Ist meine 180 Grad Wendung ok?

10 Beiträge in diesem Thema

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Hi Leute,

ich habe hier viel gelesen und möchte mich für die vielen Tipps bedanken. Es hat mir nicht nur die Augen geöffnet, sondern mich auch aufgebaut.

Kurz über mich, vor etwas über 11 Jahren nachdem meine Familie durch ein Autounfall von mir gingen, hatte ich alles aufgegeben und mich selbst jahrelang isoliert. Als ich dieses Jahr 30 wurde, musste ich eine Entscheidung treffen entweder aufgeben oder verändern. Ich kenne niemanden in der Großstadt in der ich erst vor einem Jahr gezogen bin, außer ein paar Kollegen, bin im Grunde also alleine auf der Welt und das war für mich immer eine Mauer die ich nicht überqueren konnte. Ich möchte mich nicht wegen Sex oder um eine Beziehung zu haben verändern, ich möchte mich verändern um mein Leben genießen zu können. Um neue Abenteuer zu erleben und um mich wieder gut zu fühlen. Wenn ich schon alleine auf der Welt bin, möchte ich alles tun um es sinnvoll zu gestalten.

 

Ich möchte mit diesem thread meine Erfahrungen festhalten und mit euch teilen. Ich hoffe ich nerve euch damit nicht Leute und bin froh für jeden Beitrag.

 

Ich weiß nicht genau wo mein Selbstbewusstsein momentan steht, aber ich konnte schon mal viele negative Aspekte von mir feststellen, die ich verbessern muss. Ich wurde schon oft von Frauen angesprochen, einige haben mir sogar sehr lange in die Augen geschaut oder mich zu etwas eingeladen. Schüchtern und isoliert wie ich war, habe ich entweder weggeschaut oder bin immer weg gerannt. Ich dachte immer, ich bin nicht gut genug, zu verbohrt so wie ich momentan bin oder was ich auch oftmals denke ist, dass ich es im Bett nicht mehr drauf habe, da meine letzte schon ziemlich lange her ist. Komischerweise kann ich mich mit anderen Menschen gut unterhalten das einzige Problem das ich habe ist, aus meinem Schatten zu springen.

 

Ich habe mit diesem Bootcamp hier angefangen und bin aus meinem Schatten heute gesprungen!. Als ich mit ein paar Kollegen essen war, habe ich die Serviererin gefragt woher sie kommt. Als sie gefragt hat wieso, habe ich ihr in die Augen geschaut, angelächelt und gesagt dass ich sie wunderschön finde. Sie sagte daraufhin "oha" und ist weitergegangen. Sie konnte mir nicht ganz in die Augen schauen. Ich habe danach nicht weiter gemacht, ich dachte vielleicht hätte ich zu ihr gehen sollen um mich zu entschuldigen dass ich das so geradeaus gesagt habe etc. um so eine Konversation zu starten. Aber auch wenn sie echt toll aussah war meine Absicht nicht sie herumzukriegen, ich wollte es einfach nur mal gesagt haben in dem Moment. Ich habe mich anschließend gut gefühlt und bemerkt wie mich das selbst teilweise aufgebaut hat... Ich weiß dass ich nicht schlecht ausschaue und kenne meine Macken. Trotzdem habe ich das Problem mich mit anderen immer vergleichen zu müssen. Allerdings ist heute auch etwas schlimmes passiert. Als ich vor der Tür eine geraucht habe, sah ich eine Gruppe von Frauen auf der Straße und als einer dieser Frauen ihr Kopf schnell gedreht und mich angeschaut hatte, sah ich weg. Sie sah gut aus und ich konnte mich in dem Moment selbst nicht verstehen. Und so ging mein Selbstwert den ich an dem Tag aufgebaut habe teilweise flöten.

bearbeitet von Kavuzo

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ich hab nur den Thread-Titel gelesen, aber eine 360-Grad-Wendung führt dich dahin wo du schon vorher warst

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vor 2 Stunden, Nachtzug schrieb:

ich hab nur den Thread-Titel gelesen, aber eine 360-Grad-Wendung führt dich dahin wo du schon vorher warst

Haha stimmt hab mich tot gelacht über den Fehler. Jo danke, ist bearbeitet.

Ps: Ich hätte vielleicht diesen thread doch net erstellen sollen. Ist mir inzwischen sehr peinlich...

bearbeitet von Kavuzo

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Dir muss hier erstmal rein gar nix peinlich sein. Alle hier sind dabei weil sie irgendwann mal angefangen haben. Ein herzliches Willkommen im Kreise aktueller und ehemaliger Frischlinge.
Lies Dich weiter ein, vor allem die Schatztruhe hat so einiges zu bieten. Lass Dich nicht von Misserfolgen runterziehen sondern lerne daraus. Nichts läuft am Anfang perfekt. Du hast einen Approach geschafft, einen nicht. Feier was du erreicht hast! 
Reflektiere was du beim nächsten Mal anders oder besser machen möchtest. Das ist ein ständiges ausprobieren und kalibrieren. Wird schon so lange du an dich glaubst und nicht den Mut verlierst.
enn du dich hier ernsthaft mit den Themen auseinandersetzt wird das noch ein spannendes Leben. 

bearbeitet von AlfredENeumann
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vor einer Stunde, AlfredENeumann schrieb:

Dir muss hier erstmal rein gar nix peinlich sein. Alle hier sind dabei weil sie irgendwann mal angefangen haben. Ein herzliches Willkommen im Kreise aktueller und ehemaliger Frischlinge. Lies Dich ein, vor allem die Schatztruhe hat so einiges zu bieten. Und lass Dich nicht von Misserfolgen runterziehen. Nichts läuft am Anfang perfekt. Du hast einen Approach geschafft, einen nicht. Feier was du erreicht hast. Reflektiere was du beim nächsten Mal anders oder besser machen möchtest. Das ist ein ständiges ausprobieren und kalibrieren. Wird schon so lange du an dich glaubst und nicht den Mut verlierst. Wenn du dich hier ernsthaft  mit den Themen beschäftigst wird das noch ein spannendes Leben. 

Hey, danke dir Alfred. Ehrlich gesagt war ich etwas skeptisch von heute und dachte was ich hätte anders oder besser machen können. Dein Beitrag hat mich etwas aufgeweckt... ich versuche es weiterhin. Mein Hauptgrund mich zu verändern ist es eine neue Seite in mir zu öffnen und evtl. sogar einen guten Freundeskreis zu bilden. Ich dachte wenn ich mit Frauen anfange, bin ich in jeglicher Hinsicht auch offener und bereit weitere Schritte und Chancen einzugehen.

Eines meiner Probleme ist, ich bin zwar mutig oftmals was mich ab und zu selber überrascht und mache Dinge, die ich nie zuvor gemacht habe. Im Nachhinein allerdings verurteile ich mich selbst wie, "ach du depp, du warst zwar gut hättest aber dies und das noch machen können aber du hast es vermasselt" etc. Das ärgert mich sehr...

bearbeitet von Kavuzo

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Gaanz "einfacher" Tip. Approache jeden. Männlein, Weiblein, Hunde, Katzen, Kopiergeräte.
Einfach in den Flow kommen. Mach es Dir zum Ziel mit möglichst vielen Leuten zu sprechen, nicht nur mit Frauen. Du wirst merken dass das "wie interagiere ich mit anderen (geschlechtsunspezifisch) Dich viel weiterbringt, als die Selektion auf "die sieht toll aus, die sprech ich an".
Gerade hier bist Du noch nicht outcome-independent und die Gefahr des "ich hab's verbockt" ist viel höher.
Guck Dir mal das DJBC hier im Forum an. Wäre glaube ich was für Dich.

Das mit dem "im nachhinein ärgern" kenne ich nur zu gut. Doch ich hab es hinter mir.
Wie? Indem ich mir immer wieder bewusst machte, dass ich gegeben/getan habe, was mir in diesem Moment möglich war.
Nachher ist man immer schlauer - altes und wahres Sprichwort.
Lerne aus aus dem Vergangenen  und setze das Gelernte bei einer neuen/anderen Gelegenheit um. Der Ärger lenkt davon nur ab und ist eine Reaktion des idealisierten Egos, welches es aber in echt gar nicht gibt. Ansprüche und Erwartungen gehen mit Enttäuschungen Hand in Hand.
Mach Dir das immer wieder bewusst. Du tust was Du kannst, mehr kannst und solltest Du nicht von Dir erwarten. Klar gibt es so "war blöd" Momente. aber auch hier - wir sind Menschen, wir machen Fehler. Verzeih Dir selbst.
Wenn alles perfekt liefe, was für eine langweilige Welt wäre das denn?

Ich häng noch ne Buchempfehlung dran, ich arbeite mich gerade durch und es wirkt. Zumindest für mich.  Nathaniel Branden - die 6 Säulen des Selbstwertgefühls.
Last but not least - Du wirst noch oft das Gefühl haben dass Du's verbockt hast. Lange nicht jeder Approach wird erfolgreich sein. Nicht jeder mag jeden, nicht jeder Spruch wird sitzen. 
Umso wichtiger ist die Grundeinstellung zu Misserfolgen. Du hast aus einer unendlichen Anzahl von Möglichkeiten EINE gefunden, wie es nicht geht. Haken, lernen, neu versuchen. Immer wieder und wieder und wieder.
Ich bin wahrlich kein Verfechter von Numbers Game, aber auch hier greift ein altes Sprichwort: Erfahrung macht den Meister. Das DonJuan Bootcamp wär echt nen Blick wert.

 

bearbeitet von AlfredENeumann
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Gast Legacy
vor 8 Stunden, Kavuzo schrieb:

Hey, danke dir Alfred. Ehrlich gesagt war ich etwas skeptisch von heute und dachte was ich hätte anders oder besser machen können. Dein Beitrag hat mich etwas aufgeweckt... ich versuche es weiterhin. Mein Hauptgrund mich zu verändern ist es eine neue Seite in mir zu öffnen und evtl. sogar einen guten Freundeskreis zu bilden. Ich dachte wenn ich mit Frauen anfange, bin ich in jeglicher Hinsicht auch offener und bereit weitere Schritte und Chancen einzugehen.

Eines meiner Probleme ist, ich bin zwar mutig oftmals was mich ab und zu selber überrascht und mache Dinge, die ich nie zuvor gemacht habe. Im Nachhinein allerdings verurteile ich mich selbst wie, "ach du depp, du warst zwar gut hättest aber dies und das noch machen können aber du hast es vermasselt" etc. Das ärgert mich sehr...

Das wird schon. Respekt schon mal für deinen Mut. 

Peinlichkeitsangst oder Blamage-Angst, wie ich es nenne, ist am Anfang normal. Sei dir deiner Gedanken bewusst, dann merkst du, wie du dich selbst sabotierst und blockierst.

Dieses Erkennen der kann dir helfen, damit aufzuhören und diese Ängste zu überwinden. 

Bonne chance

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vor 16 Stunden, Kavuzo schrieb:

Ich weiß nicht genau wo mein Selbstbewusstsein momentan steht,

Ganz ehrlich, in deinem Fall würde ich erstmal mal eine Psychotherapie nachdenken. Damit kannst du zumindest die dicken Brocken aus dem Weg räumen und weißt, wie es um deine Grundbedürfnisse(zB Selbstwertgefühl) steht.  Anekdotische Evidenz mag ja hin und wieder hilfreich sein, aber die Psychologie ist in gewissen Fällen, vor allem wenn es um Traumata geht, um einiges mächtiger und effektiver.

bearbeitet von magick

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vor 16 Stunden, Kavuzo schrieb:

Wenn ich schon alleine auf der Welt bin, möchte ich alles tun um es sinnvoll zu gestalten.

Das gilt doch auch für jeden anderen Menschen, auch die, die Ihre Familie noch haben.

Am Ende der Jugendzeit seine Familie zu verlieren, ist schon harter Tobak. Wenn einem wichtige Bezugspunkte im Leben spontan wegbrechen, dann braucht das einiges an Zeit, bis man sich selber in der Welt ein neues, eigenes Koordinatensystem aufgebaut hat. Auch wenn es bei Dir 11 Jahre gedauert hat, hast Du meinen Respekt dafür, dass Du das jetzt angehen willst. Peinlich zu sein braucht Dir dabei gar nichts.

Ich sehe das aber ähnlich wie @AlfredENeumann:

vor 11 Stunden, AlfredENeumann schrieb:

Gaanz "einfacher" Tip. Approache jeden. Männlein, Weiblein, Hunde, Katzen, Kopiergeräte.

(geiler Satz übrigens 😄 )

Versuch jetzt nicht, Deine sozialen Defizite mit dem Traum einer Partnerschaft, mit einer Frau, auffüllen zu wollen. Arbeite umfassend an Dir und versuche in kleinen Schritten, Kontakt zu allem aufzubauen, was Dir über den Weg läuft. Auch mit fünf Kerlen bei einem Bier am See fühlt man sich nicht mehr alleine.

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Danke für die push ups Leute! ich schätze das sehr.

vor 12 Stunden, AlfredENeumann schrieb:

Gaanz "einfacher" Tip. Approache jeden. Männlein, Weiblein, Hunde, Katzen, Kopiergeräte.

Haha, ja das sollte ich tatsächlich. Das erinnert mich an den Tag wo ich das erste mal nach München kam. Als ich spazieren ging lief ein Mops auf mich zu was mich etwas überrascht hat, die Besitzerin lief hinterher und sagte ich solle keine Angst haben er beißt nicht... Ich meinte daraufhin, passt schon ich liebe Möpse!, habe sie schließlich angesehen und ihre enorme Oberweite bemerkt.

 

vor 2 Stunden, magick schrieb:

Ganz ehrlich, in deinem Fall würde ich erstmal mal eine Psychotherapie nachdenken. Damit kannst du zumindest die dicken Brocken aus dem Weg räumen und weißt, wie es um deine Grundbedürfnisse(zB Selbstwertgefühl) steht.  Anekdotische Evidenz mag ja hin und wieder hilfreich sein, aber die Psychologie ist in gewissen Fällen, vor allem wenn es um Traumata geht, um einiges mächtiger und effektiver.

Hi Magick, danke dir aber ich habe das alles wirklich schon hinter mir. Die Therapien früher haben mir nie etwas gebracht, alle hatten ihre Standardaussagen. Ich habe bemerkt, keine Therapie der Welt kann dir weiterhelfen, wenn du dich nicht selbst ändern möchtest. Ich war an dem Punkt wo ich eine Entscheidung treffen musste, und nicht dank der Therapie, sondern weil ich wusste entweder gibst du auf oder du belebst dich wieder. Ich dachte oft daran was meine Mutter denken würde, wenn sie mich sehen könnte wie ich mich so gehen lasse und sie wäre traurig, würde weinen. Ich dachte solange ich noch ein funken Leben in mir trage, hole ich alles raus was nur geht. Alles oder nichts.

 

vor 1 Stunde, Sprachlos schrieb:

Am Ende der Jugendzeit seine Familie zu verlieren, ist schon harter Tobak. Wenn einem wichtige Bezugspunkte im Leben spontan wegbrechen, dann braucht das einiges an Zeit, bis man sich selber in der Welt ein neues, eigenes Koordinatensystem aufgebaut hat. Auch wenn es bei Dir 11 Jahre gedauert hat, hast Du meinen Respekt dafür, dass Du das jetzt angehen willst. Peinlich zu sein braucht Dir dabei gar nichts.

Danke Sprachlos :).

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