MaleCharacter

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  1. Kommt mir alles extrem bekannt vor, wie 'ne Blaupause. Hast du eigentlich noch (ältere) Geschwister mit denen du immer verglichen und dann den kürzeren ziehst? Du nimmst in deiner Familie aktuell die Rolle eines Omega Wolfs ein, d.h. du übernimmst aktuell die Rolle des Blitzableiters und stärkst durch deine Abwertung den Selbstwert deiner Eltern. Ist halt ein perfides Verhaltensmuster in manchen Familien. Letztlich hilft tatsächlich nur eine Kontaktreduktion auf das Mindestmaß bis hin zum Kontaktabbruch. Und stell' dich darauf ein, dass du die nächsten Jahre erstmal der Arsch bist und immer wieder versucht wird dich in die alten Schranken zu weisen. Eine Familientherapie würde ich als sicher ausschließen, da nach deiner Beschreibung der Rest nicht mitspielen wird. Du solltest zügig komplett auf eigenen Beinen stehen und dein eigenes Ding durchziehen, d.h. 'ne eigene Bude einrichten (sofern noch nicht geschehen), im Job Fuß fassen, um dich selbst kümmern und 'ne gesunde Partnerschaft aufbauen. Und zuletzt, wie oben geschildert, ein dickeres Fell aneignen und ab und zu mal Kanten zeigen.
  2. Kann ich so bestätigen. Hab' bei mir den Kontakt zwar nicht abgebrochen aber auf das Mindestmaß reduziert. Seitdem geht's mir ebenfalls deutlich besser. Ich find' mittlerweile, dass es über Jahre verkrustete Dynamikmuster gibt, welche zuviel Energie kosten, um sie aufzubrechen. Und selbst wenn: entweder es führt dann zu kaum lösbaren Konflikten oder man arbeitet kontinuierlich gegen die alte wiederkehrende Dynamik. Ich würd' den Kontakt nicht gänzlich abbrechen, sondern mit dem Mindestmaß durchscheinen lassen, dass man sich selbst persönlich weiterentwickelt.
  3. Mit dem Thema Beruf lässt sich doch gut weiter arbeiten. Ich kenn' das Gefühl sich abzustrampeln ohne im Gegenzug erfolgreich zu sein. Einer meiner wichtigen Lektionen im Leben war, dass für Erfolg kein Naturgesetz wie das Newtonsche Gesetz existiert, also analog der (Gewichts)Kraft gleich Masse mal Beschleunigung entsprechend Erfolg gleich Arbeit mal Fleiß. Diese häufige Behauptung, wer sich abstrampelt, dem gebührt auch Erfolg, wie häufig in Hollywood dargestellt, ist in der Realität Bullshit. So ziemlich jeder müsste dann in Bangladesch ein Millionär sein. Erfolg ist oft ein strategischer oder selten auch mal ein zufälliger Prozess. Die Abkürzungen dazu sind soziale Kontakte. Was dir für weiteren beruflichen Erfolg vermutlich fehlt sind Bekanntschaften. Ich kenne Fälle, bei deinen durch Bekanntschaften Einstiege zu außertariflichen Konditionen (über 85k) ohne erfolgreichen Studienabschluss möglich waren. Zweitens ein Lebenslauf mit einem Anker, sprich einem "namhaften Verein", für den du schuften warst. So ein Anker kann auch mal Türen öffnen. Letztlich bist du also auch mit deinem aktuellen Job nicht zufrieden. Entweder, weil die Bestätigung fehlt oder die Arbeit als solches als sinnlos erscheint. Eine Möglichkeit wäre also die Segel zu setzen und sich neu zu orientieren. Diesmal aber nach etwas namhaften, um später einen höheren Sprung zu erzielen. In der Beratung (Big4) werden immer Leute gesucht, welche die Ärmel hochkrempeln und klotzen können. Alternativ Bekanntschaften pflegen und nach freien Positionen, z.B. durch Umstrukturierungen erkundigen. Ggf. könntest du auch eigenes business die nächsten Jahre planen. Gönnst du dir neben den vielen Technikgadgets auch mal alltäglichen Konsum wie erholsamen Urlaub, Therme/Spa, chic essen gehen, etx. mit deiner LTR?
  4. Klingt doch als gute Basis für weitere Schritte. Zum Thema negative Emotionen: Hat jeder von uns und sind normal. Verdrängung ist definitiv der falsche Weg, denn die fressen ihren Weg nach draußen raus. Also zulassen, verarbeiten aber unbedingt ein rabbit hole vermeiden, sprich sich Abends mal bewusst mit einem Zeitfenster hinhocken, Gedanken und innerer Gefühlswelt freien Lauf zulassen. Ggf. aufschreiben und beschreiben, was einen bewegt, falls es einem dabei hilft. Dabei aber rechtzeitig einen Cut nach Ablauf des Zeitfensters machen und sich wieder auf andere Dinge konzentrieren. Man darf aber genauso auch mal impulsive Emotionen zulassen und sich aufregen, schimpfen, usw., solang' es kein Dauerzustand und man ein Choleriker wird. Das Thema Selbstwert und nicht gut genug zu sein: Ich vermute mal, dass es bei dir aus der Kindheit stamm. Bei mir war es z.B. ein perfides Spiel meiner Familie. Ständiger Leistungsdruck, gleichzeitig ausbleibende angemessene Förderung und sogar Abwertung bei doch gut erbrachten Leistungen. Ergo immer schwach, scheiße und nie gut genug im Vergleich zum Rest. Sowas hinterlässt schon tiefe Spurillen. Heute vergleich' ich aber nicht mehr primär den aktuellen Ist-Zustand, sondern die Start-/Rahmenbedingungen. Wenn ich seh', dass jemand besser ist, schau' ich zuerst seine früheren "Stolpersteine" an. Wenn jemand mehr ausm Weg geräumt hat und dabei erfolgreicher ist, seh' ich das als eigene Motivation und Beleg dafür, was erzielbar ist. Wobei, dass häufig auch schon schmerzhaft ist, weil es dann wieder bestätigt, dass meine früheren Rahmenbedingungen miserabel waren. Ich denk', dass man einen Vergleich nicht vollständig abstellen kann, da wir als soziale Wesen automatisch dazu tendieren und zudem unsere Leistungsgesellschaft ihr übriges tut. Ich denk' letztlich gibt's wirklich keine Heilung, sondern die (Selbst)akzeptanz ist der Weg. Und hilfreich dabei ist es Menschen an seiner Seite zu haben, die primär das Wesen von einem akzeptieren / gern haben und man nicht durch Leistung, o.ä. überzeugen muss. Also, wenn's hilft, fühl' dich nicht allein, sondern bestätigt 🤛🏻
  5. Ich find's ehrlich gesagt nicht mehr amüsant. Find's erschreckend wie viel Lebenszeit hier insgesamt verschwendet wurde. Werd dir einfach doch mal bewusst, was du willst: Willst du die alte bumsen? Dann mach's einfach und trag' alle Konsequenzen dafür. Du willst ihr eins auswischen? Dann dreh' den Spieß um. Sei der geile Typ, der aus der Sache gewachsen ist, eine gesunde neue Beziehung führt und über die alte drüber hinweg ist. Du willst, dass es komplett ein Ende hat? Zieh' die Kontaktsperre für immer durch.
  6. Mal paar andere Querschnittsthemen reingeworfen: Haben dir die Therapien irgendwie geholfen oder zumindest deine persönlichen Baustellen offenbart? Hast du das Gefühl, dass es irgendwo persönlich noch hapert und du es angehen könntest? Hast du das Gefühl etwas nachholen zu müssen / verpasst zu haben? Dann hättest du jetzt die beste Gelegenheit das auszuprobieren. Ansonsten, wenn du mit dir im Reimen bist, schreib' dir auf, was für dich in 'ner Beziehung wichtig ist und wie diese im Idealfall aussehen würde. Gleich' es mit deiner aktuellen ab. Zieh ein Fazit und treff ' ne Entscheidung, obs passt oder nicht. Gönn' dir mal 'ne viertel bis halbe Stunde abends einfach mal nichts zu machen und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Schreib' spannende Einfälle auf. Mach' 'ne Bucket List mit Dingen, die du erleben / erreichen möchtest und realistisch sind. Ach und im Zweifel @Helmut anpingen. Wo treibt sich eig. dieser rum?
  7. Wahnsinn, dass es den Thread noch gibt. Legendär. Taugt langsam als Drehbuch für 'ne billige Frauen Soap. Das Ding ist schon hundert mal durch. Du hättest sie damals einfach richtig dreckig durchnehmen sollen bis sie heult oder lacht und danach für immer 'nen harten Cut durchziehen. Jetzt kannst du es nicht mehr drehen und selbst wenn, egal was du machst, gehst du als Verlierer raus. Behalt' dir wenigstens noch deinen Selbstwert.
  8. Mein Eindruck in meinem eigenen Umfeld ist, dass viele Menschen eben damit nicht "konfrontiert" werden wollen. Klar bissl warmes Small Talk Geschwafel aber darüber hinaus ist da häufig nichts oder wird nicht gewollt. Bin auch weder Jesus, noch Mutter Theresa um Menschen willkürlich in den Arm zu nehmen. Meine Nächstenliebe reicht dann eben nur bis zu meinen nächsten, nämlich der eigenen Familie. Mein Plan ist eh mit Anfang 50, sobald Kids ausm Haus sind, ins südliche Ausland ans Meer auszuwandern, wo Menschen gelassener, besser gelaunter und zufriedener als hier in DE sind. Zur zeit bin ich halt jung und brauch' das Cash, welches es häufig nur in Großstädten mit einem häufig unzufriedenem Umfeld gibt. Aber um mich geht's letztlich gar nicht in diesem Thread. Kann deinen Gedankengang verstehen aber genau das führt dazu, dass dein Leben ziellos erscheint. Du versuchst dir halt alle Optionen offen zu halten. Langfristig gesehen wird dich das eben nicht weiterbringen, weil dann das Fundament für mehr fehlt. Ich mein' für vieles im Leben fängt man klein an und kommt erst nach Jahren oder Jahrzehnten ans Ziel (vielleicht auch nicht aber man hat zumindest einen Pfad, den man entlang läuft). Man schafft die Rahmenbedingungen, setzt ein Fundament oder setzt die Segel auf und los geht's. Ich möcht' dir deine LTR nicht aussprechen aber, wenn ich schon deine Beschreibung zu den Sinnlostelefonaten les'. Entspricht eher einer Anfang 20-jährigen, die nicht fest im Leben auf eigenen Füßen steht und sich festklammert. Kann man sich antun aber letztlich ist es reine Zeit- und Energieverschwendung. Für Kids brauchst du definitiv jemanden an deiner Seite, auf den du dich verlassen kannst und der selbst auf eigenen Füßen stehen kann. Klar bist erst 37. Natürlich ist das alles auch mit Anfang 40 möglich. Es wird halt nur zäher und verschiebt dad "zweite Lebenskapitel" weiter nach hinten. Muss halt aber auch keine Kids haben. Ist häufig auch nur gesellschaftlicher Zwang. Kannst genauso dein Leben zu zweit genießen, wenn du jemanden an deiner Seite willst. Da brauchst du aber jemanden, der dich eben nicht einengt, nicht aufn Sack geht und idealerweise eigene Impulse in die Beziehung mit reinbringt. Vertrau' einfach auch mal deinem inneren Kompass. Wohin tendiert die Nadel?
  9. Gude, also ich würd' die Weichen für die nächsten Jahre mit der Entscheidung stellen, ob du Kinder in die Welt setzen willst oder nicht. Ich bin selbst 33 und hab' 'ne kleine Tochter (13 Monate). Kinder können tatsächlich was wunderbares sein, wenn man es schafft eine Bindung zu ihnen aufzubauen und die Rahmenbedingungen dafür stimmen. Ich denk' da an Momente, wenn die kleine ihre ersten Schritte macht und ich ihr Mut zusprechen darf. Dieses freudige Lachen und glänzende Matzelaugen. Oder sie sich für die genommene Zeit mit Klötzchenspielen aus dem Nichts mit einer Umarmung oder Küsschen bedankt. Diese puren, unverfälschten Emotionen sind wirklich kostbar und geben einem diese herzliche, freudige Wärme in dieser sonst so beschissen kargen Welt. Allerdings ist die große Voraussetzung dafür, dass man eine (mental reife) Frau an seiner Seite hat, die ihren Scheiß zusammen hat. Die auch familär managen kann, Dinge anpackt und organisiert. Sonst hat man direkt verloren und kommt gar nicht so weit. Aus meiner Sicht ist deine LTR bei weitem nicht so weit und klingt deinen Schilderungen nach relativ unreif. Halt für Bumsen gut genug aber für keine Zukunftspläne. Sie würd' dir mit Kindern höchswahrscheinlich viel Stress einbrocken und das wäre schade. Selbst meine Frau macht vieles gut aber nicht perfekt. Ich kann's kaum oft wiederholen: die Rahmenbedingungen müssen stimmen. Ich denk' aber ohne Kids kann man genauso ein zufriedenes Leben fühlen. Der Schwerpunkt verlagert sich halt dann zugunsten der eigenen persönlichen Entwicklung. Neue Skills / Hobbys, Erkundung anderer Kontinente, fremder Kulturen, usw. Achso und hör' auf dir selbst die Schuld zu geben, wie du bist. Höchstwahrscheinlich haben's deine Eltern einfach verkackt. Ich hab' mir früher selbst auch die Schuld gegeben, weil es mir so von kleinaur einprogrammiert wurde, dass ich wertlos / nutzlos und nie genug sei. Bis ich heute mit meiner eigenen Kindererziehung erst gemerkt hab', was meine Eltern alles verschissen haben. Welches große Potenzial und Lebensfreude mir eigentlich verwehrt wurden. Aber das gibt mir Zuversicht für's eigene Kind es besser zu machen. Die Frage ist letztlich, welchen Weg du gehen willst. Ob du eine Frau ohne Kids suchst, die deine persönliche Weiterentwicklung unterstützt oder eine Frau für Kinder, die fähig ist gemeinsam gut familär zu managen.
  10. @Plantae Merci für den letzten Beitrag. Hilft mir zum Gedankenwechsel weiter. Ich denk' ich verfall' bei dem Thema zu oft in negative Denkmuster. Da ich selbst in keiner richtig intakten Familienstruktur aufgewachsen bin, fehlt mir das "gesunde" Vorbild, an dem ich mich orientieren kann.
  11. Das hat sie nicht geäßert. Dies war aber auch nicht zu übersehen, dass es sie stark belastet hat. Ich hab's einfach gemacht, was letztlich ja auch funktioniert hat. Nur hab' ich mich dabei halt zu stark zurückgelehnt und mich zu oft rausgehalten. Hier müssen wir unterscheiden zwischen der Vater-Kind, Partner-Partner und Vater-Familie Dynamik. Alle beeinflussen letzlich natürlich auch sich gegenseitig. Meine Wahrnehmung ist, dass man zwar den lieben Clown auf der Kind-Vater Ebene etwas häufiger spielen kann, diese aber auf der Vater-Familie Ebene vermeiden sollte, da dies sonst die Partner Ebene negativ beinflusst. Häufig spielen dann Väter auf allen Ebenen den lieben Clown und werden irgendwann von keinem mehr für voll genommen. Frauen haben dieses Dynamikproblem nicht in so einem Maß, wobei natürlich auch eine "Hausfraumutter" ihre sexuelle Ausstrahlung ab 'nem Punkt verliert. Bei Mann geht das aber i.d.R. viel schneller. Diese Mitte aus einem liebevollen, sich sorgenden und kümmernden Vater auf der Vater-Kind Ebene aber auch einem weiterhin sexuell attraktiven, selbstbestimmten Mann auf der Paarebene ist in der Realität sehr schwer. Ich behaupte einfach, dass man den Spagat auf eine lange Sicht von 15 - 20 Jahren nicht hin bekommt. Und in den Fällen, bei denen es augenscheinlich funktioniert, sind andere zusammenhaltende Faktoren, wie z.B. die finanzielle Abhängigkeit der Frau stark ausgeprägt. Das sind dann nur noch verbitterte Männer, die wortkarg mit ihren Ehefrauen zusammenbleiben und ihren "Frame" halten. Ich hab' aktuell keine Lösung für das Problem.
  12. Das ist tatsächlich ein wichtiger Punkt, den viele beim Screening mitberücksichtigen sollten, falls sie selbst Kinder planen. Der Schuss kann dann gehörig nach hinten los gehen, wenn so Helikopermamas dann noch anfangen untereinander zu konkurrieren. Ich versuch' meine da bei der Spur zu halten, wenn sie anfängt sich (im ersten Moment noch unbewusst) mit anderen Müttern ausm Bekanntheitskreis zu vergleichen. Der Punkt ist auch berechtigt. Ich merks selbst, wie ich in diese Falle immer wieder tappe, weil meine Frau sich mit der kleinen mittlerweile besser versteht (macht halt jeden Quatsch mit ihr mit). Da liegt der Weg sie als "Mittelsmann" zu nutzen sehr nahe, weil man halt irgendwann auch einfach seine Ruhe ohne Geschrei und Genörgel will. Der Witz ist, dass es anfangs ausschließlich ein Papakind war und ich dann zurückgerudert bin, damit sie mit der kleinen 'nen besseres Verhältnis kriegt. Dann hab' ich zuviel verpasst und jetzt ist die Dynamik halt genau gekippt und ich bin Arsch geworden, der sich plötzlich zu wenig kümmert und sie draußen nur kümmernde Väter mit Kindern sieht. Sie versteht halt aber nicht, dass sie dann die Dynamik auf der Paarebene endgültig zerschießen würde, wenn ich anfange den treudoofen, dummen family Clown zu spielen. Funktioniert dann im Bett nicht mehr, wenn sie hart gefickt werden will / muss. Ja das ist halt irgendwie witzlos, weil die Dynamik extrem schlecht steuerbar ist als in 'ner frischen Beziehung oder zumindest ohne Kinder, die im direkten Vergleich quasi ein Selbstläufer sind. Ich muss gestehen, ich bin momentan völlig desillusioniert und enorm gereizt. Das ganze kostet massiv viel Energie und Nerven. Zumal irgendwann auch ein Umzug in 'ne größere Bude mit Kleinkind bevorsteht und ich den Scheiß planen muss. Ich hoff', dass es eine Anfangsphase ist, die irgendwann ein Ende hat. Realistisch betrachtet, entwickeln sich aber beschissene Dynamiken immer schleichend.
  13. Ich muss mittlerweile klar anmerken, dass der Beta-Blocker und der Fokus auf seine eigene Person in einer Beziehung mit Kindern langfristig nicht der heilige Gral sein kann. Kurzfristig für paar Monate ja aber ich merks selber, wie bereits nur ein Kleinkind mit dem energiezehrenden Alltag die Dynamik immer wieder zerschießt. Wenn man Pech hat und kein "pflegeleichtes" Ding erwischt, erhält man im Kleinkindalter dauerhaftes Jammern, Geschrei und ständigen Drang nach Beschäftigung. Ruhe ist ein dann ein Nomen, dessen Bedeutung man nicht mehr kennt. Man hat in den ersten Jahren in der Regel nur Abends paar Stunden Freizeit. Und selbst dann nur, wenn die Viecher mal länger am Stück pennen. Die Krippe ist nur halbtags, wenn man eh mitm Job beschäftigt ist. Ein Tag Freiraum / Woche mit Essengehen, Sauna, usw. bringt langfristig nur wenig. Das reicht zum "Fallenlassen" nicht, weil man die Kids im Hinterkopf hat. Die Umstellung durch Kinder gerade bei sehr langen Beziehungen ist aus eigener Erfahrung einfach brutal und zerstört viel an der früheren Dynamik. Darüber muss man sich im Klaren sein. Das ganze funktioniert auf die lange Sicht vermutlich nur, wie oben mal angemerkt wurde, wenn man Kinder rechtzeitig von kleinauf in die Paarbeziehung "nebenbei" integriert anstelle den gesamten Fokus nur auf die Kids zu legen, damit kein energiesaugendes schwarzes Loch entsteht. Das ganze ist dann ein Balance-Akt aus gemeinsamer family time, kid's time mit einem Elternteil und quality time als Paar. Dazwischen noch paar Stunden persönliche Zeit. Damit das alles überhaupt funktioniert, müssen alle Rahmenbedingingen stimmen. Auch die Frau muss mitspielen. Wenn die Frau nicht mitspielt und das kleine Ding über die Paarbeziehung stellt, hat man halt direkt geloost. Wenn irgendein anderes Puzzlestück nicht passt, z.B. stressige und belastende Phase im Job, persönliche Probleme, usw., hat man direkt geloost. Ich geh' inzwischen soweit zu behaupten, dass man mit Kids im Schnitt eh abloost und die Arschkarte zieht. Darauf sollte man sich einstellen, wenn man Kinder plant und immer für einen Absprung bereit sein. Sieht man schön an der hohen Scheidungsquote. @ TE Würd' an deiner Stelle 'ne offene Ehe ansprechen. Wenn se mit Begeisterung zustimmt, weißt du mit Sicherheit, dass du so ziemlich abgesägt wurdest.
  14. Für 'ne echte Work Life Balance müssen in der echten harten Realität erstmal die Rahmenbedingungen geschaffen werden. Das klingt aufm Papier immer so romantisch. Ich schalt' einfach mal 'nen Gang runter und sonn' Samstags faul auf der Terasse meine Eier mit'm Rotwein. Funktioniert halt nicht, wenn du kein geeignetes Team hast, um Arbeit zu delegieren. Weil irgendwer muss ja immer noch die Arbeit verrichten. Und zwar irgend 'nen Depp, der sich am besten mit Deppenlob zufrieden gibt. Verantwortung kann nur delegiert werden, wenn jemand bereit ist sich diesen Schuh auch anzuziehen. Als Angestellten ohne leitende Funktion müsst' man dazu erstmal 'nen Oberdeppen finden. Ich vermute mal, dass der TE 2 fitte Freelancer angestellt hat. Die rennen dann schneller weg als er gucken kann, wenn er denen diesen Schuh anzieht. Also entweder mit mehr Cash und 'ner fancy Stellenfunktion ködern oder gleich das ganze outsourcen und die aktuellen Investitionen ins Marketing zum Aufblasen umleiten. Die andere Alternative ist, die Investitionen runterzufahren und mit dem Cash richtig auf die Kacke zu hauen, solang' halt der Laden den Bach nicht untergeht. Klingt für mich aber nicht danach, dass dem TE ein Samstag Eiersonnen die Woche reichen würd'. Für mich ist eh jedes eigene business, welches man entweder nicht mit vollster Passion betreibt oder nahezu vollständig outsourct und wirklich andere fertigen / arbeiten lässt, um dann seine Lebenszeit nur noch mit Dingen zu verbringen, die einem Freude bereiten, absolut sinnlos.
  15. Gut, was willste hören? Dass ich mit meinen Leben gänzlich unzufrieden bin, meine Depris die nächsten zehn Jahr' nicht loswerd' und dann dem ganzen schlussendlich ein Ende setzen werde? Versüßt's dann deinen Abend? Klar hab' ich meine eigenen Baustellen im Leben. Und da bin ich dran, um genau irgendwann mein oben formuliertes Ziel zu erreichen. Ich nutz' das Forum hier nur noch dazu meine unterbewussten Gedanken zu Themen, die mich triggern, rauszukotzen und mein Denken dauerhaft in die richtige Bahn zu lenken. Ich könnte morgen sämtliche Investitionen zurückfahren und hätte dann gut $30k pro Monat für mich. Aber das Geld würde dann nur auf dem Konto liegen/investiert werden. So kann ich es auch gleich weiterhin in die Firma investieren. Nein bereuen tue ich nichts. Der Weg hat mich zu dem Menschen gemacht der ich heute bin. Klar ist es gerade eine herausfordernde Situation, aber auch die ist lösbar. Mir stehen viele Wege offen und ich blicke freudig in die Zukunft. Dann hat sich doch alles geklärt. Manchmal muss halt der negative vibe auch mal raus.