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Hallo Leute, ich wollte mal zum Thema MGTOW ein paar Wissenslücken bei mir schließen und mich nicht auf Hörensagen verlassen. Ich fand es immer bisschen befremdlich, dass als Gruppenidentität so stark hervorgehoben wird, dass man ja seinen eigenen Weg geht. Das hört sich für mich so bisschen nach Überkompensation an. Nach meinem Verständnis sollte jeder Mann (und auch jede Frau) seinen eigenen Weg gehen - welchen denn auch sonst, den von jemand anderem? Das aber nur am Rande.


Meine Frage ist: kennt ihr irgendwelche guten Quellen zum Thema MGTOW in Deutschland? Ich hab mir mal neben paar deutschen Blogs zu dem Thema, kurz auf Facebook die Gruppe MGTOW Deutschland angeschaut, besteht aber zu 99% aus Frauen-Gebashe und clickbaity Beiträgen a la "Schaut was diese anmaßenden Feministinen jetzt schon wieder wollen" etc. Das ist für 5 Minuten mal ganz unterhaltsam, allerdings fehlen mir da bisschen die Aspekte von Austausch zur Lebensgestaltung, "Brotherhood" und umsetzbare Hinweise, wie man als Mann heute ein selbstbestimmtes, eigenständiges Leben führen kann, ohne als sozial isolierter Grummelopa zu enden.

Falls ihr paar Hinweise habt, gerne immer her damit!

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Am 3.5.2021 um 00:28 , the-gosling schrieb:

Meine Frage ist: kennt ihr irgendwelche guten Quellen zum Thema MGTOW in Deutschland

Nein, man muss das mE schon auf englisch konsumieren, im dt. wirkts wie eine schlechte Übersetzung/Reduktion auf, wie du schon sagtest, Frauenbashing.

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@the-gosling je mehr du dich mit MGTOW auseinandersetz,  desto mehr wird dir folgendes auffallen:

Am 3.5.2021 um 00:28 , the-gosling schrieb:

besteht aber zu 99% aus Frauen-Gebashe und clickbaity Beiträgen a la "Schaut was diese anmaßenden Feministinen jetzt schon wieder wollen"

Diejenigen die tief intrinsisch MGTOW folgen, sehen Frauen auch nur als Objekte!

Am 3.5.2021 um 00:28 , the-gosling schrieb:

Nach meinem Verständnis sollte jeder Mann (und auch jede Frau) seinen eigenen Weg gehen - welchen denn auch sonst, den von jemand anderem? Das aber nur am Rande.

das ist wein gesundes Mindset, in meiner Welt, aber das wirste bei MGTOW so nicht finden.

Wie der Vorposter es bereits erwähnte: Guckst du auf den englisch sprachigen Seiten.

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Problem an so MGTOW ist halt dass die meisten aus ihrer Not eine Tugend machen wollen. Die wenigstens haben "freie" Wahl und werden trotzdem MGTOW. Not ist halt auch gleich Frust und der wird dann zum Objektivieren von Frauen. Das sollte man wissen.

 

Du solltest dir dein eigenes MGTOW-Mindset bilden, wenn du es ernst meinst, dafür musst du aber nicht wissen, wie andere MGTOWen. Meiner Meinung nach.

bearbeitet von Hannax
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vor 4 Minuten, Hannax schrieb:

Problem an so MGTOW ist halt dass die meisten aus ihrer Not eine Tugend machen wollen. Die wenigstens haben "freie" Wahl und werden trotzdem MGTOW. Not ist halt auch gleich Frust und der wird dann zum Objektivieren von Frauen. Das sollte man wissen.

 

Du solltest dir dein eigenes MGTOW-Mindset bilden, wenn du es ernst meinst, dafür musst du aber nicht wissen, wie andere MGTOWen. Meiner Meinung nach.

Meiner Meinung nach schon. Einfach um mal zu wissen, ob und wieweit man nun Schnittmengen mit der Bewegung hat und ggf. zum Austausch.

 

Und zum anderen Teil des Posts. Jede Veränderung oder Entwicklung folgt irgendeinem Antrieb bzw ist Folge von etwas. Das nun als Not zu bezeichnen.. Man könnte genauso gut sagen, jm der PUA wird, tut das aus Not. Ob er dann als PUAler glücklich ist, steht auf einem anderen Blatt. Wer aus Not MGTOWler wird, aber damit zufrieden ist, ist für mich in keiner Notlage mehr und hat zumindest was verändert.

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vor 44 Minuten, ConfusedSeeker schrieb:

Meiner Meinung nach schon. Einfach um mal zu wissen, ob und wieweit man nun Schnittmengen mit der Bewegung hat und ggf. zum Austausch.

 

Und zum anderen Teil des Posts. Jede Veränderung oder Entwicklung folgt irgendeinem Antrieb bzw ist Folge von etwas. Das nun als Not zu bezeichnen.. Man könnte genauso gut sagen, jm der PUA wird, tut das aus Not. Ob er dann als PUAler glücklich ist, steht auf einem anderen Blatt. Wer aus Not MGTOWler wird, aber damit zufrieden ist, ist für mich in keiner Notlage mehr und hat zumindest was verändert.

Das ist halt der Trugschluss. Es ist ein gewaltiger Unterschied ob ich etwas aus freien Stücken mache oder ob ich dazu gezwungen bin aus dem Umstand heraus. Der Mann der MGTOW wird behält ja das Bedürfnis seine Sexualität auszuüben. Das kannst du nicht willentlich beenden, weil es eben aus deiner menschlichen Natur kommt (bei 99% aller Menschen). Es hat sich nichts geändert. Jemand der nicht fickt und dann sagt, dass er keine Frau mehr in seinem Leben brauch, fickt dann immer noch nicht. Du redest wahrscheinlich vom Reframen der Situation. Da würde ich aber ganz radikal sagen, dass das eine Selbstlüge ist. Man kann das jetzt bisschen aufweichen und sagen, dann geht er halt zu einer Prostituierten, sie ist ja eh nur Objekt der Triebbefriedigung. Dann sag ich, dass das kein MGTOW mehr ist. Wenn schon, denn schon.

Klar tut ein PUler das aus der Not heraus, aber der Vergleich zu PU hinkt insofern als dass ein Puler im idealen Sinn versucht Kontakt mit anderen Menschen aufzubauen und nicht ihn abzubrechen. 

Ganz im Sinne von: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“

 

Wie schon betont, will ich dem TE das auch gar nichts ausreden, aber er sollte da eher auf sich hören und nicht zu sehr vergleichen. Das ist meine Meinung.

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vor 4 Stunden, Hannax schrieb:

Das ist halt der Trugschluss. Es ist ein gewaltiger Unterschied ob ich etwas aus freien Stücken mache oder ob ich dazu gezwungen bin aus dem Umstand heraus. Der Mann der MGTOW wird behält ja das Bedürfnis seine Sexualität auszuüben. Das kannst du nicht willentlich beenden, weil es eben aus deiner menschlichen Natur kommt (bei 99% aller Menschen). Es hat sich nichts geändert. Jemand der nicht fickt und dann sagt, dass er keine Frau mehr in seinem Leben brauch, fickt dann immer noch nicht. Du redest wahrscheinlich vom Reframen der Situation. Da würde ich aber ganz radikal sagen, dass das eine Selbstlüge ist. Man kann das jetzt bisschen aufweichen und sagen, dann geht er halt zu einer Prostituierten, sie ist ja eh nur Objekt der Triebbefriedigung. Dann sag ich, dass das kein MGTOW mehr ist. Wenn schon, denn schon.

Klar tut ein PUler das aus der Not heraus, aber der Vergleich zu PU hinkt insofern als dass ein Puler im idealen Sinn versucht Kontakt mit anderen Menschen aufzubauen und nicht ihn abzubrechen. 

Ganz im Sinne von: „Handle stets so, dass die Anzahl der Wahlmöglichkeiten größer wird!“

 

Wie schon betont, will ich dem TE das auch gar nichts ausreden, aber er sollte da eher auf sich hören und nicht zu sehr vergleichen. Das ist meine Meinung.

Nein,das ist kein Trugschluss. Man kann aus völlig freien Stücken das Dating einstellen, hab ich vor Jahren auch gemacht und es hat meine Haltung zum Thema massiv und nachhaltig verändert.

Zumal man an der Stelle Mal sagen muss: mgtow sagt nicht, dass Mann keinen Sex haben soll/kann/darf. Es heißt viel mehr, dass Mann seinen Kram macht und wenn es passt eine Frau durchaus in Ausnahmen mitnehmen kann, aber sich zu nix verpflichtet und keine unnötigen Energien in Frauen zu stecken in Puncto Dating usw. 

Man soll einfach sein Leben leben, Spaß haben und das geht auch prima bzw laut mgtow besser ohne Dating bzw Verpflitungen iSv Familie ,Partnerin usw. Dann hat man seine Ressourcen frei für die eigene völlige Entfaltung sozusagen.

Zu deinem Satz mit den Wahlmöglichkeiten. Du siehst halt nur, dass Mann nicht mehr datet und folgerst (?) , Mann hätte zu Frauen keinen Kontakt mehr, ist so aber nicht. In Eskalationsstufe xy vielleicht. Mein letutes Date ist x Jahre her, hab aber 2 weibliche Freunde und viele weibliche Kollegen. Seh da auch kein Problem drin.

bearbeitet von ConfusedSeeker
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vor 37 Minuten, ConfusedSeeker schrieb:

Nein,das ist kein Trugschluss. Man kann aus völlig freien Stücken das Dating einstellen, hab ich vor Jahren auch gemacht und es hat meine Haltung zum Thema massiv und nachhaltig verändert.

Zumal man an der Stelle Mal sagen muss: mgtow sagt nicht, dass Mann keinen Sex haben soll/kann/darf. Es heißt viel mehr, dass Mann seinen Kram macht und wenn es passt eine Frau durchaus in Ausnahmen mitnehmen kann, aber sich zu nix verpflichtet und keine unnötigen Energien in Frauen zu stecken in Puncto Dating usw. 

Man soll einfach sein Leben leben, Spaß haben und das geht auch prima bzw laut mgtow besser ohne Dating bzw Verpflitungen iSv Familie ,Partnerin usw. Dann hat man seine Ressourcen frei für die eigene völlige Entfaltung sozusagen.

Zu deinem Satz mit den Wahlmöglichkeiten. Du siehst halt nur, dass Mann nicht mehr datet und folgerst (?) , Mann hätte zu Frauen keinen Kontakt mehr, ist so aber nicht. In Eskalationsstufe xy vielleicht. Mein letutes Date ist x Jahre her, hab aber 2 weibliche Freunde und viele weibliche Kollegen. Seh da auch kein Problem drin.

 

Meine These bezog sich auf die Motivation, warum man MGTOW werden will und dass es einen riesen Unterschied macht, ob ich freie Wahl habe, oder eben nicht. Wenn ich erfolglos bei Frauen bin und dann MGTOW werde, ist das "aus der Not eine Tugend machen". Wenn ich aber erfolgreich bei Frauen bin und meinen Schluss daraus ziehe, dass mir das meine Zeit nicht wert ist, dann ist das was ganz anderes. Nur dann hast du dich aus freien Stücken dafür entschieden. Der erste Fall wäre einfach nur Vermeidung und Aufgabe.

 

Leider bist du gar nicht auf die mir wichtigeren Sachen eingegangen wie das angeborene Bedürfnis nach Sexualität oder "Radikalität versus Relativismus". Naja. Hier sieht man denn ganz schön, wie jeder sein eigenes MGTOW macht. Was meiner Meinung auch richtig ist, wenn es eben nicht aus der Not kommt.

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War arbeiten und am Handy ist das immer etwas tricky.

 

Ja, da gibt es einen Unterschied. Nur setzt deine Annahme voraus,dass jedermann in der Lage wäre, das Problem zu beheben und/oder die passende Frau und Beziehungsform zu finden in der Lage ist.

Plattes Beispiel aus meinem direkten Umfeld: Kollege hat drei Kinder von zwei Frauen. Er lebt von beiden getrennt und ist völlig abgebrannt wegen der Unterhaltszahlungen. Er will keine Frauen mehr daten, er sagt, er habe zu viele miese Erfahrungen gemacht. Sein Wunsch wäre gewesen, mit zumindest einer der Mütter in einer intakten Paarbindung zu leben, eine intakte Familie zu haben. Das wird er nicht erreichen.

 

Zum Thema Sexualität. Ich sag's mal für mich: Ich fape, hab an Sex daher praktisch kein Interesse und viel Spaß hat mir das auch nie gemacht. 

Welcher Punkt war das mit Radikalität vs Relativismus?

 

Klar macht jeder ein stückweit sein MGTOW. Es gibt halt einen gewissen Rahmen. 

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Danke für eure Antworten. Ja - so in etwa war auch mein Eindruck von der MGTOW Community bisher, dass sie vor allem aus vielen butthurt verbitterten Scheidungsverlierern besteht. Werd bei Gelegenheit mal in die englischen Foren reinschauen, ob es es dort weniger Eindimensional ist.


Natürlich will ich vermeiden, dass ich eines Tages aufwache und mich in so einer Situation wiederfinde:

vor 11 Stunden, ConfusedSeeker schrieb:

Kollege hat drei Kinder von zwei Frauen. Er lebt von beiden getrennt und ist völlig abgebrannt wegen der Unterhaltszahlungen. Er will keine Frauen mehr daten, er sagt, er habe zu viele miese Erfahrungen gemacht. Sein Wunsch wäre gewesen, mit zumindest einer der Mütter in einer intakten Paarbindung zu leben, eine intakte Familie zu haben. Das wird er nicht erreichen.


Hab auch noch mal für mich reflektiert, was ich eigentlich mit meiner Anfrage gesucht hab. Wahrscheinlich geht es mir darum, dem gefühlten Druck aus Familie und Bekanntenkreis ein Lebensmodell entgegenzusetzen der sich nicht dem Dogma "Du hast mit Mitte 30 noch keine Frau und Kinder, dann wird es ja höchste Zeit, sonst hast du den Zug verpasst!" fügt. Also eine Art Gruppe, deren Mitglieder vorleben, dass es auch anders geht und man auch ohne diese ganzen familiären Verpflichtungen ein erfülltes Leben führen kann. Sowas wie ein über den Freundeskreis hinausgehende Gemeinschaft, die einen wieder "in Kontakt mit der eigenen Männlichkeit" bringt (keine Ahnung wie ich das besser ausdrücken kann) und sich von Validierung durch Frauen emanzipiert.

Wahrscheinlich werd ich das bei MGTOW auch nicht finden, also geht die Suche weiter.

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vor 14 Minuten, the-gosling schrieb:

Wahrscheinlich geht es mir darum, dem gefühlten Druck aus Familie und Bekanntenkreis ein Lebensmodell entgegenzusetzen der sich nicht dem Dogma "Du hast mit Mitte 30 noch keine Frau und Kinder, dann wird es ja höchste Zeit, sonst hast du den Zug verpasst!" fügt. Also eine Art Gruppe, deren Mitglieder vorleben, dass es auch anders geht und man auch ohne diese ganzen familiären Verpflichtungen ein erfülltes Leben führen kann. Sowas wie ein über den Freundeskreis hinausgehende Gemeinschaft, die einen wieder "in Kontakt mit der eigenen Männlichkeit" bringt (keine Ahnung wie ich das besser ausdrücken kann) und sich von Validierung durch Frauen emanzipiert.

@the-gosling - das ist ja prinzpiell heutzutage nichts Anstössiges mehr, zumindest nicht als Mann. Wäre denn in Deinem Lebensentwurf prinzipiell Platz für Frauen, oder auch für eine Frau? Ich kenne inzwischen eine ganze Reihe von Singles wie auch von Paaren - zum Teil über 20 Jahre zusammen - die sich bewusst gegen das Modell 'Haus und Kinder' entschieden haben. Die sind halt nicht in irgendwelchen kürzelbewehrten Gruppen organisiert, sonder leben einfach ihr Leben mehr oder weniger so, wie sie das wollen. MGTOW brauchste da per se nicht für; ich kann aber verstehen, dass Hardcore-PU Dir eventuell ebenso wenig weiter hilft. Das ruft eher nach einem eigenen Weg.

Ich hab hier mal ein paar Leseempfehlungen für Dich:

- David Deida, 'The Way of the Superior Man' (gibt's auch in Deutsch)
- Moore & Gillette, 'King. Warrior. Magician. Lover.' (gibt's auch in Deutsch)

- den Lebensentwurf-Thread hier im Forum:

 

....was die Validierung durch Frauen betrifft, solltest Du Dich eher mal fragen, warum die Dir so wichtig ist. Imho ist der Weg nicht, Frauen aus Deinem Leben zu entfernen; sondern Dich vielmehr Dein Bedürfnis nach konstanter externer Validierung zu überwinden, nicht nur, aber auch durch Frauen. Das ist aber in letzter Näherung immer ein Thema von Selbstwert und Selbstwirksamkeit. Unabhängig davon, für welchen Lebensentwurf Du Dich schlussendlich entscheiden wirst: das wäre auf jeden Fall eine gute Idee.

My 5 cents.

 

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Am 6.5.2021 um 10:42 , botte schrieb:

David Deida, 'The Way of the Superior Man' (gibt's auch in Deutsch)

Ist „Der Weg des Wahren Mannes“? Fand ich ganz schrecklich. Jedes 2. Wort Liebe. Echt, ging für mich gar nicht.

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vor 21 Minuten, kleiner pinguin schrieb:

Ist „Der Weg des Wahren Mannes“? Fand ich ganz schrecklich. Jedes 2. Wort Liebe. Echt, ging für mich gar nicht.

Ja, das ist dasselbe. Ist sehr esoterisch geschrieben und daher nicht für jeden - stimmt sicherlich. Ich hab für mich dennoch vieles mit nehmen können in Bezug auf Mann/Frau-Polarität. Und ich bin alles anderes als ein Späthippie.

bearbeitet von botte

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Am 6.5.2021 um 10:42 , botte schrieb:

@the-gosling Wäre denn in Deinem Lebensentwurf prinzipiell Platz für Frauen, oder auch für eine Frau? Ich kenne inzwischen eine ganze Reihe von Singles wie auch von Paaren - zum Teil über 20 Jahre zusammen - die sich bewusst gegen das Modell 'Haus und Kinder' entschieden haben. Die sind halt nicht in irgendwelchen kürzelbewehrten Gruppen organisiert, sonder leben einfach ihr Leben mehr oder weniger so, wie sie das wollen. MGTOW brauchste da per se nicht für; ich kann aber verstehen, dass Hardcore-PU Dir eventuell ebenso wenig weiter hilft. Das ruft eher nach einem eigenen Weg.

Klar ist in meinem Leben Platz für Frauen. Eine Frau sollte dabei aber nicht der Mittelpunkt meines Soziallebens sein, oder müsste alle meine "Beziehungsbedürfnisse" erfüllen. Das ist es, was ich in meiner Generation immer wieder sehe: Freunde von mir haben z.T. auch langjährige Beziehungen, ziehen sich in diese immer mehr zurück und wenn die Beziehung dann auseinandergeht, stehen sie völlig zerstört da und müssen sich erst mal wieder ein Sozialleben aufbauen, weil sie das während der Beziehung vernachlässigt haben. Das Modell, dass die Partnerin und später die eigene Familie alles bedeutet hat, funktionierte vielleicht noch für unsere Eltern oder Großeltern, aber die Zeiten haben sich geändert und wir leben heute in völlig anderen Verhältnissen.
Es wär halt cool sich mit Gleichgesinnten auszutauschen, die ihren Weg schon gefunden haben. MGTOW schien auf den ersten Blick in die richtige Richtung zu gehen. Danke für die Buchempfehlungen, sind auf meiner immer länger werdenden Literaturliste gelandet. Übrigens wären englischsprachige Bücher oder Foren auch kein Problem, aber hatte den Eindruck, das in den US-Foren zu MGTOW auch zum großen Teil um Vaterschaftsrecht usw. in den USA geht, und das ist völlig irrelevant für mich.

Am 6.5.2021 um 10:42 , botte schrieb:

....was die Validierung durch Frauen betrifft, solltest Du Dich eher mal fragen, warum die Dir so wichtig ist. Imho ist der Weg nicht, Frauen aus Deinem Leben zu entfernen; sondern Dich vielmehr Dein Bedürfnis nach konstanter externer Validierung zu überwinden, nicht nur, aber auch durch Frauen. Das ist aber in letzter Näherung immer ein Thema von Selbstwert und Selbstwirksamkeit. Unabhängig davon, für welchen Lebensentwurf Du Dich schlussendlich entscheiden wirst: das wäre auf jeden Fall eine gute Idee. 

Ich will Frauen nicht aus meinem Leben entfernen, sie nur nicht zum Hauptfokus meines Lebens machen. Ich hab in den letzten anderthalb Jahren viel Introspektion betrieben und versuche für mich herauszufinden, was ich in Beziehungen will, dass Frauen kommen und gehen, oder auch nicht, und damit wirklich im Reinen zu sein.
Validierung durch Männer mir tatsächlich wichtiger. Ich hab halt schon oft erlebt und beobachtet wie sich Typen, die angeblich befreundet sind, sich wegen Frauen zerhacken, sich gegenseitig in den Rücken fallen, einfach nur erbärmlich. Ich meine klar, Konkurrenz auf dem sexual market place ist ein Ding, aber unter Freunden?
 

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r/mgtow2

Mag eigentlich die Diskussionen dort. Weg von dem toxischen Mindest, eher ein guter Austausch wie man(n) sein leben umfachgreich gestalten kann.

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Die besten Quellen findet du auf Youtube

Coltaine war immer der, mit den besten Quellen

https://www.youtube.com/channel/UCX1GkAJdz_WF5Vyc2xUxZZw

Dann gibt es noch Barbarossa

https://www.youtube.com/user/barbarossaaaa

Beide sind leider nicht mehr aktiv und die Infos sind auf Englisch.

Spesnaz hat auch einige gute Videos gemacht, vor allem solche die sich mehr mit der männlichen Psyche beschäftigen

https://www.bitchute.com/channel/a6pdTDyJoLjk/

Jack Donavan ist zwar kein MGTOW aber hat trotzdem gute Infos zu dem Thema rausgebracht

https://www.youtube.com/user/mrjdonovan

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Am 5.5.2021 um 11:43 , Hannax schrieb:

Not ist halt auch gleich Frust und der wird dann zum Objektivieren von Frauen.

Objektifizieren. Frauen zu objektivieren ist unmöglich. Dazu sind selbst MGTOWs zu subjektiv😉Aber im Ernst: nicht alle MGTOW's sind gefrustet. Für viele bedeutet der "own way" eben nur die Abkehr vom Mainstream, den durch den Mainstream vermittelten Werten und der "Plantage", also dem Ressourcen-Beschaffen für Frauen ohne Gegenleistung ("I am the table" usw.). Das ist nicht frauenfeinlich. Es gibt - wie bei vielen gedanklichen Strömungen - Mischformen. Ein gemäßigter MGTOW kann z.B. aus RedPill und PU viel lernen, z.B. wie er sich nicht binden lässt (Kenntnisse zu Beziehungsdynamiken). Und dass man die vom Mainstream beanspruchte Deutungshoheit darüber, wie Beziehungen auszusehen hätten, nicht anerkennen muss.

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vor 7 Stunden, AlterEgo950 schrieb:

Objektifizieren. Frauen zu objektivieren ist unmöglich. Dazu sind selbst MGTOWs zu subjektiv😉Aber im Ernst: nicht alle MGTOW's sind gefrustet. Für viele bedeutet der "own way" eben nur die Abkehr vom Mainstream, den durch den Mainstream vermittelten Werten und der "Plantage", also dem Ressourcen-Beschaffen für Frauen ohne Gegenleistung ("I am the table" usw.). Das ist nicht frauenfeinlich. Es gibt - wie bei vielen gedanklichen Strömungen - Mischformen. Ein gemäßigter MGTOW kann z.B. aus RedPill und PU viel lernen, z.B. wie er sich nicht binden lässt (Kenntnisse zu Beziehungsdynamiken). Und dass man die vom Mainstream beanspruchte Deutungshoheit darüber, wie Beziehungen auszusehen hätten, nicht anerkennen muss.

Gut erkannt. Aber hier im Forum, genau wie im Rest der Welt gibt es meist nur schwarz oder weiß. Viele verstehen gar nicht, dass die meisten Entscheidungen im Leben Kompromisse sind. Kein Mann muss sich selbst das Leben eines Zölibatären aufbürden nur weil er sich MGTOW nennen möchte. Ein MGTOW scheißt einfach auf gesellschaftliche Konventionen und betrachtet die Dinge Abseits von Tradition, Sklavenmoral und Propaganda. Allerdings schaffen das nur wenige, denn es heißt auch, dass man mit liebgewordenen Gewohnheiten brechen muss und das ist für viele zu anstrengend.

Es heißt übrigens auch nicht, dass man sein ganzes Leben ein MGTOW bleiben muss, für die Meisten ist es einfach eine Phase des Selbsterkennens, so wie die Zeit als PUA oft nur eine Phase im Leben eines Mannes ist. Mal den ganzen Beziehungs- und Liebesscheiß hinter sich zu lassen, Frauen eine Weile mal als Menschen und nicht als Göttinen zu betrachten wie das so viele auch hier im Forum machen kann einem eine ganz andere Perspektive im Leben vermitteln.

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Wobei ja viele, die Pick Up betreiben, Frauen tief im Inneren immer noch als Göttinnen sehen, teilweise gegen ihre persönliche (nicht die männliche, was auch immer das ist) Natur handeln, nur um diese Göttinnen für sich zu gewinnen, auch wenn es im Außen nach dem Gegenteil aussieht. Beispiel: Jemand ist von Natur aus eher empfindlich und harmoniebedürftig, macht aber auf hart und konfliktfreudig = wirkt im Außen so als sei ihm die Frau nicht wichtig, handelt aber entgegen seinen Bedürfnissen, weil er denkt er muss es tun um an Sex und Sympathie zu kommen. Hat sich das innere Muster geändert? Nein, nur die Strategie. Es gibt mehr Sex, dafür wird die eigene Natur stärker unterdrückt, was früher oder später zu anderen Problemen führen kann. 

Generell sehe ich es aus eigener Erfahrung immer kritisch, wenn ich mich mit einer dieser Dinge (PU, RP, MGTOW) direkt identifiziere, sprachliche Begriffe zu sehr übernehme, anstatt es einfach als weitere Ansicht, neben anderen Ansichten, ja, auch dem Blue Pill Mainstream, anzusehen. 

Wer bin ich wirklich? Was will ich wirklich? Warum will ich das wirklich? Wie viel von mir selbst muss ich wirklich opfern, um dieses und jenes (z.B. Zuneigung und Sympathie von Frauen im Allgemeinen, anstatt von wenigen, dafür passenden) zu bekommen? Ist es das wirklich wert? 

bearbeitet von Driftwood

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