tonystark

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  1. Verzeiht, Eure Exzellenz in Weiß 😉 Aber ganz ohne Ironie: Deine grundsätzliche Fachkompetenz will ich doch gar nicht anzweifeln und soweit ich mich erinnere und das beurteilen kann, hast Du hier auch schon viele hochwertige Beiträge abgeliefert. Dieser hier (bzw. der vorherige) gehört jedoch m. E. nicht dazu. Die Argumente habe ich bereits geliefert, aber du kannst mir gerne erläutern, was die Eigenwahrnehmung mit der ästhetischen Bewertung von Fremdobjekten zu tun haben soll bzw. welchen Krankheitswert die wahrgenommene Verletzung eines ästhetischen Ideals haben soll ("pathophysiologische Klassifizierung"). Dass das inhaltlich auf schwachem Fundament steht, kann ich auch ohne Dr. med. erkennen. Manchmal ist etwas weniger Fachsprache eben mehr (umso mehr, wenn es das Ziel sein soll, dass auch Laien und Kacknoobs das Geschriebene nachvollziehen können). PS: Das Überfliegen eines Abstracts und der Referenzen eines Studienautors als potenzieller Indikator für die Aussagekraft seiner Arbeit dauert keine 5 Minuten. Und wenn wir schon Autoritätsargumente bringen: "Giacomo Rizzolatti gilt als einer der bedeutendsten Hirnforscher unserer Zeit" klingt für mich zunächst einmal (sorry!) ehrfurchteinflößender als "Ich bin selbst kein Neurologe, noch Neurophysiologe, noch Neurowissenschaftler. Aber über die Basics bin ich bestens geschult, weil alle in meiner Familie (außer ich haha) Neurologen sind und ich meine ScienceMed an der Neuro geschrieben habe bzw promoviert, neben dem HumanMed.". Was natürlich keineswegs impliziert, dass der gute Herr sich nicht trotzdem irren kann - ebensowenig wie ein Doktortitel vor Irrtum schützt. Und noch weniger kann die allerbeste Fundierung einer Studie davor schützen, dass ihre Ergebnisse zu stark vereinfacht bzw. falsch interpretiert und wiedergegeben werden. PPS: Dass die Amygdala für die objektive ästhetische Bewertung zuständig sein soll, haben weder Aldous und noch weniger Rizolatti behauptet. Dieser Prozess finde ja gerade (eher) in der Insula statt. Eine hohe Aktivität der Amygdala würde dagegen eher mit subjektiven ästhetischen Bewertungsprozessen in Verbindung stehen. Aber ob nun Mandelkern oder Inselrinde, einigen wir uns einfach darauf: Gepriesen seien ästhetische Weiberärsche!
  2. Herrlichstes Bullshit-Bingo! Da mach ich mit! 🤓 Erklärbar ist sowas bislang nur dadurch, dass unser ästhetisches Bewerten auf Prinzipien beruht, die nicht Resultat desselben sind. Erklärbar ist sowas bislang nur dadurch, dass Huhn Agathe aus einem Ei geschlüpft ist, das sie nicht selbst gelegt hat. Erklärbar ist sowas bislang nur dadurch, dass W=f(P), wobei f(P)!=f(W). Wat? Ich glaube, du verwechselst hier das Aneinanderreihen von (einzelnen oder gekoppelten) Fachbegriffen mit einer sinnvollen Aussage. Objekte sind, aber laufen nicht ab. Handlungen und Bewegungen laufen ab, nicht Objekte. Der Begriff Lagetyp taucht anscheinend nur im Zusammenhang mit EKGs oder Harnleitermündungen auf und hat im sonstigen Sprachgebrauch keine Relevanz. Warum also hier verwenden? Klingen Lage oder Richtung nicht schlau genug? Wikipedia sagt über Propriozeption: ==> Schon im Begriff steckt, dass Propriozeption (=Eigen + Wahrnehmung) nichts mit irgendwelchen Objekten außerhalb des eigenen Körpers zu tun hat (das wäre der Exterozeption zuzurechnen). Mit Transduktion und Verarbeitung beziehst du dich wohl auf den Wahrnehmungskreis, wobei die Propriozeption eher den (unbewussten) Mechanismen des Reflexbogens zuzuordnen ist. Aber ob bewusst oder unbewusst: Mit ästhetischen Bewertungsprozessen von Jeanshosen hat der Begriff nicht das Geringste zu tun. Ich schätze mal, du meintest statt Propriozeption "Perzeption" (also Wahrnehmung)? Wenn die Neurowissenschaften eines mit ziemlicher Sicherheit gezeigt haben, dann dass Formulierungen wie "Funktion X ist in Hirnregion Y angesiedelt" i. d. R. mindestens eine grobe Vereinfachung darstellen, oft genug auch groben Unsinn. Im menschlichen Gehirn sind praktisch immer mehrere Hirnregionen gleichzeitig aktiv (selbst im Schlaf- bzw. Entspannungszustand) und praktisch jede komplexere kognitive Aufgabe wird im Zusammenspiel mehrerer Hirnregionen bewältigt. Wenn überhaupt, dann kann man davon sprechen, dass bestimmte Hirnregionen verstärkt für bestimmte Funktionen zuständig sind bzw. dass ihnen im Kontext bestimmter Funktionen eine besonders wichtige Rolle zukommt. Dass also "subjektiver Geschmack im Mandelkern" erzeugt wird, geschweige denn im Falle einer subjektiven ästhetischen Bewertung "nur der Mandelkern feuern" würde, sind Formulierungen, die eher ins Märchenland gehören dürften (wobei schon klar ist, dass letztere eher Rhetorik war). Selbst wenn die Studienergebnisse von Rizolatti tatsächlich belegen sollten, dass bei der Betrachtung und Bewertung von Körperproportionen (grob) zwischen so etwas wie einem "objektiven" und einem "subjektiven" Sinn für Ästhetik unterschieden werden kann, die sich jeweils in spezifischen neuronalen Aktivitätsmustern ausdrücken, so halte ich es für fragwürdig, dass sich diese Ergebnisse auch auf die ästhetische Bewertung einer Jeans übertragen lassen. Gibt es "optimale" Proportionen für eine Jeans im Sinne eines objektiven ästhetischen Bewertungsmaßstabes, der von allen (bzw.) den meisten Menschen geteilt wird und in unserem genetischen Erbe verankert ist? Bezweifle ich. Und wenn man statt der Jeans vielmehr die Proportionen ihrer Trägerin bewertet, die sich ja durch das Tragen einer High-Waist-Jeans SCHEINBAR verschieben, dann würde sich immer noch die Frage stellen, ob unser Gehirn im Rahmen seines "objektiven ästhetischen Bewertungsprozesses", tatsächlich auf diese Illusion hereinfällt (die tatsächlichen Körperproportionen der Frau bleiben ja unverändert). Wäre aber sicher interessant, die fMRI-Studie mal mit Frauenkörpern in verschiedenen Jeanstypen statt mit griechischen Statuen verschiedener Proportionen zu reproduzieren. Wo hat Aldous denn was von Pathophysiologie geschrieben? Deine Interpretation seiner Worte ergibt nur Sinn, wenn du bspw. auch das Empfinden von Ekel oder Scham als pathophysiologische Prozesse beschreiben würdest. Und was den Rest betrifft: Siehe https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0001201#abstract0 🤔 PS: Ja, ich habe meine Tage.
  3. So ist er halt, unser foreninterner Gleichstellungsbeauftragte. Der wirft beim Thema Feminismus gerne mal ein paar eloquente Polemiken in die Runde. Wenn man dann mit Fakten argumentiert bzw. die seiner Polemik zugrundeliegenden feministischen Dogmen in Frage stellt, kommt aber regelmäßig wenig Konkretes zurück. Nicht, dass mich das Thema Frauenparkplätze sonderlich interessieren würde, aber weil's so schön ist: Check Würdest du die Unterschiede bestreiten? Strohmann-Argument. Hab ich in der Form hier noch nicht gelesen. Es geht vielmehr darum, dass über beide Geschlechter hinweg wohl nur die wenigsten Menschen eine Führungsposition überhaupt anstreben UND noch dazu bereit sind, die entsprechenden Opfer zu bringen (bei den Fähigkeiten unterstellen wir mal Gleichverteilung). Unter Männern findet sich aber eine größere Gruppe, bei denen die genannten Voraussetzungen erfüllt sind (bei vielen Frauen kommen erschwerend schwangerschaftsbedingte Erwerbsunterbrechungen hinzu, während männliche Schwangerschaften nach wie vor selten sind). Was in der Summe berechtigte Zweifel an der These aufkommen lässt, dass man aus der statistischen Geschlechterverteilung in Führungspositionen auf eine systematische Diskriminierung schließen kann (oder dass dies gar der einzig logische Schluss sein kann). Die Polemik funktioniert nur leider auch umgekehrt: Wenn Frauen und Männer in jeder Hinsicht gleich stark, taff, selbstbewusst etc. sind, wie doch "die" Feminist*innen nicht müde werden zu betonen (wenn überhaupt, dann ist wohl eher davon auszugehen, dass Frauen in den meisten Bereichen sogar überlegen sind...), warum ist es Cindy Mäuschen dann nicht zuzumuten, die gleichen Parkplätze zu nutzen wie Hansi? Denn eines ist doch klar: DAS ist in diesem Kontext absoluter Blödsinn. Siehe Wikipedia: Wenn überhaupt, dann geht es hier um Rücksichtnahme auf ein möglicherweise erhöhtes Sicherheitsgefühl. Die tatsächliche Bedrohungslage, als Frau auf einem Parkplatz oder in einem Parkhaus vergewaltigt zu werden, ist verglichen mit dem Risiko, als Mann im öffentlichen Raum Opfer eines (mitunter schweren) körperlichen Gewaltverbrechens zu werden, klar vernachlässigbar. Nicht, dass Vergewaltigungen damit verharmlost werden sollen, aber es stellt sich halt die Frage, inwieweit Frauenparkplätze eine geeignete Maßnahme zur Verhinderung sind und wo die Rücksichtnahme auf männliche Gewaltopfer bleibt. Und es stellt sich die Frage, woher die offenkundige Diskrepanz zwischen empfundener und tatsächlicher Bedrohungslage bei vielen Frauen in bezug auf öffentliche Parkplätze/Parkhäuser kommt... Wäre es vielleicht denkbar, dass eine gewisse mediale Über-Akzentuierung von Sexualstraftaten (evtl. auch aus feministischer Agenda heraus) zu dem Bild beiträgt, dass in jeder dunklen Parkhausecke jederzeit mindestens drei böse Männeernur darauf warten, die nächste Frau vergewaltigen zu können?
  4. Stimmt schon, nur ging es hier vor dem Hintergrund der tw. empfundenen Widersprüchlichkeit/Schwammigkeit nach meinem Verständnis auch um psychologische Ratgeberbücher/-texte und die dahinterstehende Schule, wobei der (mögliche) positive Effekt therapiespezifischer Elemente ja klar in den Vordergrund rückt. Dazu finde ich, dass es auch im Kontext einer Therapeutensuche sagen - je nach Art und Schweregrad des Beschwerdebildes - im Einzelfall nicht schaden kann, sich im Vorfeld schon einmal über die verschiedenen Therapieformen zu informieren. Von einem schwer Depressiven kann man das natürlich nicht erwarten, ebenso wenig wie von einem Patienten mit diffusem bzw. vielschichtigem Beschwerdebild. Aber wenn ich mir als Patient bspw. schon im Vorfeld sicher bin bzw. bereits die Diagnose erhalten habe, unter einer spezifischen Phobie zu leiden (und davon abgesehen keinerlei Leidensdruck herrscht), erscheint es mir durchaus sinnvoll, sich infolgedessen bewusst für eine KVT zu entscheiden. Darüber hinaus würde ich auch so weit gehen, dass die therapeutische Allianz bzw. Collaboration auf Individualebene - in Abhängigkeit von den persönlichen Einstellungen und Vorlieben - durchaus z. T. wieder (direkt oder indirekt) von der Therapieform beeinflusst werden kann. Bei einer stark ziel- und ergebnisorientierten Persönlichkeit (als Patient) ist es bspw. denkbar, dass mit einer KVT auch positivere Erwartungen verbunden sind und der fit mit den gemeinsam vereinbarten Therapiezielen höher sein kann als im Rahmen einer analytischen PT. Bei einer anderen Persönlichkeitsstruktur mit anderen Vorlieben mag genau das Gegenteil der Fall sein. Allerdings sind das, wie du schon schreibst, Einzelfallerwägungen, die man bei einer Therapeutensuche im Hinterkopf behalten kann, aber nicht muss. Mit dem allgemeinen Rat, sich auf sein Bauchgefühl zu verlassen und die "Stimmigkeit" im Erstgespräch bzw. den Probesitzungen zu erfühlen, macht man in jedem Fall nichts verkehrt. Gleichzeitig empfiehlt es sich natürlich auch, möglichst unvoreingenommen an die Sache herangehen und im Zweifelsall einfach mal dem Rat des Fachmanns zu vertrauen.
  5. Ergänzend dazu: Je nach individuellem Beschwerdebild scheint es auch - in bezug auf die praktizierte Therapieform - besser und schlechter geeignete Therapeuten zu geben. Bei Angststörungen etwa zeichnet sich ab, dass die (Kognitive) Verhaltenstherapie im Vergleich zu anderen Therapieformen höheren Erfolg verspricht. Siehe bspw. https://www.scientificamerican.com/article/are-all-psychotherapies-created-equal/ oder https://en.wikipedia.org/wiki/Dodo_bird_verdict#Opposition
  6. Hier könnte ein Text stehen
  7. Ja, musst du einzeln testen lassen und am besten auch 1-2 Tage zeitversetzt um die Ergebnisse nicht zu verfälschen. Als zuverlässigen "Schnelltest" kannst du nur deinen IgE-Spiegel im Blut bestimmen lassen. Sollte dieser erhöht sein, deutet das mit hoher Sicherheit auf eine Nahrungsmittelintoleranz (!= Unverträglichkeit) hin. Diese sind kommen aber nur sehr selten vor und selbst dann hast du noch keinen Aufschluss darüber, welche(s) Nahrungsmittel ausschlaggebend für die Immunreaktion ist. Zöliakie und Histaminintoleranz können ebenfalls anhand eines Bluttests diagnostiziert werden. Was die Unverträglichkeiten betrifft, kannst du die nur einzeln über einen jeweiligen Atemtest sicher diagnostizieren lassen. Um dir (vorläufig) den Arztbesuch zu ersparen, könntest du höchstens im Selbstversuch Provokations- bzw. Auslassungstests durchführen. Lass mal für 2-3 Tage komplett alle Milchprodukte weg (auch laktose"freie") und schau, ob sich etwas an den Symptomen verbessert. Als nächstes ernährst du dich mal ein paar Tage lang fruktosearm und/oder nimmst bewusst viel Fruktosehaltiges zu dir und schaust, wie dein Körper darauf reagiert etc. Aber im Prinzip kannst du dann auch ebensogut gleich die Atemtests durchführen lassen bzw. für einige Zeit ein ausführliches Ernährungs-/Symptomtagebuch führen. Auch wenn's unbequem ist, würde ich das auf jeden Fall den Gang zum Facharzt und eine differenzierte Diagnostik empfehlen, denn wer unter einer Laktoseunverträglichkeit leidet, hat sehr oft zusätzlich auch eine oder weitere Zucker(alkohol)unverträglichkeiten.
  8. Hast du denn irgendwelche konkreten Anhaltspunkte, die dich vermuten lassen, dass bei dir irgendwelche Nahrungsmittelunverträglichkeiten vorliegen könnten (Bauchschmerzen, Sodbrennen, Durchfall, Übelkeit, Verstopfung, Hautausschläge, chronische Müdigkeit, etc.)? Ansonsten verstehe ich die Intention dahinter nicht ganz. Wie dem auch sei: Auf die geläufigeren Unverträglichkeiten (Laktose, Fruktose, Glukose, Sorbit, Xylit, Gluten) kannst du dich beim Gastroenterologen testen lassen. Die Diagnose erfolgt dabei weitgehend sicher über einen H2-Atemtest bzw. einen Bluttest. Geht recht schnell und unkompliziert und wird bei begründetem Verdacht soviel ich weiß auch von den Krankenkassen übernommen. Die Atemtests kannst du sogar zu Hause durchführen (das entsprechende Zubehör bekommst du mit), daher wird das im Zweifel wohl auch über irgendwelche Online-Labor-Anbieter möglich sein. Für spezifische Lebensmittelunverträglichkeiten existiert m. W. als zuverlässige Diagnose-Methode nur das Prinzip Ernährungstagebuch...
  9. Zur Tauglichkeit der Vitamin- bzw. Mineralstoff-Status-Tests kann ich nichts sagen (wobei ich auch so etwas eher über einen Arzt machen lassen würde und auch nur bei begründetem Verdacht eines Mangels). Die Nahrungsmittelunverträglichkeits-Tests, die dort angeboten werden, sind aber Humbug: http://www.oegai.org/html/docs/Leitliinie_IgG_Satz.pdf https://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/allergien/article/553677/serum-igg-test-taugt-nicht-diagnostik-nahrungsmittelunvertraeglichkeiten.html http://www.spiegel.de/gesundheit/ernaehrung/igg-test-auf-lebensmittelallergie-das-steckt-dahinter-a-1015889.html
  10. This. Siehe z. B. hier https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4507494/ oder als deutsche Zusammenfassung z. B. hier http://www.muenchner-medizinjournalisten.de/ralf_schlenger/texte/Hautgesund.php Bevor man Iso empfiehlt, sollte man vielleicht auch mal die Indikation lesen und mit der Sachlage vergleichen: klingt für mich eher nach leichter bis maximal mittelschwerer Akne. Bei Iso finden wir unter Indikation Eben weil die Nebenwirkungen keineswegs zu vernachlässigen sind... Man kann natürlich auch bei Trauer über nen abgebrochenen Fußnagel Psychopharmaka empfehlen...
  11. Naja, rote und blaue Pille ergeben zumindest noch insoweit Sinn, als sie den einfacheren Gemütern, die zugleich vertraut mit dem Film Matrix sind, eine praktische dichotome Einteilung in absolute objektive Wahrheit und Mainstream-Propaganda-Fake-News-Scheinwelt anbieten. Aber auf diese schlechte (da stark hinkende) Metapher noch einen draufzusetzen indem man eine schwarze Pille herbeifabuliert, ist dann tatsächlich ein richtig wacker Kevin-Move. Selbst wenn der TE nicht so extrem seriös wirken würde, würde ich seinen Link schon allein deshalb keines Klickes würdigen.
  12. Die Zahl wird zwar immer wieder in dem Zusammenhang zitiert, dürfte aber frei erfunden sein. Siehe https://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106292192/Die-ganze-Wahrheit-ueber-das-Luegen.html Den oben genannten Prof. Dr. Jack Nasher würde ich vom Bauchgefühl eher mal als Scharlatan abtun. Seine Behauptungen (80+ %) Erfolgsrate erscheinen mir angesichts der Studienlage zum Thema doch arg überzogen, darüber hinaus halte ich seine Expertise für arg fragwürdig... https://www.mba-journal.de/luegenpapst-jack-nasher-gericht/ https://www.wirtschaftspsychologie-aktuell.de/aerger/aerger-20150420-baerbel-schwertfeger-die-entlarvungs-experten.html Ansonsten 2 Bücher zur Thematik aus wissenschaftlicher Perspektive: https://books.google.de/books?id=OBPwpwAACAAJ&dq=Lügner:+Die+Wahrheit+über+das+Lügen+google&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwiWwJuT8MTfAhVNM-wKHSV2C7kQ6AEIKDAA https://books.google.de/books?id=lGZpT3ycL1wC&printsec=frontcover&dq=Handbuch+der+Rechtspsychologie&hl=de&sa=X&ved=0ahUKEwjBnr2j8MTfAhUOfFAKHWAmCJcQ6AEIKDAA#v=onepage&q=Handbuch der Rechtspsychologie&f=false ...und eine vielzitierte Metastudie: https://dukespace.lib.duke.edu/dspace/bitstream/handle/10161/14941/DePauloEtAl.Cues to Deception.pdf?sequence=1 Wenn du einen Lügner entlarven willst, dürfte es am effektivsten sein, den anderen erzählen zu lassen und dann den Wahrheitsgehalt seiner Aussagen mit der Realität bzw. realistischen Wahrscheinlichkeiten abzugleichen, nach logischen Widersprüchen in der Erzählung sowie nach faktischen Indizien zu forschen, die das Gesagte zweifelhaft erscheinen lassen. Gezielte Fragestellungen dürften dabei sicher hilfreich sein, allerdings riskiert man damit im sozialen Alltag (insbesondere, wenn man den anderen fälschlicherweise verdächtigt) durchaus, die gemeinsame Beziehung zu belasten oder schlimmstenfalls zu zerstören. Anhand von Körpersprache o. ä. irgendwelche Rückschlüsse zu ziehen, dürfte (vor allem als Laie) Kaffeesatzleserei gleichen.
  13. Ich werfe noch mal Russ Harris (The confidence gap, the happiness trap) und Tal Ben-Shahar (Happier, The pursuit of perfect) in den Raum (gibt es jeweils auch in deutschen Übersetzungen). Das o. g. Buch von Dietmar Hansch habe ich zwar nicht gelesen, aber da ich seine Bücher über Depression und Ängste sehr schätze, gehe ich davon aus, dass das genannte Buch ebenfalls lohnend sein dürfte.
  14. http://www.spiegel.de/karriere/deutschland-gleichberechtigung-stagniert-a-1244238.html Das ist mal wieder ein Kracher. Nicht nur, dass in der dem Artikel zugrunde liegenden WEF-Studie die unbereinigten Gender-Pay-Gap-Zahlen wiedergekäut werden und die Methodik insgesamt etwas fragwürdig erscheint werden - SPON (oder hat's die dpa verbockt?) setzt sogar noch einen drauf: Das ist so tendenziös und dumm, dass ich nicht weiß, ob ich lachen oder weinen soll... "wird ETWA die Lebenserwartung gewertet" --> Trololol. Es werden genau 2 Merkmale berücksichtigt: Die Lebenserwartung und die statistische Geschlechterverteilung bei Geburt... Über beide wird ein simples Verhältnis f/m gebildet und daraus dann irgendwie ein Gesamt-Index gebastelt. Weil es selbst dem dümmsten Leser sofort ins Auge springen dürfte, dass das Patriarchat™ hierzulande kaum am Geschlecht bei Geburt Schuld dürfte (in China sieht das freilich anders aus), wird dieses Merkmal im Spiegel-Text natürlich verschwiegen - mit dem lustigen Effekt, dass in der Dimension "Health" ausgerechnet dasjenige Merkmal (Lebenserwartung) als Beispiel für eine angeblich noch nicht vollständig beseitigte Diskriminierung angeführt wird, dessen Ausprägung doch für Frauen deutlich günstiger ausfällt (was zwar Allgemeinbildung sein dürfte, aber vielleicht dem ein oder anderen Leser mit ideologischen Scheuklappen nicht geläufig ist). Wenn ich es recht bedenke, ist es auch irgendwie schon wieder elegant. Ohne direkt die Unwahrheit zu sagen, schafft es der Autor durch eine gezielte Informationsauslassung eine alternative Wahrheit zu kreieren und gleichzeitig die Verantwortung an die Studienautoren abzugeben (die ja zugegebenermaßen auch fragwürdig gearbeitet haben)...
  15. https://de.wikipedia.org/wiki/Puma#Verbreitung