Neid vs Bewunderung

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Hallo zusammen, 

wie kann man das Gefühl der "Bewunderung" in anderen auslösen aber dabei nicht die Gefühle "Neid" und "Angebertum" wecken? 
Sprich ein positives Gefühl "Bewunderung" und nicht ein negatives Gefühl "Neid" ? 

Als kleines Beispiel. 

Wenn ich im Gespräch über meinen Lebensweg spreche kommen oft Sätze wie "du bist aber sehr erfolgreich" diese sind aber dann eher von Stimmungsabschwung begleitet. Die Leute fühlen sich dann oft "eingeschüchtert" oder sehen es sogar als "Angriff" auf sie durch "angeben". 

Sogar das Beispiel hier könnte für einige bereits als "angeben" aufgenommen werden und negative Gefühle auslösen - wie vermeidet man so etwas? Wie schaffe ich es Gefühle der Bewunderung und nicht des Neids auszulösen? 

Soweit ich verstehe entsteht Neid nur dann wenn man auf gleicher Stufe steht mit der Person, ist man von dieser weit weg und "unerreichbar" kommt es zur Bewunderung. 
Beispiel man bewundert "Trump, Putin (oder hasst)" aber man bewundert nicht seinen Nachbarn. Jedoch gibt es immer wieder Menschen (selten) die man trotz der gleichen Stufe bewundern kann und die keinen Neid auslösen. Jemand eine Idee wie man das erreicht?

Danke, Gruß

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Die Entscheidung zwischen Neid und Bewunderung fällt fast immer über das 'wie', selten über das 'was'. Du kannst schon über Erfolg sprechen, die Frage ist fast immer aber, wie Du es rüber bringst? Kannst Du mal ein Beispiel geben?

That much said: es gibt auch einfach Menschen, die leicht Neid empfinden, fast immer, weil sie selbst Defizite haben und sich ständig mit anderen vergleichen. Dies letzte - sich immer mit anderen Vergleichen zu müssen - ist ein sehr schwieriger Charakterzug. Ich meide solche Leute wie die Pest.

Wie der Kölner sagt: man muss auch jönne könne.

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Bewunderung  geht immer mit Inspiration einher. Neid mit Abwertung oder starker Minderwertigkeit.
Ob Jemand  nun Neid oder Bewunderung  empfindet, hängt überwiegend von der anderen Person ab, daher hast du auch darauf wenig Einfluss.
Grundsätzlich kannst du aber immer darauf achten die andere Menschen beim "DHVing" bzw. bei deiner Kommunikation allgemein nicht abzuwerten, dann besteht immer eine höhere Chance sie zu inspirieren.

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Ich würde das Ergebnis 'sehr erfolgreich sein' an eine besondere erbrachte Leistung koppeln 'ich habe die lezten 2 Jahre 10 Stunden/Tag daran gearbeitet' oder 'ich bin ein großes Risiko eingegangen' o.ä..

11 hours ago, Drane said:

Soweit ich verstehe entsteht Neid nur dann wenn man auf gleicher Stufe steht mit der Person, ist man von dieser weit weg und "unerreichbar" kommt es zur Bewunderung. 

Meiner Meinung nach 2 Dinge: Es ist ein Kernthema der Person und wie sehr du am Ego der Person kratzt.
Bei meinem obigen Vorschlag hat die Person die Möglichkeit Dinge (sich selber und dir) zu sagen wie 'das wär nichts für mich', wodurch du nicht mehr Egomäßig ein Spiegelbild des eigenen Versagens für die Person bist.

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6 hours ago, botte said:

Die Entscheidung zwischen Neid und Bewunderung fällt fast immer über das 'wie', selten über das 'was'. Du kannst schon über Erfolg sprechen, die Frage ist fast immer aber, wie Du es rüber bringst? Kannst Du mal ein Beispiel geben?

That much said: es gibt auch einfach Menschen, die leicht Neid empfinden, fast immer, weil sie selbst Defizite haben und sich ständig mit anderen vergleichen. Dies letzte - sich immer mit anderen Vergleichen zu müssen - ist ein sehr schwieriger Charakterzug. Ich meide solche Leute wie die Pest.

Wie der Kölner sagt: man muss auch jönne könne.

Die Frage ist eher Grundsätzlicher Natur, wie kann man nicht "Angeben" sondern "Bewunderung" wecken. Das Problem ist aber das sehr viele Menschen diese Defizite haben (mich inklusive, zum Teil - ich glaube jeder Mensch). 

4 hours ago, First Violin said:

Bewunderung  geht immer mit Inspiration einher. Neid mit Abwertung oder starker Minderwertigkeit.
Ob Jemand  nun Neid oder Bewunderung  empfindet, hängt überwiegend von der anderen Person ab, daher hast du auch darauf wenig Einfluss.
Grundsätzlich kannst du aber immer darauf achten die andere Menschen beim "DHVing" bzw. bei deiner Kommunikation allgemein nicht abzuwerten, dann besteht immer eine höhere Chance sie zu inspirieren.

Jedoch habe ich einen Bekannten auf den nicht wirklich jemand "Neidisch" ist aber jeder ihn "Bewundert". 

55 minutes ago, zaotar said:

Ich würde das Ergebnis 'sehr erfolgreich sein' an eine besondere erbrachte Leistung koppeln 'ich habe die lezten 2 Jahre 10 Stunden/Tag daran gearbeitet' oder 'ich bin ein großes Risiko eingegangen' o.ä..

Meiner Meinung nach 2 Dinge: Es ist ein Kernthema der Person und wie sehr du am Ego der Person kratzt.
Bei meinem obigen Vorschlag hat die Person die Möglichkeit Dinge (sich selber und dir) zu sagen wie 'das wär nichts für mich', wodurch du nicht mehr Egomäßig ein Spiegelbild des eigenen Versagens für die Person bist.

Zum ersten, mhm das Widerspricht aber Gesetz Nr. 30. Es schmäht den Erfolg. 

Gut damit kann man aber festhalten das Themen die an jemandes Ego kratzen tabu sind. Daraus aber resultiert das man Erfolg gar nicht von sich geben kann. Weil andere Themen aus Sicht der Person nicht "Bewunderungsfähig" sind. Wer bewundert schon etwas was für ihn selbst nicht erstrebenswert ist.
Wirklich interessant wäre eine Strategie eines "Spiegels" der aber auch der Person den Weg zeigt?!

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vor einer Stunde schrieb Drane:

Gut damit kann man aber festhalten das Themen die an jemandes Ego kratzen tabu sind. Daraus aber resultiert das man Erfolg gar nicht von sich geben kann. Weil andere Themen aus Sicht der Person nicht "Bewunderungsfähig" sind. Wer bewundert schon etwas was für ihn selbst nicht erstrebenswert ist.
Wirklich interessant wäre eine Strategie eines "Spiegels" der aber auch der Person den Weg zeigt?!

Du bewegst Dich immer noch auf der Ebene des (materiellen) Vergleichs. Das muss aber nicht sein, zwei Beispiele:

- eine gute Freundin von mir hat (vermutlich zusammen mit ihrem Freund) entschieden, trotz finanzieller Unsicherheit ein Kind zu bekommen, weil es für sie der richtige Zeitpunkt ist. Sie ist ganz schön schwanger und sehr glücklich. Ich bewundere sie und ihren Freund für den Mut und die Konsequenz, das zu wagen. Beneide ich sie um ihre Situation? Ganz sicher nicht. Hätte ich das als ihr Freund mit getragen?  Ich glaube nicht.

- ich arbeite an einem Forschungsinstitut. Dort gibt es verdammt(!!!) helle Köpfe, die 14 Stunden täglich für die Wissenschaft arbeiten. Ich bin selbst kein kleines Licht auf meinem Gebiet, aber manche Leute sind nahezu unirdisch gut. Bewundere ich sie für ihre Leistungen und ihre Konsequenz? Ganz sicher. Beneide ich sie um ihr Leben und ihre Position? Ganz sicher nicht, weil in meinem Leben mehr Platz für andere Dinge bleiben soll.

In beiden Fällen stehen diese Leute ausserhalb meiner Ebene. Wenn ich das realisiere, bleibt kein Platz für Neid, sehr wohl aber für Bewunderung. Bewunderung braucht den Vergleich nicht; Neid nährt sich daraus.

Rückfrage: was meinst Du mit 'den Weg zeigen' in Deinem letzten Post?

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Deine Bespiele sind super, vielen Dank für diese! 

Vlt. der Person sozusagen zeigen das es für sie ebenfalls möglich ist das zu erreichen und dadurch eher Bewunderung anstatt Neid entsteht. 

 

Aber heißt es im Umkehrschluss nicht das egal was man erreicht, man immer damit Angibt - Wenn es für die Person ebenfalls erstrebenswert erscheint? Also ist Erfolg immer irgendwie negativ belegt? 

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vor 12 Minuten schrieb Drane:

Also ist Erfolg immer irgendwie negativ belegt? 

Anders: Alles was du sagst oder tust wird von deinem Gegenüber interpretiert. Diese Interpretation hängt komplett von deinem Gegenüber ab. Von seinem Weltbild. Von eurer Beziehung. Von seiner Tageslaune.

Du kannst etwas erzählen. Exakt in der gleichen Art und Weise. Der eine ist halt neidisch. Dem anderen ists egal. Der nächste Bewundert dich. Es liegt nur sehr begrenzt in deiner Hand.

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Am 18.12.2016 um 00:18 schrieb Drane:

Wie schaffe ich es Gefühle der Bewunderung und nicht des Neids auszulösen? 

Generell ist die Chance hoch, dass  du deine Leistungen dann gewürdigt bekommst, wenn du selbst zuerst andere würdigst. Willst du andere dazu bringen dich zu bewundern, ist der Beweggrund eher narzistisch und du erntest dann auch entsprechend was du säst, nämlich Mißgunst.

Auch kannst du keine Bewunderung einfordern, noch Neider umerziehen. Neider sind Feedback und das ist wünschenswert und nützlich.

Gruß

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On 1/21/2017 at 0:56 AM, satsang said:

Generell ist die Chance hoch, dass  du deine Leistungen dann gewürdigt bekommst, wenn du selbst zuerst andere würdigst. Willst du andere dazu bringen dich zu bewundern, ist der Beweggrund eher narzistisch und du erntest dann auch entsprechend was du säst, nämlich Mißgunst.

Auch kannst du keine Bewunderung einfordern, noch Neider umerziehen. Neider sind Feedback und das ist wünschenswert und nützlich.

Gruß

 

Toller Beitrag nachdem ich jetzt "Wie man Freunde gewinnt" lese wird einiges klar!

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Indem du versuchst bedingt durch deinen Erfolg nicht überheblich zu sein um Bodenständigkeit zu beweisen? 

Ich hab da zwei Freunde. Beide äußerst erfolgreich und gutaussehend. Während der eine sein eigenes Maul vor Großkotzigkeit kaum zu bekommt, ist der andere ein bodenständiger aber lässiger Typ. Ich hab zwar beide gern, aber viele meiner Freunde oder neue Bekannte finden den ersten Typen äußerst unsympathisch. Klar bangt er durchgehend Frauen die sich dadurch beeindrucken lassen. Glücklicher ist aber der andere Kumpel, der stets ruhig aber dezent sein Leben genießt und eine feste Freundin hat während der verbal Inkontinente ab und zu auch Selbstzweifel streut (eben weil auf Dauer keine Frau mit so einem Typen zusammen sein möchte). 

Bewunderung erhält man durch Freigabe, Toleranz und Großzügikeit auf allen Ebenen. ("Er ist smart und ein lässiger Typ. Ganz klar dass er/sie mal Karriere machen würde.)

Neid entsteht idR durch Missgunst basierend auf Vorurteil und der daraus heraus gegangenen Kausalität deiner eigenen Persönlichkeit. ("Der arrogante Dummkopf hat doch nie auf legalem Weg/durch Fleiß soviel Geld verdienen können.)

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Gast Juninho
Am 18.12.2016 um 00:18 schrieb Drane:

Sogar das Beispiel hier könnte für einige bereits als "angeben" aufgenommen werden und negative Gefühle auslösen - wie vermeidet man so etwas? Wie schaffe ich es Gefühle der Bewunderung und nicht des Neids auszulösen? 

In dem man das eben gar nicht versucht. Es gibt Menschen, wenn du denen ihre Erfolge und Statussymbole wegnimmst, dann hängen die sich direkt auf, weil sie ihr Leben darauf definieren und andere weniger Erfolgreiche gleichzeitig implizit abwerten. Und es gibt Menschen, die sind auch erfolgreich, es ist ihnen aber egal, ob andere Menschen, dass sehen oder bemerken und es ist ihnen egal, ob der Gegenüber erfolgreich ist. Die habens nicht nötig es raushängen zu lassen und genau so wenig es zu verstecken. Die gehen mit dir Döner essen und laden ins Steakhouse ein. Wenn Geld und Erfolg in der zwischenmenschlichen Beziehung Nebensache ist, dann ist auch niemand neidisch oder negativ eingestellt.

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Werter TE

Das Gegenteil von Bewunderung ist nicht Neid, sondern Missgunst.

Wenn man so will kann Neid, nichts anderes als ein selbstempfundener relativer Mangel, ein möglicher Auslöser beider vorgenannter Emotionen sein.

Am 16.6.2015 um 17:43 schrieb LeDe:

Wenn man ganz genau hinschaut, so meine ich, dass die Emotion "Neid" nicht das Problem ist, sondern der eigene Umgang mit dieser Emotion, denn wie alle Emotionen hat auch diese zwei Seiten.

Nutzt man diesen gefühlten Mangel / Defizit gegenüber Dritten (Jede Emotion ist eine relative Vergleichsgrösse vom Selbst zum Aussen), um seinen Arsch hoch zu bekommen, seine Projekte ins Rollen zu bringen, dann kann man die negativ assoziierte Emotion Neid als Antrieb, als Ansporn eigene Defizite abzustellen / Mängel zu beheben positiv verstehen.

Nutzt man das Aufkommen dieser Emotion hingegen um Dritte zu diskreditieren/ abzuwerten, gar versucht ist jenen ihren Erfolg zu zerstören, ist dies ein missgünstiger negativer Umgang damit.

Der Unterschied der beiden Umgangsvarianten besteht darin, wen man die Emotion und damit dem gefühlten Mangel / Defizit verantwortlich zeichnet.

Im Ersteren findet man die Ursache im Selbst, im zweiten schiebt man sie Dritten zu.

Eine Medaille - Zwei Seiten

LeDe

bearbeitet von LeDe

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Viele Dank! Nun wurde mir einiges klar! 

Ohne einen neuen Thread zu öffnen hätte ich eine weitere Frage.

 

Wie und worin unterscheidet sich der "ideale Mensch" von Dale Carnegie (wie man Freunde gewinnt) zum im Pick up bekannten "Alpha Male".
 

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