Keine Fortschritte nach 2 Jahren

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Moin zusammen,

 

ich trainiere nun seit ca 2 Jahren. Gehe etwa 2x die Woche ins gym + 1x Woche Fußball. Alles jeweils 60 Minuten. Ich gebe meiner Meinung nach auch Gas. Zumindest trainiere ich immer bis zum Muskelversagen und bin danach auch platt.

sonst ist die Bewegung aber recht wenig, muss ich gestehen.

Das erste Jahr habe ich recht viel mit Trainingsplänen und Technik erlernen zugebracht.

Allerdings komme ich weder bei den Kraftwerten wirklich weiter, noch werde ich äußerlich muskulöser (gut, ein bisschen schon). 

Mein GK Trainigsplan ist:

KH Bankdrücken 3x8 mit 30kg je

KH Schrägbank 2x8 mit 25 kg je

Schulterdrücken 3x8 mit 20 kg je

squats mit 70 kg

Klimmzüge 3x4 oder 5

LH Rundern mit 50 kg

bizeps curls 14 kg

head crusher trizeps 20kg plus sz Stange

(Manchmal noch flies am Kabelzug)

 

ich steigere das Gewicht meist alle 2 bis 3 Monate, wenn ich merke, dass ich die 3x8 sauber schaffe.

 

31J, 1,82m, 83 kg

Ernährung:

morgens einen Shake mit 250g Quark, 60g whey, 200g Haferflocken, zwei Bananen, usw. sind in Summe etwa 800-1000 Kalorien.

dann mittags meist einen kleinen Snack und abends 300 Gramm Rindersteak mit dampfgegartem Gemüse und Reis. Alternativ Hähnchen.

hin und wieder ein bisschen süßkram. Vllt 2 Tüten Haribo die Woche.

also in Summe denke ich, lande ich bei 2500-2800 kcal. Hab das mal ne Zeit lang getrackt. Als ich 3000 kcal gegessen habe, bin ich mega aufgegangen.

Trotzdem wächst der Bauch statt die Muskeln, obwohl ich schon viel Energie reinstecke mich anständig zu ernähren und viel Sport zu machen.

Alle zwei Wochen gehe ich Party machen. Etwa 6 bis 7 Long drinks.

wenn ich dieses Bild hier als Vergleich nehme, liege ich etwa bei 20- 25% kfa

https://www.sportlerfrage.net/frage/einschaetzung-kfa

 

ihr seht, ich bin schon bereit einiges für einen guten Körper zu tun, allerdings ist das kein 100% commitment. Der nächste Chris Hemsworth will ich auch nicht werden

habt ihr ne Idee warum ich nicht weiter komme? Zu wenigen Trainigseinheiten, zu wenig/viel kcal oder Protein? Zu wenig Progression? Oder weil ich außerhalb des gyms wenig Bewegung habe? 

bearbeitet von pivo161

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Erst einmal: für das bisschen Training, was du machst, sieht das schon ganz gut aus. Du hast, bedingt durch Instagram und Konsorten, vermutlich ein komplett falsches Bild davon was naturell und mit durchschnittlicher Genetik möglich ist. Der von dir genannte Hemsworth (und andere IG Starlets) leben davon einen ansprechenden Körper zu haben. Heißt da kommen neben den entsprechenden Genetics noch förderliche Substanzen und Trainerexpertise und die Möglichkeit jeder Zeit zu trainieren hinzu. 

Nun zu deinem Training: mit zwei mal Training die Woche kommst du einfach nicht voran. Klar, am Anfang nimmst du Newbie-Gains mit, aber mit steigendem Fortschritt braucht es ein höheres Level an Spezifikation. Den obigen Trainingsplan würde ich daher verwerfen und mit einem klassischen Strength-Programm (hierbei bietet sich Starting Strength an) beginnen. Das machst du bestenfalls für 3 bis 4 Monate mit einer Deloadphase. Schau mal bei fitness-experts vorbei, die erklären das Programm. Hast du dann eine entsprechende Kraftbasis aufgebaut, kannst du dazu übergehen dein Training spezifischer zu gestalten. Heißt bei Ziel Muskelaufbau, dass du einen hypertrophielastigen Trainingsplan wählst. Dieser lässt dich jede Muskelgruppe 2x wöchentlich und bis zu 60 Wdh. pro Trainingssession trainieren. Hierbei bitte von Trainings auf Muskelversagen absehen, da du (insbesondere mit 31) Probleme mit der Regeneration bekommen wirst. Falls du Fragen zur Ausführung der einzelnen Übungen (Squat. DL, Bench, OHP) hast, einfach Video aufnehmen und Technik hier korrigieren lassen. 

Ernährung schaut relativ solide aus. Schau zu, dass du auf 1,5 - 2gr. Protein per kg Körpergewicht kommst. 

Viel Erfolg!

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2 x die Woche für 60 Minuten ist doch gar nichts...

Ich gehe fünf mal die Woche für ca 90 Minuten. 

Wenn was kommen soll muss du schon mehr ranklotzen. 

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Okay. Danke euch beiden. Also häufiger gehen und ein alternierender GK Plan wie bei starting strength. 

 

Aber sind nur drei Übungen nicht viel zu wenig?

wenn ich zb nur kh bankdrücken mache, schaffe ich zwar keine Wiederholungen mehr, aber merke null pump im Muskel. Der kommt erst durch die flies zum Schluss. Technik ist glaube ich in Ordnung habe ich mir von einem Trainer bestätigen lassen. 

Oder meint ihr lieber wirklich nur eine Übung je Muskelgruppe und dann alles rausknallen was geht?

Auf die 1,5 g Eiweiß achte ich. Das kommt gut hin.

Noch ne andere Frage: meint ihr alle zwei Wochen ein Partyabend ist sehr schädlich? Wirft mich das extrem zurück? Ich trinke sonst unter der Woche gar keinen Alk. 

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Nein man muss ja auch noch leben. Wie gesagt gehe fünf mal die Woche trainieren und geh zwei mal die Woche saufen. Klar wirft mich das immer etwas zurück. Kann mich aber dennoch nicht über mangelnde Gainz beschweren. 

Ist ne sache der persönlichen Einstellung. Aber alle zwei Wochen ein mal feiern ist doch nun wirklich kein Ding.

Nur diese "paar" Übungen sind im Prinzip nicht zu wenig aber das kann dir suchti besser erklären da ich mit mehren Übungen trainiere. 

bearbeitet von Bud_Fox

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ich steigere das Gewicht meist alle 2 bis 3 Monate, wenn ich merke, dass ich die 3x8 sauber schaffe.

 

Da liegt dein Problem.

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Am 2.1.2019 um 11:07 , Shao schrieb:

 

Da liegt dein Problem.

Shao, kannst du kurz erklären, warum? Für Volumen zu wenige Wiederholungen? Steigerungen zu langsam? 

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vor 5 Minuten, nutshells schrieb:

Shao, kannst du kurz erklären, warum? Für Volumen zu wenige Wiederholungen? Steigerungen zu langsam? 

Wenn ich jetzt sagen würde, deine Steigerungen sind so unfassbar extrem zu langsam, dass bei dem Steigerungstempo das Ende des Universums zeitlich näher liegt als der Zeitpunkt zu dem du den Trainingsstand erreicht hast, den andere nach 3 Monaten erreichen, dann wäre das immer noch die Untertreibung des Jahrtausends.

Bei den Gewichten, mit denen du derzeit trainierst, solltest du noch problemlos jedes Workout steigern können.

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Eventuell sehe ich das anders, aber an den Gewichten muss es nicht immer liegen. Klar schafft mehr Gewicht mehr Reiz, aber du solltest mal deine Übungen varieren, also andere Übungen machen, und auch gerne mit wenig Gewicht und stattdessen auf eine langsame und kontrollierte Ausführung achten. Eventuell statt einem Ganzkörperplan einen Split machen a Unterkörper / Oberkörper oder einen 3er Split wie z.B. ganz klassisch Beine, Rücken, Brust & Schultern.

Das habe ich gemacht und bei mir hat es auf jeden Fall etwas gebracht. Außerdem würde ich 3 Mal die Woche Krafttraining machen. A, B, A als Trainingsmuster, wenn du einen 2er Split wählst. Ich würde auf jeden Fall einen Tag dir empfehlen, wo du Unterkörper oder Beine als Fokus nimmst.

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vor 2 Stunden, Vin_ce schrieb:

Eventuell sehe ich das anders, aber an den Gewichten muss es nicht immer liegen. Klar schafft mehr Gewicht mehr Reiz, aber du solltest mal deine Übungen varieren, also andere Übungen machen, und auch gerne mit wenig Gewicht und stattdessen auf eine langsame und kontrollierte Ausführung achten. Eventuell statt einem Ganzkörperplan einen Split machen a Unterkörper / Oberkörper oder einen 3er Split wie z.B. ganz klassisch Beine, Rücken, Brust & Schultern.

Das habe ich gemacht und bei mir hat es auf jeden Fall etwas gebracht. Außerdem würde ich 3 Mal die Woche Krafttraining machen. A, B, A als Trainingsmuster, wenn du einen 2er Split wählst. Ich würde auf jeden Fall einen Tag dir empfehlen, wo du Unterkörper oder Beine als Fokus nimmst.

Der Novelty Effect, den du da teilweise beschreibst, wurde des Öfteren schon widerlegt. Wie bereits gesagt, die Progression des TE ist für‘n Eimer. 

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vor 14 Stunden, nutshells schrieb:

Shao, kannst du kurz erklären, warum? Für Volumen zu wenige Wiederholungen? Steigerungen zu langsam? 

 

Es gibt ein Kontinuum von Trainingsreizen, die sinnvoll sind. Squats mit 70kg benutze ich meist mit Trainees in der ersten Einheit, sobald die die Technik lernen. Manchmal weniger, manchmal mehr, aber man nutzt meist am Anfang diese Gewichte.

Wenn du alle 2-3 Monate dein Training anpasst, hast du direkt am Anfang einfach wenig "hartes" Training gemacht. Am Anfang reizt du Effekte aus, bei denen es um neuronale Effizienz geht. Deswegen kannst du steigern, steigern, steigern. Das Ceiling limit liegt deutlich höher als 70kg.

Das Problem heutzutage ist, dass viele Leute sich was Progression angeht, kaum hart genug pushen. Warum haben die Stofftierchen so dicke Arme? Steroide? Sicher. 

Aber schau dir an wie die trainieren. Da ist immer eine Sache am Limit: Volumen, Intensität, RPE und/oder Frequenz, bei Bodybuildern meist Volumen und RPE. Bei powerliftern meist Intensität, RPE und Frequenz.

Daraus ergibt sich ein sinnvolles Konstrukt. Ohne höhere Belastungen, kein Fortschritt. 

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vor einer Stunde, Shao schrieb:

bei Bodybuildern meist Volumen und RPE.

Falls ich da mal kurz nachfragen darf: wie würdest du bei Intermediates vorgehen? Derzeit werden die jeweiligen Bodyparts 2x wöchentlich mit 60 Wdh. pro TE trainiert. Ich vermute mal bei Zeitrestriktion macht es Sinn die Wdh. pro TE zu steigern?! Würdest du hierbei den Fokus auf Volumenerhöhung in den Grundübungen oder den Accessory Lifts legen? 

Als Beispiel trainiere ich Chest derzeit nach: 3x5 Bench, 3x8 Flat Dumbbell Press, 2x10 Incline DB Press (2x die Woche das ganze). Wo würdest du ansetzen, wenn Progress stagniert? 

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Am 6.1.2019 um 15:17 , suchti. schrieb:

Falls ich da mal kurz nachfragen darf: wie würdest du bei Intermediates vorgehen? Derzeit werden die jeweiligen Bodyparts 2x wöchentlich mit 60 Wdh. pro TE trainiert. Ich vermute mal bei Zeitrestriktion macht es Sinn die Wdh. pro TE zu steigern?! Würdest du hierbei den Fokus auf Volumenerhöhung in den Grundübungen oder den Accessory Lifts legen? 

Als Beispiel trainiere ich Chest derzeit nach: 3x5 Bench, 3x8 Flat Dumbbell Press, 2x10 Incline DB Press (2x die Woche das ganze). Wo würdest du ansetzen, wenn Progress stagniert? 

Main Lifts Gewichte erhöhen, Acessory LIfts Volumen Fokus. Würde bei deinem Beispiel erstmal mehr Bench machen, weniger incline. 

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Das Trainning bis "zum Muskelversagen" ist ein großer Fehler. Man sollte lieber smart trainieren. Schau dir Videos auf Youtube an wie man welche Techniken beim Training anwenden soll. Weil ein Muskel wachsen immer nach dem selben Prinzip. Wenn du schon 2 Jahren trainierst und immer noch keine Fortschritte siehst liegt das an deinem Training nicht an den Muskeln.

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Am 8.1.2019 um 16:38 , Magicmac schrieb:

Das Trainning bis "zum Muskelversagen" ist ein großer Fehler.

Selten sowas dummes in einem Sportforum gelesen, sorry.

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Am 14.1.2019 um 10:39 , LastActionHero schrieb:

Selten sowas dummes in einem Sportforum gelesen, sorry.

Gebe ich zurück. Er hat nämlich recht. Hohler Kommentar von dir. Wozu soll Muskelversagen deiner Meinung nach gut sein?

Ich führe als Beispiel mal das Programm von Rippetoe, Starting Strength an. Dort wird nie bis zum Versagen trainiert, trotzdem ist das Programm wohl eines der besten für Anfänger.

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vor 3 Minuten, StareAtTheSun schrieb:

Gebe ich zurück. Er hat nämlich recht. Hohler Kommentar von dir. Wozu soll Muskelversagen deiner Meinung nach gut sein?

Ich führe als Beispiel mal das Programm von Rippetoe, Starting Strength an. Dort wird nie bis zum Versagen trainiert, trotzdem ist das Programm wohl eines der besten für Anfänger.

Ganz einfach. Muskeln wachsen folgendemaßen: man setzt einen Reiz, dadurch verletzt man die Muskelfasern. Der Muskel wächst in der anschließenden Ruhephase in der er regeneriert und mit Proteinen versorgt wird. 

Trainiert man nun über einen längeren Zeitraum, müssen neue Reize gesetzt werden. Dies erfolgt in Form von höherer Gewichtsintensität oder variierenden Übungen. 

Der Reiz wird gesetzt indem man den Muskel zu pumpt und im Idealfall bis zum Muskelversagen trainiert was nichts anderes heißt, als das der Muskel "zu" ist. Dadurch werden die Muskelfasern dicker. Es werden nicht mehr, sie werden lediglich dicker. 

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Gerade eben, Bud_Fox schrieb:

Ganz einfach. Muskeln wachsen folgendemaßen: man setzt einen Reiz, dadurch verletzt man die Muskelfasern. Der Muskel wächst in der anschließenden Ruhephase in der er regeneriert und mit Proteinen versorgt wird. 

Trainiert man nun über einen längeren Zeitraum, müssen neue Reize gesetzt werden. Dies erfolgt in Form von höherer Gewichtsintensität oder variierenden Übungen. 

Der Reiz wird gesetzt indem man den Muskel zu pumpt und im Idealfall bis zum Muskelversagen trainiert was nichts anderes heißt, als das der Muskel "zu" ist. Dadurch werden die Muskelfasern dicker. Es werden nicht mehr, sie werden lediglich dicker. 

Alles richtig, bis auf den Punkt Muskelversagen.

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vor 13 Stunden, StareAtTheSun schrieb:

Alles richtig, bis auf den Punkt Muskelversagen.

Eigentlich wurde der unwichtigste Punkt, Schäden am Muskel, genannt, aber der Punkt, der den meisten Reiz bestimmt, Spannungsreize, nicht. Ich kann jedem Beteiligten nur anraten, Brad Schoenfelds Paper oder Buch zu lesen, damit diese Vereinfachungen des Todes nicht mehr so oft kommen.

Es gibt drei primäre Wachstumskaskaden, ausgelöst durch : Spannungsreize, metabolische Reize und Muskelschäden. Letztere sind vermutlich aber nicht von Spannungsreizen zu unterscheiden, da sie sie die gleiche Kaskade  auslösen. Studien zeigen jedoch, das Satellitenzellen zu den Beschädigungen migrieren. Es ist daher denkbar, dass das ein Faktor ist, der zu einem höheren Wachstumspotential führt. Siehe Trainingsprogramme wie Doggcrapp. 

Damit Wachstumsreize stattfinden, ist es nötig, die entsprechenden Muskel zu ermüden, durch Spannung. Wenn die Fasern, downreguliert zu werden, löst das eine entsprechende Kaskade über mTOR/p70S6-Kinase aus. (Realität ist komplizierter, deutlich komplizierter). Entscheidend ist schlicht, dass man einen der Reize ausreizt. Mit wenig gewichten, sagen wir bis 60-65% 1RM, kommt man nicht umhin, eine sehr hohe WDH Zahl zu erreichen, bis zum Versagen, weil man mit dem leichten Gewicht wenig Chancen, die Fast Twitch Fasern auszureizen, da der Slow Twitch Teil, also der langsam ermüdende Teil, eine entscheidende Rolle spielen kann. Schwerere Gewichte, sagen wir, ab 70-85% haben auch eine gute Chance, die Fast Twitch Fasern mit niedrigeren Lasten auszureizen. Daher ist Volumen erreichen hier am Ende wichtiger als nur Muskelversagen erreichen. Mehr Volumen = Mehr Potential, die Muskelfasern auszureizen. Muskelversagen kann hier helfen, aber auch hinderlich sein, da die Erholungszeit deutlich erhöht wird. 

Ultra schwere Gewichte sind rein theoretisch zum Muskelaufbau ideal, aber in der Praxis nicht dafür nutzbar. Die hohe Menge Belastung ermüdet sehr gut Slow UND fast Twitch Fasern. Das Problem ist, dass die schweren Gewichte oftmals nicht mehr genutzt werden können, weil es ausreicht, dass ein paar Fasern aufhören, so das man die Wiederholungen nicht schafft. Somit müsste man ein sehr hohes Volumen an Einzelwiederholungen machen, was extrem anstrengend ist und von kaum einem Athleten durchgehalten werden. 

Deswegen nutzt man die Bereich von 60-85% für Muskelaufbau, da man diese sinnvoll programmieren. Unter 60% sind es enorme Mengen Wiederholungen, was nur in Schmerzen endet. Über 85% ist das Volumen, das für optimalen Muskelaufbau nötig ist, kaum umsetzbar. 

 

Für Anfänger spielt dann noch das Thema Effizienz des Nervensystems und neuronale Reserve eine Rolle, weswegen wir lieber 5er in Komplexübungen verwenden. 

 

 

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Ab der fünften Minute geht's ums Thema. Nach dem Prinzip trainiere ich. Wer sich im Training nicht quälen will, kein Problem. Ich machs und so macht mir mein Training am meisten Spaß und ich erziele damit die besten Ergebnisse. 

bearbeitet von Bud_Fox

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Am 17.1.2019 um 15:27 , Bud_Fox schrieb:

 

Ab der fünften Minute geht's ums Thema. Nach dem Prinzip trainiere ich. Wer sich im Training nicht quälen will, kein Problem. Ich machs und so macht mir mein Training am meisten Spaß und ich erziele damit die besten Ergebnisse. 

Was die beiden da erzählen ist schlicht der Grund dafür, dass viele aus der Science Fraktion weniger erfolgreich sind als diejenigen, die einfach ballern.

Abseits der Unmengen Pharmakologie, die in deren Körper haust, haben sie den Hang dazu, einfach selbstzerstörerisch Gas zu geben. Bodybuilder sind da genauso durchgeknallt wie Powerlifter. Powerlifter sind oft mitten in ihrer Karriere dann so kaputt, dass 1-1,5g Ibuprofen am Tag notwendig sind, weil sie sich gezielt in den Boden gestampft haben. 

Da stimmt der Fokus auf das Wesentliche und das ist, dass man eben auch mal ballern muss. Wenn dir ein Bodybuilder sagt, er muss nen 5er Split machen, sonst geht er kaputt, liegt das nicht daran, dass das der beste Weg ist.Sondern oftmals daran, dass diejenigen, die in dem Sport erfolgreich sind, sich völlig aus dem Leben schießen im Training, bis sie fast kotzen, dann drüber hinaus. 

Das ist kein intelligentes Training, auf keinen Fall. Aber wenn du zwei Wege vergleichst, den einen, bei dem du immer versuchst, optimal zu bleiben und nicht überzutrainieren, bei jedem Zimperlein mal lieber "locker" machst und dem, was diese Jungs machen, nämlich einfach auf den Schmerz nochmal nen zweiten Satz draufknallen um sicherzugehen, dann bist du mit letzterem Ansatz einfach besser bedient. Intelligentes Training ist das nicht, es ist viel mehr Schmerz als nötig, aber es ist eben auf jeden Fall mehr als nötig für optimale Ergebnisse. Und deswegen kriegen die sie auch. 

 

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vor 32 Minuten, Shao schrieb:

Was die beiden da erzählen ist schlicht der Grund dafür, dass viele aus der Science Fraktion weniger erfolgreich sind als diejenigen, die einfach ballern.

Abseits der Unmengen Pharmakologie, die in deren Körper haust, haben sie den Hang dazu, einfach selbstzerstörerisch Gas zu geben. Bodybuilder sind da genauso durchgeknallt wie Powerlifter. Powerlifter sind oft mitten in ihrer Karriere dann so kaputt, dass 1-1,5g Ibuprofen am Tag notwendig sind, weil sie sich gezielt in den Boden gestampft haben. 

Da stimmt der Fokus auf das Wesentliche und das ist, dass man eben auch mal ballern muss. Wenn dir ein Bodybuilder sagt, er muss nen 5er Split machen, sonst geht er kaputt, liegt das nicht daran, dass das der beste Weg ist.Sondern oftmals daran, dass diejenigen, die in dem Sport erfolgreich sind, sich völlig aus dem Leben schießen im Training, bis sie fast kotzen, dann drüber hinaus. 

Das ist kein intelligentes Training, auf keinen Fall. Aber wenn du zwei Wege vergleichst, den einen, bei dem du immer versuchst, optimal zu bleiben und nicht überzutrainieren, bei jedem Zimperlein mal lieber "locker" machst und dem, was diese Jungs machen, nämlich einfach auf den Schmerz nochmal nen zweiten Satz draufknallen um sicherzugehen, dann bist du mit letzterem Ansatz einfach besser bedient. Intelligentes Training ist das nicht, es ist viel mehr Schmerz als nötig, aber es ist eben auf jeden Fall mehr als nötig für optimale Ergebnisse. Und deswegen kriegen die sie auch. 

 

Mit anderen Worten Leidenschaft vor Wissenschaft. 

Ich muss dazu sagen ich trainiere in so nem old School gym wo es noch so ist wie Markus sagt. 

Bin eben zum Bizeps Trizeps Training gegangen, hab in die CD Anlage n acdc Album geworfen (man darf seine eigenen CDs mitbringen), laut aufgedreht und dann Krieg! 

Es ist doch ein herrliches Gefühl mit Leuten zu trainieren die genauso reinhauen und dann im Anschluss völlig zerstört aber glücklich das Studio zu verlassen nach dem man alles gegeben hat. 

Da kastriere ich mich doch während des Trainings nicht selber, in dem ich sage "ok 10 wdh gepackt", sondern baller nach nem schweren Satz nochmal 15 wdh mit fteihanteln hinterher, bis nichts mehr geht.. 

bearbeitet von Bud_Fox

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Zitat

Mit anderen Worten Leidenschaft vor Wissenschaft. 

Du hast diesen Satz nicht zufällig gestern auf facebook verwendet?

Aber nein, das ist mir etwas zu platt. Das Problem mit Leuten, die sich auf Wissenschaft berufen, ist dass sie oft gar nicht wissen, wie dreckig hart die Probanden in Studien geschunden werden. In Brads Labor hast du bei jeder Studie drei Assistenten/Undergrads, die dich anschreien, Gas zu geben 😄 Ist ne geile Atmosphäre. 

 

Zitat

Bin eben zum Bizeps Trizeps Training gegangen, hab in die CD Anlage n acdc Album geworfen (man darf seine eigenen CDs mitbringen), laut aufgedreht und dann Krieg! 

Es ist doch ein herrliches Gefühl mit Leuten zu trainieren die genauso reinhauen und dann im Anschluss völlig zerstört aber glücklich das Studio zu verlassen nach dem man alles gegeben hat. 

Da kastriere ich mich doch während des Trainings nicht selber, in dem ich sage "ok 10 wdh gepackt", sondern baller nach nem schweren Satz nochmal 15 wdh mit fteihanteln hinterher, bis nichts mehr geht.. 

 

Beim Bodybuilding geht das. Bei anderen Sportarten bringst du dich damit eben direkt um. Daher die Diskrepanz. Aber ich sags mal so: Wenn du 15 WDH schaffst, die 10 aber geplant waren, müsste man die Frage stellen, ob die Gewichtsauswahl richtig ist. "Wissenschaftlich" zu trainieren, ist eben ein wirklich nicht ganz einfaches Thema.  Die konstante Anpassung der Gewichte fällt den meisten schwer, daher ist es ohne Trainer oftmals so, dass Leute Undertraining betreiben. Das ist ok, wenn dein Trainer mit dir hohe Frequenz macht, wenn du aber einmal die Woche beugst und dann undertraining betreibst, isses doof.

Auf der anderen Seite arbeite ich mit solchen Methoden und die Leute müssen sich anfangs erst dran gewöhnen, weil mein Training doch für viele erstmal vom Gefühl her sehr sehr hart erscheint. (Legt sich in 2-3 Wochen, dann wirds in den roten Phasen nochmal schlimmer, aber spätestens im dritten Zyklus haben  sich die Leute dran gewöhnt.)

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vor 1 Stunde, Shao schrieb:

Du hast diesen Satz nicht zufällig gestern auf facebook verwendet?

Aber nein, das ist mir etwas zu platt. Das Problem mit Leuten, die sich auf Wissenschaft berufen, ist dass sie oft gar nicht wissen, wie dreckig hart die Probanden in Studien geschunden werden. In Brads Labor hast du bei jeder Studie drei Assistenten/Undergrads, die dich anschreien, Gas zu geben 😄 Ist ne geile Atmosphäre. 

 

 

Beim Bodybuilding geht das. Bei anderen Sportarten bringst du dich damit eben direkt um. Daher die Diskrepanz. Aber ich sags mal so: Wenn du 15 WDH schaffst, die 10 aber geplant waren, müsste man die Frage stellen, ob die Gewichtsauswahl richtig ist. "Wissenschaftlich" zu trainieren, ist eben ein wirklich nicht ganz einfaches Thema.  Die konstante Anpassung der Gewichte fällt den meisten schwer, daher ist es ohne Trainer oftmals so, dass Leute Undertraining betreiben. Das ist ok, wenn dein Trainer mit dir hohe Frequenz macht, wenn du aber einmal die Woche beugst und dann undertraining betreibst, isses doof.

Auf der anderen Seite arbeite ich mit solchen Methoden und die Leute müssen sich anfangs erst dran gewöhnen, weil mein Training doch für viele erstmal vom Gefühl her sehr sehr hart erscheint. (Legt sich in 2-3 Wochen, dann wirds in den roten Phasen nochmal schlimmer, aber spätestens im dritten Zyklus haben  sich die Leute dran gewöhnt.)

Facebook? Ne. Nutze ich nur den Messenger... 

Was ich mit dem Satz meinte war aber eher, dass ich eher hart trainiere, solange ich die Ausführung richtig hinbekomme, als zu leicht. 

Alte bodybuilder die in den 80er schon gepumpt haben geben gerne auf die Frage wie sie früher trainiert haben die Antwort "hart und falsch". 

Da wurde auch wenn die Ausführung mal nicht so super sauber war oder sie schmerzen gespürt haben, wie du es sagst, einfach nochmal paar Scheiben mehr drauf gelegt. 

Die haben in den 80ern auch einfach besser ausgesehen, da sie nur Testo und Clen genommen haben und keine Wachstumshormone. Daher schön trocken und prall und nicht so bullig ausgehen haben wie heute (wie coleman, cuttler etc)

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