Wie geht ihr mit Dingen um auf die ihr wenig bis keinen Einfluss habt? Familiensituation

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Folgendes, es gibt in meinem Leben ein paar Dinge auf die ich keinen Einfluss habe, die mich aber desöfteren immer mal wieder unglücklich machen.

Konkret gehts dabei um meine Familiensituation. Meine Eltern sind geschieden, zu meinem Dad hab ich mittlerweile keinen Kontakt mehr, meine Mum ist mit ihrem Bruder, also meinem Onkel, verkracht und mein Bruder ist selbst auch kein Familienmensch. Meine Großeltern sind leider schon alle tot. Die Stimmung zwischen meiner Mum, meinem Bruder und mir ist meistens nach 2 Tagen auch hochexplosiv.

Das führt z.B. dazu, dass ich gerade um die Weihnachtszeit relativ unglücklich bin, vor allem wenn ich gerade single bin, aber auch mit Partnerin dann hätte ich es gerne anders, da ich einfach nur meine Mum und manchmal meinen Bruder, wenn er nicht mit der Familie seiner Freundin feiert, habe. Der Freund meiner Mum ist auch manchmal dabei, aber mit dem versteh ich mich nicht wirklich, da er seitdem er meine Mum mal betrogen hat, bei mir unten durch ist.

Es ist halt generell so, dass ich eher ein Familienmensch bin, ich hätte gerne eine große Familie wie einige Freunde von mir, auch wenn da natürlich nicht immer alles Gold ist was glänzt. Ich kann super mit Kindern und denke z.B., dass ich ein echt cooler Onkel wäre, aber mein Bruder will keine Kinder, was ja auch sein gutes Recht ist, dennoch find ichs schade, dass meine Familie sehr wahrscheinlich immer sehr klein bleiben wird und das vor Allem momentan so ist. (Eseidenn meine spätere Frau hat eine große Familie.) Tatsächlich ist das auch etwas das mich an Frauen mit denen ich etwas habe auch manchmal sehr anzieht, wenn ich merke, dass da im Hintergrund ziemlich viel "rund" läuft, weil das eben etwas ist das ich mir tatsächlich sehnlich wünsche, aber da nur sehr begrenzt Einfluss drauf habe.

Ich frag mich einfach wie andere damit umgehen, denn ich denke ich bin nicht der einzige in der Situation.

Ich tu mir tatsächlich sehr schwer damit klar zu kommen und es einfach zu akzeptieren, da ich so nicht mein Leben verbringen möchte, sondern die Feiertage eigtl liebe. Was gerade die Zeit zwischen den Jahren für mich sehr schwer macht und das wirkt sich auch auf meine Beziehungen zu Frauen aus. Die letzte mit der ich z.B. ne F+ hatte, hatte ne riesen Familie und ich glaube das ist auch einer der Gründe, warum ich mich davon so schwer lösen kann, da ich mir irgendwie Hoffnungen gemacht habe ein Teil davon zu werden.

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vor 7 Stunden, primetime. schrieb:

Folgendes, es gibt in meinem Leben ein paar Dinge auf die ich keinen Einfluss habe

You can´t change the people around you. But you can change the people around you.

Es gibt im Leben defacto keine Situationen in welchen man keinen Einfluss hat. Irgendeine Option gibt es immer. Und bei dir gibt es sogar mehrere, wie du selbst aufzählst: Du holst dir ne Frau mit großer Familie, du verbringst Zeit mit deiner Familie oder du entscheidest dich dafür allein zu sein. Egal für was du dich entscheidest, es ist immer eine Entscheidung, die Frage ist natürlich nur, wie bewusst du sie triffst.

vor 7 Stunden, primetime. schrieb:

Der Freund meiner Mum ist auch manchmal dabei, aber mit dem versteh ich mich nicht wirklich, da er seitdem er meine Mum mal betrogen hat, bei mir unten durch ist.

Ob der Freund deiner Mutter deine Mum beschissen hat, ist nicht dein Problem, sondern ihres. Sie ist erwachsen und kann für sich selbst Entscheidungen treffen und ihre Entscheidung war es, dass sie ihn behält. Das ist ihr gutes Recht und ich sehe da auch kein Problem dahinter. Dass du jedoch versucht die moralische Keule zu schwingen und dabei eigentlich 3 Menschen das Leben erschwerst (Deiner Mum, dir und dem Freund deiner Mum), ist jedoch schon eher problematisch. Sollte deine Mutter ein Problem damit haben, dass sie ihr Freund beschissen hat, dann soll sie das selbst austragen. Sie könnte beispielsweise die Beziehung beende. Aber entweder hat sie kein Problem damit, oder sie kann die Beziehung nicht beenden. Beides keine Angelegenheiten die dich als Sohn etwas angehen. 

 

vor 7 Stunden, primetime. schrieb:

Ich frag mich einfach wie andere damit umgehen, denn ich denke ich bin nicht der einzige in der Situation.

Garantiert nicht. Ich komme selbst ebenso aus so einer Familie und kenne viele Menschen die einen ähnlichen Hintergrund haben. Ich kann dir nur auf den Weg mitgeben, dass es 2 Arten von Problemen gibt:
1. Probleme die deine Probleme sind und um die du dich kümmern solltest
2. Probleme der Anderen und die können dir am Arsch vorbei gehen

Wie du deine Feiertage verbringst ist deine Geschichte. Wenn du mit deiner F+ gerne im Bett rum kullerst, ist das dein gutes Recht. Genauso wenn du erst deinen Vater und dann deine Mutter besuchst. Oder deinen Bruder oder sonstwen. Es ist auch dein gutes Recht dich in den Feiertagen unglücklich zu fühlen und dich alleine im Bett zu verkriechen, da gibt es auch nichts falsches dran. 

Was dir aber klar sein sollte, du hast jederzeit die Möglichkeit Situationen in deinem Leben zu ändern. Und zwar immer und überall. Und wenn du aufstehst und gehst, dann hast du schon dein Leben in die Hand genommen. ob es den Anderen passt oder nicht, ist ein Problem der Anderen, du musst dich nicht darum kümmern. Und du hast auch in der jetzigen Situation alle Möglichkeiten sie nach deinen Wünschen zu gestallten, wenn du erstmal eine Entscheidung triffst.

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Grundsätzlich ist nichts verkehrt daran, Familienmensch zu sein. Um näher darauf einzugehen, fehlen aber einige Angaben:

Wie alt bist du? Wie alt dein Bruder? Wann haben sich deine Eltern getrennt? Warum und seit wann kein Kontakt mehr zum Vater? Wie weit wohnt ihr alle auseinander? Wie regelmäßig hast du Kontakt zu wem? Therapieerfahrung?

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Du könntest doch was Gemeinnütziges machen. Ist zwar nicht deine Familie aber anderen Leuten zu helfen, die es wertschätzen könnte Dir schon helfen. Deine Familien Situation kannst du nicht ändern 

bearbeitet von Lemonade

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vor 4 Stunden, a.supertramp schrieb:

Grundsätzlich ist nichts verkehrt daran, Familienmensch zu sein. Um näher darauf einzugehen, fehlen aber einige Angaben:

Wie alt bist du? Wie alt dein Bruder? Wann haben sich deine Eltern getrennt? Warum und seit wann kein Kontakt mehr zum Vater? Wie weit wohnt ihr alle auseinander? Wie regelmäßig hast du Kontakt zu wem? Therapieerfahrung?

Ich bin 30, mein Bruder wird 34. Eltern haben sich getrennt als ich 6 war. Kontakt zum Vater ist damals abgebrochen, nachdem er sich beim Bafög jedes mal darum gedrückt hat sein Gehalt anzugeben und mir dann Vorwarf, ich würde ihn ja immer nur wegen Geld kontaktieren. Dass von ihm aber sonst auch so gut wie nie was kam, hat er dabei außer Acht gelassen. Das war 2013. Wir hatten nie so ein richtig gutes Verhältnis. Ich war eher auf meine Mutter fixiert, mein Bruder auf ihn. Ich wohne ca 150 Km von meiner Mum entfernt, mein Bruder ähnlich. Mein Vater wohnt mittlerweile 6 Std. mit dem Zug entfernt im Norden. Mein Bruder und er haben Kontakt, sehen sich zu den Festtagen meistens mal einen Tag oder zum Essen gehen. Ansonsten sehen die sich wohl vllt noch 1-2x im Jahr so. 

Ich war lange im Ausland und habe dort dann aber mein Studium abgebrochen, mache nun n duales Studium und bin alle 4 Monate, in den Praxisphasen, bei meiner Mum in der Nähe oder auch zu Hause. Ansonsten sehe ich sie in den Studienphasen ca.  jedes 2. Wochenende momentan, wenn ich dort bin,

Meinen Bruder seh ich seltener. 1x im Monat, er ist wegen seiner Freundin auch manchmal am We da. Wir 2 haben seit letztem Jahr Ostern einen größeren Streit, der sich Ende letzten Jahres gelegt hatte, aber dann wieder über die Feiertage aufgebrochen ist, da er das Gefühl hat er sei der Chef im Haus, seit mein Vater weg ist und sich von niemandem etwas sagen lässt. Der Streitgrund zu Ostern war auch sehr lächerlich und er hat mich dann monatelang überall blockiert...Meine Mum hat die Kraft nicht dazu und auf mich hört er nicht. Der Freund meiner Mum wohnt nicht bei ihr im Haus.

Ich habe meiner Mum schon eine Familientherapie vorgeschlagen, da ist sie wohl gerade dran. Ansonsten hab ich 2015 - 2018 ne Therapie wegen einer Depression gemacht und die eigentlich erfolgreich abgeschlossen, in letzter Zeit gehts mir aber aus vielerlei Gründen nicht so mega gut, auch wenn ich dem entgegensteuere.

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Familie ist das wichtigste für mich!

Die die Du hast solltest Du pflegen und viel reden auch wenn es mal nicht so rund läuft. Nicht alles auf die Goldwaage legen und auch mal in Vorleistung gehen. Irgendwann kommt es wieder zurück.

Nimm es Dir als Ziel eine große Familie aufzubauen wenn Du keine hast. Schaffe jetzt die Voraussetzungen. Einen Job mit dem Du auch mehrere Kinder ernähren kannst. Eine Frau mit ähnlichen Werten. Ein Sack voll Erfahrungen wie man es NICHT macht.

Das richtige Mindset sollte nicht sein, dass Du traurig bist, weil Du im Moment keine große hast, sonder dass Du glücklich bist, dass Du Deine neue Familie bald findest und Person um Person aufbaust. 😉

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Du bist mit deinem Leben nicht glücklich und suchst Halt. Das ist okay, allerdings scheint deine Familie da inkompatibel zu sein. Generell solltest du versuchen diesen Halt im dir selbst zu finden. Schau das es dir gut geht. Pflege dich, gönn dir was, schaffe Ausgleich zu Arbeit und Studium usw.

Du suchst bei deiner Familie etwas das du dir selber geben musst. Und wegen deiner unerfüllten Erwartungshaltung kommt es dann zum Streit.

bearbeitet von Sam Stage
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Bin dir hier noch eine Antwort schuldig, nach dem du auf die Fragen eingegangen bist. (Wäre btw. vielleicht sinnvoller gewesen das Ding im Bereich Persönlichkeitsentwicklung aufzumachen).

Also die unangenehmen Fakten vorab: du kannst dir deine Herkunftsfamilie nicht aussuchen und du hast nur sehr begrenzten Einfluss auf deine Familienmitglieder.

Was bleibt also? Im Prinzip hat es @Sam Stage schon auf das wichtigtes runtergebrochen - ändern kannst du nur dich selbst, und das ist Arbeit.

 

So, habe mir jetzt gerade nochmal deine alten Threads aus 2014 durchgelesen. Auffällig ist dabei zunächst natürlich dass du dein großes "Its PRIMETIME" - Programm ganze 8 Tage durchgezogen hast.

In deinem andere Thread beschreibst du, dass das Verhältnis zwischen dir und deinem Bruder schon während der Pubertät kacke war und dir auch deine Mutter da keine wirkliche Hilfe war. Btw. was studierst du eigentlich jetzt? Psychologie hast du auch abgebrochen, oder?

Im Prinzip wirkst du auf mich wie ein 30-jähriger Teenager. Du hast in einer Zeit, in der du es gebraucht hättest (gehänselt, verschlechterung des Verhältnisses zum Vater, etc.) den gesunden familiären Rückhalt nicht bekommen. In den letzten 8-10 Jahren hast du dich dann mit Nebenkriegsschauplätzen (AA, Studienwechsel, Oneitis,...) abgelenkt. Die Enttäuschung über die familiären Verhältnisse scheinst du dabei ignoriert zu haben und jetzt stellst du fest, dass es sich eben nicht mit der Zeit erledigt.

Auf mich wirkt es, als hättest du dich noch nicht so von deiner Mutter gelöst, wie es für einen 30-jährigen gesund wäre, und auch wärst du mit deinem Verhältnis zu deinem Vater noch nicht im reinen (Verhältnis bedeutet hier nicht, dass ihr Kumpels sein müsst - keinen Kontakt zu haben kann auch ein Verhältnis sein, wenn man ohne Vorwürfe cool damit ist).

Beziehungen einzugehen wird dann grundsätzlich auch irgendwie tricky (wie lange gehen deine Beziehungen so i.d.R.?), weil du dein Bedürfnis nach "sicherem Hafen" von Anfang an vor dir herträgst.

Denke, eine Gesprächstherapie in Richtung Psychoanalyse könnte dir tatsächlich helfen ein bisschen aus dem Quark zu kommen. Natürlich könntest du es auch mit guten Büchern auf eigene Faust versuchen, da du aber selbst von deinem Hang zur Prokrastination schreibst, sehe ich das eher kritisch.

Die Quintessenz ist: du bist ein erwachsener Mann. Es ist völlig okay, den Wunsch nach einer eigenen Familie mit Kindern etc. zu haben. Es ist auch völlig okay, einen guten Kontakt zu Mutter/Bruder/Onkel haben zu wollen - solange der Wunsch daher rührt, dass man diesen Menschen auf Augenhöhe begegnet - freiwillig - und nicht erwartet, dass unterdrückte Bedürfnisse gestillt werden.

bearbeitet von a.supertramp
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Am 3.3.2020 um 06:55 , Sam Stage schrieb:

Du suchst bei deiner Familie etwas das du dir selber geben musst. Und wegen deiner unerfüllten Erwartungshaltung kommt es dann zum Streit.

Ich weiß, der Beitrag liegt etwas zurück, aber er tangiert mich derzeit etwas.

Ich finde dieses "Du suchst bei dem oder das, was in dir selbst fehlt" mittlerweile ziemlich abgedroschen.

Mein Weg inzwischen ist mehr zu sich und seinen Bedürfnissen als Mensch ganz klar zu stehen: "Ja, ich bin ein Mensch wie jeder andere, der Halt in (s)einer Familie sucht". Das zu akzeptieren, hat mir gezeigt, wie sehr ich dann wirklich einen Schritt nach vorn komme.

Derzeit habe ich eine etwas problematisch Beziehung zu meinem Vater. Zu meiner Mutter habe ich nun über ein Jahr lang keinen Kontakt mehr. Sie ist eine extrem schwierige Person.

Ich kann nur für mich sagen, dass ich wenigstens noch versuche zu meinem Vater ein Bindeglied aufrechtzuerhalten. Obwohl er wirklich auch oft sehr verständnislos und grob zu mir ist. Ich versuche mega mich auf die guten Seiten zu konzentrieren und die Macken außer Acht zu lassen. Sodass man noch schöne Zeiten haben kann. Natürlich sofern es sich nicht um ganz schwerwiegende Fehltritte handelt. Grenzen gibt es und ich kann nun mal für die Familie NICHT ALLES ALLEIN verantworten.

Probieren das bestmögliche draus zu machen. Mit Übung geht das schon.

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