Lodan

Advanced Member
  • Inhalte

    751
  • Mitglied seit

  • Letzter Besuch

  • Coins

     915

Ansehen in der Community

777 Super

3 Abonnenten

Über Lodan

  • Rang
    Ratgeber
  • Geburtstag 22.06.1989

Profilinformation

  • Geschlecht
    Männlich

Wingsuche

  • Teilnahme im zukünftigen Wingmen-Suche Modul
    Nein

Letzte Besucher des Profils

6.823 Profilansichten
  1. Mal wieder eine richtige Daygame Session durchgezogen und habe mich an 2 Sachen erinnert, dann läufts auch:

    - immer gechillt sein

    - immer lächeln

    Denn Lächeln ist wirklich ansteckend!

    1. Vorherige Kommentare anzeigen  1 weitere
    2. botte

      botte

      Wer keinen Bock hat zu lächeln sollte eventuell nicht unter Leute. Und wer keinen Grund hat zu lächeln, sollte sich mal Gedanken machen.

    3. Thxggbb

      Thxggbb

      Freut mich Lodan.

      Go4it!

    4. :-)

      :-)

      @Botte also mir gefallen Frauen besser, die neutral oder sogar etwas ernster schauen. Dieses Dauergrinsen geht mir eher aufn Sack. Was meistens eh nur aufgesetzt ist. Einfach so lächeln? Ne, muss schon n Grund geben.

  2. In Ergänzung zu dem, was ich hier schon gelesen habe: Du wiegst dich regelmäßig, sehr gut. Immer unter den gleichen Bedinungen, sei dir aber bewusst, dass Schwankungen über 1kg/Tag normal sind. Du führst auch ein Kalorientagebuch, auch sehr gut. Wer deutlich mehr fastet, riskiert nicht nur Muskelabbau, sondern auch körperliche Erkankungen. Bei fehlendem Proteinzufuhr fehlen dem Körper die Nährstoffe, um Antikörper zu bilden, die Träger unseres humoralen Immunsystems. Wer nach einer Woche Fasten eine Erkältung bekommt, braucht sich nicht wundern wieso. Ab und zu ein Glas Multivitaminsaft ist auch nicht verkehrt, schließlich braucht der Körper auch Vitamine und Mineralien. Ich würde dir von der Hardcore-Diät abraten. Bleibe einfach ein bisschen unter dem Grundumsatz und es sollte sich ein Erfolg einstellen. Wenn du nur 1,5 Mahlzeiten am Tag isst, sind das ungefäht 1500kcal, zwischendurch noch ein kleines Stück Kuchen oder eine Banane. Ich weiß, du willst Fortschritte sehen, das nutzt allerdings nichts, wenn du es nicht ein halbes Jahr durchhälst. Orientiere dich am Grundumsatz, und wenn du siehst, du bist deutlich drunter und hast gleichzeitig Hunger, dann gönn dir auch was Kleines zum Essen - und habe dann auch kein schlechtes Gewissen. Denn die 2000 kcal Grenze bedeutet nicht nur, dass du drunter sein sollst, sondern dass du auch bis dorthin essen darfst.
  3. Ich würde mich folgender Frage anschließen:
  4. Ich habe dich schon beim ersten Mal verstanden. Und ich finde immer noch, dass du zu kurzsichtig denkst und einer klassischen Pick Up Mentaliät verhaftet bist. Pick Up hat diese Grundeinstellung, dass eine Frau unbedingt gevögelt werden muss, wenn man sie einmal angesprochen hat, und daran dann Erfolg gemessen wird. Daher kommt dann auch dieses Quotendenken. Trotzdem weißt du einfach absolut gar nichts über einen Menschen, bevor du ihn/sie ansprichst. Woher denn auch? Ziele, Werte, Sympathie, Interessen/Ambitionen, gemeinsame Wellenlänge, Chemie - das kann man alles erst einschätzen, wenn man mit einer Frau redet. Unter Umständen kann man am Gangbild und der Kleidung/Aufmachung erkennen, ob eine Frau eher eine Tussi oder ein Hohlbrot ist. Aber auch Frauen, die nicht danach aussehen, können Hohlbrote sein. Ein Mensch macht bis in seine Mitte 20er sehr viele Lebenserfahrungen, die ihn unglaublich prägen. Neulich hat mir eine Frau von einer spirituellen Selbstfindungsphase erzählt, die ich unglaublich faszinierend fand. Sowas sieht man einem Menschen einfach nicht an. Hinzu kommt, dass es eine Trillion Gründe geben kann, warum man von der Frau gekorbt wird. (a) sollte übrigens selbstverständlich sein.
  5. Sorry, wenn ich das so schreibe, aber das ist die Untertreibung des Jahrhunderts. Wenn du mit einer Quote von 20% (von hooked Approaches ausgehend) vögelst, dann screenst du definitiv NICHT extrem. Von jeder Frau, die man anspricht, die Nummer haben zu wollen, ist so eine Eigenart von RSD. Die sind so vernarrt darauf, von Mädels die Nummer zu bekommen, dass die Frau durch dieses inflatonäre Nummern-Abgreifen an Bedeutung verliert. Oder noch schlimmer: Man wertet sich selbst ab. Wie heißt es so schön: Du bist der Preis! Auch so ein Ur-Dogma aus PU. Man darf nie vergessen, dass man bei einem Approach derjenige ist, der aussucht. Außerdem, wie kannst du dir etwas Längeres mit einer Frau vorstellen, die du noch nicht angesprochen hast? Ich erwische mich öfter dabei, wie ich fremde Menschen in öffentlichen Plätzen analysiere, und sich dann naturgemäß Annahmen in meinem Kopf bilden. Zum Beispiel: Der sieht aus wie ein typischer Nerd. Aber was bringt mich zu der Annahme? Letztlich weiß ich überhaupt nichts von dem und ich bin zur Erkenntnis gekommen, dass all diese vorschnellen Annahmen zu einem großen Teil eigentlich falsch sind und meistens ist ein Mensch anders als erwartet, wenn ich ihn anspreche. So sehe ich also den "Nerd" und stelle diese Annahme gleichzeitig in Frage. Mich überrascht es selber immer wieder aufs Neue, wie anders doch die Menschen sind, wenn man sie kennenlernt. Und ich finde das schön. Denn sehr oft sind die Annahmen, die man über Menschen macht negativ und nach dem Approach merkt man erst, wie freundlich und liebenswert diese sein können. Ich bin der Ansicht, dass wir unsere Wahrnehmung öfter auf die negativen Seiten fokussieren, um unterbewusst eine Konfrontation (bzw Identifikation) und damit gleichzeitig einen Approach zu verhindern. Im PU liefert diese negative Wahrnehmung Gründe, warum es besser ist, nichts zu tun. Bei mir: Immens oft. Ich brauche nicht 5 mal mehr Approaches, weil sich keine mit mir abgeben will. Vielmehr bin ich selber viel wählerischer. Ich kann mir nicht ansatzweise vorstellen, einen Partner zu finden, wenn ich so wenig screenen würde, wie du es machst. Bei mir geht es eher anders rum: Möglichst schnell freiwillig aus einem Set wieder raus, wenn ich das Gefühl habe, es passt nicht. Ich finde, das kann viel schwieriger sein, als etwas erzwingen zu wollen, wo es anscheinend nicht passt. Sind denn bei dir ältere Frauen jetzt die Lösung? Etwas Längeres zu haben mit einer Frau, die über 10 Jahre älter ist als du selbst? Wäre ich in deinen Schuhen, würde ich mich fragen, woher diese Anziehung kommt, welches Bedürfnis damit befriedigt wird. Wieso du dich abschottest von deinen eigenen Altersgenossinnen und Zuflucht findest in reiferen Frauen. Und ob du darin eine langfristige Lösung für dein Liebesleben siehst. Hast du das schon einmal reflektiert?
  6. Buying temperature ist extrem wichtig, gerade im Club-Game. Ich bin der Ansicht, dass diese einen ebenso hohen Status hat wie social proof und einen noch höheren als Aussehen. Sie bestimmt zu einem großen Teil die Grenzen der sozialen Interaktion. So kann man etwa um 3 Uhr morgens eine Frau auf der Tanzfläche direkt küssen - aber nicht um 23 Uhr. Das wird nicht funktionieren. So verbrennt man sich mitunter ein Set permanent, wenn man zu früh approacht und sich die Frau wegen der niedrigen buying temperature nicht auf Kino einlässt. Um 23 Uhr ernst und emotional kühl, kann sie 3 Stunden später locker flockig rumflirten. Habe ich tausend Mal beobachtet. Vielleicht übertreibe ich ein bisschen, aber buying temperature ist extem wichtig. Dann kommen andere Momente dazu, wie zB dass sich die Frau eine Chance nicht ruinieren will, indem sie zu früh korbt. Oft ist man einfach das Beste, was gerade rumläuft. Oder die Frau will einfach Spaß haben und sortiert einen in die Kategorie "fickbar". Reicht für eine geile Nacht, aber nicht mehr. Da ist es extrem wichtig, Signale zu nutzen: Wenn eine Frau etwa mit einem schlafen will - und zwar heute, jetzt - muss man auch konsequent eskalieren. "Ach, ich eskaliere einfach beim zweiten Treffen." Denkste. Manchmal hat man eine sichere Chance, aber nur eine einzige. Auch schon tausend Mal erlebt. Und zu guter Letzt kann es sein, dass es einfach nicht passt. Vielen Menschen ist es unangenehm, wenn sie jemanden korben müssen; und ein Standard-Prozedere nach erstem Date von Frauen, die nicht an einem interessiert sind, ist: Niedriges Investment + körperliche Distanz + emotionale Verflachung -> freundliche Verabschiedung -> Ignorieren. Leider lernt man solche Situationen erst durch Erfahrung einzuschätzen. Diese 3 Punkte sind die einfachsten Zeichen, an denen man erkennt, dass eine Frau nicht interessiert ist: Sie wehrt Kino ab, sie lacht nicht, und sie redet zu wenig.
  7. Kitty und Insomnia ist aber etwas, wo man nicht mit jemandem nach Hause geht, sondern vor Ort zur Sache kommt, dh abhängig davon, welche versauten Sachen auch immer man vorhat. Frauen wollen dort normalerweise nicht weg. Will man dort wen mitnehmen, stößt man auf sehr viel Widerstand. Man sollte den einen oder anderen Zuschauer ertragen können. Wer einen ONS sucht, aber die ungestörten eigenen 4 Wände braucht, ist dort falsch.
  8. Der größte Feind eines Menschen ist immer er sich selbst gegenüber. Der zivilisierte Mensch ist etwas Naturwidriges, etwas Gemachtes, etwas eigentlich Unnatürliches. So kommt es auch, dass die äußere Natur der Bäume, Pflanzen und Wälder nicht der Park mit dem gemähten Rasen und den gestutzen Hecken ist. Die echte Natur bestseht aus Wildnis und Raubtieren, aus giftigen Schlangen und tödlichen Früchten. Die wahre Natur ist dem Menschen kein Freund, sie ist ein Ort voller Gefahr. So ist die Natur des Menschen ihm selbst auch kein Freund. Der Mensch hat Triebe in sich, die gegeneinander konkurrieren, und die ihm bisweilen schaden. Die äußere Natur konnten wir halbwegs zähmen, indem wir Häuser bauten und (jedenfalls viele von uns) nicht mehr hungern müssen. Die innere Natur bietet uns jeden Tag aufs Neue einen Kampf gegen uns selbst. Es gab eine Zeit, wo ich mir regelmäßig in meinem Stamm-McCafé einen Caffé Latte bestellt habe. Jedes Mal habe ich Ausschau nach Frauen zum Approachen gehalten. In den dutzenden Malen, wo ich dort war, habe ich keine einzige attraktive Frau gesehen. Womglich verträgt sich der Lifestyle des McDonalds Besuchers auch einfach nicht mit einem gesunden Körper. In einem Supermarkt sollte aber doch hin und wieder jemand Attraktives rumlaufen. Dafür gab es ja andere Gelegenheiten. 😉 Ein Approach kann schief gehen - aber am schlimmsten ist es immer noch, gar nichts zu machen. Regret is always worse than rejection. Lieber crash and burn, als es gar nicht erst zu versuchen. Ich lese hier eine Menge Leid, das nicht aus Ablehnung resultiert, sondern aus Frust, die eigenen Bedürfnisse nicht ausdrücken zu können. Been there, done that. Gibt heute noch genug Phasen, wo ich selber vor Approaches zurückscheue. Und auch heute noch ist es nicht der gescheiterte Approach, der mich ärgert, sondern der nicht-versuchte. Und weißt du was? Meine letzten beiden Approaches fanden auf einem Bahngleis und in einer U-Bahn statt. Ich ersten Fall wusste ich nicht, ob irgendwer zuhörte, und es war mir auch egal. In der U-Bahn hat garantieirt irgendwer zugehört, und es war mir erst recht egal. Ich sehe eine Menge Angst, die weg muss. So kommt es auch, dass das Bedürfnis, eine Frau anzusprechen, und die Angst davor, es wirklich zu tun, sich gegenseitig aufschaukeln: Je größer die Angst wird, desto größer ist letztlich auch die Enttäuschung durch das Scheitern. Mich hat diese Enttäuschung damals sehr motiviert. Ich denke, du bist auf einem guten Weg, brauchst aber mehr Erfahrung. Du musst lernen, über deiner Angst zu stehen.
  9. Hey du schilderst eine der am meist verbreiteten Kritiken von PU. Lass mich dir aufzeigen, wie es hier ein gewisses "Hühner-Ei" Problem gibt. Wie alle lernen aus Erfahrungen. Wenn ich für eine Leistung gelobt werde, bestärkt mich das. Wenn ich auf eine heiße Herdplatte greife, werde ich das wohl nicht mehr machen. Manche Fehler muss man einmal selbst gemacht haben. Und noch viel wichtiger: Bestimmte Erfolge muss man selbst erlebt haben. Du betrachtest "Routinen" von einem sehr negativen Standpunkt, dabei sind sie der Weg, gute Erfahrungen zu machen. Man kann unter anderem dadurch Selbstbewusstsein gewinnen, indem man wie jemand handelt, der selbstbewusst ist. So kommt es, dass man etwas macht, von dem man zuerst selbst nicht überzeugt ist. Die Überzeugung kommt durch das Machen. Hier haben wir die Sache mit dem Huhn und dem Ei. Wie wird man denn deiner Meinung nach selbstbewusst und persönlich stabil? Wenn du mehr hier im Forum unterwegs bist, wirst du sehen, dass Pick Up eine Methode zur Persönlichkeitsentwicklung ist. In meiner Heimatstadt gibt es eine Gruppe, die nennt sich die Comfort Zone Crusher. Singen laut in der Fußgängerzone oder legen sich auf der Straße auf den Boden: Alles Möglichkeiten, die eigenen Ängste zu überwinden. (Da machen übrigens auch sehr viele Frauen mit.) Vor jedem Problem in Sachen Frauen steht am Anfang eine Angst: Ich traue mich nicht ansprechen. Ich traue mich nicht auf ein Date einladen. Ich traue mich nicht, sie anzufassen oder zu küssen usw. Pick Up Strategien sind allesamt Angstbewältigungsstrategien. Und mit dem Wegfallen der Angst machen sie selbstbewusster. Je öfter man eine Routine macht, desto natürlicher fühlt es sich an - bis man die ursprüngliche Routine nicht mehr braucht. Aus einem anfänglichen "Ich weiß nicht, was ich sagen soll." wird irgendwann ein "Ich sage einfach irgendwas." Dazwischen braucht man aber eine Routine. Pick Up kann man sicher auf verschiedene Weisen kritisieren. Ich würde ihm jedoch nicht das Moment der Persönlichkeitsentwicklung absprechen, wie du es hier machst. Dafür ist deine Sicht viel zu einseitig.
  10. Trendwende – eine Änderung der Perspektive Über den Stellenwert von Game und Sexualität Weitere 8 Monate später. Ich bin momentan an einem sehr kritischen Punkt angelangt. Der bisher beschriebene Kampf gegen Goliath dürfte der Geschichte angehören. Die verzweifelten Rufe von damals sind nurmehr ein verhalltes Echo und eine nostalgisch-leidhafte Erinnerung. Die Bemühungen von Früher waren große Anstrengungen, die ihre Konsequenz in einer Gleichgültigkeit fanden. Und in Resignation. Kommen wir aber zuerst zu einem anderen Punkt: Sex. Im konventionellen Game (Tag oder Nacht) spürte ich im Ausdrücken von Sexualität immer das Verdikt des sozialen Verbotenen, des schamhaft Versteckten. Sex war für mich etwas, das hinter den sprichwörtlich verschlossenen Türen stattfindet. Ich musste mich da langsam rantasten, habe es aber nie hinbekommen, konsistent einen Vibe aufzubauen. Vermutlich ist das auch gar nicht notwendig, aber ich spürte da Barrieren und ich wollte sie erkunden. Ich reagiere empfindlich auf neue Menschen und fremde Umgebungen: Das ist eine Wesenseigenschaft, die ich bislang nicht entschärfen konnte. Es führt dann auch dazu, dass ich mich gerne als schüchtern bezeichnen würde, auch wenn mein Handeln das nicht bestätigen kann – denn ich eskaliere konsequent. Hier war ich also: Schüchterner Typ, der eigentlich gar nicht schüchtern ist. Fehlender Vibe, den ich womöglich gar nicht brauche. Sexuelle Barrieren, die zerstört werden müssen. Und so kam es, dass ich irgendwann das erste Mal im Kitkat in Berlin landete. Vorher wusste ich nicht, was mich da erwartet, und der erste Abend begann in Verklemmung und endete in überwältigender Ekstase. Jeden Samstag findet dort Carneball Bizarre statt, ein Lifestyle Event, das sich dem Hedonismus verschrieben hat. Dressocde Lack, Leder und Fetisch. Extravagant. Kostüme. Man kann dort gemütlich bei einem Jazz-Trio sitzen, oder am Pool, oder sich auf der Tanzfläche in die Menge mischen. Ich mag daran besonders, dass es nicht den Flair eines Swingerclubs versprüht, sondern vielmehr eines freizügigen Lifestyles. Es dreht sich nicht alles um Sex – auch wenn Viele nur dafür dort sein mögen. Der Ort gibt die Möglichkeit, die Masken des Alltags abzulegen und beseitigt geheuchelte Höflichkeiten. Wer dort hingeht, braucht keine Scham zu haben und aus einem bestimmten Blickwinkel ist das Event eine einzige Orgie. Ich erkannte an diesem Ort die Möglichkeit meine Sexualität zu erkunden. In gewisser Hinsicht ist es ein Club wie jeder anderer. Aber die „Spielregeln“ sind andere. Die Menschen haben keine Fassade. Ich erhoffte mir eine „offenere“ Sexualität und in gewisser Weise ist mir das gelungen: Die Atmosphäre hat für mich nichts Fremdes mehr. Sex neben drei anderen Pärchen beschämt mich nicht. Ich brauche nicht einmal mehr Alkohol, um mich zu betäuben – wie es anfangs der Fall war – und am liebsten bin ich nüchtern dort. So kam es, dass ich wiederholt im Kitkat war (und auch zweimal im Insomnia), und es hat meine Einstellung ein wenig verändert. Zum Beispiel: Wozu macht man eigentlich Game? Die logische Antwort: Zum Verführen. Aber mit welchem Ziel? Wozu will man eine Frau verführen? Und wieso will man das überhaupt? Soll es darum gehen, eine beliebige Frau ins Bett zu bekommen? Hier hat meine Erfahrung im Kitkat meine Perspektive stark zurecht gerückt; denn dort war es (zumindest für mich) nicht schwer, an einem Abend mit einer oder mehreren Frauen Sex zu haben. Ich hatte dort erstmals das richtige Gefühl, dass es einfach ist, einfach mit einer Frau Sex zu haben. Das führe dann dazu, dass es mir an gewissen Abenden komplett egal war, was passiert. Ich wusste einfach, dass etwas passieren wird – nur nicht was, oder mit wem. Das erlaubte mir, entspannt durch den Abend zu gehen; und wie zu erwarten – weil ich ja mit irgendjemandem reden muss – landete ich schließlich wieder an der Seite von Frauen. Ich habe dort keinen Druck; und ich fühle dort auch keine Konkurrenz. Wenn es also nur darum geht, Sex mit einer Frau zu haben – ja dann tue ich das ganz einfach. Wozu viel sargen gehen oder Club Game machen? Brauche ich einfach in einen Swingerclub zu gehen und ich habe meinen Spaß. Diese Sache desillusionierte mich sehr stark. Die Intimität von Sex verlor ihren Zauber. Und das bringt mich zum anderen Punkt: Resignation; und zurück zu Frage: Wozu eigentlich verführen? Ich bin an einem Punkt angelangt, wo mir kurzlebige Intimitäten zunehmend leid werden und mir gelegentlich auch emotional wehtun. Ich habe mich dabei erwischt, wie ich unterbewusst emotionale Bindungen zu meinen Kurzkontakten suchte, bloß um nachher zu erfahren, dass sie verheiratet sind oder bloß auf Urlaub hier waren. Im Grunde möchte ich, dass Bindungen mindestens 2 Anforderungen erfüllen: Sie sollen überdauern und sie sollen auf Freundschaft gründen. Was mich immer mehr in Richtung Screening drängt und mit dem Problem konfrontiert, jemanden zu finden, die zu mir passt. Ich denke, ich bin nicht der erste – und werde auch nicht der letzte sein – der hierdurch ein Gefühl von Resignation bekommt; im Sinne von: wieso überhaupt versuchen?! Da ich mehrere private Projekte – abseits von Frauen – am Laufen habe, die meine Aufmerksamkeit verlangen, drängt es derzeit nicht so stark. Aber ich hoffe irgendwann, dieses Gefühl von Resignation besiegen zu können und mehr Optimismus zu entwickeln. Derzeit lodert in mir noch ein Funken, der darauf wartet, zum richtigen Zeitpunkt entflammt zu werden. Ich habe also eine neue Hürde für mich entdeckt, und ich bin gespannt darauf, wie ich sie überwinden werde.
  11. Ein bisschen Kindergarten-Drama hier, ein wenig schlechte Kommunikation dort. Viel heiße Luft um Nichts. Bin ich froh, dass ich solche emotionalen Spielchen gar nicht an mich ran lasse. Aber ich bin auch nicht der Typ, der einer Frau beim Essen an die Wäsche will. Ein bisschen Stil muss sein.
  12. Was mir bei deinem Screening auffällt - und ich weiß nicht, wie sehr das wirklich Absicht ist - ist, dass viele Herren nicht aus deiner Heimatstadt kommen. An sich ist das ja nicht weiter erwähnenswert, du screenst aber gleichzeitig sehr - so scheint mir - auf Beziehung bzw. längere Partnerschaft. Würde es da nicht Sinn machen, prinzipiell Männer aus der eigenen Stadt zu suchen und den Rest etwas forcierter rauszuscreenen? Was bringt es mir etwa, eine wunderbare Frau zu finden, die 500km entfernt wohnt? Die Metropolregion Berlin hat immerhin 6 Millionen Einwohner. Wenn es mir wichtig wäre, einen Partner zu finden, der mehr ist als eine schnell vergängliche Intimität, mehr als eine kleine flackernde Kerze, die um den Tod ringt, dann würde ich nicht die Unbekannte aus weiter Ferne so sehr an mich ranlassen. Denn dann ist da nur die Gewalt der Distanz, und die Schwere des unüberwindlichen Raumes, die unser Band nach jedem Treffen aufs Neue zerreißen würde. Addendum: Verzeihung, ich sehe gerade, dass er ja eine Wohnung hier hatte. Bin wohl noch etwas übermüdet. Der Eindruck bleibt aber bestehen, dass es dir nicht wichtig gewesen wäre, ob er hier eine Wohnung hat oder nicht. Liege ich da richtig?
  13. Das Folgende ist keine juristische Beratung und am besten wendest du dich bei Zweifeln an einen juristisch Fachkundigen. Der Arztberuf hat einen hohen Berufsethos und so können Beschwerden und gerichtliche Konsequenzen zu Entlassung und Entzug der Approbation führen. In der Regel hat man als behandelnder Azrt nur insoweit Zugriff auf personenbezogene Daten, wie diese zur Behandlung notwendig sind. Ich würde also niemals eine mir zum Behandlungszweck zugänglich gemachte Telefonnummer privat nutzen. Wie das mit facebook aussieht, kann ich nicht sagen. Wie groß der Nutzen und wie groß das Risiko ist, musst du selber herausfinden. Kannst ja mal das durchlesen: http://ichbinarzt.de/flirten-mit-patienten-darf-man-das-und-wo-sind-die-grenzen/ Insbesondere
  14. Lodan

    Wien Club-Guide

    Ich erlaube mir an dieser Stelle ein paar philosophische Abschweifungen und gehe auf deine Frage ein. Hier zunächst ein Thema, wo ich das Problem angerissen habe: In einem Club ist man meiner Meinung nach mehr als sonst abhängig von sozialen Dynamiken, die besonders von archaischen Trieben und Status-Elementen geprägt sind. Zum Einen bin ich in Konkurrenz zu anderen Männern und muss eine Leistung erbringen. Andererseits sind Clubs Schauplätze des Hedonismus, wo ein sexualisiertes Ambiente zum Spielplatz für Erwachsene hochstilisiert wird. Es gehört aber noch viel mehr dazu: Der Club ist Sammelpunkt freudiger Gesichter, hinter denen sich eine heimliche Einsamkeit oder eine Sehnsucht nach Zweisamkeit verbirgt. Er ist ein Ort, wo Gespräche einen schemahaften Charakter haben (ganz im Sinne Wittgensteins Sprachspielen), mit monotonen und gespielten Interaktionen, wo jeder eine Clowns-Maske trägt und an einem antiken Bühnenspiel teilhat. Wo man sich mit Alkohol betäuben muss, um das Geschwätz des Nächsten zu ertragen. Wo ein Nein eigentlich Ja bedeutet und wo die eigenen Grenzen Stück für Stück überschritten werden, bis der eigene Wille dem Kollektivbewusstsein der Club-Gemeinschaft aufgeopfert wird. Der Club zerstört das Alltagsbewusstsein, indem er eigene Regeln vorgibt; und so werden Beziehungen aller Art angetrieben von einer affektgesteuerten Zwanglosigkeit und Ausgelassenheit - im Zentrum einer als natürlich und ideal geglaubten Weltsicht, in der der Spaß zum weltbeherrschenden Moment wird; und dementsprechend zur Währung, mit der sich die Zuwendung der anderen erkauft wird. Der Club ist die Illusion eines Utopias - eines Mikrouniversums, in welchem der Mensch seine abhanden geglaubte, eingeschränkte Freiheit des Alltagslebens gegen eine neue, scheinbar grenzenlose Freiheit des Clubs eintauscht - eine Freiheit, die wesenhaft illusorisch ist und demnach um nichts besser als ihr Gegenstück. Er ist demnach Ort der Hoffnung, wo die positive Energie über allem steht, wo die Welt noch zu retten ist und wo alle Niederlagen für einen Abend vergessen werden dürfen. Im Club erfährt man Absolution, und der Türsteher ist der Beichtvater, der einem die Sünde der Spaß- und Freudlosigkeit vergibt. Der Club ist der Verheißungsort von Glück - und in all dem Gemisch aus Spaßzwang, falscher Freude, untilgbarer Hoffnung, archaischen Trieben, alkoholicher Betäubung usw. usf, erinnert man sich am nächsten Morgen an eine Nacht, die zum Tag wurde; ein gleichzeitig traumhaftes Erleben, das unwirklich scheint. Der Club ist der Kontrast zur Höflichkeit und unverfälschten Freundlichkeit des Alltags. Wer diese Dinge ersehnt, der sucht sie im Club vergeblich - und wer glaubt, sie gefunden zu haben, stellt fest, dass doch alles nur Scharade war. Das sind sehr nihilistische (und vielleicht ein bisschen überspitzt formulierte) philosophische Gedanken, deren ich mich im Moment nicht erwehren kann. Rückblickend haben sich Frauen, die ich in Clubs kennengelernt habe, im Nachhinein immer als am unpassendsten zu mir selbst herausgestellt. Und ich finde, dass das der sozialen Maschinerie des Clubs geschuldet ist. Es liegt aber auch daran, dass ich selber nicht die notwendige high energy und Persönlichkeit für Clubs habe, sodass es sich wirklich lohnen würde - abgesehen vom Musikgeschmack, der auch abweicht. Es ist also auch eine Typ-Frage. Ich habe durchaus vor, weiterhin in Clubs zu gehen (das da oben ist ja nicht zwangsläufig alles schlecht), aber eher selten - und es soll sich dann nicht um Frauen drehen. Menschen, die zu mir passen, suche ich mir woanders.
  15. Darum gings auch mir nicht. Und zwar absolut nicht. Im Bereich der psychischen Störungen ist es sehr gefährlich von Kausalitäten zu sprechen. Man muss sehr vorsichtig sein, wenn man sagen will, wo etwas her kommt, weil man es in der Regel einfach nicht weiß. Man kann die Störungen behandeln, und man kann vorbeugen, indem man schützende Faktoren stärkt. Aber normalerweise tut man sich schwer, eindeutig zu sagen, wo etwas herkommt. Die Fülle an Einflussfaktoren, darunter Genetik und Biologie, ist viel zu groß. Mag aber Bereiche geben, für die das weniger gilt. Überhaupt sollten wir aufhören, der Frau irgendwelche Störungen zu unterstellen.