tomatosoup

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  1. Jedes einzelne Thema ist für sich nicht kiegsentscheidend. M.E. geht es aber auch darum, wie D insgesamt mit der Pandemie umgeht. Und da verwundert es schon, wie es bspw. kommt, dass Dänen fleißig und unkontrolliert in Flensburg einkaufen dürfen, wohingegen Dänemark seine Grenze zu Deutschland streng kontrolliert. Oder dass andere Länder strenge Kontrollen an den Flughäfen haben und in D man sich freiwillig online registriert. M.E. fährt D ein recht liberales Regime. Andere Länder machen da deutlich mehr.
  2. Man gewöhnt sich an die Zahlen und die immer wieder gleichen und gleichen Berichte im Fernsehen. Die reinen Zahlen haben ihren Schrecken verloren. Hier ein Bericht vom 12.01. aus Kalifornien, finde es beeindruckend wie Sara Sidner ab Minute 3:40 ihre Gefühle zum Ausdruck bringt: https://www.youtube.com/watch?v=Du5HjRpAliE
  3. Selbstverständlich hat China Firmen bzw. Betriebsstätten geschlossen. Das hat Cordelia doch berichtet. Und auf einen Jahreszeiten-Effekt zu setzen, bringt gar nix. In Brasilien ist im Moment Sommer und dann guck dir die daily new cases für Brasilien doch einmal an. K.A. was ein "knallhart"-Lockdown sein soll, m.E. bringt es nichts, zu diskutieren, ob man einen Lockdown "Wellenbrecher", "light", "scharf", "streng", "hart" oder "knallhart" oder "85 Prozent am Anschlag", "richtig" oder wie auch immer man ihn betitelt, hat oder möchte, wenn man gar nicht weiß, was damit gemeint ist. Kann dann jeder ankreuzen ich will "light" oder ich will "hart" oder ich will gar nix (Chiffre: Schutz der Risikogruppen auf freiwilliger Basis).
  4. Was bedeutet denn "nicht realistisch"? Bist du persönlich gegen einen "richtigen" Lockdown, oder meinst du, der wird nicht kommen, weil zu viele andere dagegen sind. Finde ich schon eine wichtige Unterscheidung, dass man erstmal sagt, was man selbst für richtig und vernünftig hält. Was die beste und die zweitbeste Variante ist, weiß ich nicht. Aber man kann ja versuchen, erstmal die Maßnahmen wirklich umzusetzen, die am wenigsten "wehtun", wobei das ja auch jeder anders sieht. Also m.E. Grenzkontrollen einführen und Einreisen aus Risikogebieten nur mit negativem Test. Oder eine Corona-Warn-App einführen, die wirklich funktioniert. Oder Home-Office-Pflicht, wenn Home-Office möglich ist. Oder Quarantäne-Pflicht bei positiv getesteten wirklich durchsetzen. Oder Hotels nutzen für Quarantänepflichtige, anstatt sie in der Familie zu lassen. Oder die Zugangsbeschränkungen im Einzelhandel bzgl. der Quadratmeterzahl durchsetzen etc.pp. Das nur in kürze, was mir so einfällt, was man gegen die Pandemie machen könnte und was m.E. nicht sooo "unrealistisch" ist.
  5. Ich wundere mich, dass das passiert, obwohl in Israel lt. Medienberichten ein "strenger", "scharfer" oder wie auch immer Lockdown gilt. Wobei man mit der Beschreibung der Attribute zum Lockdown ja mittlerweile vorsichtig sein muss, wir haben ja angeblich auch einen "scharfen" Lockdown. Hier ein etwas ausführlicher Bericht zur Lage in Israel: https://www.radioeins.de/programm/sendungen/die_schoene_woche/_/corona-israel-spitze-beim-impfen-und-bei-neuinfektionen.html Da sich das Virus mittlerweile weltweit ausgebreitet hat bzw. zumindest in den "modernen" Industrienationen so durch die Bevölkerung "durchwabert", zählt das Argument, man wisse nicht, welche Maßnahmen bzw. welches Unterlassen wie wirke, m.E. nicht mehr. Eigentlich müsste man in der Lage sein, aus den Entwicklungen in den verschiedenen Ländern, Erkenntnisse abzuleiten. Aus der Situation in Israel bspw., dass es töricht wäre, die normalen Eindämmungsmaßnahmen zu früh aufzugeben. Die Entwicklung in England und Irland sollte lehren, das mit der Mutante nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Und das Argument, man wisse ja quasi gar nicht, was passieren würden, wenn man auf Maßnahmen verzichten würde und wie unterschiedliche Entwicklungsszenarien sich darstellen, ist durch den internationalen Vergleich bspw. zu den USA auch widerlegt. Und genügend andere Szenarien anderer Länder, wo es besser läuft und die keineswegs alles Inseln oder Diktaturen sind, gibt es auch.
  6. Werden denn die beschlossenen Maßnahmen der Bund-Länder-Konferenz vom 5.1. bereits umgesetzt? Also werden Einreisende aus Risikogebieten getestet? Z.B. aus Tschechien, gibt es da irgendwo Grenzkontrollen? Werden Einreisende an den Flughäfen getestet? In den Nachrichten sieht man davon nix. Alle Berichte die ich sehe sind nach wie vor so, dass deutsche Reisende ins fremde Land (z.B. Dänemark) nur mit Vorlage eines negativen Tests dürfen, Einreisende aus anderen Ländern völlig frei einreisen. Und realistischerweise lassen deutlich mehr Arbeitgeber ihre Leute vor Ort antanzen als im Frühjahr 2020 und die Mobilitätszahlen sind auch höher als im genannten Vergleichszeitraum. Das haben wir aber eigentlich auch schon diskutiert, als Ryan Stecken meinte, wir wären schon mit 85% am Anschlag von dem, was möglich wäre. Zwischen Türen zuschweißen und Militär auf der Straße einerseits und die komplette Ökonomie läuft weiter bis auf Schließung von Teilen des Einzelhandels und der Freizeitbranche andererseits ist eine große Bandbreite. Es ist eben nicht "alles dicht"! Wie kommt ihr darauf? Studenten, deren Leben sich zwischen Uni, zu Hause und Freizeiteinrichtungen abspielt? O.k. für die mag "alles dicht" sein. 75% der arbeitenden Bevölkerung macht den Job wie bisher, 20% sind im Home-Office und 5% in Kurzarbeit. Meine grobe Schätzung.
  7. Ein Haushalt darf sich mit einer weiteren Person treffen. Theoretisch darfst du dich jeden Tag mit jeder Menge (Tinder-) Kontakten treffen, so lange du dich mit nur einer Person triffst, also nacheinander. Die Regelung ist ja ganz nett, aber entscheidend ist doch neben der Anzahl auch die Frequenz. Zuletzt gab es Umfragen, demnach die Mehrheit denkt, sie wäre besser informiert und könne selbst einschätzen, welche Risiken verantwortbar wären und die Mehrheit denkt, sie könne das besser als die anderen. So lange es so ist, dass viele das Erlaubte bis an die Grenze ausreizen und teilweise darüber hinaus gehen, kriegt man die Pandemie nicht in den Griff. Das muss man als Gesellschaft auch lernen und zur Kenntnis nehmen.
  8. Bei weitem nicht! Die Industrie, die industrienahen Dienstleistungen, das Handwerk, die Verwaltungen, alles arbeitet wie bisher und fährt zur Arbeit und macht Mittagspause mit Kollegen. Was ist denn das für eine Sichtweise, nur weil Kneipen zu haben und der Einzelhandel teilweise geschlossen hat, hätten wir den super strengen, scharfen, Lockdown fast am Anschlag wo mehr fast nicht geht. Das ist völlig an der Realität vorbei. Natürlich geht viel mehr an Maßnahmen zur Kontaktreduzierung: drei oder vier Wochen Zwangsurlaub für alle nicht systemrelevanten Berufe, wo kein Home-Office möglich ist. Meinetwegen im Februar. Können sich alle drauf vorbereiten und Klopapier bunkern. Gehaltszahlung übernimmt der Staat. Besser als dieses Herumgeeiere mit den derzeitigen Maßnahmen. Zuwiderhandlung wird mit wirksamen Bußgeldern belegt, die auch eingetrieben werden. Wäre allemal besser als dieses halbherzige Herumwurschteln bis ins dritte Quartal, wo dann hoffentlich die meisten geimpft sind.
  9. Scherzkeks. Dr. Katie Sanderson from UK Doctors Association wäre eine Alternative.
  10. Moment, wer sagt denn dass @Janoos sie heiraten darf? Ich finde sie auch sehr hübsch und dieses "Ich erklär´ doch dem Automechaniker auch nicht, wo der Motor ist" ist mein persönliches Pandemie-Politik-Highlight des Jahres 2020.
  11. Kannst sie doch einfach anschreiben bzw. die Tel.Nr. steht da eigentlich auch: https://www.tu-braunschweig.de/ifg/arbeitsgruppen/genetik-der-viren/team
  12. Danke für den Tipp. Habe auch reingeschaut. Welche Frage hast du denn gestellt und wurde sie beantwortet? Die Moderatorin sagte, es seien über 2000 Fragen eingegangen und man habe versucht, diese zu Themenkomplexen zu bündeln.
  13. Streeck und Drosten waren/sind doch genau die Antagonisten im argumentativen Wettstreit der Ideen und Strategien zur Pandemiebekämpfung und lieferten letztes Jahr im zweiten und dritten Quartal die Argumente, die Leute wie Laschet und Lindner dankbar aufgegriffen haben um zu argumentieren, "die Wissenschaft" sei uneins und liefere keine klaren Analysen bzw. Handlungsrichtlinien und deswegen ziehe das Argument nicht, die Politik solle auf die Wissenschaft hören. Das Ganze gipfelte letztes Jahr Ende Oktober im Aufruf vom Streeck gegen Lockdown-Maßnahmen, der erstmal und scheinbar von ganz vielen Ärzteorganisationen unterstützt wurde, von denen ganz viele sich einige Tage später distanziert haben bzw. klargestellt haben, dass sie nicht hinter dem Aufruf/dem Paper stehen. M.E. ein krasser Vorgang: da veröffentlichst du einen Aufruf mit ganz vielen Unterstützern und dann stellt sich heraus, dass das Fake ist. Mittlerweile scheint Streeck eingeschwenkt zu sein und unterstützt sogar den Aufruf "Calling for Pan-European commitment for rapid and sustained reduction in SARS-CoV-2 infections". https://www.containcovid-pan.eu/ D.h. für die Politik fällt nun das Argument weg, die Wissenschaft sei uneins. Das ist aber relativ neu. Und ja, es ist eine riesen Leistung der Menschheit, dass in so kurzer Zeit mehrere Impfstoffe entwickelt wurden. Aber die Perspektive im dritten Quartal 2021 Impfschutz zu haben, bedeutet im Umkehrschluss, das ganze erste Halbjahr im Lockdown zu hängen und da habe ich keinen Bock drauf. Deshalb jetzt einen richtigen Lockdown, der alle nicht lebensnotwendigen Bereiche umfasst für drei oder vier Wochen und Zähne zusammen beissen und dann mal gucken, wie verbreitet das Virus noch ist.
  14. dritte Alternative: Zurücktreten, also aus dem Amt, weil man bewiesen hat, dass man zu krassen Fehleinschätzungen neigt.
  15. Du meinst so wie Bodo Ramelow, der nun sagt "ich lag falsch und Merkel lag richtig"? Ich finde das schon problematisch. Geht ja um unser aller Gesundheit und um die Freiheit, die wir erst zurück erlangen, wenn die Pandemie unter Konrolle ist. https://www.zdf.de/nachrichten/video/politik-ramelow-corona-management-lanz-100.html