Exit von PU oder Berufung auf Lebenszeit

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Hallo zusammen,

ich stecke gerade in einem Dilemma und brauche mal den Blick von außen.

Ich habe mich die letzten 3 Jahre extrem auf PU konzentriert und auch eine tolle Zeit gehabt. Dabei ging es immer primär um Lays und alles war sehr kurzweilig. Viele tolle Stories erlebt. 

Jetzt finde ich mich plötzlich und unerwartet in einer Kennenlernphase mit einem Mädel wieder, das ich echt toll finde. Es läuft theoretisch alles prima doch praktisch bin ich völlig überfordert mit der Situation. Deepe Fragen, beinander übernachten, Freunde kennenlernen. Sowas gibt es bei mir gar nicht. Nach Date 3 steige ich normal aus. Mein Betriebssystem ist programmiert auf Leads, Dates, Lays. Sehe ich 3 Frauen auf der Straße, bin ich 4 mal verliebt. Wie soll so jemand eine LTR führen? Strg + Alt + Entf

Doch möchte ich schon irgendwann Familie gründen. Ich bin jetzt 35 und sehe für mich noch 3-4 gute Jahre in meiner Prime, wo ich meinen Lifestyle so leben kann. Mehr Frauen, mehr Lays… aber dann?


Ich habe halt iwie die Sorge, dass ich den Exit verpasse. Gibt es den für uns überhaupt? 

PS: Offene Beziehung kommt für sie nicht in Frage.

Freue mich über euere Meinungen.

Cheers!

 

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Meiner Meinung nach gibt es keinen richtigen "Exit" von PU. Vielleicht hilft dir mal meine Sichtweise dazu:

Am Anfang war es erstmal nur die Kunst zu verführen und möglichst schnell viele Frauen kennenzulernen. Wenn man sich aber mal wirklich tiefer damit beschäftigt, vor allem mit sich selbst, dann schwappt das in andere Lebensbereiche automatisch über. Gerade im Nightgame bin ich viel mit "Fake it till you make it" gefahren, habe zb einen interessanten Lifestyle gepredigt. Wenn man jetzt eine Frau mehr als dreimal trifft, dann fällt auf wie schnell die Fassade von diesem interessanten Lifestyle eigentlich bröckelt. Es wird einem bewusst dass hinter dem "Fake it till you make it" auch Arbeit steckt und es nicht reicht einfach schlaue Sprüche darüber zu klopfen. Dann fängt man an sich persönlich weiterzuentwickeln - Freunde, Sport, Hobbys, Arbeit. Da baust du dir eine stabile "Fassade" auf, sodass eine Frau sich in deiner Gegenwart so wohl fühlt, dass sie dich nicht mehr verlassen möchte.

Pickup hat mir damals gezeigt wie man selbstbewusst wird, wie man mit Menschen kommuniziert und sich für etwas einsetzt was man erreichen möchte - Genau diese Punkte haben mir auf meinem beruflichen Weg schon sehr geholfen und diese Dinge prägen noch heute meine Art und Weise.
Frauen zu "verstehen" und verführen das ist wie Fahrrad fahren. Wenn die Basics einmal sitzen, dann ist es in einem drin und man ist einfach der Mann der man ist. Du bekommst das nicht plötzlich raus wie einen Stecker den du ziehst. Und das sollst du auch nicht.

Versuch Pickup als Persönlichkeitsentwicklung zu sehen. Selbst wenn du mal eine Partnerin hast, arbeitest du weiter an dir und deinen Zielen. Die Dinge die du gelernt hast um Frauen kennenzulernen, die werden dir teilweise auch in anderen Lebensbereichen helfen. Nutz das.

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Das klingt eher so, als hättest du Angst davor die Kontrolle abzugeben und dich wirklich auf jemanden einzulassen. Deine "Prime" läuft dir nicht weg, nur weil du mal ein halbes Jahr schaust ob mehr daraus wird. Probier es doch einfach, zurück zum Rumhuren kannst du jederzeit wenn es wirklich nicht passt, aber ne gute Frau findest du nicht an jeder Ecke.

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vor 19 Stunden, Großmeister schrieb:

Doch möchte ich schon irgendwann Familie gründen. Ich bin jetzt 35 und sehe für mich noch 3-4 gute Jahre in meiner Prime, wo ich meinen Lifestyle so leben kann. Mehr Frauen, mehr Lays… aber dann?

 

Probier es doch mit Madame einfach mal nen Jahr aus, wenn es sich grundlegend gut anfühlt aktuell.

Also wenn Du bisher gut mit Frauen zurechtgekommen bist, wird sich das mit 40 nicht schlagartig ändern. Viele attraktive Männer die Wissen wie der Hase läuft, sind auch mit 50 noch richtig gut unterwegs.

Und wenn Du, wie Du sagst, Familie willst, dann wäre doch mal 12 Monate gucken wie deine aktuelle Dame sich langfristig schlägt ne gute Sache.

 

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vor 20 Stunden, Großmeister schrieb:

PS: Offene Beziehung kommt für sie nicht in Frage.
 

 

In anderen Kulturen ist es ganz normal, dass Menschen, die in einer Beziehung glücklich sind, ständig fremd gehen. Dieser Hypermoralismus mit ewiger Treue in Deutschland ist ja kaum zu ertragen, oder? Schau dir mal an, wie es zb. In Frankreich läuft. Oder in Polen. Oder in Dänemark. 

Dann diese offenen Beziehungen, haha. Zieht doch am besten gleich in eine Hippiekommune, wo jeder mit jedem bumst und ihr euch dabei noch angeregt über das Klima unterhalten kön̈t, haha. 

  • IM ERNST? 1

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Danke für die Beiträge. Mit der Fassade stimmt auf jedenfall. Meine ist halt nur für 3 Dates ausgelegt. Das fängt schon bei den Outfits an und danach kommt halt einfach Niemandsland… Das beängstigt mich und auch das abgeben von Kontrolle fällt schwer.

Pickup als Teil des Lebens und der persönlichen Entwickung zu sehen, ist ja klar. Es geht mehr um diese ständige Gier nach neuen Frauen, die bei mir nie aufhört. Ich stress mich schon, weil ich gerade keine neuen leads/Dates habe und schon Februar ist haha

Bin aber bei euch und werde der Sache mal eine Chance geben. Vom Screening bisher ist die Kleine toll. Selbstbewusst, smart, witzig, lässt mir meine Ruhe und der Sex ist auch toll. Sie war wohl auch erst mit 2 Kerlen und genießt es glaube ich sehr, dass ich mehr Erfahrung habe. Passt alles.

Am 2.2.2026 um 13:49 , Jimbo schrieb:

In anderen Kulturen ist es ganz normal, dass Menschen, die in einer Beziehung glücklich sind, ständig fremd gehen. Dieser Hypermoralismus mit ewiger Treue in Deutschland ist ja kaum zu ertragen, oder? Schau dir mal an, wie es zb. In Frankreich läuft. Oder in Polen. Oder in Dänemark. 

Dann diese offenen Beziehungen, haha. Zieht doch am besten gleich in eine Hippiekommune, wo jeder mit jedem bumst und ihr euch dabei noch angeregt über das Klima unterhalten kön̈t, haha. 

Ja, aber was du sagst schließt sich ja iwie aus. Gehe keine monogame Beziehung ein und gehe dann fremd. Für mich wäre eine in beide Richtungen offene Beziehung völlig fein. Eher kritisch sehe ich daran zu glauben, dass Monogamie auf Lebenszeit funktioniert.

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Du hast dir dein eigenes Dilemma ziemlich sauber selbst gebaut. Auf der einen Seite bist du jetzt so gut darin geworden, Frauen am laufenden Band zu verführen, dass dein Nervensystem permanent auf „Neuheit, Reiz, Kick“ getunt ist. Next Set, next Date, next Lay. Dopamin auf Abruf. Und auf der anderen Seite meldet sich langsam, aber unüberhörbar die Biologie und sagt dir genau das, was du selbst schreibst: Du willst irgendwann Familie, du bist 35, der Zug fährt nicht ewig.

Dieses „Ich hab noch 3–4 Jahre Prime, lebe jetzt nochmal richtig und dann schaue ich weiter“ ist genau so eine Selbsttäuschung wie bei den Frauen, die glauben, sie könnten bis 30 komplett eskalieren, Bodycount over 9000 sammeln und sich danach einfach einen stabilen 10/10-Provider greifen, der das alles schluckt und ihnen ein Kind macht. Das ist delusional. Und du musst aufpassen, dass du nicht exakt in die männliche Version derselben Falle läufst.

Wenn du ernsthaft Familie willst, inklusive stabiler LTR, dann ist nicht „in ein paar Jahren“ der richtige Zeitpunkt, sondern jetzt. Das ist eher 5 vor 12 als „ach, ich hab ja noch ewig“. Ja, Männer haben mehr Zeit als Frauen, aber auch nicht unbegrenzt. Mit 40+ das erste Kind zu zeugen heißt, du bist jenseits der 60, wenn das Kind volljährig ist. Frag dich ehrlich, ob du der Vater sein willst, der körperlich und energetisch eher wie ein Opa wirkt, statt mit seinem Kind draußen Gas zu geben.

Dazu kommt das Thema Altersdelta. Viele reden sich ein, sie holen sich mit 40 dann einfach eine Ende-20-jährige. In der Theorie sexy, in der Praxis oft ein Desaster. Ihr steckt in komplett unterschiedlichen Lebensphasen. Sie will raus, erleben, ausprobieren, während du langsam Ruhe, Struktur und Beständigkeit willst. Das erzeugt massiv Differenzen. Die stabilsten LTRs für Familiengründung liegen meist bei 0–3 Jahren Altersunterschied. Aber mit 40 eine gleichaltrige Frau zu daten ist aus Sicht von Fertilität, Jugendlichkeit und auch Marktwert nun mal keine schlaue Idee.

Dein eigentliches Problem ist also nicht, dass du „nicht beziehungsfähig“ bist, sondern dass dein Betriebssystem jahrelang auf Kurzzeitbelohnung trainiert wurde. Das kann man umstellen, aber nicht, indem man noch 3–4 Jahre weiter eskaliert und dann hofft, per Knopfdruck umzuschalten.

Heißt konkret: Du musst eine Entscheidung treffen. Entweder du sagst ehrlich „Familie ist mir doch nicht so wichtig“, dann leb deinen PU-Lifestyle weiter ohne Selbstbetrug. Oder du sagst „Ich will Familie wirklich“, dann hör auf, jede Frau als nächsten Dopaminshot zu sehen, und fang jetzt an zu screenen. Nicht nach maximaler Aufregung, sondern nach LTR-Tauglichkeit. Das fühlt sich am Anfang langweilig, fremd und fast falsch an, weil dein Nervensystem was anderes gewohnt ist. Genau daran merkst du, dass du gerade etwas Neues lernst.

Einen magischen Exit für PU-Guys gibt es nicht. Es gibt nur den bewussten Cut. Und je länger du ihn hinauszögerst, desto schwerer wird er.

 
 
 

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