Sich befreien von sämtlichen negativen Emotionen

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Hi mal ne Frage,

denkt ihr es ist möglich sich von sämtlichen negativen Emotionen zu befreien und nen absolut stahlharten Frame zu behalten egal was passiert ?

Will heißen, dass man auch bei ultra großem Stress immer noch sehr cool ist. Und was denkt ihr wie würde das auf andere wirken ?

Mir wurde schon öfters von anderen gesagt, dass sie es sehr befremdlich bis verstörend finden würden, dass ich immer so locker und cool wäre, auch wenn ich

eigentlich ziemlich tief in der scheiß stecke und eigentlich wie nen kleines Mädchen panisch durch die Gegend rennen müsste.

bearbeitet von Jake21
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?!? Okeyyy und was willst du jetzt als Antwort hören? Unsere Hochachtung, dass du immer so locker und cool bist?

Wenn du dich von sämtlichen negativen Emotionen freimachen kannst und immer einen absolut stahlharten Frame behältst, warum kümmerst du dich nicht um deine Probleme, mit denen du tief in der Scheiße steckst?

Warum rennst du vor deinen Problemen davon, anstatt sie anzugehen?

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Problem ist : wie genau definierst Du "negative Emotionen" ?

Und wie sähe eine komplette Befreiung aus ?

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Hey Jake21,

in der Psychologie nennt sich die Belastbarkeit unter Stress Resilienz und die hängt von mehreren Faktoren, erlernten so wie wohl auch vererbten, ab.

http://de.wikipedia.org/wiki/Resilienz_%28Psychologie_und_verwandte_Disziplinen%29

Ich bin ja der Meinung, dass Emotionen abzustellen der falsche Weg ist. Denn so wie jedes Verhalten einen Kontext hat, in dem es nützlich ist, gilt das natürlich auch für Gefühle. Wenn mir beispielsweise jemand ein Messer an die Kehle hält, ist es natürlich, Angst zu haben.

Und letztendlich ist es nicht das Gefühl, das den Frame ins Wanken bringt, sondern was du daraus machst. Es ist ja nicht so, dass du auf ein Gefühl stereotyp reagieren musst. Mancher verliert unter Stress die Nerven, weil er keine anderen Optionen hat – und die zu schaffen ist einfacher, als seine Emotionen unterdrücken oder abstellen zu wollen, womit man auch der eigenen Authentizität und Ausstrahlung keinen Gefallen tut. Klar kann es kontraproduktiv sein, mit seinen Emotionen hausieren zu gehen, doch ein Mensch der sie unterdrückt wirkt eher aufgesetzt als cool. Schau dir doch mal die jugendlichen Checker an, die abends an der Tanke rumlungern und einen auf dicke Hose machen. Attraktiv ist was anderes.

Und Möglichkeiten zu schaffen ist gar nicht so schwer. Das ist eine Sache des Trainings. Ich zähle beispielweise auch Martial Arts zu meinen Hobbies und dort werden wir ganz bewusst an körperliche und mentale Grenzen und darüber hinaus gebracht. Einfach damit wir lernen, im Ernstfall unter Stress handlungsfähig und geerdet zu bleiben. Das lässt sich meiner Meinung nach auch sehr gut auf den Alltag übertragen. Weitere Möglichkeiten für das Training geistiger Flexibilität sind beispielsweise auch Improtheater oder Entspannungsübungen wie autogenes Training, Meditation, oder Chi Gong.

Das Ganze in Ultrakurzform: Nimm dir nichts weg, sondern gib lieber was hinzu.

Herzliche Grüße,

Tsukune

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denkt ihr es ist möglich sich von sämtlichen negativen Emotionen zu befreien und nen absolut stahlharten Frame zu behalten egal was passiert ?

Ne, das wäre nicht nachhaltig. Auf Dauer geht man damit kaputt. Was du machen kannst ist, situationsangemessen reagieren. Stichworte Dissoziation und Assoziation.

Beispiel Höhlentaucher: Unfälle sind da fast immer digital. Entweder du kommst lebend raus, oder du ersäufst. Die meisten Unfälle beginnen harmlos. Irgendwas geht kaputt. Wäre an sich nicht gravierend. Reagiert der Taucher aber falsch, wird das Problem grösser - bis es nicht mehr kontrollierbar ist.

Die Jungs müssen darum jede Sekunde voll konzentriert sein und völlig ruhig bleiben. Angst und andere Emotionen müssen perfekt verdrängt werden, sodass man sich voll auf die Problemlösung fokussiert. Das ist die Dissoziation. Ist eine wertvolle und sehr nützliche Kompetenz. Ist gut, wenn man das kann.

Gab sehr erfahrene Höhlentaucher, die den Fehler gemacht hatten sich beim Luftvorrat zu verrechnen. Die sind dann umgedreht und Richtung Ausgang geschwommen. Um Luft zu sparen, haben sie jegliche Angst vor dem Ertrinken verdrängt. Gefunden hat man sie mit der Leine in der Hand in Schwimmposition. Die sind bis zum letzten Moment geschwommen und haben an nichts anderes gedacht, als an Schwimmen. Bis der Blackout kam.

In solchen Situationen ist es gut, sämtliche Emotionen zu verdrängen. Nur scheints bei Höhlentauchern auch überdurchschnittlich viele Suizide zu geben. Möglicherweise, weil die Jungs zu lange zu viele Emotionen verdränen - und das irgendwann nicht mehr packen. Die haben sich dann jahrelang diszipliniert, um ihre Tauchgänge erfolgreich und sicher zu absolvieren - und erhängen sich dann in der Garage.

Bedeutet: Wenn du in stressigen Situationen verdrängst, musst du dir entspannte Situationen ermöglichen, in denen du die zuvor vedrängten Emotionen nachträglich erlebst. Dann musst du sozusagen dem kleinen Mädchen erlauben, panisch zu sein. Stichwort Assoziation.

Machst du das nicht, holen dich die Emotionen irgendwann ein. Das kann einen dann durchaus umhauen.

Anderes Beispiel sind Soldaten, Feuerwehrleute, Sanitäter, usw. die während der Einsätze perfekt funktionieren - und daheim mit den verdrängten Traumata nicht klarkommen. Drum gibts in den Einheiten immer mehr sowas wie Seelsorger, bei denen sich die harten Jungs nach einer üblen Situation ausquatschen können.

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Jake

In erster Linie sind Emotionen der Spiegel Deiner Gedanken. Je nach dem, wie Du (meist unbewusst) ueber eine Situation denkst, wird die eine oder andere Emotion in Dir hochsteigen. Hast Du positive Gedanken, werden positive Emotionen in Dir wach, hast Du negative Gedanken, so werden auch die Emotionen negativ sein.

Daraus koennte man jetzt natuerlich schlussfolgern, dass man einfach nur noch positive Gedanken denken muss, um negative Emotionen in den Zaum zu kriegen ... richtig, allerdings wohl ein fast uebermenschliches Unterfangen, da unsere Gedanken oft unbewusst entstehen und in erster Linie durch unseren Charakter und unsere Erfahrungen und Praegungen aus der Vergangenheit entstehen. Wenn Du z.B. als Kind einen schweren Verlust erleiden musstest, dann wird sich das in Deinem Denken unbewusst wieder finden und ev. aeussert sich das spaeter in bestimmten Situationen als starke Verlustangst.

Die einzige Moeglichkeit gegen negative Emotionen an zu kommen, ist m. E. sich seiner Gedanken bewusst zu werden, wenn man negative Emotionen verspuert. Wieso bin ich jetzt gerade gestresst ? Wieso fuehle ich mich schlecht ? Der Antwort zu dieser Frage ist bei Deinen Gedanken zu finden. Und der Ursprung der Gedanken, wie im obenigen Abschnitt bereits erwaehnt bei Dir selbst.

Diese Gedanken kannst Du aber erst als solche Wahrnehmen, wenn Du Deine Aufmerksamkeit dem Gedanken und nicht der Emotion widmest. Frag Dich, wieso Du jetzt diesen Gedanken hast. So bist Du nicht mehr der Gedanke selbst, sondern Du stehst als Betrachter neben Deinem Gedanken. Wenn Du z.B. wuetend bist, frage Dich welche Gedanken Dich wuetend gemacht haben. Sobald Du anfaengst den Gedanken zu analysieren, wird die Wut in Dir verschwinden, weil Du nicht mehr der wuetige Gedanke bist, sondern Du wirst z.B. erkennen, dass die Gedanken ueber die Situation, die Dich wuetend gemacht hat, einer frueher erlebten wuttreibenden Situation entspringen, die Du mit der jetztigen unbewusst verbindest.

Wenn Du Dir dessen bewusst geworden bist, hast Du einen Schritt zur Seite machen koennen und aus dem bisherigen Gedankenmuster ausbrechen koennen. Dadurch hast Du nun die Moeglichkeit, mit der Situation bewusst anders um zu gehen und sie z.B. als Chance statt als Aerger zu sehen.

Wenn Du jetzt in stressigen Situationen nicht in Panik und blinden Aktionismus verfaellst kann das 2 Dinge bedeuten:

1) Du verbindest Stress unbewusst nicht mit negativen Erlebnissen, Du hast keine ensprechende Praegung aus der Vergangenheit und bleibst deshalb locker oder

2) du schaffst es gut, Deine Emotionen bewusst wahr zu nehmen, bevor sie ueberkochen und kannst daher, wie oben beschrieben, den Stress bewusst positiv umdeuten.

Welcher der beiden Faelle eher zu trifft, weisst Du sicher besser wie ich.

Cu Prospero

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Hi,

Es gibt in wahrheit keine guten und schlechten Emotionen. Es gibt nur Emotionen. Der Verstand ist es, der die Emotionen, die du in gewissen Situationen in dir aufsteigen fühlst, bewertet und in gut und schlecht einteilt.

Du kannst sehr wohl frei von Emotionen sein indem du der Beobachter wirst. Beobachte wie Emotionen ausgelöst werden. Du wirst merken dass NICHT die Situation die Emotion auslöst sondern es sind die Gedanken. Wieder sind wir bei Gedanken. DER GEDANKE IST VATER ALLER DINGE!!!

Mach dir deine ängste bewusst, konfrontier dich bewusst mit ihnen und FÜHLE die Emotion. Lass sie nicht zu Gedanken werden. Und unterdrücke sie nicht. FÜHLE sie in deinem innern und sie verschwindet. Emotionen kommen nur deshalb immer wieder, weil wir sie "weghaben" wollen. Lass sie zu!!

Du bist nicht die Emotion. Du bemerkst sie.

Ein Mann baute sein Haus auf Sand. Als die flut kam, wurde es weggespühlt.

Ein anderer Mann grub tief bis er sein Fundament auf Fels bauen konnte. Als die Flut kam blieb es stehen.

Klebe nicht an Wolken am Himmel. Sei der Himmel der die Wolken trägt.

Du bist emotionslos? - na endlich !

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Negative Emotionen haben einen Grund. Wenn wir sie nicht brauchen würden, hätten wir sie nicht entwickelt oder sie würden sich zurückentwickeln. Tun sie aber nicht. Und wenn sie nur dazu da sein sollten, dass du sie von positiven Emotionen unterscheiden und als Warnsignal an dein Hirn/Körper wahrnehmen kannst. Dein stärkster Frame ist dein Unterbewusstsein. Schwer brechbar.

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