Niedergang eines Freundes: Was tun?

6 Beiträge in diesem Thema

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Aloha, 

ein guter Freund macht eine schwierige Zeit durch:

Seine Freundin mit der er ewig zusammen war und mit der er zwo Kinder hat, hat vor einigen Monaten mit ihm Schluss gemacht. Er war mal ein richtiger Lebemann der nichts hat anbrennen lassen, mit dem man jede Menge Spaß und eine gute Zeit haben konnte und auf den man sich auch immer verlassen kann und konnte.

Hat sich von seiner Freundin richtig betaisieren lassen, so dass es als Außenstehender schon echt weh tat und schlussendlich hat sie ihn verlassen.

Habe natürlich alles getan um ihn nach der Trennung zu helfen. Wohnungssuche, Möbel schleppen und aufbauen beim Umzug, bissl feiern gehen/Aktivitäten und mir sein Klagen angehört.

Aber selbst jetzt nach nem halben Jahr macht er immer noch krasse Beta-Moves...

Auf Zuruf irgendwelche (Handwerker-)Arbeiten in der Wohnung der Ex, hütet die Kinder außerplanmäßig wenn seine Ex auf die Piste geht, versucht es ihr immer recht zu machen und schreibt mir ellenlange Whatsapps wie ich die Lage und Reaktionen seiner Ex einschätze.

Wenn ich dann ehrlich und direkt antworte, weil ich die Dinge kritisch sehe, dann ist er angefressen. Lieber Kerl aber quasi beratungsresistent.

Schlägt mir mittlerweile auch echt auf's Gemüt. 

Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen?

Bleibt ihr dran, haltet Kontakt und meidet einfach das Thema?

Oder zieht ihr euch zurück? 

 

 

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vor 18 Minuten, DerZippo schrieb:

Schlägt mir mittlerweile auch echt auf's Gemüt. 

So derb es ist, er ist für sich selbst verantwortlich. Nicht dein Ding, Du hast ihn genug unterstützt.

vor 20 Minuten, DerZippo schrieb:

Bleibt ihr dran, 

Nein

vor 20 Minuten, DerZippo schrieb:

haltet Kontakt 

Sporadisch, um zu sehen, ob er sich entwickelt hat. 

vor 21 Minuten, DerZippo schrieb:

meidet einfach das Thema?

Er ist angepißt. Thema für Dich abhaken. 

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vor 45 Minuten, DerZippo schrieb:

Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen?

Bleibt ihr dran, haltet Kontakt und meidet einfach das Thema?

Oder zieht ihr euch zurück? 

 

 

Auf jeden Fall Kontakt halten, und falls möglich OFFEN miteinander reden ohne Druck auszuüben. 

Dein Kollege steht momentan unter unglaublichem finanziellem Druck. Für 2 Bälger zahlst du in Deutschland minimum 900€ Unterhalt. Je nach Gehalt schwingt sich das ganz schnell ins 4 stellige (meist um die 1200€). 

Die meisten Männer die sich so verhalten haben grundsätzlich selbst kein Interesse an einer Beziehung mit der Ex, sondern wollen einfach die Unterhalts Zahlungen vermeiden. 

Wenn du hier jetzt noch um die Ecke kommst und bei deinem Kollegen den "Erklär Bären" spielst wird er sich schnell in die Ecke gedrängt fühlen und dicht machen. 

Am besten Offen und gelassen bleiben ohne zu schieben. 

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Das, was du beschreibst, kennen viele. Und ein Leitsatz aus dem PU, der mir dazu extrem geholfen hat, ist ganz simpel: Du kannst nicht jeden retten. Am Ende ist jeder für sein eigenes Leben verantwortlich. Als guter Freund kannst du die Hand ausstrecken, Orientierung geben, auch mal Klartext reden. Aber ergreifen muss er diese Hand selbst. Wenn er das nicht tut, dann musst du die Stärke haben, das zu akzeptieren und ihn weiterwursteln zu lassen. So hart das klingt, gerade bei jemandem, der dir wichtig ist und mit dem du früher viel erlebt hast.

Das gehört leider auch zum Leben dazu. Freundschaften verändern sich, manchmal verlaufen sie sich. Nicht immer aus Streit oder bösem Willen, sondern weil sich Lebenswege auseinanderziehen. Kinder, Trennungen, neue Rollen, neue Abhängigkeiten, andere Prioritäten. Das tut weh, ist aber normaler, als man wahrhaben will.

In deinem konkreten Fall würde ich den Mittelweg gehen. Kontakt halten ja, aber klare Grenzen setzen. Sag ihm offen, dass du für ihn da bist, aber dass dich die Endlosanalysen seiner Ex nicht mehr interessieren, vor allem dann nicht, wenn er deine ehrlichen Einschätzungen sowieso nicht umsetzt und sich danach noch angegriffen fühlt. Klammere dieses Thema bewusst aus. Wenn er über Job, Sport, Pläne oder einfach Blödsinn reden will, gern. Wenn es wieder um die Ex geht, freundlich, aber konsequent abbrechen.

So schützt du dich selbst und gibst der Freundschaft eine Chance, ohne dich weiter emotional auszusaugen zu lassen. Ob und wann er irgendwann selbst die Kurve kriegt, liegt nicht in deiner Verantwortung.

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vor 17 Stunden, DerZippo schrieb:

Aloha, 

ein guter Freund macht eine schwierige Zeit durch:

Seine Freundin mit der er ewig zusammen war und mit der er zwo Kinder hat, hat vor einigen Monaten mit ihm Schluss gemacht. Er war mal ein richtiger Lebemann der nichts hat anbrennen lassen, mit dem man jede Menge Spaß und eine gute Zeit haben konnte und auf den man sich auch immer verlassen kann und konnte.

Hat sich von seiner Freundin richtig betaisieren lassen, so dass es als Außenstehender schon echt weh tat und schlussendlich hat sie ihn verlassen.

Habe natürlich alles getan um ihn nach der Trennung zu helfen. Wohnungssuche, Möbel schleppen und aufbauen beim Umzug, bissl feiern gehen/Aktivitäten und mir sein Klagen angehört.

Aber selbst jetzt nach nem halben Jahr macht er immer noch krasse Beta-Moves...

Auf Zuruf irgendwelche (Handwerker-)Arbeiten in der Wohnung der Ex, hütet die Kinder außerplanmäßig wenn seine Ex auf die Piste geht, versucht es ihr immer recht zu machen und schreibt mir ellenlange Whatsapps wie ich die Lage und Reaktionen seiner Ex einschätze.

Wenn ich dann ehrlich und direkt antworte, weil ich die Dinge kritisch sehe, dann ist er angefressen. Lieber Kerl aber quasi beratungsresistent.

Schlägt mir mittlerweile auch echt auf's Gemüt. 

Wie verhaltet ihr euch in solchen Fällen?

Bleibt ihr dran, haltet Kontakt und meidet einfach das Thema?

Oder zieht ihr euch zurück? 

 

 

Kenne das Problem von vielen Freunden. Man hört sich Eheprobleme an, Probleme mit den Kindern die dem Kumpel auf der Nase rum tanzen, finanzielle Unterversorgung weil seit 10 Jahren nicht einmal ein Jobwechsel in betracht oder zumindest ein Gespräch zum Thema Gehalt geführt wurde oder weil jemand seit X Jahren nicht ein einziges Date hatte.

Da scheitert es dann schon an den kleinsten Hürden oft wenn es um das Thema "Wie mache ich es besser geht".

Die meisten Menschen suchen oft keine Lösung, sondern wollen sich emotional regulieren wenn Sie solche Themen ansprechen. 

Bei Frauen hatte ich das recht früh verstanden, dass dort etwas Bemutterung oft mehr bringt für den Moment, als Lösungsvorschläge. Bei Männern, habe ich es ewig nicht verstanden.

Die Frage ist wie viel Energie DU verbrennen willst, sollte im Vordergrund stehen. Du hast Möbel geschleppt, bist mit ihm raus und hast dir in der Krise alles mögliche angehört. Das ist auch richtig so unter guten Freunden. Schwierig wird es eben wenn seine Probleme langfristig deine Lebensenergie benötigen damit er über die runden kommt und sich dennoch auf seiner Seite keine Änderung einstellt.

Das kann man auch ruhig so kommunizieren. Einfach mal sagen "Du, ich helfe dir gerne bei allem und wenn es ganz schlimm wird, ruf mich gerne an. Aber ich kann nicht deinen Therapeuten spielen, während Du so sehr an den Problemem festhältst und noch nichts ändern willst". Auch der Ratschlag sich einen Therapeuten zu suchen für Themen von denen er ggf. zu recht nicht loslassen kann, ist nicht übergriffig.

Ich selbst halte es mittlerweile so dass ich mir solche Themen zwar anhöre, dann aber recht schnell sage. "Ich habe dir über x Jahre y Dinge zu diesem Thema gesagt. Du möchtest aus irgendwelchen gründen es nicht annehmen und nicht ändern. Ich kann dir dabei anscheinend nicht helfen. Mache das mit dir selbst aus oder komme zu mir, wenn Du weitermachen willst".

Edit: Ein etwas plastischeres Beispiel vielleicht nochmal. Wenn Dich jemand fragt ob Du ihm beim Tapezieren hilfst und Du da vollgas gibst und eine Bahn nach der nächsten ankleisterst und dann bemerkst, dass er hinten wieder anfängt die Tapete abzukratzen... dann würdest den Kumpel ja auch Fragen ob er einen an der Waffel hat. Das Problem bei Emotionalen Themen ist, dass es eben weniger "anfassbar" ist und man sich im Rahmen Freundschaft, Beziehung etc. eben irgendwie für das Wohl des anderen Verantwortlich fühlt. Aber im Grunde ist es eben genau das thema wie beschrieben... wenn nach einiger Zeit, er immernoch die Tapete wieder von der Wand reißt, dann kannst Du nicht weiter endlos Tapete an die Wand kleben. Führt ja eben zu nichts. Wäre erst dann wieder sinnvoll wenn er bereit ist wirklich zu renovieren oder sich einen Maler gesucht hat der den Job übernimmt und ihr euch dann gemeinsam überlegt welche Farbe und Schränke in den Raum passen würden.

 

bearbeitet von A_guy_named_Who
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