pyronoob

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  1. Ahhh, noch weitere Antworten :-) @Helmut: Keine Sorge, insbesondere meine mittleren Zwanziger waren alles andere als Zuckerschlecken. Ich habe meine Erfahrungen machen dürfen, in vielen Bereichen und das auch gleichzeitig und geballt auf Mal. Über mehrere Jahre hinweg. Die letzten Jahre liefen aber recht easy, das muss man so sagen. Wobei ich da nicht die Bodenhaftung verloren habe, finde ich zumindest. Aber ich habe mich gedanklich damit eingerichtet, dass ich für jedes Problem auch eine Lösung finde. Und das "fällt" mir jetzt in der Tat auf die Füße :-) @Sam Stage: Klingt spooky, machen wir nicht :-) @Dina: In der Tat muss man sich im Sommer diesen Jahres dann auch die Frage nach einer gedanklichen Blockade stellen, jawoll. Ich kann da aber in meine Frau nicht reinschauen, merke aber, dass sie das Thema ebenfalls belastet. Insofern kann dann aber nur der richtige Schritt sein, diese ganzen Timing- und Messorgien (hach, Wortwitz....) dann auch zu beenden. Denn gebracht haben wird es dann nach 18 Monaten nichts, insofern darf man den Nutzen dann auch durchaus mal in Frage stellen :-)
  2. Nunja klar, die Menschen und solche Situationen gibt es. Das klingt jetzt hier vielleicht ein bisschen seltsam und würde irgendwann auch in eine vollständige psychologische Analyse abdriften, aber ich bin recht strukturiert und mache mir im Vorwege auch gerne Pläne und Gedanken. Das ist übrigens eine Eigenart, die mich beruflich unwahrscheinlich erfolgreich auf meiner jetzigen Position macht. Was auch grundsätzlich mit fast allem im Leben funktioniert. Bis auf dieses Thema hier. Verrückte Welt Es ist in der Tat so, dass ich da an mir arbeiten muss. Lustig, dass sich das jetzt gerade bei so einer Sache deutlich zeigt, aber ich werde mich damit in Zukunft mehr mit mir selbst beschäftigen müssen. Das steht jetzt aber eh in 4 Monaten an - die Zeit bis dahin möchte meine Frau sich jetzt noch einmal nehmen und das finde ich fair, vernünftig kurzfristig und gut für beide planbar. Künstliche Befruchtung ist nicht ohne und kann auch körperlich eine ziemliche Zumutung werden, die meine Frau dann übrigens ganz alleine verdauen muss. Die zuständige Ärztin hat uns eben dieses Zeitfenster aufgegeben mit der Empfehlung, dass innerhalb dieser Zeit auf jeden Fall nochmal selber zu probieren, bevor sie dann sonst im Sommer nachhelfen würde. Finde ich gut und klingt für mich nachvollziehbar. In der Tat werden wir allerdings schon im Juni zum Hörer greifen, wenn es bis dahin nicht geklappt hat, damit der Termin dann auch schnell und bündig stattfinden kann.
  3. Weiterhin vielen Dank für die ganzen Antworten. Wo soll ich anfangen? Einfach mal so, wie es mir in den Kopf kommt, ohne Reihenfolge... Einen Kinderwunsch hat man oder man hat ihn nicht. Wir leben nicht in der Situation, als dass uns soetwas von außen vorgeschrieben wird. Gleiches auch mit der Eheschließung. Ich habe sie gefragt, weil ich es einfach wollte. Der Wunsch nach eigenen Kindern wird und also nicht von außen auferlegt, vielmehr fehlt uns das einfach, dass keine Kinder da sind. Schlaflose Nächte und vollgekotzte Autositze hin oder her - wir wünschen uns Kinder. Insofern hat @Urindanger die Situation gut erfasst. Und mit Wünschen ist das in der Tat so, dass diese nicht immer in Erfüllung gehen. @Fastlane hat das wiederum gut auf den Punkt gebracht. Nun ist es so, dass ich bisher in meinem Leben meine Erfolge und Misserfolge selbst in der Hand hatte. Job lief nicht gut? Kein Thema, geh ich nebenbei studieren und such mir so lange was Neues, bis es passt. Wohnsituation passt nicht? Okay, ich besorg was, was mir gefällt. Partnerin passt nicht? Alles klar, dann muss ich neu suchen. Diese Liste kann man noch sehr viel weiter fortführen. Pech haben kann man immer mal, aber ich lebe nach der Devise, dass jeder seines Glückes Schmied ist und man, selbst wenn man fällt, immer noch Höhe und Aufprall noch beeinflussen kann. Meistens zumindest. Es ist nach vielen Jahren das erste Mal, dass ich hier nicht in der Lage bin, einer Herausforderung zu begegnen, sondern jetzt auf "glückliche Umstände" angewiesen bin. Das fuckt mich ab. Wo habe ich da Fehler gemacht? Indem ich davon ausgegangen bin, dass bei uns schon alles klappen wird. Ich muss nach dem gestrigen Tag einfach auch mir selbst gegenüber eingestehen, dass mir Samstag-Abend knallhart die Erkenntnis gekommen ist, dass es bei uns vielleicht wirklich nicht funktionieren wird. Das Wissen darüber ist natürlich vorhanden, aber ich hatte das nie so deutlich auf dem Schirm. Und da sind wir beim Plan B.... Wir haben jetzt noch 4 Versuche, wo die Chancen am Besten sind, dass es auf natürlichem Wege klappen könnte. Also bis Mitte Juli. Und da sind wir nochmal beim Thema "Sex nach Termin". Worüber sprechen wir da eigentlich? Über einen Zeitraum von 5 Tagen, wo man ein bisschen Timing machen muss. Ehrlicherweise sind es da besonders die letzten beiden Tage, die nervig sind (auch nicht immer) - es klingt also dramatischer, als es ist. Zumal danach wieder alles ganz zwanglos läuft. Das ist dann auch der erheblich angenehmere Teil - weil eh alles gelaufen ist. Muss man so sagen. Ist nicht so, dass die Male während der kritischen Tage keinen Spaß machen - aber man(n) kann sich halt dann einfach nicht aussuchen ob ja oder nein - es wird auf jeden Fall miteinander geschlafen. Wenn das bis Juli alles nicht "gefruchtet" hat, ist in der Tat wieder telefonieren angesagt und dann sind wir im Bereich der Hormongabe + künstliche Befruchtung. Ist einfach so. Damit haben wir auch kein Thema, auf welchem Wege das Kind nachher zustande kommt, ist uns tatsächlich egal und kann uns auch egal sein (keine religiösen Anforderungen o.ä.). Von diesen Therapieschritten ist überwiegend meine Frau betroffen. Sie muss für sich entscheiden, ob sie das so will oder nicht. Nur wenn sie nicht mitmacht (was ihr gutes Recht ist), stehe ich allerdings auch nicht mehr für Sex nach Termin zur Verfügung. So einfach ist es dann und das finde ich auch fair so. Ich erwarte da aber auch keine großen Konflikte. Insofern ist jetzt final tatsächlich noch nichts entschieden und wir haben jetzt nachweislich gerade optimalste Voraussetzungen. Was sich hier viele einfach vorstellen, sich nämlich damit zu arrangieren, dass es eventuell gar nicht klappen wird, ist leider leichter gesagt als gedacht. Wie das halt so ist mit jahrelangen Wünschen: Die lassen sich nicht mal eben so begraben. Und auch hier sind wir wieder beim Thema "Mindset". Was ich gut finde ist, dass wir bisher eigentlich so stressfrei da durchgekommen sind. @Elisa_Day hat es schon richtig beschrieben: Im Grunde ist grad noch gar nichts los.
  4. Selbstverständlich ist dieser Druck selbstgemacht. Ob und wie stark er bei meiner Frau ist, weiß ich nicht und ich werde das auch nicht auf einer 1-10 Skale verorten lassen. Das bringt uns aber auch nicht weiter. Schwanger werden ist mitunter mit Wartezeiten verbunden. Diese empfinde ich aber (und wenn man dem Internet glauben darf, auch viele andere Betroffene) irgendwann als belastend. Und jetzt die Frage: Wie geht man am Besten damit um? Und da wären insbesondere Erfahrungsberichte von selber oder ehemals Betroffenen super hilfreich. Eine PN habe ich ja bereits erhalten, aber vielleicht gibt es noch jemanden, der Berichten kann und mag?
  5. Hallo zusammen, danke für die weiteren Antworten. In der Tat wäre mir vor allen Dingen wichtig, wie man sich selber in der Tat ein wenig den "Druck" aus der Sache nehmen könnte 🙂
  6. Danke für Deine Antwort. Es ist in der Tat so, dass man sich ab Sommer mal mit dem Gedanken, dass man zu zweit bleibt, wird auseinandersetzen müssen. Wobei ja noch Handlungsoptionen bestehen....
  7. Hallo Forum, ich war ehrlich gesagt beim Schreiben dieses Posts gar nicht sicher, in welches Unterforum genau dieser gehört. Der LTR-Bereich hätte es auch werden können, aber ich habe hier kein eigentliches Beziehungsthema sondern eher ein "Mindset"-Thema, daher hab ich mich nun für hier entschieden. Kurz zur LTR: Zusammen seit 6 Jahren, seit 2 davon verheiratet. Beide Mitte 30, wirtschaftlich und gesundheitlich sicher im Leben stehend, keine wirklichen ungelösten Probleme (abgesehen von dem, was gleich kommt), beide entfalten sich getrennt von einander, aber auch immer wieder gemeinsam. Sex läuft gut, könnte insgesamt etwas mehr Exotik drin sein, aber das wäre jetzt Meckern auf hohem Niveau. Eigentlich läufts bei uns ganz gut Thema Kinderwunsch: Ich war früher gegen eigene Kinder. Konnte ich mir nicht vorstellen, wollte ich einfach nicht. Sie wollte hingegen schon immer Kinder, nach 2 Monaten LTR hat sie das Thema dann auch offen und direkt angesprochen und mich nach meiner Sicht gefragt. Fand ich gut und sinnvoll, es wäre sonst der richtige Zeitpunkt gewesen, die beginnende LTR wieder noch rechtzeitig zu beenden, denn bei diesem Thema sollte Einigkeit herrschen. Ich hab mich damals entgegen meiner damaligen (!) Gefühlslage offen für das Thema gezeigt. Ich hatte so ein Gefühl, dass das, was mit Ende 20 noch nicht war, mit Mitte 30 werden könnte. Und ich hatte Recht mit dieser Vermutung Seit 3 Jahren wird das Thema nun konkreter und wir hatten uns auf 2019 als Startschuss verständigt (Absetzung der Pille). Dann folgte auch noch mein Antrag und wir haben das Thema dann auf ihren Wunsch hin auf Mitte 2019 verschoben, sie wollte auf keinen Fall schwanger heiraten. Kann man so machen, nachvollziehbarer Gedanke. Ich hatte meine Bedenken noch geäußert (könnte irgendwann zu spät sein, etc.), aber sie war da nicht gesprächsbereit. Und nun ist es so, dass wir seit knapp 2 Jahren am pimpern sind wie die Weltmeister und es passiert: Nichts. Und alle (gefühlt zumindest) um uns herum werden schwanger. Ich sags offen und ehrlich: Das fühlt sich scheisse an. Lust auf ein paar "Highlights" dieser letzten beiden Jahre? Sollt ihr haben.... Die ersten 6 Monate dieses Prozesses waren recht unspektakulär. Wir führten unser Liebesleben fort wie immer (halt nur ohne Verhütung), alle 2-3 Tage ging es zur Sache, bei den Stellungen haben wir schon ein bisschen aufgepasst, aber das war es dann auch schon. Passiert ist nichts. War für uns okay. Nach 6 Monaten sind wir beide aber schon etwas unruhig geworden (wohl wissentlich, dass das in diesem Alter auch mal gut und gerne 1 Jahr dauern kann). Es wurde ein Ovulationstest gekauft. Bedeutet klipp und klar: Sex nach Termin. Nichts anderes. Im März letzten Jahres saß dann das erste Pärchen bei uns auf dem Sofa. Man wäre schwanger. Wäre aber ein Unfall gewesen, sie hätte voll geheult, wäre jetzt damit aber fine. Klang schon etwas spooky, denn wir hätten diesen "Unfall" gerne genommen. Übrigens ohne Tränen zu vergießen. Einen Monat später saß (jaaa, da war lock-down, weiß ich selber....) das nächste Pärchen bei uns auf der Terrasse (immerhin draußen, obwohl die Aerosole damals ja noch kein Thema waren). Man wäre schwanger. Nach knapp 2 Jahren hätte es geklappt. Für uns in diesem Moment war es sehr befreiend zu wissen, dass es bei anderen auch länger dauert. Aber dann ging es los: Wir hatten uns noch gar nicht in dieser Runde dazu geäußert, aber man fing schonmal an, uns Tipps zu geben 🤨 Wir haben das erstmal unkommentiert gelassen. Das war aber auch der Moment, wo meine Frau sichtlich unruhig wurde. Sie hatte dann aus dem Internet 12 Tipps für Männer und Frauen ausgedruckt, womit es besser klappen könnte und mir meine Liste hingelegt. Darauf standen dann Dinge wie Alkoholkonsum, Koffein und ähnliche Themen. Fairerweise muss man sagen, dass ich damals schon ganz gut gebechert habe. Ich habe mich aber dagegen ausgesprochen, jetzt blind diese Maßnahmen umzusetzen, da es genug Haushalte in Deutschland gibt, wo gesoffen wird, wo geraucht wird, wo Kaffee gebechert wird und die vermehren sich trotzdem wie die Karnickel. Aber ich hab mich dann der Sache angenommen und sie gefragt, wie sie jetzt zu dem Thema stehen würde. Und wir waren uns beide einig, wenn es dann in 2 Monaten nicht klappen würde, würden wir das ärztlich abklären lassen. Solche Gespräche habe ich immer mal wieder zwischendurch anmoderiert und auch ihre Meinung abgefragt und mich auch selber klar offenbart. Anders kann das sonst nicht funktionieren. Nun, es klappte nicht und wir telefonierten. Sie hatte eh Ende Juli einen Frauenarzttermin und mein Termin war auf August terminiert worden. Also nochmal 2 Monate Zeit. Wunderbar. Wäre doch gelacht, wenn wir das nicht noch so hinbekommen. Dann im Sommer wurde es das erste Mal richtig eklig. Wir waren abends schön essen draußen auf der Terrasse und meine Frau war schon einen Tag überfällig. Uns beiden war klar, was das bedeutete. Wir besorgten auf dem Rückweg einen Schwangerschaftstest und ich muss gestehen, dass ich die Nacht durchgemacht habe. Ich konnte nicht schlafen. Morgens dann der Schwangerschaftstest und der war mal ganz locker negativ. Warum? Der Zyklus war auf Schlag mal eben 3 Tage länger. Das hatte sie vorher noch nie. Ja, wir waren beide bitter enttäuscht. Auch der letzte Zyklus vor den ärztlichen Untersuchung verlief ohne Schwangerschaft. Ich kommentierte dies mit den Worten "Schade, ich hätte uns diese Untersuchungen eigentlich gerne erspart", was Sie mit einem ziemlich bissigen "ja denkst du, ich etwa nicht?" kommentierte. Nun, was war bis dahin geschehen? Mein Lebensstil wurde schon immer mal wieder vorsichtig kritisiert. Immer auf Augenhöhe und ich hab zu dieser Zeit auch echt ungesund gelebt, aber es stand immer wieder im Raum. Und an ihr könne es eigentlich nicht liegen, zumindest hätte ich Frauenärztin das so gesagt. Nun bin ich aber ein Freund von Zahlen, Daten und Fakten und bin bei meiner Sichtweise geblieben. Es gab nie Streit, aber es wurde schon immer mal wieder in meine Richtung geschielt. Ich ging dann zum Arzt, ließ ein Spermiogramm anfertigen, welches exzellent war. Trotz Stress, Alkohol und Koffein im Lockdown. Über Wochen hinweg. Mir wäre es übrigens lieber gewesen, dass bei mir das Problem gelegen hätte. Denn dann kann man im Grunde auch gleich zur künstlichen Befruchtung übergehen und sich alle Zwischenschritte dahin sparen. Danach wurden übrigens spürbar kleinere Brötchen zu Hause gebacken. Immerhin etwas Und ich muss ehrlich sagen, mir hat mein Feierabendbier dann auch wieder erheblich besser geschmeckt (und die Mengen hatten sich dann auch schon wieder normalisiert!). Erster Termin im Kinderwunschzentrum. Nettes Gespräch und festgestellt, das bei meiner Frau im Grunde aber auch alles in Ordnung ist. Auch hormonell und so. Hmpf.... Wir sollten es nochmal weiter versuchen, als nächstes wäre dann eine Bauchspiegelung angesagt gewesen. Bei meiner Frau und mir war aber auch zu diesem Zeitpunkt schon klar, dass ein operativer Eingriff (der ja auch mich hätte betreffen können) immer nur dann klargeht, wenn der Betroffene wirklich einverstanden damit ist. Das kann und darf nicht erzwungen werden. Auch darüber haben wir ausführlich gesprochen. Was passierte im Herbst und Winter des letzten Jahres? Fleißig Sex nach Termin. Und es gab genügend Abende, wo ich einfach nur noch schlafen wollte (es ging mir wirklich sehr schlecht), aber ich vorher noch ran (oder besser: rein) musste. Das war das erste Mal, wo ich ehrlich gesagt ziemlich abgenervt von diesem Thema gewesen bin. Nach 1 1/2 Jahren ja auch sicherlich nachvollziehbar. Meiner Frau muss ich zugute halten, dass die trotzdem noch versucht hat, mich irgendwie in Stimmung zu bringen und es hat ja zum Schluss auch immer irgendwie funktioniert. Meine Frau hat dann auch einen OP-Termin für sich vereinbart, der fand im Februar statt. Auf eigene Entscheidung hin und der Erkenntnis folgend, dass wir jetzt doch auch schon mal Klarheit bei der einen oder anderen noch ausstehenden Diagnose bräuchten. Bis dahin immer wieder gut gemeinte Ratschläge aus dem Freundeskreis der Paare, wo es schon geklappt hat. Man müsse einfach geduldig sein. Es könne auch eine Kopfsache sein. Das kam übrigens von dem Pärchen, was knapp 2 Jahre zu Gange war und quasi morgens gleich aus dem WC heraus mit Blick auf den positiven Schwangerschaftstest die gesamte Familie informiert hat... Mehr als nur einmal war ich kurz davor, diesen Personen einfach mal frontal eine reinzudrücken. Aber ich hab mich zusammengerissen und nichts gesagt. Die OP fand statt, gleich im ersten Zyklus danach haben wir es vorsichtig probiert, ohne Erfolg. Was zu erwarten war, direkt nach der OP ist der ganze Bereich noch zu sehr gestresst. Aber der Zyklus danach, der soll der Wichtigste sein. Zumindest liest man das überall. Und in diesem Zyklus gab es nun keinen Eisprung.... Parallel dazu ist das nächste Pärchen schwanger geworden. Soll heißen: Die Nerven liegen gerade blank. Im Grunde ist die Sache jetzt ganz einfach: Wir haben noch bis zum Sommer Zeit, dass auf regulärem Wege zu versuchen, danach schwinden die durch die OP "erkauften" Vorteile und wir sprechen über das Thema künstliche Befruchtung. Was nicht schlimm ist, aber mich nervt der Weg dahin. Zumal mir in den letztem 2 Jahren schon immer wieder aufgefallen ist: Zwischen der Entscheidung "ja, wir gehen den nächsten "Eskalations"schritt" und der tatsächlichen Einleitung und Umsetzung vergehen mitunter Monate. Wenn ich da also im August zur Beratung sitze, geht es dann ja noch nichtmal sofort los, sondern das Thema kann uns gut und gerne noch bis Jahresende und darüber hinaus begleiten. Ich freue mich ja für die Pärchen um uns herum. Aber mich nervt langsam aber sicher unser Weg ab. Und meine Frau teilweise auch. Was ich gut und richtig finde ist, dass wir immer wieder offen über das Thema sprechen. Aber natürlich kommt auch mal (!) der eine oder andere biestige Spruch. Wir streiten uns nicht, es gibt auch keine direkten Vorwürfe, aber man merkt einfach, dass uns beide das Thema mittlerweile anfasst. Und das ist nicht gut. Frage daher insbesondere an diejenigen, die soetwas selber schon erlebt haben: Wie damit umgehen? Oder können wir noch selber etwas optimieren? Viel mehr als einen klaren Fahrplan machen (den beide mittragen wollen und können) und miteinander sprechen, können wir hier fast nicht, oder?
  8. Hallo Freunde, zuerst einmal vielen Dank für die ganzen Antworten. Viele gute Impulse sind dabei, bei einigen stehen aber auch Fehlannahmen im Raume. Dies ist aber meinen kurzen und nicht immer ganz vollständigen Beiträgen geschuldet. Ich bin seit über 10 Jahre an dem Pick-Up-Thema dran. Die Vorteile liegen auf der Hand - nicht nur im Bett, sondern auch vielen privaten und beruflichen Lebenslagen. Ich kann guten Gewissens behaupten, dass es seit eben diesen 10 Jahren bei mir insgesamt eigentlich nur aufwärts geht. Meine Frau und ich stammen aus dem selben Dunstkreis. Insofern waren Überschneidungen im Freundeskreis schon immer da. Man könnte sagen, sie war vorher eine Art beste Freundin. Nichts der klassische Weg und oft wird davon abgeraten, aber es läuft seit 6 Jahren richtig gut. Wir haben jeder unsere privaten Projekte und Hobbys. Bei mir ist es unter anderem das Bierbrauen, das Wursten und Räuchern, Brot backen (also so richtig selber mit gezüchteten Sauerteigkulturen, 3 tägiger Teigführung, usw.) und noch einige andere Themen. Wenn ich mir so die Reaktionen aus dem Umfeld anschaue, scheint das nicht völlig uninteressant zu sein. Ihr werdet lachen, aber das Beispiel kam hier ja schon: Eigentlich wäre letztes Jahr der Zeitpunkt gewesen, wo man mit der Fallschirmsprunglizenz hätte anfangen können (der Traum ist seit 14 Jahren da). Das fiel wegen Corona aus und momentan sparen wir Geld - da passt das einfach nicht zusammen und das für mich auch okay so. Soll heißen: Ich weiß schon mit dem Spruch "get a fucking life" was anzufangen. Was ich im ersten Schritt mitnehmen: Kontakte lieber einschlafen lassen als hart abbrechen. Das klingt logisch für mich, man steht nicht direkt als bad guy da und kann bei Bedarf ja immer mal wieder einen "Vergangenheits-"Abend einfügen. Ist jetzt auch nicht so, dass die Jungs bei mir Schlange stehen und sich 3x wöchentlich melden. Vielleicht schläft es gerade eh schon langsam aber sicher ein. Was ich auch mitnehme: Vielleicht die Frau auch einfach mal alleine zu den Treffen fahren lassen. Das ist zwar nicht ganz üblich, aber lässt sich ja immer gut mit "wasauchimmer" begründen. Denn ja, die Entschleunigung, die aus den Lockdowns heraus resultiert, ist für mich in der Tat eher Genuss als Last.
  9. Hallo zusammen, guten Abend Ich weiß nicht, wie es Euch letztes Jahr so ging, aber für mich war 2020 ein Jahr der Extreme. Positiv und negativ muss man dazu sagen. In Summe allerdings viel mehr positiv als negativ. Ich bei ein introvertierter Mensch, meine Frau das krasse Gegenteil. So kam es, dass bis Anfang 2020 unser Kalender proppe-voll war, teilweise 8 bis 10 Wochen im Voraus. Und das nicht nur bei uns, wenn ich das so richtig beobachtet habe. So schön es manchmal auch war - ich bin gefühlt nur noch durchs Leben gehetzt. Durch Corona hörte das komplett auf. Wie befreiend es doch für mich war, am Donnerstag einfach mal keinen Plan fürs Wochenende gehabt zu haben und trotzdem hatte man eine schöne Zeit. Das herrliche Wetter im Frühling und Sommer kam noch positiv dazu. Parallel dazu ging ich beruflich am Stock. Ich stand noch nie so unter Feuer - bisher haben wir aber alles erfolgreich meistern können und mein Arbeitgeber hat diesen Einsatz auch sehr gut honoriert. Aber in meinen freien Zeiten (und auch mal, nicht immer, beim kalten Bier) bin ich ins Grübeln gekommen. Und zwar beruflich und privat. Letzteres soll hier jetzt Thema werden Nachdem ich vor x-Jahren mal mit einer LTR Schluss gemacht habe, stand ich auf einmal so gut wie ohne Netzwerk dar. Das hat sich scheisse angefühlt und wir alle wissen: Gute Freunde wachsen nicht an jeder Ecke, man muss sie finden und dann auch pflegen. So kam es, dass ich mir mittlerweile wieder ein kleines, aber feines Netzwerk aufgebaut habe. Sicherlich auch mit Doppelnutzung mit meiner Frau (und hier droht im Zweifel wieder die Gefahr des Verlustes, falls mal was ist), aber auch eigene Kontakte nur für mich. Bei den eigenen Kontakten zieht nun ein Kumpel weg (ja, man kann immer noch befreundet sein, aber mal eben die Krisensitzung nach dem Ehekrach in der nächsten Kneipe fällt damit in Zukunft aus....). Mit meinem best Buddy teilen sich die Wege langsam aber sicher auch. Ehrlich gesagt schon seit mehreren Jahren, aber während Corona ist mir aufgefallen, wie weit wir schon voneinander weg sind und die Distanz wird von Tag zu Tag noch größer. Die Gemeinsamkeiten nehmen einfach ab und wir leben mittlerweile auch völligst (!) unterschiedliche Lebensstile. Dann ist da noch ein Pärchen aus dem weiter gefassten Bekannten- und Freundeskreis. Ich war mit Beiden nie so richtig dicke, meine Frau hat vor einem Jahr angefangen, häufiger Termine mit den beiden zu machen. Mag auch an der damaligen Schwangerschaft der Dame gelegen haben, so dass sich meine Frau nun dort tummeln möchte. Ich wiederum muss sagen, dass mir im letzten Jahr einfach klar geworden ist, dass ich mit diesen Menschen nicht (mehr) meine Zeit verbringen möchte. Nicht aus Hass, es passt einfach nicht. Ich habe beiden Menschen nichts zu sagen. Keine gemeinsamen Themen, nichts. Ehrlich gesagt hat meine Frau die auch nicht so wirklich, viel mehr dreht sich alles um den dortigen Nachwuchs (bei uns hat es bisher noch nicht geklappt - Frauen werden dann manchmal etwas komisch, hab ich das Gefühl). Es geht sogar soweit, dass ich mit Stress und leichter Abneigung in die kommenden Treffen mit denen reingehe. Zumal ich den Eindruck habe, dass die auch nicht zu 100% Lust auf mich haben, da man aber sonst recht einsam zu leben scheint, nimmt man den neu gewonnen Kontakt zu meiner Frau gerne auf. Oder es passt da vielleicht auch wirklich einfach so, keine Ahnung. Die meisten Treffen mit denen finden auf jeden Fall mittlerweile ohne mich statt. Worauf will ich hinaus: Bin ich vielleicht durch Corona immer noch in einer Extremphase und werfe gerade ggf. zu viel über Bord, was sich später eben nicht mehr wird rückgängig machen lassen oder sind diese Lockdowns und die freien Zeiten zum Nachdenken einfach auch mal wichtig und man gelangt an Erkenntnisse, die vorher so nicht da waren oder zumindest nicht gesehen wurden (oder auch nicht gesehen werden konnten, stressbedingt zum Beispiel)? Ich weiß ein gutes und stabiles Netzwerk sehr zu schätzen, aber je länger ich darüber nachdenke, umso mehr merke ich einfach, dass mir der Kontakt zu einigen Menschen irgendwie nicht mehr so 100% gut tut. Und dann sollte man den Stecker ziehen, oder?
  10. Liebe Freunde, hier sind ja doch noch ein paar Antworten gekommen und ich bitte meine Abstinenz (Wortwitz in diesem Zusammenhang) zu entschuldigen. Ich hab jetzt Freitag-Abend wieder das erste Mal vollgetankt. Wobei man da von 1,5l Bier sprechen muss, mehr war es dann auch nicht, aber das hat schon gelangt. Der ganze nächste Vormittag war mega ätzend und ich bin nur schwer in den Tag gekommen. Schon krass, dass solch ein Programm (und auch mehr) teilweise Wochenlang am Stück mein Leben bestimmt hat. Gruselig. Samstag gab es dann nichts und das war okay. Bis zum letzten Freitag sind es die letzten 7 Wochen über 2 Bier gewesen, das war es. Ich muss sagen: Die ersten Wochen im Januar waren ungewohnt. Nicht anstrengend oder geprägt vom körperlichen Entzug, nein nein, aber ungewohnt. Ich hatte früher Raucher in meinem Freundeskreis, die haben zwischenzeitig auch aufgehört. Da war immer so das Thema, wenn zwischen 2 Aktivitäten noch so 15-20 Minuten Zeit war, dann wurde erstmal eine geraucht. So war es bei mir auch mit dem Bierchen zwischendurch. Ehrlich gesagt habe ich letztes Jahr viel aus Langeweile getrunken, aber auch zur Betäubung und aus Genuss, keine Frage. Man muss bei mir wissen: Ich braue auch mein eigenes Bier. Ein schönes Hobby, verbunden mit kreativer und körperlicher Arbeit, gar nicht mal so teuer im Unterhalt und in der Ausübung an sich (in dieser Hinsicht ganz was anderes als Motorradfahren oder so) und Möglichkeiten, auszuprobieren. Ich habe dann gestern Abend zwei Restflaschen von meinem bisher gebrauten getrunken und dann alles dieser beiden Sorten entsorgt - das wahr geschmacklich mal nicht mehr meins. Vor 2 Monaten hab ich das noch Gläserweise runtergestürzt, jetzt nicht mehr. Jetzt gestern gab es 3 kleine Bier und fertig. Das eine war ein 0,5er von dem Restbestand, was ich gar nicht mehr ausgetrunken habe und dann kamen noch zwei kleine dazu und dann, dass war krass und ebenfalls ungewohnt, auch kein (!) Problem, einfach aufzuhören. Ich war gesättigt. Heute gibt es nichts, morgen auch nicht. Am Mittwoch erwarten wir corona-konformen Besuch, da könnte man über ein Glas Rotwein nachdenken. Mal schauen. Aber es wird immer wieder auch die völlig durchsumpften Nächte geben, aber momentan ist mein Durst danach irgendwie gestillt. Dann zu den Süßigkeiten: Ich bin ja immer die ersten beiden Monate des Jahres auf Diät. Ich müsste jetzt zum Monatsende knapp die 85kg erreichen, das wären dann etwas über 5kg in 2 Monaten, damit lässt es sich für mich leben. Eigentlich müsste ich damit auch noch in den März rein, das Ziel lag eigentlich immer bei 83kg. Mal schauen. Wirklich wahrgenommenen Verzicht musste ich bisher nur an einigen wenigen Tagen üben, aktuell hab ich mich, wie ich finde, ganz gut eingependelt mit dem, was ich esse und worauf ich Lust habe. Früher gab es Wochen, da habe ich mir gleich jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit noch ein Croissant oder so geholt - mittlerweile völlig undenkbar für mich und würde ich so auch nicht mehr machen. Dazu haben meine Kollegen und ich früher teilweise jeder mehrere 100g Süßigkeiten am Tag gegessen, teilweise über 1 Woche hinweg. Auch das halte ich aktuell nicht mehr für vorstellbar, aber machen wir uns nichts vor, auch solche Tage werden wieder kommen. Aber vielleicht ja doch deutlich seltener als früher... Was ich damit sagen will? Aktuell pendelt sich bei mir alles wieder ein. Der bewusste Verzicht war gar nicht unbedingt auch ein wahrgenommener Verzicht. Sicher, es fallen viele gesellschaftliche Anlässe zum Trinken und deftigen Essen weg, das macht es einfacher, aber wirklich stressfrei waren bei mir weder Januar noch Februar. Trotzdem ging es eigentlich auch gut ohne Fress- und Saufanfälle. Ich bleibe jetzt weiter am Fall und versuche mal, ganz langsam über den März hinweg von der Bremse zu gehen. Insgesamt bin ich derzeit froh, dass sich eingefahrene Verhaltensmuster offenbar durch wenigen Wochen Pause noch gut wieder ausbremsen lassen - das ist schonmal ein gutes Zeichen. Ich muss zugeben, ich hatte Jahresanfang tatsächlich etwas Angst, dass ich bereits in die Alkoholsucht reingeglitten bin. Immerhin sind die Übergänge da doch recht fließend.
  11. Nix besonders. Also ich sag das mal so: Es gibt natürlich auch diese richtig schönen Assi-Herrenabende bis morgen um 6 Uhr - dann ist aber alle auf Pegel. Ansonsten sitzt die Zunge mal etwas lockerer (normal), ich schlage aber niemanden oder werde aggressiv, ich habe keine Filmrisse, ich kotze nicht, ich trinke zwischendurch auch immer mal wieder ein Glas Wasser. Eigentlich sind das sehr nette und schöne gesellige Abende. Wir spielen was, haben coole Musik an und quatschen. Und wenn ich alleine bin, mach ich mir das auf dem Sofa bequem, leg die Beine hoch und mach mir gute Musik an und genieße die Zeit.
  12. Hallo Forum, auch wenn das Thema hier immer mal wieder herumwabert, bräuchte ich mal Euren Rat Ich habe einen recht stressigen Job (händelbar, viel mehr sollte es aber nicht mehr werden), ansonsten um mich herum keine größeren Stressfaktoren. Mein Problem ist: Fange ich das naschen oder trinken an, gibt es meist kein Halten mehr. Mit den Süßigkeiten war das schon immer so, mit dem Alkohol ging das vor 4 Jahren los. Ich beneide die Menschen um mich herum, die nur eine kleine Menge Weingummi o.ä. essen und dann durch sind damit - das schaffe ich einfach nicht. Das mündet bei mir regelmäßig in einem psychischen Kampf wo ich fast immer dann den Kürzeren ziehe. Abends oder am nächsten Tag setzt das große Bereuen ein. Beim Alkohol ist es ähnlich, nach dem ersten Bier folgt das zweite und das dritte usw. bis in meinem Kopf ein Befriedigungsgefühl einsetzt. Das kommt mittlerweile Gott sei Dank deutlich (!) früher als vor einigen Jahren, aber immernoch so spät, dass ich am nächsten Morgen noch merke, dass es etwas zu viel war und das große Bereuen einsetzt. Teilweise sitze ich abends vor dem letzten Bier und stelle mir die Frage "warum hast Du dir das jetzt noch aufgemacht?". Was ich positiv finde: Ich merke, dass das so nicht gut ist und reflektiere das schonmal kritisch. Heimliches Trinken und naschen gibt es auch nicht und auch keinen kurzen morgens vor der Arbeit. Aber wie damit umgehen? Aktuell habe ich wieder einen Friss-die-Hälfte-Monat. Das habe ich jeden Januar und das ist auch gut so und hat sich bewehrt. Das werde ich allerdings noch bis Ende Februar machen müssen, damit ich endlich mal wieder auf mein eigentliches Zielgewicht komme. Auch kein Thema für mich. Warum nicht? Weil ich in dieser Zeit eben auch die Süßigkeiten und den Alkohol komplett weglasse. Das ist die halbe Miete bei sowas Den Rest mit ausgewogener Ernährung und regelmäßiger Bewegung und ab dafür. Ganz ohne Stress. Würde man das das ganze Jahr über so halten, bräuchte es keine Diäten mehr. Ist so. Das Thema mit den Süßigkeiten hatte ich im übrigen schon immer. Sicherlich ist das etwas stärker geworden die letzten Jahre, aber dieses vollstopfen (wir reden meist von einer Tüte Haribo oder Chips, also alles so um die 200gr, bis einem halt kotzübel ist) war schon immer da. Beim Alkohol gab es diese Entwicklung erst seit 2017 so richtig. Da hatte ich eine sehr stressige Fortbildung angefangen. Bis dahin gab es auch mal Weinchen oder Bier oder einen GiTo, aber dann war auch gut. Wenn wir (meine Freundin und ich) da mal eine Flasche Wein getrunken haben, dann war das viel und danach war auch Feierabend. Von 2017 bis 2019 war eine Flasche Wein bei mir gerne Standard oder auch mal 5 Hefeweizen. Auch gerne mehrfach die Woche. Wohlgemerkt: Den trockenen Januar hab ich jedes Jahr sehr gut bewältigen können, aber danach ging es halt wieder los. 2019 endete meine Fortbildung, dann kam 2020 mit Corona. Mega Stress auf der Arbeit, Not-Homeoffice zu Hause, nicht selten hab ich mir da schon um 15 Uhr das erste Bier gezischt. Womit ich nicht alleine gewesen bin, das steht mal fest. Erfreuliche Entwicklung: Diese Mengen vertrage ich nicht mehr... Gott sei Dank. Eine Flasche Wein ist mittlerweile mein Tod und mehr als 3 halbe Liter Bier trink ich auch nicht mehr - es bekommt mir einfach nicht mehr. Das ist schonmal gut. Wie gehe ich aktuell damit um? Ich braue mein eigenes Bier. Als Hobby sozusagen. Damit ist immer was im Hause, was aber nicht schlimm ist. Der Weg zur Tanke ist sonst auch nicht weit (gilt auch für die Tüte Chips, wenn meine Partnerin und ich Bock drauf haben ). Diesen Januar und Februar hab ich FdH und alkoholfreie Zeit und das ist auch gut so. Was mir fehlt sind die Craftbeer-Aromen und auch die alkoholfreien Ginalternativen hauen mich geschmacklich noch nicht vom Hocker. Da wird sich sicherlich noch was tun die nächsten Jahre, klar, aber derzeit isses das halt noch nicht. Alkoholfreies Hefeweizen trinke ich wieder sehr gerne und das passt auch grad gut in den Ernährungsplan. Könnte ich im übrigen auch alkoholfreies Bier selber brauen - ich täte es sofort. Kann ich aber nicht... Ein Suchtberater (den ich aus völlig anderen Gründen gesprochen habe) sagte mal: "Das erste Glas müssen Sie schon stehen lassen. Sonst ist es zu spät". Und das stimmt auch. Aber: Ich würde einfach für mich gerne die Möglichkeit haben, einfach mal eine kleine Handvoll Süßigkeiten oder ein schönes Glas Rotwein abends trinken zu können. Einfach aus Genuss heraus. Ich will hier keinen Freifahrtschein haben sondern einfach die Möglichkeit, ohne diese Eskalation mal ein leckeres Bier oder einen kleinen Vino trinken zu können. Oder mal ein paar Haribo-Schlümpfe (für die würde ich morden gehen....) und dann ist es gut. Und da setzt in meinen Augen die Impulskontrolle ein. Wie lässt sich sowas trainieren? Ergänzend muss man sagen: Die Zeiten des großen Becherns sind in meinem Umfeld eh weniger geworden. Alle achten da jetzt irgendwie drauf, überall gibt es weniger. Scheint auch eine Frage des Alters zu sein, so schätze ich.
  13. Absolut! Aber: Die Geduld muss er aufbringen können und wollen. https://www.google.com/url?sa=i&url=https%3A%2F%2Fm.faz.net%2Faktuell%2Fkarriere-hochschule%2Frecht-und-gehalt%2Fstudium-vs-ausbildung-ab-wann-gleicht-sich-das-gehalt-an-14919170.html&psig=AOvVaw2unUZNc0vroHtsE6XUghcP&ust=1605543538829000&source=images&cd=vfe&ved=0CAIQjRxqFwoTCICCu_P5hO0CFQAAAAAdAAAAABAK Auch wenn solche Pauschalisierungen vorsichtig zu betrachten sind und noch ganz ganz viel schief gehen kann: Aber Mitte 30 kommt der Break-even bei den Einkünften und definitiv auch früher oder später bei den Ersparnissen. Eine gute und solide Ausbildung bringt, mag sie noch so aufwändig gewesen sein, immer eine positive Rendite.
  14. Man man man, was hier bisher zusammengeschrieben wurde, lässt ja einem echt die Harre zu Berge stehen. Junge junge.... Ich oute mich mal als einer derer, die in einer sehr ähnlichen Lage sind. Die ersten 10 Jahre des Beruflebens nur geackert und viel auf die Fresse, nicht aber ins Portomonaie bekommen. Parallel dazu Bachelor und Master im Abendstudium gemacht, horrende Studiengebühren haben mir das Konto leergesogen. Jetzt bin ich Anfang/ Mitte 30 und ziehe Bilanz: Einkommen fix 75k, mit Bonus & Co 100k. Womit ich mich damit in Deutschland einordnen darf, ist hier bereits Gegenstand der Diskussionen gewesen. Aber fühle ich mich auch wie Oberschicht? Nein, tue ich nicht. Und mein Umfeld? Hat teilweise nach der Real eine Lehre gemacht und damit 3 Jahre vor mir das Arbeiten und Geld verdienen angefangen. Dann durfte man noch abgabenfrei 2-3 Jahre länger zu Hause wohnen als ich (während ich gut abdrücken durfte - nicht aus Notwendigkeit, sondern aus erzieherischen Aspekten....). Mitte/ Ende 20 war es dann soweit. Die Angehörigen meiner peer-group hatten schon 20k und mehr auf dem Tagesgeldkonto liegen, ich war ab- und ausgebrannt. Auch mein jetziges Gehalt war damals noch nicht angesagt. Ganz und gar nicht. Anfang 30 wurden teure Autos gekauft und Häuser gebaut - konnte ich nicht mitmachen. Und ehrlich gesagt: Es ist in dem Moment egal, ob auf pump oder cash bezahlt, der eine hat die Bude, der andere nicht. Und ich habe schon mehrere Jahre notleidende Kredite betreuen dürfen - ich weiß besser als die allermeisten anderen Menschen, was der Benz in der Auffahrt zu bedeuten hat. Meistens nämlich nicht viel. Durch den Gehaltsunterschied wird das Pendel in den nächsten 10-15 Jahren in deine Richtung ausschlagen. Und zwar dann kräftig und nachhaltig spürbar. Es ist immer schon die Herausforderung des Studenten gewesen, den Einkommensverlust durch den späteren Berufseinstieg später kompensieren zu müssen. Insbesondere der Verlust des Zinseszinseffektes reißt hier erhebliche Löcher in das spätere Vermögen. Das ist einfach so. Aber die nächsten 10-15 Jahre wirst Du die Arschbacken noch zusammenkneifen müssen. Und ja, auch ich stelle mir die Frage, wie alle anderen Menschen um mich herum an ihre schicken Häuser kommen. Wirtschaftlich hat mich mein Studium um 4-5 Jahre zurückgeworfen. Also muss ich jetzt immer schauen, wie es dann vor 5 Jahren bei meinen Kumpels aussah. Und da stelle ich fest: Bei mir jetzt besser als bei denen damals. Aber so funktioniert das mit dem Vergleichen nicht, wird sind im hier und jetzt unterwegs und auch mein Blick wandert häufiger nach oben als nach unten.
  15. Ich wollte hier nach den letzten Abwegen auf den letzten 1 1/2 Seiten mal einen Zwischenbericht abgeben. Vielleicht stößt ja doch der Eine oder Andere über die Suchfunktion auf diesen Thread. Wir haben letztes Jahr geheiratet Ich hatte in 2018 einfach das Bedürfnis sie zu fragen, ein Jahr später war es dann soweit. Mittlerweile wohnen wir in einem schönen gemieteten Haus und sind gerade mit der Familienplanung beschäftigt. Da lässt der Erfolg zwar noch auf sich warten, aber das bekommen wir schon noch hin. Auch sonst hat sich in meinem Leben viel getan und ich dachte, ich nutze den freien Abend jetzt einfach mal und teile das mit Euch Jobtechnisch ging es die letzten Jahre steil bergauf. Zwischendurch gab es zwar erhebliche Probleme mit einer kranken Kollegin, aber ich konnte mich da durchsetzen und wir haben die Dame dann vor die Tür setzen können. Es war ein sehr harter Kampf, der ganze 9 Monate gedauert hat. Und wieder ist mir an diesem Punkt aufgefallen, wie sehr einem kranke Menschen die Energie aussaugen können. Es ist echt der Wahnsinn, was die tägliche Auseinandersetzung mit solchen Menschen an Kraft und Nerven und auch Lebensfreude kostet. Aber nun gut, es ist ja vorbei. Auch gehaltstechnisch hat sich enorm viel bei mir getan und ich kann seit einigen Jahren mit einem gezielten Vermögensaufbau loslegen und trotzdem bleibt noch genug für die Dinge zwischendurch übrig. Jetzt zahlt sich langsam die stetige Weiterbildung nach Feierabend über 7 Jahre hinweg aus. Vor 3 Jahren hätte ich mir niemals erträumt, jetzt an diesem Punkt zu sein. Darüber hinaus habe ich mir 2-3 tolle Hobbys gesucht, die gar nicht mal so kostenintensiv sind und mir auch Platz für eine gewisse Kreativität geben. Und die ist unwahrscheinlich wichtig, wie ich mittlerweile gemerkt habe, als Ausgleich am Feierabend und am Wochenende. Und gut schmecken tun die Resultate auch noch Das alles aber immer in Begleitung ständiger Demut vor denen, denen es vielleicht an der einen oder anderen Stelle nicht so gut geht wie uns. Meiner Frau und mir ist klar, dass der jetzige Wohlstand jederzeit auch immer wieder kippen kann. Klar, elementare Risiken sind versichert, aber dennoch gibt es keine Garantie, dass es auch die nächsten 50 Jahre immer weiter bergauf geht. Wir nehmen die Zeit und die Momente so, wie sie gerade kommen und können uns beide ausleben. Dazu kamen unerwartete und viel zu frühe Trauerfälle in der Familie, die erstmal verdaut werden mussten und uns schmerzlich vor Augen geführt haben, wie zerbrechlich das Glück doch sein kann. Wir leben daher jeden Moment sicherlich nicht im Ausnahmezustand mit Dauerparty, aber lassen es uns seelisch und körperlich immer möglichst gut gehen, auch oder gerade trotzdem immer mit sorgendem und aufmerksamen Blick auf unser Umfeld. Soll ja keiner verloren gehen. Seit dem März (und damit seit Corona) merke ich aber auch, dass sich in vielen Bereichen die Spreu vom Weizen trennt. Wir haben immer gut gewirtschaftet, so wie auch unsere Arbeitgeber. Wir sind nicht mit irgendwelchen Hauskrediten und 2 Autos bis an unsere finanzielle Schmerzgrenze gegangen, wir haben unsere Fixkosten immer möglichst niedrig gehalten. So dass auch 2 Monate Kurzarbeit bei meiner Frau absolut gar kein Problem gewesen sind. Im privaten Bereich war ich durch den erzwungenen Lockdown endlich mal wieder in der Lage, den Kalender zu entspannen. Bis kurz vor Corona waren die Wochenende teilweise bis zu 10 Wochen im Voraus ausgebucht. Das hat sich reguliert und mir sehr gut getan. Jobtechnisch hat mir Corona sogar noch in die Karten gespielt und meine Position im Unternehmen erheblich gefestigt. In den meisten Herausforderungen stecken auch Chancen - man muss sie nur erkennen können und danach greifen. Aber es gab auch hier Verlierer, dessen bin ich mir nur all zu gut bewusst und ich habe in der einen oder anderen Situation einfach auch unwahrscheinlich großes Glück gehabt. Im Freundeskreis gab und gibt es mittlerweile ebenfalls interessante Tendenzen. Zwei alte Freundschaften zerbrechen immer mehr und wir driften immer weiter auseinander. Die Interessen, die wirtschaftliche Situation und das Ganze drumherum haben sich in den letzten Jahren einfach zu sehr auseinander gelebt. Wenn die Peer-group nicht mehr passt, dann wird es meist schwierig. Dafür sind andere Kontakte hinzugekommen und eh schon feste Freundschaften haben sich noch weiter gefestigt. Es ist enorm, was die letzten Jahre so gebracht haben und dieses Forum hat definitiv entscheidenden Einfluss darauf genommen. Sucht Euch einen Partner, den Ihr liebt und der Euch liebt und wertschätzt. Es müssen möglichst immer beide von der Beziehung profitieren, ansonsten geht mindestens einer kaputt. Sucht Euch einen Job, auf den Ihr Bock habt. Dann gebt Ihr automatisch durchgehend Vollgas. Dazu die Bedingungen am Arbeitsmarkt nicht aus den Augen verlieren und immer schön den Kopf fit halten, dann ist viel gewonnen. Sucht Euch Freunde und Bekannte, denen Ihr etwas geben könnt und die Euch etwas geben. Auch hier schaden einseitige Beziehungen ohne gemeinsame Interessen, Ziele, Träume und Wünschen auf Dauer im Zweifel eher. Sagt Euch los davon, macht nichts mehr, was Euch dauerhaft kaputt macht. Sucht Euch einen Ausgleich, wo Ihr experimentieren und ausprobieren könnt und wo es Feedback von außerhalb gibt, das ist enorm wichtig. Und zu guter Letzt meine wichtigste Erfahrung der letzten 5 Jahre: Checkt Euer Gegenüber einmal vernünftig ab und seid bereit, auch mal mehr zu geben als der Andere. Auf Dauer kommt das alles mit einer positiven Rendite wieder zurück. Nicht immer nur fordern, auch leisten lautet die Devise. So zumindest meine Erfahrung.