Der Sprung ins kalte Wasser -- Cosmos Ansprech-Experimente
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33 Beiträge in diesem Thema

Nächster Tag. Wieder einmal ein Samstag, der die Zeitachse entlanggetrudelt kam: Ich plante zweierlei Missionen, die sich auf Literatur, Frauen und mögliche Kombinationen dieser zwei schönen Lebensbereiche bezogen.

Ich solle -- so der "Sokrates" vom Vortag -- auf Mädchen in Strickklamotten achten, die seien oft literarisch begeistert. Mit diesem Hinweis im Hinterkopf verfügte ich mich gegen Nachmittag in eine Buchhandlung, in der, zur Feier des "Indie Book Day", weniger bekannte Autoren, die bei sehr kleinen Verlagen veröffentlicht hatten, aus ihren Büchern vorlesen sollten. Ich war teilweise sehr positiv überrascht -- die Texte hatten recht gute Qualität, insbesondere war einer darunter, dessen Stil entfernt an einen leicht amateurhaften Döblin-Epigonen erinnerte. Zwischen den Vorträgen beschäftigte ich mich mit der anwesenden Damenwelt -- es handelte sich lustigerweise übrigens um dieselbe Buchhandlung, in der ich am 9. März schon einmal das Komplimentieren von Frauen geübt hatte.

Mit einer, nennen wir sie Irina, ergab sich ein ziemlich vergnügliches Gespräch, so dass ich sie fragte, ob sie nicht mit mir einen Spaziergang machen wolle. Sie lachte und zupfte meinen Ärmel sehr interessenindikatormäßig, bemerkte allerdings, sie wolle sich den gleich folgenden Vortrag anhören. Ich lauschte diesem auch, danach war die Irina aus irgendwelchen Gründen verschwunden. Nun ja, wie auch immer... ich quatschte stattdessen eine der Autorinnen an -- was ein höfliches, aber eher formelles Gespräch zur Folge hatte, welches besagte Autorin mit einem hingehölzerten "Danke für das Interesse!" beschloss.

"Vielleicht" -- sinnierte ich -- "muss ich etwas forscher zu Werke gehen und mein Interesse enthusiastischer an die Dame bringen! Nun, dazu wird es gleich mehr Gelegenheit geben." Ich fuhr nämlich nach Kreuzberg, wo eine Lesebühne stattfinden sollte.

Wie ich schon weiter oben erwähnte, bin ich zur Zeit intensiv auf der Suche nach einem potentiellen Publikum für meine Arbeit, weswegen ich so viele literarische Treffen wie möglich abklappere. Ich war daher gespannt, wie die Kreuzberger Lesebühne sich ausnehmen werde.

Es war eine Art Zwischending aus Kunstwerkstatt, Bar und WG, ziemlich klein und kuschlig mit der Atmosphäre einer privaten Studentenparty. Die Lesungen würden je 30 Minuten dauern (so dass nur vier Autoren beteiligt waren), dies schien mir eine weise Entscheidung. Ich setzte mich und wartete auf das Kommende. Zu meiner Linken nahm ein Ehepaar -- zirka in meinem Alter -- Platz: er ein hochragender dünner Kerl, von der Körpergestalt entfernt mit mir vergleichbar, aber mit sehr braver Consultantfrisur (nennen wir ihn Hans); sie ein unerhört hübsches Wesen aus Südosteuropa (nennen wir sie Clawdia Chauchat). Zu meiner Rechten platzierte sich ein sehr hübsches Mädel mit herzerwärmendem Lachen und gelocktem Haar (Name: Franziska Jacobi, hihi). Ich begrüßte die Franziska, unterhielt mich jedoch zunächst mit dem Ehepaar links -- die Clawdia gehörte zu den vorlesenden Autoren. Die beiden luden mich sehr nett zu einer Tüte ein, die allerdings im Vergleich mit dem "sokratischen Joint" vom Vortag nur einen Hauch von psychedelischer Wirkung aufwies. Kurz darauf begann die Lesung.

Ei, was soll ich sagen: Meh und schnarch... Das einzig Brauchbare war der Text von Clawdia, der die Liebe zu einem Buchhändler schilderte (das übergreifende Thema des Ganzen war nämlich "Liebe"). Die anderen Beiträge wirkten entweder unfreiwillig komisch, öde oder einfallslos. Eine Art Fantasygeschichte war dabei, die sich mit der Flüchtlingsproblematik metaphorisch beschäftigte, wobei die verschiedenen involvierten Staaten nach Art des Animes "Hetalia" von Einzelpersonen verkörpert wurden. Was sich mir aber aus einem anderen Grund einprägte, war der erste vorgelesene Text (von einer aus Leipzig angereisten Autorin). Dieser schilderte -- "edgy" und gossenprovokativ -- wie zwei Teenagermädchen auf einer Geburtstagsparty zum ersten Mal Sex haben; der beteiligte Knabe wird hinterher mit einem Schraubenzieher gespießt. Schnarchig und getrost zu vergessen -- als die Autorin die Kleidung eines der Mädchen beschrieb -- "Faltenröckchen und Kniestrümpfe" -- ruckte mein (leicht gräsern summender) Kopf überrascht hoch: In meinem eigenen Buch haben mehrere der Akteurinnen nämlich (aus anderen Gründen) ein ähnliches Outfit an; damit enden allerdings die Gemeinsamkeiten zwischen meinen Figuren und denen der Leipzigerin.

Im Großen und Ganzen war ich recht froh, als die ganze Darbietung vorbei war; die Texte (mit Ausnahme dessen der Clawdia) riefen bei mir wenig mehr als Langeweile hervor. Hinterher begann eine Party, ich sah die Zeit gekommen, meine Damenanquatschkapazitäten weiter auszubauen.

"Dein Text war übrigens der Beste", sagte ich zu der Clawdia, was diese mit südosteuropäischer Emphase von sich wies: "Das sagst du nur, weil wir Smalltalk gemacht haben!" "Was? Du glaubst doch nicht etwa, dass ein Cosmo sich durch ein wenig Kajal, Wimpernklimpern und Schultercharme bestechen lässt, positive literarische Urteile abzugeben?!" Oh, wie anschaulich die Reaktion war! Sie war verheiratet -- was sie aber, durch und durch Dame, nicht gehindert hatte, mich zu shittesten -- was mich nicht gehindert hatte, den Shittest mit fliegenden Fahnen zu bestehen. Wie ihre Augen aufleuchteten, wie das ganze Gehabe sich in einem Moment wandelte! "Oh, Dankedankedanke", sprudelte Clawdia, ich bemerkte jedoch würdevoll, nun mit dem Organisator des Abends reden zu müssen, da ich ein Publikum für meine eigene Arbeit suche. Das tat ich, er bat mich, ihm Information darüber zu schicken. Anschließend sah ich mich eingehend nach dem unverheirateten Teil der Damenwelt um.

Ich unterhielt mich insgesamt mit vier Mädchen. Eine davon (sie besorgte die Bar) wurde nach wenigen Minuten von einem Menschenknäuel absorbiert; mit einer anderen quatschte ich sehr fröhlich und unternahm, im Sinne einer Eskalation, den Versuch, ihre Hand zu streicheln, was sie ohne Ärger ablehnte: "Mag nicht von dir angefasst werden!" Daraufhin ließ ich dies; kurz bevor ihr Freund angetrabt kam! Aus "Rache" unterhielt ich mich danach recht umschwungreich mit dem Freund, solange, bis ich neben mir die Franziska Jacobi (die während der Lesung rechts von mir gesessen hatte) bemerkte -- ich entschloss mich, mit voller Breitseite anzugreifen: "Du bist ein bezauberndes Mädchen! Schönes Haar und strahlende Augen. Wir wollen uns unterhalten." Die Franziska lächelte geschmeichelt und wir unterhielten uns, wobei ich auf intensiven Augenkontakt achtete und keinen Hehl daraus machte, wie interessiert ich an ihr war. Die Franziska schien sich durchaus zu freuen, derart zu gefallen, allerdings verschwand sie rascher im Partygewühl ("Gewühl" ist vielleicht übertrieben, es war ja eine kleine, "familiäre" Veranstaltung) als mir recht war.

Was mir bemerkenswert schien: Später erspähte ich die Franziska neben der DJane, schlenderte hinüber und sagte etwas in der Art von: "Du bist mir ausgebüchst, endlich hab ich dich wieder!" -- was ich anscheinend so selbstsicher und ohne einen Anflug von Bedürftigkeit äußerte, dass sich ein deutlich erkennbarer Anflug von Respekt auf Franziskas Gesicht stahl. Wir redeten weiter -- und die Franziska schien sich wohlzufühlen und quatschte entspannt, ohne Befangenheit; legte zum Schluss allerdings mit vielen Gesten dar, dass sie kein erotisches Interesse an mir habe, wenn sie auch das Gespräch prima gefunden habe.

Zum Schluss -- der Veranstalter wollte allmählich (zu berlinuntypisch früher Zeit gegen 1 Uhr) nachhause -- führte ich ein ziemlich amüsantes Gespräch mit einer Philosophie studierenden Russin, das sich dadurch auszeichnete, dass sie Shittests gewissermaßen mit der Stalinorgel verschoss. "Ich find dich cool, wollen wir uns unterhalten?" -- hatte ich begonnen; sie darauf: "Cool? Was genau meinst du mit cool? In welcher Weise und wie und weshalb?!" ; ich, ohne zu zögern: "Damit meine ich, dass du eine der Personen in meinem Roman sein könntest!" (Das stimmte nicht wirklich, da im Buch zwar eine Russin vorkommt, diese sieht jedoch anders aus und hat einen anderen Charakter als das Mädchen auf der Party -- nichtsdestotrotz war es, meines Erachtens nach, eine ziemlich schlagfertige Erwiderung, die ich fast ohne Verzögerung vorbrachte.) So ähnlich ging das Gespräch weiter; die Dame -- nennen wir sie Lisaweta -- hinterfragte alles, was ich sagte, testete mich pausenlos auf Herz und Nieren und ich hielt munter und vergnügt gegen. Ich entschloss mich, den Ansturm auf das Etappenziel "Handynummer" zu wagen. Dies glückte nicht: Die Lisaweta vollführte ausgreifende Gesten mit den Armen in der Luft -- "wie sag ich das jetzt? wie sag ich das nur jetzt?!" -- und rang sich endlich zu einer weitschweifigen Erklärung durch, derzufolge sie schon unzählige Menschen in ihrem Leben habe, die sie zusammen mit dem Philosophiestudium vollständig auslasteten. In diesem Augenblick kippte ich auf meinem Stuhl um, da dieser irgendwie mechanisch instabil stand. "Du glaubst jetzt aber nicht, dass ich deinetwegen umgekippt bin!" rief ich und drohte ihr scherzhaft mit dem Finger. Inzwischen war die Party bereits im Abklingen begriffen und ich ging belustigt nachhause.

Zwischenbilanz:

  • Ansprechen: Klappt.
  • Gespräch eröffnen und weiterführen: Klappt. (Dies war schon immer kein Problem für mich.)
  • Eskalieren und erotisches Interesse entzünden: Bislang eher nicht; allerdings gelegentlich "Indicators of Interest" (Ärmelzupfen).
  • Telefonnummer/weitere Dates/etc.: To do.

Es kommt nun darauf an, genauer zu erforschen, wie sich erotisches Interesse hervorrufen und steigern lässt. Ferner läuft die "Jagd nach der Telefonnummer" weiter.

Mir macht es jedenfalls soweit Spaß, es ist eine lustige Art und Weise, neue Leute und Plätze kennenzulernen, die sich darüberhinaus exzellent mit meinen literarischen Zielen kombinieren lässt.

 

PS.

Ich schickte dem Lesebühnen-Veranstalter später eine Email mit Infos zu meinem Buch und dem Text, den ich vorzulesen gedachte. Er reagierte ablehnend, geradezu geschockt: "Das ist ja Science Fiction! Du warst doch bei unserer Veranstaltung. Thematisch passt das da überhaupt nicht rein."

Nein, mein Buch ist nicht "Science Fiction", jedenfalls sehe ich es eher als eine Art Märchen an. Nur weil in einem Text Worte wie "Plasma", "Stratosphäre", "thermonukleares Feuer" o.ä. vorkommen, ist das Ganze nicht zwingend Science Fiction. Was wahrscheinlich stimmt, ist, dass meine Arbeit zu dieser speziellen Lesebühne nicht passt (wenn auch nicht aus den Gründen, an die der Veranstalter wahrscheinlich dachte). Die Suche nach einem Publikum für meine Arbeit geht also ebenso weiter wie die nach einem Mädchen... ;)

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Lies dich etwas zu Attraction ein, hier gibts einige interessante Texte.

Natürlich hat jeder einen eigenen Stil, aber ich eröffne immer etwas indirekter (Kein: Du bist cool willst du mit mir reden?)

Ich hätte bei sowas immer das Gefühl um ein Gespräch zu betteln, dass gefällt mir gar nicht. Ich sage entweder Hi, oder beziehe mich auf etwas in der Umgebung (Hey, wie fandest du den 3 Text, super interessant oder? 
Hängt natürlich von dir ab und wie du das rüber bringst.

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vor 9 Stunden schrieb Cosmo Schweighäuser:
  • Ansprechen: Klappt.
  • Gespräch eröffnen und weiterführen: Klappt. (Dies war schon immer kein Problem für mich.)
  • Eskalieren und erotisches Interesse entzünden: Bislang eher nicht; allerdings gelegentlich "Indicators of Interest" (Ärmelzupfen).
  • Telefonnummer/weitere Dates/etc.: To do.

Bei den ersten beiden Punkten gefällt mir Deine beschriebene Art. Ich denke, Du machst das ganz gut und passend zum Umfeld in dem Du Dich bewegst. Dass das funktioniert merkst Du ja selbst.

Aber dann, wenn Du im Gespräch bist, fehlt irgendwo Dein Ziel. so lese ich es zumindest heraus. Evtl. solltest du hier die Gespräche mit den Mädels etwas genauer wiedergeben. Dann kann man es besser beurteilen.

Ich glaube Du bist im laufenden Gespräch einfach zu elegant unterwegs. Die Mädels spüren, dass sie da einen wortgewandten und angenehmen Zeitgenossen vor sich haben. Aber es fehlt etwas die Gefahr.... dieses Kribbeln, wenn die Dame nicht so genau weiß, worauf das hinausläuft. Diese Spannung zwischen Mann und Frau. Im Prinzip also das, was Du unter "erotischens Interesse zünden" wohl meinst. "Erotisches Interesse zünden" ist aber recht schwer am Kaffeetisch oder den Veranstaltungsräumen in denen Du  bist. Du solltest ein Mädel erstmal isolieren und dann einfach ein wenig mehr C/F einbauen um so auf die mehr körperliche Schiene zu kommen. Du bist hier vielleicht zu "geistig" und zu intellektuell unterwegs?! Das ist sicherlich kein Nachteil, aber versuch auch mal ein wenig das Tier im Manne durchkommen zu lassen. Du hast wunderbare Voraussetzungen und mit Deiner Wortgewandtheit kannst du sicherlich einiges reißen.

Das hier war gut:

vor 9 Stunden schrieb Cosmo Schweighäuser:

Was mir bemerkenswert schien: Später erspähte ich die Franziska neben der DJane, schlenderte hinüber und sagte etwas in der Art von: "Du bist mir ausgebüchst, endlich hab ich dich wieder!" -- was ich anscheinend so selbstsicher und ohne einen Anflug von Bedürftigkeit äußerte, dass sich ein deutlich erkennbarer Anflug von Respekt auf Franziskas Gesicht stahl.

Und hier kommt ein Punkt, an dem das Gespräch wirklich interessant wäre. Über was und vor allem "wie" habt ihr gesprochen:

vor 9 Stunden schrieb Cosmo Schweighäuser:

Wir redeten weiter -- und die Franziska schien sich wohlzufühlen und quatschte entspannt, ohne Befangenheit; legte zum Schluss allerdings mit vielen Gesten dar, dass sie kein erotisches Interesse an mir habe, wenn sie auch das Gespräch prima gefunden habe.

 

Bzgl. Telefonnummern: Ich bin eher einer, der das sehr direkt fragt. "Gib mir Deine Telefonnummer, dann vereinbaren wir ein Date!" Punkt. Das Mädel weiß dann genau wofür ich Ihre Nummer will. 

Wie hast Du das hier angestellt? Wie hast Du nach ihrer Nummer gefragt? Das sind interessante Punkte, die Du evtl. noch verbessern könntest... Schreib mal ein bisschen mehr zur genauen Koversation. Hast Du z. B. einen Vorwand erfunden? Wie z. B. Kontakt wegen des Studiums oder ähnlich, oder hast Du das Thema "Date" direkt auf den Tisch gebracht?

vor 9 Stunden schrieb Cosmo Schweighäuser:

Ich entschloss mich, den Ansturm auf das Etappenziel "Handynummer" zu wagen. Dies glückte nicht: Die Lisaweta vollführte ausgreifende Gesten mit den Armen in der Luft -- "wie sag ich das jetzt? wie sag ich das nur jetzt?!" -- und rang sich endlich zu einer weitschweifigen Erklärung durch, derzufolge sie schon unzählige Menschen in ihrem Leben habe, die sie zusammen mit dem Philosophiestudium vollständig auslasteten.

 

Ich bin wie gesagt eher für die direkte Variante. Die indirekte erfordert meiner Meinung nach vorher noch mehr Kino, da das Mädel ansonsten vielleicht wirklich glaubt, dass Du sie wegen des Stusiums anrufen willst. wie ist egal, aber sie muss kapieren, dass es Dir darum geht, sie kennen zu lernen.

Hau rein und weiter so!

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geschrieben (bearbeitet)

Die benutzten Sprüche waren am Anfang besser, fand ich.

Beispielsweise: "Entschuldigen Sie. Ich musste es Ihnen einfach sagen: Sie sind wunderhübsch!"

Ist viel besser als z.B. "Ihr mögt Bücher, ich mag Bücher -- wollen wir zusammen einen Kaffee trinken gehen?"

Vielleicht macht es Sinn erstmal rauszufinden welche Redewendungen funktionieren und welche nicht.

Du könntest auch sagen "Entschuldigen Sie. Ich musste es Ihnen einfach sagen: Sie sind wunderhübsch! Darf ich Ihre Telefonnummer haben?"

Wenn Du die Nummer dann hast, verabschiede Dich zügig und ruf nach 2-3 Tagen an.

Probier es mal aus, es kann durchaus Erfolgreich sein.

Weil, die Frau darf nicht anfangen zu überlegen, wie sie Dich wieder loswerden kann und gleich beim Erstkontakt zusammen Kaffee trinken wollen kann zu verbindlich sein.

Es gibt ja nur 3 Möglichkeiten:

- Du bekommst keine Telefonnummer

- Du bekommst eine falsche Telefonnummer

- Du bekommst die richtige Telefonnummer :)

Sprech 30 Frauen so an und schau wie es läuft.

bearbeitet von Neocasanova
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Kurzbericht:

Habe zwei Telefonnumern. 😅

Bei der ersten -- nennen wir sie Gretchen:

  • Mir half Franz Kafka, dessen Kopf auf ihrem Stoffbeutel aufgedruckt war.
  • Ich sagte spontan (wir befanden uns in einem S-Bahnhof): "Ehrlich gesagt finde ich ihn etwas zu deprimierend." Verständnisloser Blick; ich: "Ich meine den Franz Kafka". Ihr Blick leuchtete auf. Wir unterhielten uns über Bücher, bis meine Bahn kam; kurz bevor ich in den Zug stieg, rief etwas in meinem Hinterkopf: "Telefonnummer fragen, Telefonnummer fragen, Telefonnummer fragen...!" Das tat ich, und wir tauschten die Nummern. "Ja, warum sollen wir uns nicht treffen, also so zum Reden!" bemerkte das Gretchen, was sich in meinen Ohren etwas zu sehr nach "Aber ja nicht zum Knutschen, Fummeln, sich gegenseitig lechzend die Kleider runterreißen, etc." anhörte. Aber mal schauen! Am Schluss konnte ich mich nicht entschließen (gewissermaßen gab es einen rekursiven Hänger in meinem Kopf wie bei Buridans Esel), ob ich ihr die Hand schütteln oder nur winken sollte; wählte zuguterletzt Letzteres, was sie etwas zu verblüffen schien. Nicht genug Körperkontakt aufgebaut? Doch die Handynummer habe ich.

Bei der zweiten -- nennen wir sie Persephone:

  • Gemeinsamer Spontanrestaurantbesuch nach einem Vortrag über Typographie -- mit Persephone (etwa so alt wie ich) und einer weiteren Dame (nennen wir sie Hera, etwas älter).
  • Sehr ausführliches Gespräch, das charmante Züge annahm, nachdem ich die Geschichte erzählte, wie ich mit 16 plötzlich exzellent Violoncello spielen gelernt hatte (vorher pflegte ich mich jahrelang jeglichem Instrumentalunterricht zu verweigern), weil ich in die Lehrerin verknallt war -- bei dieser Geschichte gingen der Persephone die Augen über...
  • Die beiden shittesteten mich in- und auswendig, indem sie umschwungreich darüber redeten, dass Frauen stets bösen Alphas hinterherlaufen aber nicht den weichen Betas.
  • Ich sah der Persephone dabei belustigt in die Augen, versuchte mit Blicken den Gedanken zu vermitteln: "Was vermutest du denn, welches von beidem du hier vor dir hast...?"
  • Fand die Anwesenheit der Hera natürlich etwas störend, sonst hätte ich wahrscheinlich versucht, bis zum Küssen zu eskalieren.
  • Die beiden bemerkten, ich sei herausragend darin, Geschichten zu erzählen.
  • Ergatterte Email und Telefonnummer.
  • Umarmte die Persephone beim Abschied (was diese wohl recht überrumpelte), dabei kam mehr Körperkontakt zustande, als ich beabsichtigte, da meine Hand (wenn mich nicht alles täuschte) von ihrem Rucksack abgelenkt wurde und dadurch ihren Po streifte.

 

Insgesamt habe ich mich in beiden Fällen wahrscheinlich äußerst unbeholfen angestellt... aber hey, ich übe das Ganze erst seit Anfang März, und habe mich in dieser Zeit von jungfraujochhoher Ansprechangst bis zum Ergattern von Handynummern vorgearbeitet, und es geht weiter. Der Vorschlag: "Spontanes Kompliment + gleich nach der Telefonnummer fragen" klingt auch lustig, das probiere ich demnächst mal.

Nun lasse ich nach Pickup-Lehrsatz Numero Uno erst einmal einige Tage verstreichen, bis ich die Telefonnummern zum Einsatz bringe...

(Heute kürzerer Bericht, da müde!)

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vor 13 Stunden schrieb Cosmo Schweighäuser:

kurz bevor ich in den Zug stieg, rief etwas in meinem Hinterkopf: "Telefonnummer fragen, Telefonnummer fragen, Telefonnummer fragen...!" Das tat ich, und wir tauschten die Nummern.

Ja, genau das ist es.

Je mehr Du damit arbeiten kannst, umso besser wird es laufen.

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Die Spontan-Methode von @Neocasanova hat heute funktioniert; habe in der S-Bahn Telefonnummer von einer sehr hübschen Dame aus Weißrussland ergattert -- mit nettem Kompliment ("Ihre Augen sind so wunderschön blau wie der Himmel...") und direktem Fragen nach der Nummer!

(Ob die erhaltene Nummer nun stimmt oder ins Leere führt oder an das Ohr ihres Ehemanns etc. bleibt natürlich zu testen! ;) )

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