Studium: Ausziehen oder nicht

27 Beiträge in diesem Thema

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Hallo,

ich bin 20, studiere ein technisches Fach im 3. Semester und lebe derzeit noch bei meinen Eltern. Da ich eine gute Beziehung zu ihnen hab und über ein großes Zimmer in einem top-ausgestatteten Haus mit Pool und Wellnessbereich verfüge, stört mich die Situation nicht so gravierend.

Jeden Tag pendle ich entweder mit dem Auto meiner Mutter oder dem Zug die 35 km zur Uni, dafür gehen pro Woche gut 10 Stunden drauf. In den ersten beiden Semestern hatte ich noch einen Nebenjob (15 Stunden wöchentlich), den ich aber vor den Sommerferien aufgegeben habe. Im Studium läuft es ziemlich gut, lediglich das Studentenleben könnte etwas besser sein. Da man eben nicht philosophierend bis Mitternacht, angeregt durch das ein oder andere Bier, im Uni Pub sitzen kann, wenn der letzte Zug um 20:00 fährt. Selbst Dates waren immer mit viel Aufwand verbunden, da ich immer die 35 km in die Stadt fahren musste und für den Lay immer auf die Wohnung der Frau angewiesen war.

Nun stellt sich mir die Frage ob ich vom 8000 Einwohner Dorf in die Stadt (nicht zu vergleichen mit Köln oder München, aber für österreichische Verhältnisse eine Großstadt) ziehen und jeden Monat gut 800€ für einen eigenen Haushalt 35 km vom Elternhaus entfernt ausgeben soll. Das Geld könnte ich sonst für Hobbies oder Reisen aufsparen. Eine passende WG hab ich schon gefunden, um mir mein Leben dort zu finanzieren bräuchte ich aber wieder einen Nebenjob.

bearbeitet von Adrenaline Mob

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Ich finde, mit spätestens 20 Jahren sollte jeder Mann und jede Frau ausziehen um einen weiteren Schritt in Richtung Abnabelung und Selbständigkeit zu gehen.

Viele, die bei ihren Eltern wohnen, argumentieren damit, dass sie ja eine abgetrennte Wohnung haben und selbständig sind. Dennoch können viele nicht richtig kochen, nicht bügeln, keine Fenstern putzen, wissen nicht, was so ein Haushalt kostet, mit Putzmitteln, Glühbirnen, Staubsaugerbeuteln & Co, was sich so als Kleinkram läppert usw.

Zudem sagen viele, dass sie nicht all ihre ONS und Fickbeziehungen mit zu ihren Eltern nehmen wollen. Ein eigenes WG-Zimmer ist definitiv attraktiver.

Und eine WG mit MitbewohnerInnen vom Putzteufel bis zum Messi ist eine gute Vorbereitung für das Zusammenziehen mit einem/r PartnerIn. Zudem lernt man viele neue Leute kennen, kann in der Stadt spontan was mit Uni-Bekanntschaften machen und nicht zu vergessen: WG-Partys.

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Finanziell lohnt es sich für Dich nicht.

Persönlich bin ich der Meinung, dass es ein extrem guter Zeitpunkt ist, mit dem Beginn des Studiums auszuziehen. Oder eben im 3. Semester ;-)

Die Sache ist die: Sobald Du ausziehst, musst Du Deinen Alltag irgendwie selbst geregelt bekommen. Und tue Dir bitte selbst einen Gefallen und mach Deine Wäsche selbst, anstatt sie jedes Wochenende zu Mutti zu karren. Das gibt Dir die Möglichkeit als Mensch extrem zu wachsen.

Ich glaube, dass Du nicht richtig erwachsen werden kannst, solange Du bei Deinen Eltern lebst. Ich habe auch nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Aber ich merke auch, dass es definitiv der richtige Schritt war, für das Studium auszuziehen. Da ich im Studentenwohnheim gewohnt habe und Bafög + Minijob hatte, war ich auch finanziell unabhängig von ihnen, was echt cool war. Da hatte ich auch etwa 800€ im Monat zur Verfügung, womit man zumindest in Deutschland sehr bequem leben* kann, wenn man ein bisschen haushaltet.

Also eine klare Empfehlung fürs Ausziehen meinerseits. Ich denke, je länger Du wartest, desto unangenehmer wird es, sich vom Elternhaus zu lösen. Mit 20 bist Du jedenfalls in einem guten Alter dafür.

*Anmerkung, bevor irgendjemand rumheult: Als Student, der für 2€ eine reichhaltige und nahrhafte Mahlzeit in der Mensa bekommt und 180€ Miete zahlt, sowie keinerlei laufende Posten hat. Wobei ich trotzdem Geld für Partys, Restaurantbesuche und so Späße hatte. Ich habe mir in der Zeit sogar ein Auto von angehäuften Ersparnissen gekauft. Lediglich die Versicherung übernahmen meine Eltern. Anschaffung, Benzin und Reparaturen waren mein Problem.

bearbeitet von Barokna

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Keiner meiner Freunde bereut es ausgezogen zu sein. Ich selbst lebe noch zu hause, möchte dies aber so schnell wie möglich ändern, denn wie schon gesagt, man wird einfach unabhängiger. Wenn du ausziehst, musst du Dinge lernen, die fürs Leben wichtig sind. Und so etwas gehört zur Persönlichkeitsentwicklung eben auch dazu.

Mein Tipp : Zieh aus, sobald es geht. Nimm dir wieder einen Nebenjob und bestreite dein Leben unabhängig!

Außerdem finden Frauen unabhängige Kerle doch sowieso attraktiver ;)

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Danke für eure überzeugenden Antworten, ich werde den Schritt in die Unabhängigkeit wagen.

*Anmerkung, bevor irgendjemand rumheult: Als Student, der für 2€ eine reichhaltige und nahrhafte Mahlzeit in der Mensa bekommt und 180€ Miete zahlt, sowie keinerlei laufende Posten hat. Wobei ich trotzdem Geld für Partys, Restaurantbesuche und so Späße hatte. Ich habe mir in der Zeit sogar ein Auto von angehäuften Ersparnissen gekauft. Lediglich die Versicherung übernahmen meine Eltern. Anschaffung, Benzin und Reparaturen waren mein Problem.

In Österreich sieht es da leider ein wenig anders aus. In meiner Stadt zahlt man für ein Zimmer (~18 m²) in Uni nähe mindestens 310 €, das Studentenheim ist leider auch nicht billiger und ein Doppelzimmer kommt nicht in Frage. Klar kommt man mit einer Wohnung in einem Altbau im Bahnhofsviertel günstiger weg, dafür fahr ich dann aber auch 40 Minuten mit der Straßenbahn zur Fakultät. Zum Glück gibts an meiner Uni eine gute Mensa, das kleinste sättigende Menü kostet aber trotzdem eher 4 € statt 2 €. Da ich mich möglichst proteinreich ernähren will, werde ich wohl eher selbst kochen.

Mit Beihilfen und Unterstützung der Eltern komm ich auf etwa 400€, den Restbetrag werde ich wieder mit einem Nebenjob abdecken. Wenn ich viel selbst koche, sollte das machbar sein.

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Ich bin genau so alt wie du, im gleichen Semester und werde auch in den nächsten 4 Monaten ausziehen.

Napoleon hat mal gesagt, dass die Wiederholung das einzige rhetorische Mittel sei, und mit diesem Ratschlag ausgestattet, habe ich meinen Willen zum Ausziehen mittlerweile in die Hirnmasse meiner anhänglichen Eltern gebrannt.

'Objektiv' betrachtet macht es in meinem Fall noch weniger Sinn als in deinem:

Ich ziehe von einer Kleinstadt 20 Kilometer weiter in eine halb so große Kleinstadt und muss dafür zusätzliche Kosten aufwenden.

Aber die Vorteile einer eigenen Wohnung sind doch immens:

- man muss nicht den Eltern sagen, wo man hingeht

- man muss den Eltern nicht erklären, warum in 3 Tagen 3 Frauen zu Besuch sind

- man muss den Eltern nicht erklären, warum die 'Junge Welt' im Briefkasten liegt (ist mir heute passiert. Kam heut mittag heim und mein Vater fragt mich 'Ach, gehst du jetzt unter die Kommunisten???' ...dreiwöchiges, kostenloses Probeabo und so..)

- man lernt endlich mal richtig zu kochen und zu bügeln

- man ist gezwungen, Verantwortung zu übernehmen

- man kann stundenlang konzentriert in Ruhe arbeiten, ohne dass die Mutter reinplatzt/anklopft und einem den Fokus raubt

- man muss nicht pendeln und spart Zeit, die man dann ins Kochen investieren kann ;)

..............

Resultat:

Zieh aus!

bearbeitet von Alerio

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Zieh nicht aus. Genieße das Leben und wenn die Eltern im Urlaub sind, gehst du mit den Chicas nacktbaden und verwöhnst sie anschliessend im Wellnessbereich. Parallel gehst du arbeiten und sparst das Geld für Reisen, Bildungsreisen und schöne Dinge. Ist ja nicht so, dass du eine finanzielle Belastung für deine Eltern bist, ihnen scheint es ja gut zu gehen. Sei dankbar und nimm's an.

Mein Gott, du bist 20 Jahre alt. Junge geniess dein Leben und lass dich nicht vollquatschen von den ganzen "selbstständigen Erwachsenen". Mit 20 war ich ständig auf Achse, habe gesoffen bis der Notarzt kam und Freitags nach dem Feiern mit Restalkohol im Blut und THC im Gehirn den Donnerstag-Absturz-Abend rausgekotzt. Was für "Selbstständigkeit mit 20", was für "Haushalt"? Wieso nicht gleich mit 16 Kind und dann bei Familien im Brennpunkt bewerben?

Anfang Zwanzig ist die geilste Zeit überhaupt, habe Spaß und nimm lediglich deine Bildung ernst. Auf alles andere ist geschissen, ganz ehrlich. Sonst endest du noch wie die meisten Spießer hier ;-)

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Zieh nicht aus. Genieße das Leben und wenn die Eltern im Urlaub sind, gehst du mit den Chicas nacktbaden und verwöhnst sie anschliessend im Wellnessbereich. Parallel gehst du arbeiten und sparst das Geld für Reisen, Bildungsreisen und schöne Dinge. Ist ja nicht so, dass du eine finanzielle Belastung für deine Eltern bist, ihnen scheint es ja gut zu gehen. Sei dankbar und nimm's an.

Mein Gott, du bist 20 Jahre alt. Junge geniess dein Leben und lass dich nicht vollquatschen von den ganzen "selbstständigen Erwachsenen". Mit 20 war ich ständig auf Achse, habe gesoffen bis der Notarzt kam und Freitags nach dem Feiern mit Restalkohol im Blut und THC im Gehirn den Donnerstag-Absturz-Abend rausgekotzt. Was für "Selbstständigkeit mit 20", was für "Haushalt"? Wieso nicht gleich mit 16 Kind und dann bei Familien im Brennpunkt bewerben?

Anfang Zwanzig ist die geilste Zeit überhaupt, habe Spaß und nimm lediglich deine Bildung ernst. Auf alles andere ist geschissen, ganz ehrlich. Sonst endest du noch wie die meisten Spießer hier ;-)

Wow, 1-2x im Jahr hast du die Wohnung deiner Eltern für dich, klingt super!

Als Spießbürger oder Spießer werden in abwertender Weise engstirnige Personen bezeichnet, die sich durch geistige Unbeweglichkeit, ausgeprägte Konformität mit gesellschaftlichen Normen und Abneigung gegen Veränderungen der gewohnten Lebensumgebung auszeichnen.

Tja, bist wohl selber ein Spießer!

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Jo jetzt lass uns hier nicht über Begriffe streiten. Hier findet ein Meinungsaustausch statt, hast du eine Meinung zum Thema oder benutzt du meine als Aufhänger?

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Zieh nicht aus. Genieße das Leben und wenn die Eltern im Urlaub sind, gehst du mit den Chicas nacktbaden und verwöhnst sie anschliessend im Wellnessbereicer hier ;-)

Nachdem ich ausgezogen bin habe ich es täglich quer durch meine 28 m² Wohnung getrieben, was nunmal im Elternhaus nicht möglich ist. Oft sind die Eltern ja auch nicht unterwegs. Da der OP auch noch Single ist, finde ich eine eigene Wohnugn noch vorteilhafter.

Als Student kriegt man Familienbeihilfe + 2x die Woche als Nachtportier wo arbeiten ( Hallo Nachtzuschlag ) und du kommst im Schnitt auf deine 900€ mit einem 20h Job , wo du zumeist was für die Uni was machen kannst.

Eine Wohnung im 10. ist nun auch nicht unbedingt teuer ( zahle aktuell 250€ füe knappe 30m²) und man hat die U1, die einem direkt in den 1. Bezirk bringt.

300€ für Wohnung + 100€ für Nebenkosten ( Strom/Wlan/Handy ) +200€ für Essen wären wir bei 600€ an Kosten. Bleiben in etwa 300€ übrig für den Rest des Monats.

Zur Verteidigung muss ich aber sagen, dass ich nie einen Pool/Wellnessbereich hatte :(

Hab aber ansonten die Entscheidung einer eigenen Wohnung nie bereut, Besuch kann ohne Probleme in Unterwäsche rumrennen, kann " ohne schlechtem Gewissen " mal bis MIttag ausschlafen, Glück mit dem Nachbarn, dem meine Hauspartys nicht stören, Vorglühen. Wenn ich meine Ruhe brauche, habe ich die Wohnung ganz für mich alleine. Und wenn ich mich zusammen reiße, bleiben dennoch oft mind. 100€ oft 200€ übrig zum sparen.

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Wie kann man sich von 200 Euro im Monat ernähren? Das sind 6,50 pro Tag. Allein mein Frühstück kostet schon mehr.

Von den 300 verbleibenden Euronen könnte ich als 20 Jähriger grad noch so meine Kippen und Saufen bezahlen. Mein geliebtes Gras würde auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen von den Taxifahrten aus dem Club nach Hause. Soll ich etwa im Vollrausch fremde Leben und vor allem meinen Lappen auf's Spiel setzen? Was ist mit dem Ausgeben von Drinks für Freunde und Mädels? Was ist mit coolen Klamotten? Was ist mit einem eigenem Auto, den Tuningteilen, dem Benzin usw.? Was ist mit dem alljährlichen Partyurlaub und Partytrips in fremde Städte?

Ich will dir mal einfach darlegen, wie ich als 20 Jähriger Spund gedacht habe. Dieser spartanische Lebensstil, den hier viele predigen würde bei mir auf Unverständnis stoßen. Ja sogar ankotzen. Ich würde mit keinem der so spießig drauf ist befreundet sein wollen oder abhängen. Ich wollte mit 20 cool sein und nicht "verantwortungsvoll und erwachsen".

Mittlerweile gehe ich auf die 30 zu und denke natürlich anders. Dennoch bereue ich nichts. Was alles genau richtig und ich würde es heute nicht anders machen. Daher meine Empfehlung an den Threadstarter.

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Wie kann man sich von 200 Euro im Monat ernähren? Das sind 6,50 pro Tag. Allein mein Frühstück kostet schon mehr.

Von den 300 verbleibenden Euronen könnte ich als 20 Jähriger grad noch so meine Kippen und Saufen bezahlen. Mein geliebtes Gras würde auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen von den Taxifahrten aus dem Club nach Hause. Soll ich etwa im Vollrausch fremde Leben und vor allem meinen Lappen auf's Spiel setzen? Was ist mit dem Ausgeben von Drinks für Freunde und Mädels? Was ist mit coolen Klamotten? Was ist mit einem eigenem Auto, den Tuningteilen, dem Benzin usw.? Was ist mit dem alljährlichen Partyurlaub und Partytrips in fremde Städte?

Ich will dir mal einfach darlegen, wie ich als 20 Jähriger Spund gedacht habe. Dieser spartanische Lebensstil, den hier viele predigen würde bei mir auf Unverständnis stoßen. Ja sogar ankotzen. Ich würde mit keinem der so spießig drauf ist befreundet sein wollen oder abhängen. Ich wollte mit 20 cool sein und nicht "verantwortungsvoll und erwachsen".

Mittlerweile gehe ich auf die 30 zu und denke natürlich anders. Dennoch bereue ich nichts. Was alles genau richtig und ich würde es heute nicht anders machen. Daher meine Empfehlung an den Threadstarter.

Ne, also das was du "forderst" ist zu krass für einen normalen Studenten, aber wie manche Leute hier leben will ich mir auch nicht antun wollen.

Was frühstückst du denn wenn das mehr als 6,50 kostet? Mein Essen kostet derzeit ca 7-8€/Tag (Frühstück: Haferflocken+Milch, Mittag Mensa, Abends verschiedenes Kleines, Getränke Wasser+Milch), und ich esse in Ordnung (klar das kulinarische Verwöhnung was anderes ist).

Wer als Student ein Auto hat dürfte ja nicht zu knapp bei Kasse sein, Fahrrad/Semesterticket regelt.

Ausgeben ist für Vollidioten und in Studentenbars kostet der Shot auch nur 1-1,50, also gehen da 1-2 wenn man unbedingt ausgeben will.

Partyurlaub verdient man sich in der VLfreien Zeit.

Wenn man mit seinem Geld umgehen kann, dann wird man auch als Student beschwerdefrei Leben können, wer Luxus will muss halt etwas mehr arbeiten

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Wie kann man sich von 200 Euro im Monat ernähren? Das sind 6,50 pro Tag. Allein mein Frühstück kostet schon mehr.

Von den 300 verbleibenden Euronen könnte ich als 20 Jähriger grad noch so meine Kippen und Saufen bezahlen. Mein geliebtes Gras würde auf der Strecke bleiben, ganz zu schweigen von den Taxifahrten aus dem Club nach Hause. Soll ich etwa im Vollrausch fremde Leben und vor allem meinen Lappen auf's Spiel setzen? Was ist mit dem Ausgeben von Drinks für Freunde und Mädels? Was ist mit coolen Klamotten? Was ist mit einem eigenem Auto, den Tuningteilen, dem Benzin usw.? Was ist mit dem alljährlichen Partyurlaub und Partytrips in fremde Städte?

Ich will dir mal einfach darlegen, wie ich als 20 Jähriger Spund gedacht habe. Dieser spartanische Lebensstil, den hier viele predigen würde bei mir auf Unverständnis stoßen. Ja sogar ankotzen. Ich würde mit keinem der so spießig drauf ist befreundet sein wollen oder abhängen. Ich wollte mit 20 cool sein und nicht "verantwortungsvoll und erwachsen".

Mittlerweile gehe ich auf die 30 zu und denke natürlich anders. Dennoch bereue ich nichts. Was alles genau richtig und ich würde es heute nicht anders machen. Daher meine Empfehlung an den Threadstarter.

Klingt nach einem schönen Leben. Der Fall ist aber umso größer, wenn du aufeinmal nach dem Berufseinstieg eine eigene kleine Wohnung besitzt die du täglich pflegen musst, keine Relation zum Geld hast und das Leben plötzlich nicht mehr aus 40 Stunden Party, sondern aus 40 Stunden Arbeit besteht.

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Mit 20 willst du schon ausziehen?

Wie soll ich mich mit meinen 26 da im Vergleich fühlen?

Ich habe zwischendurch immer mal bei irgendwelchen LTR´s und FB´s "gewohnt" und derzeit wohne ich so richtig wieder zu Hause.

Mein Leben verlief seit Anfang der 20er wirklich schwer, viele private Probleme und Rechnungen usw.

Ich studiere Jura, habe zur Zeit keine Möglichkeit viel Geld nebenher zu verdienen.
Bafög und Studienkredite bekomme ich keine.

Und mein größter Wunsch wäre es endlich so richtig auszuziehen aus Mamas Haus hier.
Und das bitte unbeschwert und ohne jegliche Belastung, ich meine vor allem im finanziellen Sinne.
Gerade während der Examensvorbereitung ist es eine Katastrophe, wenn man zusätzliche Schwierigkeiten hat.

Aber ich sitze zwischen den Stühlen.
Einerseits will ich am liebsten in eine WG, andererseits wären damit für mich zu hohe finanzielle Belastungen verknüpft.

Was aber dich angeht, hey, mit 20 Jahren!
Komm schon!
Ich finde das perfekte Alter, um auszuziehen wäre so 23-25, wenn du mit dem Studium fertig bist oder so gut wie.

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Wir haben bei uns auch so ein paar Pendler und ich kann mich nicht erinnern, dass die mal Abends länger geblieben sind. Die soziale Komponente kommt da einfach ziemlich kurz. Wer mit seinen Kommilitonen nie ein Bier trinken war, hat ziemlich was verpasst. Das macht das Studentenleben aus und du schulst darüber hinaus deine sozialen Fähigkeiten.

Andrerseits kostet eine Wohnung und sonstiges schon ziemlich viel Asche und neben dem Studium 20h zu arbeiten, kann schon belastend sein. Das hängt aber natürlich davon ab, was du studierst und wieviel Zeit du reinbuttern musst. Weniger arbeiten + Studienkredit wäre natürlich auch eine Lösung.

Was das Argument mit der Selbstständigkeit angeht: Ich bin mit 19 ausgezogen und konnte da bereits kochen, waschen, bügeln und staubsaugen. Das wird ziemlich überschätzt und sollte nicht so die große Rolle spielen. Man kann die Dinge auch lernen, wenn man noch zuhause wohnt.

Ich würde ausziehen, wenn deine Kommilitonen cool sind und absehbar ist, dass ihr öfter was zusammen unternehmt. Wenn die Stadt cool ist und du dich gerne dort aufhälst und wenn du eine gute Wohnung/WG findest, die dich finanziell nicht zu sehr beansprucht.

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Ich finde, mit spätestens 20 Jahren sollte jeder Mann und jede Frau ausziehen um einen weiteren Schritt in Richtung Abnabelung und Selbständigkeit zu gehen.

Sorry, aber das finde ich absolut falsch. Was heißt selbstständig bei dir? Sich selber die Schuhe zubinden? Einkaufen, Putzen, Wäsche etc. schön und gut, aber ich glaube dass das nichts ist, was man unbedingt nur lernen kann, wenn man ausgezogen ist.

Gerade in der heutigen Zeit, wo alles extrem teuer ist und 95% der Leute in unserem Land nicht mit Geld umgehen können, ist dieser Tipp einfach falsch.

Angenommen der TE zieht aus und kommt irgendwie über die Runden. Dann hat er am Monatsende so um die 0 Euro auf dem Konto. Super, und wenn mal was kaputt geht? Was ist mit der Zukunft? Wie soll man da ein Vermögen aufbauen?

Klar, wenn er direkt im 1. Jahr nach dem Studium 6k Brutto verdient kann er das immer noch machen. Aber ich gehe mal davon aus, das dies nicht so schnell passieren wird.

Ich kenne unglaublich viele Freunde, die sind nach der Ausbildung direkt ausgezogen. Die haben während der Ausbildung nichts, aber auch gar nichts angespart. Die haben jeden Monat, wenn es gut läuft 0 Euro auf dem Konto. Lassen sich die Möbel von den Eltern kaufen, weil kein Geld (soviel zu selbstständig)

Planen nun Familie, Kinder, in einigen Jahren ein Haus. Wovon? Von den 0 Euro auf dem Konto? Oder vom Vermögen, welches bei 0 Euro liegt?

Ne also da ficke ich lieber ein paar Jahre mehr bei der Frau daheim oder leise in meinem Zimmer, muss dafür aber nicht mein ganzes Leben lang ab dem 20. eines Monats von Luft und Brot leben.

Es kommt auch immer noch oft vor, dass die Eltern den Jungs dann Geld überweisen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen (soviel zum Thema selbstständig)

bearbeitet von RealGentleman

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Ich finde, mit spätestens 20 Jahren sollte jeder Mann und jede Frau ausziehen um einen weiteren Schritt in Richtung Abnabelung und Selbständigkeit zu gehen.

Sorry, aber das finde ich absolut falsch. Was heißt selbstständig bei dir? Sich selber die Schuhe zubinden? Einkaufen, Putzen, Wäsche etc. schön und gut, aber ich glaube dass das nichts ist, was man unbedingt nur lernen kann, wenn man ausgezogen ist.

Gerade in der heutigen Zeit, wo alles extrem teuer ist und 95% der Leute in unserem Land nicht mit Geld umgehen können, ist dieser Tipp einfach falsch.

Angenommen der TE zieht aus und kommt irgendwie über die Runden. Dann hat er am Monatsende so um die 0 Euro auf dem Konto. Super, und wenn mal was kaputt geht? Was ist mit der Zukunft? Wie soll man da ein Vermögen aufbauen?

Klar, wenn er direkt im 1. Jahr nach dem Studium 6k Brutto verdient kann er das immer noch machen. Aber ich gehe mal davon aus, das dies nicht so schnell passieren wird.

Ich kenne unglaublich viele Freunde, die sind nach der Ausbildung direkt ausgezogen. Die haben während der Ausbildung nichts, aber auch gar nichts angespart. Die haben jeden Monat, wenn es gut läuft 0 Euro auf dem Konto. Lassen sich die Möbel von den Eltern kaufen, weil kein Geld (soviel zu selbstständig)

Planen nun Familie, Kinder, in einigen Jahren ein Haus. Wovon? Von den 0 Euro auf dem Konto? Oder vom Vermögen, welches bei 0 Euro liegt?

Ne also da ficke ich lieber ein paar Jahre mehr bei der Frau daheim oder leise in meinem Zimmer, muss dafür aber nicht mein ganzes Leben lang ab dem 20. eines Monats von Luft und Brot leben.

Es kommt auch immer noch oft vor, dass die Eltern den Jungs dann Geld überweisen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen (soviel zum Thema selbstständig)

Ich stimme Dir in sofern zu, dass viele Menschen tatsächlich nicht mit ihrem Einkommen auskommen und nicht einmal ansatzweise mit ihrem Geld umgehen können. Doch ich sehe nicht, warum sich etwas daran ändert, wenn man zu Hause wohnen bleibt.

Ob jemand am Ende des Monats noch Geld auf dem Konto hat, hat nichts mit seinem Einkommen zu tun, solange wir uns in "normalen" Verhältnissen bewegen. Auch eine Familie mit einem Monatseinkommen von 6.000€ netto ist gerne mal hochverschuldet, hat keine Sparrücklagen und am Ende des Geldes ist noch ein bisschen Monat übrig. Dafür gibts dann 3 Autos für 2 Leute, einen kleinen Palast und drei(!) 2.500€ Kaffeemaschinen. Aber finanzieller Intelligenz hat damit nichts zu tun.

Selbst wenn Du mit 800€ (Bafög + 400€ Job) im Monat klar kommen musst, kannst Du immer noch etwas sparen und finanzielle Rücklagen bilden. Plötzlich musst Du Dich halt um allen möglichen Scheiß selbst kümmern. Daran kannst Du wachsen, oder zerbrechen.

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Ich finde, mit spätestens 20 Jahren sollte jeder Mann und jede Frau ausziehen um einen weiteren Schritt in Richtung Abnabelung und Selbständigkeit zu gehen.

Sorry, aber das finde ich absolut falsch. Was heißt selbstständig bei dir? Sich selber die Schuhe zubinden? Einkaufen, Putzen, Wäsche etc. schön und gut, aber ich glaube dass das nichts ist, was man unbedingt nur lernen kann, wenn man ausgezogen ist.

Gerade in der heutigen Zeit, wo alles extrem teuer ist und 95% der Leute in unserem Land nicht mit Geld umgehen können, ist dieser Tipp einfach falsch.

Angenommen der TE zieht aus und kommt irgendwie über die Runden. Dann hat er am Monatsende so um die 0 Euro auf dem Konto. Super, und wenn mal was kaputt geht? Was ist mit der Zukunft? Wie soll man da ein Vermögen aufbauen?

Klar, wenn er direkt im 1. Jahr nach dem Studium 6k Brutto verdient kann er das immer noch machen. Aber ich gehe mal davon aus, das dies nicht so schnell passieren wird.

Ich kenne unglaublich viele Freunde, die sind nach der Ausbildung direkt ausgezogen. Die haben während der Ausbildung nichts, aber auch gar nichts angespart. Die haben jeden Monat, wenn es gut läuft 0 Euro auf dem Konto. Lassen sich die Möbel von den Eltern kaufen, weil kein Geld (soviel zu selbstständig)

Planen nun Familie, Kinder, in einigen Jahren ein Haus. Wovon? Von den 0 Euro auf dem Konto? Oder vom Vermögen, welches bei 0 Euro liegt?

Ne also da ficke ich lieber ein paar Jahre mehr bei der Frau daheim oder leise in meinem Zimmer, muss dafür aber nicht mein ganzes Leben lang ab dem 20. eines Monats von Luft und Brot leben.

Es kommt auch immer noch oft vor, dass die Eltern den Jungs dann Geld überweisen, weil sie sonst nicht über die Runden kommen (soviel zum Thema selbstständig)

Ich stimme Dir in sofern zu, dass viele Menschen tatsächlich nicht mit ihrem Einkommen auskommen und nicht einmal ansatzweise mit ihrem Geld umgehen können. Doch ich sehe nicht, warum sich etwas daran ändert, wenn man zu Hause wohnen bleibt.

Wollte damit nicht sagen, dass sich daran etwas ändert, wenn man zuhause wohnen bleibt. Nur finde ich es sinnvoll, wenn man sich ein Polster aufbaut, am besten wenn man noch zuhause wohnt, und erst dann auszieht.

Für mich macht aber dieses Argument "Selbstständigkeit" keinen Sinn, tut mir leid. Das klingt immer so als würde man vorher daheim wohnen, Mutti bringt einen Frühstück ans Bett, legt einem die Kleidung raus, fährt einen zur Uni, hilft einem beim Duschen etc.

Was lernt man denn bitte großartig, wenn man auszieht, was das Leben so essentiell verändert, dass man unbedingt mit 20 ausziehen sollte? Ich kenne niemanden der alleine wohnt, von dem ich sagen würde, dass er jetzt das richtige Leben kennt, geschweige denn, dass er sich reifer, selbstständiger oder so verhält.

Ich will damit nicht sagen, dass alle bei ihren Eltern wohnen bleiben sollen bis 30. Wenn jemand genug Geld verdient, wie auch immer, dann bitte. Aber wie du schon sagst, alle haben ein Auto, Nebenkosten, riesen TV usw. Was bringt mir das alles, wenn ich am Ende vom Monat 0 Euro auf dem Konto habe? Da kann ich 100 mal selbstständiger sein als andere, aller aller spätestens im Rentenalter reichts dann für die 1 Zimmerwohnung.

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ich bin 20, studiere ein technisches Fach im 3. Semester und lebe derzeit noch bei meinen Eltern. Da ich eine gute Beziehung zu ihnen hab und über ein großes Zimmer in einem top-ausgestatteten Haus mit Pool und Wellnessbereich verfüge, stört mich die Situation nicht so gravierend.

Top-ausgestattetes Haus mit Pool und Wellnessbereich aber dann nicht genug Kohle, ihrem Sohn eine mickrige Studentenbude zu finanzieren :80: Richte deinen Eltern von mir aus, sie sollen mal dringen ihre Prioritäten überdenken.

Jeden Tag pendle ich entweder mit dem Auto meiner Mutter oder dem Zug die 35 km zur Uni, dafür gehen pro Woche gut 10 Stunden drauf.

Und das Auto fährt mit Luft und Sonnenlicht?

Wenn du drei mal die Woche mit Auto zur Uni fährst sind das 840 km im Monat. Setze mal 0,20 €/km*, sind das schon mal 168 €/Monat, die fürs Pendeln rausgehen. Keine Ahnung, ob du ein Semesterticket hast und deswegen kostenlos Zugfahren kannst. Ansonsten sind die Zugtickets natürlich noch weitere zusätzliche Ausgaben.

Dann verbringst du 10 Stunden die Woche, also 40 Stunden im Monat im Zug oder im Auto. Würdest du in der Zeit arbeiten gehen, kämen da selbst bei einem Stundenlohn von nur 8 € schon 320 € im Monat hinzu. Zusätzlich zu dem, was du beim Pendeln einsparst.

Bist du sicher, dass du dich nicht eher fragen solltest, ob du es dir leisten kannst, weiter bei deinen Eltern im Kaff zu wohnen?

Im Studium läuft es ziemlich gut, lediglich das Studentenleben könnte etwas besser sein. Da man eben nicht philosophierend bis Mitternacht, angeregt durch das ein oder andere Bier, im Uni Pub sitzen kann, wenn der letzte Zug um 20:00 fährt.

Brauchst gar nichts zu sagen. Nicht am Studienort, sondern außerhalb zu wohnen ist einfach scheiße.

Nun stellt sich mir die Frage ob ich vom 8000 Einwohner Dorf in die Stadt (nicht zu vergleichen mit Köln oder München, aber für österreichische Verhältnisse eine Großstadt) ziehen und jeden Monat gut 800€ für einen eigenen Haushalt 35 km vom Elternhaus entfernt ausgeben soll. Das Geld könnte ich sonst für Hobbies oder Reisen aufsparen.

Ich würde ja lieber auf die Reise ein bisschen länger sparen und dafür ein normales Studentenleben mitnehmen. Fremde Länder laufen dir (meistens) nicht weg, aber ein verpasstes Studentenleben kannst du später nicht mehr nachholen.

In Österreich sieht es da leider ein wenig anders aus. In meiner Stadt zahlt man für ein Zimmer (~18 m²)

Was um Himmels willen willst du denn mit 18 Quadratmetern?

Angenommen der TE zieht aus und kommt irgendwie über die Runden. Dann hat er am Monatsende so um die 0 Euro auf dem Konto. Super, und wenn mal was kaputt geht? Was ist mit der Zukunft? Wie soll man da ein Vermögen aufbauen?

Haha. Vermögen aufbauen. Im Studium. Du bist witzig.

Für mich macht aber dieses Argument "Selbstständigkeit" keinen Sinn, tut mir leid.

Mag sein. Wohnst du noch zu Hause? Denn falls ja, kannst du mangels Erfahrung da eh nicht mitreden. Von einer Jungfrau lass ich mir ja auch nichts übers Bumsen erzählen.

Was lernt man denn bitte großartig, wenn man auszieht, was das Leben so essentiell verändert, dass man unbedingt mit 20 ausziehen sollte?

Alleine zu wohnen, ohne dass einem die Eltern ständig über die Schulter schauen. Geht da gar nicht so sehr um konkrete Dinge, wie Staubsaugen, Wäsche waschen oder Klo putzen. Sonder schlicht um die Erfahrung, dass man jetzt für sich selber verantwortlich ist. Und nein, selbst mit den lässigsten Eltern ist das nicht das gleiche.

bearbeitet von Cycle
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Angenommen der TE zieht aus und kommt irgendwie über die Runden. Dann hat er am Monatsende so um die 0 Euro auf dem Konto. Super, und wenn mal was kaputt geht? Was ist mit der Zukunft? Wie soll man da ein Vermögen aufbauen?

Haha. Vermögen aufbauen. Im Studium. Du bist witzig.

Es geht darum, dass man sich durchaus ein erstes finanzielles Polster anlegen kann. Und das ist durchaus wichtig. Es ist ein großer Unterschied, ob ich ausziehe und eine 0 auf dem Konto steht oder eine 5000.

Ich kenne so viele die ausgezogen sind und dann von Toastbrot und Wasser leben, auch welche die einen normalen Job haben. Die müssen unbedingt ein Auto haben, feiern gehen etc. Können aber die GEZ Gebühren nicht zahlen, weil das ein "großer" Betrag ist.

Die müssen sich Möbel von den Eltern kaufen lassen, sich monatlich Geld von denen leihen, weil sie sonst das Konto überziehen. Die fahren jedes Wochenende zu Mama zurück mit großer Tasche voller Wäsche und um dann einmal in der Woche etwas vernünftiges Essen zu können.

Das hat für mich nichts mit Selbstständigkeit zutun. Ich nur weil jemand keine Jungfrau mehr ist heißt das auch noch lange nicht, dass er nun ein besserer Mensch ist, sein Leben besser in den Griff bekommt, selbstständiger ist und auf eigenen Beinen steht.

bearbeitet von RealGentleman

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Ich kenne so viele die ausgezogen sind und dann von Toastbrot und Wasser leben, auch welche die einen normalen Job haben. Die müssen unbedingt ein Auto haben, feiern gehen etc. Können aber die GEZ Gebühren nicht zahlen, weil das ein "großer" Betrag ist.

Die müssen sich Möbel von den Eltern kaufen lassen, sich monatlich Geld von denen leihen, weil sie sonst das Konto überziehen. Die fahren jedes Wochenende zu Mama zurück mit großer Tasche voller Wäsche und um dann einmal in der Woche etwas vernünftiges Essen zu können.

Du kennst echt schräge Leute.

Das hat für mich nichts mit Selbstständigkeit zutun. Ich nur weil jemand keine Jungfrau mehr ist heißt das auch noch lange nicht, dass er nun ein besserer Mensch ist, sein Leben besser in den Griff bekommt, selbstständiger ist und auf eigenen Beinen steht.

Das war ein Vergleich: Jemand, der noch nie Sex hatte, kann zu diesem mangels eigener Erfahrung nicht viel produktives beitragen. Jemand, der noch zu Hause wohnt, kann ebenfalls zum Thema, was alleine zu wohnen mit Erwachsenwerden zu tun hat, mangels eigener Erfahrung nur bedingt was produktives beitragen.

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Ich kenne so viele die ausgezogen sind und dann von Toastbrot und Wasser leben, auch welche die einen normalen Job haben. Die müssen unbedingt ein Auto haben, feiern gehen etc. Können aber die GEZ Gebühren nicht zahlen, weil das ein "großer" Betrag ist.

Die müssen sich Möbel von den Eltern kaufen lassen, sich monatlich Geld von denen leihen, weil sie sonst das Konto überziehen. Die fahren jedes Wochenende zu Mama zurück mit großer Tasche voller Wäsche und um dann einmal in der Woche etwas vernünftiges Essen zu können.

Du kennst echt schräge Leute.

Wieso sind Leute schräg, wenn sie kein Geld haben und/oder mit dem nicht umgehen können? Ich weiß nicht, wieso ich schräge Leute kennen soll. Ich glaube, dass das ganz normale Leute kenne und auch viele Leute.

Schau doch mal wie viele Studenten verschuldet sind. Und das in einer Zeit, wo es unfassbar wichtig ist, dass man auch an Später denkt, Rente und so.

1/3 der Studenten in Hamburg sind verschuldet, darunter viele Geisteswissenschaftler, die kaum was verdienen später und so die ganze Scheiße nicht zurück zahlen können. Da sagst du dann auch einfach "schräge Leute":

Finde ich komisch. Rechne mir doch mal bitte vor, wie du mit bspw 450 € in Düsseldorf zurecht kommst. Mit Wohnung, Nahrungsmitteln und am besten auch einem finanziellen Polster, damit du nicht direkt zurück zu Mama ziehen musst, wenn du mal den Job verlierst. Denn auch da kenne ich Leute, die nicht 3 Nettomieten angespart haben und dann mit 30 wieder zu den Eltern ziehen müssen, weil auf dem Konto die 0 steht. Aber sind ja scheinbar schräge Leute, also haben sie es wohl verdient.

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Wieso sind Leute schräg, wenn sie kein Geld haben und/oder mit dem nicht umgehen können? Ich weiß nicht, wieso ich schräge Leute kennen soll. Ich glaube, dass das ganz normale Leute kenne und auch viele Leute.

Ich habe jetzt schon doch ein paar Jahre an der Uni verbracht und kann dir deshalb zweifelsfrei sagen: Nein, das beschriebene Verhalten ist nicht normal.

Schau doch mal wie viele Studenten verschuldet sind. Und das in einer Zeit, wo es unfassbar wichtig ist, dass man auch an Später denkt, Rente und so.

Meine Güte, Junge, du bist Anfang zwanzig. Natürlich sind viele Studenten verschuldet, alleine schon mal jeder BAföG-Empfänger. Aber das ist nichts schlimmes. Ein Studium ist schließlich eine Investition in die eigene Karriere, die sich in besseren und attraktiveren Gehalts- und Berufschancen auszahlen soll.

Wer davon redet, während des Studiums Geld zurück zu legen oder gar schon mal anzufangen für den in einem halben Jahrhundert möglicherweise eintretenden Rentenfall vorzusorgen, der kann letztlich genau so wenig mit Geld umgehen, wie die Typen in deinem Beispiel.

Finde ich komisch. Rechne mir doch mal bitte vor, wie du mit bspw 450 € in Düsseldorf zurecht kommst. Mit Wohnung, Nahrungsmitteln und am besten auch einem finanziellen Polster, damit du nicht direkt zurück zu Mama ziehen musst, wenn du mal den Job verlierst.

Du kannst in Deutschland in keiner Stadt mit 450 € zurecht kommen, selbst als Student (für den viele Sachen günstiger sind) nicht. Muss aber ja auch niemand.

Denn auch da kenne ich Leute, die nicht 3 Nettomieten angespart haben und dann mit 30 wieder zu den Eltern ziehen müssen, weil auf dem Konto die 0 steht. Aber sind ja scheinbar schräge Leute, also haben sie es wohl verdient.

Das hat mit dem Thema dieses Threads mal einfach absolut gar nichts mehr zu tun.

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Finanziell lohnt es sich für Dich nicht.

Persönlich bin ich der Meinung, dass es ein extrem guter Zeitpunkt ist, mit dem Beginn des Studiums auszuziehen. Oder eben im 3. Semester ;-)

Die Sache ist die: Sobald Du ausziehst, musst Du Deinen Alltag irgendwie selbst geregelt bekommen. Und tue Dir bitte selbst einen Gefallen und mach Deine Wäsche selbst, anstatt sie jedes Wochenende zu Mutti zu karren. Das gibt Dir die Möglichkeit als Mensch extrem zu wachsen.

Ich glaube, dass Du nicht richtig erwachsen werden kannst, solange Du bei Deinen Eltern lebst. Ich habe auch nach wie vor ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern. Aber ich merke auch, dass es definitiv der richtige Schritt war, für das Studium auszuziehen.

Mein Studium ist zwar 'ne Weile rum, kann das aber nur ausdrücklich genau so unterschreiben.

Selbst ist der Mann.

So früh wie möglich raus - mal unter ganz andere Menschen kommen (gerade wenn aus einer guten Familie kommt, sind Normalos oder Asoziale eine sehr gute Ergänzung, um sich mal Haare auf den Zähnen wachsen zu lassen) - verreisen ausserhalb der comfortzone - Eltern verstehen das und finden es i.d.R. danach selbst super.

__________

Ich kenne so viele die ausgezogen sind und dann von Toastbrot und Wasser leben, auch welche die einen normalen Job haben.

Und genau das ist ebe ndas heilsame.

Mal von Toastbrot und Wasser leben.

Mal für drei Wochen in der Schimmel-Bruchbude zurechtkommen müssen.

Mal selbst was schaffen.

Mal Eigenständigkeit durchziehen, auch wenn es unbequem wird und kurzfristig keinen "Gewinn" abwirft.

Natürlich sollte man das nicht so weit treiben, dass man sich eventuell auf der Hippie-mässigen "Lebensinnsuche" dann die gesamte Zukunft zerschiesst - aber GERADE raus aus dem Komfort, dem stets perfekt gekochten Essen, der stets gewaschenen Wäsche, den stets sicheren und bürgerlich-braven 08/15-Menschen - das kann einem langfristig nur massiv nützen.

bearbeitet von Vierviersieben

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ich bin 20, studiere ein technisches Fach im 3. Semester und lebe derzeit noch bei meinen Eltern. Da ich eine gute Beziehung zu ihnen hab und über ein großes Zimmer in einem top-ausgestatteten Haus mit Pool und Wellnessbereich verfüge, stört mich die Situation nicht so gravierend.

Top-ausgestattetes Haus mit Pool und Wellnessbereich aber dann nicht genug Kohle, ihrem Sohn eine mickrige Studentenbude zu finanzieren :80: Richte deinen Eltern von mir aus, sie sollen mal dringen ihre Prioritäten überdenken.

Leider der normale Alltag. Habe nicht umsonst das Beispiel mit dem Palast und den 3 Autos genommen. Ein guter Freund von mir durfte sich auch einen fetten Studikredit zulegen, obwohl die Eltern sich einen halben Palast in die Landschaft gestellt haben. Ein typisches Szenario für obere Mittelschicht. Hohes Einkommen, hohe Verbindlichkeiten -> Keine 600€ fürs Kind, damit es studieren kann.

1/3 der Studenten in Hamburg sind verschuldet, darunter viele Geisteswissenschaftler, die kaum was verdienen später und so die ganze Scheiße nicht zurück zahlen können. Da sagst du dann auch einfach "schräge Leute":

Yep, meine 3.700€ Bafög-Schulden treiben mich aktuell in meinen finanziellen Ruin... Ich weiß gar nicht, ob ich die Summe direkt platt machen soll, oder lieber in bequemen Raten zu 115€ im Monat zinsfrei abzahlen könnte. Oder vielleicht eine Mischung? Und die musste ich auch erst wieder zurückzahlen, als ich genug Geld verdient habe, dass ich mir das bequem leisten kann.

Wenn Du nach dem Studium keinen Job findest, ist das extrem scheiße und kann Dich unter Umständen dazu zwingen, wieder zurück zu den Eltern zu ziehen. Aber wegen dieser Eventualität einfach gleich daheim zu bleiben? Ich weiß ja nicht...

Und ganz ehrlich: Ob Du mit 5000€, 10000€ oder 0€ startest, macht mittelfristig keinen Unterschied. Entweder lernst Du zu haushalten, oder Du lebst von Toast und Wasser. Je eher Du das lernst, desto besser.

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