Wer von euch schwimmt? - Schwimmtechniken

22 Beiträge in diesem Thema

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Hallo lieber Sportler,

Wer von euch schwimmt denn? Ich bin zur Zeit von Joggen aufs Schwimmen gewechselt.

Ich hätte da ein paar Fragen bezüglich der Schwimmtechnik und den Basics für einen Anfänger. (Vl kommt mal Shao hier zu Wort? :D)

Ich betreibe ausschließlich Brustschwimmen (kann Kraulen nicht gut, sehe nach 20m aus wie ein abgesoffener Fisch)

  • Nach dem Brustschwimmen (40-60 Minuten) verspüre ich oftmals eine Steifigkeit im Nacken/oberer Rücken Bereich. Ist das normal? Ich kann mir das nur erklären, dass man durch die Bewegungen beim Brustschwimmen halt auch die Nackenmuskulatur bzw. den Trapezius mit trainiert? (Anm.: Natürlich mit Schwimmbrille und Kopf UNTER Wasser :P. Ich mach ja keine halben Dinge hehe)
  • Nach dem Schwimmtraining schmerzen mir manchmal die Fingergelenke. Auch sind diese meistens ermüdet. Kommt es durch die Schwimmbewegungen, also das ""Wasser wegdrücken" durch die flache Hand beim Brustschwimmen?
  • Gibt es spezielle Atemtechniken?
  • Bei den Beinen verspüre ich beim Brustschwimmen am rechten Knie, jedes mal einen kurzen Schmerz/Stecher wenn ich das Wasser wegtrete. Allerdings vermindert sich der Schmerz, wenn ich die Oberschenkel "weiter" aufmache und diese auch aktiver einseitze. Halt wie ein richtiger Frosch. - Maximale Abduktion der Oberschenkel. Wovon können die Schmerzen stammen?
  • Gibt es für's Brustschwimmen besondere Techniken, auf die man achten muss? Besonderheiten?
  • Fördert das Brustschwimmen auch den Muskelaufbau? Ist da Brustschwimmen oder das Kraulen besser? (ich betreibe nebenbei auch Krafttraining)
  • Ist der Kalorienverbrauch günstig zum Krafttraining? Ich weiß, dass man beim Joggen mehr kCal verbraucht. Aber beim schwimmen trainiert man ja die Muskel aktiver mit oder?
  • Was gibt es für Set-Trainingseinheiten? z.B.: 2 x 200 m dann Pause mit maximaler Auslastung?
  • Wie muss man richtig schwimmen um kCal zu verbrauchen? Intensiv d.h.: Sodass man außer Puste ist? Das Maximum heraus holen oder ein Mittelmaß finden, sodass man nicht schon nach 100 m eine Pause einlegen muss?
  • Wie gewinnt man beim Schwimmen mehr Ausdauer und Kraft? Gibt es da spezielle Techniken/Trainingseinheiten?
  • Und zu guter Letzt: Kann mir jemand nen gutes Tutorial zeigen wie man RICHTIG und vor allem GUT krault bzw. dies erlernt? :D

Dankeschön!

Beste Grüße,

bearbeitet von HoliSeth

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erspüre ich oftmals eine Steifigkeit im Nacken/oberer Rücken Bereich. Ist das normal?

Nein, das ist nicht normal nach der Zeit. Du verkrampfst offenbar? Normal streckst Du Dich im Wasser wenn Du unten ziehst.Ich tippe auf Technikmangel. Wie geübt bist Du denn? Handelt es sich da bei Dir evtl. um Muskelkater? Wenn man regelmäßig trainiert ist das also auch nicht normal.

Nach dem Schwimmtraining schmerzen mir manchmal die Fingergelenke. Auch sind diese meistens ermüdet. Kommt es durch die Schwimmbewegungen, also das ""Wasser wegdrücken" durch die flache Hand beim Brustschwimmen?

Hast Du irgendwie einen Magnesiummangel? Bei viel Sport kann das vorkommen. Üblich ist, dass die Hand unter Spannung steht, dann drückt man das Wasser weg. Muskelkater?

Gibt es spezielle Atemtechniken?

Gleichmäßiges Atmen mit den Bewegungen, im Rhythmus. Das ist alles. Mit der Zeit erhöht sich das Atemvolumen ganz automatisch.

Fördert das Brustschwimmen auch den Muskelaufbau? Ist da Brustschwimmen oder das Kraulen besser? (ich betreibe nebenbei auch Krafttraining)

Du baust zwar Muskeln auf aber es handelt sich hier eher um einen Ausdauersport. Viele trainieren ergänzend Kraft. Brust- und Freistil wie man eher zum Kraulen sagt trainieren einfach vollkommen unterschiedliche Muskelpartien im Schwerpunkt. Was ist also "besser"?

Ist der Kalorienverbrauch günstig zum Krafttraining? Ich weiß, dass man beim Joggen mehr kCal verbraucht. Aber beim schwimmen trainiert man ja die Muskel aktiver mit oder?

Ist doch wie überall im Leben, es kommt auf Deine Intensität an und Deine sonstigen Voraussetzungen wie vorhandene Muskeln, die Du einsetzen kannst, Dein Gewicht usw. Gibt viele Trainingsrechner im Netz zu all Deinen Fragen.

Jogger halten sich nicht lange im Wasser, die haben andere trainierte Bereiche. Auch ist ein guter Schwimmer nicht unbedingt automatisch ein guter Jogger. Das ist der Versuch Äpfel und Birnen zu vergleichen.

Der Vorteil im Ausdauersport ist ein sehr langer Nachbrenneffekt, den gibt es aber auch im Kraftsport im gewissen Umfang. Was aktiver ist liegt wieder ganz und gar an Dir und Deinen Parametern.

Was gibt es für Set-Trainingseinheiten? z.B.: 2 x 200 m dann Pause mit maximaler Auslastung?

Kommt auf Dein Trainingsziel an. Siehe Trainingspläne im Netz.

Wie muss man richtig schwimmen um kCal zu verbrauchen? Intensiv d.h.: Sodass man außer Puste ist? Das Maximum heraus holen oder ein Mittelmaß finden, sodass man nicht schon nach 100 m eine Pause einlegen muss?

Meine Azubine ist nach drei Bahnen bereits aus der Puste und nein, das ist kein Maßstab. Ich schwimme intensiv eine Stunde durch und bin kein Stück aus der Puste. Das kommt auf Deinen Trainingszustand an. Persönlich beobachte ich immer die Jungs, die so schnell starten und dann bald mehr an der Seite lungern bis sie mal wieder zu Luft kommen.

Erstmal langsam schwimmen aber die Technik sauber lernen. Das ist das A und O, wenn Du wirklich effizient und effektiv sein willst. Dann steigern.

Wie gewinnt man beim Schwimmen mehr Ausdauer und Kraft? Gibt es da spezielle Techniken/Trainingseinheiten?

Selbes. Du musst regelmäßig üben, ggf. nur bestimmte Muskelpartien. Dreimal die Woche, je einen Tag Pause zwischen ist ein guter Einstieg. So ein "pool-boy" von z. B. Maru ist ganz hilfreich, wenn Du eher den Oberkörper zum Schwerpunkt setzen willst. Dann bist Du stabiler und konzentrierter.

Und zu guter Letzt: Kann mir jemand nen gutes Tutorial zeigen wie man RICHTIG und vor allem GUT krault bzw. dies erlernt? :D

Da würde ich dir ehrlich empfehlen, mir eine Trainerstunde zu gönnen, denn es machen so viele schrecklich falsch. Man selber braucht eine Korrektur von außen da geht kein Weg dran vorbei. Bist Du einen richtig guten und sauberen Stil hast braucht es Übung, Übung, Übung. Dann spritzt es auch nicht mehr so widerlich. ;-)

Schwimmen ist eine reine Fleiß- und Ausdauersportart aber eine ganz besonders schöne.

Viel Spaß!

bearbeitet von "Charlie"
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Beim schwimmen braucht es einen guten Trainer der dir die Technik beibringt. Schon mal daran gedacht Schwimmen in einem Verein zu betreiben? Dieser sollte die Grundlagen vermitteln und dich eventuell kostengünstig zum Wettkampfsportler machen.

Wenn du schnell außer Atem gerätst kann ich dir meinen Tread vom letzten Jahr empfehlen:

http://www.pickupforum.de/topic/100559-entspannung-durch-apnoe/?p=1611217

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Gast Shredder

Brustschwimmen ist technisch anspruchsvoller als Kraul. Solltest du purer Anfänger sein und nicht gewillt in einen Schwimmverein n paar Kurse zu machen, würde ich dir empfehlen auf Kraul umzusteigen. Mit ein paar YouTube Tutorials und der Einstellung "Arme NICHT aufs Wasser hauen" ist dort die Effizienz garantiert passabler als beim Bruststil ;-)

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Ich hätte da ein paar Fragen bezüglich der Schwimmtechnik und den Basics für einen Anfänger. (Vl kommt mal Shao hier zu Wort? :D)

Nope, sorry. Von Schwimmen habe ich eher keine Ahnung, da bin ich technisch damit eher unterbewandert und ich glaube, da sollte jemand anders ran, der sich damit auskennt ;)

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www.svl.ch/svlimmat_ratind.html

Dort gibt es viele guides, verschafft dir erstmal einen Überblick was gutes schwimmen ausmacht. Fang am besten mit kraul an, gutes kraulschwimmen ust leichter zu erlernen und effektiver als gutes brustschwimmen.Dann versuche möglichst langsam, aber mit guter Technik zu schwimmen. Konzentriere sich dabei jeweils auf eine Sache (wie z.B. Körper strecken, Ellenbogen anwinkeln, arm unter Wasser bis zur Hüfte fuhren) und wenn du dies intuitiv beherrscht, wende sich dem nächsten Punkt zu.

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Habe auch mehrere Jahre wettkampfmäßig geschwommen und mache jetzt gelegentlich noch mal ~2km, wenn ich im Sommer am See bin, aber sehr unregelmäßig (leider kein vernünftiges Tunierbad in der Nähe, 25m Bahnen sind nervig).

Wurde schon mehrfach gesagt: Geh in einen Verein für den Anfang und lern erst mal die Technik vernünftig.

Deine Nackensteife spricht ganz klar für eine falsche Haltung des Oberkörpers, deine Knieschmerzen für eine Schräglage des Unterkörpers bzw. der Beine (recht häufig zu beobachten, auch bei routinierten Schwimmern).

Mit guter Technik tut nichts weh und nichts wird steif. Da du sehr viele Wiederholungen machst, musst du direkt am Anfang auf eine saubere Technik achten, nachher dauert es Ewigkeiten Fehler wieder raus zu bekommen! Oberkörper und Unterkörper separat, bewusst und sauber üben (mit diesen Schaumstoff dingern).

Wenn die Technik nachher stimmt, du ein paar km sauber ohne Pause und schmerzen schwimmen kannst, hol dir Schwimmpaddles und trainiere damit gelegentlich Sprints über 200m. Bringt gut was für die Ausdauer und Kraft im Oberkörper.

Aber erst mal Technik, Technik, Technik.

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  • Nach dem Brustschwimmen (40-60 Minuten) verspüre ich oftmals eine Steifigkeit im Nacken/oberer Rücken Bereich. Ist das normal? Ich kann mir das nur erklären, dass man durch die Bewegungen beim Brustschwimmen halt auch die Nackenmuskulatur bzw. den Trapezius mit trainiert? (Anm.: Natürlich mit Schwimmbrille und Kopf UNTER Wasser :P. Ich mach ja keine halben Dinge hehe)
  • Nach dem Schwimmtraining schmerzen mir manchmal die Fingergelenke. Auch sind diese meistens ermüdet. Kommt es durch die Schwimmbewegungen, also das ""Wasser wegdrücken" durch die flache Hand beim Brustschwimmen?
  • Bei den Beinen verspüre ich beim Brustschwimmen am rechten Knie, jedes mal einen kurzen Schmerz/Stecher wenn ich das Wasser wegtrete. Allerdings vermindert sich der Schmerz, wenn ich die Oberschenkel "weiter" aufmache und diese auch aktiver einseitze. Halt wie ein richtiger Frosch. - Maximale Abduktion der Oberschenkel. Wovon können die Schmerzen stammen?

Lern Kraulen! Bei korrekter Technik sollten diese Probleme zwar auch beim Brustschwimmen nicht auftreten, aber Kraulen ist grundsätzlich nicht nur gelenkschonender sondern auch effektiver und in Wirklichkeit sogar einfacher. Dass vielen das anders vorkommt, liegt schlicht daran, dass wir in unserer Kindheit meistens zuerst und häufig auch ausschließlich Brustschwimmen gelernt haben. Ging mir genauso, mache da aber meinem ehemaligen Schwimmlehrer keinen großen Vorwurf. Er wusste es halt einfach auch nicht besser.

  • Gibt es spezielle Atemtechniken?

Was meinst du mit „speziell“?

  • Fördert das Brustschwimmen auch den Muskelaufbau? Ist da Brustschwimmen oder das Kraulen besser? (ich betreibe nebenbei auch Krafttraining)

Höchstens in sehr begrenztem Umfang. Aber wenn du nebenbei Krafttraining betreibst, bringt das unter diesem Aspekt keinen zusätzlichen Effekt. Egal ob Brust oder Kraul.

  • Ist der Kalorienverbrauch günstig zum Krafttraining? Ich weiß, dass man beim Joggen mehr kCal verbraucht. Aber beim schwimmen trainiert man ja die Muskel aktiver mit oder?
  • Wie muss man richtig schwimmen um kCal zu verbrauchen? Intensiv d.h.: Sodass man außer Puste ist? Das Maximum heraus holen oder ein Mittelmaß finden, sodass man nicht schon nach 100 m eine Pause einlegen muss?

Weshalb interessiert dich der Kalorienverbrauch?

  • Was gibt es für Set-Trainingseinheiten? z.B.: 2 x 200 m dann Pause mit maximaler Auslastung?

Technik, Technik, Technik! Zwar sind Kraft und Ausdauer beim Schwimmen nicht völlig irrelevant, aber Technik bleibt das A und O. Selbst bei guten Schwimmern kann man mit Optimierungen an der Technik häufig viel schneller und noch deutlich mehr herausholen als durch zusätzliches Training der Ausdauer. Für dich als Anfänger mit vermutlich miserabler Technik (sorry) gilt das natürlich um so mehr. Alles außer der richtigen Schwimmtechnik kannst und solltest du deshalb erst mal komplett ignorieren.

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@Charlie:

erspüre ich oftmals eine Steifigkeit im Nacken/oberer Rücken Bereich. Ist das normal?

Nein, das ist nicht normal nach der Zeit. Du verkrampfst offenbar? Normal streckst Du Dich im Wasser wenn Du unten ziehst.Ich tippe auf Technikmangel. Wie geübt bist Du denn? Handelt es sich da bei Dir evtl. um Muskelkater? Wenn man regelmäßig trainiert ist das also auch nicht normal.

Also ich war bis jetzt eine Woche lang schwimmen, d.h.: 4 mal. Die Nackensteifigkeit spüre ich nur für ca. 1-2 Minuten. Viel mehr fühlt es sich so an, als hätte ich die Nackenmuskulatur trainiert, also eher wie ein Muskelkater. Technikmangel kann sein, aber ich strecke mich so gut es geht unter Wasser und versuche den Kopf so ruhig wie möglich zu lassen. Kann es vl daran liegen, dass ich noch ein Anfänger bin?
Nach dem Schwimmtraining schmerzen mir manchmal die Fingergelenke. Auch sind diese meistens ermüdet. Kommt es durch die Schwimmbewegungen, also das ""Wasser wegdrücken" durch die flache Hand beim Brustschwimmen?

Hast Du irgendwie einen Magnesiummangel? Bei viel Sport kann das vorkommen. Üblich ist, dass die Hand unter Spannung steht, dann drückt man das Wasser weg. Muskelkater?

Muskelkater nach dem Schimmen habe ich bei den Händen nicht, jeglich Schulter und Brust. Vielleicht bin ich es einfach ungewohnt bzw. meine Fingergelenke haben sich an dem neuen Sport noch nicht gewöhnt. Magnesiumangel kann sein, hatte auch mal (allerdings nach dem Fitnesstudio Kniebeugen) mal einen kurzen Krampf im Oberschenkel.

Gibt es spezielle Atemtechniken?

Gleichmäßiges Atmen mit den Bewegungen, im Rhythmus. Das ist alles. Mit der Zeit erhöht sich das Atemvolumen ganz automatisch.

Ich versuche halt so gut es geht einen max. Inspirationsradius zu erreichen und unter Wasser einen max. Expirationsvolumen.

Fördert das Brustschwimmen auch den Muskelaufbau? Ist da Brustschwimmen oder das Kraulen besser? (ich betreibe nebenbei auch Krafttraining)

Du baust zwar Muskeln auf aber es handelt sich hier eher um einen Ausdauersport. Viele trainieren ergänzend Kraft. Brust- und Freistil wie man eher zum Kraulen sagt trainieren einfach vollkommen unterschiedliche Muskelpartien im Schwerpunkt. Was ist also "besser"?

Ich will halt Wert legen auf Brust, Bauch und Schultern. Jetzt habe ich von anderen Usern gelesen, dass Freistil/Kraulen besser und einfacher ist für einen Anfänger? Ist das Freistil Schwimmen auch gesünder und fördert mehr den Muskelaufbau?

Ist der Kalorienverbrauch günstig zum Krafttraining? Ich weiß, dass man beim Joggen mehr kCal verbraucht. Aber beim schwimmen trainiert man ja die Muskel aktiver mit oder?

Ist doch wie überall im Leben, es kommt auf Deine Intensität an und Deine sonstigen Voraussetzungen wie vorhandene Muskeln, die Du einsetzen kannst, Dein Gewicht usw. Gibt viele Trainingsrechner im Netz zu all Deinen Fragen.

Jogger halten sich nicht lange im Wasser, die haben andere trainierte Bereiche. Auch ist ein guter Schwimmer nicht unbedingt automatisch ein guter Jogger. Das ist der Versuch Äpfel und Birnen zu vergleichen.

Der Vorteil im Ausdauersport ist ein sehr langer Nachbrenneffekt, den gibt es aber auch im Kraftsport im gewissen Umfang. Was aktiver ist liegt wieder ganz und gar an Dir und Deinen Parametern.

Meine Parameter sind das Maximum an Trainingserfolgen rauszuholen, ob Kraft oder Kondition :)

Was gibt es für Set-Trainingseinheiten? z.B.: 2 x 200 m dann Pause mit maximaler Auslastung?

Kommt auf Dein Trainingsziel an. Siehe Trainingspläne im Netz.

4 x 50 m in Sprint bzw. Zeitintervallen in Ordnung? Das mache ich zur Zeit ohne gröbere Probleme.

Wie muss man richtig schwimmen um kCal zu verbrauchen? Intensiv d.h.: Sodass man außer Puste ist? Das Maximum heraus holen oder ein Mittelmaß finden, sodass man nicht schon nach 100 m eine Pause einlegen muss?

Meine Azubine ist nach drei Bahnen bereits aus der Puste und nein, das ist kein Maßstab. Ich schwimme intensiv eine Stunde durch und bin kein Stück aus der Puste. Das kommt auf Deinen Trainingszustand an. Persönlich beobachte ich immer die Jungs, die so schnell starten und dann bald mehr an der Seite lungern bis sie mal wieder zu Luft kommen.

Erstmal langsam schwimmen aber die Technik sauber lernen. Das ist das A und O, wenn Du wirklich effizient und effektiv sein willst. Dann steigern.

Habe mir bereits ein paar Videos und Anleitungen von Schwimmvereine angeguckt, also die Grundtechniken die dort erklärt worden sind...kann ich ja. Ich mein, ich bin ja auch kein abgesoffener Fisch. Hatte ja in der Schulzeit auch Schwimmkurse und Brustschwimmen (leider gottes nicht Freistil) war halt für mich immer DIE Schwimmtechnik.

Könntest du mir trotzdem mal erklären, was wichtig ist bzw. auf welche Techniken man aufpassen muss? (Arme sollte ja nicht über der Schulterhöhe gehen, und danach wieder zur Brust - und diese Übung wiederholen. Beine mit max. Abduktion mit Außenrotation wegtreten/wegschwimmen. Atmung synchronisieren etc. Was gibt es noch?)

Wie gewinnt man beim Schwimmen mehr Ausdauer und Kraft? Gibt es da spezielle Techniken/Trainingseinheiten?

Selbes. Du musst regelmäßig üben, ggf. nur bestimmte Muskelpartien. Dreimal die Woche, je einen Tag Pause zwischen ist ein guter Einstieg. So ein "pool-boy" von z. B. Maru ist ganz hilfreich, wenn Du eher den Oberkörper zum Schwerpunkt setzen willst. Dann bist Du stabiler und konzentrierter.

Ich gehe z.b.: Zwischen den Schwimmtagen immer trainieren. Oberkörper und Rücken. Beine werden ebenfalls trainiert (Squats, Wadenpresse und Beinpresse) Reicht das für die "bestimmten" Muskelpartien? Also 3xmal die Woche Fitnesstudio, + 3xmal die Woche die Tage dazwischen Schwimmen.

Und zu guter Letzt: Kann mir jemand nen gutes Tutorial zeigen wie man RICHTIG und vor allem GUT krault bzw. dies erlernt? :D

Da würde ich dir ehrlich empfehlen, mir eine Trainerstunde zu gönnen, denn es machen so viele schrecklich falsch. Man selber braucht eine Korrektur von außen da geht kein Weg dran vorbei. Bist Du einen richtig guten und sauberen Stil hast braucht es Übung, Übung, Übung. Dann spritzt es auch nicht mehr so widerlich. ;-)

Schwimmen ist eine reine Fleiß- und Ausdauersportart aber eine ganz besonders schöne.

Viel Spaß!

So jetzt ist es allerdings so, dass ich dummerweise voreilig schon eine Saison Karte für das Schwimmbad gekauft habe. War nicht gerade billig. Die des Schwimmvereins kosten mir aber noch einmal 120EUR, obwohl ich die Eintrittskarte zum Hallenbad schon habe, d.h.: ich müsste noch mal extra zahlen. Das wäre mir zu viel. Kann ich denn nicht selbst die Techniken mir aneignen? Ich weiß ist irrsinnig dumm, aber als Student schlüfen da eben nun mal nicht die Kröten aus den Taschen ;)

@Jack Daniel: Danke. Ich werde mir deine Techinken angucken.

@Shredder: Alter dich gibts auch noch? ^^. Danke, also Kraulen kann ich selbst erlernen? Muss mir mal da Guides angucken, hab mir zur Zeit nur mal die Brustschwimm Techniken und Kurse angeguckt (Synchronität etc.)

@[email protected] Danke für den Link, werd ich mir mal anschauen!!

@Michael_83:

Habe auch mehrere Jahre wettkampfmäßig geschwommen und mache jetzt gelegentlich noch mal ~2km, wenn ich im Sommer am See bin, aber sehr unregelmäßig (leider kein vernünftiges Tunierbad in der Nähe, 25m Bahnen sind nervig).

Wurde schon mehrfach gesagt: Geh in einen Verein für den Anfang und lern erst mal die Technik vernünftig.

Deine Nackensteife spricht ganz klar für eine falsche Haltung des Oberkörpers, deine Knieschmerzen für eine Schräglage des Unterkörpers bzw. der Beine (recht häufig zu beobachten, auch bei routinierten Schwimmern).

Mit guter Technik tut nichts weh und nichts wird steif. Da du sehr viele Wiederholungen machst, musst du direkt am Anfang auf eine saubere Technik achten, nachher dauert es Ewigkeiten Fehler wieder raus zu bekommen! Oberkörper und Unterkörper separat, bewusst und sauber üben (mit diesen Schaumstoff dingern).

Wenn die Technik nachher stimmt, du ein paar km sauber ohne Pause und schmerzen schwimmen kannst, hol dir Schwimmpaddles und trainiere damit gelegentlich Sprints über 200m. Bringt gut was für die Ausdauer und Kraft im Oberkörper.

Aber erst mal Technik, Technik, Technik.

Wie bereits oben beschrieben. Das mit dem Verein geht leider zur Zeit nicht, da sie 1.) Erst ab Januar wieder einen Kurs haben und 2.) Ich die Saison Karte bis Ende April habe, der Kurs aber noch einmal Extra zu bezahlen wäre. Das kann ich mir nicht leisten...

Zur Nackensteifigkeit: Auch wie oben bereits beschrieben. Diese habe ich "nur" 1-2 Minuten nach dem Auftauchen bzw. fühlt es sich eher wie ...ein Muskelkater oder halt trainierter Muskel an. Ist das auch abnormal oder weil ich einfach untrainiert bin? (Also im Schwimmbereich)

Zu den Knieschmerzen: Könntest du mir das genauer erläutern?

Zu den Techniken: Also laut den Tutorials und den Guidelines mache ich jede Bewegung relativ sauber. Ich schaffe bis lang 6x50 m ohne Pause, natürlich laut meines Erachtens, in mittelschneller Geschwindigkeit. Wenn ich "sprinten" müsste, schaffe ich 4x50m. Aber dann bin ich k.O.

Zu meiner Schwimmkunst kurze Details:

Beine und Arme bewegen sich abwechselnd. Die Arme werde immer gerade ausgestreckt und der Kopf ist flach unter Wasser, danach werden die Arme nach seitlich/unten geschlagen, aber nicht weiter über die Schulterhöhe sondern bis Schulterhöhe. Danach werden die Hände/Arme schnell hin zur Brust gezogen und der Kopf/Oberkörper steigt wieder hinauf um Luft zu holen. Beine werden erst getreten, wenn der Kopf wieder unten ist, danach erfolgt die Armbewegung von erneut. Die Beine versuche ich so weit wie möglich zu öffnen und zu "schlagen/treten"; also mit max. Abduktionsbewegung MIT leichter Außenrotation der Füße. Passt das so in etwa, wie ich es beschrieben habe?

@Cycle: Ich werd mal Kraulen ausprobieren, obwohl ich wie nen Affe aussehe am Anfang! :-D

Atemtechnik: Ja halt auf was ich achten muss? Immer max. Inspiration und max. Expiration oder nur eines von beiden? Ich denke aber dass ich es zur Zeit ganz gut mache. Hatte Anfangs Kopfschmerzen weil ich den Co2 nicht richtig ausgeatmet habe. Mittlerweile bin ich beschwerdefrei, da ich immer darauf achte alles unter Wasser auszuatmen.

Muskelaufbau: Schwimmen fördert nicht den Muskelaufbau? Woher kommen denn die ganzen Schwimmathleten her die alle wie Kästen aussehen?? Auch bei uns in der Halle nebenan das Schwimmkader. Alter, die sind alle shredded.

kCal Verbrauch: Damit mein Onepack zu einem Sixpack wird ;)

zur Schwimmtechnik: siehe oben :D

Danke euch allen nochmal!!!

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Muskelaufbau: Schwimmen fördert nicht den Muskelaufbau? Woher kommen denn die ganzen Schwimmathleten her die alle wie Kästen aussehen?

Professionelle Schwimmer machen zusätzlich zum Schwimmtraining natürlich Kraftsport! Durch Schwimmen trainierst Du Kraftausdauer und Ausdauer, dagegen wirst Du reinen Kraft- und Volumenzuwachs nur sehr eingeschränkt erreichen.

Also ich war bis jetzt eine Woche lang schwimmen, d.h.: 4 mal.

Du fängst gerade mit dem Schwimmen an, dann gleich vier Mal in der ersten Wochen, dazu noch drei Mal Kraftsport nebenbei, und wunderst Dich ernsthaft, warum Du Schmerzen in Nacken und Händen hast? Das war jetzt alles etwas viel auf einmal für Deinen Körper. Du solltest Dir generell überlegen, auf was Du Dich konzentrieren willst. Ist Dein Trainingsziel Kraft/Volumen, dann solltest Du Dein Krafttraining durchziehen und nicht so viel noch zusätzlich Schwimmen gehen. Ist Dein Trainingsziel Kraftausdauer/Ausdauer, dann solltest Du viel Schwimmen gehen und weniger oft zum Kraftsport. Dein Körper braucht Zeit zur Regeneration!

Zum Training: Schaue Dir viele Videos von guten Schwimmern an und lerne. Und besorge Dir einen Trainingspartner. Auch beim Schwimmen ist spotten möglich und wichtig. Ein bestimmtes deutsches Buch zur Schwimmtechnik grundsätzlich zu empfehlen fällt mir schwer. Schaue Dir in der Bibliothek verschiedene Bücher an und entscheide welches Dir am besten gefällt. Eines zu lesen kann nicht schaden.

Ansonsten: Du sagst Du bist Student. Gibt es einen Unisportkurs im Schwimmen bei Euch? Ein Kraulkurs wäre natürlich das non plus ultra.

Gruß, Kaderian

bearbeitet von kaderian

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Hallo Holiseth,

Michael_83 hat Dir eine gute Analyse gegeben. Bei Dir spricht sehr viel für eine Verkrampfung die auf eine falsche Haltung zurückzuführen ist und das ist beim Schwimmen schnell zu, wenn man die Technik nicht 1a beherrscht. Ich habe genau wie Michael früher einige Jahre Wettkämpfe bestritten und rate Dir es mal mit einem Besuch im Schwimmverein zu versuchen. Die Bewegungsabläufe setzen sich aus vielen kleinen aber feinen Einzelsequenzen zusammen, die Du einfach trainieren musst bis sie sauber sitzen und in Fleisch und Blut übergehen. Kleine Abweichungen führen eben zu Schmerzen. Nackensteife ist nur ein Problem als Anfänger, weil man es einfach falsch macht. Mit Ausdauer u. ä. hat das nichts zu tun. Jemand, der die Bewegungsabläufe korrekt ausführt hat keine Schmerzen, auch nicht nach Stunden. Das bestätige ich auch.

Und ich sage Dir ebenfalls wie der Kollege, dass es richtig übel ist, wenn Du Dir das jetzt erstmal falsch angewöhnst. Es ist deutlich schwerer falsch Erlerntes wieder auszumerzen. Da kommt es auf Feinheiten an in diesem Sport.

Wenn Du eine Saisonkarte hast, wunderbar, was spricht denn gegen eine Übungsstunde im Verein, damit Du überhaupt mal eine Korrektur erfährst? Wird bei Euch an der Uni kein Schwimmen angeboten? Das frage ich mich wie Kaderian.

Schwimmen ist insgesamt gesund, weil Du Dein Gewicht nicht trägst. Menschen mit Knieproblemen kommen oft besser mit Kraulen/Freistil zurecht, weil das Knie weniger im Beinschlag gewinkelt wird. Wie Michael es schon treffend sagt, viele liegen falsch im Wasser. Wenn man mit Schwimmbrille trainiert, sieht man das deutlich.

Wie ich schon sagte, alles hat eben andere Schwerpunkte, ich möchte das nicht in "besser als" werten.

Sprints kannst Du später mal machen, das bringt Dir zunächst wenig. Versuche einfach mal Ausdauer aufzubauen. Du kannst auch 50m Brust und dann 50m Freistil schwimmen, wenn es sonst zu sehr anstrengt. Höre da mal ein wenig auf Deinen Körper.

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Gast Shredder

Also als einer der selber Wettkampf geschwommen ist und auch Kindern/Jugendlichen Schwimmen beigebracht hat. Die Selbstanalysefähigkeit des TEs ist mehr als beschränkt und somit leidet der Output den er hier reinstellt. Den können wir hier dann natürlich zu Tode analysieren, was aber nicht produktives hervorruft WEIL eben keiner am Beckenrand steht und live die Technik sieht und die Fehler direkt korrigieren kann.

Und die Gefahr ist noch größer, dass man sich durch Technikvideos (vielleicht sogar mit Schwimmgrößen) sich Fehler einschleichen, Stichwort S-Armzug beim Kraul.

a) anderer Verein/Hilfsorganisation wie DLRG bieten auch Kurse

b) "Privatunterricht" von Vereinmitgliedern/Schwimmern

c) Kumpel der die Technik kann, n Kasten Bier springen lassen

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Danke euch für das Feedback.

Also wie schon beschrieben. Der einzige Schwimmverein, der in meiner Badehalle trainiert gibt es 1) erst wieder ab Januar und 2) müsste ich den doppelten Preis bezahlen, aber da ich schon die Saisonkarte habe, fällt dies für mich ins Wasser. Insgesamt über 300EUR sind doch kein Schnäppchen...

Andere Schwimmvereine gibt es zwar, aber die trainieren wo anders und da ich nun mal eine Saisonkarte für nur eine Schwimmhalle habe, bin ich irgendwie in einem Dilemma.

Ich glaube ich habe schon die "falsche Technik" erlernt...wenn überhaupt. Schwimme so schon seit Jahren bzw. versuche ich jetzt wirklich durch diverse Videos Einzelheiten separat zu trainieren.

(Ich weiß, dass meine Selbstreflexion nie wirklich adäquat ist. Aber ich schwimme, sofern ich es subjektiv an mir selbst beurteilen kann, genau so wie der hier:

und ein älteres video

)

Zur Ausdauer: Ich kann bis zu 14 x 50 m ohne Pause einzulegen durch schwimmen. kA was das einem Profischwimmer sagt bzw. welche Richtlinien es hier gibt. Aber das geht doch, oder?

Ja...ich lebe in einer Studentenstadt und es gibt nur so wenige Schwimmvereine....-.-

bearbeitet von HoliSeth

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Zur Technik: Ist nicht böse gemeint, aber eine gute Technik dauert sehr, sehr lange und ich behaupte, du bist noch sehr weit entfernt davon so zu schwimmen wie in dem Video.

Ich habe mit 4 Schwimmen gelernt, in der Schule hatte ich dann in der Formbenotung in jedem Stil eine 1. Also dachte ich, passt ja alles perfekt!

Im Schwimmverein sagte man mir dann, meine Technik sei total stümperhaft und es wäre noch viel zu verbessern. Dort dann wie gesagt die ersten Monate immer wieder Technik Training am Anfang. 20 Bahnen nur Arme, 20 Bahnen nur Beine, danach erst normales Training. Auch heute ist meine Technik bei weitem nicht perfekt. In meinem Abijahrgang war eine, die die deutsche Meisterschaft gewonnen und auch Europa und Weltmeisterschaft in Langstrecke geschwommen ist. (Gina Mohr) Wenn ich mich mit der vergleiche, kann ich mich von der Technik gerade mal über Wasser halten :-D.

Ferndiagnose ist bei einem recht komplexen Ablauf in meinen Augen nicht möglich, auch Videos bringen wenig.

Wenn du wirklich alle Möglichkeiten abgeklappert hast und nichts geht, sprech doch einfach mal die Leute und Trainer aus dem Verein an. Einfach sagen, dass du gerne viel schwimmen möchtest, dir der Starttermin zu lange hin ist, du keine Kohle hast oder was auch immer und ein paar Tipps für die Technik brauchst. Lässt auch gerne nen Kasten Bier für den Verein springen. Irgendwer wird dir schon helfen.

PS: Von Sprints würde ich die ersten Monate erst einmal komplett absehen, das ist am Anfang nicht förderlich bezüglich Technik. Insbesondere Kurzstreckensprints (z.B. 50m) sind eigentlich erst sinnvoll, wenn du ziemlich weit fortgeschritten bist und Konkret für 50m Wettkämpfe trainierst. 700m am Stück für Ausdauer sind für Einsteiger schon "ok", aber noch sehr stark ausbaufähig. Ich bin momentan eher ziemlich unsportlich mit leichtem Übergewicht und schwimme wie gesagt auch mal 2 km am Stück, einfach weil ich mit Technik sehr viel Kraft spare und trotzdem ziemlich fix (für einen Amatuer) voran komme.

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Ich will halt Wert legen auf Brust, Bauch und Schultern. Jetzt habe ich von anderen Usern gelesen, dass Freistil/Kraulen besser und einfacher ist für einen Anfänger? Ist das Freistil Schwimmen auch gesünder und fördert mehr den Muskelaufbau?

„Freistil“ bedeutet nur, dass du in jedem beliebigen Schwimmstil schwimmen darfst. Dass das im Normalfall ausschließlich Kraul ist, liegt schlicht daran dass man damit am schnellsten vorwärts kommt und es als Wettkampfsportler deshalb irre dämlich wäre, was anderes zu machen. Mag jetzt ein bisschen Korinthenkackerei sein, aber „Freistil“ bezeichnet dementsprechend im Gegensatz zu Kraul halt einfach keinen konkreten Schwimmstil, den man erlernen könnte.

Beim Kraulen kommt man halt nicht nur insgesamt schneller vorwärts sondern auch effektiver, d.h. es ist weniger anstrengend. Allerdings gilt das natürlich nur ganz allgemein und nicht für den konkreten Fall, dass du bereits Brustschwimmen kannst aber beim Kraulen nach drei Zügen absäufst, weil das Atmen nicht klappt. Gesünder für die Gelenke ist es aber sicher, da die Bewegung – vor allem der Beinschlag – wesentlich natürlicher ist als beim Brustschwimmen.

Für den Muskelaufbau ist das aber Jacke wie Hose. Dafür Schwimmen zu gehen ist in etwa so sinnvoll wie Ficken mit Kondom gegen den Bevölkerungsrückgang. Die Auswirkungen davon sind schlicht vernachlässigbar klein und es gibt wesentlich effektivere Möglichkeiten dafür. Du darfst eben nicht vergessen, dass die Kaderschwimmer von der Bahn nicht nur seit Jahren bis zu zwei Trainingseinheiten täglich absolviert haben, sondern, wie meine Vorredner schon sagten, darüber hinaus höchstwahrscheinlich auch noch regelmäßig den Kraftraum aufgesucht haben.

Meine Parameter sind das Maximum an Trainingserfolgen rauszuholen, ob Kraft oder Kondition :)

Beim Schwimmen bedeutet das aber in erster Linie Technik, Technik und Technik. Bei deinem derzeitigen Stand sogar fast ausschließlich Techniktraining.

Ist natürlich auch völlig okay, wenn du darauf keinen Bock hast und lieber nach Lust und Laune schwimmst um dich im Wasser zu entspannen und schlicht einen Ausgleich zum Kraftsport zu haben. Solange du dich dabei dann wohl fühlst, ist es dann völlig wuppe, ob du „effizient“ oder „korrekt“ schwimmst.

Da ich aber nach deinem Beitrag den Eindruck habe, dass du dabei etwas ehrgeizigere Ziele hast, lässt es sich aber halt nicht vermeiden, dass die Ratschläge und Antworten auf deine Fragen etwas ernüchternd wirken dürfen, weil sie nicht dem entsprechen, was du erwartet hast. Was du mit diesen Infos anfängst ist aber natürlich ganz deine eigene Entscheidung.

Was gibt es für Set-Trainingseinheiten? z.B.: 2 x 200 m dann Pause mit maximaler Auslastung?

Kommt auf Dein Trainingsziel an. Siehe Trainingspläne im Netz.

4 x 50 m in Sprint bzw. Zeitintervallen in Ordnung? Das mache ich zur Zeit ohne gröbere Probleme.

Würde ich von abraten, wie von allem, was auf Geschwindigkeit, Zeit, etc. abzielt. Wenn du versuchst, möglichst schnell vorwärts zu kommen, leidet halt die Technik. Was bedeutet, dass es langfristig sogar kontraproduktiv ist.

Konzentriere dich erstmal wirklich nur auf die Technik und mache dir keine Gedanken, wie viele Bahnen oder wie schnell du schwimmst!

Ich gehe z.b.: Zwischen den Schwimmtagen immer trainieren. Oberkörper und Rücken. Beine werden ebenfalls trainiert (Squats, Wadenpresse und Beinpresse) Reicht das für die "bestimmten" Muskelpartien? Also 3xmal die Woche Fitnesstudio, + 3xmal die Woche die Tage dazwischen Schwimmen.

Klingt für mich unter Umständen schon fast ein bisschen nach too much, wobei das natürlich extrem von deinem Trainingsstand und davon, welche Belastungen du bisher gewöhnt bist, abhängt. Pass aber auf jeden Fall auf, dass du es nicht übertreibst!

Und zu guter Letzt: Kann mir jemand nen gutes Tutorial zeigen wie man RICHTIG und vor allem GUT krault bzw. dies erlernt? :D

Ich habe leider keinen wirklich Überblick über die aktuelle Literatur dazu. Mit dieser Warnung im Voraus, kann ich dir aber sagen, dass Counsilman mit dem Handbuch des Sportschwimmens einen echten Klassiker geschrieben hat, der so ziemlich alles abdeckt, was man über das Schwimmen wissen wollen könnte. Ist jetzt inzwischen zwar schon einige Jahre alt, aber wirklich was geändert hat sich an den grundsätzlichen Dingen in der Zeit ja auch nichts. Und dafür über Amazon gebraucht echt schon ein Schnäppchen, für ein Hardcover-Fachbuch mit über 300 Seiten.

So jetzt ist es allerdings so, dass ich dummerweise voreilig schon eine Saison Karte für das Schwimmbad gekauft habe. War nicht gerade billig. Die des Schwimmvereins kosten mir aber noch einmal 120EUR, obwohl ich die Eintrittskarte zum Hallenbad schon habe, d.h.: ich müsste noch mal extra zahlen. Das wäre mir zu viel. Kann ich denn nicht selbst die Techniken mir aneignen? Ich weiß ist irrsinnig dumm, aber als Student schlüfen da eben nun mal nicht die Kröten aus den Taschen ;)

Klar ist es nicht ganz und gar unmöglich, dir das selber in Eigenregie beizubringen. Allerdings halt wirklich alles andere als optimal. Schließlich hast du keine Möglichkeit, dich selber beim Schwimmen zu beobachten, zumal dir außerdem auch schlicht die Erfahrung fehlen wird, zu erkennen, welche Angewohnheiten problematisch sind. Und im Gegensatz zum Hanteltraining ist es auch nicht so einfach, mal eben ein Technik-Video zu machen und irgendwo reinzustellen. (Wobei ich das dennoch sehr empfehlen würde, wenn du es wirklich ohne Trainer versuchen möchtest.)

Wie bereits oben beschrieben. Das mit dem Verein geht leider zur Zeit nicht, da sie 1.) Erst ab Januar wieder einen Kurs haben und 2.) Ich die Saison Karte bis Ende April habe, der Kurs aber noch einmal Extra zu bezahlen wäre. Das kann ich mir nicht leisten...

Gibt's bei euch keinen Hochschulsport? Dort habe ich das Kraulen gelernt. Und dein Saisonticket ist ja trotzdem nicht umsonst. Wenn du einen Tag in der Woche zum richtigen Schwimmtraining gehst, heißt das ja nicht, dass du es ausschließlich dabei belassen musst.

@Cycle: Ich werd mal Kraulen ausprobieren, obwohl ich wie nen Affe aussehe am Anfang! :-D

Besorg dir dafür einen Pullboy bzw. ein Schwimmbrett (gib's normalerweise beim Bademeister zu leihen) und übe die Bein- und Armbewegungen erstmal jeweils getrennt. Beides direkt in Kombination zu versuchen wird deine Koordination überfordern.

kCal Verbrauch: Damit mein Onepack zu einem Sixpack wird ;)

Fettabbau läuft in erster Linie über die Ernährung. Soviel wie du mit einer ausgelassenen Mahlzeit einsparst kannst du gar nicht schwimmen, dass du genauso viel verbrauchst. Wobei einfach Mahlzeiten ausfallen lassen jetzt keine besonders sinnvolle Diätform ist – Sollte nur als Beispiel dienen.

Zur Ausdauer: Ich kann bis zu 14 x 50 m ohne Pause einzulegen durch schwimmen. kA was das einem Profischwimmer sagt bzw. welche Richtlinien es hier gibt. Aber das geht doch, oder?

Ein Profischwimmer würde dir sagen, dass die Zeit viel mehr als die zurückgelegte Entfernung dazu taugt, die Ausdauerfähigkeit abzuschätzen. Als Beispiel, wenn ich mit meiner Schwester schwimmen gehe, schwimmt die in der gleichen Zeit fast doppelt so viele Bahnen wie ich. Das heißt aber nicht, dass die eine bessere Ausdauer oder gar mehr Kraft als ich hat, sondern liegt schlicht daran, dass sie eine viel bessere Technik hat und deshalb mit weniger Kraftaufwand trotzdem schneller vorwärts kommt. Deshalb sagen dir ja auch alle, dass Technik das A und O ist.

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Danke euch noch mal euren Antworten! Natürlich kann und verfüge ich nicht über die notwendigen Ressourcen um solch ein "Profi Schwimmer" zu werden wie ihr. Ich suche halt einen Ausgleich zu meinem Krafttraining-Ausdaueraufbau und das Formen von Körper und Seele. Da ist das Schwimmen meines Erachtens nach sehr zutreffend auf mich. (Ich habe eine allergisch bedingte Asthma bronchiales, und durch die trockene Luft und Feinstaub im Herbst/Winter ist das Schwimmtraining ideal für mich, statt joggen zu gehen)

Allerdings denke ich mir halt, wenn ich mir etwas Neues aneigne, dann richtig! Zur Zeit sieht es leider wirklich danach aus, dass ich frühestens bis Januar einmal auf einen Schwimmverein warten muss, wenn überhaupt. Bis dahin werde ich versuchen ein paar fortgeschrittene Schwimmer bei mir in der Halle anzusprechen, um mir Tips zu geben. Sonst bleibt mir nur das separate Üben einzelner Bewegungsabläufe mit Paddels und Hilfsuntensilien.

Dank euch noch als für die ernüchternde Kritik. Werde euch am Laufenden halten!

Grüße,

S.

Ps: @cycle: die Anmeldung für nen Schwimmkurs auf unserer Uni sind bereits gelaufen. Alle Plätze vergeben..

Zum Fettabbau bzw Metabolismus: ich achte streng auf meine Ernährung - carblow und halt auf Proteine basiert und ausreichend Balaststoffe. (Fürs Krafttraining) wie gesagt gehe ich halt schwimmen um noch zusätzlich den "After Burn" Effekt anzukurbeln.

bearbeitet von HoliSeth

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Ich schwiimme 2 x die Woche, je ca. 1000 m. Als Ausgleich, um mich zu bewegen, um den Kopf frei zu bekommen.

Möchte kein technisch kompletter Profi-Schwimmer werden, es geht mir nicht um Schwimmgeschwindigkeit, sondern darum, eine möglichst gesunde Schwimmhaltung einzunehmen. Welche Fehler kann ich machen? Wie kann ich am einfachsten Fehler vermeiden?

Danke für Eure Hilfe!

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die Anmeldung für nen Schwimmkurs auf unserer Uni sind bereits gelaufen. Alle Plätze vergeben..

Macht doch nichts. Versuche es trotzdem. Gehe einfach zu Beginn des nächsten Übungstermins persönlich zum Übungsleiter, erzähle wie wichtig Dir die Sache ist, und frage, ob Du doch noch mitmachen kannst. Ein paar angemeldete Leute springen meistens eh wieder ab. Bei uns im Hochschulsport hat das oft funktioniert.

@roien: Mir hat bei meiner Technik sehr geholfen, mit einem Kumpel zu zweit schwimmen zu gehen. Haben uns dann abwechselnd beobachtet und kritisiert.

Gruß, Kaderian

bearbeitet von kaderian
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Ich schwiimme 2 x die Woche, je ca. 1000 m. Als Ausgleich, um mich zu bewegen, um den Kopf frei zu bekommen.

Möchte kein technisch kompletter Profi-Schwimmer werden, es geht mir nicht um Schwimmgeschwindigkeit, sondern darum, eine möglichst gesunde Schwimmhaltung einzunehmen. Welche Fehler kann ich machen? Wie kann ich am einfachsten Fehler vermeiden?

Danke für Eure Hilfe!

Oberkörper liegt ruhig im Wasser, nur der Kopf dreht sich. -> Torso/Rumpf anspannen.

Daumen läuft nach dem Eintauchen am Ohr vorbei Richtung Hüfte.

Beim nach Vornegehen sind die Ellenbogen der höchste Punkt, Daumen laufen an Achsel vorbei.

Beine machen "Kicks" wie beim Fußballspielen (nicht immer komplett gestreckt).

Das sind zumindest die technischen Schwerpunkte die ich gelernt habe.

Allerdings denke ich mir halt, wenn ich mir etwas Neues aneigne, dann richtig! Zur Zeit sieht es leider wirklich danach aus, dass ich frühestens bis Januar einmal auf einen Schwimmverein warten muss, wenn überhaupt.

Gibt es bei dir in der Nähe keine Wasserwacht?

Die trainieren ganzjährig, kannst quasi sofort einsteigen.

bearbeitet von Embargo

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Update:

So. Nun bin ich mittlerweile drauf gekommen, wie wichtig die Beinarbeit ist. Versuche nun die Beine maximal zu abduktieren um mehr "Tretkraft" zu bekommen. Komme jetzt um einiges schneller vorran.

Knieschmerzen sind vollkommen verschwunden seitdem ich jetzt die Beinarbeit verändert habe. Finger/Hand Steifigkeit sind nicht mehr vorhanden. Nackenschmerzen kommen von meinem Zervikalsyndrom, hat nichts mit dem Schwimmen zu tun- ganz im Gegenteil. Es fühlt sich sogar besser an während und nach dem Schwimmen. Und ja, mein Low-Carb Diät + Liften + Schwimmen macht sich mittlerweile sichtbar bemerkbar. Die Konturen meines Bauches sind flacher, und der Obliquus Externus (V-Linie) sind jetzt wieder sichtbar. Abgesehen davon fühle ich mich mental nach dem Schwimmen (und Training) viel besser ;)

lg

PS: Zur Ernüchterung durfte ich heute neben einem U20 Kaderteam schwimmen. Ja, die sind halt richtige Raketen im Gegensatz zu mir. Liegt logischerweise an deren Training und der Technik.

bearbeitet von HoliSeth

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