Minimalismus: Erfahrungen mit Tiny Houses

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Hallo,

hab neulich einen Bericht über einen 18-Jährigen gesehen, der sich neben der Schule sein eigenes Tiny House gebaut hat. Hat damit jemand Erfahrung mit diesen Häusern? Finde die Idee den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern sehr sympathisch. Bin schon lange dabei, minimalistisch zu leben (verkaufe seit langer Zeit diverse Sachen, kaufe fast nichts Neues etc), aber weiß nicht, wie es wäre dauerhaft auf so kleinem Raum zu leben. 

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vor einer Stunde, Haloeffekt schrieb:

Hallo,

hab neulich einen Bericht über einen 18-Jährigen gesehen, der sich neben der Schule sein eigenes Tiny House gebaut hat. Hat damit jemand Erfahrung mit diesen Häusern? Finde die Idee den ökologischen Fußabdruck zu verkleinern sehr sympathisch. Bin schon lange dabei, minimalistisch zu leben (verkaufe seit langer Zeit diverse Sachen, kaufe fast nichts Neues etc), aber weiß nicht, wie es wäre dauerhaft auf so kleinem Raum zu leben. 

Ich finde das Thema generell cool. 

Ich persönlich könnte es mir gut vorstellen. Da hast Du dann aber schnell baurechtlich so Deine Themen in DE. Kannst Du lösen, wenn Du es Mobil hältst. Das sind dann die Bauwagen Umbauten. Hab da nen Stellplatz 100 Meter vom Haus und da leben einige recht alternativ angehaucht. 

Ist mit Sicherheit ein interessanter Trend, aber geht halt auch ins Geld, wenn Du alle Bauauflagen erfüllen willst. Dazu dann Heizung (und Kosten) im Griff halten möchtest. Braucht nen Stellplatz. Und da bist Du ganz schnell bei nem kleinen "konventionellen" Haus, das dann einfach einen besseren Werterhalt hat. 

Ich persönlich lebe z.B. in einer 1 Zimmer Wohnung. 
Reicht mir und ich mag es als "Headquarter". 

2016/2017 bin ich viel gereist. Da braucht man eigentlich keine Wohnung. 

Für 2019 möchte ich entweder im Ausland mehr leben oder mal so was ausprobieren: 

Also ein Dachzelt, das man wie eine Dachbox ausfahren kann auf einem normalen PKW. Dann mit nem passenden Mädel mal sehr intensiv durch Europa. In der Natur übernachten. Sich ans Meer stellen. Das Thema "Tiny Home" also noch mal runter brechen auf "Kofferraum" + "Dachzelt". 

 

246090001_a_extreme_dachzelt_maggiolina.jpg

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In Deutschland ist es halt so ne Sache mit Stellplatz und Erstwohnsitz. Finde es aber auch sehr charmant und interessant.

Hier ein schöner Youtubekanal, wo besondere Tony Houses aller Preisklassen vorgestellt werden, die meisten selbst gebaut.

https://m.youtube.com/user/livingbigtinyhouse

 

Aber da sieht man hält auch, dass dieses Leben erst schön ist, wenn die Tony Houses schön im Grünen liegen. Das ist halt so ne Sache in Deutschland.

 

bearbeitet von jon29

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Ich beschäftige mich damit, weil ich überlege, eines in den USA zu bauen. Freunde von mir simd gerade dabei. In Amerika ist die Szene schon ein Jahrzehnt alt, es gibt viele Experimente von denen man lernen kann. In Deutschland ist die Bewegung noch relativ neu, gerade gibt es in Berlin dazu ein Projekt ne es gibt such einen deutschen TEDxFrankfurt Talk dazu. Noch sind Meldepflicht und Stellplatz ein Problem, aber ich denke je mehr Menschen dazu übergehen, Tiny Houses zu bauen, weil es das einzige ist, was sie sich als Eigenheim noch leisten können und sobald 3D-Druck noch günstiger ist, wird sich das mit den Jahren geben.

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In Holland und Belgien gibt es die "Mobile Homes", werden aber meist nur als Ferienwohnungen genutzt. Das Hauptproblem in unseren Breitengraden ist halt das Klima. Im Sommer ist das natürlich ein Traum, im Winter möchte ich aber nicht unbedingt in so nem Ding hocken.  

Gibt aber auch in D Dauercampingplätze, wo manche 365 Tage im Jahr im Wohnwagen mit Vorbau leben.  Teils sogar legal, manche Plätze erlauben das und bieten offizielle Erstwohnsitzadressen an.  

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vor 14 Stunden, Neice schrieb:

Kannst Du lösen, wenn Du es Mobil hältst. 

Genau das hatte ich vor, ist eh viel praktischer, wenn man dann einfach woanders hinziehen kann. 

 

vor 14 Stunden, Neice schrieb:

Also ein Dachzelt, das man wie eine Dachbox ausfahren kann auf einem normalen PKW. Dann mit nem passenden Mädel mal sehr intensiv durch Europa. In der Natur übernachten. Sich ans Meer stellen. Das Thema "Tiny Home" also noch mal runter brechen auf "Kofferraum" + "Dachzelt". 

 

246090001_a_extreme_dachzelt_maggiolina.jpg

Das klingt interessant, was es alles so gibt 😄 Echt witzig. Ich hatte mal die Idee in einem alten Zugwaggon zu wohnen. Hat sicher auch seinen Reiz.

 

vor 14 Stunden, jon29 schrieb:

Hier ein schöner Youtubekanal, wo besondere Tony Houses aller Preisklassen vorgestellt werden, die meisten selbst gebaut.

https://m.youtube.com/user/livingbigtinyhouse

 

Aber da sieht man hält auch, dass dieses Leben erst schön ist, wenn die Tony Houses schön im Grünen liegen. Das ist halt so ne Sache in Deutschland.

 

Danke für den Link! Ja, denke auch, dass es im Grünen am schönsten ist.

vor 14 Stunden, Nachtzug schrieb:

Im Sommer ist das natürlich ein Traum, im Winter möchte ich aber nicht unbedingt in so nem Ding hocken. 

Ja, das ist auch meine Ansicht bisher. Kann recht kalt werden, wenn da die Heizung nicht richtig funktioniert.

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Also Mobile wäre gar nicht mein Ding, ich will ein richtiges Klo! Doch die Idee sich sowas aufs Grundstück zu bauen find ich gut. Denn selbst wenn es nur 30qm Wohnfläche sind, da gibt es ein richtiges Bad und ne ordentliche Heizung und im Sommer kommt der Garten als Wohnraum dazu. Und die Möglichkeit sich ein Stück weit selbst zu versorgen.

Im Prinzip das, was heute die Wochenend-Gärten sind, nur in winterfest. Stell ich mir gut vor. 

bearbeitet von Hexer

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vor 7 Stunden, Haloeffekt schrieb:

z

Danke für den Link! Ja, denke auch,

Ja, das ist auch meine Ansicht bisher. Kann recht kalt werden, wenn da die Heizung nicht richtig funktioniert.

Nö, das ist ja einer der Hauptvorteile, dass das Tiny Haus extrem niedrige Heizkosten hat. Der kleine Raum und der niedrige Aufwand es zu isolieren sind extrem effektiv. Ein kleiner Holzofen und ein kleinee Gasofen bieten da ausreichend Sicherheit.

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vor 8 Stunden, Haloeffekt schrieb:

Genau das hatte ich vor, ist eh viel praktischer, wenn man dann einfach woanders hinziehen kann. 

Mobiles Tiny House in DE zu bauen mit Heizung, Isolierung & Co. ist ziemlich aufwendig.
In fertig nennt sich so was "Wohnwagen". 

Wenn man jetzt keine Lust hat da laienhaft selber zu bauen, ist das ne praktikable Lösung mit überschaubarem Wertverlust. 

Hast Du aber immer noch das Problem, Wassertanks und Gas für Heizung anzuschleppen. Ne Chemietoilette. 
Kosten für nen Stellplatz. 

Wird alles ziemlich uncool im Winter. 

Und fängst Du an, das "angenehmer" zu machen, hast Du schnell Dein Paket an Themen, was Häuser in DE so teuer macht. 

Als permanenten Wohnsitz in nem kalten Land wäre das nix für mich. 
Da finde ich ortsunabhängiges arbeiten spannender. 

Dann entweder mal in Europa rum touren oder schauen, was sonst noch so geht. 

Die klassischen philippinischen Häuser sind Bambushütten. Gibt so viele Handwerker, die das bauen können. 
Kostet 2.000-4.000 EUR.

Gibt so viele kleine Strandgrundstücke, die von Straßen schwer erreichbar sind, aber von Einheimischen gebunkert werden, weil sie glauben, in 10-20 Jahren mal 5 Mio $ von nem Hotelinvestor gezahlt zu bekommen. Pachtet man für 50 Dollar im Monat. Ist der happy. Wie kommt man da hin? Mit nem Boot. Und wenn es nicht passt, baut man die Hütte ab und wieder auf. Handwerker sind sehr langsam dort, aber bei nem Monatslohn um 100 Dollar ist die irgendwann schon umgezogen. 

Kenne jemanden, der das in Thailand so macht. Inkl. Vermietung bei AirBnB. Abgeschiedene Hütte mit Privatstrand finden einige Pärchen sehr romantisch. 
Ist nur in Thailand am Meer schwerer zu finden. Geht aber auch noch. 

image.png

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vor 37 Minuten, Neice schrieb:

Mobiles Tiny House in DE zu bauen mit Heizung, Isolierung & Co. ist ziemlich aufwendig.
In fertig nennt sich so was "Wohnwagen". 

No, wenn du die Videos guckst, siehst du, dass das kleine Häuschen auf Rädern sind,keine Wohnwagen. Die im Norden der USA/ Kanada imWinter wunderbar funktionieren. Alle schwarzen von niedrigen Heizkosten. Alle paar Wochen eine Gasflasche besorgen ist nicht wirklich aufwendig. Mit nem effektiven Ofen brauchst du wenig Holz.

Die Leute schwärmen auch alle von der Komposttoilette , ist alsdo nicht das Problem. Eher die Stelllplatzgenehmigungen

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vor 2 Stunden, jon29 schrieb:

No, wenn du die Videos guckst, siehst du, dass das kleine Häuschen auf Rädern sind,keine Wohnwagen. Die im Norden der USA/ Kanada imWinter wunderbar funktionieren. Alle schwarzen von niedrigen Heizkosten. Alle paar Wochen eine Gasflasche besorgen ist nicht wirklich aufwendig. Mit nem effektiven Ofen brauchst du wenig Holz.

Die Leute schwärmen auch alle von der Komposttoilette , ist alsdo nicht das Problem. Eher die Stelllplatzgenehmigungen

Mir ist schon klar, dass das in den USA funktioniert. 

In den USA kann ich aber auch ne einfach Holzbodenplatte auf ein Punktfundament schrauben. 
Und mir dann Wände aus Holz hochziehen. Gerne auch nen Holzofen neben die Holzwand stellen. 
Zu 1/3 der Kosten in DE. 

Hört sich alles super an. Wohnen wir halt in nem Eisenbahnwagon. Easy. Ofen rein und fertig. Etwas Isolierung. 
Eisenbahnwagon im Wohngebiet bekommst Du nicht genehmigt.
Wohnen im Industriegebiet bekommst Du nicht genehmigt. 

Hab ne Gruppe an Leuten 400m entfernt stehen. Die haben sich ne Siedlung aus umgebauten Bauwagen und Transportern gebaut. 
Geht alles. Die haben sogar eine mobile Sauna. 

Aber die Idee, einfach ein süßes kleines 30m2 Haus zu bauen und mit etwas Komfort darin zu leben, ist in DE halt nich so einfach. 
Kannst Du so was machen: https://www.fertighaus.de/haeuser/f-10-0435-flyingspace-im-garten/
Dann bist Du bei 120K mit Bodenplatte. Und nahezu unverkäuflich. 

Dann werden halt noch 40K drauf gelegt und Du landest beim Flair 113 Fertighaus. Das entspricht dann dem Massengeschmack der Deutschen mit 1-2 Kindern und dem Traum vom Haus in der Pampa. Sprich, bekommt man auch wieder los. 

 

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Am 17.2.2018 um 18:38 , Haloeffekt schrieb:

Bin schon lange dabei, minimalistisch zu leben (verkaufe seit langer Zeit diverse Sachen, kaufe fast nichts Neues etc), aber weiß nicht, wie es wäre dauerhaft auf so kleinem Raum zu leben. 

Kleinstes WG-Zimmer waren mal 11,5 m2. Hab ich vier oder fünf Jahre zufrieden drin gewohnt. Bett, Schreibtisch, Regale, Küchenzeile, kleiner Klapptisch. War komplett gemütlich, völlig problemlos und total unspektakulär. Allerdings mit etwa 80m2 Dachterrasse davor.

So ein Tiny House hat sich vor ein paar Monaten eine ehemalige FB zugelegt. Um damit durch Europa zu touren. Wenn sie dafür mal Zeit haben sollte. Soweit ich es mitbekommen hab, wars ein riesen Aufwand das Ding erstmal zu bekommen, dann noch mehr Arbeit, es in Schuss zu bringen - und jetzt ist sie alle paar Wochen dran, das auszubessern was irgendwelche Kiddies im Vorbeigehen abreissen. Aber es ist ihr Schätzchen und sie liebt es. Nächste Anschaffung ist jetzt ein Auto, das das schwere Ding auch einigermaßen wohin ziehen kann.

Also, wenn man Minimalismus will, dann ist jedes WG-Zimmer oder Appartement um Welten simpler. Und wenn man mobil sein will, dann sind Wohnmobile ne deutlich praktischere Lösung. Nur halt hässlicher. So ein Haus als Anhänger kommt schon ziemlich genial rüber.

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vor 20 Stunden, Aldous schrieb:

und jetzt ist sie alle paar Wochen dran, das auszubessern was irgendwelche Kiddies im Vorbeigehen abreissen.

Das ist, je nachdem wo man wohnt oder es abstellen will, ein Punkt der bei der ganzen Planung um so ein Projekt oft zu kurz kommt. Hier in der Gegend zum Beispiel würde so ein Tinyhouse keine zwei Wochen überleben bis das jemand platt gemacht hat oder zumindest mal eingebrochen ist um ein paar Souvenirs einzustecken.

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Am 18.2.2018 um 22:08 , Haloeffekt schrieb:

Danke für die vielen, inspirierenden Antworten! Ich hab befürchtet, dass es sehr aufwändig wäre. 

Du kannst ja mal ein wenig über Deine Motivation schreiben. 

Da stecken ja oft mehrere Ideen dahinter. 

Die Jungs mit den ausgebauten Bauwagen / Transportern auf dem Grundstück um die Ecke mögen glaube ich eher die Unabhängigkeit (die sie sich sonst nicht leisten können) und die Community. 

Ich persönlich mag eher Minimalismus im Sinne von einfach, übersichtlich in Kombination mit wenig "Zeug" und mehr Fokus auf Erlebnisse. Da würde ein Bauwagen mein Konzept von "einfach" radikal torpedieren und ich müsste mich um lauter Sachen kümmern, die mir Fokus von anderen Dingen ziehen. Begrenzt begeistern könnte ich mich für so ein Konzept in der Natur mit etwas mehr Fokus auf Selbstversorgung. Da ist dann aber eher die Lage / Grundstück entscheidend und ich würde wahrscheinlich eher einen Hof in der Pampa mit viel Land kaufen und da irgendwas draus machen. So ein Tinyhouse in der Stadt würde nicht passen. 

Am Ende ist für mich momentan immer noch der Sweetspot eine moderne, kleine Wohnung in guter Lage, die man mit Möbeln gut nutzbar machen kann. Die 300-500 EUR Ersparnis gegenüber dem, was sich andere so leisten dann lieber in Reisen stecken und parallel etwas am Job "hacken", damit man die Zeit für Reisen auch hat. 

 

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Am 18.2.2018 um 10:47 , Haloeffekt schrieb:

Ich hatte mal die Idee in einem alten Zugwaggon zu wohnen.

Gibts hier seit 1999.

http://bauzug.net/

Wird aber mittlerweile schwer, an alte kaputte Zugwaggons ranzukommen. Die werden von der Bahn nämlich alle noch im Nahverkehr eingesetzt. :-D

Gibt auch diverse Bauwagensiedlungen (LKW-Anhänger wie bei Peter Lustig), meist linksalternativ mit gecontainertem Essen, und wenn du dir eine Bratwurst aus Fleisch brätst, zünden sie dir die Bude an oder das Kollektiv verbannt dich vom Gelände.

Interessant wäre gewesen, so eine alte Trafostation zu erwischen, die eine zeitlang für (angeblich) 1 Mark plus Steuer von den Energieunternehmen verscherbelt wurden. Blöd, wenn man dann erstmal auf eigene Kosten den Boden 10m tief auskoffern und entsorgen lassen muß wegen Verseuchung mit Trafoöl. Aber sonst eine nette Idee, besonders wenns so ein Türmchen ist, in das man mehrere Stockwerke einziehen kann. Und später heimlich einen Klappbalkon nachrüstet. :) Die innere Grundfläche sollte aber schon mehr als 2x2m sein, sonst wirds etwas beengt.

Gibt auch den Klassiker Matratze im Opel Omega/anderer Kombi/Leichenwagen.

Ich weiß aber nicht, ob man sich nicht auf Dauer dann so entwurzelt fühlt, wie man mit so einer windigen Minimallösung auch lebt. Wenn ich bei anderen sehe, die in einem großen Haus ihre Kinder bekommen haben und alles seit Jahrzehnten am Platz steht, womöglich eine hübsche Villa, die schon Urgroßvater vom Erlös seiner Reißzweckenproduktion fürs preußische Militär baute, das ist auch eine eigene Qualität. Die man mit dem Klotz-am-Bein-Faktor abwägen muß.

bearbeitet von HerrRossi

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Ich lebe seit einem halben Jahr im Wohnwagen und muss sagen, es hat Vorteile und auch einige Nachteile. Es ist ein Knaus Azur mit ca. 7m Länge ohne Vorzelt. Aufgrund einiger unglücklicher Umstände konnte ich nicht gen Süden ziehen sondern musste den Winter über in Österreich ausharren. 

Um die null Grad läuft die 4kw Gasheizung auf Minimalleistung und das reicht vollkommen aus. Eine Gasflasche reicht für 10-14 Tage, also alle 20 Tage muss man Nachschub bereitstehen haben. Jetzt hatte es einige Tage minus 10 Grad und da wurde es dann ungemütlich. Nicht weil die Heizung zu wenig Leistung hat, sondern weil es ein schmaler Grad zwischen Sauna und Kühlschrank ist. Außerdem frieren einige Leitungen die nahe der Außenwand verbaut sind ein. 11kg Gas in 5 Tagen. Also zwischen 4 und 6 Euro pro Tag. Das liegt aber auch an der 30mm Dämmung, besser wären 50mm. 

Was mir fehlt ist eine große Küche mit Geschirrspüler, eine Waschmaschine und Zuladung. Ansonsten ist der Wohnwagen aber super. Einfache Technik, einfach nach eigenen Wünschen auszubauen und wenn man mit den Nachbarn nicht zurecht kommt, zieht man einfach um. 

Umgebaut habe ich das Bett und das Badezimmer. Ich habe jetzt eine normale Matratze (160x200) und im Bad alle unnötigen Plastikverkleidungen im bad entfernt. Dusche habe ich keine, aber entweder ich Dusche in den Segelclubs oder am Campingplatz, je nachdem wo ich stehe. 

 

Nun gut, jetzt wäre noch interessant ob du handwerklich geschickt bist und ob du bereit bist selbst etwas auszubauen. Für mich wäre ein selbst ausgebauter Sattelauflieger der Traum schlechthin und eine mobile Lösung hat auch sonst einige rechtliche Vorteile. 

Sattelauflieger gibt es als Kühlkoffer mit einer guten Isolierung, die sind aber mit 2,60m zu breit. Wenn du wirklich nur ab und an umziehst könnte man dann aber eine Sondergenehmigung einholen. Ansonsten einen normalen Auflieger selber dämmen. Gute Sattelauflieger gibt es ab ca. 10k. 

Je nach Budget kannst du dir selbst eine Zugmaschine kaufen oder jedes mal eine Spedition beauftragen. Einmal im Jahr musst du zum TÜV. 

Den Innenausbau kannst du dann nach und nach selbst erledigen. Am günstigsten ist ein gebrauchter Wohnwagen wo du die Fenster und die Heizung übernimmst. Je nach Budget ist ein Slideout sinnvoll. 

Natürlich kann man auch eine Selbstfahrende Lösung wie einen Bus selbst ausbauen. Allerdings muss man da dann durch alle technischen Probleme durch und das kann sehr schnell ins Geld gehen. Anhängertechnik ist simpel und günstig. 

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Gast

Sowas auf Räder ist halt echt kacke. Das passt nach Amerika, aber in Deutschland gilt man da halt also verschobener Ökomongo. Ähnlich wie mit den ersten Elektrofahrzeugen.

Erst mit Tesla veränderte sich deren Ansehen …weil die Performance passt und das Ding nicht so scheiße aussieht.

Thiny houses, bzw. Micro houses sind sicher ein interessantes Thema. In Japan gibt’s das schon länger. Da sind auch richtig coole Designs dabei.

 

Auch ein interessantes Projekt (noch in der Entstehung):

f96mvfg6.jpg

 

x28re4fm.png

 

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vor 11 Stunden, rotstiftsünder schrieb:

In Japan gibt’s das schon länger.

da ist auch die Singlewohnung im Hochhaus nur 12 qm groß

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