Hirnfick - Alles hinwerfen nach 7 Jahren

9 Beiträge in diesem Thema

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Kurzer Überblick über die Parameter:

-Im November 7 Jahre zusammen

-Seit Oktober letzten Jahres gemeinsame Wohnung 

-Sexleben eingeschlafen

-Beide zarte 23 Unzen 

 

So, jetzt mal ein paar normale Deutsche Sätze ? Also ich stecke in einem Dilemma! Bin mit meiner besseren Hälfte nunmehr seit 7 Jahren zusammen. Höhen und tiefen inklusive versteht sich. Letztes Jahr sind wir dann schlussendlich zusammen gezogen weil...Nun ja weil? Ehrlich? Nach damaligen 6 Jahren Beziehung sind mir einfach die ausreden ausgegangen :P nein, natürlich haben finanzielle Aspekte auch mitgespielt da es sich Job bedingt gut ergeben hat und die Mieten bei uns auch eine ordentliche Ansage an den Geldbeutel sind! Mein damaliger, und auch heutiger Wunsch, wären getrennte Wohnungen gewesen. Einfach weil dieses Modell "Jeden Tag nach Feierabend noch gemeinsam sein" nicht für mich geschaffen wurde. Davor waren es 5 Jahre Wg (Geile Zeit!). Ehrlich, ich liebe diese Frau und sie zaubert mir mehr als oft genug ein Lächeln ins Gesicht, ABER: Sie geht mir auch oft genug auf den Senkel! Warum ist ja egal. Jedenfalls ertappe ich mich immer öfter dabei den "Guten alten Zeiten" nachzutrauern. Sogar eine Trennung schießt mir ab und an mal durch den Kopf! Warum? Ich bin 23, Mechaniker aus Leidenschaft (Liebe meinen Job) und eigentlich sollte mir die Welt zu Füßen liegen, aber das tut diese so nicht. Bisschen schwierig die genauen Gedanken zu wiedergeben. Ich lese mir hier die Entwicklung manch angehender PUA'S durch und denke mir: Da muss was gehen! Habe echt meine Hobbys vernachlässigt, Freunde etc. Hätte nie gedacht wie fucking faul/gemütlich man werden kann nach so einem zusammenzug! Zudem ist das Sexleben echt eingeschlafen. Wir wollen das zwar wieder auf trab bringen, aber irgendwie fehlt mir da einfach auch die Motivation dazu!? 

Evtl. Hat schon mal einer in so einer Lage gesteckt und könnte seine Erfahrungen dazu hier beitragen? Bin natürlich über jegliche Art von Input dankbar. 

Noch eine Anmerkung: mein jetziger SC... Ja, ich habe Leute auf die ich mich echt verlassen kann und mit denen ich echt dicke bin, jedoch keiner darunter mit dem ich die Welt auf den Kopf stellen könnte. Zudem wohne ich wohl in der langweiligsten Stadt BW's (Reutlingen)... Hier geht echt nichts, Tote Hose. 

Thread wurde über ein Smartphone verfasst, bitte über groß und Kleinschreibung hinwegsehen

Danke schon mal im voraus!

bearbeitet von DaXxX_92

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Hi,

War in deinem Alter (also vor 3 Jahren^^) in der gleichen Situation. Da waren wir schon 5 Jahre zusammen und ich habe das Gefühl gehabt das leben zieht an mir vorbei. 

Also habe ich lange darüber nachgedacht und letztendlich Schluß gemacht. Daraufhin folgte eine zeit in der ich mich selber so richtig kennenlernen konnte. Habe viele Frauen kennengelernt, gefickt, Party gemacht. War echt eine geile Zeit. 

...Bis ich dann doch die Beziehung vermisst habe und wir nach 7 Monaten Singlezeit wieder zusammengefunden haben. 

Diese Pause war für unsere jetzige Beziehung sehr wichtig. Weil wir in einem jungen Alter zusammengekommen sind hatte man das Gefühl etwas zu verpassen.

Das haben wir sozusagen nachgeholt und ich muss sagen heute bin ich froh wie das alles gelaufen ist. Dabei habe ich bei der Trennung keine Sekunde daran gedacht wieder mit ihr zusammen zu kommen. Aber wie das Leben so spielt...

Naja hoffe ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen ;)

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Stark, danke! Genau der Gedanke "Das Leben zieht an einem vorbei" ist eben dieser eine der mich am meisten beschäftigt... Die anderen natürlich auch, aber explizit dieser eine ist sehr gewichtig! 

 

Würdest du das heute wieder so handhaben? Auch wenn ihr nicht mehr zusammen gekommen wärt? 

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Der Comfort und die langweilige Alltagsroutine zerbombt dir die LTR. Ich sehe das inzwischen sehr kritisch und ehrlich gesagt sehe ich für mich da keinen Weg, um das zu vermeiden. Die Routinen im Alltag sind enorm wichtig und gerade die Dinge, die zur Routine geworden sind, erleichtern das Leben ungemein. Die Gefahr ist, dass du oder deine Puppe anfängt sich zu langweilen. Mir ist das in meiner letzten LTR passiert. Das abendliche Herumfaulenzen bei Game of Thrones, die ewige Verfügbarkeit und das reibungslose Funktionieren meinerseits hat sie so lange gelangweilt, bis sie mich abgeschossen hat.

Ich wohne seitdem mit keiner LTR mehr zusammen. Das hat den Vorteil, dass ich die Routinen halten kann, wie ich will und die HBs diesen Bereich gar nicht mitbekommen. Mir kommt das immer ein bißchen wie eine Theaterbühne vor: Die Leute wollen sehen, was vorne auf der Bühne los ist. Der Stress und die Arbeit hinter der Bühne bleibt aussen vor. Vorne hingegen ist der große Glamour.

Und ehrlich: Ich kenne momentan keine Frau, wo ich sagen würde, die kann mit einem Mann zusammen leben, ihn lieben und scharf auf ihn sein, auch wenn sie diesen langweiligen, aber unabdingbaren Alltag sieht. Ich hätte es gerne anders, aber momentan gibt es keine, der ich das zutrauen würde. Von meiner eigenen Wunschwelt hätte ich gerne eine Frau, mit der ich den Alltag teile. Ich finde, das gibt viel Geborgenheit und Zusammenhalt. Meine persönlichen Erfahrungen aber sprechen dagegen.

Um nicht faul oder gemütlich zu werden, würde ich regelmäßig Sachen ohne sie unternehmen. Drei bis vier Abende für dich, können sicher viel aus der lähmenden Routine herausnehmen. Sei immer ein bißchen unberechenbar bei all dem, was du tust. Das hält die Attraction hoch.

 

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vor 2 Stunden schrieb DaXxX_92:

Ich bin 23, Mechaniker aus Leidenschaft (Liebe meinen Job) und eigentlich sollte mir die Welt zu Füßen liegen, aber das tut diese so nicht. Bisschen schwierig die genauen Gedanken zu wiedergeben. Ich lese mir hier die Entwicklung manch angehender PUA'S durch und denke mir: Da muss was gehen! Habe echt meine Hobbys vernachlässigt, Freunde etc. Hätte nie gedacht wie fucking faul/gemütlich man werden kann nach so einem zusammenzug! Zudem ist das Sexleben echt eingeschlafen. Wir wollen das zwar wieder auf trab bringen, aber irgendwie fehlt mir da einfach auch die Motivation dazu!? 

Ich kenne Deine Situation. Kann sie zumindest nachvollziehen. Same shit here (lange lange ist es her)... 

Aber:

Dann tue doch was. Ich meine, Du magst Deine Freundin. Was hast bisher dagegen getan? Wie fühlt sie sich denn? Das sagst Du hier nicht. 

Und kleiner Hinweis: Die Welt liegt Dir aber nicht zu Füßen. Finde Dich damit ab. Ich meine, was erwartest Du? 

PS.: Ich lese auch hier...und manchmal wird mir einfach nur schlecht...ist nicht alles Gold....

 

EDIT:

@Carver

vor 47 Minuten schrieb Carver:

Und ehrlich: Ich kenne momentan keine Frau, wo ich sagen würde, die kann mit einem Mann zusammen leben, ihn lieben und scharf auf ihn sein, auch wenn sie diesen langweiligen, aber unabdingbaren Alltag sieht. Ich hätte es gerne anders, aber momentan gibt es keine, der ich das zutrauen würde. Von meiner eigenen Wunschwelt hätte ich gerne eine Frau, mit der ich den Alltag teile. Ich finde, das gibt viel Geborgenheit und Zusammenhalt. Meine persönlichen Erfahrungen aber sprechen dagegen.

Es gibt aber welche. Lass und das Festhalten. 

 

bearbeitet von cyberdud

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Wenn bei Dir kein "Arousal" mehr aufkommt, hat das meistens Gründe. Willst Du Dir eventuell aufgrund von Komfort nicht eingestehen, dass die Nummer mit ihr doch nicht so grandios war, wie Du es Dir gedacht hast? Ist sie denn die Frau mit der Du Dir auch einen weiteren Schritt vorstellen kannst? Du schreibst, sie gehe Dir oft auf den Senkel. Das "Warum" dahinter ist keineswegs egal, sondern sehr wahrscheinlich sogar der Kernpunkt in Eurer Beziehung. Und wenn das Leben schon "an Dir vorbei zieht", dann ist vllt. auch der Zeitpunkt gekommen wieder mit dem Leben mitzuziehen. Du bist 23 und noch jung. Es ist durchaus möglich, dass Du hier eben NICHT die Frau Deines Lebens getroffen hast, und lediglich in Deiner Komfortzone verharrst.

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Ich halte den Gedanken "das Leben zieht an mir vorbei" für eine ziemliche Programmierung und Einrede aus dem Außen, die aus einem sich ständig vergleichen resultiert. Je nachdem welchen Freundeskreis ich habe, wo ich herkomme etc. ist man empfänglicher für sowas, oder eben nicht. 

Es ist normal, dass es diese Beschallung "du musst dies .. du musst das..." gibt, was sie in mir induziert und mit mir macht ist jedoch eine andere Kanne Bier. Ich behaupte selbst ein Aufenthalt im Kloster in Nepal bringt einen in jeder Hinsicht weiter, als die Anzahl der Beziehungen / Affären nach oben zu pushen. Das eine ist Selbstentwicklung und Erfahrung, das andere zu 99% die Sucht nach Anerkennung, wo? Im Außen! Typisch ist übrigens auch, dass man immer mehr möchte, mehr Gehalt, mehr Anerkennung bei Frauen, mehr Frauen, mehr Sex. Schnell ist eine rastlose Hektik erreicht, die Sucht nach Anerkennung eröffnet. Wir machen heute nahezu alles aus diesem Antrieb, kaufen Dinge die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht leiden können

Typisch für das Ego "ich könnte ja was verpassen" -> "ich bin nicht gut genug" -> andere sind beliebter / hübscher / reicher / sportlicher.

Was soll denn an einem vorbeigehen? Wer legt das fest? Die Menschen würden sich selbst im Paradies noch beschweren, nach einiger Zeit "zu warm" "zu viel Obst" etc. 

Nach einiger Zeit sucht das Ego bekanntermaßen die Abgrenzung, da es immer Polarität sucht um zu überleben, das defakto Gegenteil von Harmonie einer Gleichförmigkeit. Nicht umsonst ist Routine ein negativ belegter Begriff, anders als Stetigkeit. Was viel weniger schlecht klingt und trotzdem gefährlich nahe in der geistigen Nähe von "Langeweile" gerückt wird. Wer das nicht kennt, der neigt schnell dazu, dass eine innere Leere vermutet / angenommen wird, die es eigentlich nur im eigenen Mindfuck gibt. Eine Illusion ein Zaubertrick des Verstandes, den man nicht allzu ernst nehmen, wenn höchstens wahrnehmen  sollte. Seltsamerweise haben wir diese Gedanken in anderen Bereichen viel weniger, also ich habe noch niemanden sagen hören "ich muss meinen Job kündigen, ich glaube ich verpasse etwas", wenn es im großen und Ganzen gut läuft.

Am Ende muss jeder sein eigenes Leben akzeptieren, ich persönlich brauchte auch eine Weile, dass mir Frauen / Geld / Job wenig bedeuten, ab dem Moment ging es in allen Bereichen Bergauf in aller Bescheidenheit. Heute spielen diese Dinge eine gesunde Rolle, jedoch nicht mehr und nicht weniger. 

Die Kunst besteht natürlich darin, zu erkennen, was will ich wirklich selbst, von innen heraus und was liegt im Außen, was mache ich aus einer völlig anderen Motivation heraus. 

Viele Grüße 

Thamsite

bearbeitet von Thamsite
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Reutlingen langweiligste Stadt in BW ?! Come on ! Was bei dir los, nicht alles ist scheisse. 

 

Schließe mich den Vorrednern an.

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