Salsa y Amor: Die tanzende Bodybuilderin

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14. Oktober:

Ich mache früher Schluss auf der Arbeit, um zeitig nach Hause zu kommen - morgen beginnt der 4-tägige Barcelona Trip mit 2 guten Freunden und Lair-Genossen, auf den ich mich bereits seit Wochen tierisch freue!

Wir wollen die Stadt erkunden, Urlaub machen, aber natürlich auch eins: gamen B-)

Nachdem der Rucksack gepackt und alles fertig vorbereitet ist, überfällt mich allerdings die Langeweile. Soll ich noch weggehen? Wieso eigentlich nicht. Solange ich es nicht übertreibe, geht das schon klar.

Ich dusche kurz, schmeiße mich in Schale und laufe in Richtung Bahnhof. Mittwochs ist in einem Wiesbadener Club immer Salsa-Abend – genau das Richtige als Warm-Up für die temperamentvollen Katalaninnen!

(Einschub: Da das Ganze mittlerweile fast 1 Monat zurückliegt, bitte ich um Verständnis, dass der folgende Part eher detailarm ausfällt was Gespräche angeht. Ich kann mich einfach nur noch an das Wichtigste erinnern.)

Der Anfänger-Kurs ist um 22:30Uhr vorbei, ein Stündchen will ich mir das Geschehen ansehen, danach werde ich die Segel streichen.

Ein 2er Set weckt mein Interesse: Beide Frauen sind etwa Mitte 20, schlank, brünett und toll zurechtgemacht.

Die kleinere von beiden hat es mir schlagartig angetan. Ich beschließe mein target direkt anzusprechen, bitte sie um einen Tanz und sie willigt ein.

Wir verstehen uns sofort, harmonieren auf der Tanzfläche, lachen zusammen und es macht einfach nur riesen Spaß, mit ihr zu tanzen.

Ich lerne, dass sie Maria heißt, gebürtige Portugiesin ist, heute ihren freien Abend hat und ihr Herz für Kraftsport schlägt. Sie hat einen Trainer, will nächstes Jahr auf die Bühne und in der Bikini-Klasse starten.

Bull’s Eye! :woot:

Während wir so tanzen, zwinkert mir Fortuna zu: Ein Kerl, den ich von früheren Salsa-Parties kenne, zwängt sich an uns vorbei.

Ich tippe ihm auf die Schulter und bitte ihn, Marias Freundin aufzufordern. Er spielt glücklicherweise mit, überzeugt sie und ich habe mir etwas mehr Zeit mit Maria erkauft.

Liedwechsel.

Ich bedanke mich bei Maria für den Tanz und lasse sie etwas mit ihrer Freundin alleine.

Ein paar Songs später läuft sie mir erneut auf der Tanzfläche über den Weg: Round 2.

Es dürfte mittlerweile etwa 23:30Uhr sein und ich überlege, ob ich einfach nach der Nummer frage und gehe.

Doch es kommt anders. Marias Freundin unterbricht uns. Sie sei müde und müsse morgen Früh arbeiten.

Sie schlägt vor, dass Maria ja noch ein wenig alleine dableiben könne. Ich werde hellhörig.

Die beiden tauschen sich kurz aus, verabschieden sich, und Maria bleibt, während ihre Freundin von dannen zieht, bei mir.

Meine Abendplanung ändert sich schlagartig. Wir tanzen ein weiteres Lied zusammen, bevor ich Maria an der Hand nehme und wir auf zwei Stühlen am Rand der Tanzfläche Platz nehmen.

Zeit für etwas Rapport: Wir reden über Gott und die Welt, die Chemie scheint zu stimmen, ich liebe ihre spielerische, flirtive Art. Ich initiiere etwas Körperkontakt, indem ich ihre Hand nehme – sie lässt mich gewähren.

Wir sitzen uns insgesamt ca. 1 Stunde gegenüber, es ist ein langsamer Prozess immer tiefer werdender Blicke, fortschreitender Kino-Eskalation, gesteigerter erotischer Spannung.

Ich streichle ihre Hand, gebe ihr ab und zu einen leichten Klaps auf den Schenkel. Irgendwann spielt sie mir einen Steilpass zu:

Maria: „Ich bin es ja eigentlich gewohnt, dass Männer die Initiative ergreifen…“

Mein Stichwort. Ich ziehe sie zu mir heran und küsse sie. Sie erwidert den Kuss.

Mein Kopf arbeitet wie verrückt: „F*ck – was mache ich jetzt?“

Um meine Ratlosigkeit und Unentschlossenheit etwas zu kaschieren, lade ich sie nochmal zum tanzen ein.

Wirklich gute Ideen kommen mir nicht: In wenigen Stunden geht der Flieger, wie „on“ und zu Schabernack bereit sie tatsächlich ist – keinen Schimmer!

Wir nehmen wieder Platz und ich versuche, mich langsam aber sicher vorzutasten und herauszufinden, wo ich bei ihr stehe.

Ich lenke das Gespräch auf intimere Themen :spiteful:

Maria: „Meine Ausprobierphase habe ich hinter mir. Ich suche nicht nach One Night Stands.“

Ihre Körpersprache sagt etwas anderes.

Ich streichle sie, wir küssen uns.

Sie haucht mir ins Ohr.

Maria: „Was mache ich nur mit dir?“

Safe play oder Risiko – Number Close oder „go for gold“?

Ich entscheide mich für Risiko.

Ich schlage vor, dass sie mich zum Bahnhof begleiten könne – ich müsse langsam gehen, in ein paar Stunden würde mein Flieger nach Barcelona abheben. Sie ist einverstanden, wir verlassen den Club.

Maria hat ihr Fahrrad in der Nähe angeschlossen, sie steigt auf den Gepäckträger und wir fahren lachend zu zweit auf ihrem Rad durch das kalte, nächtliche Wiesbaden.

Die S-Bahn verpassen wir um ca. 10 Minuten. Es ist mittlerweile 3Uhr – in 3 Stunden muss ich aufstehen.

Maria offenbart sich als echtes Herzchen: Sie bietet mir an, mit mir auf die nächste Bahn zu warten. Wir halten uns gegenseitig warm und verbringen die Zeit auf einer Bank am Bahnhof.

So schön die Situation auch ist: Ich merke, wie Maria immer mehr abbaut und sich die Müdigkeit auch bei mir bemerkbar macht.

Ich bin froh, wenn ich überhaupt noch etwas Schlaf kriege, also verwerfe ich den Gedanken an die gemeinsame Nacht, tausche letztendlich doch Nummern mit ihr aus und verabschiede mich um kurz vor 4 mit der Bahn von ihr…

19. Oktober:

Ich bin zurück in Deutschland und schreibe Maria. Sie antwortet spärlich.

24. Oktober:

Ich schreibe ihr erneut. Ihre Antwort:

lr1ps75k3voewa.jpg

(Alternativ-Link, falls das Bild nicht läd: http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/lr1pkzjny8ibva.jpg )

Meine Reaktion: WHAT – THE – FUCK? Wie kommt sie denn jetzt auf "Beziehung"? :blink:

Gefühlsmäßig schwanke ich irgendwo zwischen Unverständnis und Frustration :mellow:

Ein Teil von mir will das Ganze abschreiben…

04. November:

Ich sehe mir abends ein Motivational Video von Will Smith auf YouTube an. Folgende Phrase bleibt in meinem Kopf hängen: "It's not over until I win!"

Ich beschließe, mich nicht so schnell geschlagen zu geben, was Maria angeht.

Halloween soll mir als Aufhänger dienen, mich erneut bei ihr zu melden.

Ich schlage ein harmloses Treffen bei einer Tasse heißer Schokolade vor – ich wolle ihr ja nicht gleich einen Ring anstecken ;-)

Zu meiner Verwunderung reagiert sie sehr positiv! Sie willigt ein und akzeptiert meinen Vorschlag, sich am Samstagnachmittag mit mir zu treffen.

06. November:

Ich treffe Maria um 17:30Uhr am Bahnhof. Sie sieht atemberaubend aus, genau wie ich sie in Erinnerung hatte.

Wir begrüßen uns mit Küsschen, Küsschen und ich schlage vor, zuerst einen kleinen Spaziergang zu machen.

Sport ist unser gemeinsames Thema, wir fachsimpeln und diskutieren, während wir so unser Ründchen drehen.

An einer Bank nehmen wir Platz und reden über etwas tiefschürfendere Themen miteinander: Kindheitsgeschehnisse, Zukunftswünsche, Lebensentwürfe.

Maria schlägt vor, einen Kaffee trinken zu gehen. Wir steuern das nächstgelegene Café an und bestellen uns etwas zu trinken, ich ordere noch einen Hauptgang.

Marias Handy vibriert:

Maria: „Oh man…meine Freunde fangen jetzt schon an, Stress zu machen. Dabei sind wir doch erst für 22 Uhr verabredet!“

Ich sage gar nichts und schaue sie einfach nur etwas verwundert an.

Maria: „Ja sorry – du weißt ja, 2 Jobs. Ich habe wirklich wenig Freizeit, da versuche ich so viele Leute wie möglich zu sehen. Ich wollte mich mit dir treffen, danach aber auch noch etwas meinen Freundinnen unternehmen!“

Ich schaue auf die Uhr. Es ist 19:30Uhr.

Bisher gab es quasi kein Kino, ich habe noch mein dampfendes Essen vor mir stehen und sie muss in spätestens 2 Stunden den Zug nehmen. Kein gutes Blatt.

Außerdem fühle ich mich wie ein Lückenbüßer... <_<

Ich beschließe, mir so gut es geht nichts anmerken zu lassen und wechsle das Thema. Emotionen müssen her!

Ich piesacke sie etwas, sie boxt mir gegen die Schulter, ich halte ihre Hand fest und tadele sie wie ein unartiges, kleines Kind.

Sie beginnt ihre langen, dunklen Haare um ihren Finger zu wickeln und mich mit ihren Blicken zu fixieren. Grund genug für mich, noch eine Schippe draufzulegen:

Ihre schroffe Art würde mich an einen Mann erinnern, sie wäre sicherlich auch ein prima Junge geworden - Ein Mario! :laugh:

Sie lacht und zeigt sich spielerisch empört, das Gespräch wird immer flirtiger.

Maria verabschiedet sich in Richtung der Toiletten und ich nutze die Zeit, um nach der Rechnung zu fragen und diese direkt zu begleichen.

Normalerweise bezahle ich nie am 1. Date, aber ich habe keine Lust auf irgendwelches Tamtam - ich weiß, dass die Zeit gegen mich läuft.

Einige Minuten später kommt Maria zurück. Ich mache ihr ein Zeichen zu gehen. Etwas verwundert fragt sie mich nach der Rechnung, ich nicke nur kurz und weise ihr den Weg zum Ausgang.

Als wir das Café verlassen, merke ich, wie Maria sich bei mir einharkt.

Wir schlendern gemeinsam in Richtung Innenstadt und Maria fängt an, in allem was ich sage, etwas Versautes zu entdecken. Ich nehme ihre „Einladung“ dankend an:

Maria: „Man kann alles, was du sagst, auch ganz anders verstehen! Zum Glück bin ich nicht so, ich bin ganz unschuldig, wie ein Engel…“

Raw: „Ist das so, ja?“

Maria: „Naja, ich verrate dir was: Eigentlich bin ich der Teufel!“

Ich halte sie fest an der Hand.

Raw: „Große Worte für so eine kleine Frau...“

Ich ziehe sie eng an mich heran, wir schauen uns tief in die Augen. Maria grinst mich schelmisch an. Wir küssen uns.

Ich genieße den Moment mit ihr und werde richtig heiß auf sie, als sie anfängt, mir auf die Unterlippe zu beißen :diablo:

Einen Klaps auf den Hintern später bewegen wir uns weiter in Richtung Innenstadt.

Ich nehme ihre Hand und wir schlendern in ein Gespräch vertieft durch die Straßen, bis ich einige Minuten später stehen bleibe und verkünde:

Raw: „So, da wären wir. Schön hier, oder? Hier wohne ich“ ^_^

Maria: „Wir sind jetzt nicht ernsthaft zu deiner Wohnung gelaufen…?“ :shok:

Raw: „Doch, natürlich. Es ist erst 20Uhr und mir wird langsam etwas kalt. Auf, lass uns schnell reingehen!“

Ich gehe ohne einen Blick zurückzuwerfen voran, öffne die Haustür und betrete mit Maria das Treppenhaus.

Als sie die Türschwelle zu meiner Wohnung durchschreitet und die Tür hinter sich schließt, fällt mir ein erster Stein vom Herzen...

Ich lasse sie nach einem Bild auf ihrem Handy suchen und nutze ihre kurze Ablenkung, um meinen PC zu starten und auf Soundcloud ein Mixtape von The Weeknd zu starten.

Ich setze mich neben sie und schaue ihr über die Schulter, wie sie unzählige Fotos auf ihrem Handy durchblättert. Langsam nehme ich sie in den Arm und beginne an ihrem Ohrläppchen zu knabbern.

Lachend steht sie kurz auf, verstaut ihr Handy in ihrer Handtasche und kniet sich auf mich.

Wir küssen uns, meine Hände wandern auf ihren Hintern und ich gebe ihr einen Klaps, den sie mit einem frechen Grinsen quittiert.

Maria: „Warum bist du eigentlich noch so angezogen?“

Maria streift mir meinen Pulli vom Körper.

Ich stehe auf, hebe Maria an ihrem Hintern hoch und trage sie quer durch die Wohnung auf mein Bett. Wir küssen uns innig und verschlingen uns eng ineinander.

Maria: „Warte kurz...“

Sie steht auf, entledigt sich kunstvoll ihrer Hose und ihres Oberteils und steht lediglich in Unterwäsche vor mir.

Langsam und verführerisch krabbelt sie auf allen Vieren zurück ins Bett.

Sie gibt mir einen leichten Schubs, so dass ich sanft auf dem Rücken lande und kniet sich auf mich.

Auf mir thronend und verschmitzt grinsend schaut sie mir herrisch in die Augen.

Maria: „Weißt du was der Unterschied zwischen Latinas und deutschen Frauen ist?"

Ich soll ihn kennenlernen.

bearbeitet von Raw
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Geil! Mit Spannung diesen FR gelesen.

"It's not over until I win!"

gefällt mir gut. Kannst du den Link des besagten Videos posten?

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Sehr guter Bericht, angenehmer Schreibstil und man kann von dir lernen.

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Geil! Mit Spannung diesen FR gelesen.

"It's not over until I win!"

gefällt mir gut. Kannst du den Link des besagten Videos posten?

Will Smith war doch nur im Capture (dachte es wär von ihm), ist dieses Video hier:

@ Psyke: Vielen Dank!

Wenn mir diese Erfahrung eines gezeigt hat, dann dass Persistence einfach verdammt wichtig ist!

Ich will gar nicht wissen, wie oft ich schon eigentlich relativ kurz davor war, und dann doch auf den letzten Metern gescheitert bin, obwohl ich das nicht mal gemerkt habe.

Zur Verbildlichung passt denke ich das hier sehr gut:

mining-for-gold.jpg

Hat mein game alles in allem wirklich vorangebracht, dieses Mindset.

Ich habe mich nach der Action mit Maria heute um 18Uhr mit einer Frau aus Tinder zum 1.Date getroffen. Vor 15 Minuten hat sie meine Wohnung verlassen.

Wer diesem Mindset eine Chance geben möchte - für mich funktioniert es fantastisch.

Aber wichtig: Unbedingt darauf achten, richtig zu kalibrieren. Es geht darum, hartnäckig zu sein, solange ein "nein" eigentlich ein "ja" und Teil des Flirts ist. Sobald ein "nein" jedoch wirklich ein "nein" ist, hat man das zu respektieren.

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