehung (seit 4 Jahren)
4. Dauer der Beziehung: 5 Jahre
5. Dauer der Kennenlernphase vor LTR: 4 Monate
6. Qualität/Häufigkeit Sex: Super, immer wenn wir uns sehen
7. Gemeinsame Wohnung?: Nein
8. Probleme, um die es sich handelt: siehe unten
9. Fragen an die Community: siehe unten

 

Hallo zusammen,

 

 

 

Meine Frage an die Beziehungserfahrenen unter euch: Wo geht ihr Kompromisse ein, was seht ihr als Red Flag? Wie weit kann man von jetzigen Verhaltensweisen auf die Zukunft schließen?

 

Wir haben uns beim Salsatanzen kennengelernt. Sie war recht neu im Land (kommt aus Südamerika) und wollte Deutsch lernen und ein Masterstudium absolvieren. Ich war am Ende des Studiums. Lange Jobsuche, bin schließlich 200 km weit weg in der Schweiz gelandet. Seitdem führen wir eine Fernbeziehung und sehen uns alle zwei Wochen für eine langes WE. Sie ist meine erste richtige Beziehung, davor nur mittelfristige F+ Geschichten (3-6 Monate) und kurze Hookups. Sie hatte mehrere Beziehungen, aber mit mir bisher die längste.

Sie bringt viele tolle Eigenschaften mit, die ich sehr an ihr schätze. In den letzten 12-24 Monaten haben sich jedoch auch andere Verhaltensweisen und Charakterzüge gezeigt, die mich immer stärker an der Beziehung zweifeln lassen. Probleme, die ich sehe:

 

1)      Sie will unbedingt einen Hund, ich jedoch nicht (Verantwortung, Hygiene, Einschränkungen,..). Bei einem Gespräch letztes Jahr hat sie durchblicken lassen, dass sie den Hund auch will/“braucht“, um an jemanden hinzureden, als „Freund“ (siehe Punkt 2). Hatte früher viel mit Hunden zu tun und vermisst das. Ich wollte ihr entgegenkommen mit "später, wenn die Familienplanung abgeschlossen ist und wir einen langfristigen Wohnsitz mit Natur haben". Das hat sie abgelehnt (Hund vor Kindern).

 

2)      Sie hat scheinbar wenig Bedürfnis nach sozialen Kontakten. Selbst im Studium hat sie keine wirklichen Kontakte geknüpft (wenn nicht hier, wo dann?). Ich sehe es schwierig, wenn sie später immer auf mich angewiesen ist für Unternehmungen/Ausflüge.

 

3)      Streitkultur. Sie frisst Sachen in sich rein, statt sie anzusprechen. Nach 3-6 Monaten entlädt es sich, meist ausgelöst durch eine Kleinigkeit, in Form von Schweigen und sehr passivem Verhalten. Erst durch nachbohren spricht sie darüber, was sie stört. Ich habe sie schon oft dazu ermutigt, in der jeweiligen Situation sofort ihre Wünsche/Gedanken zu äußern, damit es nicht wieder zu Missverständnissen kommt. Wie wird das erst, wenn es um wirklich "große" Themen geht (Kinder(-erziehung), Hausbau, Familienleben,..)?

 

4)      Anknüpfend an 3: Sie ist sehr nachtragend. Beispiel: sie will mit einer bestimmten Freundin von mir nichts zu tun haben, weil ich die beiden damals (vor 4.5 Jahren) bei zwei Gelegenheiten nicht richtig miteinander vertraut gemacht habe. 

 

5)      Erst kürzlich: Sie sagt, dass sie eine bestimmte Prüfung bestanden hätte. Wir hatten schon mit der Familie darauf angestoßen, bis sie mir zwei Wochen später sagt, dass sie eigentlich nicht bestanden hat (verstehe ich bis heute nicht).

 

 

 

Daneben gibt es noch andere Punkte (schwierige Familiensituation, nicht das größte Selbstbewusstsein), aber die 5 Punkte oben bereiten mir die meisten Kopfschmerzen. 

Auf der anderen Seite ist sie ein sehr liebevoller Mensch, unterstützt mich überall, herzlicher Umgang mit meiner Familie, Stehaufmännchen, ähnliche politische Ansichten, super Tänzerin, und anderes. Auch im Bett läuft es nach wie vor rund, mit viel Initiative von ihr. 

 

Mein Gedanken drehen sich in letzter Zeit immer Kreis: Ist sie wirklich die richtige, wenn ich mir so viele Gedanken darüber mache, ob sie die richtige ist? Bei welchen Punkten sollte ich Kompromisse eingehen? Welche Punkte lösen sich vielleicht im Zusammenleben?

 

 

 

Danke fürs Lesen. Gerne würde ich eure Erfahrungen dazu hören.

 

Allein die Tatsache, dass du diesen Post verfasst hast, zeigt: Dein Bauchgefühl ist längst aktiv. Du suchst Bestätigung, dass dein Unbehagen berechtigt ist. Und ja: Es ist berechtigt.

Fernbeziehung = immer ein Risiko.
Das kann gut gehen, wenn man sich schon lange kennt und die Fernbeziehung nur eine definierte Zeit dauert. Z.B. wegen eines Auslandssemesters oder wenn man beruflich mal ne Zeit lang irgendwo hin muss.

Punkt 1 Hund:
Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Grundsatzthema. Wenn du keinen Hund willst und sie sagt, sie „braucht“ einen, dann habt ihr fundamental verschiedene Lebensentwürfe. Und ja: Wenn du hier einknickst, setzt du ein Signal. Nicht über den Hund an sich, sondern über wer bei großen Lebensentscheidungen den Ton angibt. Und zum nächsten Schritt ist es dann nicht mehr weit, wenn sie plötzlich ein Baby "braucht", du aber noch nicht. 

Punkt 2 Soziale Kontakte:
Menschen, die sich sozial nicht verankern, entwickeln oft emotionale Abhängigkeiten in der Partnerschaft. Das kann am Anfang wie Nähe wirken, aber langfristig bedeutet es: Du bist ihr Hauptanker. Wenn du mal keine Zeit hast oder Abstand brauchst, kann das zur Belastung werden.

Punkt 3 Streitverhalten:
Wenn sie Dinge über Monate runterschluckt und dann passiv-aggressiv explodiert, ist das ein Kommunikationsmuster, das du als Partner nicht korrigieren kannst. Das müsste sie selbst ändern wollen. Mit echter Selbstreflexion und Arbeit an sich. Tu dir den Gefallen und glaube nicht, dass sich das „von selbst“ legt.

Punkt 4 Nachtragend / Freundin:
Eifersucht oder Konkurrenzverhalten in einer frühen Phase kann man noch lenken. Aber nachtragendes Verhalten über Jahre hinweg ist ein Zeichen dafür, dass sie Konflikte nicht wirklich abschließt. Das wirst du später bei viel größeren Themen spüren.

Punkt 5 Prüfungs-Lüge:
Das ist kein „kleines Versäumnis“. Das ist eine aktive Entscheidung, die Realität zu verdrehen. Und wenn jemand so etwas bei einem Prüfungsergebnis macht, kann er oder sie das auch bei ernsteren Dingen tun. Vertrauen ist hier ganz real angeknackst.

Merke: Je mehr du am Anfang Kompromisse gegen dein Bauchgefühl machst, desto höher der Preis am Ende.

Deine Unsicherheit ist kein Zufall. Die Liste der Bedenken ist lang, die Liste der positiven Punkte kürzer. Liebe, gutes Bett und Harmonie mit der Familie sind toll, aber sie tragen keine Langzeitbeziehung, wenn Fundamentthemen nicht passen.

Mein Rat:
– Hundethema → nicht einknicken. Wenn das ein Dealbreaker ist, ist es einer.
– Kommunikationsmuster → beobachten, nicht schönreden.
– Vertrauen (Prüfungslüge) → ernst nehmen.
– Test: Zusammenwohnen für 3–6 Monate. Sie soll zu dir ziehen (dein Frame). Realitätstest unter Alltagsbedingungen. Danach wirst du klarer sehen.

Und: Du musst dich nicht rechtfertigen, wenn du entscheidest, dass diese Beziehung nicht das Richtige für deine Zukunft ist. Grenzen setzen ist kein Ego-Trip. Es ist Selbstachtung.

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Hallo zusammen, danke für die Antworten schonmal.

@DirtyRabbit Wieso erst nach 5 Jahren? Die Sachen kamen erst in den letzten 1-2 Jahren richtig zum Vorschein. Zugegeben war ich auch eher auf mich konzentriert um im neuen Job/im neuen Land Gas zu geben und habe dabei bestimmt auch Signale übersehen.

Am 13.10.2025 um 16:43 , anotherthing schrieb:

@jackfruit, aus meiner Sicht wurden die red flags in der falschen Reihenfolge aufgelistet bzw. nicht erkannt. Das hier sind m. E. echte Probleme:

Darüber hinaus ist es absurd, ernsthaft über Kinder nachzudenken, wenn man nicht mal einen stinknormalen Alltag als Paar über längere Zeit bewältigt hat.

Guter Punkt mit dem "LSE zieht LSE an". Ist bestimmt etwas dran.

Über Kinder denke ich auch noch lange nicht, solang man nicht zusammen wohnt (sie auch nicht). Das war mehr ein generelles Thema.

 

Am 14.10.2025 um 09:21 , holywater schrieb:

 

Allein die Tatsache, dass du diesen Post verfasst hast, zeigt: Dein Bauchgefühl ist längst aktiv. Du suchst Bestätigung, dass dein Unbehagen berechtigt ist. Und ja: Es ist berechtigt.

Fernbeziehung = immer ein Risiko.
Das kann gut gehen, wenn man sich schon lange kennt und die Fernbeziehung nur eine definierte Zeit dauert. Z.B. wegen eines Auslandssemesters oder wenn man beruflich mal ne Zeit lang irgendwo hin muss.

Punkt 1 Hund:
Das ist keine Kleinigkeit, sondern ein Grundsatzthema. Wenn du keinen Hund willst und sie sagt, sie „braucht“ einen, dann habt ihr fundamental verschiedene Lebensentwürfe. Und ja: Wenn du hier einknickst, setzt du ein Signal. Nicht über den Hund an sich, sondern über wer bei großen Lebensentscheidungen den Ton angibt. Und zum nächsten Schritt ist es dann nicht mehr weit, wenn sie plötzlich ein Baby "braucht", du aber noch nicht. 

Punkt 2 Soziale Kontakte:
Menschen, die sich sozial nicht verankern, entwickeln oft emotionale Abhängigkeiten in der Partnerschaft. Das kann am Anfang wie Nähe wirken, aber langfristig bedeutet es: Du bist ihr Hauptanker. Wenn du mal keine Zeit hast oder Abstand brauchst, kann das zur Belastung werden.

Punkt 3 Streitverhalten:
Wenn sie Dinge über Monate runterschluckt und dann passiv-aggressiv explodiert, ist das ein Kommunikationsmuster, das du als Partner nicht korrigieren kannst. Das müsste sie selbst ändern wollen. Mit echter Selbstreflexion und Arbeit an sich. Tu dir den Gefallen und glaube nicht, dass sich das „von selbst“ legt.

Punkt 4 Nachtragend / Freundin:
Eifersucht oder Konkurrenzverhalten in einer frühen Phase kann man noch lenken. Aber nachtragendes Verhalten über Jahre hinweg ist ein Zeichen dafür, dass sie Konflikte nicht wirklich abschließt. Das wirst du später bei viel größeren Themen spüren.

Punkt 5 Prüfungs-Lüge:
Das ist kein „kleines Versäumnis“. Das ist eine aktive Entscheidung, die Realität zu verdrehen. Und wenn jemand so etwas bei einem Prüfungsergebnis macht, kann er oder sie das auch bei ernsteren Dingen tun. Vertrauen ist hier ganz real angeknackst.

Merke: Je mehr du am Anfang Kompromisse gegen dein Bauchgefühl machst, desto höher der Preis am Ende.

Deine Unsicherheit ist kein Zufall. Die Liste der Bedenken ist lang, die Liste der positiven Punkte kürzer. Liebe, gutes Bett und Harmonie mit der Familie sind toll, aber sie tragen keine Langzeitbeziehung, wenn Fundamentthemen nicht passen.

Mein Rat:
– Hundethema → nicht einknicken. Wenn das ein Dealbreaker ist, ist es einer.
– Kommunikationsmuster → beobachten, nicht schönreden.
– Vertrauen (Prüfungslüge) → ernst nehmen.
– Test: Zusammenwohnen für 3–6 Monate. Sie soll zu dir ziehen (dein Frame). Realitätstest unter Alltagsbedingungen. Danach wirst du klarer sehen.

Und: Du musst dich nicht rechtfertigen, wenn du entscheidest, dass diese Beziehung nicht das Richtige für deine Zukunft ist. Grenzen setzen ist kein Ego-Trip. Es ist Selbstachtung.

Danke für den ausführlichen Beitrag. Bestätigt soweit auch mein Bauchgefühl. Am Wochenende sehe ich sie, da werde ich die Themen mal auf den Tisch bringen.

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vor 9 Stunden, jackfruit schrieb:

Hallo zusammen, danke für die Antworten schonmal.

@DirtyRabbit Wieso erst nach 5 Jahren? Die Sachen kamen erst in den letzten 1-2 Jahren richtig zum Vorschein. Zugegeben war ich auch eher auf mich konzentriert um im neuen Job/im neuen Land Gas zu geben und habe dabei bestimmt auch Signale übersehen.

Guter Punkt mit dem "LSE zieht LSE an". Ist bestimmt etwas dran.

Über Kinder denke ich auch noch lange nicht, solang man nicht zusammen wohnt (sie auch nicht). Das war mehr ein generelles Thema.

 

Danke für den ausführlichen Beitrag. Bestätigt soweit auch mein Bauchgefühl. Am Wochenende sehe ich sie, da werde ich die Themen mal auf den Tisch bringen. 

Wie meinst du das genau mit „auf den Tisch bringen“?
Nur damit wir uns nicht falsch verstehen: Du wirst mit einem Gespräch keine Persönlichkeit verändern.

Es gibt einen Spruch, der in solchen Situationen goldrichtig ist:
„Demonstrieren, nicht diskutieren.“

Die Punkte, die du aufgelistet hast (Hund, fehlende sozialen Kontakte, Streitverhalten, die Prüfungsstory) das sind keine „Missverständnisse“, die man einfach mal klärt. Das sind Charakterzüge und Lebensvorstellungen. Ein Gespräch kann die zwar offenlegen, aber nicht lösen.

Was du realistisch tun kannst:
– Ein gemeinsames Zusammenwohnen als Test in Betracht ziehen. Das ist das einzige, was man über ein Gespräch hinaus wirklich diskutieren kann. Eckpunkte wie: was für eine Wohnung, ob sie zu dir zieht oder du zu ihr (natürlich sie zu dir, Framefrage) oder wann das ganze in Angriff genommen wird. 
– Für den Rest musst du dir klarmachen: Entweder du akzeptierst, wie sie ist oder du ziehst Konsequenzen, wenn’s nicht passt.

Viele Typen machen hier den Fehler, zu glauben, sie könnten durch gute Argumente oder emotionale Gespräche etwas „richten“.
Funktioniert nicht. Niemand ändert sein Naturell, nur weil der Partner das gerne hätte. Sie würden vielleicht sogar gerne, aber die Umsetzung ist nahezu unmöglich. 

Also: Kein Kaffeekränzchen, kein Beziehungssymposium.
Klare Haltung, klare Ansage, klare Entscheidung.

Wenn sie deine Werte und Vorstellungen teilt → gut.
Wenn nicht → besser jetzt merken als später bereuen.

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vor 3 Stunden, holywater schrieb:

Niemand ändert sein Naturell, nur weil der Partner das gerne hätte.

…und das ist gut so. Niemand ist auf diese Welt gekommen, um @jackfruit zu gefallen (andersherum genauso). Die Partnerin ernsthaft ändern zu wollen, ist maximal respektlos und offenbart letztendlich die guten alten Screening-Probleme.

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