tonystark

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  1. tonystark

    Lohnsteuer

    Sofern du nicht beschränkt steuerpflichtig (d. h. wenn du hier keinen festen Wohnsitz hast bzw. dein regelmäßiger Aufenthaltsort im Ausland liegt) wird die Lohnsteuer nach der für Teilzahlungszeiträume nach der Lohnsteuertagestabelle berechnet. Guckst du hier: https://lohnsteuertabelle.com.de/Tageslohnsteuertabelle.php D. h. du musst die 550 Euro durch die Anzahl der steuerpflichtigen Kalendertage (= 9) teilen und dann den zugehörigen Lohnsteuertagessatz (bei Steuerklasse 1 ~4,81 Euro) multiplizieren. Es müsste sich demnach bei Steuerklasse I eine Lohnsteuer von knapp 44 Euro für den November ergeben. Vermutlich ist dein Arbeitgeber aber dennoch erst einmal so vorgegangen, wie es Masterthief beschrieben hat und zahlt dir den Differenzbetrag dann in der Dezemberabrechnung im Rahmen des Lohnsteuerjahresausgleiches wieder zurück. Einfach mal die nächste Lohnabrechnung studieren... Das Finanzamt hatte mit der Berechnung auf deiner Lohnabrechnung nichts zu tun, die stammt von deinem Arbeitgeber, der die Lohnsteuer einbehält und dann ans Finanzamt abführt.
  2. Musste auch 2x lesen, bis ich verstanden habe (bzw. glaube verstanden zu haben), worauf er hinauswill... Der "falsche Glaubenssatz" soll wohl lauten: cocky und funny ist "provokativ", respektive eine angemessene Form der Provokation, die bei Frauen eine positive Reaktion hervorruft. während die "Wahrheit" aber lautet: cocky und funny ist nur dann eine angemessene Form der Provokation, die bei Frauen eine positive Reaktion hervorruft, wenn es auch zur aktuellen Stimmung/dem Humor der Frau passt und der sozialen Situation angemessen ist. Wie auch immer... @TE: Keine Ahnung, wie du alle falschen Glaubenssätze an einem Wochenende aufdeckst, aber mein Vorschlag wäre es, mit diesen hier zu starten: 1) Ich bin besser als ein Psychotherapeut dazu in der Lage, bei mir selbst Depressionen oder Autismus zu diagnostizieren. 2) Die korrekte Schreibweise von Anthropologie lautet Antropologie - und Antropologie ist das Fach der Wahl, wenn es darum geht, Defizite in der eigenen Sozialkompetenz auszumerzen. 3) Anstatt für eine umfassende Diagnostik (auf Basis derer man dann gezielt und professionell arbeiten kann) zum Psychotherapeuten zu gehen, sollte ich lieber 10 Threads zum selben Thema in wirrer Sprache, mit konfusen Gedankensprüngen und absurden Hypothesen im Pick-Up-Forum verfassen, weil das weitaus effektiver ist, um mein soziales Lernen zu beschleunigen. 4) Es ist kein logischer Widerspruch, psychotherapeutische soziale Kompetenztrainings als "too basic" zu diskreditieren, aber gleichzeitig Fragen zu stellen wie "woran erkannt man auf den ersten Blick, ob man es mit einer Person mit niedrigem oder hohen Selbstwertgefühl zu tun hat, d.h. mit der man spaßen kann oder ob die Person eine Spaßbremse ist?" oder "Eine Person erscheint oberflächlich gut gelaut, versteht aber null Humor. Wie geht man mit solchen Leuten um? einfach nur meiden? Loben?"
  3. Vergiss bitte nicht die Augen (schelmisch) 😍
  4. Sheeesh, du willst den Schinken echt noch mal überarbeiten? Ich mein, die Zeit und Energie geht auf dein Nacken, aber ich frag halt mal weil Baum. Wenn du jedenfalls ein Ehrenmann und kein verbuggter Lauch bist, würd ich die Sprache im Buch auch an die heutige Zielgruppe anpassen, Diggi. Keiner schreibt mehr SMS und die Babes, die den Schwonnek zum Zucken bringen, nennt man nicht mehr hot, sondern glukosehaltig. Schlage daher auch ne Änderung der Bewertungsskala vor. Statt HB1-10 würd ich lieber in GdB (Glukosegehalt der Bitch) 0%-100% messen. So kann jeder direkt für sich entscheiden, ab wieviel % er zum Snackosaurus wird. 80-100% ist definitiv girlfriend-material und 0-30% eher so wacke Bratze mit Achselfasching. Wenn du das echt durchziehst mit der Neuausgabe fänd ich das nais AF!!! Aber dann gib ihm auch richtig! Sonst lieber lindnern! Küss dein Auge, mein Kocum 😘
  5. Wie viele Männer kennst du denn? Zwei? Und kann es sein, dass du und deine beiden Freunde in einer Zeitschleife gefangen sind, innerhalb derer man noch das Jahr 2006 schreibt?
  6. Du hast Recht! Plötzlich ergibt alles Sinn!!! Ich muss meine Aussage von oben dirkrevidieren
  7. Ich erlaube mir mal, deinen Beitrag von dem ganzen Esoterik-Geschwurbel zu befreien, bevor ich darauf antworte: Können wir steuern, wen wir anziehen bzw. Anziehung erzwingen? Nein. Aber wir können uns zu attraktiveren Männern entwickeln, sodass wir zumindest eine größere Auswahl an Frauen haben. Gern geschehen. Gegenfrage: Was hast du geraucht?
  8. Ich denke, dass Disziplin (und in engem Zusammenhang damit die Willenskraft) eine der wichtigsten, vielleicht sogar DIE wichtigste Schlüsselkompetenz ist, wenn es darum geht, größere Ziele zu erreichen bzw. sein Leben entsprechend der eigenen Wertevorstellungen zu gestalten (insbesondere, wenn es dabei nötig ist, Hindernisse zu überwinden bzw. kurzfristigen Belohnungen zu entsagen, die dem langfristigen Ziel entgegenstehen). Auf jeden Fall weit wichtiger als das, was wir für gewöhnlich unter "Motivation" verstehen (also energiegeladen und mit positiven Gefühlen an eine Sache heranzugehen). Ich muss mich nicht gut fühlen, ich muss keine "Lust" oder positive Erregung verspüren, um eine geplante Handlung umzusetzen. Ich kann mich auch mies, müde, lustlos oder bspw. ängstlich fühlen und trotzdem "diszipliniert" das tun, was im Sinne meiner Ziele und Werte erforderlich ist. Für mich äußert sich Disziplin daher auch eher im Umsetzen von Handlungen und weniger im Verfolgen bestimmter Gedanken. Erfahrungsgemäß haben wir auf Gedanken weit weniger direkte Kontrolle (über Gefühle sogar praktisch keine) als über unser Tun, weshalb ich es eher als unnötige Energievergeudung betrachte, sich zu einer bestimmten Denkweise zwingen zu wollen (etwa i. S. v. "ich will jetzt keine ängstlichen Gedanken haben" etc.). Das bedeutet gleichwohl nicht, dass Disziplin nicht auch für kognitive Prozesse bedeutsam sein wäre - allerdings sehe ich hier den Schwerpunkt weniger bei den Gedanken selbst (zumindest wenn wir von einer gesunden Psyche ausgehen), sondern eher beim Umgang mit Gedanken und Gefühlen (sprich: sich von wenig hilfreichen Gedanken ein Stück weit zu distanzieren, d. h. sie nicht als Wahrheit sondern nur als Worte im Kopf zu begreifen bzw. Gefühlen Raum zu geben statt sie zu bekämpfen zu wollen). In kognitiver Hinsicht äußert sich Disziplin zudem in konzentriertem Arbeiten / Lesen oder auch bei der Meditation. Bestimmte "Trockenübungen" um Disziplin direkt zu trainieren, sind m. E. kaum erforderlich oder sinnvoll, da Disziplin in hohem Maße kontextspezifisch ist. Wir trainieren sie jedes Mal, wenn wir das tun, was für uns nötig, wichtig und förderlich ist (und zwar insbesondere in genau denen Bereichen, in denen wir tätig sind). Eher indirekt können wir sie jedoch - zu einem gewissen Grad jedenfalls - durch regelmäßige Meditation, das Üben von Achtsamkeit, Konzentration sowie eines konstruktiven Umgangs mit Gedanken und Gefühlen (Stichworte: Defusion bzw. Akzeptanz) stärken. Darüber hinaus kann man eine ganze Menge tun, um die Rahmenbedingungen für diszipliniertes Handeln zu optimieren, z. B.: - Sich über die eigenen Werte und Kernmotive klarwerden, um darauf basierend geeignete Ziele zu definieren bzw. um daran sein Handeln zu orientieren - Auf regelmäßige Kohlenhydratzufuhr achten, da der Blutzuckerspiegel in hohem Maße die Willenskraft beeinflusst (die wiederum für diszipliniertes Handeln in hohem Maße erforderlich ist). Aus demselben Grund niemals hungrig einkaufen gehen. - Auch auf ausreichend Schlaf und Erholung achten - Sich darüber klarwerden, dass sich Willenskraft ähnlich wie ein Muskel verhält, d. h. a) sie lässt sich trainieren, aber auch b) sie erschöpft sich kurzfristig durch jede Beanspruchung. Daraus folgt insbesondere, dass wir uns nicht zu viel auf einmal vornehmen und Veränderungen eher schrittweise angehen sollten. Jede Entsagung, jeder innere Kampf, jede Anstrengung, oder eben auch der Versuch, Gedanken zu unterdrücken, schwächt kurzfristig unsere Willenskraft und macht es wahrscheinlicher, dass wir uns dafür an anderer Stelle umso mehr gehen lassen. Gleichzeitig eine Diät zu machen und mit dem Rauchen aufzuhören, wäre bspw. keine gute Idee (vom Einfluss der Diät auf den Blutzuckerspiegel mal abgesehen). Daraus folgt auch, dass es klug ist, sich bspw. für die Arbeit ein Umfeld zu schaffen, das möglichst frei von Ablenkungen ist oder Versuchungen jeder Art möglichst im Vornherein aus dem Weg zu gehen (keine Süßigkeiten im Haus haben, Handy auf Flugmodus stellen etc.). - Routinen bzw. Gewohnheiten aufbauen, wo immer es möglich ist und dabei wirklich nur im Notfall Ausnahmen zulassen. Wenn wir Dinge regelmäßig tun, kosten sie uns irgendwann kaum noch Überwindung und somit Willenskraft. Disziplin passiert dann (fast) von alleine. Buchempfehlung zum Thema: Piers Steel Der Zauderberg - Warum wir immer alles auf morgen verschieben und wie wir damit aufhören Roy Baumeister - Die Macht der Disziplin. Wie wir unseren Willen trainieren können Tynan - Superhuman by habit
  9. Erst einmal Respekt dafür, dass du dich so ausführlich öffnest und vor allem für diesen beeindruckenden bisherigen Lebensweg: Deine akademischen Erfolge sind m. E. schon für sich genommen ehrfurchteinflößend und das umso mehr, wenn man die widrigen Umstände bedenkt, unter denen Dir all das gelungen ist. Nun zu Deiner Frage: Auch wenn es sich für Dich im Moment so anfühlt, als stündest Du nur vor einem kleinen "Motivationsproblem" und als wärst du darüber hinaus psychisch topfit - ich habe meine Zweifel, ob es hier mit simplen Maßnahmen zur Steigerung von Motivation oder Disziplin wirklich getan ist. Ich will mir zwar keine Ferndiagnose anmaßen, aber es wäre zumindest dem Anschein nach sehr plausibel, dass bei Deiner Leidensgeschichte eben doch noch einiges unverarbeitet liegen geblieben ist, das vielleicht besser in professionelle therapeutische Hände gehört. Wenn ich es richtig herauslese, hast du nur einmal eine Therapie begonnen und diese dann abgebrochen, weil sie Dir nichts gebracht hat? Es ist oft nötig, mehrere Therapeuten, vielleicht auch verschiedene Therapieformen einmal auszuprobieren, bis man einen Therapieplatz gefunden hat, der sich stimmig anfühlt (was in hohem Maße maßgeblich für den Therapieerfolg ist). Ich kann dir nur wärmstens ans Herz legen, der Psychotherapie doch noch einmal eine Chance zu geben. Kennst du das Modell der erlernten Hilflosigkeit? Siehe: http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Psychische_Storungen/Affektive_Stoerungen/Depression/Ursachen_Depression/ursachen_depression.htm#Hilflosigkeit Deine Gedankengänge in Kombination mit deiner Leidensgeschichte könnten beinahe als Musterbeispiel für dieses Phänomen beim Menschen taugen. Was es zumindest möglich erscheinen lässt, dass du trotz deiner Überzeugung, psychisch fit zu sein, vielleicht durchaus die Kriterien für das Vorliegen einer Depressionserkrankung erfüllen könntest (von der offenen Frage, ob die Aufarbeitung der PTBS wirklich abgeschlossen ist, einmal abgesehen). Womit ich nochmals die Empfehlung aussprechen möchte, dich an einen Therapeuten zu wenden (und sei es nur um abzuklären, ob mit deiner Psyche wirklich alles im Lot ist). Dann noch noch ein paar Anregungen grundsätzlicher Natur: - Könnte es sein, dass dein starker Fokus auf einen (bzw. mehrere) hohe Bildungsabschlüsse vielleicht ein Stückweit auch als Flucht vor anderen Lebensbereichen dient? Dass du dir (deinen Eltern, Geschwistern etc.) damit etwas beweisen willst? Oder ist das wirklich für die Erfüllung deiner Karriereziele nötig bzw. ziehst du wirklich eine so hohe intrinsische Belohnung daraus, dass es all die Opfer, die dies mit sich bringt, rechtfertigt? Evtl. mal deine Motive hinterfragen, vielleicht könnte das auch einen Teil deiner "Motivationsblockade" erklären... - Kann es sein, dass du dir manchmal auch einfach ein bisschen zuviel zumutest? Deine Messlatte etwas zu hoch steckst? Klar, die Belastungsgrenzen und die intellektuellen Kapazitäten sind individuell verschieden. Aber ich glaube, dass sich viele Menschen an deiner Stelle überfordert fühlen würden - und das schon, ohne deinen Leidensweg begangen zu sein... Vielleicht mal ein klein bisschen weniger Perfektionismus an den Tag legen und stattdessen mehr Selbstfürsorge betreiben, um in deinem Leben eine bessere Balance zwischen Arbeit (bzw. Studium) und Wohlbefinden (Ruhe, Entspannung, soziale Kontakte, Gesundheit, Hobbys, etc.) zu schaffen? - Wäre es bei Berücksichtigung deiner Karriereziele evtl. nicht auch möglich, die Promotion erst einmal hintanzustellen (nachholen ginge ja auch später noch) und stattdessen den Fokus auf finanzielle Unabhängigkeit von deinen Eltern (sprich: baldigen Berufseinstieg, ggf. auch erst mal in Teilzeit) sowie auf dein psychisches Wohlergehen (Therapie und Selbstfürsorge) zu lenken? Ich könnte mir vorstellen, dass es dir schon allein dadurch ein gutes Stück besser ginge, dass dir deine Eltern nicht mehr im Nacken sitzen würden und du durch die Berufserfahrung (und verstärkten Fokus auf andere Lebensbereiche) auch abseits von Uni-Noten mal das Gefühl von Selbstwirksamkeit erfährst... - Edit: Eins noch: Das Leben ist nicht gerecht und wird es nie sein. Man kann das entweder als unerfreuliche, aber unabänderliche Tatsache akzeptieren - oder man kann sich daran aufreiben und davon zermürben lassen. Es ist natürlich leichter gesagt als getan, aber ich empfehle dir, dich eher mit dir selbst zu messen und zu vergleichen als mit anderen Menschen. Wenn es nicht in deiner Familie ist, dann findest du irgendwo immer eine Menge Leute, die es einfacher haben, die vom Leben eher begünstigt zu sein scheinen etc. Bei solchen Vergleichen kann man nur verlieren. Wenn wir sie anstellen, neigen wir zu allem Überfluss auch noch dazu, diese zu unseren Ungunsten extra unfair zu gestalten: Wir picken uns nämlich in der Regel immer gerade jene Aspekte heraus, unter denen es anderen Menschen (scheinbar oder tatsächlich) besser geht, lassen dabei aber alles andere unter den Tisch fallen. Solche Denkfallen (und wie man ihren Einfluss reduzieren kann) sind aber auch ein typisches Thema im Rahmen vieler Therapien.
  10. Seh ich genauso wie Minou. Dieses "Beurteile Menschen nach Taten, nicht nach ihren Worten" mag grundsätzlich eine gute Richtschnur sein, aber wie jede Richtschnur hat sie ihre Grenzen, wenn man sie zu wörtlich nimmt. Denn dann wird sie von einer Richtschnur, von einem nützlichen Helfer im Alltag, zu einem Korsett ("Worte müssen mir völlig egal sein, weil nur Taten zählen"). Ich würde es so betrachten: Das genannte Mantra ist immer dann hilfreich, wenn es offensichtliche und eklatante Abweichungen zwischen Worten und Taten einer Person gibt. Dann wiegen natürlich die Taten schwerer und auf das Wort sollte man nicht viel geben. Auch wenn man bereits weiß, dass jemand ein chronischer Lügner ist, bleiben Taten im Prinzip das einzig halbwegs verlässliche Kriterium. Das bedeutet aber nicht, dass Worte immer völlig wertlos wären: a) Schon aus logistischen Gründen sind gar nicht alle Taten für uns einsehbar, sodass das Wort manchmal der einzige Anhaltspunkt ist, um etwas über einen anderen zu erfahren. b) Es gibt viele Phänomene (Gefühle, Gedanken, Werte, Vorlieben etc.), die sich gar nicht (immer) in Taten manifestieren (müssen). Auch hier können Worte (vielleicht sogar noch subtiler: Das zwischen Zeilen Gesagte) wertvolle Hinweise über einen Menschen liefern. c) Taten allein sind oft nicht eindeutig zu interpretieren, weil ohne Erklärung die Motive im Ungewissen bleiben. Wenn ein Kumpel nicht zu deiner Party erscheint: Woran willst du bemessen, ob er weg bleibt, weil du ihm nicht wichtig bist oder ob es ihm vielleicht an dem Abend wirklich schlecht ging? Du musst dich hier zunächst einmal auf sein Wort verlassen. d) (Gesprochenes oder geschriebenes) Wort kann manchmal die Tat selbst sein. Ein ins Ohr geflüstertes "ich liebe dich" als Zuneigungsbeweis. Eine aufrichtige Entschuldigung als Reuebeweis. Ein ehrliches Lob als Zeichen der Anerkennung. Ein Anfeuern und Ermutigen als Ansporn. Oder auch ganz einfach ein gutes Gespräch. Worte als soziale Handlung bzw. sozialer Kitt. Würdest du das obige Mantra so streng leben können, wie du es offenbar z. Zt. anstrebst, würdest du damit m. E. auch wertvolle Fähigkeiten und Erfahrungen verlieren: - du könntest Worte (wenn es eben angebracht ist) nicht mehr als wertvollen Wegweiser nutzen - du würdest die Fähigkeit verlieren, Worte zu genießen (z. B. das erwähnte "Ich liebe dich" etc.) - du würdest zu einem guten Stück die Fähigkeit verlieren, anderen Menschen zu vertrauen bzw. einen Vertrauensvorschuss zu gewähren. Weil du auf Worte grundsätzlich nichts geben würdest, bis sich irgendetwas auch durch Taten belegen lässt - umgekehrt würdest du dich selbst u. U. auch "sozial inkompatibler" machen. Vielleicht würdest du selbst vieles ungesagt lassen, weil du der Meinung bist, dass Taten ausreichen (viele andere Personen aber mehr erwarten) Fazit: Statt darin ein Problem zu sehen, könntest du dich auch einfach daran erfreuen, dass du ein ganz normales soziales Wesen bist.
  11. M. E. unterliegst du einem typischen Denkfehler, der da lautet "ich muss erst X sein (in deinem Fall: selbstsicher im Umgang mit Frauen bzw. unabhängig von externen Faktoren wie Aussehen), bevor ich Y tun kann (in deinem Fall: Frauen ansprechen, flirten etc.)". Das Problem dabei: Du verkehrst hier Ursache und Wirkung und übersiehst, dass Selbstsicherheit (zum größten Teil) immer kontextbezogen ist. Zuerst kommt das TUN, dann die Selbstsicherheit. Wenn du aber stattdessen darauf wartest, dass auf wundersame Weise eines Tages absolute und allumfassende Selbstsicherheit vom Himmel fällt, dann wirst du vermutlich bis an dein Lebensende warten, denn das wird nicht passieren. Auch das Lesen von Ratgebertexten, das Aufsagen von Affirmationen und dergleichen wird daran kaum etwas ändern. Als du das erste Mal versucht hast, Fahrrad zu fahren: Warst du da selbstsicher, was das Fahren betrifft? Vermutlich kaum. Du hattest Schwierigkeiten, die Balance zu halten, bist immer wieder auf die Fresse gefallen und zu allem Überfluss hast du all die Großen, vielleicht sogar Gleichaltrige gesehen, die das Fahrradfahren schon beherrscht haben und bei denen es so frustrierend leicht und elegant aussah. Trotzdem hast du es weiter geübt, bist immer wieder aufs Rad gestiegen, hast nach dem Hinfallen die Wunden geleckt und es von vorn versucht bis du es schließlich konntest. Warum? Weil du wusstest, dass es möglich ist. Und weil du (bewusst oder unbewusst) darauf vertraut hast, dass auch du es irgendwann schaffen kannst. Vielleicht hast du deine Ängste, das Hinfallen oder das ungelenke Herumeiern sogar als Challenge und positiven Adrenalinkick betrachtet. Auf jeden Fall gilt: Erst nachdem du es gelernt hattest, warst du selbstsicher was das Fahrradfahren betrifft. Und genauso verhält es sich auch mit Dir und den Frauen. Wenn du selbstsicher im Ansprechen von Frauen werden willst, sprich Frauen an! Gleiches gilt für alle weiteren Eskalationsstufen. Ein Gespräch führen, flirten, deine positiven Eigenschaften demonstrieren, küssen, Sex etc. Wenn du dann einige Erfolge eingefahren hast, wirst du auch zunehmend an Sicherheit gewinnen und im Idealfall verschwindet darüber auch ein guter Teil deines Hirnficks. Aber bis dahin (und in abgeschwächter Form wahrscheinlich auch später noch) wirst du immer wieder aufs Neue überwinden und TROTZ deiner Ängste und Befürchtungen Frauen ansprechen müssen (wenn es denn dein Ziel ist, darin gut zu werden). Mach dir klar, dass deine sorgenvollen Gedanken und das Empfinden von Angst letztlich nur Worte in deinem Geist oder Emotionen in deinem Körper sind. Dein Geist produziert den ganzen Tag über Gedanken. Manche sind positiv und aufbauend, andere negativ, sorgenvoll oder abwertend (letztere sind sogar meist eher die Regel, weil unser Verstand eben darauf gepolt ist, uns vor Gefahren zu warnen). Zum Problem werden die negativen Gedanken aber nur dann, wenn wir anfangen, sie als Wahrheit zu akzeptieren und uns mit ihnen identifizieren. Wir können aber lernen, uns von solchen negativen Gedanken ein Stück weit zu distanzieren. Wie das konkret aussehen kann, kannst du z. B. hier nachlesen: https://www.praxis-convent.de/DLfree/Defusionstechniken.pdf Ähnlich sieht es mit Emotionen aus. Wir unterliegen ständig wechselnden Emotionen und Empfindungen. Manche davon sind angenehm, andere (wie bspw. die Angst) dagegen nicht. Darauf haben wir keinen direkten Einfluss. Der Trick liegt darin, die Gefühle nicht bekämpfen zu wollen oder vor ihnen davonzulaufen, denn in aller Regel funktioniert das nicht (langfristig), kostet Zeit und Energie und hält uns in unserer sogenannten "Komfortzone" gefangen. Stattdessen geht es darum zu lernen, solche Emotionen wertungsfrei wahrzunehmen. Sie zuzulassen und ihnen Raum zu geben. Und dann trotzdem so handeln, wie es unseren Werten und Zielen entspricht (die natürlich zuvor zu definieren sind, aber in deinem konkreten Fall ja schon teilweise bekannt sind). Kurz: Wenn du oben schreibst, dass du gerne unabhängig von externen Faktoren wie Aussehen etc. wärst. Dann könntest du damit beginnen, deine sorgenvollen Gedanken und Ängste usw. ebenfalls als "externe Faktoren" zu betrachten. Und dich dann von ihnen unabhängig machen. Indem du sie akzeptierst und lernst, dich von deinen Gedanken zu "entschmelzen" bzw. deinen Emotionen Raum gibst. Und dich dann entsprechend deiner Ziele und Werte aufs Handeln konzentrierst. Wenn dich dieser Ansatz anspricht, empfehle ich dir die Lektüre des Buches Russ Harris - The confidence gap (und natürlich das Üben der dort vorgestellten Techniken und die Durchführung der darin enthaltenen Aufgaben).
  12. Bzgl. NAC verweise ich mal auf meinen Beitrag hier: Bessere Bücher (da wissenschaftlich fundiert) zur Thematik Verhaltensänderung (und im ersten Fall auch: Umgang mit lähmenden Gedanken und Emotionen) sind m. E. Russ Harris - "Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei" sowie Piers Stiel - "Der Zauderberg - Warum wir immer alles auf morgen aufschieben"
  13. Wäre super. Noch besser wäre es aber, die Statistiken auch korrekt zu interpretieren. Wenn wir von Deutschland sprechen, dann sprechen wir von 0-6% laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes (die 13,4% aus deinem zitierten Artikel sind unbereinigte Werte bezogen auf Vollzeitbeschäftigungen). Sagen wir einfach mal (da niemand den exakten Wert kennt), wir hätten eine verbleibende Lohndifferenz von 3%, die sich nur auf den Faktor Geschlecht zurückführen ließe. In der Tat: Es würde das Leben der Männer grundsätzlich nicht schlechter machen, wenn man diese minimale Lohnlücke - so sie denn existiert - einfach beseitigen könnte und würde. Wenn uns das ein ernstes Anliegen ist, sollten wir aber erst einmal unvoreingenommen und mit wissenschaftlicher Methodik versuchen, diesen Wert möglichst exakt zu bestimmen (dazu wären bspw. Statistiken über Erwerbsunterbrechungen bei beiden Geschlechtern nötig, die etwa in den Zahlen des statistischen Bundesamtes aufgrund fehlender Datenerhebung nicht berücksichtigt werden konnten). Dann könnte man sich überlegen, ob es mit verhältnismäßigem Aufwand möglich ist, diese verbleibende Ungerechtigkeit zu beseitigen.* Was du nämlich forderst, wenn du von 10-15% sprichst, ist die Gleichbezahlung ungleicher Arbeit. Also beispielsweise dass die Vollzeit-Putzkraft gefälligst genauso viel zu verdienen hat wie der Vollzeit-Ingenieur - und zwar einzig aus dem Grund, dass es eine Frau ist. Um also deine Frage zu beantworten: Die massive Ungerechtigkeit, die das schaffen würde, würde das Leben der Männer schlechter machen (von der steigenden Inflationsrate, unter der alle zu leiden hätten, ganz zu schweigen)! *Man könnte natürlich die Meinung vertreten, dass jede noch so kleine Ungerechtigkeit beseitigt werden muss, koste es, was es wolle. Dazu möchte ich anmerken, dass jegliche Gegenmaßnahme (seien es Transparenz- und Auskunftgesetze oder staatliche Kontroll- und Sanktionierungsmaßnahmen) auch Ressourcen schlucken, die am Ende allen fehlen. Es ist und bleibt bspw. extrem schwer zu ermitteln, was "gleiche Qualifikation" oder "gleiche Arbeit" überhaupt bedeutet. Daran knüpfen letztlich auch Fragen an wie: Was ist mit sogenannten "Mehr-" oder "Minderleistern"? Wollen wir im Arbeitsalltag noch mehr Leadership by numbers (also noch mehr Zeitüberwachung, Berichte schreiben etc.) und mehr variable Lohnanteile? Wie gehen mit anderen Ungerechtigkeiten um? So scheint es sich doch abzuzeichnen, dass bspw. größere und attraktivere Menschen im Schnitt mehr verdienen. Wenn das korrekt ist: Sollten auch hier Gegenmaßnahmen ergriffen werden (vielleicht mit einer Zwergen- oder Hässlichkeitsquote)? Wie sieht es mit Persönlichkeitsmerkmalen aus? Ich bin sicher, dass schüchterne, unsichere Menschen sich in Gehaltsverhandlungen schwerer tun als selbstsichere und kontaktstarke Personen. Oder wäre es vielleicht angemessener, den Fokus und die Ressourcen zuerst einmal auf die Beseitigung der viel größeren Lohnungerechtigkeiten aufgrund der sozialen Herkunft lenken? Was wäre denn eine Quote anderes als ein Zwang, einen vorgegebenen Anteil an Führungspositionen mit Frauen zu besetzen? Warum sind 50% (wenn wir von einer angestrebten Parität ausgehen) "immer noch genug" für Männer, wenn bspw. 80% der geeigneten Bewerber männlich sind? Weil du das für dich so entschieden hast und 50% in einem Kuchendiagramm so schön fair aussehen? Mich wundert es, dass Menschen ohne das geringste Verständnis für Statistik meinen, Statistiken korrekt interpretieren zu können. Dass in der Gender-Debatte immer wieder dieselben Zahlen in immer wieder der gleichen Weise fehlinterpretiert werden (sei es nun aus Unwissenheit oder wissentlich aufgrund einer ideologischen Agenda). Was das Thema Emotionalität betrifft: Ganz eindeutig selektive Wahrnehmung. Lies mal eine beliebige Kolumne von Margarete Stokowski oder schau dir eine beliebige Talk-Runde zum Thema Feminismus an und du verstehst... Ach bitte, das haben wir schon zigmal durchgekaut. Es geht ums Hier und Heute. Der Feminismus hat in der Vergangenheit viele positive Ergebnisse hervorgebracht und das will auch keiner rückgängig machen. Gleichberechtigung ist inzwischen hierzulande aber erreicht und nun geht es weitgehend um Rosinenpickerei und Bevorzugung von Frauen. Dass die meisten Männer daran wenig Interesse haben, dürfte selbsterklärend sein. Edit: Siehe oben. Wenn über 10-15% sprichst, argumentierst du mit unbereinigten Werten. Auf die evtl. verbleibende Lücke bin ich eingegangen... Kann man drüber diskutieren, ist dann aber kein Feminismus-Thema. Was für effektive Maßnahmen schlägst du vor? Mir fällt spontan nur eine gesetzliche obere Deckelung der Arbeitszeit ein, die ausdrücklich auch für Menschen in Führungspositionen gilt. Dürfte aber schwer durchzusetzen und schwer zu überwachen sein. Und sich in vielen Fällen negativ auf den Unternehmenserfolg ausüben.
  14. Und inwiefern sind Frauen nun dadurch strukturell benachteiligt, dass Mädchen in ihrer gesamten Gesellschaft sozialisiert werden? Was für eine Binse ist das denn bitte? Das gleiche gilt für Jungen auch. Thema Führungspositionen: Zeig mir eine Gesellschaft, in der gleich viele Frauen wie Männer nach Führungspositionen STREBEN. Zeig mir eine Gesellschaft, in der Führungspositionen nicht mit einer weitgehenden Aufgabe des Privatlebens einhergehen. Zeig mir eine Gesellschaft, in der eine "Lösung" für das leider nun einmal naturgegebene Gesetz gefunden wurde, dass Frauen Kinder bekommen und Männer nicht. Und auch wenn es ermüdend ist, immer und immer wieder darauf hinzuweisen... Stichwort: Gender-Paradox: Gerade in den -aus feministischer Perspektive- fortgeschrittensten Gesellschaften, nämlich den skandinavischen, sind die Unterschiede bezüglich der Berufs- und Karrierewege zwischen Mann und Frau BESONDERS GROSS!!!!!Einseinself https://www.psychologytoday.com/intl/articles/201711/the-truth-about-sex-differences Übrigens: Statistisch gesehen ist es für Männer weit gefährlicher, nachts allein herumzulaufen, weil sie viel häufiger Opfer von (Gewalt-)Verbrechen durch Fremde werden als dass Frauen auf offener Straße von Fremden verprügelt oder vergewaltigt werden. Entgegen weitläufiger Klischees passieren die meisten Vergewaltigungen nicht durch Fremde ("nachts auf der Straße") sondern im Familien- bzw. Bekanntenkreis. Man könnte jetzt argumentieren: Ja klar, aber die Täter sind ja auch überwiegend männlich. Stimmt zwar (wobei Frauen auch öfter ungeschoren davonkommen, insbesondere im Rahmen häuslicher Gewalt) - aber es stellt sich halt wie immer die große Frage, inwieweit dies ein Thema ist, das sich durch Feminismus lösen ließe. Man könnte (männliche) Kriminelle, statt als böse MÄNNER doch einfach als böse MENSCHEN betrachten. Gibt es außer Küchenpsychologie irgendwelche seriösen Belege dafür, dass "das Patriarchat" eine wesentliche Ursache für Sexual- und/oder Gewaltverbrechen darstellt?* Ich würde hier ja eher an Faktoren wie mangelnde Impulskontrolle, traumatisierende Kindheitserfahrungen, hohe Bevölkerungsdichte, niedrigen Bildungsgrad, Arbeits- und Perspektivlosigkeit etc. denken. Und dass man die Ursachenforschung und Kriminalitätsbekämpfung eher Fachdisziplinen wie der Kriminologie, der Psychologie, den Neurowissenschaften, (unideologischer!) Soziologie und letztlich der Juristerei überlassen sollte... Aber was weiß ich schon... *Inb4: Ich rede von westlichen, "zivilisierten" Gesellschaften.