Soziale Phobie - Leben mit 22 nun komplett umkrempeln?

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Hallo Leute,

leider muss ich sagen, dass mein Leben so ziemlich im Argen liegt...Ich bin 22, hatte noch nie eine Freundin (habe auch noch nie eine geküsst, geschweige denn Sex) und habe leider auch einen sehr begrenzten Freundeskreis.

Wahrscheinlich wäre das Ganze gar nicht mal soo unnormal, wenn ich da nicht ein ganz großes Handicape hätte: Ich leide unter einer sozialen Phobie, welche sich so äußert, dass ich Blähungen habe, wenn ich unter vielen fremden Menschen (also beispielsweise im Bus) bin. Das Ganze hatte angefangen, als ich vor einigen Jahren mal ein peinliches Erlebnis hatte. Seitdem habe ich mich da immer weiter reingesteigert, sodass ich nun ständig Angst vor Blähungen habe, wenn ich unter Menschen gehe und anscheinend sorgt diese Angst dann auch dafür, dass die Blähungen auch tatsächlich rauskommen. Wenn ich jetzt allerdings mit Freunden oder der Familie irgendwo hingehe, ist das Ganze bei mir halb so schlimm und die Blähungen treten dann in der Regel nicht auf - hat also wohl wirklich was damit zu tun, dass ich extrem ungerne alleine irgendwo hingehe.

Nachdem ich zunächst einige Jahre versucht hatte, mir selber zu helfen (Entspannungstechniken ausprobiert, Mittel gegen Blähungen eingenommen, etc.), was jedoch ohne Erfolg war, hatte ich mich endlich dazu durchgerungen, eine Psychotherapie zu machen. Muss nun leider auch zugeben, dass es extrem dumm war, dass ich überhaupt so lange damit gewartet habe, aber leider kann ich die Zeit nun nicht mehr zurückdrehen...

Nun muss ich leider noch 3-4 Monate warten, bis es endlich mit der Therapie losgeht und danach dürfte das ja auch noch einige Zeit in Anspruch nehmen, bis ich das Problem in den Griff bekommen habe...

Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, schränkt einen diese Phobie extrem ein und leider bin ich da wohl in einen Teufelskreis reingeraten...Aufgrund der Phobie gehe ich nicht sonderlich oft aus dem Haus und habe wie gesagt nur wenige Freunde, was einen dann natürlich noch mehr runterzieht. Doch leider hat man dadurch natürlich auch große Angst, auf andere zuzugehen...

Und ich hätte nun natürlich auch wahnsinnig gerne endlich eine Freundin, aber bevor ich diese Phobie nicht in den Griff bekommen habe, macht es wohl auch wenig Sinn, darüber nachzudenken...

Ich schätze mal wenn die Blähungen nicht wären, würde das wohl einiges deutlich vereinfachen, da ich wirklich ein sehr netter Typ bin und dann auch sehr locker mit den Leuten reden kann, sobald ich jemanden erstmal näher kennengelernt habe. Zudem sehe ich wirklich nicht allzu schlecht aus und nicht wenige Frauen drehen sich zu mir um, allerdings kann ich mir davon wohl leider nicht viel kaufen, solange ich diese Phobie habe und ich habe mich auch schon damit abgefunden, dass ich wohl keine Freundin haben werde, bis ich das Problem in den Griff bekommen habe.

Daher würde ich euch gerne mal um Rat fragen, wie ihr mit dieser Situation umgehen würdet. Sobald ich diese Phobie und somit auch die Blähungen überwunden habe, dürfte das mit Sicherheit einiges deutlich einfacher machen, doch bis dahin wird es wohl noch eine ganze Weile dauern. Eigentlich war ich auch am überlegen, wieder einem Fussballverein beizutreten(bevor ich die Blähungen hatte, hatte ich auch schon einige Jahre gespielt), was mit Sicherheit auch gut wäre, um wieder mehr soziale Kontakte zu knüpfen, aber aufgrund der Symptome ist man da natürlich sehr vorsichtig...

Was denkt ihr also, wie ich da nun am besten vorgehen sollte? Mir ist natürlich auch klar, dass ich nun dringend einiges ändern muss, aber leider weiß ich wirklich nicht, wo ich da (abgesehen von der Therapie) zu Beginn ansetzen soll.

Wäre daher über eure Ratschläge sehr dankbar!

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Nun du kannst schon jetzt mit deiner örtlichen Selbsthilfegruppe starten oder dich für die paar Monate beraten lassen bei der Caritas oder dem sozialpsychiatrischen Dienst. Aber Vorsicht, suhlen die sich im Elend oder sind die praxisorientiert und arbeiten wirklich an sich? Dann kann ich dir das Buch Erste Hilfe für die Psyche sehr empfehlen, das Kapitel Angsterkrankungen wäre für dich besonders interessant. Mir hat es bei meinen Panikattacken extrem geholfen.Da geht der Autor explizit auf Vermeidungsteufelskreise ein und wie man mental ganz konkret die Angstgefühle händeln kann. Und gug mal in der örtlichen Bibo. Es gibt mittlerweile gute Ratgeber zu allen möglichen psychischen Problemen. Wenn du eine Verhaltenstherapie machst, wäre es nützlich, ganz konkret aufzuschreiben, was bei dir passiert, das ist nämlich da der erste Schritt die Anamnese. http://www.get.gg/freedownloads2.htm (ganz links drittes von oben gesehen). Vielleicht wäre es ganz allgemein gut, sich möglichst draussen aufzuhalten, du musst noch nicht mal unbedingt mit wem reden. Aber du arbeitest gegen die Vermeidung und gewöhnst dich evt. an Stressgefühle. Überhaupt unter Menschen zu sein ohne mit ihnen zu reden, geht das?

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Hi, knife333

ich habe zwar nicht das Problem, was du hast, aber etwas ähnliches und zwar, wenn ich morgens aufwache hab ich starke Schmerzen im Bauch, so ca. 5 min. Ich war vor einiger Zeit beim Hausarzt der mir erst ein Mittel verschrieben hatte usw. Beim nochmaligen Aufsuchen meines Arztes, hat er mir eine Überweisung für einen Psychotherapeuten geschrieben. Da war ich dann auch und naja, war nicht so angenehm, aber der meinte, das die Magenschmerzen von einer seelischen Störung kommen könnten.

Ich warte auch auf einen Platz.

Ich weiß nicht, wie es sonst in deinem Leben aussieht, also neben dieser Phobie und wie es sonst so mit deiner Gemütslage aussieht. Falls du einigermaßen klar kommst, versuche dich an einer Selbstanalyse, also was stört, bedrückt dich, woran zweifelst du besonders stark? Was liebst du? Was hasst du? Was macht dich glücklich? Was macht dich traurig? Für was stehst du morgens auf, also was für Ziele hast du in deinem Leben?

Es gibt mehr als genug Literatur um sich ein Stück weit selbst zu helfen.

Falls du gar nich klar kommst und dir das Wasser bis zum Halse steht, gehe unbedingt in eine Ambulanz oder ruf irgendwo an, wo du dich mal so richtig aussprechen kannst.

Schreiben hilft ganz gut, also Gedanken ausschreiben und so weiter, aber reale Konversation mit Menschen ist immer noch das beste Mittel.

Liebe Grüße.

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Was denkt ihr also, wie ich da nun am besten vorgehen sollte?

Ich denke es könnte eine gute Idee sein dich vor beginn der Therapie auf andere Dinge zu konzentrieren.

Z.b. wie gestalte ich für diese Zeit mein Leben lebenswert mit diesem Handicap.

Eine Idee die mir spontan einfällt ist sich erstmal Online kontakte zu suchen und zu chatten.

Oder du unternimmst während dieser Zeit sachen die man alleine machen kann und die dir spass machen,

z.b. Wandern, Sport, Radtouren oder sowas.

Ich weiss wie verführerisch es ist unbedingt an dem Problem zu arbeiten und da viel Energie reinzustecken

nur funktioniert das aus verschiedenen Gründen oft nicht besonders gut.

Einen der Gründe dafür beschreibst du auch selbst, die Situation ist oft so komplex das man gar nicht

weiss wo man ansetzen muss und sich mit irgendwelchen Sachen verzettelt die nichts bringen.

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Was denkt ihr also, wie ich da nun am besten vorgehen sollte?

Ich denke es könnte eine gute Idee sein dich vor beginn der Therapie auf andere Dinge zu konzentrieren.

Z.b. wie gestalte ich für diese Zeit mein Leben lebenswert mit diesem Handicap.

Eine Idee die mir spontan einfällt ist sich erstmal Online kontakte zu suchen und zu chatten.

Oder du unternimmst während dieser Zeit sachen die man alleine machen kann und die dir spass machen,

z.b. Wandern, Sport, Radtouren oder sowas.

Ich weiss wie verführerisch es ist unbedingt an dem Problem zu arbeiten und da viel Energie reinzustecken

nur funktioniert das aus verschiedenen Gründen oft nicht besonders gut.

Einen der Gründe dafür beschreibst du auch selbst, die Situation ist oft so komplex das man gar nicht

weiss wo man ansetzen muss und sich mit irgendwelchen Sachen verzettelt die nichts bringen.

Würde ich nur bedingt zustimmen. Also er sollte nicht versuchen, das Problem alleine zu ergründen. Aber grundsätzliches kann er schon tun,

wie das was ich vorgeschlagen habe und grundsätzlich seine Psyche durch Sport, Meditation und Fun wie zb Lesen, angenehme Aktivitäten

zu stabilisieren. Denn Therapie ist ein anstrengender Prozess. Da lohnt es sich auch, möglichst Stress zu reduzieren um mehr Energiereserven

zu haben. Hast du schwierige Beziehungen, irgendwelche anderen belastenden Probleme? Wenn möglich lösen, oder verschieben, ganz aus deiner Realität verbannen.

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Hey knife333,

bist du sicher, dass es eine Sozialphobie ist? Das mit den Darmproblemen unter fremden Menschen bzw. außerhalb der gewohnten Umgebung klingt eher nach Agoraphobie mit Erwartungsangst. Bei der Sozialphobie ist das Thema eher die Angst davor, im Mittelpunkt eines Geschehens zu sein bzw. bewertet zu werden (wobei es da in der Praxis oft Überschneidungen gibt).

Aber sei es wie es sei, eine Therapie ist auf jeden Fall sinnvoll und es ist gut, dass du dich dafür entschieden hast. Was du im Vorfeld machen kannst ist dein Verhalten verstehen zu lernen, indem du es beobachtest wie ein Wissenschafter und dir beispielsweise notierst, wo es auftritt, wie stark die Emotion ist und was deine Gedanken in diesem Moment sind. Also im Grunde das, was Stone Cold bereits genannt hat. Was ich hingegen nicht machen würde, ist, ohne therapeutische Hilfe gegen die Angst zu arbeiten, das führt oft nur zu weiterer negativer Verstärkung und schafft Frustpotential. Du musst jetzt nichts vom Zaun brechen und nichts erzwingen. Du schriebst, du hast Jahre damit verbracht - was sind da ein paar Wochen?

Und fixiere bzw. definiere dich nicht durch dein Angstverhalten. Es macht dich nicht aus - es ist einfach nur ein gelerntes Verhalten, und was man lernt, das kann man auch wieder verlernen. Die Therapie wird dir zeigen wie.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Herzliche Grüße,

Tsukune

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Hallo knife333,

für mein Empfinden sind schon gute Kommentare dabei gewesen und deshalb möchte ich nur einen kurzen Gedanken darbringen, welcher mir beim Lesen deines Textes sofort in den Kopf sprang.

Wenn deine Blähungen verschwunden sind, werden deine Probleme immer noch da sein.

( das ist nun nicht so wichtig: Wenn meine Welt nicht wäre, wie sie ist, müsste ich nicht sein, wie ich bin.---> Das ist in meinen Augen Blödsinn.

Es ist zu leicht gesagt mit: Baue dir deine eigene Welt. Weshalb ich nur dazu raten kann: Versuch macht klug.)

Ich wünsch dir viel Erfolg.

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Im Jahr 2010 war ich in eine Klinik eingeliefert worden und bekam die Diagnose: soziale Phobie, ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung und depressive Episoden. Kurz: Ich habe alles überwunden. Und du kannst das auch. Ich schreibe dir demnächst eine längere PN mit meinem Lebensweg. Er wird dir Mut machen. Ich liebe mittlerweile fremde Menschen. Ich liebe es unter Menschen zu sein. Ich liebe es in der Öffentlichkeit zu sein und ich liebe es, wenn Blicke auf mir liegen. Bis dahin war es ein langer Weg. Aber ich danke mir selbst jeden Tag dafür, dass ich ihn gegangen bin. Manchmal tut es weh. Aber was du dafür bekommst, ist umso schöner: Ein Leben. Ich war damals übrigens 21. Du bekommst bald eine Nachricht von mir, versprochen. Es wird dir helfen. Ich möchte manche Dinge nicht allzu sehr in die Öffentlichkeit rücken. Nicht aus Scham (um Gotts Willen, nein!), sondern weil Unbetroffene es nicht verstehen könnten/würden/wollten.

Deine Geschichte weckt Erinnerungen in mir und macht mir gleichzeitig auch bewusst, wie unglaublich schön das Leben ist, wenn man solchen Scheiß überwunden hat. Bis bald.

bearbeitet von Kohlhaas
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Dann zunächst mal vielen Dank für die bisherigen Antworten!

Nun du kannst schon jetzt mit deiner örtlichen Selbsthilfegruppe starten oder dich für die paar Monate beraten lassen bei der Caritas oder dem sozialpsychiatrischen Dienst. Aber Vorsicht, suhlen die sich im Elend oder sind die praxisorientiert und arbeiten wirklich an sich? Dann kann ich dir das Buch Erste Hilfe für die Psyche sehr empfehlen, das Kapitel Angsterkrankungen wäre für dich besonders interessant. Mir hat es bei meinen Panikattacken extrem geholfen.Da geht der Autor explizit auf Vermeidungsteufelskreise ein und wie man mental ganz konkret die Angstgefühle händeln kann. Und gug mal in der örtlichen Bibo. Es gibt mittlerweile gute Ratgeber zu allen möglichen psychischen Problemen. Wenn du eine Verhaltenstherapie machst, wäre es nützlich, ganz konkret aufzuschreiben, was bei dir passiert, das ist nämlich da der erste Schritt die Anamnese. http://www.get.gg/freedownloads2.htm (ganz links drittes von oben gesehen).

Danke für den Buchtipp, werde ich mir mal anschauen.

An eine Selbsthilfegruppe oder ähnliches hatte ich bis jetzt noch gar nicht gedacht, werde ich mir vielleicht auch mal durch den Kopf gehen lassen...

Vielleicht wäre es ganz allgemein gut, sich möglichst draussen aufzuhalten, du musst noch nicht mal unbedingt mit wem reden. Aber du arbeitest gegen die Vermeidung und gewöhnst dich evt. an Stressgefühle. Überhaupt unter Menschen zu sein ohne mit ihnen zu reden, geht das?

Ja, habe auch schon mal gehört, dass man gerade die Situationen aufsuchen soll, die einem Angst machen und das die Angst dadurch irgendwann gemindert werden soll?

Also ich sitze z.B. in der Regel 5 Tage in der Woche im Bus ohne mit jemandem zu reden...Ich höre dann Musik und versuche nach Möglichkeit, mich abzulenken und über irgendwelche anderen Dinge nachzudenken, was natürlich auch nicht immer so ganz gut klappt...

Hi, knife333

ich habe zwar nicht das Problem, was du hast, aber etwas ähnliches und zwar, wenn ich morgens aufwache hab ich starke Schmerzen im Bauch, so ca. 5 min. Ich war vor einiger Zeit beim Hausarzt der mir erst ein Mittel verschrieben hatte usw. Beim nochmaligen Aufsuchen meines Arztes, hat er mir eine Überweisung für einen Psychotherapeuten geschrieben. Da war ich dann auch und naja, war nicht so angenehm, aber der meinte, das die Magenschmerzen von einer seelischen Störung kommen könnten.

Ich warte auch auf einen Platz.

Ich weiß nicht, wie es sonst in deinem Leben aussieht, also neben dieser Phobie und wie es sonst so mit deiner Gemütslage aussieht. Falls du einigermaßen klar kommst, versuche dich an einer Selbstanalyse, also was stört, bedrückt dich, woran zweifelst du besonders stark? Was liebst du? Was hasst du? Was macht dich glücklich? Was macht dich traurig? Für was stehst du morgens auf, also was für Ziele hast du in deinem Leben?

Es gibt mehr als genug Literatur um sich ein Stück weit selbst zu helfen.

Falls du gar nich klar kommst und dir das Wasser bis zum Halse steht, gehe unbedingt in eine Ambulanz oder ruf irgendwo an, wo du dich mal so richtig aussprechen kannst.

Schreiben hilft ganz gut, also Gedanken ausschreiben und so weiter, aber reale Konversation mit Menschen ist immer noch das beste Mittel.

Liebe Grüße.

Hm, hast du denn eine Ahnung, woher die Symptome bei dir kommen könnten?

Also ich muss ganz ehrlich sagen, dass das für mich momentan eine besonders harte Zeit ist...Habe diese Phobie wie gesagt schon seit einigen Jahren, aber momentan ist es wirklich besonders schlimm. Ist zwar wirklich nicht so, dass ich kurz davor bin, mir etwas anzutun, aber trotzdem bin ich wahnsinnig froh, wenn die Therapie dann in ein paar Monaten hoffentlich endlich losgeht.

Was denkt ihr also, wie ich da nun am besten vorgehen sollte?

Ich denke es könnte eine gute Idee sein dich vor beginn der Therapie auf andere Dinge zu konzentrieren.

Z.b. wie gestalte ich für diese Zeit mein Leben lebenswert mit diesem Handicap.

Eine Idee die mir spontan einfällt ist sich erstmal Online kontakte zu suchen und zu chatten.

Oder du unternimmst während dieser Zeit sachen die man alleine machen kann und die dir spass machen,

z.b. Wandern, Sport, Radtouren oder sowas.

Ich weiss wie verführerisch es ist unbedingt an dem Problem zu arbeiten und da viel Energie reinzustecken

nur funktioniert das aus verschiedenen Gründen oft nicht besonders gut.

Einen der Gründe dafür beschreibst du auch selbst, die Situation ist oft so komplex das man gar nicht

weiss wo man ansetzen muss und sich mit irgendwelchen Sachen verzettelt die nichts bringen.

Hm ja, ist in der Tat so, dass ich bei einem Onlinegame angemeldet bin, welches ich allerdings nicht so zeitintensiv zocke, sondern bei dem ich die Zeit in erster Linie damit verbringe, mit anderen Usern zu schreiben. Ist dann wirklich eine ganz gute Ablenkung, zumal die Leute einen und die Phobie ja nicht kennen.

Ja, ich hatte heute mal die Audio-Datei mit der "Budda-Medidation", die hier im Forum gepostet wurde (http://www.pickupforum.de/topic/100731-loslassen-wie-ein-buddha-%E2%89%88-hd/) ausprobiert. Muss tatsächlich sagen, dass mich das mehr entspannt hat als die Entspannungsmethoden, die ich bisher ausprobiert hatte...Sollte ich jetzt vielleicht mal ne zeitlang jeden Tag durchziehen.

Hey knife333,

bist du sicher, dass es eine Sozialphobie ist? Das mit den Darmproblemen unter fremden Menschen bzw. außerhalb der gewohnten Umgebung klingt eher nach Agoraphobie mit Erwartungsangst. Bei der Sozialphobie ist das Thema eher die Angst davor, im Mittelpunkt eines Geschehens zu sein bzw. bewertet zu werden (wobei es da in der Praxis oft Überschneidungen gibt).

Aber sei es wie es sei, eine Therapie ist auf jeden Fall sinnvoll und es ist gut, dass du dich dafür entschieden hast. Was du im Vorfeld machen kannst ist dein Verhalten verstehen zu lernen, indem du es beobachtest wie ein Wissenschafter und dir beispielsweise notierst, wo es auftritt, wie stark die Emotion ist und was deine Gedanken in diesem Moment sind. Also im Grunde das, was Stone Cold bereits genannt hat. Was ich hingegen nicht machen würde, ist, ohne therapeutische Hilfe gegen die Angst zu arbeiten, das führt oft nur zu weiterer negativer Verstärkung und schafft Frustpotential. Du musst jetzt nichts vom Zaun brechen und nichts erzwingen. Du schriebst, du hast Jahre damit verbracht - was sind da ein paar Wochen?

Und fixiere bzw. definiere dich nicht durch dein Angstverhalten. Es macht dich nicht aus - es ist einfach nur ein gelerntes Verhalten, und was man lernt, das kann man auch wieder verlernen. Die Therapie wird dir zeigen wie.

Ich wünsche dir viel Erfolg!

Herzliche Grüße,

Tsukune

Puh, ich bin da natürlich auch kein Experte, kann natürlich auch sein, dass du mit deiner Vermutung richtig liegst. Aber kann natürlich auch eine Überschneidung von beidem sein.

Und ja, wäre vielleicht wirklich mal gut, wenn ich mir das mal notieren würde...Das hat dann den Nutzen, dass ich besser nachvollziehen kann, welche Gedanken und Gefühle zu der Angst geführt haben?

Jap, ich versuche mir auch immer zu sagen, dass ich den größten Teil der "Leidenszeit" hinter mir habe und jetzt "nur" noch die Wartezeit und die Therapie vor mir habe, wobei ich Stone Cold natürlich gerne glaube, dass so eine Therapie auch mal sehr stressig sein kann...

Ich danke dir!

Hallo knife333,

für mein Empfinden sind schon gute Kommentare dabei gewesen und deshalb möchte ich nur einen kurzen Gedanken darbringen, welcher mir beim Lesen deines Textes sofort in den Kopf sprang.

Wenn deine Blähungen verschwunden sind, werden deine Probleme immer noch da sein.

( das ist nun nicht so wichtig: Wenn meine Welt nicht wäre, wie sie ist, müsste ich nicht sein, wie ich bin.---> Das ist in meinen Augen Blödsinn.

Es ist zu leicht gesagt mit: Baue dir deine eigene Welt. Weshalb ich nur dazu raten kann: Versuch macht klug.)

Ich wünsch dir viel Erfolg.

Ja, mir ist natürlich bewusst, dass ich noch lange nicht über dem Berg bin, sobald die Blähungen weg sind und ich auch danach noch einen langen Weg vor mir habe...Allerdings wäre das dann wohl schon mal die größte Hürde...Sobald ich mit der Therapie durch bin und die Blähungen los bin, werde ich mich erstmal intensiv um die Erweiterung meines Freundeskreises kümmern und erst danach versuche ich dann eine Freundin zu finden - aber ist mit Sicherheit noch ein langer Weg bis dahin...

Im Jahr 2010 war ich in eine Klinik eingeliefert worden und bekam die Diagnose: soziale Phobie, ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung und depressive Episoden. Kurz: Ich habe alles überwunden. Und du kannst das auch. Ich schreibe dir demnächst eine längere PN mit meinem Lebensweg. Er wird dir Mut machen. Ich liebe mittlerweile fremde Menschen. Ich liebe es unter Menschen zu sein. Ich liebe es in der Öffentlichkeit zu sein und ich liebe es, wenn Blicke auf mir liegen. Bis dahin war es ein langer Weg. Aber ich danke mir selbst jeden Tag dafür, dass ich ihn gegangen bin. Manchmal tut es weh. Aber was du dafür bekommst, ist umso schöner: Ein Leben. Ich war damals übrigens 21. Du bekommst bald eine Nachricht von mir, versprochen. Es wird dir helfen. Ich möchte manche Dinge nicht allzu sehr in die Öffentlichkeit rücken. Nicht aus Scham (um Gotts Willen, nein!), sondern weil Unbetroffene es nicht verstehen könnten/würden/wollten.

Deine Geschichte weckt Erinnerungen in mir und macht mir gleichzeitig auch bewusst, wie unglaublich schön das Leben ist, wenn man solchen Scheiß überwunden hat. Bis bald.

Es freut mich für dich, dass du deine Probleme überwunden hast! Freue mich schon auf deine Mail, wird mir mit Sicherheit gut tun!

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Vorab: Ich bin kein Psychologe und verfüge auch nur über sehr begrenztes Wissen hinsichtlich dieser Materie. Daher kann es sein, dass mein folgender Einwurf etwas unsensibel oder gar ein falscher Denkanstoss ist. Tskune scheint mir etwas Ahnung auf dem Gebiet zu haben und schreibt man sollte nicht selber dagegen vorgehen. Von daher mag mein Punkt nicht auf dich zutreffen.

Generell klang für mich dein OP allerdings so als wolltest du auch einen Arschtritt verpasst bekommen. Die zentrale Frage, die sich stellt ist:

Wie sehr willst du es?

(Erfolg mit Frauen, ein sozialer Typ sein etc.)

Man hat ja schon von verschiedensten Excuses gehört mit PickUp erst später zu beginnen. Das macht es einem schließlich auch einfach. Beispiele:

- sobald ich meine neuen Kontaktlinsen habe

- sobald ich 20kg abgenommen habe

- sobald ich in eine größere Stadt gezogen bin

- sobald ich weniger lernen muss

- sobald ich in eine eigene Wohnung gezogen bin

- sobald ich mir endlich diese Schuhe für 500 Euro leisten kann und ein geiles Outfit habe

- sobald ich die Theorie verstanden habe; PU-Buch x, y und z gelesen habe; 500 Routinen auswendig kann

- ...

Der ein oder andere Einwurf mag legitim sein. Dennoch sind alle Beispiele für mich keine eindeutige "Kontraindikation", die unter allen Umständen gegen PU sprechen.

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Sehr gute Seite: http://www.moodjuice.scot.nhs.uk/shynesssocialphobia.asp

Ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, sich selber therapieren zu wollen, aber du könntest dir all deine destruktiven Gedanken aufschreiben und sie mithilfe des worksheets von der Seite rationalisieren. Wenn du dein Verhalten verstanden hast, musst du dich aber auch systematisch und schrittweise den unangenehmen Situationen aussetzen und sogenannte safety bahaviours abbauen. Steht auch alles auf der Seite.

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Vorab: Ich bin kein Psychologe und verfüge auch nur über sehr begrenztes Wissen hinsichtlich dieser Materie. Daher kann es sein, dass mein folgender Einwurf etwas unsensibel oder gar ein falscher Denkanstoss ist. Tskune scheint mir etwas Ahnung auf dem Gebiet zu haben und schreibt man sollte nicht selber dagegen vorgehen. Von daher mag mein Punkt nicht auf dich zutreffen.

Generell klang für mich dein OP allerdings so als wolltest du auch einen Arschtritt verpasst bekommen. Die zentrale Frage, die sich stellt ist:

Wie sehr willst du es?

(Erfolg mit Frauen, ein sozialer Typ sein etc.)

Man hat ja schon von verschiedensten Excuses gehört mit PickUp erst später zu beginnen. Das macht es einem schließlich auch einfach. Beispiele:

- sobald ich meine neuen Kontaktlinsen habe

- sobald ich 20kg abgenommen habe

- sobald ich in eine größere Stadt gezogen bin

- sobald ich weniger lernen muss

- sobald ich in eine eigene Wohnung gezogen bin

- sobald ich mir endlich diese Schuhe für 500 Euro leisten kann und ein geiles Outfit habe

- sobald ich die Theorie verstanden habe; PU-Buch x, y und z gelesen habe; 500 Routinen auswendig kann

- ...

Der ein oder andere Einwurf mag legitim sein. Dennoch sind alle Beispiele für mich keine eindeutige "Kontraindikation", die unter allen Umständen gegen PU sprechen.

Hm...also teilweise ist da mit Sicherheit etwas dran. Ich kann wirklich nicht leugnen, dass ich in meinem Leben wohl bereits einige Chancen liegen gelassen habe, weil ich aus diversen Gründen vor etwas Angst hatte und mich dann hinter her geärgert habe (jetzt nicht nur speziell auf Frauen bezogen, sondern allgemein).

Allerdings weiß ich in dem Fall wirklich nicht, ob das jetzt schon so sinnvoll wäre, mit PU anzufangen...Denn das mit dem Geruch dürfte ja schon bei fast allen Frauen ein absolutes No-Go sein.

Sehr gute Seite: http://www.moodjuice.scot.nhs.uk/shynesssocialphobia.asp

Ich weiß nicht, wie sinnvoll es ist, sich selber therapieren zu wollen, aber du könntest dir all deine destruktiven Gedanken aufschreiben und sie mithilfe des worksheets von der Seite rationalisieren. Wenn du dein Verhalten verstanden hast, musst du dich aber auch systematisch und schrittweise den unangenehmen Situationen aussetzen und sogenannte safety bahaviours abbauen. Steht auch alles auf der Seite.

Ich danke dir, werde ich mir am Wochenende ebenfalls mal anschauen!

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- sobald ich meine neuen Kontaktlinsen habe

- sobald ich 20kg abgenommen habe

- sobald ich in eine größere Stadt gezogen bin

- sobald ich weniger lernen muss

- sobald ich in eine eigene Wohnung gezogen bin

- sobald ich mir endlich diese Schuhe für 500 Euro leisten kann und ein geiles Outfit habe

- sobald ich die Theorie verstanden habe; PU-Buch x, y und z gelesen habe; 500 Routinen auswendig kann

- ...

Eine von nem fähigen Therapeuten diagnostizierte soziale Phobie passt sicher nicht in diese Liste.

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Hm, klingt jetzt vielleicht ein bisschen komisch, aber ich hatte da gestern einen Tag, bei dem ich extrem gut gelaunt war. Als ich dann gestern Bus gefahren bin, habe ich mir mal überhaupt keine Gedanken drüber gemacht - und soweit ich das beurteilen kann, waren die Blähungen dann tatsächlich nicht aufgetreten und wenn doch, war es mir wirklich mal komplett egal.

Allerdings muss ich sagen, dass ich jetzt natürlich nicht weiß, wie das dann morgen aussehen wird, denn dann kann es natürlich wieder sein, dass die Gedanken bei mir wieder ihren Lauf nehmen...

Ist halt wohl alles eine Frage des Selbstvertrauens und der Stimmung bei mir...

Daher mal nachgefragt, ob ihr effiziente Tipps für mich habt, wie ich mein Selbstvertrauen stärken und diese "Scheiß-Egal-Mentalität" dauerhaft haben kann?

Ein User hier hatte mir mal ein Buch über NLP empfohlen, welches ich jetzt begonnen habe zu lesen, also mal in ein paar Wochen abwarten, wie sich das bei mir bemerkbar macht...

Wäre aber wie gesagt über weitere Tipps von euch sehr dankbar!

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Es ist vor allem auch eine Sache der Reflektion. Gedankliche Selbstbespiegelung steigert die Symptome massivst. Wenn du deine Aufmerksamkeit immer wieder weg von deinen

Symptomen nach aussen zwingst wird dass den inneren Druck erheblich verringern.Fieldtestet. Reflektier mal, warst du gedanklich mit dir beschäftigt heute? Versuch das beim nächsten Mal.Wie schon erwähnt empfehle ich dazu das Buch erste Hilfe für die Psyche von Dietmar Hansch. Jetzt geh dir das endlich besorgen oder ausleihen, denn genau dass wird dir in dem Buch explizit erklärt wie du mental die Symptome händeln kannst. Es gibt auch ein kostenloses Hörbuch da kannst du dir eine komprimierte aber nicht vollständige Version schon mal

jetzt reinziehen: http://www.psychosynergetik.de/psychosynergetik/071hoerbuch.php

Du kannst Selbstbewusstsein haben und trotzdem psychische Probleme bekommen aus welchen Gründen auch immer. Diese Allheilphantasie schlag dir besser gleich aus dem Kopf.

Schlechte und gute Tage gehören dazu bei jedem.

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Von heute auf morgen wird es schwer. Am Anfang solltest du in einem vollen Bus steigen und nach einer Station aussteigen. Die Anzahl der Stationen erhöhst du alle 2 Wochen. Du musst dich Stück für stück in die Menschenmenge eingewöhnen.

Versuchs auch mit sauberer Ernährung plus Sport. Das dürfte die Blähungen mindern

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Versuchs mal positiv zusehen :good:, du hast nur Blähungen wenn du Bus fahren musst und beurteilt wirst. Andere Menschen kriegen keine Luft, was ich damit sagen möchte es ist bei dir nicht lebensgefährlich 8-) Unabhängig davon dass dir eine Therapie gut tut musst du nicht tatenlos herumsitzen. Da du auch gesagt hast, dass du letztens ohne diese Problematik Bus gefahren bist und es vergessen hast, denke ich dass die von Zorro vorgeschlagene Strategie am besten ist.

In den Bus einsteigen, ein Station fahren und raus. und das dann langsam steigern und den ganzen Tag machen.

Von heute auf morgen wird es schwer. Am Anfang solltest du in einem vollen Bus steigen und nach einer Station aussteigen. Die Anzahl der Stationen erhöhst du alle 2 Wochen. Du musst dich Stück für stück in die Menschenmenge eingewöhnen.

Versuchs auch mit sauberer Ernährung plus Sport. Das dürfte die Blähungen mindern

http://dr-elze.de/wie-kann-ich-meine-aengste-ueberwinden.html

P.S.

Vieleicht solltest du auch das aufschreiben was du isst und dann mit deiner Reaktion vergleichen, vielleicht ist ja was dabei, was die Blähungen fördert, ohne das du es weißt.

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Folgende Tipps möchte ich dir mit auf den Weg geben.

Zunächst mal tritt da eine Reaktion deines Körpers auf eine unbegründete Gefahr auf.

Wichtig ist hier eine ruhige, regelmäßige Atmung.

Vier Sekunden einatmen-vier Sekunden die Luft anhalten und dann vier Sekunden ausatmen.

Wenn möglich schau auf dein Smartphone und tippe irgend etwas ein oder surfe.

Lächle dabei.

Niemand weiß warum du lächelst. Wenn dich jemand beobachtet, wird er denken du hast was Lustiges gelesen.

Das Lächeln ist deshalb wichtig, weil es deinem Unterbewusstsein suggeriert, dass alles flauschig ist.

Du wirst dadurch ruhiger.

Meist redet eine innere Stimme zu dir. Die Leute denken dies, das und jenes, wenn sie dich sehen.

Diese innere Stimme ist dein Saboteur.

Gebe diesem Saboteur eine Gestalt.

Bei mir ist es dieser hässliche Typ aus Herr der Ringe. Will der Motherfucker mir irgendwelchen Bullshit einreden,

tritt mein Wächter in Form eines Samurais auf den Plan, der den Clown umgehend in Stücke haut.

Das hört sich vielleicht albern an, aber mir hat es schon geholfen.

Probiere es aus! Ich bin gespannt, ob es auch bei dir hilft.

1) Atmung-ich denke auch, dass du durch falsche Atmung, bei Stress, Luft verschluckst

2) Lächeln-deeskaliert die Situation

3) Saboteur und Wächter eine Gestalt geben. Waechter zertruemmert Saboteur, sobald dieser sich meldet.

Rauchen, Kaffee, Red Bull verzichten. Macht alles nervös.

Kohlensaeurige Getraenke meiden und blaehende Speisen!

bearbeitet von Fummelchamp
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Meist redet eine innere Stimme zu dir. Die Leute denken dies, das und jenes, wenn sie dich sehen.

Diese innere Stimme ist dein Saboteur.

Gebe diesem Saboteur eine Gestalt.

Bei mir ist es dieser hässliche Typ aus Herr der Ringe. Will der Motherfucker mir irgendwelchen Bullshit einreden,

tritt mein Wächter in Form eines Samurais auf den Plan, der den Clown umgehend in Stücke haut.

Das hört sich vielleicht albern an, aber mir hat es schon geholfen.

Probiere es aus! Ich bin gespannt, ob es auch bei dir hilft.

Wichtiger Ratschlag! Personifizier deine Probleme! Bei mir ist es dieses Dreckswerwolfvieh aus dem Film "Die unendliche Geschichte". Von dem Kackviech hatte ich als kleines Kind tagelang Albträume. Heute wird es, wenn es mir mal wieder schlecht geht, was glücklicherweise so selten geworden ist, atomisiert. Aber mit richtig üblen Gewaltfantasien. Aber es hilft. Daher guter Tipp, Fummelchamp!

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Meist redet eine innere Stimme zu dir. Die Leute denken dies, das und jenes, wenn sie dich sehen.

Diese innere Stimme ist dein Saboteur.

Gebe diesem Saboteur eine Gestalt.

Bei mir ist es dieser hässliche Typ aus Herr der Ringe. Will der Motherfucker mir irgendwelchen Bullshit einreden,

tritt mein Wächter in Form eines Samurais auf den Plan, der den Clown umgehend in Stücke haut.

Das hört sich vielleicht albern an, aber mir hat es schon geholfen.

Probiere es aus! Ich bin gespannt, ob es auch bei dir hilft.

Wichtiger Ratschlag! Personifizier deine Probleme! Bei mir ist es dieses Dreckswerwolfvieh aus dem Film "Die unendliche Geschichte". Von dem Kackviech hatte ich als kleines Kind tagelang Albträume. Heute wird es, wenn es mir mal wieder schlecht geht, was glücklicherweise so selten geworden ist, atomisiert. Aber mit richtig üblen Gewaltfantasien. Aber es hilft. Daher guter Tipp, Fummelchamp!

Sehr interessant! Da sind wir Beide ja auf die selbe Idee gekommen.

Wichtig für mich war, dass ich mich von diesen unerwünschten Gedanken distanziere.

Ich lehne sie ab, sie gehören nicht zu meiner Persönlichkeit.

Damit diese Gedanken aufhören, muss ihnen eine Gestalt gegeben werden, die dann pulverisiert oder zerhackt werden kann.

Kann auch eingesetzt werden, wenn Selbstzweifel( und das sind ja diese inneren Stimmen) beim anderen Geschlecht auftauchen. Ansprechangst! Das wäre dann ja der nächste Schritt beim TE.

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Hey,

ich für meinen Teil halte es für suboptimal, seine Ängste oder negativen Gedanken in einer solchen Art und Weise zu bekämpfen. Stell dir vor, du wärst ein Staatsanwalt und hättest einen Bodyguard. Dieser beschützt dich vor der Mafia und das macht er gut. Nur hat er irgendwann verlernt zwischen Mafiakillern und Passanten zu unterscheiden, die einfach nur zufällig in deiner Nähe sind (vielleicht weil sich ein Mafiosi mal als Passant getarnt hatte), und schubst dich aus der imaginären Schusslinie, sobald jemand auch nur in deine Nähe kommt und in seine Jackentasche greift. Ist sein Verhalten Quatsch? In 99% der Fälle ja. Will er dich damit ärgern oder verletzen? Nein, er will dich nur beschützen und ist der Überzeugung, seinen Job gut zu machen, auch wenn du dadurch im Dreck landest.

Es gilt, Absicht von Resultat zu trennen. Die Absicht von Angst ist in erster Linie, dich vor Gefahr zu bewahren und dein Überleben sicherzustellen. Sie ist nicht dein Feind. Nur leider hat dein Unbewusstes irgendeinmal gelernt, dass von anderen bewertet zu werden bzw. im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen etwas ganz schlimmes ist. Anstelle also gegen dich selbst zu kämpfen, kann es sinnvoll sein, sich die Angst zum Verbündeten zu machen. Die Methode ist ähnlich: Gib ihr einen Namen und eine Gestalt. Und dann, anstelle sie zu bekämpfen, rede mit ihr. Frag sie: Was möchtest du mir Gutes tun? Für was sorgst du, vor was beschützt du mich? Und dann suche mit Hilfe deiner Kreativität und in Zustimmung mit diesem Anteil von dir Wege, seine Absicht sicherzustellen, ohne dass die bisherige Reaktion stattfinden muss und integriere sie in dein Leben. Im NLP nennt man das ein Six-Step Reframing und es ist eine wunderbare Methode, unerwünschtes Verhalten zu verändern.

Einen Teil von sich zu bekämpfen wird ihn nicht zerstören. Und selbst wenn, wird die so entstandene Lücke nur von etwas anderem, mitunter wesentlich unangenehmeren, gefüllt. What you resist, persists. What you accept, transforms.

Herzliche Grüße,

Tsukune

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Die Personifikation von Ängsten ist eine bekannte und bewährte Methode in der Verhaltenstherapie.

Hintergrund ist das Herauskommen aus der Opferrolle, die Distanzierung von den eigenen Ängsten und die Schaffung des Willen sie zu bekämpfen.

bearbeitet von Kohlhaas

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Hey Kohlhaas,

Die Personifikation von Ängsten ist eine bekannte und bewährte Methode in der Verhaltenstherapie.

das geht noch wesentlich weiter zurück als die Verhaltenstherapie. Und gegen das Personifizieren und Distanz schaffen von negativen Emotionen und Zuständen ist ja auch nichts einzuwenden, das ist eine super Sache und ich arbeite im Coaching selbst sehr gerne mit dieser Methode. Mir ging es um das Bekämpfen von inneren Anteilen. Meiner Meinung nach ist das nichts anderes als ein autoaggressiver Akt und ich kenne in meinem Umfeld keinen Therapeuten, Berater oder Coach, der das tun würde.

Hierzu lesenswert: http://www.psog.de/angst-bekaempfen/

Herzliche Grüße,

Tsukune

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Ich sehe keinen Grund irgendwelche unsinnigen und negativen Gedankengänge als positiv zu hinterfragen und mich mit ihnen womöglich anzufreunden.

Dein innerer Saboteur will, dass du dich schlecht fühlst, indem er dir sämtlichen Bullshit einredet und jetzt sollst du dich fragen was das Gutes für dich bedeutet?

Beispiel.Du schlenderst durch die Stadt und siehst diese tolle Frau. Dein Saboteur meint, dass du nicht gut genug für Sie bist und Sie eh einen Freund/Mann hat. Die Gedanken kreisen und kreisen und irgendwann hat er dich überzeugt.

Du musst diesen Kreislauf sofort durchbrechen und das mache ich durch genannten Wächter/Samurai.

Dadurch besteht erst gar nicht die Gefahr, dass sich die Gedanken aufschaukeln.

Außerdem bist du in der Überzahl. Du und der Wächter gegen den Saboteur.

Das gibt etwas Sicherheit.

Du projizierst den ganzen Gedankenmüll auf den Saboteur und distanzierst dich insofern von den negativen Gedanken. Ich finde das sehr hilfreich.

Die Thematik mit dem inneren Saboteur ist in der Psychologie auch bekannt. Hab's mal in irgendeinem Buch gelesen.

Wenn der TE meine drei Punkte anwendet, wird er schon bald eine Besserung registrieren.

Atmung und Lächeln funktionieren nach dem "Als ob"-Prinzip.

Er atmet und hat eine Mimik, als ob er relaxed ist.

Merke! Du kannst keine Angst haben und dabei ruhig atmen und lächeln.

Das funktioniert einfach nicht.

Die Saboteur/Wächter-Geschichte hat für mich auch gut funktioniert.

Und bei Kohlhaas in abgewandelter Form ja auch.

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Hey Fummelchamp,

Dein innerer Saboteur will, dass du dich schlecht fühlst, indem er dir sämtlichen Bullshit einredet und jetzt sollst du dich fragen was das Gutes für dich bedeutet?

warum sollte es eine Instanz in uns geben, die uns bewusst davon abhält, in unserem Leben erfolgreich zu sein, wenn es nicht einen guten Grund dafür gibt oder mal gab? Oder glaubst du tatsächlich, dass es einem Teil in dir Freude bereitet, dich zu quälen und dein Leben zu vermiesen?

Beispiel.Du schlenderst durch die Stadt und siehst diese tolle Frau. Dein Saboteur meint, dass du nicht gut genug für Sie bist und Sie eh einen Freund/Mann hat.

Dein "Saboteur" hat in der Vergangenheit vielleicht einmal erlebt, wie du eine Frau angesprochen hast, einen Korb bekamst und dadurch dein Selbstwertgefühl gelitten hat. Daraufhin entschloss er sich: "X leidet. Ich lass es nicht mehr zu, dass X von einer Frau verletzt wird. Daher werde ich ihn in Zukunft davon abhalten, Frauen anzusprechen." Oder weniger metaphorisch ausgedrückt: Du wurdest konditioniert: Frauen ansprechen = Ablehnung. Konsequenz: Vermeidungsverhalten.

Dein Saboteur ist in Wirklichkeit nichts anderes als ein Wächter. Und wenn du erkennst, was er dir bieten möchte (in diesem Fall Schutz des Ego) hast du die Möglichkeit, dir diesen Schutz anderweitig sicherzustellen und somit den "Saboteur" zu befrieden. Dann brauchst du auch keinen weiteren Wächter mehr, der gegen seinen Kollegen kämpfen muss.

Und natürlich funktionieren auch der von dir beschriebene "Gedankenstopp" mit dem Samurai und die Gegenkonditionierung über Entspannung. Im NLP benutzen wir ja ähnliche Verfahren (zB den Swish und Ressourceanker). Letztendlich führen viele Wege nach Rom. Für einen echten Phobiker wird es ohne professionelle Begleitung aber sehr schwer sein, sie sinnvoll anzuwenden, da das Risiko gegeben ist, dass er sich und die Anwendung der Technik in vivo überschätzt, abbricht und die Angst somit weiter negativ verstärkt.

Herzliche Grüße,

Tsukune

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